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Full text of "Zeitschrift für deutsche Sprache"

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t> \ 3ettfWft 

x tat 



Seittfdje äßflrtforfdjung 



herausgegeben 



Don 



tfrieDricb lUufle, 



Neunter 23anb. 




Strasburg. 

SSerlag bon $ar( 3. fcrüBner. 

1907. 



9R. $u9Ront Sd&auberg, «trafcburfl. 



3u^ait. 

GrftcS $*ft* 

«Seite 

Äern, $., 5)te gotifc^e gform be8 $crfonennamen6 Alphooaus 1 

Äluööer, SL, Scharernac aI8 fflSelnnatne 3 

SBaljI, ©uftaö, 3ur ®efc$tc$te beS SBorteS 9totju($t 7 

8art$oIomae, GHjr., ©eiträgt am (Stomologie bcr gennantfdjen ©pradfjen IV . 18 

8a«mer, 2«., ©tymologten 20 

Seemann, 9B., 3« «*• collon-cröh, aljb. coller-wur* „nymphaea" 23 

»e$ag$el, Otto, ©tatt boß — anftatt bog ... 26 

Steig, 3tetn$oIb, „3)te 2Ranntgfalt* bei ©oetge 28 

89orft, (Eugen, ©länaenbeS ffilenb 31 

«atft, ©., Hnbba$t« 32 

, ftotntffel 34 

SKeuer, 8tlc$. 2tt., 8fa$nenn>orte 34 

WlaaS, «IbretSt, 3>te 3ufammenfefrungen oon „SMtftcr" 35 

©ttmmel, ©., 9ia<$lefe au bett ©örterbüc$ern ber SBeibmannSfpradje .... 49 

$trf(9, 8f. ©., ffiiener ftunbenfpratfe (1860) 64 

Orten berget, £|. o., Thiz unb thehein 66 

SBunberlt^, ^ermann, unb Jfarl t». Sauber, 3um ©rimmfd&en äBörterbucö. 77 



Stotxtt» $eft. 

©öfce, «Ifreb, Steine ©entgleit 87 

©djula, £on8, ^retten 102 

«luge, fr, fiotfe 119 

, SBerltcß 125 

, ®uft unb 3)uft 127 

SBüIftng, 3. <&., ®r $tlft und frei ou* oller «Rot 130 

9tet$el, ©ugen, Sud 3objmn Valentin $ietfo)8 ©ebbten 132 

SBeber, ^ermann 9f., »©rajte* bei SBlntfelmann 141 

«fefterflg, Hubert, «uö «ßlatenS ©afelen 153 

«rnolb, Stöbert gfrona, äBortgefötc$tItc$e Belege 156 



1 7«1 \ 2. 



IV 3fn$ali. 

«eilt 

4?tntner, SSal-, stirp 159 

, Jatte, Jutta (f. m.) ftäfetoaffer, SJloKen 160 

Hamann, äBtIljelm, 9tad}trag au ae. collon-cröh 161 

Äluge, &•/ Ä«l fcruoner f 162 



dritte« ttnb *ierte£ $eft. 

SBeljrle, $ugo, $oR8tumtufje SBtnbnamen 168 

SuoIa^ti'^alanbet^uQo^ieoIt^o^beutf^en^eminutiDbilbungenQttfinkfltn 170 
©dfjulj, #anS, 3)tc Stauten bet SBodjentage in ber ©pradjc ber Öretöurger ttt* 

tunben unb $roto!oHe 182 

371 oft 8, «l&redjt, 5)ie neuljodjbeutfd&en ©eaetdjnungen für „Serf affer Ilterartfd&er 

SBerfe* 185 

$oIber, »Ifreb, fittftentaler ©Ioffare 905 

»ranlo, ßfrans, SJtobeme ©unbenamen 229 

Sabenborf, Otto, ©d&lagmorte unb S3ertoanbte8 279 

SBtnbel, Stubotf, 3ur ©pradje bcö $ennalt8mu« 285 

ßfelbmann, äBtlfjelm, {Ranbgloffen sunt „Sabenborf" 288 

, (Beflügelte SBorte 291 

ftern, »rtgur, SDWÄceHen 312 

Seemann, SB., «&b. widillo = ir. flothal 312 

£offmann*Äraöer, <J., 2>af$ bu Mft! 314 

Sa 8m ex, SR., ©flaöe («Radjtrag au 3fbSB. IX, 21 ff.) 315 

Htterlet Sertdjttgungen t>on &. Äluge 316 

Umfragen öon $. örnft ©ulfing 319 

8fi$erf<$au ton £. ffiectenborf, O. ©Araber, Stlfreb ©öfre, SB. SJflel* 

berer, SBUlj. gelbmann unb 8f. Äluge 322 

©pracfcatlaS be8 2>eutfdjen £Retd50 oon ®. SBenler 332 



Bit gotifdjc form hcs Perftmcmiamcns Alphonsus. 1 

§. Kern. 

darüber ba& ber auf ber iberif<beu ßal&infrf fr> bäufifle 9<ame 
Alfonso, Alonso ftd) au§ Alphonsus oberAlfonsus, her lattiiifierten gcrm 
eines ßrtiföcn ^erjoiienuamene, entn>icfelt Ijat, ^ertfctit feine 9fteinwtg3* 
uerfdjiebenbcit, aber über bie $ragc, mie eigentlich ber 9?ame int Qtotifdjeti 
gelautet babe, ftitntncit bie ©etebrien nirbt überein. 2KeineS 28iffeti3 mar 
(Sraft ber erfie, ber pr ©rflaumg bcS 9Jaiiten§ bie 3Balj( fiefj äioifc^en 
Alfuns un& Adalfuns: „au3 betben tarnt Alphous entftaiibeu femi", 
meint er, Sprächet), III 544. 

^3^ie fötflnruug aus Adalfuns fnnb 93eifalf unb rourbe u. o. uon 
tjörftemßiui unb Älugc gebilligt, ©egen bUfetbe würbe nun aber neuer* 
binge CEtnfprndjc erhoben twn s prof. 28. SRetjer * Sübfe in einer SUmanb= 
Inirfi mit ivmiifel: „töomanifdjc 9cnmeiiftubien. I. 3)ie altpartugiefijdjai 
'perfauennaineu germaniftbeu ÜrfprmtgS".* 3ur SMämpfung, ber betreff 1 
enben Crflärnjtg beiuerrt n fofjjenbes : 

„Alfcmsus bat ftörftemaim, 3 e '*W r 'f* f ur oergleidjeube (SpraaV 
forfc^uitg XX 431 unb 9?amenbHd) 166, ouS Adalfonsus hergeleitet, 
otjne genügenbeu ©runb. 3d) meifj nicfjr, ob bie ©leirfjftellung \>o\\ ä 
unb adal nidjt me^r in ben köpfen einjelner mobenieu Mehrten al3 
in ber ©pradjentroitffimfl unb im ( §prad)fcerou fitfei u ber alten ©crmaneit 
beftfuiben \)üt Örmfiier tjat fid) euu ige fernhalten, and) im finget * 
järfifijdten roirb utefit bainit operiert, unb wenn in einer UrTiuibe aus 

tßliinn Dom 3n£)rc 927 ber SRame Aalsendis, Alsendis erfdjemt (Süngnon, 
Bntopt. SFtm. 1 2971), fi> tjaubelt e§ fidj borin um eine [peeififdj irprb- 
tranjöfifäX atfo rotnanifäe iSntiimffuiifl, bie mir nidjt fdjlanftoeg ins 
SBtftgotifaV übertragen bürfeu. ^ic Qgrfteng üd» Adelfonsus ift [a 
nirtjt in fc&rfbe jh ftellen, aber es liegt gar fein ©nmb bafür nar, ba& 
biefe$ Adalfonsus nub Alfoosus ein unb betjelbc 9cante fein Jollen. 
*J?un tormiit aber weiter bagii, bajj bie jpanifrfje $orm gar niebt Alfonso, 
fonbern Aloneo ift, unb bie* ift mit Alfooso nur unter Alnfunsus »er* 
einbar, roo intevuoralifdjeä f nad) fpöuifefjer Slrt (dehesa qu§ defensa) 
gefallen ift, wogegen in Portugal f blieb, bann ■ fd)manb". 

3" biejem Sitat, roeldjes irfj uid)t abfür^eu ju bürfen glaubte, 
begegnet Ccnittl ein ©a^, ber ntebt ^ur 5?citit rjerau^forberte ; id) merbe 
mid) jebod) bejebränfen auf einen ein^ißen, nidjt un mittel bar mit ber 
5rage jufamtnenbäugenben, uub jmar auf bie erftounlidje Öebauptung, 
bo§ bie fpamfdje ^oun gar ntc^t 3 Alfonso, fmtberu Alonso fei. 5Sor mir 

1 SBom 93eifoffcr flenetintiLUc Überfetjmiß au^ ber Tijdschrift voor Neder- 
landscho Lett erkunde XXVSiSff. 

• ©Kjuiigöbettdjte brr Stni). Hfob, ber Sßtfffnfa>ften, ftbii. ? f,{|t, Stoffe 
3o^rg. lttOi. 

* Son mir ßefptnt. 

Bfw». ix. 



2 $. ftexw, 3)te gottfdji? frorm beä ^ctfoncimamenö AJphonsus. 

liegt ein amtliAeS Sofument, ba» folgentettuafien anhebt : „D. Alfonso XIII 
Por 3a Gracia de Ui<>s y la Constitucion Hey de Kspaiia". 9öemt 
^Srof. !öi eueren 1 bfe# JöetyflUütung ©liftj l)icltc, jo mürbe ber Äönig oon 
©panien einen portuQiefifctjen 92amen trügen ! Sie Sarfje ift Diclmcfjr bie, 
ba& Alfonso unb Akmso in ©ganten beibe gcbraudjitcl) finb. 1 

SBetreff« bec $auptfat^e fei bemalt, bafc jener Umftfjnjeif Don 
SBorten ben ^Junft, nuf ben e£ anfommt, mdjt berührt. Sie frragc ift 
gor niajt, oh im (Sottjdjen ein sjjerfonennameu Atafims ejiftiert |at, 
(onbern mal ber Urf prang ift be3 f)iftorijd}en fRamritä Alfonsus, ben 
(ouiele fpanifcfjc Äbnige Dum 8. ^atjrb,. an gehoben Ijaben. Um über 
biefe grnge ftii einer feften Überzeugung ju gelangen, mufj man bie 
Qejcrjtdjilicfjen Sata ju Sftotc gießen, benn nur fo läfjt fid) bet (Entmic!* 
funajgang be3 9ianten$ »erfolgen. 

3d) fange an mit einem $imKil auf bie arabifc^en ©djtiftftellcr 
über jpauijdje ®ejd}id)te. Sei Ujnen lautet ber ÜRame Adhofüns (dh = <!).* 
©obann ift bie ©etyreibunfl ^ Samens in eilten taieinifd)en Urfunben 
$u bea^ten, fr ©. im Chronicon Albeldense lieft man Adefonsus; nod) 
in eitiem (Sartutarium $Ufon$ beä VI. pnbet firiEj regnante Adefonso, 3 
©diltefjli^i ogl. Hadefonsus, ben 9camen eiltet fpanijdjen dürften, bei 
Sgintjatt, anberäroo Hadufuns, Hadufuns, Hadiioaa, Hadefuns. 4 Mn§ 
ber ^ergleidjnug btefer Sata gef)t jouneiiilar rjeroor, baÜ bie toeftgotifdjc 
$oxm ctitm Hadofuns lautete, »ua§ im ©otiftrjen ber 33ibel Überlegung 
Hajmfuns nmre, b. t). *firntfertig, frieg3brgterig\ Biifammenjffjimgen vM 
bem ^orbergtiebc lieatto- begegnen befnnnttid) öte(farf) angelfädjfifd) in 
epifdjer ©pradje^ 

28aä ben Übergang beä d in 1 anbetrifft, fo ift befaimt, bnfc et 
fitfj im ©Danifrfjen nnb ^ortugieftfdjeu öfter finbet, nrie übrigens anri) 
im Atoteinijdjeu. ©o ift 5. ö. fp. cola aus eauda f)crr>ovgegmigen, melecina 
begegnet, nnmentlicfi früher, neben medecina; Madnlefio jn Madrid, 
im 17. Sforjrb* auetj Maoni; Gil aus Aegidius; portng, julgar für tat. 
judicare; eljeinalä eirel au^ heredera. 

Unter ben ©paniern befielt eine narfjroeillid) alte Überlieferung, ba| 
ber 9?ame Alfonso aus lidefonso tiertjorgegangen fei. Sa3 ift unrichtig, 
ahn näfjert fict) immerhin ber 2Bat)rf)eit» benn Hadofuüs nnb Hilde- 
fous finb fnnpnijm, bebeuten betbe 'ftreitferttg, htegSbegierig*. Sie Über* 
liefernng ftammt alfo woU am einet 3"t, ju ber bie Xatfattje, baj 
hadu unb hildi f^nounm inaren unb aljo Feiert Dermec^feU merbeti 
fonnten, nocr> im ©ebä^tui§ fortlebte. ö 

1 Vit geiuö^nticbe üortngieflfrfje gorm ift Übrigen^ Affonso, 

* ©icl] Dozy, Hechercbes u.a. [ Slpflenb. VII im& togl, ebbn, '3. 143. 

' Dozy u. 0. 1 145 ; II Slppenb. XU, fottrie grörfternonn, Wamcn&urf) I ■ 
155 s. v. Adefuns. 

J jörftemann a. a. D. 194 s. v, Hadufuns. 

£ ©rtL Alfunsum siv«* Hildefonaum jut ©eäeirfmung einer utiö berfelben 
^Jerfönlltnfctt in bem Chron. Albrici Monachi Trium Fontium, Ao. 1063 (Perlz, 
MG. XXUI 793). 



«. Äliiyöer, Schaf emac nl* gjjdjiiiamc. 



Dtterfmürbig ift , bnfj bie beiden ©örtec für 'Änntpf, ffriea/ tu 
§elbennatnen ber <iltflerntflinfd)en Soge unzertrennlich auftreten : in Hildi- 
brand unb Hadubraud, Hadubraht unb Hildibraht, toeldje 9£nmen jtuot 
nid)t eine unb biejelbe Sßetfon, aber bodj SUater unb ©ofm be^eictjnete». 
$)ie Üöeliebtljeit ber 9iamen AlfoDso unb Ildefonso in ©panien legt bie 
SBenmituug naqe, bafj bie gauptjüae beä §tlbebranb3liebe3 aud? unter 
Öeu Seffgokn Mannt itnb in Siebern erholten gemefeu fein werben. £§ 
ift fdjroer ju fagen, $u metdier ^eit ba3 ©otifdje auf ber iberifdjeit 
,§albinfel auigcftücbcu ift; firfjer rourbe im 9, 3<t$¥$. allgemein tomanifd} 
gefprodjen, aber nna ben arabifdjen Duellen unb au£ ©ginfyart ergibt 
fiebp baß bie gotiföc jotra bei «ßerfonemiomeirä fidj bamalS ttoäj 51cm- 
tidj gut erhalten tjattc; erft fpäter fanb ber Übergang beS d in 1 ftatt. 
SBon einer gotifdjen Ünutcntiuirflnug faun und) bem Ö. Cmlirli. nirfn meqr 
bie jRebe feilt. 










Schaveniac «te Wtittttame. 

tf. ftlurjöec. 

jßie formen «chavermte unb Scbabernae mit iljten roeit auä* 
ctTinnbergeheitben Söebeutungen jitib bis jefot uüä) uidjt in ganj befeie* 
btgciiber SSJrifc erftärt. %üd) ift man geneigt anjunetymen, schavetmic 
nlä s )lamt eine» ftnrfen SBeineä fei urjprimglicq ein Örcmbroort, meifyt* 
frfjcinlid) ein hauen ijdjeä, ba3 fiel) ober burd) toott3ei»mDloflt[dyn ©iuflujj 
an ein fcqon befteqenbeä nnb einfjeimijdjcl SEÜort angelehnt babe. 1 Qmai 
Ijat 3acob ©rtmm einmal im ©orübergetjen bie Vermutung geäußert, 
schavernae fei etaenttid) ber 9(uäbrucf für bie ^peljmflfce, „und erst dft- 
nAcb scheint ein schcrzlmfter weinname gebildet, der zecher mochte 
den Schabernack auf dem haupt getragen haben 44 . Xie jefeigen ^orfdjer 
a&er finb, tirie e3 fc^etnt, bainit tiidjt cinoerftanben, unb in ber %at machen 
bie eintägigen ©teilen ntdjt ben ffiinbmrf, all §abt ber 9came trgenb 
etroa3 ©n^erjfjaftes. 33ei unbefangener SÖetrarinrnng rnücqte man barauä 
folgern, schavemac fei ber Warnt einer ganj beftimmten SESetnart ge* 
roefen, ber mit nnbern ber artigen ^tarnen auf toöHig gtetef^er Sinie ftefje. 
3mbeffcn ift e$ nod) nieftt gefangen, bai SBort in biefem ©inne ju beuten, 
uub man mofle mir batjer geftatten, anbent frfjon geäußerten Vermutungen 
neue l)injui$u fugen. 

3)a6 ber ©c^atjernac ein italienifaier SEßein gemefen fei, meint 
8djuf^ {$)aä ^öfifdje Seben 8 I 446), auf (Srunb folgenber ©teile 
im Siegnißer Urtnnbenbu^ (a°. 1373): „Von reynval, maltnafiia, scha- 



- 



%L &en $lTtifef im 5)5ßb. 



birnak, poczener, romania unde allirley andire weyn, dy in welschen 
landen gewachsen sint". @r glaubt, schavemae tonnte entfallt fein 
au3 bem 9camcn be3 Orte! Sapranica bei ©iterbo. tiefer ßiebatttc ift 
jeborf) rttrfit jet|t ütiferedjettb; bcnn, auct) WM matt muiefjmen will, bafc 
bcr urfprünglidje 97a me eine fttirfe Umgeftnttung im bentfdjen s J)?unbe er* 
fatjwn ijat, woburd) er einem finbern ©orte schnvernae ainjeglidjen ift, 
jo würbe bocfj fc()on ber Anlaut be3 Sode« t'apranica bie ^potbefc 
wenig HmrjrfdjcmUdj mndjen. ÜberbieS aber gibt c$ anbete üBetegfteHen, 
woran* man fdjticjjen m&dite, bnfc ber ©djabernnc nirtjt ein $robuft 
SJfcttelttaftrnd tut. 3m ?ütprager Stabtredjt, rjcrauSgege&en Don 
tRbjifer, ftnbet man ©. 70 fofgenbe ©efrimmnng uon SBcinpreifem „alden 
welischen wein «in pißt umb ;t ^r„ Komanie umb 4 gr.. Schnwernak 
umb 4 gr., Malwasfe umb S gr." £mr wirb ber ©djaoemac atfo 
iiirtit ja beu eigen tlirii „wcljrfje"" Semen fjcredjiict, imb bajn müfttc er 
bod) gehören, wenn er nu3 ber 9?ät)e tum £tfrerfio tarne. 3tt einer anbent 
ScftimmuTifl (S. 77) pnbet mau fnft bie näinlirfie 9Jeirjen folge, mir wirb 
an britrer ©tefle nidjt ber ©djaoetnoe, fonbern ber „ffte^teo!" ßctiniint: 
„Item welschen wein schul man umb drey grossen, Roman ve umb 4 gr., 
Reywol umb 3gr., Halrasie umb 5gr„ Elzasser umb 2 gr., U"ngeTische 
und Osbarweia umb V/t gr. und nicht teurer aol man in schenken**. 

9füd) auberäwo werben beibe SBetnarten, ©djabernae mtb 9kmm>l, 
jiifainnifii crwätjnt, nL ©. 7, roo aerjanbeft wirb „de theloneo in ponte 
prageiisi dando'\ t£* beiüt bort: „Item de qualibet Ingena vini 
Bozauici Ryvule et Schaweruach 2 1ml. u Unb PQrtyt: „Item de 
qoolibet vase vini Bnzantci vel Rivoli 3 gross. Item do quolibet 
vase viui quod schawernak 1 dicitur 2 gros* 1 . 3n berfelben Öifie fiubct 
inatt nodj „viuuai AustraücunV* (alfo an§ Öfter retdj), „vroum Elsa- 
senso Gl Franconiceuse ,L 1 „vinum Luthmiricensc" (au§ fieitmerifc in 
Spinnen). Offenbar b"bcn bie ^oftbeftimirnntgen mir vegufl auf bie ge^ 
iwMjtitidjflcit Söeinarten: bie flriednfctjen, fran^Öpjdjen unb etgent(id> ita* 
lienijdjcn finb aaSgefdjtoffen. „Vinum Buzaaicum u ift SBcin au£ Öujjen 
in ityrpt (in ber oben Stierten ©teile au§ bem ßiegnitee Urfunbenbiirt) 
poczener genannt ). „Vinum Rivoli** ift ber oft genannte reinfal t bejfen 
9Jowe noe^ nift)t ßenügenb erflnrt ift; au3 bem (eVreidicn Ärtttel beä 
X>28b. (8,700; ergibt fic^, ba^ er urjprüngtid) ein iftrtfa^er tüfier JBd« 
war, bpctj wirb ber SJame aud) auf italtaitfd)e Söeiue anaewenbft, waß 
aber für baä altprager ©tflbtred)t a u s ge ja) i offen fdjeiitt, beim tu* er wirb 
„SIc^uüI" oon ben welfdjen Steinen unter jdiiebeu. 

Kndj ber Sdjaüeniac !nmi wotjl ein fiiftet würdiger ü3Bein gewefen 
jetti, benn in einer ]cty betannten ^idjterftea'e wirb scliaveniacb genaitttt 
unter benieutgen %xkn, roeldje al& Heilmittel für ftrrmfc oor bem 3tetnfal 
ben S3or$ug ^oben müfjen: „Do gab man der siehen Guten wein von 
Kriechen: Pinel, Kiper und scharet nach, Malmasiam von Piadach, 



3n einer anberu ^f. zawernak. 



Schareniac da SBrfmuune. 



Muscatel, moras und lautertrangk, Rainval dauchte in zu krangk" 
<V)roUoiiiiid oon 3;tjrtanb, Ijrg. bon 61119«, in ©eutjdje $er,te 
bed MA. f ÜBb. VII, ©. 48). $0311 ftimmt el aud), bnü, wie firf) oben 
ergab, b«r ©djaöernac um einen etwas beeren 'ijjreiä in *ßrag twrfdnmft 
würbe ai6 ber tHeiiifaU 2Boöte man nun auä btejcr ©teile be3 SlüofloniuS 
folgern, bafj bet ©dwoernac ein griectjijdjct Sein mau, fo würbe man 
oaburdj ronljrjdjriiilidj ein ^u gro|e3 ©emicrjt auf bic SSorte be3 SDidjterS 
legen, bfitn ecftcnS ift auctj piuel nid)t eigenilid) ein 9iame für griertfjfyn 
Üökttj, mib ^rocitenä wirb in ber orjite Zweifel genaueren $rngcr QoiU 
lifte, melcrje bie Sfikine au^ frembeu ©egenben au^frrjliefjt, ber ©djaoernnc 
erwärmt, golgcnbe* bürfte jefct als «>af)tfd>euiticf> ja betraerjten (ein: 
bei vicfjaocnme mar ein kräftiger SBein nun ber f et bell SIrt wie ber 9teiufal, 
aber etroaä beffer« er tarn nidjt aul ©riecfjenlano, nidjt aus $rantreicfj, 
mrfjt M9 oraln-n ieiifcitö ber Wlpen, jonberu aus einem ©cbiet, baS man 
als unter betitfcrjet QWmäfjigfrit ftefjenb bctrnnjten tonnte. jBqjj e3 meljr 
in SSeftefl aU im Offen ju fudjen (ei, möchte man, bie iltidjtigfeit ber 
£e£art *wraiu*(jefe|}t, folgern au« einer, ©teile beä Ottofar mm ©terjer, wo 
bie 9nbe ift uoit „Sdjafernntd) üon ©eno" (f. bei Scrmlfc I 408). 

92 un ift bod) &icfleid)t bemerfenSu?err ( ba& ber mit bem ©ebaoernae 
jeiuer 9?atur und) oermanbte fltnnfnl uidjt jrtteu nun} mit bem ttdttirter 
SSJetn jufaiuuien genannt, \a biejem jogar aU „vjnura rhaeticum" gleiefc 
aefe&i wirb (man jetje beu Slrtifd im 5)586.). ^Daä legt ben ©ebanfen 
nahe, ob nirfit aud) ber ©diaoernac au3 biejer ©egeub cjerfommeit tonnte. 
Söffniiittlift) ift 5a~ bem SÖeltlin benadibnrte (5f)iaöemia ber Ort, wo 11 od) 
l)eutc ein oro^er §anbei mit ben ÄSeltlinweinen betrieben wirb, unb ber 
im SHittelalter einen berühmten füfeen SBein lieferte, 3m XIII. 3aljr» 
fanberi nmr Gljintieniia her .^nnpiort einer bem bcutfdjen 3lcic^e ange= 
bor igen ©rafidjaft, weltfie tiidit jenfettS ber $Upen, aljo nidjt in eigentlich 
ttjcljdjem Sanbe lag* £nt. Ckvenna (ooraus ital, Chiavenna) würbe 
in altgennanije&er §eit in3 3>eutfcrje aufgenommen, unb ergab [dfUefjlidj 
Cle\( n. 3p e$ nun 3«fall ban in eruer bei fiejer gitterten SteEe 
„K;iinvai* k unb „Elereaar 61 unmittelbar «adj einanber genannt loerben? 
%a% man „den söesen wln von Clever. 11 tjocl)frtjä|jte, fte^t feft- unb 
inbem ©djuife, ba xüo et tiefen $[u#bruet erwähnt (I 405), bie ©emertunß 
madit, ba^ ber Sfteinfal feinen alten Sftufjm ßän^id) cinßebüfet jn t)abeu 
fetjeint, fagt er: „Da^e^en ist der Wein von Chiavenna, besonders 
der weisse und wurzige Aromatico, noch heutigen Tages sehr ge- 
schätzt". Sin beindiger äöein war allem ^tufdjeine und) aud) ber 
Sdjaötrnac, nnb ma3 man oon biejem wein, würbe fidy mit einer .Jjer* 
fünft äug terjiaoenna motjl uereinbaren laffen. @S bleiben alfo ^aupt* 
fad)üa^ bie formellen ©djwiciißfctten ju crlebigen. 

2>te Crtfdjaft (itjiaoenna liegt jwat in ber 9idbe ber rätovomanifd}eu 
ipradjgrenae, aber i^re ©ütadje ift boerj „gang tombarbif^" 1 , fie liegt alfo 



* ©artner, im ®runbr. ber r&mnn. Sp^ttol. I" 609. 



6 



5?l. fltuijDCi, fehnvemsc otö töeimifliiip. 



im (Gebiet ber norbttalicuifdjeu Winterte. $ür bieje loirb nfg allgemeingültige 

>Ttc0ef on^e^t bnH baä nuä tat. d entftmibene bi nicfjt, mie 5. 59. im 

tofifantfdjen, bleibt, jonbern c wirb: trtan fetje bte gaffunp, ber Siegel 

bei s Dccücr*Üübfe in feiner (Stannmatif ber roman- Bpxatyn (I § 4! 

©irilctdjt ift foft (Ergebnis niajt überall gnn§ bn§[elbe, aber immerrjtn 

gilt für alle nörblidjeu Palette biefe Öeobarrjtung: „©efunbrireä y übt auf 

oorl)ergel)eube ijoute eine jerftörenbe SBirfung"; 1 todf. chiaro gegenüber 

ftiibet man aljo im Sorbett StaltenS ßar (im ©eiwefijdjen fem). Stein* 

gemäß ntujj in ber norbital ienif c^eit SBoltefprarfje nuä tat. davennu eine 

Jona eutfJntiben fein, roeldje etwa mit ä anlautete, mib ba$ hieben» 

einnnber nun Bch mib z im ÜCeutfdjcn (achavernac — zawernak) mijdjte 

man jid) am Itcbftcn gernbe nuS einer Urform mit 6 erttäreu. Leiter 

mürbe ber 3Bedj[el Don w, w, f am ungeäioungeujten auf romanifdjeg v 

gufiidjHfüljri'n jein. fflfs ein §11 Chiavenna getyürigeä Vlbjeftin ift mir 

nur Chiavennasco befannt. £>nrf man annehmen, bafc bi^eö föjcftib 

ins Tentfdje überging, fo mürbe bie (Sinfdjieouna, etne3 r in ber am 

meiiigften betonten ©übe luotjl feine ©rfjroicriafrtt madieu: tatst j. 39, 

einen 9famen mie ?(nbernarrj Hat Antmmacum) ; im £)eut|rijen tonnte 

ba3 SBott al]o anf&rtfltidj ctma *scbavernask metben. SBotjriaVitiitd} maren 

bie $)eutftf)cu fofort geneigt, ben Webenion ber erften ©Übe anm $auptton 

;ju ergeben unb alfo bie britte ©ilbe, meldje urforüuglidi ben $muptton 

ijaite, ju begtabieren, ein Vorgang, ber eine weniger euergijd)« 9(«3ftmidje 

jur ftofge ^ottc. SBenn nun aber — mn3 anjunetjnteu nidjt abjolnt 

»erboten ift — 311t Qtxt, all ber SBeinname ml SJeutfdje embrnng, fdjon 

ein anbetet ÜBort barin beftanb, ba& seiiavernac Innrere, fo bürfte e3 natürlich 

fein, bn& ein metüger bequeme* *scha\ r eniask baran angegfidjen itmtbe. 

3nbe[fen tjat bie S3orau^fe^ung einer füllen ftnfetjnung bod) in »ieleu 

fallen etma3 S8ebenflid)e3; mcnigfteni mbrijte id> t)ier nod) auf eine buerfmuä 

anbere SJrüglidjfeit tn'nmeifen, roefr^e oielleid)! in rein formeller §infict)t tmr= 

jUjteljen märe. ®ie Snbung -ak gemannt an ilnoijdjen Ursprung. Söenn 

nun ber ©cbaoernae öfterä ju jammcngrljt mit beut Sreiufal, ber bod) cigeiittidj 

au^ Öftrien fümmt, fo tonnte aueb ber ©djaoernnc fet)r gut nii^ b iefer ©egf nb 

ober etma am train ober ©tetermarf berrüf)reu. 3n ben flaoifcbeu ©prad)en 

gibt ß ein bcfamttel ?lbieftä\ ba^ rot , pur»urrot, f armtnrot bebeutet, 

im Cecb,ifd)en 3. 50. ift bie g°nu domnf (alt Grven^), im ijJolmfdJHi 

czerwony' ufm, (f. SKiffofia), (Stijm. 2Btb. 33). Wi ben oerfd)iebenfteit 

©ufftjen merben bßüon ©ubfiautioe gebilbet, melrbe etrna* Ütotes bebeuteu. 

©0 pnbrt fi<§ im ©fDOenifrfien (bei v ßletersnif ) ßrv^oec n& 9iaine einer 

Sieben (orte, „roter, mäljc^er 'itjaranb, roter -Irollinger", banebeu aber 

im Äroatijdjen ervenjak „roter 2Bem\ ebetifo orvenika, „roter SBein, 

9trt Iroubc", 9JieIIetebt gab eö aud) in me^r nürblic^en ftamo^betttfdjcit 

ÖJcgenbeu ein Woü t baS mit biejem !roati|d)en ervenjak tbentifd) unb 

äugleid) ber 9?ame etne^ Drotmeinä mar; für ceaV öerveriak finbe 1$ 



»^er^übh, im ©tun br. I» 70&. 



Q*, aSflfjl, 8ur (»cf^i^te bei* gQonca ttotftiitf|l. 



pmfc biefe SBebmtmig nirfit, Semi eine berortige Sßrm mit t sonans 
irl 3>ut jdje überging, |p Staate man e3 bodj nidjt all wimbg(icf) be* 
leidwcn, bau btefe ui schawernuk aemotben märe; fctjon im Äeujlow* 
nijdjen felbft finbet fidj 9Keiall)efe §- Ö. in Smrijak, gibotter, <tu$ örmljak 
(itetcn bei Stammform mit w gibt es n(. eine mit in: ). SOfaflofirft). 
M biejer SBormifl jefeiing mürbe man atfo bie gfww «Haren tonnen, pfjne 
GinttHtfung irgenb eine* anbern fflSorteä an&uncfjmen. $a& märe flerabe 
bfrtjalb ron SBiditigfeit, meii man nidjt genau mei&, bat im £)eutfd)en 
jdjou ein fertiges ©ort schavernac beftnrtb, a(§ ber SBeinname bann 
aufgenommen mürbe. ' 

3ur (Orfriwlitc lt& DDorifB !toijnd)t. 

©uftaü ^Sdrjl. 

,5Ür bie Söejcitftmuifl bt» SSetBttdjenS ber Stotjudjt ftnnb ber töteten 
beutidjen Siedjtäjpraelje eine gnnjc 9?eil)e öon $ltiäb rüden $ur ^erfügiuig. 
Scljeu mit f)iet öon ben nid)t mit not giijantntenp,efc&ten ober baooti a6= 
geleiteten Senemwnßen ab, fo fiuben fid» in ben beulten URedjtSquetten 
Dom Stuf treten ber beulfdjcn Spraye an bis cttrm 511m 17. 3ar)rl)imbctt 
fofa,enbe ©prte oermeubet: ba3 Simpler, not fetuft, g. ©, im Sacbjen- 
jpieQel II 64, 1; III 46, 1; ferner notdurft: nötgezoc; natgint ('?); 
nöthaft; notmund; nobianft; aotweib (nur itt ber frtejijcfjeit ftotm 
oedwif belegt); notzerre, bemeben notzar (nötzur); uotzog (notzug), 
m,, bnneben notzüge (notzüge),!; uotzucht; notzwang; weibnot, %n 
Serben unb ba&oti aOgefeiieieu Subftontipen jinb bezeugt: notdrängen; 
bh; nötung; nötigen; nötmunaen; notratiadigen (nur im ötabt* 
und) tmn ©roningen öon 1425 belegt); notpfreugen; notweiben; not- 
BBEEreo, aotzerrong; notziohon, notziehung; notzogen, notzogung; 
notzüchten; notzüchtigen, notzüelitigung; notzwängen; tiGtewingen, 
DOtzwingung. I)er 'Jäter mtib be$etd)itet bnrcfj : nöter; nOtminiiler; 
fiotnünftor; notzorrer; notzoger; notzucker; aoteächter; uotzüch- 

kj Qotzwänger; notzwinger. 3u not gehört meflleicfjt aU ©imimitio 
tl« (ßften. ißJd§t. VIII 866, ca. 1400); baä ödu ^peufl in jetuert 
Älhrrt^ümern beä bentfdjen s J?eic^§ unb Üiectjts I 2H2; II 474 befprprfieiie 

»ttÖtmist, nieldje» in einem ^(bbrurf berjclben Urfunbe (Iriintn 50ei^t. 
VI 126) a!3 uotnumft üorfpmmt, fd)cint für bn£ audj fonft bezeugte 
1 $m »Prof, ÄUifle öatte öte ©fite, nie i»v»ct toettne «eieflfteatn iniuu= 
teilen, a»8 benen fidi bie Iftrtfdje .fjerfutif I &e^ SHcinfat erflilu. gKan nnbet oiefeloe» 
bei ißöfjtidjt unb 3Bei^»er, Deutfct)!; $ügetteifctt. ©* 68 (a°. 1436): „Und 
komen den selben lag in die slat Pyron (ö. i. StfQRO) in Hiatnon, do tfüncken 
wir reinfal und hetten gut weynber, wenn do selbst und zu Tryesl, das do 
pey ligen ist, do weehst der reynval 1 *. Unb 3. 839 (a°, 1496); Und wir seiudl 
zuegefaren an ein Stadt» die heist Ruigo (b. L iWobißiio) unnd in diesem Landt 
weehst der Rciffel, Baumöl und feig", (ffotreftuniote.) 




notnust, eine Nebenform oon notaunft, beriefen 
unb not zöge, m. finb mir biätjer in einer Sttecfjtäqucne niefjt begegnet; 
nötnumeo erfdjehtt in einet ©t ® aller (Stoffe a(S Serbcurjdning üdii 
raptnr (©dnneller* l 1745). 3" notnunfr, notziicht, notzwaog rourben 
gebilbet notnünftig^ notzüchtig, notzwänglich, oon benen bic 
beiben le^teu in ber tjier bermnbclteu Söebeutunfl um ber föecfjtsfpracfje 
nitfjt berroenbet mürben finb. l Uiefe Jüile fiimüermonbter SluSbriirfe ift im 
ßottf ber- 3*t* roieber üerfd)imtnbeii ; bi£ in bie ©pradje ber CSJegeuiüatt 
r)at fiel} nur notzticbt unb (eine (Sippe erhalten. Snbetn id) mir eine 
©ejaitiibatfteflung ber SÖcäeidjnungcu für Stotjudit unb bre Verwertung 
itjceS redjtlidjcit i&eljalicß für eine fpätecc ©elegenljeit rjorbetjalte, begnüge 
id) ntid) r)icr, bie ®efd)id)te be£ 28orte$ notzucht unb feine Vermenbung 
in ber älteren beutjctien 9ted)t§fpraaV ju frieren. 1 

3m ©rimmfaVn SBb. VII 962 treibt Scrcr: „SRotijaucH f. 
stuprarn violentum, lejncalifdi erft bei ^tiefer 2620, bc^ iommt rt 
fdjou im 16. ft, in ber iöamberg. |alögerirfjUürbnung ort. 139, in ber 
Carolina art- 119 (f. 9tta(ä) 391) unb in ben nxi&ty. 3, 892 (opm 
l 1 523) bor; 9krga3, ein ©panier bon geburt, ben fein eigenes batet- 
lanb roie eine peftbeule auägeftofjcn, roo er an einem feiner mini bei no%uer)t 
öerübt fattc. Stiller 7, 321." 

£)ie ^ambergiftfje §ategcrid)tSDrbnuug ift im $&tyt 1507 t>erbffc:tN 
li(f>t roorben; fomit roäre und) Öejer ber Anfang be3 16. ^farjvtjmibert» 
ber früljejtc 'lernt in für ba3 JÖorfominen bei sS?orte§ überhaupt, unb, 
ba Stielers SBürlcrbud) 1691 erfctjiencti ift, biefe» 3a$t ber Xennin für 
feine erfte &i%id)ming in ber lejnfnlifrfieu Literatur. 3cti werbe unten 
geigen, bajj baä Älter beä SBortcä bis in bie erfte £>filfte be£ 1 3. 3ntjr - 
tjutibert*' jurfirfretdjt, mo e£ uon lieber ben tfd)lanb feinen 9fu§gang nimmt, 
»nb bafj e§ Icrftatijdj jdion UN 6 iHictjrocisunr ift. 

Notzucht ift in folgenden gönnen überliefert: not(t)nesht, noitocht, 
noitznk-lit, noiteucht, mietzucht, uotezucht, not(h)zucht. Xie mf)b- 
Sform nÖteaoV fcie'9fißller*3ötn<!« Sffl&b. SBb. Hf 940* mit bem 
wn iljm nid)t belegten notzuebt jufammenbringt bürfre ntdjtS anberes 
fein ah ndfenig; nnd) in anbereu Sorten ber gleiten Quelle, lote hals- 
(s)laeli, elmnieh, ift miilouteub g und) ÜSornl ^m garten $ntturülf|rittin3 
geworben. ®ag $efcfjferfjt beä SSorteS notzucht ift, roo e§ ju erfennen 
ift, »ueiblidj; nur einmal fiubet \iö) hau D^ailulinunr: ein wissentlicher 

* $)ie norlicflcnbc ?f6f)nn&lunfl ift nuö 5cn Vorarbeiten 511 öem bon ber 
berliner afabemic ber 3JL 1 1 ff c n f rhn f t c 1 1 in «nßrlff Benommenen ©fltterfiu^ ber 
Öfteren bcutfd)cn 9te4^t9fpradj< ^ewwfl crrtff<in&en. Tem ytrctiiü bii-feß SäJürtcr* 
üudjö in Reibet uern tetbaiite idj eine fRciöe midjtißer ©elefle. 3-ur ötc örla«bnl^ 
b<i6 tjter nefammtlte Wflteriai jit beilüde», bin icJ) meinem tjoclilierebilcn L^tjef, 
4)Frrii (Mcticimrot %*xol Dr 3J. ©djroeber in .lieiDcTlicrn, ,\u gngUäcm 3)an! 
berppicljtct (56enfo bnnfe id; ibm ffir bte (IriaubniS, bie &u&i)fliißeöo()en ber 
5. «uflooe feine« Selireudie« ber betitfrfjen meditSacfrfjIrftte ju ticnüt}en. 

* Sainerlatnn. ft)jn&. Ö*l offen i)X$&. Oon ^offntan» Uon groHerä 
3Bieu 1Ö34, & 29. 



3« Qkfgfatye »W SBorte* «RofoiKUt. 















notzucht ©rimm SBetet. (Jpoft«™ o. 3-) VI 95 § 14, SDie SBebeutune 
taä Sorten ift, loie bte beiä ilun ndd)ftftec)eoben notzog, 1 nmljrenb beS 
pijtcn im* ^icr intereffierenben 3«traumä üon feinem erften auftreten 
nii nusjditttfcltd) Btapram violentum. Sie in ÜHJörterbiirfjeru be$ 18, Sabr* 
Ijimbertö gebuchte <£rn>rit«uii(j p gewalt, zwang jdjledjtljiH' gilt nittjt 
iit ber öfteren $eit. 3n ber Stlbung be3 SSJorteS aul not = gewalt 
-f zueilt = SSttbalaBprattum ju ziehen log bii-fe ©pejintifierung titelt 
begründet, unb ein gnnj gfeid) gcbilbctcä Watt wie notnunff, aa% not 
= gewalt -{- nunft s= ^3erb alabfi ral tum £U nehmen, bn3 oom 12. bis 
jam 16. 3af}rf)iiiibert eine ber am rjfiufiajteii gebrauchten Söe^eidmungen 
ber 9?ot 4 uitt]t ift, t)nt bei fernem erften §(uf treten in ber Srerfttefpradje, 
in ber Überjdjrijt 311 ftnpttrt H bei Lex Frisionum, nur bte Söebeutung 
gewaltsames Nehmen, Nehmen mit Gewalt, Raub. Notzucht bebeutet 
urfprüuglid) ein Ziehen mit Gewalt, ein gewaltsames Fortziehen. 
'Stet üBergfeirfj mit bem früher bezeugten unb oielleidtt als 2Jhifter roicfcnben 
notnunft fä|t SBetgnnbS (Srftärung oon notzucht 3 als „Ziehen oder 
Fortreissen einer weiblichen Person zu not d. h, Gewaltsamkeit, 
seliAvcriT Bedrängnis, unter welcher hier Entehrung verstanden 
wird" qÜ uuridjtifj erf feinen. 93iefleid)t barf man mmeljmen, bafe beibe 
ÄBorte, notnunft roie notzucht, in ber Sebeutung: gewaltsame Ent^ 
führang einer weiblichen Person zum Zwecke der Ehe in bte ßett 
ber SRnubcfje L uirücfroeifai. ^rauenrnub unb SlotjUidjt »erben in ben Söolt** 
rotten meift nid)t gejäueben. 4 SHit ber im fiauf ber $cit cintretenben 
Se^anblung ber 9iot$udjt als tejonberer s ])iiffetat fteflie fid) bann baS 
©ebürfniS ein, burrf) Spejialifieiwtg ber iö^ictjnuucjeit $raueuraub unb 
Stotjudjt ouSeinonbetjuljaUen. 

©einem ftrnfrerfjüirnen CSl)nrnfter cntforcdjenb ift notzucht nuf bie 
Spradie be* SRedjtS befe^rÄnft; Übertragungen be3 SÖorteS auf anbere 
£;u ad)jprjäteu bannen in unferer ^eriobe nidjt oor. ©eine Verbreitung 
fhibet e3 in >Tterfjt^anfjeicl>riiin^en unb in Urfuuben, bie redjtlidje 33et^ 
Ijämiiffe regeln. Sffiann unb ivo tritt tä nun ttterft auf? 3u alttjcaV 
beutfdjer fy\t *ft e@ unbefugt; and) a«3 ber 3ett oor ber allgemeinen 
Stnrocnbung beS fteutföcn in bei 9ccrf|i3* unb Urfunbcn|>raä)e Hegen 

' Stnbers üeri)ö!t ftd) baä 33crbuni notzogen, bü& itttftt mit mit öcr ©eben* 
turrej notzüchtigen, fonbem nud) — in ber Clterütur, mit m ber tfieditefprndjc — 
mit bev Stebcuiima gewalttfttiE beh;tndeln t mit gewalt zwingen bejeugt ift. 

* %L midi ©onbcrö, JÜb. ber beittfdwn ©pmdje U % 1782 untet „8ud)t". 
?ytit ootzüchlige*! =a zwingen togl. &Tlmin SJJb- VII 962 unb ^onl Wt&fäßB 
Söb. flU. 

* SeutfcOe* 9Bb.MI 242 unter „9iotb5urf)t" ÄJUtt — ©ßt, aud) Ofen = 
brflflfjen, Mtttetltf^Cfl unb neubeutfctjeä ©ttofwdjt. L Die RmJMlffJt in 3. f. 
fHrditeßefrt}, l 378, ber borauf blmflrtft, bnfj in beiu 3Bort notnunft mie nud) in 
aotzog nur baö 4>anbeln r ntdjt ta9 Ctijeft bt& ^anbetuö nirgeflebett ift 

* Brunn er, Deutfcbc 9?edjlöciefd). H 666 f.; sebröber, Seljrö. ber beutfdieii 
»«fitäflefd». s 368, — Stiröffi^rLtdi Rubelt Ober betbc XeLiftc gacob QJrimm 
in fetnem «uffaty. „Über bie Wornunft nn grnucn" ht Q. f. brutfdieö SFIcdjt unb 
beutfcfje «editswlffenf^ V lff. Sgl. ba^u ^öjenbad) ebba. lX3aoff. 




10 



{JJuftnc 3B<uil, 



feine Stiege Wfc SDen bcutjdjen 9ted)tsbürf)ecu bei ©Uttefolta*, 
©flAfenfekflef, ®cutfrf)etifpi*ael r 6d>u>nbeiiünegel, ift bie 3orm norzucht 
fremb, tuetitt mau ben für bie tSrfeiiniiit* US Urtctfe« oft uiHutmiglidjen 
ausgaben ®toufc«t innren barf. ©anj allein fielet &q$ Oloßcuec 
SRetfttSbiiÄ} ton 1386, mo eS Aap. 590 tjeijjt: Wirt eyn man bo- 
schuldiget vmme wegelogen atlev vmme notezucht in schlechter 
eiuge do vor trete her mit seinis selbes band v. r, w, 1 tiefer 3Meg 
ift um jo uenterfetty weder, a(3 bog GMogcuter fflectjtöbud) ouf bem ©ad) jen* 
toitael itnb bem ^ngbcburflifrtjen tfterfjt beruht,* mib bie gönn aotzacht 
bisher webet rjier norfj bort ntid)flciuiefei! ift. 2)od) jdjau (äuge bot 1386 
begegnet notzneht ouf iiiebcrbeutfctjem ©oben in bem megen [einet feto- 
ftäitbiflf« Stell ung 8 tmdjligcn ©tabiredit oon Söraunfdjmeig, bem £tto- 
manuin üom SSal^re 1227. Xeffeu § 65 befngt: Neu vrowe ne mach 
nottneht sippe iemaane ttweren, ae ne moges volkomen mit den 
schrei muri n en. ' Siefetbe 5orm fetjrt 1279 in einer 5ftt'd)t*mirtfi(urtß 
$raimfd)roeigä on £uberftnM, ' um 1300 im iHteftm igtnbtbudj beä 
gtaifti 1 unb fpdter öfter 7 nneber, tuäljrciib bte SJebflftiüiwn be3 6tabt* 
redjtä ton 3 265 unb au£ bem Anfang bc« 14. Satjrljiinbcrtä bte gönn 
nottur-h hr a w. notihoch nufmeifen. 8 i)cx bem üttonifdjeu etabtredjt oon 
1227 etvto alektjjeitige ©arfjfen flieget, ber einem bettad)bnrtett ©prac!)* 
gebiet eutftmumt, fennt tutr bie gtacufcutfgen not, notmund, notnunft, 
nötung, notzogung. 9 ^nrjer ift bte Angabe ton SSJatfjter, ©[offflriunt 
germomettm 1737, 3p. 1152 uitöbanadi bei Sdjer^Oberlut, Öfoffa* 
dum Gkrmnuimm 1781 — 84. €>p. 1137, bafj nottocht im ©adjjeH- 
fpieget bittet) III %xt 1 belegt fei, roenig gkubtjafl, »nenn nudj nid)t 
etiifficf) tt&julet>nett, folmige iüd)t eine mirtlid) tntifäe Ausgabe i^rc §ait* 
lofigfeU bnriitt ijomeuers Sluegabe ccroä^tTt btefc $orm nidjt, roa$ 
alletbttig3 bei ber oft mifltürtirtjen ÜßariantettDUdtonrjI be3 £>crau3geber3 
nidjt3 bemeift. 10 

©djon Der 1227 finbet pd) ein ©eleg für notjmcbt in einem 
latettiifä gefdjrieücnen Mo tu er Setätmu üom Satire 1169, bn* n u3 

" ©offeif* leben, ©ftnuntmiß freutfefter 9tccf/tSq wetten 170. 

* ilUoff er fd> leben in ber eirtteituiiß £it feiner SluSpbc in ber Smmn* 
lung beuifetjer 9» Du, L 

" gjgl.^renötiprff, 2«0 ©rounfditpeigfrfje ©tabtrerijt biö jut 3^eptton. 
in R b. «ot>tfltitj s ®tiftu«Q f. SÄedjtÖflef (I). (yerm. W6t. 36, 195 ff. 

* U93, ber ©toöt JJBrauiifdinicig I 7. 

* 1199. ber Stabt SBraiuifcC|tDCtQ II 135 unb US. ber ©tabt Duberftabt 
IU -, 6, 6. 10. 

e UQ3. ber ©tobt ©raimfrfiraeig Li 224, 

' Qm Stnbrredit be& 15 gjabtEiuubertf unb im reOibierteu ©tobtredit bou 
1532: lieber ©tabt 58rQwnfdjmei9 l 106, SW. 

■ ebba. F 14, 24. 

■ ^ageßen Fonimt bte gorm Ut ber ©loffe 411111 ©adjfettfpiesei bor. 
Sgl- unten. 

10 $ßl.@. 9ioel^e, ®ie 5Reimöorreben bc& SndjfenfpiegefS. in ben «bfjanb* 
fangen ber ©ötttnger @ei b. SSiff. ^il.^ift, SM. 91. g. II nr. 8, 1899. 6. 4. 



3nr ©efdjidjfc bee Sotttö tfotAiitW. 



11 












einem alten beutfd)ctt SBet^tuin fotßcnbe Stelle Stiert: eenen N. vuii 
\~. klaigen umh dir* offene wunde off bleygende clait off rloitsclila^ 
off wiliff off stich off umb noitzuchr, off von welcher iioit dat 
id sey, den heischen ich her in, ein werff, ander werff, derde 
werff. ind bannen in mit meinem banne her int gedinge zo rechten 
gerichte etc. ßkimm SBctit. II 741. |>ier beruht aber bie ftorm not- 
Bucht auf einem $ef)lec in ©rimmä Sorlage, ber Seoaris ml mdiosai 
posita, Sonn 1729 nr. 28,' auf beren iHftdjIäfjiflfctt tu ber Be&arö« 
jung be3 SBorttaut* t>on Urfmiben fcfjoii (Seng ler in feinen bcutjd)en 
Stabtrcditen bei? s Mttelflttcr$ flufnierffmu machte.' $>a* Original ber 
Urfiuibe ift erhalten unb bcftiibet fid) im ©trtbtnrdjiü ^u Äöfa. 2>U bier- 
nacr> bernnftalteteu 9l&brücte in Siacombleta 11$. ;. ©ejd;. be* 
SttebmnemS I 302 unb in (Snnen unb «Srfer^ Quellen -j. ©ejcf). ber 
©tobt fiodi J 556 8 (ja&eu bie gorm noitzoüh, bie narr; nujem bis* 
herigen ftetintniä bie biefer fräßen 3 cn n ^»i äutmumenbe ift. 4 

Stil ßtteften SeJcg für notzucht bürfen mir bemnacfi ben oben an* 
gefunden oon 1227 betrauten, ber bte @frfrf)id)te be3 SSorteä meifer 
jimieffüfjrt, au! bi^tjer bcfanitt mar. £erjfalifdj begegnet H femer tiidjt 
erft bei ©Heier int 3a^re 1691, fonbern fdjon ltilö bei £>ulfiu3 r 
Dictionarium ^eiitfc^-^nn^öji)rf)--5niliäni}tt|" ^ranrtfurt a.W, 5. 9(nfl. 
frSg. d. $. 3ß. Koöettu*. Seil I 239 fi . Jpier Reifet es: Nothzucht, 
1 da man einem Weibsbild mit g-ewalt jhr Ehr nimpt, vnd 
schändet, je- 1671 nennt ber befnintte ©rammoitfer 3nftn£ QSeorg 
©djoltefinS bn3 Söort in feinem Wkdi Da singularibus quibusdam 
et antiquis in Germania jnribus observatis. SÖolffcubüfctcL ©. B45 f 
tr>o e§ neben Höht, nohtklag, nohtzüg^ nohtzögung, BOntzwang auf- 
geführt mirb. 

$)a§ ©erbredicn ber 9^üt^udjt gehörte im beutfcfjcit 9tft$l bc3 Sftifef* 
altera p ben Ungerirfitcii* b. 1). jli ben STOiffetnteit, bie an |ml£ ober 

1 3Jctt ber $orm notzucht ift 5nö Kölner SBelStum ferner ßebriuft in 
3. ?tt>üloflio beö Grtftlfftc* üötten. Söonn 1659, 1666. 2. 3n einer SluSga&c 
Öct ©tcutl* bon 1687, 3, Slinip ffietdiSardtfu XVI 333. 4. ©engtet, 
SJcutftfje fStnbtrerfjte öcs SHUtefoitrca. (frlanflcn 1852. @. C8. 

* 9Bic ltnjlti>ftläffta ber ttft bev vittciirtö ift, jetgat 4, ©. bie RfltntfR 
bleygende, sey, meinem mit bau ^i^ljthotifl ei, ber ttfcberrljeimfrf) »iedt bot 
bfm 15. ^otjrmmfevt mÖQ(td) ift r inie tnfr %mz ©e|. iiofrot <|Jtof, 5Gdl)elm 
QTauite^HftoLbcrn frcitn bildet beftätiote. 

5 Ü5ic in ttnm, 2 Qciiännlni formen (nuten fjler; bliginde, si, mimi). 

* 3Mc oft aufanvorfene örage nad) bev (5d)tt)ctt unb bem Älter be$ 3öei^^ 
tum© mterrfllect nn$ ^tcr nid)t. (£nnen unb (Stferf} q. a. O. galten etitfrfjlebeu 
an bec (Sutitemmn im ffaljrc 1169 feft, flehen Gtumpf, ber bie Urfmt&e ins 
J3a6r 1226 fet}t (3t^©cr. ber ^6l(.^ift. flfofle her ffljicn« Sünb. ber SBiff. 
32, 686). %1. »euerbtiifl« Ul)iit,i m ben üKittrif. bee Ofterr, $n% für (V)«fdj.^ 
Sorfd,. XVI 533. 

6 Äufyr Serev a.a.O. unb tßctfjanb n. a. O. bg(. ,^ncob (Sri mm 
©«irfdjc SRcdjtSarte'rtljämcv * II 190. 

B Sine fru^eve SItiflage n»ar mir leiber tddjt äHgänglirfj; ebenforocuiß tutmte 
icb, bie (eflfafifdje« ©erle »oii SradmuS ÄlbetwiS, Simon 9?otfi, ©eorflt ? !e6e benuijen. 




12 



ÖJufUU SlMcUjl, 



,£anb gingen 1 unb ber nieberen ©crirf]t£barfeit entgegen roateti. Sßor 
allem mürben <wijer ^üt^itd^t boju SWorb imb 3)iebftaf)t gerechnet, ferner 
SÖranbftifhing, ^eimfurfiiing nfm, £»e 8tfijl ber Ungericrjtc fdjiuanfte, 
tmb notzucht mirb in be)t öucfleit mit »cvjdjiebenen teuften jujamnien 
genannt. lieber in mebetbcutjdjeä ©bradjgebiet fitfjrt bei jincttäUffte 
SÖeleg bom 3af)re 1283: Den doitscblagh, heinisuckingc, uoitocht, 
valk ind dergelike muge wy ind u[use] nfaclikomeling] richton 
ua gemeinen stede rechte an den geinen die die daet gedaen 
havent, so die missedaet kenlieh of apenbar sy, nochtans dair 
nemane klaget. Stnbtrectjt Don äBibbcrfüril} Art 7. 1 £>ie etfie tyod)- 
bentfdje gorm begegnet Ui59 ui einet Urtunbc ftatf« ftorfö IV. für 
baä tf (öfter 93itbl)aii|cn (ig ber 3)töae|e aSäürjjburg) : exceptio duntaxat 
quatnor casibus homieidio. fnrto, stupro, qnod vulgariter nolzucht 
dicitur et pro letholi vulnere. 3 (£in imbotiertcS, tooljl bem 14. 3afjr* 
ljunbert entftnmmmbe* 3$efehim über bie SHedjtc beä ^oflegiaiftifteä 
6t. $anlin bei £rier in Sönbrelt (Dbennpfcl) jagt in § 1: Zum 
ersten so wisent die sebeffen zu Wadrell, daz ein probst zu sente 
Pauli ne si zu Wadrell ein lehenherre und void, und daz sin sin 
alle wcreutliebe geriehte, ane daz an hals und an houbt triftet, 
du ist duhde mort noitzoiclit und naohtbrand, die mirae beren 
von Trier« zugehorent. (Stimm SSJeiat. VI 61$, 3m 3toljre 1480 
meifen bie ^ent|d)öfftfii bon Sinnb^berg (bei £wwe«ljetm, fttDiftfcn 9ierfar, 
Wava lirtb Hinein ) : dasz der centhschöpf und geschworner centh- 
uiuiiii meineni beim von Mayntz uff den Laudberg zu Heppen- 
heim fürbracht und geruehet betten sechs artieul, daez weren mit 
nahmen mordt, brandt, rauherer * dieberey, nolltzucht und ketxerey, 
Mio waren in statten, in dorffern, im fehlt, oder wo die in der centh 
uif den Landberg gehörig geschehen woran, ©rimm SQJeiÄt I 47 1 . 
©in SBridtuni von $erbigb,ehn (@öflc) aus bau 3a$rc 1458 nennt 
5 Ungeridjie: Item hat eyn niciger zu H. zu ricliten alle ding vnd 
zu entrichten, ane fünfferhande dingt*, zu wissen diepstail, noit- 
zucht, nachtbrant mordt, vnd incisselwouden; dieselbe funff stucke 
halt der caissvoigt macht zu richten vnd zu entrichten. (VJrimm 
«©eist. II 22. gtn 3Bci$tttm Don SB i! inj (giuifdjcii Kfd, 9%, Sfyetit, 
9?ufjr) bom Rofyxc 148Ö ftellt folaen&eä 3ufammen: ein oder man die 
selfmuudich is < crgänjc : soll erseheinen >, mar dem vaegde u. 
sali wroegen allen uberbaw dar ein ider vurgenoiss den anderen 
geweltliehen mit über hawen mach, oueh zu wroegen bligen 



1 ©djröbcr, Se^rb. bet baitfta iR«rfitfigefdj.« 760. 

* Äu^fleioäftftc Urfutiben 4. toeutftfien Serfaffattflöflcfo). boit b. Jöcloiu unb 
»eutoen I: Urtuubcn j. ©täbt. ?3erf.-@errf). bott »mtflen. Stalin 1899. «. 
145, @, 156, — Siaerbinß« Ift Kcfe* ©tabtredjt naefj ftartßt« ©. XVlll nur iit 
föSten Stobicn eitjalten. 

• 3og. 9l&. b. Gdjulte^ ©ifior, ©djtlfttn mib ©onimlmißen uttflebturftet 
Urltmben. «&t. 1. 8. ©«ötur^oufen 1798. 1801, @. 376, Sclloflc 49, 



Sttx Qkfäiditc beä SBotte# ttdtaudp* 



13 



f€<ti 
der 






metzeren, offen wunden, mort, noctzucht, weglagunge, heim- 
Buchunge, waf engeschrei, ausgeworfen vurstein,, bescldagen wege T 
dieverei off plunderei, vort alle ge weltliche sachen die den vreden 
u. de vurss, honschaft beraden. wen; sach Hat man einigen nihaii 
ia der Bt&cke eim hinder finden wurde, den weist der seheffen 
in die boiss u. bleift mit gnaden meiner frauwen van Tili eh. 
®rimm Betftt II 656. 

;£>nn 18. 3a^rt)itnbert getjort an ein SBetehtm Don Älivd^eim 
i®üot) ou# bem 3a$K 1508, bad roieber 5 Ungcrirfjfc anffabrt : Item 
der vogt habe die funff dinge zu richten: diep, morder, notzucht, 
nachtbrenner, einer der sein eigen hern verredt. ©iimm 38ci3t.II 44. 

bcmfclbcn önl)r unb berfelben ©cßtnb, aus Oierftljetm (©aar), 
flammt [olacnber S3e(eg für notzüchter: Item mein herr der vogt 
Imt zu richten diep, morder, notzüchter, vorrcder vmi naeht- 
brenner. (Mmni Süctet. 11 43. <£benfatl& 1508 finb in einem 2öeiS^ 
tum bon @utolf? hu ^raufen, an bet hoben Rite) 4 Unamrfite 
genannt: Zum andern weist man ku recht an diesem gericht dito 
vier rueg meinem gii. h, von Wirtzburg, als nemblieli ein ligendon 
rnord, ein dieb an einem saü, einen naehbrand, und welcher trauen 
oder Jungfrauen notzüchtigen wollen, das alles seind die vier 
rueg gewesen, aber flieszende wunden haben die gerichtsherrn 
mit einbracht, etc. ©rimm SBriät. VI 42, (Sfcenfo in bem and) Don 
®rimnt 2Kb. VII 962 nnflcfiiijvtai 3Jf etlrid^ ftabter ä&etetum Dom 
Satire 1523: Item alle zentpf licht ige dorffer sind schuldig, die vier 
rüge an die zennt zubrengen, das sind nemlich ein diep am seyl, 
ein lygend mord, ein naehtbrand vund ein uothzucht. @}rtmm 
mtät HI 692. 1627 $er$t c3 in eimm Uöciärttm bon Sraopftäbt 
(unrocit UUnnlitlb unb ftftlrigSljofffl, fronten): Diese dorffschafft Trap- 
srtadt ruegen 1. vmb rein vnndt stein. . . . 2. rnordt, S. fliossonde 
wunden, 1. nothzucht, 5. dieberey, so das Redigt wirdt, oder 
das öffentliche rede wirdt, etc. ©rittim 3Bri£t. III S94. 1561 tuet Jen 
im wefcatlir^cji gleirftlautenbe ilBciStümet pon JRdajnrt^aiLfcn, Üiedar* 
qemihtb unb SÜietfeSljeun allerlei malefiätfrbe unb peinliche Raubet,, 
barunter „nützlich t, mord, brand u ufro. Dor bie fmjürftlirfje Ü|if«Ij (511 
$ff9Ctfretg) als ben oberem .^cnttjerrii gm ^burteilutifl.' 

2öic unter ben Uiigcridjtcn 9iotnuajt ae leflentltdj nori) befonberS an^ 
gejetdniet mürbe, läjjt ein ifaubfriebe $«309 Cttoä für fein üanb flroifdjen 
,§arj unb Söejcr Dom 3af)re 1336 erfennen; rjtmmcfy butften £ano* 
friebeulb redjer „njmandes ghetzuc sin noch nyinandes vorspräche 
noch dicheyn ding ghetu, damito sie iemande schaden niughen au 
libe, an gute oder an eren, ane umme notucht, des moghen su- 
getzuc sin," 1 

i ©Timm «Bei«. V 234. 
im. bea qifior. 93er. f. Wcöctfmfifen. $tft VI: U33. bn Stobt Wöttlttoeu 
l 3. 1400. fcrsß. D, ©, ^djmibt. ©oimoDet 1863. <§. lüf>. 




14 



'hifint- ©nl)l, 



3n ber ®efd)id)te bei SBorte* noteucht taffcn jtdj jnpei Slbj^ntüe 
«uterfcijeiben ; fie rcerben getrennt burd) bte Äriminalgefeknebung be£ 
IG, äfa^^unbert^ , bie mit beu Hainen beä bifdjöflid) Öcunbergifcrjen 
ÜaiibticfmciftcTö Öorjnnu $rfiL)errn $1 @d>arAenbera. unb §ü*)enlnnb^ 
berg unb Äaifer Äarfe V. berfniipft ift. ©i3 autn ©r(a& ber öflmberg* 
if^en^fllSQcrirfjtaurbmniß öüm3afc)re 1507, bemSerfe Sdj warben b er g$, 
ift ba§ $orfonunen beä 55Jor(e3 notzucht mrijt ein gelegenHirJeS, fein 
ÜmiKiibiuigägebiet befmränft; mit ber v J3einf idjen ©eridjtäDrbnung Starte V. 
boni $(ufnng ber brctfjtger ätatjrr, ber 0(onBtttatio) C(riminaJis) Claro- 
lina). beginnt bte rafrfje unb ftarte Serbreitung beä ÄBorteä, baä bie 
nnbern [ünpmitneit StuSbriltfe mefjr unb mefjr berbvanqt unb etib(id) bo§ 
Selb ollem behauptet. SQÖie in ber SöambergcnfiS Don 1507 8xL 144 1 , 
in ber nbb. Überlegung ber Snmbcrgenfi* oon 1510* unb in ber ÜSranben- 
burgiföfii jjpategeridjtSorbnwig ucm 151b' f :j tumnit notzucht als £iteU 
überjrfjrift nndtj in beu ^rojcftcii §uc ftarolina öon 1521 unb 1529* unb 
enbtid) in her itarülma fdbft Ätt 119» uor. 9lujjerbem ift ba3 SBort 
in ber iöauibergiirtjen unb in ber ©ranbeuburgifdjm |>alänerirf)täDrbnung 
Hrt. 250 belegt.« 

BIS weitere ^Belege, bie ebenfalls bent 16. Safyrfumbert angehören, 
feien fuigeube stellen angeführt: dorffgebewde aber zerschlecht man 
vmb notzucht, darumb dass das hauss mit seiner verschlossenen 
thür ist ein mach gewesen, das die genotzögte fraw oder jung- 
triiw ii i r bat mögen hinweg kommen. ®loRe «ui ©acbjenipiegel III I. 
Ausgabe ton @eorgiu# 3Keiiiu3 1561. (äbenjo in ben UluSgnben Don 
ßfjrifiüf 3° bei 1569 uub 1595, ' Die gewaltsame nothaucht, so 
einer an ehelichen, oder auch ledigen Weibspersonen begehet, 
wird . . . mit dem schwerdt gestrafft; wie dann auch die Sachsen- 
Rechte, da an einem gemeinem oder freyem weibe nntlizucht 
begangen, dieselbige gewalt mit solcher schärfte straffen. SJerorb- 
nungen unb (Scmflitutione* turfürjt ftuguftä non Saufen üom 3'atjw 



1 $te iSaroffna unb itjre Söorgnuflettuuen fjr»g. bon $. ftoQIer. II: 5M« 
fflambcrfllfrfjc #aIögetfdjt3oT&mina. &r% bau 3- Äoljler unb 3SJ. ©rfjcef. 
$a[Ie 1908. 6 ö7. 

■ £ie fi&erfdmft lautet bier: strafle der notlucht. ebba. ©. 175. 

J 3He peinige GJertdrtSorbmma. Staifcr Start» V. $r»g. bon goepft. 
2, Kii£g. ÖeipAlg u. fcelöriberg 1876. ® 98. 

* eb&a. 

* 3)ie Saroltnn K. 1: Sie ^cinlidje ®«tcbt*«öiiunfl ÄQi[er Sfart» V. f>t»ß. 
mi 3. ffo^ter unb SB, ©rf,eef. ©olle 1900. @ 

* Sa» alte Smnbetfler ©tabtredjt au» bem 14. ^a^rffunbett — ^r»g. 1839 
bon S^^Pfl — kW'* notzogen § 136 unb notzoger-notzerer § 145, ba» ©ort 
notzucht ift ffr» fremb. 

T 3n inelrfiei- ®ftdj^(tfpicgclau»aabc ba» ©ort jurefl tu ber ©toffc ouFltltt, 
bevitiag idi uittjt ^u fftflm; bte 1517 git 9luß»burfl unb 1528 a» CetpAig er^ 
f^leitmeii Trurfe haben t» nln^i — über bie £«jtbrtjanMunn be» (öadjfeiifpicflelä 
burrf) Sobcl unb feinen ©etiler fflleuin» Ufl(. ©tobbe, Wcfdjtdjte ber beutfctwi 
9?edjt»fliicUen I 291, 



<W*tc$te De* ©orteS ttotitiKty. 



10 



lV CSbetii'o bte für&fifdje Stlterjcnorbmuig bcm 1680 unb bie (Stje* 
orbnuntj ucm 1627. 1 ©er ^Irrifel 30 ber £üucburger ©iabtred|tä= 
refornmtion atö ben ^afjrcn 1577—1689 ift ü& erfrort eben : Von notü- 
zwingung, luithzucht., 3 unb ber 7. Site! be£ 4. Sud)* be§ 8iabtrectjte 
öon fiübett au3 bem 3abre 1586: Van notzucht. 3n btefem (efetereit 
finbet firf) bie aUertiinitirtic Söeftimmiing, boJ3 ein überführtet Xäter bie 
©ergemalttgle tictraten füll; für ben §at(, ba& er niiijt tebtg ift ober 
fein Dpfer itid)t (^traten rot II ober biefeS dejhj. beffen ©ippe bie ©t|i- 
Derweigert, roirb bie Xobe^ftrafe üerfyäugt, unb jnmr ber Zok burdfö 
©djroert £)iefelbe ©träfe cvfcnnt ein bau £>iftel mitgeteilter ©prua) 
ber färfjfijdjen Sdpfpm gu ßeip&ig rn>m 3»«fjre U>02 „von wegen vor- 
berührter begangenen und bekannten nothzucht"* unb ein Scan* 
benb arger ©troffen jprud) ücmi 3al)re 1626, narfj roeldjem ber Üäter 

Lreu voiübeter nottzucht an Herman Miricbens stifftochter 
Annen Fritzen" „mit dem senwerdte vom leben zum tode zu vor- 
richten" tjt.-' 

&» ift l)ier nid>t ber Ort, 311 unterfiidieii, meldje 39et)atibfmig baä 
33erbcet$en ber $cot$udit im beutfdjen 3ted)t beä SQiittelalterä gefunben 
tmt; bte prägen nadi ber ^bgrenjung beä ©egriffeä, ben 3Sorjcr)riften 
über bie Äiageerrjebuug, betn Seroet&üerfaljren, in bem gelegentlich ber 
Qend)tiid)e 3^etlnmpf jnnjtrjen Wann unb 2Beib eine 9ioße fpielte, eiibliet) 
mdy ben ©träfe» mit itjren mannigfachen Stbftufungeu unb 93erfdjiirfungen 
Waffen t)tct uneröttert bleiben, ba ba§ in ben belegen für notzucht unb 
feine ©ippr ümliegenbe Täterin! 511 lücfenfjafi ift. Sfinv eine fitr^e Über* 
fiefjt über bie Rbfeitttttgen bc£ äBorte* notenoht mit einigen ©tfjlu^ 
fceroerfimgcu möge folgen. S(u $lb[eittnigeu tomi notzucht fiub bezeugt: 
notzüchton, notzüchber, notzüchtig, notzüchtigen, uotzüchtiger, not- 
eflchtiguug, Dem benen bai ©riminjrfje 9Bb. notziiehter unb notzüchtig 
nicht toefget$1tet 

Notzüeh ten begegnet ^uerft itieberrhrinijcf) im St ort meinet fot. 171, 
Söers 140 im 3ietm ouf bedrogen, ift alfo üom ©Treiber ber §anb* 
fcfyrift für urfprüngtirfje^ notzogen eingejefct. 3" ber iReiljtöjpradje fommt 
ein bflttffte SBelea. für ba3 Söort oft 1 523 tjor, fcergl, ©rimm 9Eb. VII 062. 
3u ben I)ter angeführten ©elegeii 6 füge irf) aus einem unbatierten 
Sfö&tttm ber £ent $u ber (Sidje (in ber aJcaingegenb) r^iit^u: Auch teiln 



* (iobu «ußufteu« 1 126. 

* S*gl. (£. ©. öoit ÜBämtcr, Hb^mibiunßeu anö htm Straftest I. Do# 
SÜcrfiredjen ber CrutfüEjruug unb bn Vlutfy&udit. ©. 33. 

a g, ©. öoit ^ßufetiborf, Cöfcrüotioneö juttö unttwrfl, IV. app. ©. 784. 

* 3- f &- flef. ©tTflfrecfitemiff. Ö6 ( 718. — Dtcfcn Söelcg UcrbanEe t«f| meinem 
greunb unb ÖoQcgcn, ^errn ©er, -3tff ^riü.sXioj. Dr. Seopotb >}Jcre(§ tu 
jpeibel6erg. 

* ©t 0(3 et, Urfunbt. OTatettal auS ben ©ronben&urger ©djöppenftuQfe 
alten II nr. A, ©. 650 f. 

* Den 3k(eß: (er) notzuchto die meyde mit gewalt 1. <Dtof. 34, S flute 
irf) fdjou In bn britteu s 3it)e(überfe^ung ^i'irntierg 1470—73. 




itbrant 
«etft* 



wire, das man für sal brengen diepstal, notzuchten vnd nacht 
©rimnt Seist. III 554, 

gut notzuchter ugl.ben oben lüiebetgeflebenen ©eleg auäbem $erft = 
tjetmetSBcistum uoit 1508. Slufjcrbcm bei SdjotteüuS a- a. 0. ®. 349. 

Notzüchtig wirb 1616 Don §ulfiu3 t DiotioöAritt»* I 239 
unb 1734 oott ©UinbacD ©3Öb. IT 1104 gebueijt, Don bdbtn ofyie 
öueflenftelle, botfi nennt erfterec bie $etuiubung: notzüchtig beschlaffen. 

Notzüchtigen erjdjeint ebenfalls jueeft iiteberrijrinifd) iin ftnrl* 
meinet fof. 303, Ifesl 60. $ie töedjteforadjc berroenbet ba* ©ort im 
3aljre 1321 in einem ©narbrürfer Seiötum: Were doitslag, dieber o\ 
felscherie dut, frmiwcn notzüchtiget, oder eynich dinge dut, die 
cre rureut, yemnnt anlegt zu hrrurende, oder stucke, die dm 
mögen glichen, er sol entfallet] sin liehe vnd gut iMnmm Steigt 116. 
5)nnn ift e» erft roteber LWS iit bem oben angeführten Sei« tum oon 
©inolf* belebt, um im 1$. «nb 17. äabrlnuibert bem ©icgeSuiuf bei 
Gfrunbioortea notzucht 511 folgen uitb btö bis bafjin fjerrfrfienbe imtzogen 
flbjntojen. &gifalifö fouimt tf tjor ©tielec bereit« ltilö bei §u(fiut, 
Dictiouarium 5 I 239 oor. Stil* bem 16. 3<ibrt)unbert feien 511 beti 
ödegen in ©rintmS SBb. VII 962 nodj folcjettbe genannt: 80 ein 
mägdlein, welches unter zwülff jähr ist, g?nnthziirhtiijit 
oder geschändet wird. Wann ein junges mägdlein, so unter 
zwölf! jähr ist, mit gewalt genoth züchtiget und das werck mit 
ihr verbracht würde, und solches ist durch erkündigung 11ml sonsten 
befindlich, so soll der thäter mit dem schwerdt gestraffet; do aber 
einer ohne nothzueht oder zugethuno gewalt, ein solch kind fleischlich 
erkannt, derselbe mA] mit staapeoaohlagen unten landen wrig er- 
wiesen weiden, ^erorbnungen nnb SouftitutioueS .Hurfürft Slugufil Don 
Sndjfen Dom 9*$R 1~>72 5lrt. Hl. 1 Hat doch der inn den secreten 
der finantzen inn Frankreich allein von den treissip letzten jaren 
hi, weil die krieg daselbst gewährt, zwülff tausent vnnd trey- 
liundert genotzüchtigter vnnd geschwächter frawen vnnd juug- 
frawen gerechenet 5"ifd)ort ©argantua (1682) I 43.- ?lul ben belegen 
Im 17. ^atttrjmibert» tjebc icrj folgenbe fcerau«: 9iorl> einem ©prudj ber 
s Uiogbe burger ©Söffen für gerbft t»om 3citu*e 1617 tuttb ein ©djtond)* 
[ttntjgcc mit Sta&pcnf$(finffl unb en%r ^anbeJoernjerjung beftreft, roeil 
er eui 2Rnbdjen Don 7 Satiren „mit gewalt ge 110 Uzucht iget" bat 11 
Xtefetbe ©träfe fefet ein ©ranben bürget ©djpffenfpructi feft für einen 
Xattr, ber geftonben f)flt, ,»^s er sich . . . eures underthanen , . . ehe- 
liche Hausfrau zu notzüchtigen unterstanden 4 * Ijabe. 4 $)rt $ob 
butdjs Sdnocrt mirb für Üftotäutfjt ertaunt in ©rünbenburger Schaffen* 

1 (Softer aiufluftcuä I 125, 

1 tteubruefe beurfäcr Sitterotwnperle be$ 16. unb 17. 3aljr&unbcrt$. 
9h. 65-67. e. '62, 

■ tHaflbcbuTfl. ©djöffenfprüttic I 311. 

* 6tÖ[jei, STöitbenburg. ©d}i>penf»uljBaftcn IV 172, 



8» <#dd>id?tc tic<5 hartes? üHotöudii. 



17 



}cn nu3 beu Sauren 1626 unb 1*540. l 3m Äirefjenbutl} bon SRoü* 
leben mirb 1634 bon einer Staut berietet, ba§ fie uadjti bon einem 
Solbaten, „der sie mit anderer zuthuunjren in Thomass Walthers 
haus geführet, mit gowalt^euothzii eh tiget worden" fei.* SBttnbfncr 
Sflrdjtiqiieneu bprtt 3ab,re 1054 befinieren bai SÖerbvedjen: Welcher ein 

• ehrliches weibsbüd zur Unzucht , . . zwange, so man notzüchtigen 
nennt 1 3m ötaotrecft bon fiüberf enblirf} ift öud) 4, Ittrf 7, Ättilel 1 
ber Stuibrur! uotzogen ber $lu£gabe bon 1688 erfefct burdff notzüchtigen 
tu bet Sluägabe bon 1657; ebirnjo jpäter. 

Notzüchtiger ift nietft, 4 roie ©rmtm 336. VII 962 angibt, 
1414 in einer .tfärnt. ynnbbanbfefte narfjroeisbar. ferner wirb eS 1561 
tu «nein lÜkiitum öon ^eidjQttStjnnjcu genannt: da auch ein sentr 
man . . . einen übelthatigen menschen in der zent, der den leib 
Terwürket hätte, orwischete, ea wäre ein mörder, dieh, nachtbrenner, 
ketze^ nothzüchtiger, verräther oder dergleichen ... ©rimtrt 
©ritt. V 235. ßesfttltfä |<ri eä bereiti 1616 ^ittiiuä, Dictinna- 
rium ' I 239: notzüchtige]", einer so ein Weibsbild notzüchtiget. 

Notzüchtigt! ng läjjt fid) fcfjon auJ beut 3^tc lt>2(i nadjitjeijcii, 
iDO ei ju (Salin au ber ©pree in einer 3t erfrage bei ftofobbofaten unb 
IwuSBogti ju SSranbcnburtj berroenbet mtrb: das der Mansfeldiselien 
rostet etliche . . . ein armes, unschuldiges, junges mägdloin ihrer 
jungfräulichen ehren durch dergleichen schändliche und abscheu- 
liche notzüchtigung, als nie erfahren, böslich beraubt. QJnntm 
2öb. VII 962 öermeift auf ©tiefe 2630. 

SBerfeit mir äum ^d)lu[j einen 3Mtd auf bni fyiftorifefje ©erijältniä 
ber bon uni betractjteten Porter, fo fet)en mit, baß notzucht Don ollen 
htö ain frü tieften belegte ift. 93 on einer neu^orfjbeutfcbeu Silbuttg be* 
SBortes, bieSJeiganb £>9S}b. 2 II 242 Slnm. betjnuotcte, foun nod) iinferen 
belegen feine 9vebe jein. 3luctj Sluge* Shtfidit, ba& notzucht nad> 
mfyb. (nbrljein.) nötzühten gebilbei morben fei, 6 la|t jtd} ipuw tjalten. 
Sie in mettfje Qät ei äurüdreterjt, ift ungetbife. ©oroeit ftc^ bte urhntblid) 
bezeugte ®ejrfjid>te bei SBorte^ erf ernten Infjt, nimmt notzucht in ber 
erften $älfte be§ 13. 3ot)trjiinberii feinen KuSgaitg auf mcbcrbeutjcrjem 
{Sprachgebiet, njo im Cttuuijtfjcn (Stabtrerrjt ton lötaunjdjmeig bte formen 
nottucht unb nottoch promiscue gekmtdjt metben. föiefei 9Jebeneinanber 






1 Sttft. II 650, 698. 

■ 3. be« fcoraüercms l ©efefj. unb SUtettumar. 18, 125. 

* B- ?■ &*met4. wm ft. %. IV im, 

* 5>et bei ©Timm Seiet. I 539 enthaltene ©eleg aal oem SHoe in gauer 
l'mitireiljt bom {labe beo 14 ^alniumbcrti ift ijinfälllq, ba öiefei IKI^mflauer 
Üanöredjt ciae Örejfte mabetno ^(iljcnmig tft. SBgl. Herbert Steuer, Dal [o* 
genannte iH&eingauet ^?oabt(rf)t f eine ^aifdntnß Tirana, ^ufeülj 39obmannö. in 
3. ö. ®übign^@üftung l m*<3, ©ertn. %U, 24, Ü600 ff. — ^k\m ^tnmetlber* 
banle Irf) -tserm Dr. ?. ^erel^. 

* (Stöljel, Sranbetiburfl. Gcfiöbi'ciiftHtjIäaltcrt II 647. 

* etbmologifd^e« Wb.* 2>*5. 

ÖftK. rx. 2 




18 



QJ. SUatil, $ji> ©cjd>tc$le öe* 3BorteS 91ot»iuQt. 



her ^formen mit unb oljne t-Sufftj lägt fidj audj fonft im iöhtb. beob* 
od)tett: neben borge- (borch)tucht ftetjt 5. Ä borge- (borch)tuch. SJir 
fnben notzuclit unb feine Sippe frrner nm 91ieberrtjein, an ber 9)?ofef, 
an ber Saar, aber und) am € bmbein, in graulen unb Sdjlefien. Tnth 
ftetjt es an §äufigfeit ber $tnroenbuug hinter ben Srmomjmen jerjr jurutf, 
bis ^um 16, 3at)rrmnbert. 33anu erobert el in birjem unb bem folgenden 
3afjrlnmbert bie übrigen (Gebiete 3)eutfa>fanb3, fproeit bie Autorität ber 
Carolina reietjt, unb erringt unb behauptet bi3 auf ben rjeuriaeu Tag 
bie Meinfjerrjrfjaft. 



Beiträge wr (ffijrooioaje ber genmuiifdien Spradjen. IV. 

9? cm 
^"lir. Sartf/oloiuae. 

I Stelle t>icfc 3citfdjTlft JT 283, VI 282, 954] 

11. (Bot. wairjß, uljb- "Wert Bo tuel id) ftf>e r tjat man bem 
2Bort anbere uröerroanbte Sötirter aufjer teitifdjett — ftimr. irwerth 
'pretium* ufro. — bisher niefjt jur ©eile §u fteflen bermoerjt; benn bie 
büftifcfjen: lit. vertag nftu. gelten fidjer mit 9fteijt für entlehnt; fietje 
Söe^enberger bei 0Htf $iergfeirf). SSörterbwd} 4, Stuft. 52, 274, roo and? 
bie feltifrfjen SJcrtuanblen üergeiifinet jtnb. 3>d) matfie barauf aufnterffam, 
bafj iä) in meinem SlirSb. 1 7t> ein altiranifdjeä 2Öort jum ^ergleicb 
^erangejogett tjabe, uämüer) ba§ jimgaiveftiidjc avnratä- fem. '2Bert* 
gegenftanb, Jöefifttum". S£ ift an* einem ?ibjeftiünni avarata- b,erbor* 
gegangen, ba# fidj in a-varota- gertegt «nb, als 3ufammen|e^ung oon 
bei bei ©rttgraattn 3nbog. tfotfdf. 18, 127 ff. besprochenen Strt, eigentlich 
bebeutet: *2^ert in fitfj entfjaltenb* ober nueti *qtiod est in pretin*. 5fn 
bem erfteu ÄDinpofition^glieb a fetje idj ba#felbc Sort, mie in bem altameft. 
asünu- *erfof greift)' unb im grietf;. (frcapo£, bem ©rmonümon öou iympoz 
(SB. Sc^ulic Shifm« Setiffc 2*». 264), namliit) ibg. \m (griedV tv) 
in ber Tiefftufenform n. 

12. 9cr>b. ge- (gut. ga->. $)aä öidbefprodtenc ^räfijr tiat jüngft 
in ben ©öttinger 9cadjrift)ten 1906. 189 ff. eine neue, überrafefumbe 
Deutung erfahren. 3t)r Urheber fütjrt got £»- auf ein 'DorgottjiiäW 
zga- antuet; „boS olle z fei hin fet/r roiberftanbsfäljiger, fonberu ein feljr 
färoadjer ßaut getoefen", ber barum leiefjt fallen tonnte. „$a§ au3 ga 
entnommene ältere zga* ober 'erttniicfelte fidf olme ä^ifa unter ftartet 
Setonung feinet ©djtu^Dofals au^ urjprünglidjer 3 roct )Ü&i9^it i» ganj 
a^nliifer SBeife rote jum ©eifpiet ba^ gotru'fdje ba- 'beibe' neben bem 
unmittelbar jugelj&rigen bi 'um* . . ., bie eine alte gan^e erfte Silbe ein» 
büßten, ba fie unmittelbar ju altinbifcfjem ubbü-. 'beibc^ gehören unb ju 
beut griecfjifdjen ajaepo- 'beibeä* unb rinqn 'am'." So öerfte^e man, bog 
"ga- genau bem alrinbifa)en sahä entfprit^t', baS, au& *sa.g\m tjeroor* 



SQ. © <u t ho l' o um e , 93etträge &vx (ftnmciloflic ber ßermart. Sprayen. I v, 1 U 

gegangen, im @riecfufd>en burd) *cix« Dertreten (ein mü&te, ein SBart, 
ba§ ntlerbina^, *roie eä fcfjeint, fidj nirgenb merjr finbet', beffen "©cf>tu&iei[ 
aber nod) entsaften ift in öixa. , Tpixa . /. 

2>a biefe Sluffteüungcn burefj eine Mfnbeniiejctjrift in Umlauf gefefct 
roerben, fu ift ju befürchten, bafj fie bei folcfjen, bte auf beut (Gebiet ber 
«rillen fiautlerjre feinen Söefcfjeib Kliffen, nierjt gang ofjtic ffiinbnid bleiben, 
unb ba mag cä bod) xovfyl angebracht [ein, fie ju berichtigen, bebor 
weiteres Unglücf gejtfjierjt 

$)a3 altintrijcfje saha getjt feiueatnegä auf *sagba juriitf, wie bort 
behauptet tvirb- 33i«Imetjr fiirjrt baä h bariu auf alteS dh, eine ©rfentitnia, 
bte aitl jcbem beliebigen Söudj, bann ba3 SBort befprodjen Kitrb, ^u etilen 
war, l. ö. S80 8fid SÖexgt 2Bürterbucr,, 4, Slufl. 1. 323 (®&ttingenl890) 
unb Sadernaget ttlrinbifae ©rammattf 1. 250 (©cittingen 1896). 3n 
fcer %üt ift am 9(nfnng orm Mammen je^ungen Bad Im, mit dh noct) 
beengt, j. St. in sadhavira (^oratio) neben snhäviram (SXtfufcttto), unb 
cuf bem iramfetjen Gebiet entfüredjen nltpcrf. hadä, aiueft. haba, hadä, 
hirfanöafjf. ad unb off et äd, SQSörtcr, bie auef) orme baa Sßarrjaubenfein 
jenes sadlia ben Sert bei attinb. Ii in sahä in utiämeifetticifter SBeife 
mit dh bestimmen mürben. $amit fällt jelbftaftänblicrj jebe 2Rö glitt) feit, 
ba* gut. £*• mit betn attinb. saha ^u öerfnüpfeu, jclbft menn matt aße 
weitereu SBorauSfejjungen, bie nodj ba$u DonnÖteit finb, gutgläubig au* 
«ftennett mollte. 

13. 0rt)b. schön, Ä'Iuge gietit im <Jt. 2öörterb. b. bentjcfjen ©or. 
unter schön au§ ber £atfad)f, baß in ber gottfdjen Üöibel ev uoptpf) öeoO 
burrfj in gufias kau nein unb crüupoptpov TüjeTdjucrn burd) ibnaskaun- 
jamma Ic.ika überfe^t roirb, ben ©errufe, *bafe bie neuere Sebeuiung 
*pu Icher* ctgenttid) unb utjpriinatid) ntcftt in bem Sort ftedt*. 3$ ge* 
ftotte mir auf eine gujammeufteliung rjmjuroeijen, bie tefj in meinem 
3um ^lirSEBb. 81 tjabe bruden [offen, ba fit üiefleid)t ba^u angetan ift, 
jene Meinung 511 berichtigen. 3m 90citte(ttanifd)eu gibt eä ein SBort 
sköh, ba§ fia) im SReuyerfifdjen afö siköh ober ynköh fortfe^t. Sä 
oebeutet ^rac^t, §enlid)!eit 5 unb *3ttajefiäi, Sürbe'. ©eine urirantfcr)e 
^orm iBÖre ^sksQfiOa-, feine arifetje *skauntha-, eine ber im $fnfdf>en 
läufigen S8ilbuna.cn auf atha-, bie aU Nomina actionis bienen; ugt. 
3Bl)itnen 2atiÄfrtt ©rammar, 2 d (Sb. r 436, SartboUmae ®runbri| 
b. trän. ^£>itp(. 1. 107, ttirSBb- l»23/*a 3Da8 Sort ftetjt innerbntb 
ber arifetjen ^)ta(cfte ööttig allein, Sie 3"gct)öngteit tjon altinb. Äkuvnte ufiu, 
{f. UtjUnbed ©ßjm. ©Örterb. b. got. <&pt. unter sikuggvva) fc^eint mir 
red)t groeifeltjaft; f. auef) ©art^olomae StirSBfc. 442, $relltpi«5 <£tnm. 
3Börterb. b. anerfi. @pt., 2. ?(ufl., 232, 



'20 



m. Sommer, 



ft. ©ftsmet. 

1. Skorbut 5fn allen eurQpäifdjen ©prägen nerbreitet ift ein ©ort, 
ba3 fdjon &on oetjefuebenen ©ttjmotogien gerabeju ^ermnrtert roorben i[h 
it, scorbnto, fpan. partug. escorbuto, frj. scorbut, engl, scarvy, ngr. 
ckoputtoGto f. ©. atfener, Surf, ©tnbieu 141; $tjumb, ©ermnn. $lb* 
tjanbümgen f< §. IjSaut 243. Über ba§ ©ort faßt Äluge in feinem 
©tijmolDgijc^en SÖrtcrbuc^* 332: „Seharbock, eine ÄTanfijeit, erjt frü^* 
m>b. Unibeutung auä mint, scorbutus. gtf berfdben Duelle flammen 
bie gletdjbebeutenben nbl. scheurbuik, engl. frj. itaf. ufro. $13 Duell* 
roort ber ©ippe gilt bai tibi, scheurbuik ober tnetmebt beffen ältere 
gormen mit ©entert in ber Ableitung wie in scorbutus (nbl. scheur, 
9tiÜ. ©polte, but, Änodjen), nnbl scheurbuik müfete au tb Um beutung, 
fein itadfr bulk „Söaudi" bin". — ©urdj biete ©orte wirb bet Urfprting, 
ber ©ippe rootjl laum aufaeflärt: utlat. scorbutus ift jelbft ctrjmologifc^ 
unflar (idj ftnbp eÄ nicht im foeben abgesoffenen ßntein. etqm. SEBörter* 
buch üon Dr. üttalbe unb mir jdjeint, e£ ift bieS ein ©ort, ha* nnr im 
gelernten Sateil beä späteren SKirtelafterS gebrand)t rourbe), menn man 
aber gar ba§ nieberlänbi|crje Sort für bie Duelle ber ganzen ©ippe an* 
fiefjt, bann fteljt man ratlos ba f oor einem fo fonbetbaren SöebaitMtg*- 
übergange: ber Scorbut „frfienert" bort) nierji ben „Saud)" unb ncrurfad)t 
aud) fdne ^ocfjenbriirfje ober „Spaltungen", ©o fdjeint e3 mir an& 
jemafiologijdjeu öeäs&eu unmöglid), im 3?icberl dribtfffjeii ba§ ©tatnmmort 
ber ©ippe }u judjen. Übrigens ift bie3 fd)on ein alter Irrtum, beim id) 
finbe tyn jdjon bei Site^Sdjeler, @tnm. %b. b. rom. ©prndieir' I 287, 
©orjajeti, Etimologiceskij slovarj russk. jaz. 324 ii. a. 

i)ie Unmöfllia^teit biefer Srftarnng einfebenb, fdjlägt Dr. §efleliitg, 
S9rj5- 3"tW r - 3U1, 596 oor, boä SSJott au* bem Üappijdjen ober ©amo* 
jebiföen ^ergtileiteu, boa> gibt er teilt beftimmteS ©ort a(3 Quelle an, 
unb bie# mit 3ied)t: benn ber Urfprung be£ SBorteä Skorbut ift üiel 
«aber gu fudjen, 3n ben flatiifdien ©ptaerjen gibt es eine meitPerbrafcete 
©ortftppc mit rrirt) entfalteten iBebeiitnngen, bie id) gern al§ bie Duelle 
ber oben angeführten äöörter anfefcu mbebte: orfl. skueba, fra^en^ 
fe^aben, oorau^gefetjt burc^ ba^ S'ompofirum oskreba, rmiorc, Hr. 
streb lo, ©triegel, vyskrebky, 3 ll i flm mengefebabte^ ror. skrebJo, 
vskrebnuc, grofer. skrebu, skrestl, skresti, skrebnica, skro- 
batl ufm. ^)ie Slblantformcn pnben mir beinahe noeii fcauftßex: jwln- 
skroba^, oskrobki, flr. skrobatj, poskrub. ruff. skrobatl ?c. 
Miklosie, ®t. SSBb. b. flau. ©pr. SOS n. 304 trennt biefe ©örter o^ne 
©rnnb Pon äfft, skrobotü, ©eräufm ufm.; er fdjeint überfeben ^u fabelt, 
ba^ ber Stblnut skrob- : skreb- fid) aud) in ben balttjcben ©pcodien 
mieberfinbet; ogl. lett. skrabu, skraht, febaben, neben lit. skrebu, 






CHnmotiifltan. 



21 



skrebeti k. a. 1 — 3ta ruff. skrobotü, „ba§ Ärafeen", ift uns bie 
«Itere SBebeutung be3 Sorten erhalten; affl. skrobotü ift atfo etroa mit 
„©etäujrf), burecj Ärajjen U€rurfarf>t" gu überfein, 1 3rf» tjalte e§ nun 
für fetjr u^tniriiemtid), bafe ruff. skrobotü „ba3 Strafen" im bittet' 
alter aU Söe^ictimmg für bie f Ureter tiefte ,£ia [Siran ftjeit auffam, au$ bem 
gffcuffrfdjen in.3 ^Dcutfd&e entlehnt mürbe unb in feiner ©eftatt gan^ Europa 
burdimnnberte, tÜttütie ©rflnrung tnirb nid)l nur burd) ©ebeutuug unb 
$Qxm beä 3 ton mir angegebenen Guellroorteä geftüfct; aud) au£ anbern 
<5Jrünbeii jcfjeint fie mir recht tucrjqdjemltcrt, berm in ber 3 e *t °or *>*? 
©ntbeefung $(merifa§, auf bie ja unfer ©ort prürfgefürjrt roerben inufc, 
waren bie europärjdjen Seefahrer fettener in ber Sage, ©atjroaffer ju 
ttinten, roeldjeä bie Stanfrjeit erzeugt, itnb roerni fie btcä inten, fo taten 
fie e3 eben in beti ruffifdjen beeren {©eijjcä SJieer). 

3u itfjb- Scharbock foabeti mir än>etfetlo§ eine tjolfdettjntologiföe 
UfflftCJtatiitttg be3 ÜSorte* skorbut tior unä- Safjrfdjemtid) liegt ?In^ 
Icrmung nn scharren unb Bock &or, bie F nebenbei bemedt, eigentlich 
ebenjo finnlod ift, rote Armbrust 

2. Grippe, £iejeä erft iteul)od)beutfdje SBort textet SHuge a. a. ß. 
152 aus g£eid)bebeutenbem frans- tfrippe ab. 3)iefe$ ledere ftcCJt aber 
Sfmmb, (Üerm. 9tbf)tinblungen f. §. ^ßctul 235 ju frj. gripper ergteifen, 
rocldjeS §n 0fr«. grfpaii gebort, j. Körting 4360, ©ie ©ebeutnngen 
madjen biefe SHennutung unf)nit&nr, unb fo fiür^t beun ba£ ganje etfimo* 
logijdjc ©ebäube in fidi äujammeit ßeffeiing SB. ß. XII 698 fiitjrt nottj 
AUiirroer, Tijdskrift voor Xe dort. Tal m Letti/rkimde 1893 p, 88 ruff. 
iripönie <tf$ Quelle ber SBJÖrtct an. Um genauer p fein, jdjlage tct> 
lieber ruff- xripü „.ipetferfcit" oor, morjer ba§ fran^öfildie SBort flammt. 
$)ie «rttjatfierenbc Crtbograpbje btefeS Sedieren tjnt nun ba$ beutictje SBort 
fceeinflufjt, beun biefeS ift ein geldjrte* Sott unb otinc ßroeifel iuerft w 
bie beutfdie Schriftsprache gebrungciu SBiebecum roirb meine dtö- 
mologie ntdyt nur bwrctj fprarfjlidie Xütfarfien gefrü^i ^enn bie Ärnnl* 
ncit fetbft ift ja ein flinb ber rufjifrfien ©tep^e, baoer auccj ber 9iame 
»oran^fidjtncfj bort entjproffen. ^Bgt. noa^ KostiaJ, Slovanski zivljj v 
nemskem besednem zakladu 15. 

äklai 6. .«luge, (It. 2Öb. 6 366 fagt über Nffefl ©ort folgrnbeS: 

;ive. jpätm!)b. slave, sklave m. Sklave eigentl. Iriegagefongener 
Haoe; in gleicher $ebcutung tutd) fouft in neueren germ. unb roman. 
©prarnen; ögt- nbL sl;iaf, engt, stare, frani. esclave, it. sehiavo. ^ugrunbc 
liegt bie btjäantiuifdieöejd^nung ber SübjtnoennBiKXaßnvof (bei ff luge 



» 3ur ettimologie icr 3öurtfi^f l>gl. 33. ^etr, SS. XXII, 212; £. ^trt, 
«39, XXIV, 287. 

■ 3)iffelbc Qebeutung itutjfl aurf) für bie altru^fdien öeffpieJe bei Srez- 
nevskij. Mal'-Miafy dJja slovarja dievne-russkago jazyka 111392 angenommen 
foertoii 

\t •r-3lletat(]ofe tonnte t>tcr eintreten, iwte in Tornister, worüber 
3). 3R«Ucr y 3. §. II 441—445; ^Stümol. SGÖörterb. b. otbune*. ©pra^e 434 sq. 



(efllertmft mit 'K-j, bie in Stalten im 8.-9. 3obrrninbcrt btc SBebeutung 
„Sklave" (flJtl Sclavusi annatjm, hte bann über Italien nadi Xcuxfditonfci 
mmtberte (btc eigentlicfie Benennung ber Skvea in 2)nitfdjlüiib mar im 
^iittetaüer gruben— ©hi beul ^ bie ©ejeidjnung Stauen tonn nidjt &om 
jtnuijnVu Oft« ausgegangen jein, roeti feine uiefttidje ifnijijrfje ©Älfer^ 
fciioft fidj je Si1at>e genannt Ijat (affl. sioW-nmin". . . $irjeS Sefcterr 
liüirfjte id) be^eifeln: fjeute nod) tjetfÜen bie SöerooljneT bei fübmeftliäert 
£>[termd) — Slovincy, unb ebeitfp nennt jidi ber im 3lu3fterbm be* 
griffene jlamfae !öolF*fiamm im Streife Siutp ber Ißnnjiiij jammern, 
reffen ®prud)e unlängft bur(| Dr. $, Sorenfc, ©(otjinäijtrie ©rammarif, 
Petersburg 1903 (ngt. bafelbft 6. 1—12 bie SBemerfungen über biefeä 
Solf) eine jo mot)lgelungene $}arfteßuna, erfahren Ijat. So mare @nt= 
tetnumg be3 2Borte3 mm ben SSeftilöoen ins ©ennontjdic leine* roegs 
aiiSgeitrjloffen ; unb boa) mödjte icf( einen anbem Seg einjcfilagen : ba% 
afjl.Sloveninü ift jd&on friifj als ^Benennung ber ©(aten $u ben ©pjanttnern 
gefommen. fflit finbcn IieXaßnvoi Sei Spree. II 125, 336; 2Hen. ^3. 327, 
404; ^oTufrorogen. 9tbm. 217; Xr^eoptj. 532, 707 ufro. j. ©opljoctts, 
ßhrect fieruon 905, aujjeibem nod) im Strategien be& v J0iaunrb§, mo e£ 
neben XicXdßot gebraucht roirb, sueldieS gleich $ur @prad)e fomitti; 
ferner Pseudo-Caesaiius um 525 post Chr. u. ö. f. Äretfchmer, Slrdntt 
f. )lau. ^ilologte XXVll 231 *,.. an% mXLtnW, bofeibft I 8W w*. 

$>a im ®riecrufd)en $tbjetrtDa mit bein ©uffti; -nvöc gang unb gäbe 
finb, |o barf man fii nidit barübet tmiubern, Wf* ItcXaßrivöc al3 
Stbjeftiö aufgefaßt rouebe, noctj AamyüKTrvöt, TTtpYaunvoc ujra. SJou 
tiefem ücrmeintlidjeu Slbjetrujum ift mm auf griec^ifcficnt ^öoben ein Sub* 
frantimim r»<Xdßoc gebitbet roorben unb gmar natf) bem SBerbälrniä 
Aami>aKr|v6cr ArijuyaKOc = IxXaßrivoc : Xt<Xdßoc. $)teje3 SSort finbcir 
mir autf) fo>n in ndjt früher Seit: ?[gntf», 249,3; Matala* 490; 
X&eor4 360,559; Rj& 8. f. Jöiftor. 21,42; ßeo Sact 18,102 ufro. 
(SoplJGclil, ®reel Üejricon a. o. Ö. SiiejeS 3Sort f)at nun bei Slgatlj. 
gan$ otjue 3">cifel bie iöcbeuhmg „Sklave'*, — eine ©ebeutung, bie firf) auc^ 
in beit ueugrie^i)djen SHdeften erhalten tjat- ^feft finbe fie im (Snirus, 
^to, N€0€XXriviKd Trapaiiuflia 14; unb au(^ anberlmo f. 5t>H. Üaut- 
foftem 186. pr baf ^ttter biefer ©ebeutung fotidjt boä SBort cKXdßa 
Wienerin, (Smttrna, AtXriov Tfic IcropiKfic Kai £0voXoTiKn.c tiaip. VI 
169; forote bie Ülbleirutijjeii CKXapüüvvai fned)ten, CKXdßuj^av^ned)t= 
fcfiaft, SMaüeter, Supern, ZaKeXXdpioc, KunpiaKd II 787 ;c. 

3m 8.-9, 3aljrfwn&ert tarn bieje« griemi^e SBJoit und) Stnlien, 
toon roo eä in ber {$ otm sclavuw meiter menberte unb a(* Sklave 
in§ £>eutjd)e überging. Sfd) glaube bureft btefe 5tniner!ung bemiefen ^u 
I*a6en, bojj bie Sebeutungsentmictlung Slave > Sklave auf mittel 3 
griedjijaVm ©oben t>or )ir^ gegongen ift. 1 

* @tegcniü>er ftörttna «495 inörfitc irfi bit (Jrf lärmig &eä -ckA- auä -cX- 
üi\] ßricd)tfdjem SBoben furfjm. 'aopljocljß, @ree! Cericon 987 filtert nämltd) nurf) 
eine ^onn cBKdpoc neben cöXaßdjvuu (fo tid)tigcr an S*eHe ber tton ffym fälfdjildi 



SB. Sei) mann, 3u m. coHon-croli, nljb. voller- würz *nymph*eii\ 



23 



4. Wonitz. $)a$ ©ort beseitetet ben SSogef Chloris horten sis 
f. ©refon* Sierieben II 123 unb mirb bon f Enge Igt. Äöb. 380 unter Stieg* 
lifc n(3 Dermutlirf) ftomjifj bejeidjnet. Sd) glaube ba^ Sfttdttige 511 trefferr, 
tcenn id) rujf YjufiÖoü, ibein, «13 Quelle beS beut)d)en SQJorteä cnfü%e. 
tiefes [entere roitb mm Dr. Söaubouiu be (Sourtennn in $)aU, Tolkovyj 
sloTirl ÜTOgo relikorusska^o jazyka P 80Ü sq, ^u vijäti „fidj 
rotnbett" gebellt. 9iu[f. vjiiAdcft bebeutet aud) „^imgting" |- Stall tbib. 
^Beiläufig Gemettt, ift biefed eine Stiitje ber Slnfitfjt ®ie$, ©t. SS6. r ' I 202, 
ba| frg. gar von, it, garzone ^u Carduus flejjikt, f. and} @, Wiener, 
SWeuanedjtfay otubten IV 38. £>aä bei fttuße c. L angejiifyrte Seh wunitz 
fann burd] diitfütyruug beä onomatDpoetijdjen 9tufe# „Schwunsch" ent* 
ftanben fein. 1 






Su ot. eolloii-oroh, al)b. coller-wurz „nymphaea". 

3?ou 
SQä. Sefjmaint. 

$bg. *kuendhro- roirb tcnljtjdjeinlict) aufeer. burd) tat. com br et um 
'eine iÖinjenarf, (it szveftdrai bf, «i$L huonn-'Angelica sylvestris* 
(ngl, bän-fnrö. qvander* bf., ibg. kuondhro-) audi ttDd) butd) ir. (flctl-, 
bei äJfacbain An EtymologicaJ Bietionary of the Gaeiic Lunguagc 89 
nnerflärt) contra n. :1 ebenfalls f Angelica', oertteten. $lbgcfef)en non ben 
tüelen $flan$cunnnieii, bie übertäubt auf beut ^Begriffe 'SdWöima.* be= 
Tutjen, ^ei^nen fidi gerabe bie Umbell ijeren, unter Urnen bejmiberä bie 
»«gelte«, burdj baitdng (>g(. 5. SB. trfjb. ©IL HI 515, 53; 680, 33 
Cicuta p uc lül: 1 ntib- kiüh er -kröpf fef. Sileoo mffata] u, ct.) aufae* 

angifteten $orm cBXaßöuj) an. ^onetifd) ridtftfler roäre ttaolji In biefem ^afle 
*crXdflo£, ba im Spatgrfcrfjiidien jmet Spiranten nidjt nebenemanber eitleren 
fönnen. ngl, £KUjibaFtä, (ftnlcttimg lGi sq. Sie CautDcrftitbuna -t\- ijat fidj 
önränffiin auf aricdiifrf)enr ©oben 411 -kA- öctänbcrt, roorfiber Vorläufig ^afctöafis 
(SinL 10H nattyiilcfcii tft 

" @inc anbere (frflätung tft mir ct[t bei öer ffoTTeftur eingefallen, tiämltcfj: 
bie ^Intta^rne einer Montaminntion tion flau. vTjunict unb skvoriL-1 „©taat". 
Tonn möre ber Ruf ..tfchwunsi li" erft Dom ©Li&ftantibum Schwunitz nu#^ 
geganflen. 

* Öicrfif vgcIjörigeS a«^ f faitbin. ^iateEtcn bei ftemmrf) ^oltißL*Sf jifon I 304. 

! Jlodi (f. 3 U P^° C^rieflid)) famt aaerbinge Öic Öruppe -ntr- in eüifjei* 
rntjetjen SÖPrtem nidit alt fein. £n bie Ücrtcograplile be£ 3(rifrf]cn gänslt* im 
Sfißcn licfu, toerljftlt firt) ber Oenomtt« audi &em int golgenben benit(jten Ml Spiad)* 
gute qeoenfttier, tpas öcficn irtftorifdje Stellung angebt, ifepttfdi. 

4 58ri ©rimnfeift tSontiafeijt Äreuteröurf) 1 ■Stro&butg 15S2) CCCXVIlf 
Reifet c^ 'Aber Angelina geachlecht ist zweyerley (wylde) vnd zarame. Kraut 
vnd Stengel in der lenge zweier eilenbogen, das vil von den TeQtschen Bftch- 
h «Her nennen'. Do^u ügl. bei Xicfeubarf) eictila bücbulder, bucbolter 
'.tifll ib das knopHein an dem stroharm i, fenter bau. skarn-tyde 'twiidtiebenc 
Umbettifeicn m , f^tueb. bial. tjula "Angelica*, änga-luta, -piba b§. {f QaJf^orp 
II 172). SBeibc Umfceliifcren, Sdjicrting unb Ängeltca, treffen t}in alfo- bireft ^n = 




24 



U. Q cüotmittj, 



ttiebene Slattftfjeiben unb booten Stengel auä (agl. ae. wöde-( b)wi8Üe 
*eii*uta% SBerf. Grafts uz- im Sie- U7f. a; früiuirjb- tidtpfeiffenkraut 
*Angelica\ ufro.).' iEtajü gerabe füt bic Slngelica tfjr tjofjfeu. ©lengel, ber an 
ben ©InUfttjetben eine geräumige äSöl'bung bilbet, itailMBflgfttwfo UJiotiü 
ift, jcigt moglidj erwe ije nodj üjt nnberer ir. 9iame cuinnewg s -mhighe, 
DteUcidjt: cuinneog f. 'chura, paü'. dritten* fauste meftctcfit gäl. 
OWacboin 168) galluran Vood Aa^olica* angereiht merben, faU§ e4: 
gall *Simct' a gehört (tJflt bic tfompoftta curr-galan 'Sinter' [= gallau- 
curra *£nurf}er*, ög(. tumiog Mimer; (Inte 1 , ogf. doppa 'Xautrjerbügef : 
mtib. dop, doppa *mXt Süunbung', ahb. topf; aueft mint. merguU 'Sinter; 
XaucficrDDgcI* u. a.|, cur-stabliu 'bücket': stabha 'drinkingcap ic.'; 
gall-droma, -trumpa 1 'Äejfettcgmmef, ^aufe'j, boc^ tvgt. SDinuceu 
(f unten (5. 25 a. 3) 350 galluaaau ( c Saponam l> ober: uain *cave*V) 
3d) üetmag nidl)t ju entleiben, ob Don l)ter flirä ßicrjf fällt auf 
einen unertlärtcu twftgerm. Tanten ber "Nympliaen', beu beuten 511 



fammett. 33eibe eignen firf) megeu l|tef £iengclf|öbluufl ^ur. Oerftcltuug pcllaUilMC 
SJhtftFiuftrumcnte, SLtergt. bei ^Dicfenbad) pucliila at£ LIbcrfcljuug Don *Sasi- 
buca\ 9fifjb. püke, büke f, ^Bautc" (bgt. bei Sief. als Sljnotnmm Dort 
piichila j, B. trumba, puckel, ptiwgk, bunge (fdjtef. pfund üteöeidjt: ar. 
pung, borfi f. unten; Dfll, ffluße wM f. Bunge, Bach bunge'i, sweeel [:ag|. 
iwegan "soaiuT], swigelpfilTe, tfacA-pryJT, holderpfyfr [in glnlebnuttfi 
an tat. sa(m jbueus, cf. SBalbt f. b.] f Heute etc.) uuTrbe in unfercu &uffltnm*ttx 
bonß gebären im -Sinne bau 'Srommrt, runter $ebälter, $oljlraum* VdbL mtjb. 
aumber). G3 [äffen fidj biet biejentflen SfSötter, bie auf bit 1 ©offteuung 'Sdnnelluuo" 
flurüdEßCben, frfiwer genau fdieiben Don fültfjen mit frfjatuualeubcr Unterlage; bgl. 
nbÖ, Bauch. Packet, Backe!, Pocke, )uo}ii nadi <$atf~£orD, bie 13(5,8« 
obigcS blinke nierban fernhalten (Dgl. nbo, Jj*j. II 48), oud) ae, pung. %l. ßlüge 
f. dd., BUDtya GKä). 1*J,23, 28; über Pauke galMorp B 52. 

1 Sgf.bte?kfd)rcltiuitg bei C. iÜutntDftKfnfbrcf&x. oaerGrbgciuL-djjfU (Serth 
1578)23; R^a. f. jol; a^b. ®ff.IÜ47», 28; JV362 a.8;$ oeftton Öappl. aRftrdjeii 267. 

* Sütcicbain 108 öcrgleidjt tat. coogius *^oblflefäö* 3*. cuinnean 
'nostriP fönnte im 'Sfitne ton 'angiportus* auf 3 ,l F a m mcil & ail 9 mit tat. ango 
beuten; aus bem 5kflriffe eines "eingeengten* fönnte DicMetdit Der üüii "Ttwiterj 
£)ii[>Uaum, ©cfäp* lucrben iDöer gn con-gbhaighim im Ginne Don *39ebaltcr*y 
Dgl. ur>b. ge-fäss). 3}gt. Salbe f. OD. — Solange feine Inui liebe iBtttrr^ning 
nefuuben ift, erfebeint eö müßig, obigeS tbg, *Euen- i *kyün- itadi feiner ®nmbi 
bebeutung $u ßefrageu. 33gl. jeborti 8«>*ji ilppfatafhiöter \$l)2 ©.95 f. 

a iRad) 9Bafbe f. b. fero ift SSerronnötfdjnft mit gut kas, affh, kar 'itrug, 
©efaü* Öettifiar, ötunbbbtc frfyctttt nad) 33J.'i? ^uC'füljvungcn atlerbing^ mein a!# 
'((cgelfflrmiger) Raufen* (O'^onoDnu-^eitlt] geben galt in ben Sebeutungeu 'stoue- 
vase, boiler, rock, pillar-stone*) ^u fein *l)att*, maö tiicüctdjt obige« bodj 
toteber fragtidj matrjt. ©, and) jy.^%. f. kar, kande. 

* IDiefe Seümpofita, in betten galt üimtidieö brbentet ioie n^b. sack in 
sack- p feif 0, dudet-sack, fpredjen mieber $u ©unfteu ber Dan m\& mige^ 
tiommcncti 3 u ! ani, " pn ^ ,1 9 p ' ^fl'* ptim bUdioltw *f:icuta, AngeJica" tu enuaiger 
©eröbtuim mit nb,b. Pauke, ferner bÖu.= ootid, lur unb ne. biaL l r u m p e i - keck *the 
hollow stems ol Angelica s.* (tat 9.^.11 283, 286f; Q,^. f. hunde-kf; 

— WIM ir. gab m. "Stmct' Dgl. übrigen^ ae bot im, bol aurf) (uttb \\vax fauiii 
erft fefurtbät, bßl. nl)b. botticb : 11c. body) "pitcher" bebeutet, Icsuiefleu tuttb 
fjier bie 9(nfd}auunfl *m5lbeu, biegen* (Dgt. oben) DDrilegen, unb ntjb. ufw. bf«ti 
*«aud}* trat ©afbe nidit ju tat. fungor, foitbem &u tat. fugio geboren. 



3lt fte. coUun-i'röh, Qt)b. uoUbt^wuk f njTDphaei'. 



25 



motten in ein (Serairr Dagcr äRüglidj feiten fidj begeben fjeijjt. Seine Über* 
liefetung ift: ©rtgfuSSültfer 297,6 Ahillea (rooljl nur irrtmntid}) 
colloncroh; 299, LI Nimphea colloncroh; 457, 18 Nymphaea 
OOÜoacrog; al}k@fl. III 501/1 Nimphea cullu grensinc; 520, 55 
Niraphus Celle; 562, 35 Nimphea Colrewrz Colerwrtze; bei 
SMejenbad) \. n. Ungula Caballina 1 kalen würz; frii^n^b. npdj (nad) 
33iefenbod) j. öd. Onica, Nenuphar bei SBrunnfelfe unb WÖ|tfet), unb nodi 
Ui Memnicb (in einigen nljb. SSbb. finbet fid) mtd) kell er -würz für 
■nymphaea'; söerroirrung mit kollerhals "©eibetbaff* fdjeint tjtet titdjt 
au^ge) ctj l off cu > koller-wu ra. 

Sind) bei bei (gelben) @eero)c ift bie fefcjr fdjpn unb beutlic^ (eine 
tootäüglidK Slbbilbmtg |. 5, 58. bet ÖruimfclH Hörbarum Vivae Eicoaes 
©tra&burg 1532 unb bei SBeljrfliÄ 4!ebr&u<$ b. eiligem . JÖütomf*, L47) 
trug förmige ©ejtdi ( t| ier aber) bet grtidjt tiamenfrfjaRenbesS Moment, 
ögl. n£}b. see-kaime, ne. water-can, ean-dock (Söritten^o'lanb 
I 86 "from the ahape of its wed-reasei ), lüy-cao (ib. 307), hrandy- 
bortle (ib. 62), fd)ott. bobbina fBobbins are properly the seedvessels' 
ib. 56), baih aa-kande, ffimiltdj 'nymphaea', bei tfpufemg De Virt. 
Herb, c 68 Nymphaea, Graecc Cacabon, cacabas Ueneris (pgl, $üpb,ita 
125 ■ 17), bagu bann raobl <md) nir. cuirinin (bei Stfacbain 104 unerMärt) 
'Nymphaea alba* : cuirin, cuirnin ( a small visscl orpot, a can\* 

9toch alte beut ift rapf>( auägemadit, betfe baä $tmtt (Blieb be3 ae. 
RameuS Ihatf $ei|i (im tefe bemuadj anberS als <Sroect 3)ict. 36 
eoilon-<äröh). SBieraotjl aber gerabe tßftanjeiiiunnen" (roegen iljrer geringen 
Slbnufcung unb bet Dorjujjfcmeife in iljuen mtfgejpcidicrteit Energie unb 
8efonbefftä b« jinittirficn $tujtt)auung) älteftes @at beiunEjien tonnen 
(ogl. oben ciijL huoim(-joli), ÜÖalbe f. DO. cornbretum, alveus), traue 
id) mir megen be3 ©urjeI©olo£i8ntu§ unb ber s äxt ber ©eterimmentng 
feine (Jntjdicibimg borüber au, ob jraijdjen genn. *kolI- unb ir. gall- 
SBertDmibttdwt befielt, unb ob l)ier wittlie§ bie itfebeutuug f §Db,lgcfäjj, 
ftrug* oor liegt (ae, callon-croh raäre bann f&fe9ttfl§fitn§)f unb mujj baljin* 
gefteflt (ein Inffen, ob c3 rätlicrjer ift, tro^ ber autr> fp ganj unb garnidjt 



Obmo^I Mm hex gleiten Qicftalt Der Blätter 'Tussilago* ttnb *Nym- 

protnifeae )ttim\, entlotttn air, gallan-mor *Tus3ilago Petasitos; 

lüller-burr* unb gallan-greanncha^ir "T. farfara* nutfjt nur farölofeä gallan 



pbaea* promifeue fteQen, enthalten uir, gallan-mor *Tussilago Petasitos; 
buUer-burr* ititb gallan-greanncha^ir *T. farfara* moljl nur farölofeä i&llau 
•brauch, «hooffüßl. 3Jloc&öt« 168), — Über Int. taasüägo ttfll.SBwf.n.Q.0. 163. 



* WOt kellerhals taitn. mJe ^u jetgeu märe, vrfprimglitb ötf "Aristo- 
loebia" gemeint fein, bie e&cufoQs eine fbarofterifttftf) enge, unten bandjig ftcfj 
rrtueitembe, «lüteurü^re »Igt (fcod) f. %.*%. 1 367), 

: Dlrmeen Podöir Gaedhilge agus Bearla (Conbon 1904) 210 beräcldmet 
ourt) imfomponterteS cuinneog, -oigef, 'wild Angelicu." : cuinneog:f. 'churn, pail* ; 
bgl bantit lunaittcltiar ne. btal. churn f the Capsula of Nuphar lulea* (93.^f>. 

, butter-charn *Nuphar lutea* i'from the siiape of the Fruit*, i£>, 79). — 
SÖeiut Ittt. oigheannaeh bte ffatbntbiftcl bejeirtatet, bie toegen beS in ihren 
iBlnttrainfem \\d) fatitme Inben 'ffiafTcrei (ugl. d i p s aeus; ne. btaL quat-vessel, *&.;$, 
III 398) labrum Veneris* ^et|t, märe man geneigt, an oighean m. *pan, caldxtm" 
ftttjafnüpfen, ö&cr bgl. bcnicbea ftebenbe§ fofannan-min "Sonchus oleraceus'. 




u« 



l?, Vrtjmann, Qu ae. cuUon-crota, oftb, coller-nuri 'n Trophäe*'. 



ftarcu i'antucrtyUtuiffe, free 9cebenformen gl a^b. quella f. *OueIIc" $u 
(neben 1 = ql\ Volle (ogL &(uge 38b. a f. Quelle, Kot, keck; Staune 
af)b. $ramm.* § 840*3) unb ntljb. coller-wurz, ae. collon-cröh all 
'JöinUcnwirj* (ML flhb. <M. IH 602, 46 Nimphea uuazaruurz, in 
bot J vierer @U. tnterefianteS, ifolierteä uuatarstedi bä. ( atjb. ©II. IV 
206, L8) 6«j. 'SäJafferrrug 1 $u interpretieren. * 



Statt bog — anftatt )aS. 

San 
Otto ®eqag$el. 

3» ben SBeitjeften jkt 3«tfd>rift be3 Allgemeinen ^eutfe^en ©prna> 
ucreinä XVII/Xnn 217 tjabe tdj auf eine SSerwenbung oon ftatt baß 
— anftatt bafj aufmerffam gemalt, in weldjer biefe Äonjuuttion bot 
©intt eines gegenfäfelitfjen märjrenb l)at, uiib tjabe gezeigt, ba§ bie je 
iöerwenbimg auft einer WonftruriiDuSimjcqung rjeröorgegangen ift. 3tt 
©oetfoeS Xaffo II 1 Reifet e3: „anftatt, bafj meine ©cuwefter mit iebem, 
wie er fei, p leben roetfj, fo tannft bu felbft nad) Dielen Satiren raunt 
in einen ftreunb bidj ftnbeu"; baä ift gemixt auä: wäbreub meine 
©djwefter ^u leben weiß unb: ftatt bah bu $u leben weifet. Xen 
wenigen an jener ©teile gegebenen üBeifnielen reilje idi nunmehr eine 
größere $aty mn ©«legen an. Sie wenig bis jefct bie ü8ejonberb,eit ber 
Ofugung aufgefallen ift, $eigt ber Umftanb, bafj webet ©anbers in (einem 
ÜSörterbudj ber $auprftijwierig!citen ber beutjdien ©pradje noerj ÜJintttjiaS 
in feinem ©ud? über ©pradjleben unb ®pracfjfd>äben etma3 barüber fagen, 
nod) mebj aber eine atibete feltjarae Xarfadje: )dwüe)1 ^enne unb ©anbete 
in ibren beutjdjen Söürterbütficrn wie £cinfee in feinem ©prad}tjürt geben 
für ftatt bafj — anftatt (bafj) jeweils ein einjigrS SBeifpiel, unb biefeS 
einzige belegt nidft ben gemöljnlidjeii iSJebraudj, fonbern bie SSebeutung 
wäqrenb, otjne bafj aud) nur ein 3Bort barüber necloren wirb, ^etf< 
rofirbigerroetfe trifft ba§ gfeidie auef) für Gainpe ju; fein einziges ^Öeijpiet 
für anftatt lautet: „anftatt baß fic tttd in ber Q*efafir beifteben füllten, 
fo feigen fie uns ben Urfprung unb bie ©röfje berfetben, ©ellcrt*, bas 
einzige für ftatt bafj: „ftatt bafj et gefjen füllte, blieb er ftefcen." 
Sbenfo liegt bie ©adjc bei $lbelung. 

Jolgenbe Söeu>iele fiub mir weiter befannt geworben laujjfr ben 
Dreien, bie ftänge, ^enne unb ©anbete öetjeidjnen, ie etne^ au$ ©oet^e, 
Stifter unb ^Jlaten): ©ani^ r oon ber ^Joefie, n. 5(jcfcf$8eifl SRatienftl* 
titeratur S9 U, @. 405) : foll ieft fdwn ben 3« l tt»errreib wrfcjroöre«, 
baburdj id) bin gewohnt, bie ©rißen abp!etn;en, ber mir in Sidier^eit 

1 ®d)on 3- ©timm ttatfjte (Shwrea* u»b Sltne, flaffel 1»40, ©. 104) an 
üße^ie^ung ^u ee. collen- ptc. "gequollen* In c ollen- Fe rhö iogl. aterced- 
ferhP) *animo lumido*, bßl. U^b. aufgeblasen, offö, ar-bolgan. 3) od) f. öud) 
S.^. I 51, ivo&u joofil tlL plompen 3)icf . f. nimphea ; pgl. nb&. klatsch-mohn. 



C. 99e^(iflfjc[, Stau fcafc — nitfirut önfe. 



27 






bistjer bie ©tunben fürjt, anftatt bajj rannd*« fid) auä Snft in ÜnUift 
jrtk$t. — Öefftng, Hamburg, Dramaturgie ©t. 26: tHelfeicrjt, metl in 
bem SDHttelmäfeigen aße3 nur auf einer ober groei tjecoorfteerjenben 
^erfonen beruht, anftatt bafj in einen toflfommenen ©ttirfc öfters eine 
jebe ^erjün ein .fiauptafteur fein raüfjte. — ©t. 45 : e& ift an ber 
pfmfiföen ©intjctt Der $eit nidjt genug; c£ mufs aud> bie tnoralifdje ^n 
tommen, beren iBerlefcung allen unb jeben empfuifatid) ift, anftatt ba jj 
bie SBettefcung ber erftereu bennod) nid) t immer jo allgemein anftöfjig ift, 

— 3t. 50: anftatt baß beim Raffet %iftfy burd) einen 91ing in iBer^ 
badjt gerät, läfjt Voltaire biefen ^erbattjt burefj eine Lüftung entfterjeu. 

— ©oetlje an gelier, zitiert öon Hebbel, Jagebüdjer I 48: bajj gute 
SDfrufdjen meine ©ebtcfjte auflegen motten unb baju bie ©pecialiffima, 
mobei unb mann fie entftnuben finb, ju eiflenttidEjfter ©infidjt unent* 
befirficft galten; anftatt, bafe fie aufrieben fenn füllten, bafc . . . — 
©dritter an ©oetye 21. $u\i 1797; e£ ift t)ter jrfion ein beftiinmterci 
Cbjeft, ma$ ben Gräften ifjrc Sätigfeit nnmeift, unb jeber ©abritt ift tjier 
fdjuii bebeuteuber, ftatt bafj id) bei neuen roljen Stoffen gtt oft leer greifen 
mu&. — ©djilter an $um6o(bt, ©. 118: ba3 Snbiwbiwm befriebtgt 
bnbei ein Sebürfnil, e3 erleichtert fiel) oon einer Soft anftatt ba% cS in 
©«fangen opk anberer Ski tmn tmterm Überfluß getrieben bem ©d)öpfung3= 
orange nadjgibt. — %. äö, tmn ©Riegel, Söerte VI :U: ftatt bafj bei 
ben ©rieaVn bie £mnbluug fid) biü $ut ©nifdjeibung unaufrjaftfam ah* 
rollt, muffen Ijier bie fidi heugtRben Sibf irrten eine ftlienge ryemmenbe 
SüorfflUe tjerbeifiitjren. — oon ;pnfem, ©elbftbiogtapfjie ©. 80 (bei Sieben 
mann, fceutfalanb im 18. $$$. II 1085): ftatt bafc fonft nur $ro= 
jeffe, $amilient)orf alte unb ©dimädfjen bc3 9?äd)ften ©egeuftänbe ber Unter* 
rjolrung maren, fprad) man jefct öon £dtaiifpidern unb anbern ©egeit* 
jtänben ber Siterntur. — ©pittlcr, ®efrr)tec)te be3 gürftentumä |>annoDer, 
I 335 : ftatt bafe bie Sitten it)t 3JJittaß#niQtjt um ^erjeti Utjr cjenoffen, fo 
fom man nun fjäufrg um fiebert ober roorjl aetjt 1% beS Stbenbä jufammen. 

— Sbenba 536 : ftatt bafe etjebem bei) großen fürftlidjcn Jagen furniere 
gebalten unb tfaftna(f|t3fpiele gefeiert mar ben, fo mürben nun geuenoerfe 
präfenttert. — ©ultljaupi, ^rainatntgie ber Älflffiter 243: menn ©filier 
auf bem realifrifcften Sobeu geblieben märe unb auf itmi feine ^unftroerfe 
^u tnimer l)ö^erer ibealifc^er 3Mlcnbung gegettigt Ijätte, ftatt baji er nun 
gemrffermafjtn ddu ber futgegenaefc&ten ©eite aulging, — Sr)oleoiu§, bie 
bebeutenbften bentfe^en Stomanc be* 17. Saljrl), ©- 290: eine SNenge Ooti 
ÄeBenper fönen, bie alle mitf)anbeln, mobwriit bie §auptjod)e nur oerbeett 
mirb, ftatt ba^ fie ou3 fid) felbft b,erau^ rjätte entmiefeit merben follat. 

— ,"pflu*rat(), Jreitfrftfe, 118: um fo ruhiger t/äiten bie Älagen erörtert 
merben tonnen, bte Üreitfcfjfe ^ur ©prndie braute, ftatt ba& bie fßreffe 
ein umgefef)rte3 §cpp ,5epp 5 ®efebrei gegen i^n erb, ob. — .jjütjenlalje* 
3ngelftngen, %u§ meinem ßeben I 27:J: "Über bie gönn meiner SÖentiile 
fragte er micr), ftatt bafe mit in SBetlin gejagt mat, tetj foßte bei ifmi 
bie 33orf^rift erhalten, — ^unftroart, 1902, 507: menn man eine 




SöarfjjdK ftugr rennt, \o rennt man mirflid) nur eine unb fattn erft eine 

Hintragen, anftatt bafj man ftolianten Di?K 5«gen anberer Äomponiften 

tarnt, jubrtfb man bie äHJmbungm eiltet: einigen begriffen bat. — Söübfn* 

brnrh, Eft 85: tueit icrj immer jur «Seite gejelien tjabe, ftatt bafj 

\\> uti tiidttiget Beamter immer nur uorrrmrii fetien umfr. — Mennig, cttoa-? 

1 Qaäpfl (Sfteclam 9fc 3255), ig. 50: bie bijun bie (Snf unb ©an« no| 

111 Dub uoefy floppe, ftatt bafj fe fe mit meer gcjdjeibcr b|äte roppc. 

(f$ finb immerhin nur oerftreute "öetfpiele. 316er gerabc borin )d)eint 

mir bn» 8ctmu$e ber tfüauug ju liegen. t£« Ijat fim offenbar fehl 

fiiU'iitlnlin 3pradiijebraud) cjerau^gebilbet, b. tj. ber (f inline, ber )o 

|rtimbt, tut e3 nidjt, toäl er e$ uou anberen gelernt bat, fonbern bie 

tfWifdmitfl Witb bei jtbeifl cii^cluen s Jftai auf 3 neue »ofljogwi, ftels mit 

htm gleiten CErgebute. 2Benigft«i$ fanit idi bicjeit Vorgang für ruidj 

Irtbei frcgfttgeR: betm Sprechen mie beim Sdjreibcn ift mir ein fotrfjc* 
i.itt bafj bteroeilen unter gelaufen. 

„Die JUmnigfalt" bei ttoetbr. 

8011 
Dieinrjolb Steig. 

3n ber „(Sampagne in granfretd) 1792" |ei|t e3 itatf) bem erften 

Erliefe Oom ftatjre 182*2 0. 301 («ßempelfort, ^ooember 171*2;: „3)arau* 

| mir bie Lirpolarität aller iäücfcn tjeroor, meldie bie uneitblidje 

Manuigf a(t ber (Srfdieinungen burrfjbringt inib belebt". 3)iefelbe 5orm 

k» femininen ©ubftantip* tja&cit bie Wiener ttuigabe 1822. 2. r >, 

unb bie Ittfatfc [eUler ,£>anb 1820. 30, 201. (Srft bie nä^frjä^rigi 

Vtu*gabe 1880. 30, HKS bietet bie geirjöEmltdK Siibung „ Wannierjfaitigtetr. 

$n$ ©ubftantit) „bie Diannigfalt'* tritt uurTfwilidj al3 folcfjeö in 

bni neueren ©DCtljenu^gaben ttitfjt rettet fjeröür, roeil bie Herausgeber, 

I bie ber £>cmpt'lfdieu uub ber SBeimarifdieu ?[u$gabe, beut 3ubftantm 

iiHnid)falttgfeit J ' ben SBorjug geben. %a, bie Scimarifcr)e jdjeiut bec 

„flKauuigfalt" nid)t red)t ,*u tauten, nad) bem, maä ber Bearbeiter bd 

OanwS, ?llfreb ©rfjöne, in ben fleftuiieu (0. 345) baju anmerft. 

„G# ift", fagt er bafelfeft L898, „ferner gu entfebeiben, ob bas überaus 

filmte ©ubftantiü 'bie 3Rannigfült' (in ben brei erften ©ruefen) oou 

teoc&c aüfid)t!irt) gebraucrit unb erft (in km legten Erliefe) mit bem 

geläufigen „SKannirbfaitigtrit 11 oertauje^t morben, ober ob ti urjprüngUdj 

nur burdj ein SöerjcljeTi, etma burtfj eine minoerftanbenc Drt^ograpMf^c 

3)ntcffLirn'ftur, in ben Xejrt (dou 1n22) gelangt uub iiadjmalä (tu bem 

pun 1830) ausgemerzt luorben ift. SBeitcrc Stellen für *bte ^iannigfalt 1 

babeu firf} bei ©oettje nidjt auffiubcn [offen, unb ©rtmin SißJb. <i, 1 ~" s ' 4 

fütjrt bafür nur einen einzigen Öeleg nu aus H. oon Minima im 3a^re 

im i; eefc^ieuenen ^ronenmtidjtern I, 44M." @anj neuer bing* ^at aber 

bod» ^ttfreb ÜJoöe in 0. b. .peUen^ ©oetrjeauögabe 2S, 155 „U'annigf alt" 

irt ben fagl gefegt unb ba&u ©.290 bemerft: „lÜramugfalt: formal mit 




ffleinGoib Steiß, „Die SÄanntefdt* bei Qioelfc 



29 






©tnfalt forrefponbierenb, jdmn öorbcm öou 9(mim o. Stririm unb (in 
SBeimar) Sbariotte üdu falb gebrannt", 28ic iuSbefonbere bie 5Bc= 
merfung über bie ftorwfponfton mit fr ®infalt" geigt, bie 9ftorift §enne 
fdjon L885 an ber angebogenen stelle bc$ ijeutfdjen 3öötterburf)e§ mait, 
nerfügt 2to*>e über bn$ gleiche Material fftf ©djöne; nur tragt £oue 
norrj ba# Seifyiel am* C£t)ar(otte oon ffatb mieber ju, anfd)eirmib nad) 
©anberS' ©bricrbud) 1, 406, ber aufcer Slrnim nodi Slj. o. Salb, unb 
gToat auä ^SafleSfe« ©duller (1,3561 jitierte. 

©rüiibe efi mit ber gäujigfeit ber „Mannigfalt'' wirflia) fo übel, 
rote ©djöne, ober nirfjt mel beifer, mit Tow meint, fo märe ü aUer* 
btngä mit biefein SHJorte ÖJoetfieä tudtjt jelji glänjenb befteflt. 3)a$ Klüftig* 
©oetfje^Sörterbudi mürbe c* »ieUeicrjt in feinen ©palten mit einem Tyrage* 
geilen üetjeljen. 916er idj oermitg bödj bie „SRcimitgfalt" nod) öftev nad)* 
jtmjrijen unb 511t ©idierung öon ©oetljeS (Sigentnin beizutragen. 

?lte td) 1891 ,§erber3 ^3rei£fdjrift über bie Urfadjett be3 gefundenen 
$cfd)matf§ öom ^faljre 1775 Verausgab, tjob idi au» einer §aubfrt)rift 
iSitphrnte lUulaabe 5,60t 4 ) ben mir bamaU tntcrcffaitten ©a& aitä: 
„(imbtit unb3Jtannid)faIt frfiuf beu ®ejrf)mad, ©djänijeU". §erber t)atte 
bcfelbft baä fur&e, ber „©iuljcit" entjpredjenbe ©ubftantirj M Manntd)fa(t" 
rigentjänbia, au3 bem rmrtierigeu Slbfeftiü ,,Manmd)faltia.e3'' Ijcrgefteflt 
2Öenn tn ficcbesf erftet SlnSgabe borti „SOtamiidjfattige^" ftel)t, fo rommt 
ei bafjer, ba& ber irurt nad) einet nnberen, nämüd) ber ber Miabcmie 
eingemdjten, ^anbfcfjrift erfolgte. 5n ber jroeiten anfinge ber ^rei*jd)rift 
1789 ift ba3 gembtmlidje 6ubftanttr> eingeführt: „Sintjeit unb 9J?anmdj- 
füttigfett paarten iirr): ba roarb ©efetnuarf, ©dmntjeii!" 9Jcan fieljt, baß 
bie (Sntmidlung biejet £?erber[tette ber unferer Öoctbeftettc ärmiid) ift. 

$ai CBrimmfdie ©ortertwdj, ober ©eune, füfirt an ber bejetdmeten 
©teile alterbingä nur einen einzigen #3eleg aus Arnims Ärottenroadjtern 
an, ma§ ja aud) für baä ©ebitrfnis be# SörterimcbeS genügt, immerhin 
ober unjurcidjenb ift, ba ©anbers eben 1860 aufrerbem nod) bie 5öcteg^ 
ftrflc aus ber tl^, ö. Äalb beigebracht t)atte. ©d)on fügte id) aber bamate 
ju ©erbrr (5,731) eine meitcre ©teile auä ber 5'ritb tingln ad) t in Slnüm» 
©mtergeirtett [Berte 12, 151) (jin^u: 

i""v lernet öer ©pradjen HZannigfaLt, 

eu ftflgen imd) §§t m allen, 
t lernet aud) eine, oie fetnem fdiatlt :c. 

?luct) in ÄnronS 'ißäpftin 3o^nnna (SBerfe 19, 385) lieft man imfer 3Bort: 
^pnt eitrti &er -sperr Im 'Jkirtituut fid) t-ierfunöet, 

tu feiner (Ernten fdiöncr SRanntßfalt, 
evtiinbet itjn E>ca Ernten nnö tcguinöet 
^it freien QJflben aöttlidje ©eroalt, 

Tiefe ©teßc a6er bedt fid) im mefentlidjen mit ber in KrnimS ßronen^ 
»ä^tem (SBJerle 3, 44^), mo e§ Reifet: 

Aat Sud> ber |>err im ffleidjtitm ftd) rierfüftbet, 

§11 feiner Satten fd>öncr SHaiutigfaU, 

»erföntyet ihn htx Seit, bn ©ud> entfiinbet, 

3n 6em ©efrfjenf übt flöttttdje i$vm\i 



M 



«Hetn^olb Steift, „®te Wanntflfair 6et 4$oet|e. 



~ 



Xie betben lefcten 3* u ß n tff* ^CrniinS für bie „SJtünnigfnlt" f rillen alfo in 
eitiä pfamracn. T>ie ^iäpfttn ftotjanna ift abec bicl früljct ols bie 
MroNentüüttjter, iiub bo3 3euani3 Strnimä für bie w 9R«mtflfalt*' gebort 
fomit in bie 3 ctt 0üt oen SreiljeitSrr legen. Xicjc $luäfürmmgen über 
?lrnim mawit oesrjalb nlitig, »ueil ©cmber* juerft bie ©teile itt ben fironen* 
roädjteni ititfjt au$ ben SBerfen felbft, fonbern oul Sötlljrfra Söaeteraugeti 
Xcutfdjejn X'efebuefye (2, 13SO) aulgefjobeit fjotte: eine eigentliche ©infidjt 
in Ätnrort Serie mar aud? 1S85 für bnä ©rimnrjdje iBJörterlmd} unb 
fptiter iticfjt genommen motten. 

%[\o ber äetifolge und) fiitben mir bie „IDfanniaJQtt" bei Werbet, 
Slrmm, ©oett)c. Qu ifnirn gefeilt fidj norrj Gljartorte oon &alb, 3(f> 
fnmtte il)t 3eugm3 lange audj aus bem in ben 9ceuen ©oebefe oem v JJ?a£ 
Äod) gelieferten l'eben ©crjtflcrS (5, 2S), bem,>ufülge Gljarlotte Dan Malb 
üUev ©filier fagt: r ,3n bet 531üte beä fieberte bejeidjnetc er bee 28efen3 
reiche flRamiigfalt". 

§lbet anrt) nod) ein teuerer menbet bie „Ußannigfalt" ferinftfteUeriferj 
an: nämlicfr) ^fiilian @d)mibt, utib fDubcrbatcrmeije gcrabe ba ist feiner 
©efrrjicfjie ber beutjctjen Sitteratut (4 450), mo er ?Irnim§ Eigenart p 
fditlbern fud)i, unb beffen SBmrergarten mit ®oettje£ Söctttbcrjatjreti in 
iöergleicrjung ftellt. (£r fagt: „$(rnim bat fiel) mit ollem Aufgebot ber 
$t)nntafie in ha& 16. unb 17. 3ar)rf)wibert oettieft, in ben närafdj 
oerftänbigen ©imi, bie burdigebilbete ietailemüftubung unb bie etjtbar 
groteSten Sik'frijäftigungen jener 3cit; e£ ift etne grellbunte SDtaunigf alt 
bei gfofBttt", 

ÜKeljr SBeifeiele für bie /Xlinnmgfalt" tjabe ittj im fingen Miefe nia)t. 
3di ^roeifie uidjt, bo| bar auf fntjnenbc Üettüre weitere Belege nartiroeijcn 
wirb. Slber bie bcigebrndjten bflrfcn boctj fa)on anSrndjen, um baä ge= 
redtte SBor&mibetifein" be3 Sorten in ^ßroja unb Sßoefte Don jebem 8er = 
baftjt ^u befreien. Wtt et um bei Julian vadjmibt im beton fete ^itnoirfmtg 
SfBtnl tttoSfym, müßte rtft redit bie nod) nid)t erlofdjette ^ebensfraft 
beä SBorte^ jugeben. $)af)er toirb ftd) au^ für ®oetlje ba^ Urteil um- 
bre^en muffen: tüetl „bie 9)caitntgfQtt" ein gutes, tuetmgleic^ jinar feiten 
fluftretenbeä ©ubftontio ift, jo fteft eä auch, in ©oett)e3 brei erften Druefen 
ber (iompagne in 3franheid) gut unb rtdjtig; unb ^flt erft bie WuSgabe 
oou ISriO bie geroörmlidje „SJtaunidjfaltigfeit", tuer Cöei&, ob mit @oetfie3 
553iflen unb 3 utun oer urfpcünglirrje, gcttJaijltere Stu^brucf ^ugutificu hti 
fleioö^nli^eren aufgegeben loorben ift. Sie bem fei: „bie SHonnißfalt" barf 
itjren e^dtc^en $lo^ im fünftigen ®üetrje*3SÖrierbucfie oetlangen. 1 

1 91»t bet Soüftöitbiflfdt fjof&cr fd nmnertimi^ninic nocl) cm'öttnt, bau in 
flam anbrer 40elfe »watiigfolt' — meift alQ geiiittim, a&ei auü) als tteurrum 
— ben Cläütnnagai öcö iHiubeö be^ctdinct, uiie man au6 Stbmcller^ SBane- 
rijrficm aSörtcrbucfje (1,1605), ou§ Tlaxiin nub Sienfiorte Börterlmrt)c bet 
clfuffiidjeii aitunbürten (], 115) nnb fouftöer erfeljen lann; oud) bebentet itad) 
©ciimeüer nm felben £>rte „bie 3Kantsfa[f (fc. Sfcty ben 9tuJfTufe be@ Xegenif 
fees in ben 3tm bei SÄofenbetm. 




ffiugeR Sorfr, GJtönäenbeä QBfcttft. 



31 






<T>Läit;rtik$ €lenb. 

33<m 
Sugen SÖorft. 

b. SB. II 1901 & 69 bermutet Giombert, bofc Oket^t 
burd) eine ©teile 3in§ettborf3 * m ©ejaiujlmd) ber SBrübergemeinbe („ein 
(na^tifid ©tenb") jum ©ebraadj notfteljenben StuSbruefe angeregt morben 
fei. 3Die Iatjad)e, ba)3 betjelbe Shtfbrurf (itacfj 3fmr. f. b. b. U. XX 1906 
©. 721) audj bei 3ung 5 ©tilliug fidj ftnbet, brntfytc mirf) auf ben ©ebanfeit, 
bajj bie Duelle für biefen VluSbruct tüefmeljr in einem oon ber ©trafc 
burger Umgebung ©oetljed bcfmibera gefaxten SBudje ju Jueben fei. Saä 
tag ba notier, <t(3 an ben Vicar of Wakefield 1 §a benfen, ben $«ber 
in bem ©rrafjburger Greife jjiecft belnnnt gemattjt t)atV 3)iefc3 im 3a1jre 
1766 erfdjienene SBud) iji \a uon Stnfang bis ju @nbe ntc^tä anbereä 
olfl eine $ert)errUrf)ung beftfyeibeneit länMidjeii ©lücfeä im Ötegenjafc ju 
bem trügen jd)en ©lücf, bai beä roadereit Srnibprcbigerd eitle §rou unb 
$öd)ter ddii bem gtafefa unb ©idjmeffenrooflen mit .^öljcrgefteflten t& 
träumen, einem ©lücf, bad in SBirltidjteit nur ein glänjenbeä (Sienb ju 
nennen ift — eine ©itmc3rid)timg, gegen bie Dr. ^rtinrofe bcS^atb aud) 
mit beut Stufgebot feiner ganzen fflerebinmfeit au ftclbe jtcljt. $)a$fe(be 
Snenw — fdjeinbare* OJlürf bei roirfTidjem Unglücf, ober wirfltd)e§ 
Sfenb bei äußerem ©tan*« — fetjrt bei cäölbjmitl) in allen S5nrialipnen 
mieber, fo in feinem Traveller (1764), in feinem Deserted Vilkra (1770). 
Unb Nm3 war @otbfmitf)2, biefei fümglid)cn SettletB, Seten fetbft, aud) 
in feineu beften fionboner Qütm t nnbcreS a(ä ein „ßlün^enbeä (Slenb"? 
£)er Stuäbrurf fetbft begegnet in ber bem Sßerfaffer iMNllegeufeetl 
beutfrfjeu Überfe|3ung (jfteclnm) nun freiließ niri)t, rooljl aber eine Steige 
Hon ^Beübungen, bie uidjt nur itjrem 3n^aft, fonbertt teitmeife aud) Üjrer 
j5orm nadj, *ur ÜBerroenbung be§ ber bcutjdjen Sprodje fdjon norfier 
befairaten ÄuÜbracte anregen fpnuten. .tiajütei Iüi „9ßein ^aupiaugeu* 
mer! mar besljalb jefot barauf gertd)£et, ben ©totfl metner ftnrailie p 
%er Sage rjcmbjuftimmen; beim id) inufjte roof)!, bnfj SBettelft o I3 ba8 
leibhaftige t^lenb ift" (to bring down the pride of my family to 
tiieir circumstances; for I well knew thar aspiring beggary is 
wretchedoess itself, ögl, Traveller 277f.: Here beggar pride defrauds 
her daily cheer, To boast one splendid banquet otice a-year). 
(Sbenbit: tr 5Sir finb je^jt arm, meine i'ieblinge, unb bie SSei^ett gebietet, 
bafj mir nn^ in unjere befö^räufte Üage fdjitfen, Sa|t unl ba^er o^ne 
SKurreit jenen ©lanj aufgeben, bei bem fn niete etenb finb, unb in 
ntfbewn Ser^ättniffcn ben ^rieben fudjeu, mit bem Wk gßWffidj fein 
tonnen* 1 (tbose splendours witli which immbers are wTotebed). @in 



1 3tti«t)iel ©oetrg* bem öerfaffer btefe^ ®ti^e3 überr>auf)t berbantt, $at et 
nriebet&oJt felbft bemerlt, SSgL GcTermomt ltJ. Dezember 1828. 




32 



(fufltn ©prft, ®[nmenlw* t&Unft. 



ganges Äaöitel (X) fjanbeU üon „The Miseries of the Vqqt wjien 
they attempt to appear above their Circumstauees" (and) alä to 
cope with their bettet», pretcnsion to gentility ober für-; al* Otiten- 
tation bejeidwet). 9(u$brüife »nie harren splendour (Des. Vill. 2S6), 
glaring impotencc (ib. 284), plcthoric ill (Trav. 144), harren pomp 
(ib. 406) berühren fid? ebenfalls mit bem f roas mir als gjän£enbes @(ertb 
bcääAnen, 

3m übrigen raub and) in ber beutjrfien ßiteratur ber üorgoetlitjcfjctt 
3eit ba§ 2teblmg$ttiaun ©otbjmitlj* flerne bctjanbctt loennglridi bei in 
Srage fte^eube «sAfecndl faum einmal gebraucht wirb- £>«füt erjdmneu 
nnbere $ünnu(iernngeu. So jpridjt {wgeboni in jeinem $ebidjt „<SJlüct= 
feligfcit", an beffen ßn&e bic tfnbel mm ber Jydbmmis unb bec ötabt* 
maus 1 er^a^lt tntrb, non bem , f "5lf lex atürf '* bes ßacnB; Don „um* 
mölften JpÖrjen", dqu „rauf eben beut @HürT\ ba3 „üon ferneren 
39 ü eben nicht frei" ift. 9t. ö. fallet fingt bon bcr (Eigenliebe: „DI 
ba& \k bod\ jo oft, oou ^artem (Eifer bliub, 5n eingebt! b'tein 05 Lud 
ein tüirfüd) ßlenb ftnb't!" (Über ben Ursprung be* llbct^ HL iöiiöV) 
Unb öob- BMÄr. greiser m\ tSrmiegf (1731—58) mafynt: „0 lerne 
roaljteä (Blücf Dom fdljetjert Bd) immer trennen!" ((SSebirbt „^er 
Sinteratonb"/) 

3n ber uadjroertberi)cb,en Qnt oerbienl eine Stelle au§ Santö 
Sfritif ber Urtettättöft (SMjrbadjfdje Stuf gäbe ©. 324 f.) befonbere ör- 
mä&nung: ,.£te plagen [ber AMturJ ober roaiftfeii im ,prtid)ritte 
bereiten (befjcn 'pöbe, menn bcr <<pang jnm ©Jttbef»rlid)CH feftoit bem Un* 
entbehr! ietjen Utbbrudj $u tun anfängt, üurus ^ci§t) auf beibeu Seiten 
g(cid) mä'djtig, auf ber einen burd) frenibe GJeiDaittntigtett, auf bet 
anbern bturr) innere Ungenügjamfeit ; aber bas glänjenbe (Sleub ift 
bodj mit ber Sniraictelung ber $aturan(agett in bcr üttenjdtengattuTtg wr* 
bnnben, unb ber ^roecl ber Üftahir jefbft, meuu es gletcb ntrfjt uitfet 
$md ift mirb botf) Riebet erreicht". 



AuMuiht 1 -'. 

Eon 
@. Saift. 




3>ic romanifc^e ©el'djidjte bee 28ott« [äjjt fiet) rjente ctroaä fdjärfer 
beftimmen, eis es $ie$ unb Bütten rjof mbglidi mar. 5£et in ältefter 
3ett auljct)(iejj(id) rerf)tsroi3rtti^e @e&raud) oon amba^cia mürbe an fid) 
niebt gegen felttf^e |)erfunft jpre^en, ngt. T1MQS, Stber bie meromingif^* 
farolingija^e Scbreibun^ ambasia, ambassia, ambascia, ambaxia, niemall 
ambactia ber ßej Satica, ^öurgunb. :t. tjerträgt jidj niajt mit ambactus, 

' %n ber 3;riactfdjcn ^erpon biefer pa6el (1740) ftii&et ftd) jebrnfaa* eine 
beT erften Sermenbungen unfetf« aa«brarf#. 




*. Sflift, Stnbbaljta. 



33 















fann nur iss nietnen, haS aus x, ssj t scj eutftetjt, nii^t aus ctj, ganj 
abgeferjeu barmn, bafj bie bei gemeinromnnijrf} o. gemeinfranjöfijcf] erbmörtlid) 
feltifdjem mb irgenb einmal ju eTttmrtenbe Limitation gu m niemals 
öoifommi. SBir fönnett bie Sautform mir erflären, tuenn mir annehmen, 
bajj gennauifrfje# htj m andbahti, andbabtian eine etmaä anbere ffint* 
luitfiung narjin alä ctj, roa3 mcijt roeiter 51t belegen, aber prjoneiijcti burt^ 
eil» benfbar ift. ©lei^) anberen farolingtjdjen föerfftsioorten ücrferjimnbet 
ambascia mit bem @nbe beä 0. 3af)^unbertä in Storbfranfreid) faft oofl* 
ftanbig, Xucange belegt ©ubftant« unb ©erbum nirfyt meljr nad) ^ötl 
b. (Einfältigen; in 6übf ran tretet) unb Italien lebt eä fort, amhusciare 
ergibt bort ambais&at Slufgabe, $emrf)tiuig, bjer warb, neben ambas- 
ciatÄ, in ambascia ba$ grofec SBort für eine bringlirtje Aufgabe jur 81 tem* 
not, ($>ie£ bei feinem Sebetifen gegen eine folrfje Übertreibung überfolj, 
bafj fie bei öulgater Spermen 01mg cincä factjjpradiltdjcn &:ort* burdiauS 
möglid} ift unb ber ÜBergfeidj mit travail liiert pafjt. ©ei Körting ift 
bie gute ©tnmologie 3)ucnngeä gonj unterbrüllt jugunften ber lautlid) unb 
fyiftoriid) uinnögtit^en be3 (Iricuä, bie burri) Slnnalmie einer öeeinffuffmig 
üon ö<patria buraj fyqmms feineameg* öerbeffert wirb; bie eben fo fdjledjte 
aus auslas rüljrt nidjt bon (Saij t)er, foubern ift bie in Italien aftEier* 
lömmUdje.) (Srft aus Italien erhielt ätorbfranfreirfj in ber politifeben 
QJefdiäfläjpradje ber 2, /prüfte bc§ 13. 3nt}d)iiubcrt$ amtauttte, ambas- 
seour $uriicf, ^uerft bei s Mqxcd ißolo unb Smnetto Üatini. Arabaetus 
tonnte mau iu bem üon £)ie$ richtig t>ier|er belogenen abait, abah beS 
©irarj finben, bie iöebeutung SRidjrer aber roeift mieber auf ba£ germa* 
iiifdie Sfrdjtsftbm, ampas im ©uillautne be v #ü(eruc, ba3 ©rfjeler §er»or* 
gehoben rmt, reimt mit ftammtinftem * auf bm imb ift fämerlitfj ridttig 
überliefert, $ilr bie romanijdien ©ptadjen ift ba» SSiort ein germanifdjel, 
baä (Sd^manten jmifdjen amb&ht unb atupaht im 2H)b. mufj eine anbere 
llrjadjc tmbcii als bie etroaigc te(tijd)e £>er fünft, bie ja and) für mi<$ 
burdjauÄ ma^rfrfjeinÜc^ ift, 

€b Sep fal. kap. b t 6 abantonia in ambatonia forrigiert unb mit 
Äetn al« ÜJienftmaflb über £)anbmerf£mann erltärt merben barf ( ift, mie 
nae^ bem ^ufßinmen^ang, auitj nad) ber Öilbung ^örijft ^roctfel^nft, 
ha* fömafy romanifdie ©uffij -onea ift abftratt, ivrog:ne (ebriusj erft 
au« ivrogner gebogen. 9(nmer!en möd)tc idj uod), bafe vassus nitt^t etroa 
etenfo mte aiubascia beurteilt werben barf, bei ^ur^gang burd) ba$ 
föetmanifrbe mürbe ba% 3Sort in ftranfrridj antnutenbe^ w aufmeifen. 
3uge^prigreit gu ftjmr. gwg« t)atte ich für fidjer, doronäiiftellen märe 
natürlich in einem melfyobiftfjcn romanif^eu SBörterbitc^ bie gallD^nteiuif^e 
unb nidjt bie hjmttfdje ^üxm, $&rtfng£ Einfall bassus bebarf feinet 
3öibcrlegung. 



öf»w. ix, 




34 



Q». »atft, ««rniffrt. — *ti<tjar& äfl. 3Reöer, ga^nenttjorte. 



JUmiffel. 

S3on 
©, SBaift. 

ßarniffel, bol $, ©rfftober, Stretfformen S. i>2, als mfigierteS 
Ämiffeln betrautet, bürfte al£ £aupt!arte im 8piel fauin rum bem 
frfttiäöfifcficn mornifle p trennen fein. £ie$ bebeutet im 1 6. Sfaljrljmibert 
eine ©equenj Don 4 Karten, (jcute eine öacfpfeife mit bem §anbrütteu, ba§ 
tft ben öier Ringern, $3te ja bie $arte jum @d|lng aucb in bem beutfdjen 
2Bort mxb, mtf)t nur tueif man mit it)r „auftrumpft", jonbent aua> roeil 
man bem Gegner bamü eine Perfekt. @3 fielU fic^ offenbar gu nifler 1 , 
f)eute renifler, fefmäufecn, fdjiHtubftt, mit metdjem audj berner jn ber- 
niflor erroeitert roirb; escoroifler gehört fojK, menn aucb bei ber 5te 
beutung jrfjmaroften rifler \. b. 33. gierig jugreifen, f reffen eingeroirft Raben 
mag, (Solcbe SSorie ber nieberen ©pradie uub feltener Sautfolge jpiden 
in gorm unb Jöebeutung ineinanber ^tnütjer, mic heile für befe auf 
nefle für nifie gereimt roerben tann, unb gemistt ipirb: Mes ennenüe 
ont mon Jas euer riflö, EseornifU 1 , celt>, miissi'-, nifle, Et berniflk 
©I tonn im ftartcujpid eine gau$e Steige Pon -oifte gegeben I) oben, melden 
mon juerft crfimbcn t)at uub warum tonnen mir nirfjf miffeu. @# genügt 
tei folefieu ©orten, bie gemacht roerben muffen, bie äufserllcfjftc unb atbernfte 
©Übung, wenn fie nur gebädjrmSmüfeig gut tft. 91m erjefteu mörf|te idj 
au baä alö (Spiefermoit mel)rf ad) unb alt belegte querue, came, Duatcrne 
bette. 3fmmerfjin mag borauf l)ingerotefen fein, bafj escornö au§ uuge- 
fätjr üerblitfft fcijjt, e^cr angeblafen a(3 nbge^nadt. 9Iltfr. pauifJe 
iiumpeu, Stufe nenne id) nidjt mit, meil bem einen ©eteg fünf panufle 
gegenüber fielen. 25orf) erinnert e* im£, bafe ben Äarniffel, fearnuffef, Aar* 
nöffel entfpreccjenbe Varianten gmifdjen -ifle» -ufle, -oufle (maroufle) 
and} jrfjon franjöfifd) benfbar finb, ogl. nocfi fitbfe. tartifte, im Söerrrj 
tartufle Äartoffel- 

/abttaroorte. 

@ine anfrage. 

$on 

Sftie^. P. Steuer. 

2)panbPafoniPüfita finb betanntlid} im ^eutjcfyeti feljr fetten, rote in 

ben neueren ©praetjeu überboupt (pgL meinen ^tuffo^ 8fb^l. 43, 158f,). 

fiebenbig unb ^tobuftiu finb eiQentüd) nur ^mei älaffeu: bie Sdjimpf* 

mortc uub bie ^arjuemporte. So nenne irii fo(d)e ^äliuoribibilöungeii, 

bereu iöeftanbteife bie einjetnen Sorben einer $ai)i\t ober cinei ©ecjilbea 

beäeia^nen: ^frfjmarj'mei^' 1 u, bgl 

1 ®e§ört mit engl, sniff unö SBenunnöteu jufammen, unb malt Den Geim 
!Dura)6£ofcu bet Saft imtd; bt« toereiißte« Kofenlödj«! entfteöcnbeu SRct&etaut, 



«, SRaaö, £ic 3ufa»iimtttfefeunßen »on „Qifytx". 



35 



©rroaerjfen ^iitb fte natürlicfi au§ formet haften Serbinbungen ^mdec 
^arbroorte, roie fie fdjon in ber altgcrm. Didjtung begegnen (meine 
UÜtgerm. s J3oefie ©. 207), bort freilief) unter Verteilung auf oer[<f)iebene 
©ubjefte. ©ctjon mfyb. fommen aber bie afmtbetifd)en SSortpaare btefer 
%ü cor (©tegürf) 8[. f. b. äflortf. 3, 41), Ä . ©. swaiz-gel (ßejtet SÄftb. 
S6. 3, 244). 2)icfe SBilbungSiueife b,at nun junädjft ju fonfurrieren mit 
«iner betermmatröen: „braunrot" ift bräunlich rot, [etjioar^rot bagegen 
teils fdjroarä, teils rot. ©ic fmt firf) aber allgemein burr^gefe^t unb fid) 
fogar auf breigltebrige SSitbungen ausgebest. 3m ©injerS jdjönem 2ieb 
jjeißt eä norf): 

■ 3)a$ 53anli ift aerfänitten, 

Soor f$tMt& rot und flolb, 

<tber „©c^roar^rot-golb" mar bamate fc^ott läitgft ein fefter SBegriff, p 
bef|en ©ntroicielung rooljl bie franjöftfdje Sritolore beigetragen rjat. $iel= 
leitet rjnben M '5arben*Ojmuora'' roie „ftrjroar^roeifj" auf fo djararieriftijdje 
ÜRcubilbuugen rote „bUteijüfc" (»gl. nllg. SBilmannfi %>. ©r. IT § 401, 
roo aber nirfjtä jur ^iftortidjen (Sutrotcfefung) eingeroirft 

ig$ roäre rouniefjenäroert, bafj bie Huibilbung, bie Ausbreitung, ber 
Csmfiuji btefer „jjaljiienroort«" einmal ftjftematifcb inttetfudtf unb bärge* 
(teilt roürbe. 

SSJenn man int D-S9anb be3 ©rimmfdjen SSätterbuc^Ä, ber öon SSK 

®rimm Beforgt im $a$w 1860 erjagten, bie äufamntenlefcungen oon 
Dichter, in benen c* an erfter ©teile fte^t, überbaut, fo mufe fofort 
bie ungeroöfyntid) grofie Slnjafjl ber bort äujamtnengetragenen 93ilbungen 
auffallen. 9icicf)t boeb, bie äitja^l biejer Salbungen bt§ gegen 80 Ijeran. 
Die für ben #xtünb ber beutfdjen äBorrforfcffung erfreuliche £ntfad> mufe 
aber bem Senner ber SBortgruopcn Dichten, Dichter, Gedicht befremb- 
Itdj erlernen; benn biejc jpairotartifcl finb int Üergleirf) ju einer folct) 
ftartlictien Söienge öon 3ufcimmenie^uttgeii einigermaßen unoollftänbig bt* 
jmnbelt ©3 fommt %. 99. ber äÖanbel in ber ^erroenbung bc§ Sorte* 

I Dichter nidjt richtig §ur Geltung (ögl. bie je 3f. VI 233ffA 
335er bann bie Slngobe ber Kriege in biejen betiteln überfielt, mirb 
fofort rjerausfinben, bafj ber rceitaul größte Jeil auä ©ctjriftftcltern be# 
18. 3af)r^unbert3, unb jroar ber 2. £mlfte be§ 18, SaJjrrjtinbertS gebogen 
ift (öon föb. fdjeint nur ©tider unb SDajupobuiS benüfct ju fein). Unb 
roenn fiel) aui^ oon 1750 an, nnt ein runbeä 3atjr atrjugeben, bi^ auf 
bie nenefte Qeit noct) me^r fötaler ©Übungen oer^eid)nen (äffen — ber 

8* 



Die 3ufammcnfci}ungcn uou „Did>ter u , 

fiue (Srgän^itng jum <Brintm(a^en Sßörterbuc^. 

3Son 

SUbrec^t 9Kaal. 







(Srunb foü gletd) angcfülirt werben — , jo ift bocf] intereffant genug, ba| 
melleitfn; meljr neue äuftinnwnff jungen «»9«ttft}t werben muffen, af£ 
neue SÖelege füt bie fdwn bau ©nrnin uerjei^neten SBtlbungen angegeben 
werben tonnen, £iefe Slnnarnne ftüfct ficrj auf bie aus bem fclgenben 
ftd? ergebenbe Tatfactje, bafj auef) and ber ä^t, au $ ^ er ft K jww* 
©rimniicfje Strtifet ergänzt werben fofl, alfo aul bet 3 e ^t üot 1750/ 
fet)r wenig ältere Söelege für fefion gebudjte S3ilbungen oeräeidjnet werben 
füll neu. ©ä (janbeit fttfi habet trief metjr um eine ^errnerjrung Jener 
^ufatrnnenje&ungen. 

©oldje ©intagsfliegen fmb eben gerabe im SBotterfmcf) feftäittjalttn ; 
betin Jie bewerfen ganj aügemeitt btc feftfterjenbe gönnet oon bet SStlbungä* 
fäfjigfeit ber beutfdjen (Sprache. 8* kief™ ©intagftfCiegen finb autt) 
mattete öott beu iörilbent ©rimm aitgefütjrte SBortbilber &u rennen, für 
bie fie gar leine iöetege beibringen föntien, bie ober in irjrem ©practj* 
benmjjtjetn ober bem itjter Jtcuiibc unb iöetannten a(3 gut empfunbeu 
unb im münblicficn iSerterjT bemifot würben. 

$)ieje ©Übungen la^en ficö gerabe |tcc leicfrjt erfläreii. SSeim £■ 9S. 
eimon $nd> !(>4<i (Sit. &er. 130 $ 4s4) in feinem ©ebicht Braut- 
Tante bidjtet: seyd sselbs richter, Hinimelsliechter, weil ihr auch 
geliebt, wie die schaar der tichter von euch Nachricht giebt, um> 
ganj am ©d)(u| bei 33crfe$ be§ Steintet rjatber dichter brauste» ja 
reimt bagegen föift (poet <£<$auplafc 1646 ©. I52f.): ein edler Geist, 
der höher zielt, ein Geist, der Fear und Himmel fühlt, ist jnuig- 
lieh gewogen, der hochgeehrten Tichter Schaar, von welchen 
nimmermehr fürwahr, ein Frommer wird betrogen. £§ mufj bem= 
nadfj ba£ 2öortgebilbe gar nicfjt all eine fompatte Stnfieit empfimben werben , 
fonbern bie anfällige SBortgebung unb 2Bortfteflung bebingt ba£ in fiefj 
loderen ©eoitbe. 35aB ober ber Wm ju berartigeit ©Übungen nicfjt 
einmal nötig ift, fonbern bie jjreüjeit ber beitrfdjen Söortfteßitng ferjon 
genügt, bewerft Bacbdichter, ba$ für librorum imctor in bem Voc. 
lat, germ. 1445 fteht, wririrenb 30 Statpre fpäter im ©ud) ber SBeU 
fpitle ber 7 üöetjen 1481 (Sit. 8b. ß« ®. 2) bafür bie Sluflüfung 
dis bftchs dichter fidr) fuibet. Sir beseidjueti tjeute ganj oflgemetn m 
prägnanter ©ebeutunp. einen v5ucfieuwtrt als einen Spruchdichter, im 
3fatjre 1502 bejcbltefjt ein ^olf#lieberbict>ter fein Öieb ober feinen Sprud) 
oon b*r (5ttilflcht im Nürnberger Ifflalb lüiliencron II 486) mit bem 5Serg: 
Got sei gelobt, sprecht alle amen, dises Spruchs dichter hot keinen 
Namen, gut nätjerett ^cranjrf)nulid)uug feien tjter uod) 2 2)idjterftellcn 
ou3 bem 18, Otifjrtjunbert an^efübrt: ftäfttter 1742 wiber bie poet. Über^ 
fertigen (©c^wabe, ©eluftigungen beä $erft, unb SäJi^ci 3, 238); o 
Dichter, wenn ihr siogt, Germanien zu ehren, laßt deutschen Ein- 
fall nur in deutschem Liede hören, man schimpf das Vaterland, 

' 3üenn tro^bem ©ckgc ttu8 fpatcret ^e\t mit (.'ijiQcFIodjtcn ftub, btemn 
flc ^ut SRurtrtenmg bet regen Wcufäarftmg Don foldjen ällbtmgen, ob« 
iweitexe Selcgr für alte, fefton im 3)i©6. öerjcidinete. 







35tc rfui'ontwHtfc&unöcn won „Dtdjtn". 



37 






wenn der gebundne Geist stets fremder Dichter Werk in deutschem 
Kleide weist unb Xrifler 1725 poet. ^ctrodjtmiflcn (Sl. 1766) IV 284 
da findet in dem Dichterwerke, Der matte Geist erneute Stärke. 

Wenn nun in kr folgcnben (Sinteilimg, roofeei bie 3ufa turnen fieftungen 
mit Dichter an -■ ©teile öorau^genommen finb, ein getuiffea ^ri 1131p gfti 
grunbe gelegt roirb, jo tft in biefem ^ufammeulKmg eine Silbung roie 
Vogeldichter, bie fid) in ®teinE>Drod§ &fop (Sit. 93er, 117 <S. 83) ftubet, 
ausgefüllten. Steinij&roel fe^t aU ©ttfäriutg uMeger verborgner ding 
t»\ijU. 2>ie (ateiutfdje Quelle fr)tu ariolus, roomit ber hariolus, SBcdjr* 
[ager gemeint ift unb tratet bem fieptet ber Srftnbec, Stbtc^ter öerftanben 
roirb. ©aä gleite löerijätmia liegt roof)!, ganj abgefefjen tjon einem 
Gesetzt! ichter = fictor legura ober Zeirungsdichter = mendaciorum 
conciumitor nu* ©reinuactj, in einer ©tefle aus K. ct. ©ta. (Slata 
(2lu3g. 1684) ©. H07 uor: der Echo i*t ein solcher Stimmen-Dichter 
unb in §OT8bfaff ert ®ejpräd)fpieltn 1643, rco @. 349 mit Skindichter 
nidjt ttna her löerfnfjer üott Sinngebidjten, jonbern der Erfinder unb 
Ausleger eines Sinnes 3, 3J- im Ä'artenfpiel wrftartbett mirb. Wogegen 
finben tjier i^re (Stelle ber Schiuidtiohter au£ '^ifdmrt, ben Stieler mit 
cahunniator erflärt, unb ber Z ei tu ugsd ichter, bei ©tieler mit sponno- 
logus, nugator tiäljer gctennjeidjitet 2>tefe beiben ©Übungen bereinigen 
in fid) ben Dichter ol* Erfinder unb Verfü- 

1 . tfür bie Sebeutimg Dichter-Verfasser einer Tiiditpoetijn'ien ©cijrift, 
bie nndj bem Mob. im 16. unb 17. 3nrjrt>unbert txjrfomnit, bient bal 
fcf/ou angefüfjrte Buchdichter au$ bem (£ube be$ 15. Sfatjrljuiibertö unb 
ber im 3)2Öb. nid)t gebuchte Briefdichter. Wort) heuttid)er legt bieje 
Sebeutuiig bie näfjcre Umfdjreibmig Reimendichter ttar; üiellärtjt barf 
biertjer midi Liedleindichter gercdjner roerben. $eibe roetben fyaupt* 
jädjlidj im 16. imb 17. 3a^rt|unbert gebrattrfit; ber Reim und ichter in 
etttmS iuannigfod)er ÜJermeubung : benu roäfirenb Collen tragen (f, bie 
Belege e. 42) Poet unb Keimendichter gteitf} ftellt, in feinen tnbta* 
nifäen Reifen S. 6:5 bagegai ou^brürtfirf) ^roifthen Poet unb Reiraen- 
dichter imterfdjeibet, allerbtngi in roenig burrftficfjtiger 3Seife, oerbinbet 
SHtft bontit eine uerädjtlidjc Sieben beb eilt ung. tfür Befen (ößf, biefe 
3f. VI 256) ftefjt ber Keimend ichter 2 Stufen tiefer al? ber Dicht- 
meister in feiner Stufenleiter: Reimenschmid, Reimer. Keimdichter, 
Dichter, Dichtmeister. $er Reim dichter, ber im 17. 3of»-t)unbert 
«ine gro|c 9iofle jptelt — eine für jene Qtü gan^ begreifliche ^otfod^e, 
man ogl. nod) bie jiemlid) häufigen Reimenmacher, Reimensehmierer, 
ReinibeBwinger — nerfrfinjinbet bann DoEftänbig, möEirenb bie 93ilbung 
iiiederdiebter fid) bi^ beute er|alten ^at. 

3, 1)ie ftro^e 3)Eaffe ber roerteren gujaiwuenftellungen bieuen jur 
©e^eiäjnung einer bestimmten ©attung üon Dichtern, fo a) ber Hof-, 
Theater-, Provenc*l-, Provinzial-, Volksdichter nnd) itjrer äußeren 
Stellung; b) natt) bem ollgemeinen Snrjalt t^rer Didjtiragcn Liebes-, 
Minne-, National-, i^chäferdichter ; c) ein Nachdichter roirb gebilbet 




38 



«übtest ÜRna*, 



im ©cgenftn) §|| leinen ^orbilbern, bie bie Hauptdichter einer ^ottort 
gercefeu fein mögen; ober e£ erfäeint bem perjönliifien (Smpfinben eines. 
äJrcnfdjen ein bestimmter $>icfyrcr als Leib- ober Lieblingsdichter; d) bie 
§auptgruppen bÜben bie ©cjeitftnmigen nadj einer beftimmten £>id)iuug3* 
gattung, mubei mit Dichter mnudjmül aanj anggefprDchenermafjen ber 
Serfafjec einer ^rojafdjrift gemeint fein tonn: Jo ber Comoedien- T 
Dialog-, Dityramben-, Drama-, Epigramm-, Helden-, Idyllen-, Lieder-, 
Lehr-, Oden-, Opern-, Roman-, Satiren-, Schauspiel-, Spiel-, Straf-, 
Trauerspiel-, TragoediendJchter. — (Sine tcbenbtgc, Dtel gebrauste iBilbung 
tft Fabeldichter. (Seiten bngegen finb alle anberen ©Übungen, ofrme bo| 
fie metleiifjt burdj Uinfdjreibungen roie komischer, epischer, lyrischer 
Dicliter roirfjam oerbrängt motben roären. 3iemlieE) verbreitet bagegett 
ttioren äbnlid) ben Salbungen Geschichtschreiber, Historienschrei ber r 
bie fidj fcfmn in 2Brjle£ ÜKinSlatioirtn, bei Butler unb fyauprfädjüd^ 
Äöentin ftnben, bie SiBortgruppen Tragödienschreiber unb Coniodien- 
schreiber. 3d) falk f/ier, ba bei ®rimm für Komödienschreiber 
neben 8tieler nur ein SBeteg au? SBtelanb fidj finbet, einige ©elege 
jujttmmcn : 

fturf^of 1601 SBenbunntut^ fßt SBer. 8, 227) es nemen auch 
die comoedien- und tragoediensehreiber die furnembsten argumenta. 

— SDcorfyof 1682 Unterricht oon ber beutfd)eu 8pradje 8- 159 von 
andern Comoedieu- und Tragoediensch reiber kan Sorell gelesen 
werden — 8, 226 von den Englischen Comoedien- und Tragoedien- 
schreibera sein Bedcocken geben. — 

ftifcrmrt 1575 ©efd)itf)tflitteumg (9ieubntcf) ©. 100 ach welcher 
Plautischer Comedi Schreiber. — ©ottfcfccb 1729 SBerj, e. frit. 
$)id)tfunft (&, 1742) ©. 29 verwegene Comödienmacher, — Söobmer 

1740 SBetradjt über poet. Oemülbe b. Sicher <&. 380 eben darum 
hat man an dem Engelländischen Comodienschreiber ausgesetzet 

— 3. ©. Stieget 1740 aeflf). u. bram. Schriften (Sit. $enfm.) 
©. 25 bey den Lateinischen Comödienschreibern, — ©djmabe 

1741 ©elufriguugeu beä SBetft u. BifceS I 10f> man wird dich 
bitten, einer Versammlung von ComÖdienschreibern beizuwohnen. 

— yiitolat) 1776 8eb. v Jiot^nnfer ©ort. ©. 2 obgleich die leidigen 
Poeten Komoedienschreiber und Romaoschreiber zu sagen pflegen. — 

Gocf/taeuS 1538 Jjeiml. ©efarärf} (Sceubrucl) &. 15 Herr Doctor, 
hie warten ewer vnsere Tragodieuschreyber, wie gefeilt sy euch? 

— gifdjart 1578 (S^uc^tbiuiiicin (Älofter X 464) Daunen her der 
Weis Tragedischreiber Sophocles sehr fein und recht die Venerem 
die Fruchtbare Ehegöttin nennet — 8. 460 der herum t Tragedi- 
schreiber Euripides strafet nicht vnbillicb. — Dpifc 1636 SoptjoileS, 
2tntigonc; £ite(: des Griechischen Tragödienschreibers Sophoclia 
Antigone, — $of tfebeb 1729 SSerf. e. ttii. Si^tfiuift 8. 722 («. 1742) 
eben das ist von der Gelehrsamkeit und Belesenheit zu merken, 
welche diese bey den Tragödienschreiber ihren Personen zu leihen 



3>ic tfuiatumenfc&uiv&en »on „^Miter*. 



39 






pflegen — ©. 30 wie denn alle drey griechische Tragödienschreiber 
sich nicht gänzlich der blutigen Hiindhingen enthalten haben, — 
1732/33 ©eitr. }. frit. fiiftoric b. be«t|djen Spraye t». e. URitfllieb 
b. Öeittftfyen ©ejellfrf|aft 311 Ücip^fl I M ? im * st gewiß, daß ihre 
Tra^riiensclireihor sich fast durchgehends einer solchen Schreibart 
bedienen. — Sdjlegd 1741 aeftfj. u. bram. Sdjrtften (Sit, £)enfm.) 
©• 34 was unsern Tragödienschreiber anlangt — SÖDbmer 1740 
frit ©dradjt. über pwt ©emälbe b- £)id>ter ©. 414 die Tragödien- 
-•■hreiber haben hierinnen dem Homer gefolget. — ©epner ött 
Äfetft 1757 (ßentpd II 213) der Eine hat schon ein grosses Stück 
EÖaa übersetzt, und der andere von den besten Stücken 
aus Plato, den griechischen Tragödienschreibern und dem Pindar, — 

$nä Älter ber einzelnen 3ufamTnen|efeungett ift ferjr üerfötebcit. 
Sei ©afnpobiu! finbet fidj ber Buchdichter (belegt fdjon 1447) unb 
Mehrlindichter; Sit aaler teitnt ben Hey men dichter unb Spruchdichter. 
3m lb\ 3a ^unbert finbet ficfj nwft ber Comedi-, Fabel-, Lieder-, 
Nach-, Schand-, Spieldichter. $>ie cnbern 3 u f am men(e^ungen gehören 
bis auf Liebesdichter bem 18. 3ah,rt)iinbert an; benn fo wenig ber 
Dichter im 17. Sarjrljunbert eine 9tolle fpielt ne&en bem Poet, fo wenig 
fonnten bie Ürabnnten be§ Dichters irgenbitne in nennen! wert er SBeife 
auftreten. 

Sörtefbir&tcr (SEBJb. nicht #tbudyt) brtattut aus t>oc. opt. ÖeS M. gMrb. 
[pS. ©atfernftgü 1&49) f. Suj^ttiäcx. — gerofrfjiu i.um 1340) ©eutfdjorben*« 
duoilif (Sit SBflO 14 b Job, der Kenccler, der seibin brive tichter. 

SB'uctjötditcr CSWi. auö boc. txm 14*2 unb SafcpoMuä; brfatutt au« doc. 
opt. (14 ^atirl}.) = pro&ator = ein brieftichter als ein buelitichter (32,1) 
l mt)Ö. *BJb, bon öeret. — toc ab. tat. getut. 1447 aecomentriior = Buchdychter 
(librorom auetor) "togl, 3Ront 1833 anj. f. Shui&e b. beutföen ätaratit 8,256 
bachtichter = acamenlator ($otab. be$ 15. 3aQv(j-} unb Stielet 1691 ©ud)= 
5«d>tet a= scriptor. 

EiaUgbidmr (3)*ß6. nicht gebucht} «öiclanb 1802 Serfurf) über ba£ 
Xcnofoni. WaftmabJ (Sltt. Etojeum IV 2) Tempel 37, 302 ist das Xenophontisehe 
Gastmali] eine bloße getreue Erzählung dessen, was Xenophon damals im 
Speisesaal des Kallias sah und horte, so muß man gestehen, daß es in allen 
Stöcken dazu ge ei gen sc haftet ist, den Begriff eines vollkommenen dramatischen 
Dialogs darzustellen und jedem Dialogendichter als ein Exemplar der schönsten 
Natur zum Model zu dienen. 

SMt&uram&enöidjter (£2Bb. nidit flcbudjt) fteiber 1767 3r T Qflm*nte 
(^eittpef 19,66) wenn ein Dithyrarnbendichler, ein Pindar, em Barde unter uns 
in diesem Feierkteide sich sehen helle. 

£)ramabid)ter (S>908b. triebt gebucht} Jtarf djtn 1764 ©ebitfjte (Sfürfchner) 
©. 324 groß isl des hrammliclilers Ruf, und groß die feine Kunst, die nur 
em Kenner fühlet. - g $atll 1*21 Ullflrf)tb Soflt * fflorr. (#empel I d) dabei- 
sind sogenannte (Charaktere gerade das, wodurch sich die neueren Roman- 
und Drama-Dichter am wenigsten charakterisieren. 

^ci&elbjrfjter [D33b. oEinc Selen) 1. Verfasser von Fabeln: 'Stein* 
böioel 1480 äfop (Sit. ^er. 117) S. 4 das leben des hochberumten Fabel- 
dichter» Eaopi uß krichischer zungen in latin durch Rimicium gemachet (vila 
Ksopi fabulatons clarissimi e Greco latina per Rimicium facta ©. 27). — 
&o$l 1660 $aftnod)tfptfle i^eubrud) V1U 142 so hab wir vns auch fuerge- 
nümen, Ein schimpfspiel euch zu vbersümen von Esopo, dem fabel dichter 




40 



SUbtedjt ä»aa#, 



flllS bem gftftltatfjtfotd : ein kürezweilig spiel mit 8 person, Esopüs, der Fabel- 
dichter, — ^rünjtä,}* 1672 (jift. 3taudlfaB 1409 und eine Mit-Sclavin Aesopi 
de& Fabeln -Dichters gewest, — ©ammluiifl crit t>oet; ©treitfdjnften $ux 
^OCflc (1741 — 44); 114 und daß der Ruhm des deutschen Fabeldichters bey 
weitem nicht mit einem so heHen Glantz hervorstechen würde — 1142 man 
kan aus dieser Probe abnehmen, was die christliche Religion aus einem 
Fabeldichter vor Vortheile zur Auszierung seiner Fabeln an die Hand gebe 

— 1160 aus der Vorrede der neuen Auflage des Tr, U.rischen Fabelwerks 
zeiget sich, dass sich diese beyden Fabeldichter ihm zugesellet haben „denn 
wie glücklich auch etwann jene neue Fabeldichter gewesen seyn mögen 4 - 
bfll »ad) VM». — Sdjiuübe 1741 ©eiuft. brJ SerfhmbcS unb äBtfceS 16 ihr 
bester Fabeldichter» la Fontane, hat nicht mehr eigenes, als unser Herr von 
Hagedorn. — ittabener 1745 Satiren (9tu£g. 1763) 3.369 das, was ein solcher 
Fabeldichter . . . sagt bgf. norfi Öcrt Fabler in #ar£bövfcr$ £rid)ttr 1647, II 41 
der berühmte Fabler Esopüs. 2. alg rbaraftertFiercnbe UmfrhretöHng für ben 
erfindenden Dichter bei Ken mar C 1667 yoet. ^Tafeln ®. 37 aus dieser und 
andern beylaufligen Ursachen sind die alten Poeten insgemein Fabeldichter 
genennet worden, die durch ihre unglaubliche Gedichte die einfältigen Leute 
nur ui Irrlhum stürzten. 

Jfiauptöiditet ($©&. mit Seife, aus ®oet&e) Qkrften&ctfl 1766 Briefe 
über aJtcrftBÜrbiflfeiten ber Sitteratur ©. 45 da sie also einmal angefangen haben, 
mich mit diesem Hauptdichter Ihrer Nation bekannter zu machen, 

$e(bcnbtcf)tcr (£St>. : Seffirtfl »mb ©oetbe} — Verfasser tot Helden- 
gedichten — SRof&of 1682 llittcrririit b. b. bctufdien Opradje unb ^oefte ©. 623 
bey den alten Celtis und Teutschen hat man auch Helden-dichter gehabt, 
die Bardus. — Sdioitatd) 1754 neol. 9Bt6. S, 128 die ungereimten Helden- 
dichter. — Cef fing 1755 Scrl. örtoil. gttttmg (Sifif. 3nftitut 5,276) es folg! 
nicht notwendig, daß ein jiuter Heldendichter auch ein guter tragischer Dichter 
sein müsse. — ©eitert 1757 ÜMftl. Oben unb Sieber Öorr (@Jef. 5öerle 1774} 
1182 als wenn Ich mir den Ruhm des grössten Heldendichlers ersiegl hätte 

— SJorb. ju ©letmä preuft. STticgäHeöerit 1756/57 (Sit. 3Betfc) ©. & hat man 
sich nun in den kostbaren Überblci bsein dieser uralten nordischen Helden- 
dichter umgesehen. 

£od)aeltbid)ter (&3B6. ntdit tietjelcniirt.i Schraube 1744 ©etujtiötmg« 
bei? ®erft. unb SBijjcä VI 103 die Gluckseligkeil der Hochzeit dichter von Marx 
Wunsch I er, wohlbekannten und vieljährigen Hochzeitdichter in Rostock — 
@. 109 allein bedenken sie nur, dass ich ein Hochzeildichter bin; dass wir 
Hochzeitdichter msgesamml gern lange Vorreden lieben. — (t}ier ttodj bfterÖ.) 

$ofbtc&ter ($>W>. erflftrtmtt: von einem fürs LI. Hof besoldet.) 3rtege 
für einen nnerfannten £itel Hofdichter fdjleit; aud) ber $)ofpoet foärlidi öer^ 
jeldmet &, 8. fchon bei 916. a &t. (Slatft 1684 ©. 342 jener Hofpoet. - SBeidM 
mann 1721 — 38 Spoefle ber tttebttfadifcn (Sufc&rtft) *©.2 viele andere Hofpoeten. 

— <*Jott(d)eb 1729 cril. ®lrf)rttmft (SluGfl.. 1751) ^.541 die Stelle eines Hof- 
poeten. — «3 dj raube 1741 SBeluftigunaen be3 SBerftanbed unb SSI^cS 139 endlich 
laß auch unier Hufpoet ein Stuck von seiner Arbeil vor. — Hof dichtet tu 
3K««4ettf ©tredtoerfen 1823 (Sit. Xcnfm.i ©. 73 die zahllosen Gelegenheit* 
dramen und Lieder, die er als Hofdichter jeder Zeit zu verfertigen bereit 
seyn musste. 

3btjUenMd)t(T (&O0. ntcEpt ßcbudjt) fjetber imijO'S Slbraften ($em|)el 
14/250) von deutschen Idyllendichlern reden wir jeb.t noch nicht. 

ftomfibicnbiditer (3>3öb, ofjne ©clca) gifdjttrt 1575 ®efdrtrt)tfUttemng 
(tfcubnuf) @. 257 wie der Comedidichter sagt. 

Qel}tbid)teT (3>5B&* ber^etditiet nttt entern ffleleg ouS fwTbcr) = Verfasser 
von Lehrgedichten — gerbet 1767 fttawmfa ({»einfiel 19,275) in der Thal, 
um ein guter Lehrdichter zu sein, wird weder ein Stern von der ersten 
philosophischen, noch dichterischen Grösse erfordert — ©. 276 das Dich- 



3Me 3ufammc»ifc$uiifleti opn „$iitytt\ 



41 






tertsche, was der Lehrdichtor, der Systeme reimt, behalten kann, sind alte 
Schuh und verschimmelt Brod — 17% ©rief e ftur'$efBTbening bcc '{mnumttät 
8,98 (frempd 13,445) jener, der durchaus ein Orijrina] sein wollte, wettei fette 
in seinen Nachtgedanken miL Shakespeare, MiUon, Pope und allen Lehrdichtern 
der Welt, — OctfUndetg 1769 Styenfioueii (Ott. 3)entai.) ©. 879 vornämlw h 
ist Withof dareh die Stärke seines Ausdrucks einer unsrer berühmtesten 
Lehrdichter. — 1772 graul \, Öel. SUjetgen (811 Seulm.) <B, 100 die vor- 
tre fliehe Gedanken über Wielandts Verdienst als Lehrdichter in der ftiusarion, 

Setbbtrfjter (3538b. nitfjt WiueUbnft) — Lieblingsdichter — ^hrn^onge 
1749 $Jorr. jur 2, MufL (fiit. 3)entin.s ©.' 12 meine unter den Händen habende 
Uebersetzung der Gedichte des Horatz wird euch vielleicht stäreker machen 
und mir den vnrtreflichen und ihm gantz eigenen Schwung meines Leib- 
dichlers hesser eindrücken. 

Ck6eSbirt]ter flESQSb. nidjt rrtvÄbnt) — Verfasser von Liebesgedichten 

— 3cfen 1645 «bttat. iHofcmunb ©.242 in diser Stadt ist Ovihd Naso, der 
libes-tichter fürst . . . gebohren. — f>a*£bÖifer 1650 poet. Ürtditcr A "> b es 
sollen aber alle Liebhaber dieser Kunst getreu eiferichst ge warnet seyn, das» 
sie sich von unreinen Liebesdichjern nicht verkuplen, und zur Unkeuachheit 
verleiten lassen. — SttÖfet J781 Übet Öle beutfdje ^piao> uttü Ctttctotur S. 22 
auch w»r hallen vor Hallern nur Versemacher, und vor Gleimen keinen 
Liebesdichler. 

SiebtingdblAter (,253586, belegt cue ©ortfr) SÜLMelonb 1778 Ä ur Über= 
fc&wtg ber tßerfe beö £otit€i3 von bem ^erfatfer ber ttoadribc [<E>empel 37,91) 
mit acht Homerischen Sinn und unverwandtem Hangen an seinem alten 
Liebtingsdichler, j. n. unter Liederdichter ?kleg quo Reiter tfieffing). — 
SSielanb 171J7 öle &tufemtllRaitt$e tjou 1797 (fcempri 3#, 335) ich wenigstens 
mag die Zeil nicht sehen, wo die Sprache unserer Lieblingsdichler . . . 
obsokscirt wird, 

Ckberbiditcv (TiM. belcßt auS ©tieler 1691, ängeboriii ficbudit norh 
bei >triiibiidi 1734. — fflUmul 1522 'Sturm §11 Wfißoga /CMeiilton, sßolf^ 
lieben III Inf* da myn liedlyn dichter zart, ich sehytf dir ein dreck uf dnasen 
nnd dry in Knebelbart. — ©bangciibttfl 1598 b. b. 3RuficQ bolbfel. Stunft 
(Btt. SB«.) ©. 16 ess aollenn die Merckher unnd Oberauffseher guehie Achtung 
daraulT haben» Dass die Sänger vnd liedertichler. Ob sie woll Newe lieder 
bringen, doch nicht newe, noch frembde Artten vndt Waysen imteinfiieren 

— 3 f f eu ltJii9 'pellfon 3 fia die frischmüthige SafTü, die Lesbische Lieder- 
dichlerin und erlindenn dieser lieder — SRofdjerafd) 1650 *ßfjiL b. ^ittemalü 
(»ftrf ehrtet! ©. 14 niemand aber ist, der uns dasei bsten grösser Dienst leiste 
als die Poeten, Lieder-Dichter. — GSott[cfjeb 1729 frit. 'Didiifimft (ICu&L 1751) 

19 die ersten Poeten sind Liederdichter gewesen, — Grämet 175K ber 
norbifrbe Stuffebet @. 161 dem Liederdichter, Simonides, ist es zum Rulime 
des Apollo genug, wenn er ihn den hundertfältigen Gott nennt. — Sperber. 
1767 ^rcßinmte (^ernpcl 19, 9151 und der geistliche Liederdichter ist ohne 
Bedenken bei mir der grösste, der „ein Lieblmgsdiehter aller allen Weiber 1 ' 
fßttQt oud eeffing) ist. — aßtelüub 1801 (£empri 37,592) Stttel: wie Hora* 
Sattren- und Liederdichter geworden, 

Cobbid)ter ($2Sb. ntcrjt berjeidmet) — (Se^eitfa v ( }u Satiren- oder Straf- 
dichter — gebudit in üof., Dpt. cwä bem 14. ^fibrb. 32,29 liricus = Öobbifhrer. 

— ©ottfd)cb 1729 crit. t»id)tt. (St. 1751) ©. 143 hierwider pflegen so wohl 
Lobdichter als Satirenschreiher zu Verstössen, — (iJerfteitbctg 1769 9te$en^ 
fioneti (Sit. Dentin.) S. 279 die als Lobdichter Hermanns vor vielen hervor- 
zutreten pflegen. — (gemeint tStam«, Schlegel, 2Kö(er, Srtoipjitod: mib tnibetc.) 

3Rtnn«btd>teT (®«Bb. mit Öcleg aus SRölet) Werfte »tberg 1767-71 
JWe^cnRunen G 279 ohne Etwas von den Schätzen der allen Barden . . . oder 
von den Liedern der Minnedichter zu nmlhinas.sen, denen Hermann gewiß 
mchl unbesungen bleiben konnte. 




42 



■aibredjt tan«, 



9t adjbtdjtct (2>$&&. auä ber bwtffdwi ytUcramrit. 1881) — nachahmende 
Dichter — $ufd)iitami 1571 üfteit'leraefanö Z>, 27 ifteubrutf) demnach, aber 
bey vnsern allen Vorfahren den XII. Meistern, auch bey yren nachtichtern 
erfunden wird, . . 

^tattotirtlbirfitcr i 2) SBb, nirbt belegt) ©onttenfelä 1768 ©riefe übet bk 
ffiienetifdie Sdjaubidjnc (ffiienet ^eubtuef* 1165 eine gewisse Anzahl dram- 
matischer Nationaldichter; wer ist ein Nationaldichter** 1 derjenige, der wie 
gewisse deutsche Kunslnchter sagen: mit Kleister und Seheere aus den 
Stöcken andrer Nationen etwas für die seinige zurecht flicket — ungefähr 
wie Gottsched einen Kalo? — nicht doch . . , (€E. 166) ein Nationaldichter 
ist also derjenige, welcher, was immer für einen Stoff, eigentümlich zu be- 
handeln, und ohne sich von der Wahrheit zu entfernen, seine Handlung nach 
der grösslen, nach der unfehlbarsten Wirkung zu gruppieren weis. 

Obcnbiditer (£33M>. gebttrfu au$ £>crber unö Selbiger l Öle im 1749 tn 
f. IBorx flu llj' lüt. ®eb. fjBtt 3)entni) ©. ö die Abwege, von denen er glaubt, 
dass sie einige Odeodicnter des Auslandes sowohl als seiner Landsleute von 
der edlen Einfalt entfernt. — £effhtfl 1754 tbeett. SSiblrmhcf 1 (Sibt. ^nft. 
V 16) wenn man lieber dem Lehrgebäude des franzosischen Odendichters 
folgen will, — fraüer 1775 Slogeburh f. Stornd-t. Ciber edrnftfttUer uub Ha) 
fetbft («b. 1787) 1144 die deutschen Odendichter. 

Opcniöirfjter föm. ctu$ SDtöfet, ÖeTöimiS} ®ottfd)e&l729 erit Eid)«. 
{U. 1751) S, 736 ich wurde ein grosses Register machen müssen, wenn ich 
alle nachfolgende Operndiehter in Deutschland erzählen wollte, — (äflrnnu 
Utitg crit. poet. iStrcüfdjrlfteH gur S3erb. beS Utttil«. (17-11—44; I 124 er 
hat ferner denGegensaz zwischen ihrem Gesänge, und dem Inhalte desselben, 
wie aurh die Hülfe, so sie dem Operndichter leisten, so sinnreich angezeigel, — 
.fverber 1801/03 Slbrafteo (£>em»jet 13, 276) den Operndichter nennt man jetzt kaum. 

sßrDDeiijalÖtcbter (35ättb. iiidjt üe^eidiuet) aus der Provence sl&mmend 
(JJürfiitber b« ammtebichter). — ®ottfd>eb 1729 crit Sidjtfunft (Ä. 1751) 
©. 696 auch diese sind eine Erfindung der Frovinzialdichter — au£ btt 
S*m*t, jur 4. Stuft 3, 10 Piovenzaldichter des 12. und 13. Jahrhunderts, 
©nmbl. ju c. beurfefteu Sprtidjfutift 1748 (3. 1752) ©. 585 indessen sind diese 
Provenzaldichtex gar keine Franzosen — nötiger Vorrat 1757 ©, 40 aus den 
ProvenzaldichUrn — 3>er entftwdjcrtbc ^robengalpoct ftnbet ft<b fd>on in 
^fiptbofg Ituterrtcht b. b. beutfrfien 'Bpzadtt unb ^oefle 168* ©. 146 unb in ©Ott* 
fdiebS Sprndjftmft 1748 ($L 1752) ©, 585. 

9tetmbi(hter (£Sb. au« ben Stb. b. fiitian unb Stielet, unb mit Sc= 
legen nuö Sdnipp, MollenBageH) gebitdit 1561 bei Spanier poeta = Reymen- 
dichter, vates = Spruch oder reymendichler. — gifdjart 1577 ©tÜdEiJRfteS 
©rfliff ®. 39 (9Zcutrciuf) man kent dich Reimendicbter w t o1. — iHoflenbagen 
1595 grofdmiäuSleT (9t. 1730) ©. 221 denn diß ist des Reimdichters Ziel, dass 
er zwar Fabeln schreiben will, und damit kurtzweil machen — (Burfdjtwz) 
&, 399 aus den alten Poeten vnd Reymdichtem. — 1605 3nb, Dteiffti ©. 63 
dass keine von den alten Poeten, Reimdichtern, Historienschreibern und 
Philosophen den warhafftigen Historien genieß geschrieben haben, — (5, 120 
am meisten aber werden gesungen deÜ Heydnischen Poelen oder Reimen- 
dichters Homeri Griechische verßlein. — Drift 1642 iHertmifl b, heutigen $mpt* 
fararbe D 8*> und daher kompt es auch, daz so viel elender jämmerlicher 
Poeten oder vielmehr Reimen-Dichter in teutseher Sprache heüt-zu-tage ge- 
funden werden, dieweil er meinet, wann er nur reimen künne, so müsse er 
Huchs teutsche Verß machen. ■— 8 e f* n ie49 -£»üCon C 5*> noch in H. 
Opitzens, noch anderer Reimdichlerschriften. K5 b welches nicht aHein die 
Liederschreiber und Reimdichter, sondern auch die Weisensetzer, wohl in 
acht nehmen sollen. 

$icjetibidjter (D3i3b, ungebudit) — bedeutender Dichter — ©rbönaid) 
1745 neoL ©b. (8tt. 35enfm.) ©, 202 der harte Mann will ja alles an sich reissen, 



3>tc 3»fammenkttutiflen »011 „^irfjtcr". 



43 









denn wir können unmöglich seine Grösse, des Biesendichters Grösse be- 
raüchem {gemeint ift ©obmerl 

9tomanbi<hter (3)9Bb, otmr (SrHätung, nadi ^beding in bev älteren 
Siprorfie ^omaneubidjter, jeljt <Rimuinbid)ttr). — 1754 fötanfttfon I 24 wie 
habe ich die Romanendichler mit ihren unnatürlichen Beschreibungen der 
Augen ihrer Heldinnen verlacht. — Berber 1794 Sriefc jur ©eförberung ber 
futmanitqi IV 51 (£»empel 13, 228) die Provenzalen und Kom anflichter der 
mittlem Zeit waren ihre Vorboten. — ^. Sßaul 1821 SBcrr, j. uuftchtlj. Sflfle 
f. Dramadichter. 

Satirenbiebter ($206. unfafatmt) Berber 1796 ©riefe 4. Seförbeniiig 
ber futmanität 8,98 ($cmpel 13,445) jener welleiferle in seinen Satiren mit 
Swift, den er sehr unwerth behandeil, mit Pope und allen Satiren dich lern. 
— Stelonb 1S01 i#empd 37, 592) £ttel: wie Horaz Satiren- und Lieder- 
dichter geworden. 

©rfiöfetötditer (jtQd}2)38b. ettt bufofiftfter $irftfer, ^btjUeii&tdjter : ftoie 
an ©ürger). — ©rfjönatcfj 1754 neot. 93b. (8tt. ©enltn.j B, 221 noch ein 
Kasachen! denn wie könnte man ein Schäferdichter Heyn, und nicht küssen. 

SrfjQiifplelMdHer {$)©&. ©Unter Hon Schaitfpleleu, Skatnatifer) Dur ei« 
1704 SKeim; unö 5)idjtfititft @. 232 einige Seh au spiel dicht er lassen den meisten 
Innhall nur Vorfragen, aber den Ausgang verschweigen, — ©Ten tau 1799 
(Shtftflto SBafa (Sit. T>enfm.) ©. 128 es ist eine prophetische Anspielung auf 
den Namen eines der grössten Schauspieldichter in England, 

Strafbrdjter (t?3B6. nicht erfdiicnen). — ©egeufafc 411 Lobdichter — 
belebt in boc. or-t. au3 bem 14. 3a^rh. 32, SO satiricus = Schelten vnd 
straf dichter, 

3:bcotralbid)ter ($$öb. imgtbudjt) ■Bonnenfel* 1768 33 tiefe über bic 
SBicneriftfie ©diau&ü&tre (Wiener ffeubntcf) 1 167 der Ausdruck, ein Sitten- 
spruch. eine Gesinnung machen keinen Theatraldichter: sie sind dem Dichter 
unentbehrlich. — 1 321 die Namen der Theatraldichter, und nur eine An- 
zeige ihrer Stücke soll diesen Beytrag zur Geschichte der deutschen Schau* 
buhne beschlössen. — 3. ^oul 1792 Unfirfjlb. Cooe (ftempel I 61) so spielte 
also unser Freund seine ersten Erdenrollen Solo und war zugleich Regisseur, 
Einbläser un Theaterdichter, 

Soubidjter (£>3Bb. nicht erfdjlenen). furöer 1801/03 «braftea f^empel 
77) als Tondichter aber, als Sprecher und Wirker der Empfindung hat 
er gewiss verloren. 

arraflöMcnbtdner (SSB&. nidjt erfd]icnei[). % leim an ftlelft 1757(£em»ei 
U 215) das Trauerspiel macht ihnen zu viel Arbeit, und der Tragüdiendichter 
dünkt mich, muss es machen können, wie es Lessing bei Ausarbeitung der 
„Sara Sampson" gemacht hat. — Sßfelanb 1808 (iJrunbrifj tu SkurÜjeKunß 
ber Helena oon ©urtpiöeS (tfeueS SlttifdieS SWufeum II 8) ^empel 37, 157 diese 
Anrede der Helena, die Antwort des Chors, machen zusammen einen Wechsel- 

Sesang aus, welcher doch bei näherer Betrachtung nicht so beschaffen ist, 
ass unsere Tragüdiendichter Ursache hätten, sich in ähnlichen Fällen zu 
Ergiessungen einer griechischen Begeisterung verleiten zu lassen. 

Jroueriptetbiebter CDSEGb. Uflafftttdjt). $ aller 1768 Tagebuch f. ©e* 
rradjt, über irfiriftfteUcr unb fictj felbft (&> 1787) II 196 denn die tragische 
Tugend ist mehrenteils für die meisten Menschen zu hoch, zu selten, und 
in den meisten Trauers pield ichlern falsch und romantisch. — 1772 granlf. 
@el. 9tnaf.io.en (8tt $ertfni.) <B, 637 Chöre aus den griechischen Trauerspiel- 
dichtem 1773 (Eitel). 

Jraumbid)tcr ($ä3b. nicht erfdjienm) — an ber betr. ©teile Verfasser 
eines heuchlerischen Traumgelichts — gran^i 1674 frtft. ftauchfaft III 1162 
(Irr unglückselige Traumdichter {Überfdjrift). 

$crnunftbiditer {©Wo. nidjt aeuutbt) — Über). nuS engl, great poet of 
reason. — gerbet 1801/06 Slbroftea <3. 20 (£>empe( 14, 156) Pope heisst 




II 



itbrertu Dlaat, 



M*incri Landsleulen ein Fürst des Reims, der grosse Vernunfldichter (gremt 
poel of reasoru 

»olfSb lebtet <3m 3>30&b. ntd}t eru>öbna äßielaub 178Ü Wtxtm III KG 
f$eiitpet 5JH, 445) wir sind versichert, dass bloß dieses Mus>landes wegen kern 
Volksdichler sieh jemals auf einen ausgebreitetem Beifall Rechnung machen 
konnte als Herr Blumauer, — Brentano 17&a (JJuftafc Sßnfn i$lt ©cnfm). 

i juchhei! wir sind Kinder eines Volksdichlers, lauter gemeines Volk, 
Dichtet heran, Dichter herbei, 

SJei bt'n „S u j a mtnc tt fte ffun ae it mit Dichter an 1. ©teile fä&t fid), 
abgejeh.eii tum ben bieten ^Belegen bei ©rimm, aud) in beut hier nadjge* 
tragenen SMaterial eine reiche gütte neuer ©Übungen natfjroeifeu. ©3 fft 
grrnbe liier gang allgemein genommen bie grüßte $reif)eit ber iBortbtlbnng 
gefettet ®enn neben ben perföulidjeu Umjcfjreibungen für Dichter fntbet 
fid) j. 93. ber Dichterfürst, geist uju>,, $lpoü erjrtjeint a(3 her Dicbter- 
gott, u»b bte poetae laureatl führen bie Dicbterkroue. %n$ ba§ 
Sehen unb Sdjiäfnt beS $id)ter3 f (riegelt fidj in biejen 3formenbUbungen. 

3rür Eisten jaflt ©ottjdjeb ben Dichterkiel fügten, unb bte be^ 
fonbere %ü beä Dichtens tonnte auf bie mannigfotfjftc SBeife roieberge* 
ge&en tt>erben (Art, Kunst, Charakter ufnO- 

5tfle biefe ® Übungen ffacferii auf, um aitd) gleid) roieber ju erföfdjen; 
t§ ift beStjdb nirgcnbS eine abfidjilidje SBejugiialjme eine! Späteren Sdjrift 1 
fteflera auf einen früheren im öfc&raud) einer fdjon einmal geprägten 
äBenbung feftutfrellen. SRut ber Dichterfrennd fdieint ben im 17. 3fi$t* 
tjunbert geläufigen 9fn3brud Liebhaber der Poesie (biefe {fcitförift 
IV 262) abgtlbft p tjaben. Steint nenn <*> d 1 1 ) di e b ben Dichteraanien 
prägt, fo braucht sBofe firfj riidjt biefer ©teile erinnert p fmben, ftt» er 
in feinen oermifc^ten ©ebitrjten tl>n nudj bitbet; ober menn in ber 3ct)rift 
„non beutfdjcr 121 rt unb Ümtfi" man in eine anbere üichterwelt 
Derfcfct uiirb gegenüber ber SBirf lidjfett, fo ift ber Äiiäbrurf in biefer ©e» 
beutung ebenfo neu empfunben, a(i frfjon bei St&mann 170+ in feinen 
poctiftrjeii Ü6er[d)äfcungcn, um Dichtenveit fo mel (jeijjt aU Dichter- 
volk = sauft 

©egeuüber bein allgemein angeroanbten Dichtkunst fällt einigemale 
Dich terk unst auf, baä firb, rjaujjtfädjttrn in Werfen finbet unb bann roegen 
be<? ©tlbenmafeeä unb ber genauen tttfjentuierung ber Dichtkunst öorgejogen 
wirb, ©ottfdjeb reimt tu feinen @ebid>ten 1736 SSerä 652 man lobt 
der Dichter Kunst, und nährt ira Herzen doch des heissen Eifers 
Brunst, unb ©. b äb ach was für Finsternüssen hat unsre Dichter- 
kunst sich unterwerfen müssen, aber 93er3 569 W darf wohl kein 
Gesetz der Dichtkunst untersagen, sich durch ein kühnes Wort 
HD deinen Gang zu wagen. 

2)er ©nrftefmng nad) getjören biefe 3ufammenftellungen bem 1 B. ^otjr* 
bunbert an, aus ganj begreifltctjen ©rünbeit: benn \o menig ^ier bie 
SHütroenbigtett bes? iSebraud)^ berartigee UBürtbilber norliegt, fo roenig 
bürfen mir fofdge überflüffigen ©ilbungen in einer 3eit oer(augen ( ba bie 
©ippe Poet bie Doflfominene ^errjefjaft befa§. ©emnadj tommen biefe 



3>lc 3ufammenfetfi4nflen opn „SHdjtct". 



45 









SB Übungen mit tonjtfjrotnbenbeH ?tn?itfl()inni jener 3eit ä«i b« eben tutdj 
bem Dichter nueber (Mtung üerjrijaffte, bem IS. ^afyriiwnbeti. 

Stcftteranttsanblung (3)9B6. nicht fcqeugt) SÖneft über mLcnerif d^e 
©chaububne iTti» (SÖtenet Bfeeubtud) <5. 167 Besinnungen und Lehren ent- 
stehen unler seinem Kiele, ohne dass er darnach rinnet; wenn er darnach 
sinnen irrnss, wenn ihn seine erhitzte Dichte ran Wandlung nicht in ihrem 
Laufe eben so erhebt, wie der gedrängte Strom von selbst Wellen schlägt, 
so wird er sie im Tone des trocknen Moralisten vortragen. 

XHdnetatt (^58&. ohne Söeleg) Seien 1645 «briat. ftoitmuttft («eu* 
bnttfl G>. 33 Drei — salzige Lihd. nach der hohchdeuiscben Tichterahrt. — 
SR Alle t 1737 Stritt* ber beurfthen Richtet fBL 1745) @, 106 der hat sich aller- 
erst die Dichterart erkiest, die einem kleinen Geist ein grosser Anstoü ist. 
MeT&urfi ($©D.mdjtti«4eid)net.) Wtuf itrf) 1732 (Satiren {Shlrfdjnet 39) 
r 481 die Dichterzunft, die des Man» klugen Witz in Kinderklassen weist, 
Boraens Di« -hterbuefa verrauchte Grillen heisst — f. .fterbet, Irlt. Salbet 267, 

TirtitcrdioraftCT (£>S&. nfrf)t flebitdjt) fturnbolbt (1796)6 unaebnufte 
«uffälje be§ Hoff. Slltertaritf ('Ctt. Tfnfin.) S. 43 Pindars Dichtercharakter zu 
schildern, ist nur an den Siegshymnen möglich. 

Titfiterdjot ($>ffib. rildit bcipirfmet) ©diroabe 1743 sBcfufttgiatgeii be3 
9eTftaithc4 unb äßUjeö V 26 da singt ein frolich Dichterchor. 

©idjterfclnö ($>©&. ntdit ae&ucht) bei Stielet 10P1 Dichterfeind = finget- 
lum poetanim. — <&9ttfd)eb 1736 Okbidjte 93orr. bl* ich wollte ihnen be- 
Ben, dasa dieser tiefsinnige Welhveise im geringsten kein solcher Dichter- 
feind gewesen ist. 

I)tditerfeuet f$3D&, obue SMeoJ 8 Q( fiai.'iae WW %Wte in ßterntniiitn 
rüfeubtuif) ©. 15 zwar glüht noch manche Brust vom wahren Dichterfeuer. 

©li&terf lammt (3)200. nitfit erroä&tit) Triller 1725 pect, ©etradituttflen 
(81, 1766) IV 281 so schicken sich die Dichter-Flammen, Und Kunst zu heilen, 
woh! zusammen. 

©Iditerflöte (ESA. nicht geäugt] Keffer 1711 ^rfiriffttn ©. 171 ja 
wie er bey dem Klang der Tiehter-Flote schwur: Sol bey den Gratien Ihr 
Lob-Spruch nicht veralten. 

^iditetfretinb CDSB&. ntdft fvmäbnt) Tiebeftnb an ftinbermann i.afege- 
brudl in Sfinberiiianne „ftMitfdjem IJJort* 1665 @. b7M Dichterfreund, übt eure 
Lust, wollet ihr poetisieren, lernet, lernet, was euch unbewuJJt, ein Gedicht 
ersinn lieh zieren, — GSHeim im (MötttnQtr Wufeiuilmanad) auf 1771 (Oft. Qenltn.) 
®. 42 du schätzest meine leichlBn Scherze, bist der Freudeng&tter. bist 
der Dichter Freund - Sabemeettm für SJfdjtevfwtinbe, ©armftabt 1774, — 
^afdienbud) für Siebter unb Dirfitcrfremtbc, Öetyjtß 1774—78, — ©egeit 1791 
Überf. ber SRÖmer @. 172 hlitte er sonst keine Ode geschrieben, als die an 
Ramler im Taschenbuch für Dichter und Dichterfreundc, 

Xithtetfflrft Qm Dffib. iiarfj stielet, mit SBdcg aud <»5uct&e} «L u. 
Van gen 1646 in ßefeiri ßetftl. ©ottofl unb hohem Sieb 1657 H B« als Zesen, 
unser Dichter Fürst, der erst das eis zerbrochen. — $?ötne 1830 ©e[. 
'Schriften IV (Sit. Xenfm ) @. 157 das Aergsle ist noch, dass Alles die Krank- 
heit für die üppigste Gesundheit hält und den Mephtslopheles aul" den Altar 
setzt und Dichterfürsten nennt. 

Xiditerßa&e (SflB&.ofow Beleg) ©ottfdjeb 1729 Grft Xtchtruu|t (K. 1742) 
Amphion ebenfalls soll durch die Dichtergaben, und seiner C.ither Klang 
ein Schloß erbauet haben. — $a((cr 1775 Srage&uct) f. ^etradjt ilber ^djriftft. 
U. L fel&ft (b£. 1787) II 44 dass ein Lehrgedicht allerdings eben so wohl 
Poesie sey, als das Epische, es werden aber auch alle Dichtergaben dazu 
erfordert, — f, $«&cr, frtt. Wixtbtx «. 267. 

3>fd)teTacfubl r35®&. belCAt am tftinnet, S&ftmmcl) SÖJittanb 1775 
Über $omvr$ ©öwde&te ($empel 37, 84) der junge Gelehrte, von dem dieses 




46 



m&rei&t Wlna*, 



Fragment herrührt, acheint sein UTtheii von Homers Göttern, Homers Un- 
verschämtheit dem theueru Abbe" Terrasson oder sonst so einer dürren, 
alles Dichtergefühls ermangelnden Seele nachzusagen, 

3)irf)terp,ei[i i'ftm 3>3Bb, mit Seien. au£ ©oethe unb ©d)tüer> QJrob 
1678 DtdjterifAe ©erfudie II 2 (öwbefe, 11 Stidjcr ö. S>td)Uuiß ©. 459) du 
lehrst, wie man so! kunstrechte reimen schreiben, und will den dichlergeist 
in enge schranken treiben, allein ich gebe nicht so bald die Freiheit hin. 

— U5 1772 Jfimtl. SSEtfc (Sit. ©eufm) ©. 360 doch meinen Dichtergeist um- 
nebeln leichte Träume! Du ruhest itzt wohl nicht im Schatten deiner Bäume. 

£lrf)icrßLut (OTJ6, furor poeticus, SBeleg au& ©oetljei ©erftettberg 
1767 ©tiefe über SReviimirb ig retten ber Cttterotur (Sit. 35enlm.) ©. 198 so fiele 
Glut weg: denn Sie sehen, dass die Rede von der Dichterglut ist, 

SMtfitetflott (3>3Bb. nicht titt&tidfntt) ßa^axiat 1754 auf fiagebornS 
%ob (Sit. ®etlTin.) @. 6 sein starkes Lied verrieth des Dichlerguttes Strai. 

— 39 uro. er im mtt. ajlujenalmancut) 1771 (Sit. Sfenfaü @. öO auf, lasst uns 
ihn (Bacchus) für den Apoll zum Dicht ergo tl erbitten! 

SJtdjterbelb (2)206. titrfjt beijeidjuet) Mciunotf 1661 poet. Xaftln @. 78 
Licht und Preis der Tichter-Helden, welche Neid und Tod besiegen. 

©idjteriiifel (33906 .nttht gebucht j @, ü.^nfti 1745 die Dich) erinau] tütet). 

DirfjterEtel tXiSftu. rnidj Stielet mit ©riegelt au» Ämttel, ©titulier! 
föottfcbeb 1736 ßJebirbte ©. 503 wann er den Dichterkiel, trotz allen Männern, 
führt. — ©(broü&e 1742 gdufdgitiifirii bes Stoftaubc« mtb Söt&cö III 50 o Freund! 
o! laß dich rühren! Nimm deinen Dichterkiel, und schreib! doch schreib 
Satiren. 

SMdnetf Iftge (3)906. tticfjt nc&ucht) fallet- 1749 Setfud) febtoeij. ©ebicfcte* 
©. 157 (Glwbefc, 11 ©üdjer ö. SHdjt, 1530) nicht Reden, die der Witz gebiert, 
nicht Dichter- Klagen Fang ich an. 

SMdlttTfäntg (D3Ö6. belegt ai<£ ©oettje) 39 ob nur 1740 frit H&Qanfe 
lung bum UÜunöer baren in ber ^Joefie ©, 13 der berühmte Herr Voltaire, der 
als ein Dichter-König vor andern eine Begierde haben sollte, die Gränlzen 
der Poesie *u erweitern. 

Sidjtertrana ($S5Jb. ttid)t ermähnt) SKÜHer 1737 «erf. c. tStltit beutfdjer 
SDtdirer in SobmerS fritifrfjen ©ebirfjteu (Sit. Denan.) 3 61 nun seht, wie 
weit die Kunst der deutschen Dichter geht, die sind 5. die unbedacht Ge- 
schmack und Sinn verdreht, und die den Dichterkrantz auf deu Ischen 
Köpfen tragen. — 1748 fteue öeutrfige 311m SBerßtiüßeu bcS SJevftanö« unb 
SÖJujeS v * 36 <* u reichst zu einem Dichterkranze mir einen neuen Lorberstrauß. 

2)trf)terirtefl t$S6. nicht ernennt) ©djtoabe 1741 ©cluft iminn.cn heS 
SJerftou&e« unb SSIfeeJ) 1 49 der deutsche Dichterkrieg. — Darauf Rdj ocftie$cnft: 
Sammlung Cttt- po«. »nb onber« flclftu. ©chriftett . . . ßüridt (1741—44) III 191 
dieser deutsche Dichterkrieg ist in dem Heumonat der Belustigungen des 
Verstandes und Witzes enthalten. — 111 217 ein unzerstörbarer Friede wird 
in euern Wohnungen, und eure Dichterkriege nur Kinderspiele seyn, — 
3a dl o vta e 1755 $oefie in ©ermorden (Sit. £enEm.) @. 17 mischt die Religion 
in seinen Dichterkrieg, und giebt den Hudemanns lautjauchzend Kranz und Sieg. 
©IcbtcTlrotie 1 3>©b. gebudjt au3 ©rleler) Weumatl 1667 poet. Sofeitt 
©, 90 Künste-Fürstin, Tichter-Krohne, Ihr gicsst Geist und Flammen ein. 

SMditertü&ubeit CDB&b. nicht Btfiudjt) gerbet 1769 ertt. Salbet II 
<$)emuel 20, 282) glückliche Theorie von der hoben Kühnheit eines Dichters, 
die uns das < -Hie (iflüh! solcher Dichterkühnheil einschläfert 

Richte 

ein Deutscher auch WIM' und krinne sein gedient, tust Herr Zesen weg 
pfad durch gelehrte Schrift belehret und zur deutschen Du hlerkunst Lehr- 
geselze selbst verehret. — SRoi&of 1682 Untenidit in tut bciitfcbcn Sörucbe 
Unb ^JoeRe £. 600 welches eins von den vornehmbsten Mitteln ist zur Ver- 







£i( £ufammenfefruiifleii ü(>n ^^iditci". 



47 









vollkommnung in der Dichterkunst zu gelangen. — Ä'Ufjnau 1700 bev tmd> 
faidche Qundfffltbcr (Öit. Xtentiu.) &. 245 braucht aber ein Instrum entalmusicus 
sonderlich die Hülffe dieser schönen Diehter-Kunst, so jst es in Wahrheit 
derjenige, der das Ciavier spielet. — SBatncfe 1701 Üterfdn'iften VII 138 
(©Gebete, 11 ^ücbet b. Didjt. ® 481) hernach trat Lohenstein und Hoffmanns- 
waldau auf, die unsre Dichter- Kunst, wie ihren Nahm geadelt. — ©ütttfiet 
on iKetbmfc 1720 (bs. ^tttinaim ©. 152) bewirb dich um den Kranz der wahren 
Dichlerkurtst, sie ist der Weisheit Schmuck, und bringt der Nachwelt Gunst. — 
SrilleT 1725 ppet, ©etradjtuitßeti (91. 1750) IV 284 so such ich in der Dicht« i- 
kunst, mich auch zuweilen zu bemühen. — SSciffentiprit 1731 QrüitÖL (£m- 
lettung j. beutfthen un& tot, Oratortc un5 ^oefte ©. 60 die schöne Dichter kunst 
ergötzt die edlen Sinnen. — ©, 62 wer die unvergleichliche Dichter-Kunst 
ein wenig näher erkennet, — @ott[d)eb 1736 ©cb. Sßotx. b 5 b ach was für 
Finsternissen hat unsre Dichlerkunst sich unterwerfen müssen. 

®td)tcrrunftvid)tcijeele (3533b. uitfleüiidjtj ©ottfdjeö 1751 Sorm. 4. 
4. Aufl. b. frit. Xücfttf. eine gewisse neuere Dichler-Kunstrichlerseele, 

£id)terUner (£)©b, nid)t üerjel ehrtet) 1747 9feue ©ctjtraegc jum Sera, 
bt& Serft imb Sßttjeä IV 5 der Mode nach ward dieses Fest der Phoebus 
mancher Dicht erleyer. 

XtdUei torbeer ($3ß&. nirftf erumbnn Füller 1745 33cr|\ über bie tfttttt 
au* bem (fnaüfdjeiL Öe&£)erm^ope ©.79 derEphcu der Critik beim Dichter- 
lorher grünt. 

Did)teTtiamej'D9ÖB. nldjt oet^ldmeti Q*ottfd>eb 1729 ertt Eiifrtfuiift 
©. 46 lebt schmutzig und verhafft. ein solch verkehrtes Leiten wird ihn in 
aller Zeil, den Dichternamen geben. — @. 5H man fragt, ob Kunst. undFleiss 
den Dichternamen bringt, — S3o&, 33criiiifd)te (Bebidjte (Sriirfdjner) 6.899 ist 
er aul" Dichternauien stulz? 

©tdjterpfcrb (beut H%8b. Gelaunt aus Sojjnii) @ftni$es 1746 ©ebidjte« 
(Qlocbefe, 11 33iiri)cr b. Störung) 1 500 wenn ihr zur Betleley gewohntes 
Dichter-Pferd mit Karren voller Lob zum Futter-Kasten fährt, 

£>ld}terpö&el (©336. uidtt Geformt) 3 Qa ) arioc * 754 ou f .fcaßebont« £ob 
(Ott. 5)enfrn.) @. 5 umsonst schwang Camtz sich von diesem Dichterpöbel. 

?id]ieiprobc iT>mk ntdjt Gejeußti B| 1772 fftmtl. SSerfe cCü. Denfm.) 
©,390 auch -Matz hielt mit verhebten Thränen die Dichterprobe gut: die 
Mädchen mußten gähnen. 

ri.titctreajftcr ($)SBb. unDclaum.i £ erb er 1769 «it. Bälbcr 11 (#i»mpeC 
20,269] warum er eben die Nichtswürdigkeit wählen müsse, in ein Dichler- 
register geklebt zu werden, als ob auf der alles beruhe. 

rtdi terra &r (5)5Bb. türfjt üer^eidjuet) fttnbetmann ltiü4 ber Öeurjebe 
^OCt fe 337 bc hab ich diesen Tag dich, Gönner stu beehren, mein deutsches 
Du hter-Rohr in Grebe lassen hören, 

T)td)terrubc (£9Bb. ntdjt oebudjt) 33crtb6ibia.ung beg £emi SÖJtelanb 
ßrgen Die Rotten non bem Scifoftet bet ffioSten 177ti (Sit. SJentm.i 0, 98 das 
aollen sie nimmer, nimmer, sondern Ruhe — Dichterruhe auf Lorbeern Ihre 
Strafe seyn. 

ÜHdjUifalj I35SS6. unfiefomtt) Sammlung Irit. poet. unb anbeter gefftr, 
©diriften . , . ÜJUitdj 1741—44) 11102 das Dkhtersalla jucU in den Adern, 

®itfiter|d)dr {£$Bb. ohne Steleg) JRift 1640 ^3oet. @tbanpla^ '3, U2 
ein edler Geist ist inniglich gewogen der Hochgelarten Tichter Schaar. 

tcifdjuLe (££ßb. ofme Sekfj) ^umbolb 17fl6, 6 uitQeörurfte Auf f. 
über Oa^ Slltertum (CiL 3)enf m.j 11 -Iß durch Hülfe der Lesbischen üichterschule. 

©Idjtetf onue (®m «tid)t Derjetdinct) 3). ©imontS 1659 em Gefldbcter 
Strßilitt'p 3, 471 Kim meine Wonne, auf die Tichter Sonne stimme mit 
mir ein, 

£)id)temmul}e (bem ^^Jb. auä bem gronff. GJel. Knotigen beranut) 
Öerftenbtra 17GÖ ^tienflomti (Sit. ©eiilm.) ä. 6tt aus der alten Dichter- 




spräche. — 9Nöfer 1781 ft6er beurfdje Sferodie unb Siterarur (Sit. 2>enfm> 
<£>. 22 eine Dicht ersprache hatten wir fast gar nicht — wie sehr ond wie 
geschwind hat sich aber nicht unsre Dichtersprache mit diesen ihren ersten 
Meistern Rebessert. — SJJteUnb 1782 tool ifi MbfUtfft? i&empel 88, 19) 
aber Regeln, die einen Gelehrten von Ansehen und Einliuss zürn Urheber 
haben, wenn sie auf eine willkürliche Beschränkung und besunders eine 
mit der Natur der Dichtkunst unverträgliche Verengung der Dichtersprache 
abzielen, könnlen in mehr als einer Rücksicht von nachteiligen Folgen 
sein, — ©. 27 die guten Schriftsteller in jeder Schreibart entscheiden als- 
dann, was Hochdeutsch in der hohem Redner- und Dichtersprache. — 1797 
bie SRuftitahttanacfjc Don 1797 ($cmpel 88,386) ich wenigstens mag die Zeit 
nicht sehen, wo die Sprache meiner Lieblingsdichter, wo auch die Ihrige* 
ja Klopstocks Dichtersprache selbst obsokscirt wird. 

SJidjtetfpruttfl (MB6. uiibefonnt) ©rfjanaidi 1754 neol. 3Börteth. iS?tt 
Tcilfm.) <5. 39 ich that meinen Dichtersprung so hellende als möglich, und 
siehe! ich stand auf meinen Beinen in einer körperlichen Welt. 

©Idjtcrftunöe (5>«B6. liitbeiüimt) gerbet 1769 crit, Salbet (^entfiel 
20, 266) dass ich alles habe, wenn meine Muse mir eine Dicht erstünde günnt. 

©idjtertoit i DfSfc.ujt6eforrat) ßerber 1769 crit. halber ($*in»«l2n. 
denn was ist doch für das Heer der Scholiasten und Wortcommenlatoren 
eine unerhörtere Sache, als auf Laune, auf Stimmung des Dichtortuns zu 
merken. 

T)irf>ter trieb (tni 5)SK6. belebt ane flfflfiner) fcageborrr 1729 $erfua) 
einiger ©ebtthte fJBtt. 3>en!m.) ©. 89 so stirbt mein Dichter-Trieb, ich rieht' 
ihm aus Prozessen ein Mordgerichte zu. 

Di enterb ol! <bem $)2öb. befaitnt au* Stielet unb SD&ielßrtb) 1745 Weuc 
SeüttttCQe j. 8Sreg. b. SSerftanbcS uitb SBttyEä 11210 g sähe sie doch gleich- 
falls ein. dass gleicher Eigennutz allein dem Dichlervolk aus mir den Rath 
gegeben. — U^ 1772 jämtl. ©etfe @. 378 wie lang verderbt, mit liederlichen 
Scherzen, dein Dichtervolk die Sitten und die Herzen? —gerbet 1801 — 03 
"abraffen (|jem|pel IL 157) glaubt das leicht beleidigte DtchtcrvoJk (genus 
irritabile vatum?). 

I)id]ier>i}eU(©aiJb. i au3ÄImfleruiib-Sd)iflct) L = Xüdjterbolt : 3cfcmetnu} 
1704 tn Äfemami* öoet, Überf. ©, 35 die Teutsche Tiehlcr-Welt kunt" ihn vor 
Meister grüssen. — 2. im S&eaerU"tt| jut realen Seit: 1773 bim beutfdpt SCtt 
unb Äunft (Sit 3)enfm.) ©. 73 nun denke dich einen Augenblick in eine 
andere, eine Diehterwell, 

2) Idjt er nm !(©$&&. belegt au6 ©oetbe.) Triller 1725 ppet. SBctraditungeii 
(St. 1766) IV 28-1 da lindet in dem Dichlerwerke, Der matle Geist erneute Stärke. 

©ich trrnmt ($8$b. unb e rannt! Sfttiller 1745 gjerfutfi über bie tSritif <m§ 
öemCSngi. be§ |)errn ^ope @. 21 und auch *ur Dich l er wul gehört Bescheidenheit. 

ffildjterjeU (5)506. nicht gefmdit) ©ötthtger OTufeiiölmoiiadj 1771 
(CiL $)enfm.) @. 76 harrt, wie in Landesplagen auf hessre DichlerzeiL 

Dldjte rat errat (£3ßb. tttdtf bezeichnet) Sobmer 1737 Serfticb e, Sriri! 
b. beittfchcrt £>id)icr i Sit. 35enfm.J ©. 59 nur süllt er ohne Furcht mehr Dichler- 
zierrat haben, sein Vers ist sanft und rein, und wie sein Held erhaben. 

©tdjter junft (£>5Bb. aus ©üroer, Utjfaib) Ömeis 1704 ftrüttbl. fcn= 
leitung |K bcutfdjen 9fcim* unb SMdjtfunft (Ä. 1712) R 341 ich überlaas 
die bleiche Hippocrene, die Musen-Schaar, den Pindus und Pirene. der 
Dichter-Zunft, um derer Statuen die Lohrbeerzweig" und Epheu prächtig 
stehn. — (Sottfdieb 1729 crit, $ld)t!unft (81. 1742) ©. 601 die schwärmende 
Vernunft der von der Hungeraucht bethörten Dichterainft. — 3HÜUer I7B7 
fl&rtti! oer beutfdjen ©Idjter (81. 1745) & 115 dies ist die Dichterzunft, die 
\)> utschland sonst geGol. — 1746 9fene Skntiaege J wm ® et 9- be& 13erftattbe$ 
Unb tÖtljeS III 93 ein Aftersohn der Kunst, ein Fremdling der Vernunft, sind 
Jene vom Beruf der wahren Dichterzunft, 






£, ©itmmel, Madttcfc ju bcn SBörtcrbüebera bcr SBdDmdiiinSfprac&c. 41) 



Wßdllffc ja D«i nJörterbüdjmt bcr IWftömaitttsftjradje. 

®. ©timmef. 

Kfefiitgen, 1- *$« t^uanditung tierlaffen*. Dnfe mir oud> nur eine cinjige 

©diticpfe ber $unbc megeu abgebogen märe. $>tfd). ftäpmtg. 1903. (5. 75U, 

2. *$n einem Sogen ouömeidjcu*, Der Steiler bog ab. 3>tfd>. 3äßf rjtg. 1901 . 

2. CO. 
?lfcboiinent. ÖBOOT Sluetljafjn. i *2>cit flro&em ©eräuirfje roegfltegen'. SBurm. 

1)ü« 9'ueriuiib. S. 3. 
31 bipinnen. *3>cu galten mit ber gfeber ftreidjetn, borjüglid) um iön &\t &e* 

nilugcu, wenn er erfdjrctft ift\ Scfjöbffer. ftriebr. IL '^alliieret. 3. 196. 
Sl&ftfjuef ben. Sinb mehrere SO ölfe beiiammen, fo fdmeibeit einige baä gejagte 

SBtfb ab; ülfo, Tic ioflen e@ etett&i". Dtfd). ftägentg. 1900. ©.545. 
MtferinoundKU, büö (ftu fcaier. granfen) fobiel roie £errf)e\ äöilb unb £umb. 

1H90. 3. 139. 
alte £n«te, bie {^orbbeutfdi) '©eltgaiS\ 

v'Utbor,^ bßö "Seftanfc mit ajten Räumen". 2)tfdj. 3oger,}tg, 1901. (5. 376. 
«ilffitfcn. 2-übbcutfdj unb Cftcrr.» 'Söenii mau etil Stürf SÖUb uid>t töbltdi 

getroffen hat, unb eS flüdjtig joirb'. 
i'lngebunbeu. OJorbbeutjdi ., ®dbtrjbafter Bluäbrucf für ein Stfttf SBilb, ludcijeö' 

feinen <£tanb fuficr batt\ 2)cr SBocf Ift in btefem Sfog^eufetb angebnubeit. $tfdj. 

aagerity. 190O, S. 439, 
9t u g reifen. '2)en SBerf ud) madjeii, bß8 fttl rnii&enbe £tcr ju greifen {beim (ni&ldjte) 

ober uifberjumerfen (beim galfcn>\ Sdiöpffer. 5 ticÖT * N. Soltntret @. 19G. 
51 n r t a fc c n. (©ÜbbeutjA.) ' Sinfdite&eu*. 
Slntröpelu. («ßoibbcutid). ) 'Slnfdjicftcn'. £tfdj. ^tigeritg. 1900. S. 468 unb 483. 

S)aS Baitaxil in Bart unb SUlb. 1901. ©. 74. 
iUuuc bitten. ?cv Steffel niiuiut bort au bcr graben ©urtrc beu ©alb an, 

er jicb,t fl* alfo tu ben SBnlb ftttebt ©rfdj. Qägerätg. 1901. <5. 376. 
Knitttneti. iTcn Ubm *\Him1ueieu, nn'rädiaen* toou iHaubu&gcln unb SFräben. 

WncLiuant ©eüjelleö, bie fifittetljaab £>. i."7, 
Stfeilcute, bie. l £cr iuiuetibtge borbere Ringer beä £falfenfonge$", ©djöuffer. 

0rltbr. )t. ^alfnerei. ©. 197. 
Slufatjen. *3)cm ^ci^oogel bie .^aiiptTna^r^ett reichen*. Sdjöpffer. S c ' f bt. 11. 

Enerei. 2. 197. 
.'Inf beeren. '33ie 1)o^ueH merben aufgebeert, lubent man frifdit Seerenbolbeu 

6uieiu&äna,t\ 
ituf&täueti. *Xsa^ |iinouf Rieben bm- unteren Hugatlieber ber Öeijbftgei mit 

einem ^aben*. S^ geid^nt) jur üorlftufigen SBlenbung bei a betragen ben Ralfen 

unb mar nur im ÜTCUtelaLter gebräudjlidr Wan unterfdjieb ßaiu uno fjalb 

aufbräuen, [e^terefl &4efe öwd! trrit batwni 9tnge ober mit einem Sdjetn auf* 

brauen. 8d}öpffer. griebr. II. ^alfnerei. ®. 196. 
$fiif&*et)leu. 'Vit Slügd btnöcif, bamtt bcr ^alre ntdjt fjiringeu unb flattern 

fcim' 2'riiüpffer. §rtcör. II. ^alliieret, ©.196. 
Änf&ang, ber. "2fn 9?orbbeutfdilanb ber <2d)nce ber ftrfj auf ben 3 lucl B K » u "° 

•Pen ber ©äume unb ©trautet anfe^t*. 3 u Mfl* etngetreteiieu ^tamuetter« 

rinfdite bcr 9tuf^a«g forttvä^xmb »ou Den 3> oei a ert herunter. JDtfdj. Qafleritg. 

1901. 2-. 83 unb 66. 
^uf tjanben. 'Tic $aliVnfawe ober \wibe auffet>en*. ftriebr. II. galfneret ©. 196. 
Wufneomen, jld). i^0Tbbeutfdi.> "fortfliegen* oon ^eöetrotlb. SSßiib unb ^u»t&. 

1899, 3. 336. ©td) mieber aufnehmen r)?orbbrutfd).) '©ofort auf ben 

€dmt} Aufanuneubredjen unb bann ebenfo fdjncU mieöer fliidjtig merben*. ©r 

3fb«i. ix. 4 




50 



Q. Stimmet, 



irenhlufev, ber. *3» Storbbcutfcfjianb fSfttntirftoatt für gawlenjet*. 
iTlttinc bie, (9h>rbbeutfdü *3uuge ©Aren*, ©t. ftubetrud 1901, 3. 4 



ftur,}ie 511 91abeu, naüm ftrfj mbefj mteöer auf, um baaon MI flutet. $3ilb 

1111b äunb. ik:<h. 5 «w 
Wufrlrfjtcu, fldj. 'SBenu ber 3ud]S tmigjam aufl bei: 918$« rammt*. $tfdj. 

prjfig, 1901. &< ft 
Huagünger, ber, ( gaireitjagb. ) 'Senn bex gatre bom ^al^e gefjt, fa nennt 

mau ibn einen Stuart nger*. 
Hutff eilen. {$n Cfterwiet) unb Utfürttembera.,} '©et 111 ein ft tige i rfi t'i c lies 3t Cid 

©IIb entrammt itnb utefit mein* au£gemad)t tuexben raun 11 üb bie Sdutgivunbe 

bewarbt ift, olnie bem Stier fünft gefd-jabet ,^u baoen, [0 bnt er fieft ati£n,ef)etlt*. 
ftu6traflcn, (§n Cftencicfj. 1 'iHcmit man bie Vergttng hü $otfmiMbc6' auä 

Qtftliiebten, ftctlcu Skrgfteigcu unb Segnen". ©Hb unb $unb. 1898, 3. 768 
©äx, ber. i'Oln OaeTfteternwrr.1 "SlltcS mfinnltdpä SPlurmeltter*. ©rfd). 3flnenta. 

1904. 3. 397. 
Bfl 

ea 

Vabtucnte, bte. **Dte ©cibetnaitne ber gfallen". ©dpityffer. ftriebr. IL Äallnexci. 

6. 196. 
Vati leren. **JM't ben ftlügelu peilfaen*. (53 neübiebt bicä AUioeUrii, roenn 

ber ^nlte auf ber Werf, ber ftule ober ber Qauft ftctjt. Scboüffer. gfcUv. IL 

WuLfjHTet. 3. 197. 
©alAaxle f. nmltfier unter fingen, 
©eljj'buribe, bie. f©«ltenjoßt^) '^cmöfmlidie «täbernunbe, bie hixj bor bem 

Säger fudjen unb SBageL auf jagen*, 
©äffe, ber. Starter Steiler*, 
©ebretet. (Qn £nnm>&et.) 'geft angefteüt unb beAablt*. Ter Qcaviff L>e= 

broteter Säger beö g H ber #annoüirfdjen Sagborbnimg feut aorairö, bafc ufta. 

SBtib unb .fmub. l«9!t. c. 'HM. 
»etf, ber. "Der ©djnabrf beö Ralfen*. SdjAoffer. ftrfefc. II. gatfnerci. ©t. 197. 
SHtcf Alexen. "lern ©ciAbogcl $x(i4fhuf reiben*. «3dtjßpffcr. ftriebr. II. ftairnexei. 

®, IOT. 
©et auf, ber. (ifforbäeutfaV) *55cr üon einem ^orftangcftetlten ,51t benufwütigenbe 

'■Wnlbfomp'ej'. 4»Jllb unb *pimb. 1889. 3. 673. 
©eil, bte. Tic 9tpUe, bie Eteittc rimbe Srficüe, mcldje an ben Daumen ber 

©etjbdßd bcfcflißt t[i\ 3d)äpffer. griebr, II. gauneret. 3. 197. 
©cluberu. i.Som 9Bolf.) *$yoUfreffen*. Wut meun ftdi ber ©olf fo ftarf bz- 

[ubext t)at, ba& ib»( bo# Saufen fdimer wirb. ^tfd). ^üflcrjtß. IflOO 3. &80. 
©efdilag, ber. *Do3 Cuerl>DU ber ©ifjftanße für ben IIQ11 bei ber $ntte, e* tft 

mit 3d)affeß bcfdilagcn*. *Sacauant:@eoj}cne^ bte ^tittenjagb 3. 156 
©efpannt, (Sorbbeut)dj.) '&in 3;eidj Ift beipaimt, menii er mit 5«f<*i c » befefit 

iff . S>a ftetä einer ber größeren 5et«be ben ©tnter über befpanm blieb unb 

erft im jtaelten ^fa^xe abflepfdjt mürbe. 3)tfd). ^äflcntg. 1901. '3. 346. 
©eijmngeii. '©in ^cniblßuiiflömlttel für bte galten , ©ö gefdiiebt, inbem 

ber ^alfonier micbcr^olt ben aßuub mit Ifoffet füllt unb MtÄ auf ben Ralfen 

nu^fprtut. ©djöpffer. fttiebr. II. gaifncrei. 3, 197. 
Söettcln. Stuf ber ;Hccf betteln, faßt man, tuenn em imrnfitfler gaire bart umber* 

läuft, ©diöpffcr. griebr. II. gaBnetel. 5 19T, 
©tun, ber. t«ud> iötmiemann.) '©iefe bei ben ^atfanieren ba& fobagra ber 

gölten*. 3dw»ner Jjiicbx. !i. §alfne«i. 3 197. 
©tefen, bu« lf Da* burdi bie Madien unb ^tofenbrcGmen wxurfacijte ©cratifd) 1 . 
Situ rfu 6, ber. ©In fialle, ineldjet Bi'fl ©rünüdie faUcnbe ^üßc t)tit, mie 

bie fKobrbontmel, meldte alt-fra)iiö("ifd>: Rutor fielet, itefc J«k ber ^öfee ift 

ein ^cidicn iitgenöliriien Älter« unb galt ü\M RCRStgeidiett baben 91bcl§ unb 

fmbet fid) befettberl bei notblfdieu gölten edjöpffcx. ^jtiebr. II. galfrtereL ©. 197. 
©tflfttnte, bie. (Qn Satern.) "Dnö iwtjaftiriiifle SBßfferbnbn*- 
^lottern, berumbtdttern, jublätteru. 1. (^n Ofterreidi, bom SCuerboöm. 

'Den ©taub ftet^ unrubig med)fein, aber a\& ber 9tübe jumedifeln*. 3Dumu 










dlfl$(cre jui t>eit SBörterÖiidiertt bcv 'JJeibmaitttfcfptBdiie, 



51 









2!a£ HucrroUb. ©. 9. 2. f^n ©teletmart) 2>a6 $afe$t$n blättert, btö ift 

ber glßgdiifjlag beö ti*cuilgefd}on"encn ober lierenbenbeu jpajeUmbneä. SJnlenti 

nfcfd), öoÄJpofelöu^n. ©. 187. 3. Stöbest ®n £tnt) 'Shunfttaul beS GtamS: 

bcrfeö". ©Hb unb fcunb. 1899. f& 344. 
SiUttcrmonat, ber. TSprir. 
SUattidjaufcI, bie, (JJn ber pTeugifEtp-potnifd). ©renje) *ba$ ©djulterblatt*. 

$Mlb unb $unb. 1898. ©. G74. 
SBlenber, Öer. (SfrKbbeutfö.) *(£in geringer ^iridi". 
Blöße, bic. "Sit Stbüringen unb latent ift bamtt eine jog. ßiditung ober ein 

abgebauter £ftafbfontyle? rjemelttt*. 
Slume, Die. Süer SRotib ber Rennen, öer ©rfjnjlnflett {gflügelt ober beS ©taartetf 
tiftom&ä) ber Ralfen, jpetin et alnoeirfimbe ftaebe fjat. — SBie in b« 
lerfpradie bie roeiBe ©ptue ber £unte be$ gudifeä nudj SBIunte beifet. 

edjööffer, gtitbt. II ^oltnereL ©. 197, 
SBobcneaUe f, jporbbaije. 
Sobeuftänbig. *Äof Öem 39oben befuiblid)'. £a$ «ber audj bie SaatträJ}« 

bob tnftönbige Hefter imbrbcUigt toffcit uürb ufro. 3)tfd). ^öfseatg. 1903. ©. 65, 
SBouquct, ba8. "SSJemi beim treiben große äRaffen Don Damnen auffielen, 

fo nennt man bau ein öüuquef, -Dtfrfj. ßagbbud). 1900. m. 43. 
$*ranbf[äche, bie. (9n ^orbbeutfrliloitfu '«ttl burd) BtaEbbuntb eiugeäfdierter 

«ßalb&rtiqrtejf*. Stfa. 3ägeratö, 1903. ®. 352, 
IBrefrl, ber, Ter Wiemen gum aitfbreljfett ber Ralfen*, ©ctj&bffer, Tyriebr. EL 

^dlEnrreL 3. 197, 
«tom&eniic, bie. (3» Stall '«uerbennr*. 99ttm XaS ttuetmilb. ©. 9, 
SJrtffeln. iSteim «utrtottö in Cftcrretd).) *2)ie Sofung uom Staunte fallen laffeit*. 

HBurm. Itafl Kuermtlb. 81 B. 
Stuef, ber. 'fiebern am SBrnd befücn beim Ralfen bie biefen f^Iaumfebetn 

unter bett Stettctfebttn bti ©dmmnje**. Sdiöpffct, Qrieht. II f^alfnerei, ©. 197. 
©udi, bot. *Qn Oforbbt'utfdilunb bic ^udurwfi ober bie SBudjerfern". ©t. fcnbertud 

^aljra, 19. S. 39. 
Sudjeli, boö. tSdjtoeiv 1 "©fr&ftrmifl*Ä Ätafferijubn". ^pmibcfport u. £fagb. 1904. 

©. 1006. 
9u(fdf ad, ber, (©teterttW*) "SHucffatT. SJJttb unb .fntnb. 1898 &. 337 unb 768, 
39 unb, ber. ©inen SJunb madjen fieiftt e$, rann ber ^fatfe fidi beim S-ionm auf 

ben Dfoub fdjrflg fcnTt, ober einen Soge» befd)retbt. ©dicipffer. griebr. II, 

fairmret. fe 197. 
^ittterDofe, ber. '^ti ©übbeutfrfjlanb ein ^iem(id) junger unnitägeuiadifener 

getbbafc*. 
tione, bie. 'Sfett&Ml Q*ejtetl mit Sheu^rienteu, auf meldiem bie tHotfen gc* 

tvngeit würben" ©djöpffet. ^riebr. II. galfnerei. ©. 197. 
S|ongteten. {^u JEorbbeutfdjlanb.) 'Syenit ber SditDri^unb Don einer ^äßrte 

auf bie anfeft Bbetgebt, fo diangiert er". 3)t|d). .^äßerätg. L904» ©. K67. 
5)omöf nta die n. . ( " Sübbeutfd), icbei^aft.) "Sd)teBen". 
Xedc, bk\ j3n Cfteneid).! «uf bic S)crfe bringen, 'ein @türf ?Bilb in maüh 

gercditer föeife erlegen*. 
Teden, bie. Wwd) Tlcdft'beru. Tie mittelften jroei ber Rennen ober fBctlKf* 

ieberu beö 3tanrteö (©diroanil, roeil bie übrigen banuttet liegen*. Sdiö^ffer. 

,>ricör IL g«ttnerei @ 187. 
iidr beefen. *3tdi betn ^luge beS 3SJilbeS entjte^en*. *öeefe mid) gut Mittet 

bin rtftat Säumdjen ber SDftfutifl. rtjdi. ^ägcratg. 1^01. ®. MI 
Hinge, bie, 'golfeu, iocld)c tiidit |d)onau§ bem f>arfte geuotimieit, fonberu 

ßcmö^ulidi tu ber 9tflbC bfJffl&etl cingefan^cn inerbcu, toemt fie ir«entgftcn^ 

j'dnui auf bem äftc fiebert föunen*. CfcdjApflwr. griebr. IL TjjaLInera. S, 197. 
^tebn, ber. Xberfdjentel bev^ Ralfen*, ediöpffcr. ö^iebr. IL gaUnerel. ©. n»7. 
C eafile, bie. "itleiuer XoPOeltrlrbel an ben gralfenfcbuqen*. ©djäoRer. triebt, 11. 

golfUiTfl. '■£>, 1!<7. 

4* 







tS, ©Um m FL, 



'.t, bic. I 3«t 9cDrbbeutfd)!anb. i *3$ilbente\ 
riktmen, bie. <$ludi fiofen.) 'Die Innren ftlnmnfebern om ©tfienfel bes Ralfen*. 

Mpffer. &tiebr. II. gatfneret. ©. 197. 
?tuifi, ber, ^ ie SDaunen ober Sollen bei jungen gölten". Sdjöpffer. griebr. U. 

EMImcrI. ©. 197. 

rvtUfcii, ba«. (ftorbbenrfö.) **trelfcjaßb"; fön Ur tiefen auf ©owen nennt man 

wenn ffitlDfaMe« eiugefretft |i'ib mtb Darauf gejagt nitro, ©tf'rt». Scigcrata,, 

1905, 6. T70. 

: ,1)90 00, ber. Ten ICiirdjgang geben Jjeijit e^ioenn ber fralle unter bem 

vnlftöfet, ouefj njoljt wenn et ifm beim 's>tofce Uenl^rt, ofme um ftjfl 

f (blatten* > «djöpffer. ftriebr. II. SfctftitatL & 197, 
©Igeuiagbberr, ber. 'Derjenige QJrofjgruubbefi&cr Ift Stgeujaab^err, meldjet 
, jefeftltd) Ettfttmmte&nja|t Upii borgen @ruiibfläd)e f mortui;? n&)()3Rorgen i 

Vlcfcr, tJfefrn, |Jcl& mib SSalb alä 5Ufntnmcm}cmgeube3 @ati.)e fein eigen nennt; 

nur Metern feinem fiigeutum Eann er ble ^agb, at)ne biefelbe ju padnen, auö* 

Ofen', Stfril. 3äget$tg. 1901. m. II. 
IltnbalAtiT, firfl (ÄWl 3t»ctl)o5no '^mnict lebqofter bälgen', ©urm, 2)a& 

Äuertiulb. ©. 9. 
.iflnger, ber. (^airenjanb v i 'SJemi ber Weimer ju ^ol^e fliegt, fo nennt 

man Um einen ütuajiuger*. 

triff, ber. 'Sic ftorfe galjrie etneä tingefdjofieneu .fpit)d)e$'. 3$eibtuer[ in 
Ixt nnb ©Uö 190R ©. 11, 
Hinlegen, öa*. (Sil Cficneid).) *^om Sluerbalm in ber 93alj, wenn er öcn 

jimiptidilag maefr. 503utm. 2)ae Äuerotlb, ©. lü. 
tf Inf Jänner, ber. ($n ber qjroüiuj s Meu.) '©ttläuftgeS alte^ iHorberlabeigc* 

mdn'. SDtfä. 3BM 1*A ®< 10 *- 
tf Insel ganger, ber. '«ltcT#irf<o, ber flri) Dom 9?ubel getrennt tjat tmb außer 

bei Sfrunftjclt allein lein*; baäfelbe beim gBIlbfdttueiit. 
(5-ntfiDofdjel, ber. Qu £fterreid>.) •©djeijljafter Slnobiiuf für etilen bal^enben 

Äuerba&n*. ©ilb unb $«nb. lti9ö. £, 755. 
Entenflott, ber. (31« ber Aurtfrfien ftegnuig.l 'SBaffertuifen, iueld)c Hon 5m 

3£flbenteu fem gerne gefnffen urerbcii'. Drfd). &ägeqtfl. 1901. £25. 242. 
out Heil) neu, *£>u? Qtbjdiiet$u ber $a§ncn beim gebermilb, wenn bereit Qat}t 

itldtf" nie&r im ridttigeu 3Vr£nUtni3 ju ben Rennen flcr)r*. 
(Jntradj, ber, (9n bmjer. Öfranfen.) 'Stlbentc*. 

»ädjet, ber. 'Sdnoon^ bee ?titerl)nl}n^*. SSutm. ZtaS Sluenuilb. ©. iO. 
SäÖrbelje, bic. ('^iii Sdjnjnriinalb.) 'SEUeiblldicc ^»di#*. 
ALiitnifaef, ber. 'dm leinencö Scicfrfjen, mcldvo bem itörper beJ gu fangeitben 

füllen mtgefatir angepaßt ift itnb in nieldieö bcrfelbe Ejtiicinajcftein rairö, fo ba& nur 

Stupf, ©djiuonj unb ^ü^c frei bleiben*. ©Aflpffet. j^riebr. II. Q^llnerei. ©. 198. 
f >altcnfdielfen, bie. 'Rleine <BtfjeUen r toeldje nn beit $angfd)uf)«i ber gatfen 

nnßebrrtdit maren, bamtt fie beim Verfliegen m SeljUöflel leidster crfotiitliclj 

loa reu*. 
fta(£eii, baö, "©« 3?uf, uieldjen bie ^niren in ber ^freitieit au^ftofeen, loenn 

fie fid) begatten motten*. ®afl$ftx. g-riebr. lf. gaftnerci. ©, 19». 
^ol^pedj, baö. 'f^älfdilidic Seileimmtg ber Intraergartigen Sofung aller S5Öalb= 

gfiyttet". WJurat. 3)o^ Äuerroilb. m. 8. 
gatigttaue, bie. *'^er untere jünger am galfenfuije, meldjer i>orj)ügUcq «tm 

^dilagen bient nnb mit ber Sl^ffaue babei einen ierciö bitöet*. 5dHWer. 

griebr, II. öalfnerel. ®, 198. 
3angfd)ube, bie. '^öeidje 12 Gentimeter lange Ofiemen mit SPlQ'dsen, mittele 
" weldjeit bte jMtfje ber galfen geFeftelt mürben . 
gaul^ürfdi, bie. "ßu ttutjergett)öl)niid)er ^<igeSjeit unb Söitterung pttrfrfjen*. 

©t, ^übertue. 1906. W. 96, 
Öeberpille, bie. "SKon nennt baS ÖJeuJÖHe beö Ralfen Jeberpide. Wlan nannte 

libtißcnö aud> bic StlLlmpri)eu fo, tvelct)e man Oon f>aut unb gebcni, ober aud) 



«AÄtefe m *>e« SBorter&ürtieni ber SBet&mnmuifprattie. 



53 






wobt tum SEßerg Lulbete, unb bcm ^alfcit unter ftleifdjftürftit gefjüllt gab\ 
erfjüpffeT, ftdebr. 11 galiuereL ©, 1.98, 

Beuditfacf, ber. "35ic £>arnblafe ber $irfd)arteu\ 
enfeiöfjctat, ba§. *3?ie 93eiuubnng, iueidje beu jungen Ralfen angeboren Ift 

unb meldte man mebcr fraatt nortj ©olle nennen fauu, obgleich f\c beiben 

nmielt', Scti&^ffer. griebr. 11. galfncreL 6. 199. 
giti, ber. ($n Ccfterreidi unb SBauemj '^ti&tger Soben, afloorgrunb, SBalb 

auf itaffent SRoorboben*. SBurm. 2)n$ ^ÜCuenoilb. ! 3. 11. 
flaggen, bie. "Die uier Sdmnmg ober 3 dmltcvf ebern an tat jyalienfdmmige, 

rocidie am Oberarmbein fi^en, jeöorfi nicht fo biebl auf bcn Scnodjen als bie 

Sönnntn*. ©d)öüfier. ftriebr. 11. gauneret. S. 199. 
g lüget, ber. (^alfnerel.) 'Salm ' $lQgel helfet ii'&cg fttodjtge unb fe&nige GJlicti, 

nn rotfdljem wenig Slyfleifd) filji unb roetchefc gemblmüd) t>ou einem J&ufme 

ober auberem größeren tuoftifdimerfenbcTi SBogel herrübrenö In ber Rationier; 

tafdjc getrauen unb bem gfdtfcn iut Sßerufjtguiig gcreirin \tmb\ Scböpffer. 

ftriebr. 11. gauneret. <3. 19©. 
ftrebicr. ber." (Öfterreid).) *2SÜberer\ 
§rone>, bie. *35le nof;c ftiottG falffo ocl ^afenflnii, tteldjct mit Wiegen nerbunben 

ift. ein Etäjnupfen ber galten*. Sdjüpffer. ^riebr. II, gaüuerci. ©. 199. 
löpaß, bie, (Ota ler mar f.) *ftud)(*jagb . 
KüiÖää, baö- (3litcr frtinfifdjcr 3ägcrau3oru<t) *$a)enpfcffer, #afenjimg* 

£er 3<igbfmmb. 1902. ©. 814. Sgl. $m IV ';> 0, 7-11. 
gfftfee, w«. *®o beißen bei bcn galten bie gongen Plauen iamt ben ©djieubeiuen, 

fllfo ba#felbe, luciä in ber fonftinen ^ägerfpradje f^änge beißt ftn ©aijern 

nennen Qud) bie feiger iiDrfj heute bie ftftngc bes $abicbtft 'Jnfee, bte be£ 

"volfen aber .£>äubc*. ©djflpfjre. ^riebr. 11 ^alfnercL @. 199. 

Worbbeutfrfj.) £=ic SRebgais b<n ein ttu) bei ^uft, "filUrl ein fäugenbeä 

mtj bei rtrf?" 3öüb unb .£mub. 1899. & 153. 
(Manier, ber. 'SDmunlbhe SÖilbflnrtS'. iSfororoiief. ^ur guten ©tunbe. Qabr^ 

lattg XiX. &cft iL 
(yebinjt. 'i-Hebinstc Qtöetn finb bei be» galftti abgenii^te ftebew, bereit ga^ne 

[ürfeubaft ift; biefer ^uftonb fnub fid) am bäuftgften bar ber Käufer*. Sriiüptter 

Aiivöt. IL &a!fneret. @, 199. 
©eimi^en, bte. gjtt fett^et. Qhmtlfeit.) ^iebitje", 38U& imb .fcimö. 189!». 3. tSS. 
@t!nä - rf, ba$. f'^u Wotbbetttf^tanbj 'Stoä bttrre Melfoigb>!a, fieiuere Bmctgt' 

unb *Jtftc, bie hmöerub auf best ^irfdiiteigen unb Gkrjiiclfeu liegen, ben Srfatg 

be© ©iriebflOHgeä ferjt tu Atwifel fteüenb*. ÜUüb unb ftimb. 1898. 3.674, 
©clab. (3n 3Bürttembcrg.) *Der i^nntf ber Treiber nn bie ©djiiljcn, menu dn 

f>afe in bie ftäfjc tommt'. 
«ereimelt. ^it^itol.l *9ln#geworf)fell^ -Der @am46att Ift bon Glitte giobentber 

KB ^agbJLijluti gerelmelt. ®t ftubertu« 1905. ©, 590. 
ü>efd}ieiblatter, ber. (ungemeiner Uluöörurf.) '©tu 3«ftrumeut, um ben Sant 

ber 9tebgntö jur STuitftgett uad^uoömeii*. Ser rcutfdie 3 ä ß CT - 1Hf ^ 

S. 208. 
©efttUH 1 !. '©kftuppte iA'uneu unb bei btn Ralfen folrbc, tueldie bcn ©rimat 

«igen {fiefje bort), geioöhnlidi bie golge be£ s H?mige!e- ber 5?Hjung" . 5rfi5pffcr. 

griebr. II. galfnerei. ©. 199. 
uebrftruiupf, ber. <^n Söürttenibci -g. j 'Mcireßrfuueral (Uli fieber*. 
ßltften ^TälllgemeineiWuSbrurf für üergtftenV güd)fc- gifton. SBacqunnt^eo^eiled. 

ÜJMe .v*i!ttcnjngb. 1896. ©, 155. 
Ölcpfeu, einen ftlepfer tun. (f^nt SduoaTjroalb.f *3)aö Äuappen beim Kiiec« 

babn*. SBurtu !Dal auertonj. 3 LS. 
ftliegcrhunb, htt. *3n Xirol nennt mitn einen 3?ad)31junb, ber äuberläfüg 

einen fttiäß au| bem ©au ipretigt, einen ©lieger^uub*. 
Qllöctcin. (Jii Ofterretdi.! *Xn« Sruap^cu beim 9(tierfmr)n". KuKlR. DnS 

Äncrmiib, ©. 13. 






ff. Sttnmel, 



^tamtenljttflre, bie. ^n tforöbeutfrfiianb/i *£1e [fingeren ^aare im Vfatoljtcb 
be$ $aarratt&nrilbf6 im ©egenfa$ ju Den für.^erm SSoUbaamt*. Q^atafttriftifai 
fmb Mt [äugen QSrönncu; linb bie ffirjpren ^Jodhoote 3)ridv ^ägerjpff. 1901. 

(*4raupel$, ber. $n ftorbbeuti difaitb. | *£er SBoLfV f8üb unb fmnb. 1899, 

3. 131. 
igmurptf, bei. *2dKt$&after Äusbrud für bcn SBoir. 
@!drtj((, aa$. (goUnerei,' *Bo M%tn bie Safern ber gflaumfcbem ml Hernien 

an jcbcT Seite beS erfiafttS*. Sdiöpffer. §riebr. IL gotfiieiti. ©. IM 
iVrimal, ba&. igalfnerei. i *3o nannten bie SfemidKit im SÜittelaiter bie SfranJ 

bet 93ei^to&gri, roclttje m IBrftgeit Stellen bet ganten beftanb, iwldjc Hei 

Ouncinfdiiiitttn gleidwn, ton uiiregrtmäfjigeT unb 411 fuappet Stfcuug mäbreub 

btx SRaufer brrrüb/renb unb meld* sHertor ^Jacin# nadi ben &n§pad)iid)t'n 

SrplFonimn: iningermnl nennt*. Bcnöpffer. ,>riebr DL i>alitierei. B. 191 
<9 tollen. {f$m Würubergcr 9MäftmaSt.) *$>a& borgen farnfftuerbapn*. Shirm. 

Etof Änernjtlb. @. 12. 
@rof$c, ber. i^n Cberfteiermarf. 1 'Der Äuettjabn betfjt bort fdjledjfiwg 

©io&t\ SButm. 3)aS «uerratlb. &. 12. 
©raüoögcl, bie. 'Sic SKiftelörofH bie 93adifr[brrbrofic[ unD bit dtinqbroffel 

iDcrbcn in ber ^äßer?pi:ad)e (ttiofjttögel genannt*. Xtfd). Qäflerjtg. 1903. 0. 442. 
CBrftnbchi. i^n €iibbeurfdi[nnbj *2öenn Öre Silbenten auf beut ©äffet firf} 

umfippenö mit bem ßopf nadi unten unter *8nffer nad) 'ftaljruug fudren, fo 

grihtbeln fte\ 
^rönrorf, ber *5rt>er,i&after Suäbrud fite einen ^täger*. 
©ftan^eln «Indien "\it ^tetermarf 1 'IDitä ©atyfpiel, bcfotibcr^ ba$ Sdilerfeit 

beö ftuer&a&ues*. SJurin. £a£ Wueriuilb. 2 12, 
©oft, gflftf« £ubu. (an 9iorbbeutfd)latib,i "fjtite wegen Altera. Äranfbeü ober 

SWangel an $äljnen unbefruchtet gebliebene £enne, autf) ®elfc£*tme genannt*. 

«Jurm. <btt& Slueranlb. m. Ift 

Saarf äffen, i^n $aierru '3ieleu\ t*fojßgntf%. 1901, ©.360. 
aarfdjlag, ber. iftn Cfierreiet}. > 'Sdintttbaar, nbgefd}onenr& $}artr\ 

unb £imb. 1899. B, 403. 
.pangeüt. "SJemi ber gälte mit ausgebreiteten ©dnaingen in ber $nft 41t 

fd)n»ben fdfeint*. Sdiöpfrer. i\riebr, II ^alfneret. ©. 199. 
^aga rt, ber. * Orfarünglid) franjOiifön Salfomera»*bnni.) %Ettl Jnire, ber 

jtim erftenmal gemaufm bat; etu forfdier .^agarb, vueldtfT eö fdjou uoct oöet 

mebreretnal getrau b^at*. (Sielje 'Biaötirt.l ©rfißpffcr. ^xi^t. IL ^[fnerei 

©. 199. 
0aöf[fpri^e, bk. (an tfterreid).i 'SBtlberergemeb;?, and) a!te9 ?Jaucmgenje&r". 

Btlb unb't>«nb. 1«98. ©. 708. 
£atynenbetUer, bet. t3"t Sdjnjarjmalb;! '5d«ri&aft«v 9lu*brua? für fota>e, 

bie fld) aßent^albeu unb jnbrinßiidj ^ur SCuerbabujagb felbft einlaaen". Surm. 

^ae Stuerrotib ©. 12. 
|>abnenfebrig. (Qu ©ubbeutfctjlanb > *Seib[td)Cö ^eöermilb ift batntenfebrig, 

st)enn e* htm männlid>c:t in ßcirfnumg unb garbe be* J^^^f' 1 ^ S&ntid) 

ift, audi ganj atte Okltpennen*- 
Oabnenfrr, ber ,\\n CfterrtidiJ fkm ßabncrikttbl ä^nltdi. bod) mebr eine 

tbmifrfie iHoile auf ber «luerbabniagb fpielenb*. "?öiirm. ^)a^ «uenuilb @. 13» 
tmbnenfieber, ba#. '©ie übennäfeige ttufregu«a be^ (Sdjfujeu bei ber Satijagb, 

gleid) bem fitrfdjftcber'. SBurm. ©a^ ^tuenüiib. ©. 13. 
^a&nengeredjt- 'Sin &a6nenflerediter ^Sger ift ein mit ber ttattirgefrfitdft, 

fiege uttb 3agb bcS ?lucrgeflüflcl& grüuMid» oertrautcr ^äger". SJtrrm. Da5 

Äuertoilb ^ 13. 
^a^nenläuftT. ber. *@in umoaibmännifdi bem Äuei ge flQget tinb Öirfmilb 

nadif! eilen ber, meift bäuertidjer ^dger*. >3Bumt. 5)aS Huerroilb - 13. 
f»o^n in Wii^ 'Sdjonäeit*. Söilb unb ^unb. 1899 e. i 



ftodjlcfe iu bcn SBÜrterbürfjern bei 33ettm»nn6ft>riMbc. 



55 









frabnbeTiofcv, ber fön CfterrctoV! 'C£in Sffantt, ber bie Slucr-- unb Sirrcjäfjtv 

betört*. Stlb mib piuib. 1898. 5, 765, 
ÜQlen, bic- "Sie mittleren ftlündgelenfe bet &a! feil, ftnb eigentlidj bie borberen 

ober fkmbgelcnfe'. ©diöpff« griebr. IL ftalluerci. 3, 199. 
f>all, ber. "3)ie jgmnbe Eoinmeu ber Sau über ben .ftalö öeifet: biefeibe onpaifat'. 
^auftauen, bie, (fralfntjaflb.) "Die täflet ob« ftraüeii beä SKaubbogcLS*. 

Sdtöpfftt, gttebt. II. galfnerei. @. 199, 
^amfterbatfen, bie. (Jgn dforbbeuifcblanb.) *33cim Qfagbljunb, nwtin bie SBacfen* 

Partie au breit Bf. gclbmamt ift Caiibfrf)fufl mit irijt »uenlg <£ijpu*, tjnt 

3fli&farbe uub abuebetiöe ^amfterbacfeii. SBllb uub &unb. J900. ©. 156, 
€>afcnfarg, bcr. {Qu <5arf)ieiU *$aabtafd)c' . 

Raffen, '©tofecn'. Sinken Ulm fjofkn. it>aquant ©cojelleS. XHe^fttieitjagb. &.1 r>7. 
$iebfd)ufe, ber, CQfn Cftcneidu TBer 3ianotfd)iiri J»m Partien für bte Treiber, 

baß dk ttiiB beamueu feff, $Jilb uub $unb 1898. ®< 758, 
£eibebürfe, Dit. (§tt ber 3HorI iSriiiibenCutTQ.) '{ilrfdje mit fdileriitcn ©eirel&en, 

»le Fie tu Stiefernrebtcren, uo nur »eniß iJlfuuß ift, Ijäuftß borfomiuen*. 

Dtftb- 3ä B er4t fl . 1904. @. 278. 
fjere u ringe, bie. 'Die mala £ reife, meldje bie (iklü jur 3^' ber 3iefjbnmft 

bei ber 5lud)t Dor tbrem tarier lefdireiüt*. S)tfd). .^ägcrjtß. 1903. $, 4ül, 
>>ic&, ber. (ftn Starbbciufduanb.) Öincn Eräftißen ißicb aud her gfetbfUifrfje uub 

min mit affufec btc pfeife in 8rqnb. Sßctö uub .punb. 1898. S, 736, 'Ginen 

r&zjtJgcn ©djlurf miß öer ftclbflaidje nehmen*. 3. 746. 
Fimmeln. *9Mgcmefticr Sluöbnttf, Ejciubrfüdjlidi üou Sffebbu&itetn, meint frtefelben, 

tftbltarj nettoffen, jo lange fteil in blc ftöbe fteifleti, bis fte bie Straft bertieicu 

uub berunlettrütjen'. ©Hb unb fcunb, 1898. ©. 668 u. «94. 
f»tnetnft>üTen unb £erauöfpüicn< ©r Gatte bie frlfdje gäbrte beS £)irfd)eä 

bjucingefptirt unb nidit ^eraiiij. *9ilfo, öer -£>irfdi fterft in ber DiaTung, mähren b 

bcrauäfpiircu bebeutet: 3>er .fclrfdj ift miebev Ij-crauögetoedjfelt*. 3)tfd). ^fäfler^t, 

1901. <fe. 241 
£tnf unfeit. fän ÄO?N>eutfd)laub.) *^infd)tCBen*. Xnfä. §fytx$$. 1904. @.ü70. 
^itfdifieber, baö. '3Me übemiä^lgelllufrcfiunf} be« Sdiü^n bet ber £itr[djja9b'. 
©itfeßräte, bie. (9« einem 'teil bau öberbaicru. » '%<lt ^runfirute bta 

ttx\dm\ 

jpodibat^e» bie. 'I:ic "öaUe auf Säumen ober auf boben ^eifenjarfen,, im 
©egenfa&e jur *öobenbalje'. SHJurnt. 3)osj Stuerroilb. 1885. ©. 13, 

4>odjflemeiiit. '(Sin £ui"d> ift Ijod^cioeiöt, toenn er ein fe&r ftarfeä unb bof>e@ 
©emeib treibt', föetbmeri in Slots unb 33ltb. 1*06. 3. 1. 

totb »erben, 'ätiuftcbcu, ftd) crfjcben*. 5)tftf). .^ägeritg. 1900. ©. 486. 
fltiter&»r|di, ber. (Qu ©otem.) "^äuertidicr eiudbrutf U*x einen ©emeib 

traßcubeu ^irfrfj*. 
^potjlfdilan, ber. C^m ^rinuaramalb,) "Der f>auyitfd)(ag beS 3tucx.^a(jn^'. 

Sßurm. 5)ae ttucr»i(b. 3. 18. 
4>o[A.bötfe, bie. (Qn Obcrbaieru.) 'Diejetilacit JHcbJjubueT, meldie ftrtj in nfidifter 

*RÖbe 5eö SalbeS nufbalten*. ^Uitfte. flfterr. 3flflbbl«tt. 1902. ©. 155. 
$0Tbel, btc, audi Wurdet fQit öatern.) *3)aS tuciMticniflc ^ßaficr&n^n*. fünfte* 

(»ort uub ^aflb. 1904. € 1008. M.JMB6. IV3 «. 1801. 
^orftmeife. SÖeitHufig attöfltpflansr. Über bie ganje. ftlädp finb giditeu uub 

Pannen borftiueifc ui verteilen unb ä»ot unb biefc Gruppen bon b^^nt 

^abclboli, ufro. ©IIb unb 4>unb. 1899. S. 150. 
^SuttfcT, bei. (3m Olbmburinjdicu ,i "Der .^üttetüflger in bet 9luFr)ütte\ 

Socatiant>(4co.^eUr£. 3)ie {lütteujanb. S. 156, 
junger mal, bn^. "SBon fHectar ißaciitd uatfi beit 3ln^pad)ifdien ^fallonlereit fo 

genannt. Dk Deutfdjen im "HJiuelaUcr natuttett eine ffraiif^cit ber Seijböfiel 

©rtmnl ober -fninBcrmal. 3)tefelbe beftanb um lütfiflen SteUen ber Rennen, 

iwldjf II einen 0.uerciiifd)»itteu flkidjen, oan unregelmäßiger unb ju Enapper 

ttfeung IjerTiifircnb*. Sdjöpffer. grtebr. II. gfoKneret. OS. 200. 




56 



d. Sttmmet, 



^agbgänget, ber. "©n foidjer SagbfiebljabeT, bei fein tmibgerediter ^äfler if* ' 

1>tfdj. 3äß«4ta. WO». ©. Ö70. 
^agbflti'tnbc, die. L 'Öinen ftu<t)8 ober fotifhge* SRaubiottb in bic jctifeitigen 

^ngdgrünbe befördern*. 2. "von einem PertfoTbcncii roaid geredeten Sflger fagt 

man: (&x ift in öte befteren ^agbgrüntw bmübcrgcioedtfclr'. 
gaflfiort, der. (3n *Pr«i6en.) 'Sagbbtftrllt'. Btfd). Säger^a. 1900. ©• G65, 
gflflbtmiicn, ber. (3n 4j)&rlitfle». ) "ShiÄfotf". ©tfdi. gäfleqifl. WOO 3 10. 
Qnnefcalten. '(xleuumgtc nlte wuer&äftnc irrigen oft nadl Dem SriUer, rocrai 

man fd)on den ^aitvtfdilng erwartet, flonj PlOljlid) und fiebern, fic polten tnne, 

fie öejiren*. V&urtn- ®ß$ mucriiiilb. 85. 14. 
3 1>05, baö. "©ne fit 3Bürttembcrg fpejteii iibildie Skeffurnietbode bei $a$ntT' 

tumbeu, um mittel* öeä ^odjcö jtöirifdie uttb cigcnfmuhie $unbc obne Scrjläflc 

apport ju madien*. 
Aäfcfceru, fttirti Aätfdicrii. (3« Worböcutfdilnub.) "imben*. <*ötfd). gägertfa. 

1904. <5. Gttt. 
Aab/tfdjlng, ber. '(Ein größerer abgetioiAter SBolMompler*. 
Staupe, bic. (Qm $a*iO *Unb in einet SitcTe beS Qkfteinä, in einer Slappc fnnt 

man im $nrji. erjd)eiut der Aopf und $qW eine« fnpitalen $»lrfenc$*. Wllb 

unb $un& 1900. 6. 153 
Sartaune, bie. 'Sin uroßfallbrigcS, olted, frfjlcrfjteei 3jonbaeiuel)r*. Deutfdie 

^ogerjtg. 1901. S. 8Ö0. 
Aaftctnie, bie. 'Qu ber ^ägcrfpradje bie mnbttdic Söulft unter öent Sprung* 

gclen! ber ÜRebcV 
Atmmc, bie. ($» 9?orbbeutjd)lanb.) 'SÜifier am 3fagbfleiDct)T*. ättribmerf m 

«Bort unb ©H&._1906. ®. 11. 
Aleppc in. (9n Cficrreidj.) "£aß Antippen beim Süterfgobn". SSJurm. ©a« 

Stucrmllb. ©. 14. %l QHepfcu. 
Aümmcu, oud) Aliente», ^olücujagb,) "Reifet in bie £)ßlje sieljen, ober wie 

man int gcmfllntl. t*e&ett fngt, ©teigen*. ©djöpffcr, j^riebr. II. ^alfncrct. @. 200. 
Auatre. Die. (3n ifforbbeutfifrtanb frticr^Ejalft- > 'SUteS einfäuffge3 Sürberlnber* 

getucEjr". 2>a3 StfiieEitDefcn. 1902- ©'117. 
AnteT, bie, (ftn Seoröbeutfdjlftnb.) *©dmet&e". 9SMIb und $unb. 1*99. ©. 173, 
Anodjenmüjle, bic. *Äd>erjbafter ?li(£brutf für ein alte© 39auernfiu)nDerf 

ebne ftebern, ba$ sunt Sirfcbfaljten nenittjt mirb*. Dtfdj. Qägeijtg. 1900. 

©.48t. 
Anöbelbogeu, ber. (&te|tell fttSaitm] "Srfjer^ofter SiuSbrud ffir ei» ^agb* 

eilen nadi einem 3:reib jagen*. 
An bettrieb, der Aitflbclbogen 
Aobev, ber. (fln Äoröeutfdjlflnb.} 'Stall, Aaiten'. ftrcttrtieitfobcr. Tt|di ^äger*tfl. 

!90J. ©. 25a. 
Abi ler, ber, *©in 40 tienttmetcr langer SHicnwn mit 3ct)lt^ tttttttU beffeu bem 

ifen bie 5 lti ß cl nef«Ffe<t Werben* . 
Aräd^enö Eöfeiii. (Ott ^aimober.1 'I^aö Alafiegefiijrei bei 5wd>fe*, der beim 

2dntffc \A)xk, bntS^ettjt: träd^enb föfertc, olfo das genjab,nüd)e Atagegefdjrct 

ausftiefr. Biib und jjpmib. laoo. ©. L4«. 
Ar« mm tn adieu, '^d) 1'elbft durfte mttttn im Mcöter auf einen foldien SSod 

uid)t Fnimm madien. T.t\A\. Softer \tg. 190». B.609 
Arupjcufl, bae. fftn aBttrrtemberfl.'l 'Weringey >5d)atcmptlb*. 
Aüd)el5cit y bie. ßwi yiorbbciit(d)l«nb.l l J)ic 3cü, in iwldjer bau gfeöfiTOttt 

3unflc faf. ®lf*. 3äflev.itg. ÖOL @ KT. 
Sftuten, baß. l.'iBäö »fl|ten beö fiftföcT. 2. *5a* ©ebell ber TOeute 1 . 
i'abnen. "fieigt bei den gfalTonkrew adueien, twtfl lu-iotiberd bei fungat ^otFen 

oorfommt*. (Sdjöpffet, ^viebv. II. golltierei. ©.300. 
Sänge ^enn, bie. *55ie (östgfte ©ajttttnof<btr bc* ^lügeSß, meidie bei den 

ftn'lfen unb .^abiditcn tiidjt biefelbe Stelle t)tit'. ©djöpffer, #riebr. IL gathitret, 

2 WO, 






ttnrtjLcfe iü i>en ££i>rtcrt>üdicni Der äBetbninmiöipradje. 



57 









Safltcrfdjtoaiig, &<^ 'Wannte man in ber ^atfcnjpradie einen Fünftltdj ergänzten 

<3to& eineS galten, intern man bic Stiele rtbf-cfniitt, unb jeoe &eber einleimte 

unb ber 33ogei floß bis jur 9Jtaitfer fo gut mie 511001*. 
Sanfen, bte. *3Öenn ber §atte rütfwärtö jprlngt, fo fagen Me f^nltoiüeic : 5r 

aefet burrfi bie Saufen*, ©djöpffer. griebr. EL ftalfnerei, ©. 200. 
Saparb, ber. "(Sin '^alfe, uietdjer nod) nk^t juni etftcnmal gemaufert bat". 

©djöpffer. jfcricbt. IL ftatfnerci. B 900. 
Ci eil, bte. (gn ÜfterreidU "©tficrabafar StuSbrutf be& ftörfter*! für fem 3aa> 

gerueljt*. 
£orff(eifdi, oa*. "2)aö gciuöfinlirfj auf ba* fteberfpiel ufiu. geounbeue Sttjfleifdy. 

<£dtÖpffer. ftrfebr. tl. (T a]fnerei. & 200, 
SoS&räuen, "Sa* $>urd)frfwcibtn unb Gritfernen bet @ Hintut ber Ralfen burd) 

$ernu3&febe-n ber j^aben*, (<5fe$e 3t uf 'brauen.') Sdjöpffcr. ftriebr. II. Jalfnerei, 

JIM». 

ßQrngebJrn, ba*. 'Öiirnförmiaes :Jtefige£|öru\ Drfdj. ^ägeraiß,. 1S03. 35,233, 
SKnbitctt (3feim Ralfen) *3obiel al£ mehrmals gemaufert*, ©diopffer, 

ftriebr. IL ftalfneret. ®. 200. 
SDiarenn. (3« Jirol.i 'iSpeeialausbrud für ein frugaleä ftri'tfjfrücf au* bem 

SRtutfmf . Sei einem marentten 3J?al waren mir in fröljitdjftcT Stimmung. 

SBUb unb fmnb 1899. ©. 201. Sgl. 3)3Bb Vi 1*68 unter SWftGite. 
SRaufei, ber, *^n €übbetLtf(i:lnnb in einigen Otgenbcn für HRmifelwffarb'. 

SDim Äerjtg. 1900. 3. 242. 
SJtcufieren. ©0$ bei ber Ättf&Ütte ben SL'öoetn gegenüber bezeugte $enet)me]i 

&e$ llcju". üß(iquätit<6feojeUeö. Die £>ütie»jagb. @. 1B7. 
Sttenr, f. Oltetmenf. 
SJcegfen, ober SRogqucn. ( gaifeujagö.) 'Sei ben 9fcturfi>rfd)erit Öafiarbgeflügei 

genannt; fürt bte 4 f leinen unb fetinrfen Rennen über bm 10 arofeen, meldte 

beut f leinen Snotfym aubäugen, ber im ftlügel bte Stelle be4 Qaumcnä 

tottritt. ®te fnrt größer nie" Jlaumfebern unb f leiner a\§ Rennen unb btlben 

ben lidflügel ala spuna sire alula. <£ie Reiben bie befonbere SBcfthiununa., 

brtp ber Jolle ftc au*fpaimeii fami, loä&renb er beim |)er abfeilten jur förbe 

bie ganjen ©djnumgfebem cm bat i'eib fdjliefet. ÜEHemi e* ble$ uidrt formte, 
1 mürbe er in millenlofer fRtditiuig faft wie ein ßlotf tierunterfallcu'. Sdjüpffer. 
riebt. II gfllfnetci @. 2t h>. 

et fei» i\sn Öftetwidj.) '3tt)lcdit gestimmte .r>afclfjiit>nlDefetT metfcln*. Solen= 

tiiutfd), 3)QÖ ixifeltiiifiu. ©. 187. 
9Jttc@, bie, audi ©Hfe. (^m ^ffoft unb ©dmKiraioalb.) 'iWootflrunb, Söalb auf 

naffem 3)ioor6obeu\ ©urm. Da^ ^himutlb. ©.IL 
©ioraftpQpyertn, bie. "iHJirb in ©öt)men unb Ofterretd) Ön^ auf moorige» 

Slünbeu tu ber Eb*ne Iclicnbe Äuergtflüeel genounf ffiurm, Xc^ 9lutr- 

tnltb. 0. lö. 
5Jluden. CgadiouSbrucI beim 'Sdjlerjmefrit.' 9p a(| eine burdi nerüüfe Unent 
offen Wit Datiorgerufene ßJeborfam^bermeioentng beö ßeigeftuger^ beim i'lb 

brfuen bef o^cuietirljabneuß $u be^eidinen, mobef ben gattjen Sförper efn ftcirtev 

Buden burdifäljrt, boö bie öfldife ouö ber 9Udit»ug bringen mujj. !DaÄ 
Weimeffn L90i @. 
9»tiffe(, bie. i^orböemfdi.) "Die ??ßf( bc^ ^orfimilbee'. 05tid). ^ägerjtg. 1900 

4f6. 
aftuTffeu, baß. '^ns Quarren ber SBalbfdmcpfe, ber üSnfälautöe^ SRöniidicitv". 

«3ttb unb ^unb 1HP9. S. 146, 
SKufdjet, ber, ober äfluä'et. *®a^ *Wftnnd»n beö (Sperber * in ber galhier 

fprat^e'. Sd)öpffer, Jttebr. IL Önltuerei. 85, 201. 
SKufebot, ber. (^n ßonnober.) "Sfcet 3Jifiufebuffarb\ ©t. .^ubcrtu§ 1906. ©. 116. 
SRutterbau, ber. 'SUter ftudr^ ober ^odjöbau*. .. .bepnbrt }"tdj ein alter ^Dcutter* 

bau, 100 im Cnufe Oon nun ungeföIjT 20 $ a bren ,>u bcrfd)tebeuen Scalen Itödjfc 

i^iiraben morben ünb. Tf\ä). ^ägeiitg. 1903. ©, 292. 





58 



<S, Stimmet, 



Radien ro in b, btx. (§n Ofterrtidg "£ex SSHnb ber Pon pmten lomrnt, tuani 

&nr 3^9« auf Änftanb ftebt, affo für benfeiben ungiinftig". £tfdi. £äger- 

ädttlllfl 1903. 3, 356. 
«äffen, fön «orbbeutjdilanb. i ttcgnaf. S*f& 3ßB«it&. 1900, 6. 441. 
Clörftfe, bie. 'Über bem Steißbein In ber $>aut llefleube gmei SCißfai, lucidtc 

bei Sumpf- unb SBafTeeüÖgtin Doräüglld) gtofj finb unb itjr Ol burrä äiocl 

Spaltöffnungen ergie&en, itnni ber |bget ftc niit bem 3dmabe[ g ufttüu a ot « 

brütft, in mit bem au^flieijenben Ol feint fttbrni $u falben*. 3d)öpffer. 

ÖTiebr. U. fjairnerd. 3. 201. 
Otiermeuf, ber, and) mir SRtnl. (d'i SWetflenbntg.) *£er ftfcg ober Sumpf« 

ottet 1 . £tfrf). dfftgttatg. ISO! ©. *31 unb 1905 3, 1Ü. 
$affagebeiije, bie. l&ilfeujnaö.i "2)ie SBrilje auf alte gehegte ftci&er*. 
$eTlÜTe f bit. (3pej. in Wavbbentfdjlaub.) 'Geperlt, bie Stellung beö ©etoeibeä*. 

^Bilb unb $unb 1899. 3. 99. 
Pfanne, bie. (Sta Stapfen.) "3>i< burd) <3anb unb 3tßubbäöer ober burd? 

öogerung bex UUatbljüfjncr am ©üben ^ctüotßebradjte ttu&rjpblmig*. Sunu, 

T>a£ Stueriuttb. 3. H>. 
Würfen. (§n fiaumtow. ) '3id> äßen, 9tabrung ju fid) iirbmcn*. 9fn öeffen 

#ange NcbniUb oov bem H«fltwtel in bie "äöiefe uni^crgog unb in ber biet 

liditen KnpßaiUUita. an tier ►pci&c pflütfie. äüilb unb {Hinb. 1900, 3. 145. 
$tll arb, ber. *t*üm frnn^fifdieti amtfnt, würbe aitdi uon ben bcutfdrtrt 

goIFoniereu ein ftalte ober $>abitfit üenaimt, meldet nidrt mit »eines QMetdien 

jagen mag, tfm angreift, ober ifjm feine SScurc entreijjt* '^djöpffeT. ftTtebr II 

galfnercL 3. 801. 
^Jlage, bie. 'Cnne fthluiime unb ffäufige Äranftjcü bei gaifen, iüc!rf>c aud] 

3eudie r>eiBl\ <3d)öpffcr, j}riebr. II. QuiriKtet. ©. 201, 
UUttem, [QÄ Cftcnddi» "£cn ctgeut Lidjen idebenruf beS $püfelQU&,w? nennt man 

plittern, es pltttert*. $alctilitittfd). Tta§ ^afelbuöu. @. 187. 
^luntape, bte. "Ter in ber %atbt abloeidjcnbe föanb btx ftlaumfeberti am 

fralku*. 3diÖpffeir. #tiebr. IL gattnetei. ©.201, 
'ttabrdilaflen. i3f<bbeurjd),) 'Sßenn ber Ulm an ber SUiffiutte bei fraannaljen 

Pou SHaubrrtgeitt bie ftlftgel lüftet unb bie gebem fträubt, fo fditägt er baS 

grofee JHabV ^itttenüoget. ^ie ^üttenjagb mit bem Ufeti. ©, 39, 
^?atsiimp, ber, <3n «atbbeutfd>lanb.) 'S^ie Moftrfrommel". SDlfö. ^ägcr^tg, 1903. 

3. im 

Mätfdj, ber, ober aud) Mätfdjet. (Slm ffaiferftutit in ©oben,) *^&ilbeiite* 

SRäufpern. (Qu ben OltfeeproOinien.) "SBorgeu beim Sluergcflüöd*. SJutm. 
X)o£ Sluemulb, ©. 17. 

JRaiiDjengroüTget, ber. "3ft ein iQaabljunb, b« 9iawbmitb Hdwr abmnrgt, 
ft. r). an ber Äe^le fafet, nieberjie^t nnb totbemt*. $d\ miU jugdieu, öafe etn 
fe^r fd)flTfei SRaub^engrofirgev ben ^«djä oteÖeitftt gefaxt unb gerwürgt baue. 
m\b unb #unb. 1900. 3. H6. 

Waujd), bie, obet ^aufdi^aube. '^t eine prabiforifri>e ^allen&aube gemefeu, 
mit uxfdrer mau ben galten nad) bem fangen in ber ^Btlbui^ ober auf ber 
Steife faulte; erft ber ab^uttagenbe J>nlfr mürbe recht geraubt. Die fRaufdjc 
^aube war etmaö meiter alö bie 3tatfo,rtü&e, Sdjöpffct. gtiebr. IL ^alfncres 
@. 201. 

3tetf, bie. "Die JHcd* ift ein ©eftcll, auf meldjem bie %alttn in ber gßlbnftube 
fteben*. *3diflpffer, |Jriebr. IL galfnerei. 3. 301. 

JHe&fdinelier, bie (3tt SteiennarL) *9?e&fd)ltngeu'. 

Äeif, ber, 'S>ie lidjten ^QQvfpüjen be^ ©amöbarte«". 3t. .t>ubertu^ ll*0fi 3 5hO. 

SReiljen. 'öeüen beß guebfe«*. 

Ärifeen, ba#. {^adiatuibnief beim Scbleßm.) X^aö ruefartige Stbbrftrfcu bei ÖJe* 
roebrba^nen^ fobaß ftdi bie plö|Ud)c Öeloeguna beJ 3 e 'öefingeTd auf bie £»anb 
unb fdiliefetict) in ftorm einer (hfdmttcTiing aud) auf bie 33üd)fe jfeibft fort 
pflanzt, ^aö 3d)irBmefeu 1904. ^ 53. 



^larfrtefe ,\u bell iLUUter&ßcfjmi bei SBcibMCiiniäfprartje, 



59 



"JSknc ein tyalfonlerauJbrutf für bie SEärfjS'Ejmti am Schnabel be£ 
en\ Sdl&pffcr. ÖTtfbr. It. ^[fiicm. 5.201. 

toten. *^a* Semcgcu &e§ in frdsrunbcn ober fdjrau&enfdrmigen Sinien 
itjen&cn Ralfen, tuenn berfel&e m bic #öbe Rieben ober Kimmen miir. 
&c midi leljtercö.) Sdjöpffer. ftriebr. 11. ^alfncrcl. ©, 201. 
:ii- ( $n ^djlefren.) '^Borgen beiiii9Iiwr9erlüflel*^9Öurm.3>o39t«ettoHb,©.17. 
n. ($u Ofterrddi ) 't&nl.jm, beim SBirftjafm*. ©Hb imb©unb, 1*99 ©. 139. 
dj. c^n %irol unb Obcrbnienu '^cbfjaft* bei (Scmfen. 
r, bie. (,ln 3Burttem&.) '9M]poften\ 

eren. CQb ben ftonaufifrftentüiiiern unb tellmeife aud) m ©übbcutfdilaub.) 
tu man ein ©tütf Üraubmüb ober ritten #afeu fo töblidi getroffen bat, 
biefelben fidi ftöcrfdytagcn, fo t) L it man fie rouliert'. 
t. ($n Sadifcn unb irtitefien.) "üQJttm ber 2£uerfja&u nad> fem ©infaflen 
einigemal feine 'gftanbäfte tön feine Stellung auf bnifeiben iucd>ic1t, fo 
man: „Dei £aljn rüäV\ SEBurnt. $nö 9lucrh>üb. fs. 17, 
eu. ßtH Seifen unb Stuilaiib.) 'äGorgen beim X»ergcf(ftQel*. 3üurni. 

StltCTTOtfÖ. ©. 17, 

, bie. "Ä)ie äufierft« öcr 10 Retinen btS Ralfen, rocld)e fürjjer alä &ic 

nben ift*. ©rfiöpffer. ^rre&r. 11. ^alliieret. ©. 201. 

ntjafett, bte. (gtt wßboeittfd)liiub.) "Die nadi ^ag&fcEjluß auf bemfltofcc 

febenben Reifen mnut matt fo ruegen ber ^ottgfMflgUtift*. 

, bte Scale matten. (3fn Cberiiftctreitf).) *£ta$ ©ajleifm btf Äurt* 

S*. ©mm $3a3 Muerhrilb. 6. 18. 

tarp, ber, (3n Clttjaucu.) 'Wem bic enMofeu SSltfettflädjcn, bte Ültoore 

bte itaffen £ijonbö&ctt Cli&aueflfl unten attl SBöfftt unb (hbrcld) unb oben 

Sdiuec unb (Stö betteten, nennt man efl Srfjarftart)'< 5>tfay ^ägerAtg. 

3 383. 
c!cd)t *©in (iknoetb ift fdräbeledtf, wenn cS mit ber natürUdjctt §irn= 
! au0 bem ^d}äbei berauggefägt mutbe, im Okacnfafe 41t Sibujurfftiiiigcti'. 
. 3äfler$tß. 1901. ®. 254. 

, Me, ooer audj £djcre. «Qu Cberbaiern unb £ttol.) "3>a8 <£ptel, bic 
förmißcn '-Stofifebcrn be# 33ivfljaljmV. 

tuilb, boS. (^n Cflerreid).} '©emfcn, me(die momentan ftcb ntdjt ju- 
ten tn Zwtypß aufgefjalten ^abeit, foubern au£ ulötjtidiet ©euuru&igwng 
5d)icd pifammetuetatl liabeu, um bann gejnctnfnm bte ^ludjt 4» eYßreifeir. 
ttoaiiAig bt^ bteifein <&<nm&, meift ©dianutlb, futjtcu polterub ab. *IBi(b 
5unb, I89H, 3. 738. 

fei, bic. *$er Od)rüanj bed auer&o^nS'. Sutnt. S)ae 9Uiew>il&. ©. 20. 
e f bie. (3n Oftcrrcicq.) *T)ie ^afelljiiEmlod'e*, Safeminttfdi. TtaS ^nfet= 
. @. 187. 

en, bic. '£u- cigcutlid)ett Slngcnticbcr bei* Ralfen, utdit bie ©tauen*. 
pffer. ^rtebr. \t ^aifueref. @. 201. 

n, ber." i^n Cfterteirfi.) "ütnn ber Ulm au ber Stufljfittc bei |>erauualjeii 
Hanbbögeln bte ftlügei fiiftct unb bic Gebern ftrflubt, fo martjt er einen 
m*. Sietjc *3?nb fdjtagcn". 

jtfalfe, ber. *£n£ liftüuuct)eu bee ©anÖctfaKett, obev aud) Der SBanbev- 
öbetbaupt; frut)et bat matt unter öcm Eleinemt Sß&imdjett ben matten 
t^en ebeifatren uetftanben. Man faßte ©diledjtfalfe, meil er fdUidtf. etn, 
acroebnltd) itnb an SEett RtTtttger al^ beT £fälänbei ober ©erfalte unb 
ifalfc ßefdjäfcc rotttbe*. Sttjöpffet, gfttebt. 11. ^Ifuerei. ©.201. 
tnfel, ba@, f&aQtlbt mic C^ctDöüe, Otbonfo murbc frtileimen aud) toobl 
itSfpelctt ÖcJ ©emöUe^ ßefagt*. ©djöpffer. ^riebr. IL galCnerei. &. 201. 
aern. "SDaS miebetbolte 9Iu©mauferu berfeibrn ungeroöftnlldi frü^ mtebet 
fjfcnen Rennen ber galfen*. SdiCipffer. ^-tiebr. 11. fttunacl <&. 201, 
:ertfabrett, ha$, (©et $mnben.) *^utfd)en auf bem £>tntetteU\ Bn>inger 
&h, 1900. ©. 1128. 




ff. Stimmet, 



(ftttn iQfe, bie. flgn Starb beutfdjianbJ *3paB&aftet Slusbrtuf für ein 

«Ittfi um roet)r\ Silb unb #unb. 1898. 3. 722. 

,-.,. Ofterreidj.) *3n ■ ffllnb Mummen* «riedjcn) 9to, bo .fniidunann 
tarn (djo fdjnudtot. ©Üb unb futnb. 189K. @. 739. 
\ iu<r, ober bic. *Stot ber ftaUcn". 3d)öpffcr ftriebr. 11. gaCftwel 

• rtlini'lArii. *$>ei&t bei beu gtdten Äat löffen'. Scfjöpffcr. griebr. IL gaitncrei. 

imbfUvefecrifdj. ($n ©teitrmarf.) *3)ie ^ucrtjdluic werben fdiimbctroetsentcb, 
|U werben baiäiuftifj, lljrc ®a^c tritt eW*. Söutm. Stucnuilb. 3. 14. 
KitiiiacfrMi. (Sn CuerreidiJ *3)as Stuappen be^ ^tu«hatm£* ü&utr», 

uelfc, feie. *Gine fpeciell für bic 333aff«jagb aitägdjaiunc fdimate l'iditung 

bimli bcn ©djilf, bannt man mit beut Aafui burdifa&ten fanrt'. 3)tftf>. ^Oßer* 
litt 1!HX> 5,482 unb 1^01 ©. .452. 
i djnpTfet, bet. (3n SitoU *3iurffad\ 
Cavrirti. "S«$aje «üb ber guitiä flogen nldit, fonbern f» fdjtmii 1 . fSefcterer 

Ucn,] SSJMtb u ub £unb. 1300. <3. Hö. 
$ dir i>t|pr tue, tote. ($n 9toT&beutfd)taii&, 1 i 'SBNbcrcrftciuc&r, audj alte* Saliern* 
pi^t 1 «&U& unb |>unb. 1889. ©. 180 uitb fcrfd). aflßer.ug, lvoi s. 510. 
.' »ti ii tUui cli, bau- *Siit fflurti, in loctdiem ber ^üc;cr feine ^agbrefutiate genau 
A idmct\ Dtfdj. 3Amfe 1900l ©.434. 

iniuaiftPiUDct, bas. tDoS alte Ipulucr, int Öegenjatj Aum rauddofen ober 

nuu!)frt)iuad)m ^JulD«'. SDoB ©dneüraejen 19(Ä ©»41* 
*2>e Öcti, öov. 'SBirb in §ejU0 01l f öic ©utneÄtflrtgreÜ beö Rollen für Srblicfen 

iH'binuriu. üWidtf ctroo klugen, rote in ber fonftigeit ^gerfüradie'. S)er j$al!t 

OVtjt auf ben Staub, ©diöpffer, S*i f &r. U ^alfnerei. 6. 202. 
&rbiK, Mb Tie 4>ü[jc eincä ftcineiEjeä b« ftorm und) gemeffeu*. 2)ie @e* 

Imnt&atjc bev Stangen in ber Sefjne bau ber 3ptije ber 3d]rtufetu bi$ Aum 

unteren Sianbe ber Jttofe gerne ften befragt ufm. Safjer ber Stu&brutf '«ebnen« 

ijobe, SBilb unb $unb. 1*99. ®. 134. 
Renten. 'So* fliege» ober .fterabftütAcn ber Ratten llüI & *>« tfcfl ,511*. 

3Katt fogt; Gr fenft fictv SdiPpffer. ftriebr, II. f >nltnerei. ®. 903. 
&litßcii. *Scr ÄUtttjaÖn fingt, Den ©efanfl nennen fteierifd>e unb tiDläitbtfd)^ 

3ftg« bie 9a(j)aiie. 'Ißnrm. Sn*? \'1iltilhLÖ. ©. 19. 
Tonnen. 'Sem gaifen beu öenuG geiuäftren, uadi bem Öabeit ober bei att&ereit 

©dcgenfjeiten freie 5uft ju genießen*. ödiSpffer. ^rlebt. II. ^alfncrci. ®. 202. 
den. ($m S'rfmmrjmnlb.t Giiien ©peder madien. 'Site abgefe(jteii ©aljtöiie 

bi i \> KuaE§afiit0*. s -ö}urm. X)ai ätuertuilb- ! 3. 14. 
springen. fBettn ber RNtflEe bie gpatvß beö ^alfonicrS ober bie iÄed auM 

Unrnbe. iHnflft ober ßigenfmn öetlftfef. ®^pffet. Pfriebr, II. galfnerti, 3 202. 
Sprung, bet, aus betn Sprung loinmen. Sinö luetjrevc 5Bölfc betfomoittV fo 

jrfmeiöen einige baö gejagte Siel) ab, ba£ geangfttgte pläijüd) tum boru nnge 

griffen« fReb^fdjlägt Aufamiiicn, inbciu tä bic d'id^tuiig tuediieln null, es foinmt 

aus bem ^uning, rate bie ^&olf^[flger fagcii, unb rairb im 9hl geborgt 

Stffrf). 3üaer,itg. 1900. 2. Mft. 
Sprungbeine, bie. (Rollen jagb.). "2)ic ©c(Ae auf junge Oiel&« auf Tcidjen* 
©taa rt, bei. 'S>er ©djmanA beS galten, aud) Stoß flenannt\ @t IjeH fetne 

feuern burdj ben <3taart, fagt ber galEonler, meuu ber ^alle feine Oloxftfe 

ialbt. ©diöpffer. ^rtebr. EL gfalhtettL ©. 2uJ 
©t anbei, ber, 'SiljgeießentjeU beä aufgefegten Utju bei ber ^ufbütte*. 3Üacguant^ 

©eojeU^ Sic .£)ütteniagb. ©. 15ti. 
3tanb, bie. *2)ie abrufe bei 5alFen\ (€Hd>e boit» Sdjöpffer. griebi. IL 

^athietcL S. 202. 
©taupege&ifj, ÖaS.(^n ^orbbeutfdifanb. 1 'föfim ein £»uub fdjledjte fdjmarjbrauue 

3ß^ne t)ot, fo nennt mau baä 3taupege6iQ\ 'Bttö unb |jüno. 1900, 6. 158, 



9l<KfcIdc ju beu Siörtet&Adjem ber SBeibmamtefpradfe. 



iü 



fcn, bev. (Jv bat tfjm einen Steffen geftefft, Ejeifjt e£, memt bec Jalfe 

übet bem Soge! fo lange [ovtftveidit, biä er Hin in bev angemeffeiieu fRtdjtuiig 

jum Stoße erbltrft. ©djöpffer. griebr. II. $alfnerei, <£. SOS. 
©teigel, baS. (^u ©ieievmarf.) ©n funer, fteilcx, oerborgeuer SÖSofopfnb". 

*Qilb unb ßunb. 189h. ©. 768. 
2 t et hing, bte, 'St^gelegenfteit beä ausgefegten Uhu bei bev 9fufbiitte". ISic 

guötu-(i>cojeüeö. £)ie $üitctijagb. ©. 156. 
©teUel, ber. '©in $alIoiitetau&btutf fl** Stumpf*. @d)öpffer. triebt II. 

^offiterci. ©. 202. H 
©tingef, ber. (0b Cftcrteidt.) '£er Strogen, £ol* bee Htuertjatnie**. ©um 

Taö «uerttittb. 3.20. 
-tuif baute, bte. 'Die ^alfcnljanGc mit betrt ftcberbufdf (Sttofd)). Gie tourbe 

ben fiifd)nefftngencii galten nicht aufgefegt, foubem bieje befamen bie 9?au|'d> 

^fJau6e. ^icfje bort.i <5diÖpffcr, ftrfebr, II. gal'ncrcl, fe 20«, 
.streife, bte. *§fatx m folgenbem $amt flu gebraudjeit" : Gieftvecft mirö nur 
3BÜ5, TuefdieS ruirfttdi ju einer geredueu, gercmpnt&feu ©treeft gelegt mirb. 
9lGc§ anbete Wilb ift einfatfi gefdiüfieii. ÄWÄ 3äi\ev,tfg. 1901. ©. 384, 
Ztvöpper, ber. {Sofal fit MoitbcutfAlonb.'i 'ffiilwwr. !ßmb utib fcuttb. 1899. 

©. 379. 
©türjen, firtu ($n ^orbbeutfdjfonb. ) "SBcnn SSilbenten auf bem ^Ballet grünbeln". 

Sitpt bieö.) SSilb unb £unb. 1899. ©. 402. 
ituiicriiiirot, bet (Qfn ©tetetntatf.) 'JHe&poften*. 
«Sucht geb iß, baS. {©pejjiell in Württemberg] *5JBenn ein $unb frfilecrite frbmar^ 

braune gähue Ijar, fü nennt mau baö Siidjtgebiß*. 
Geltet, bcr. (3n 9?ovbbcutfdilanb.) "tttone, ber oberfte £cil ber fHi'iueiljftaiigen 
beim tfbelhitirti, nenn er ininbeftenS uns 8 (hiben beftebeub, teßerförmiq bev* 
einigt ift*. SSMib unb fcimb. 1608, ©. 674. 
£oi. l £iefc3 Sott mirb außer Im ÄuCfrnuJ StotUetbelleu fpcjieli amf) in ber 
Benbung: $rrf4j tut unb -Sau tot gebrauefit*. 9Rtt füllet ftreube beugte id^ 
midi auf bie Seme*, um ben Änftfmfc i« untcrfudicn, njäbjecub bev föntet ba3 
tont ergriff unb ichmeiterte in ben "üiSolb Hinein: ^Irfrfi tot. Ußtlb unb -fMinb. 

1898. 6 <:!(S L 
^tagc, bie, ober Sage V^ft em nieveefiget SHaftmen, in beffnt Glitte ber 

^olfonier auf bev Steife ut>et ftu$ bet bet Öei^c geftt, ronm et melnere ^nlfeu 

in tragen bat. wie urntte butdi fctag&flnba übet bev Sdjultet gebaltcn*. 

©diöpffer, griebr. It. galfnerei. ®. 2f>2. 
Siäger, bec. (^it Cfterrelrt).) '^er |mtS beä fflotruttbud". SStfifi. ^äqcr^tfl. 1900 

©. ÖOl. 
3:re<ffalfe, ber. '©in auf bem 3"0 gefangener Jalle*. Sdiölpffev. '^vieöv. U. 

galfnerct. 5, 202. 
tttff ift Striimijf. 3ägeriDalirfa>nufj. Äodj. 18^9. gEagbmaffeufunbe tm Sontxm. 
Ütlenetfebern, bte. (3m 'Safibutgifdien.) *3)fe unteren ©to^febern be* Sfuers 

babn^ IBtttin. ^ae MuermUb. ©. ^0. 
3: r Hiev, ber. TOan nennt mit iHedjt unb feöv paffenb baß immer frtmeUev auf 

einanöev folgenbL' knappen be* Siuernnftuö bar bem ^auptfdjlag : i>m iriüer. 

Söurm. S&ae yuiermllb. ©, 21. 
Srt'ocfeurebier, bau '©in ^agbrebier obne jeglidje SBanerjagb*. ©tf4 Säger» 

JtttUlM UHHt. 2. f.74. 

^Töpiln. obre tröpfeln. *£ie ^lerfdieu ober tropfen auf bem dtüdeit ober 
ben ÖQläfcbern beß galten", vartiötiffer. ^rtebr. II. ^alfuerct. SS. 202. 

JiiDiefdieT, ber. (^n steter mart.) *'£>&& fag. Gdjlctfcn 6e8 Wuerbnliti*'. ^Ourm, 
<■:- Vtncnuilb. 2 21. 

Hbcrbredieii. (Qu öftetreidi.) *2Bcnn fld> ber ?luerba^n auf einen anbern 
Bamn nber Stft untfteat'. iöimn. £al «uernrtlb. @. 21. 

Über mel ben. (§n Cfterreirf).) "Da* fageu. ©djlelfeu be<« ?luerfial]juV SBurm. 
DaS SlwrttiUb. © 21. 




62 



£. Stimmet, 



11 ber fd) lag, ber. r^u Öfterreidu) *3>er #fluptfd)[ag Öe3 BfuetftaGiiäV SSurm. 

Dfig SluermUb. ©. 13. 
Überftürjig. (©pejieti nt tBürttcmberg.t 'S am Stadiölpmb, nenn er mit ben 

SBorberbeinen übertippt, atfo fd)tr>ad}e, rlindiltifcbe ©lieber tjat'. 
Ud)fe, feie, 'Sie «djfet&öbfe beä Ralfen*, ©djöpffer. griebr. II ^altneret. 3 
Über SBtnb fudjen. "» bem SB tob fudieuV fctfcfj. Sägetjtg. 1904 8 
Umlegen, "iDM firfierem &fni§ bftf föHb treffen, fo bafc e8 fofort am *la$e 

bereu bei*. Tiefet ^üßerjtg. 1901. ©. 512. 
Umfüllen, fid), *«£iitgefaueueö SUiergefliigel [teilt fidi genüfmlid) ROdj einige* 

mal um, b. Ij. e$ nedjfelt feine Stanbäfte ober feine Stellung auf beufeloen*. 

Quem. Das ftuernifb. S, 21. 
Unfertig* *3ft ein §unb, ber 1, nod) nidjt ganj auSflemadjfcn tft unb bereit 

Äürperformeu öaljct nod) ntd)t j^aiig auögebtlbet mit) boUfommcn finb. *-'. ein 

£>unb, ber ticrfniidit ganj fertig breffiett Iff . SBilb unb £nmö. 1900 3, 159. 
Unterüegeu. *©agt man Pont galten, neun er ba£ angegriffene tier nidjt 

bedingen bim*. «Sdiöbffer. ftrfebr. IL galFnerei. ©. 203» 
Urttermegfäbjg. '©ine imtcvmegfnbjge <Sdmceberfe, eine ba$ ©eben über $fn* 

ftnrtngen bnrauf ermbgUdjenbc 3rtmeebed¥. 3£urm. £>a3 Stuermilb. %. 21. 
Urbod, ber, unb Urbjrfd). *£old)e 9teE)bÜcfe unö |)trfdje umrben fo flenanni, 

nie jic In ftiineren Reiten mit GJeneifjen ton FolofTnler (yräße unb ©tätte 

erlegt nurben* ^t[di.33erciuS^g. 1901. ©.440 unb Drfd). ftägmtg. 190.'! ©,8tl 
SSerbrurfen. *SBtw beim galten ftatt berbauen ber Slfcung gefönt" . Sdiöpffer. 

grtebr. IL golfttewi. ©. 203. 
Sergie&cit, 'DaS 9ficberftürjen öeö galten auä ber £>fli)c mit bem Mattbe'. 

Schöpftet, griebt. II, gallherci. ©. 203. 
Verlieren (bom galten.) Daögelb bevlieren, tft glcirfi 'unterliegen*. Srrjßpffer, 

griebT. II. galtnercL e. 203. 
Sierpaljen- (§« £ftcrreidi unb Saicrn.) 'Uta @tütf SBilb butdi Uiigefrfiidlitnfdt 

ttltfjt Ju 3dniF; be'ommeit\ &MSBL 3>ae 9tuernilb. 2. 2j. 
9?erfdnimgen. (3m ©dinav^mntb.) 'SBom Sinerlwljn, nenn er plö&lid} ju 

baljert aufbort'. Die ^alme bauten jtterft gut, brrfdimiegen aber, alö nieber 

estutm unb C"ßcl anfeile. ©IIb \mt> ^unb. 189H. ®. i>9ti. 
aSeridnuingeu. 'il^tin ein &n(fe in ber Ijoben Snft unfidittwr nirö, fo fagt 

man: (5r uerfdinmgt firti*. Srtiflpffer, ^rieör. 11 gaifnerei, <S. 306. 
Serfeijeu. *Xns? itMlbgeflügel öerfe(jt fein (Belege, inöem eä baäfclbe einjeln in 

ein frifd)e£ Keft bringt €b mit tietn ©rimabel ober unter ben SrMaHn tft 

nod) niööt aufgetlärt'. 3öilb unb ^)imb. Iö99. ®. 459. 
93erfto6en. *^ci6t e^ ftatt berfliegen bom Rolfen, nenn er nidit nieber ju 

feinem $errn jtirrieflc^rt*. iSdjöpffer. Jriebr. 11. öalhterci. ®. 304, 
33cxuiod)en. (Qn Öfterveidi.) *XJen Äuerfialjn fortnäbreub beoboditcu unb gejien 

unreditiHnfeifle ^Jadifteitungen Imten*. %$urm. SD«i i'lncvuulb, ©. 23. 
tBernerfen. *©eim Ralfen. Die Sll^ung bevnerfen r?etRt: fre nieber am&fbeien. 

Die^ ift eine törfdKtntmg, neldie bei ber dcuj> t r rani^et t öer Ralfen, ber ty läge 

ober Srudte befottber^ oft Porfonnut*. ©djöpffcc. ^riebr. II galfiicrci. S 
53 orbeil) oiien. (Gföfeutttb.) "3Skim ber Briniije einen ^eblfdmö getan t)at,\o 

fagt man: er bat borbeigeljauen*. t*fd). ^Dger^tg. 1900. ©. 4«5. 
33 orbei fabeln, («übbeutidi.) Gtcb^ SBörbetEmiieu. 
SBor bie ©fldjfe bringen "QHnem Sdiießgclegenbeit geöetr. ©en »eilet 

rterfudite tdi meinem @efö^rten bor bie ®üd)fe ju bringen. X)tjd). vSäßex^fl* 

1901. &, 66. 
©orlange ^eun, bte. (Salfnerci.l c 5>ie ^Serm, netrfie in ber Säuge nadi ber 

Inttfiften folflf. ©Ätotfet. Sriebr. II, gnlfnerei. 6. 90E 
Sorpafe, ber. ©n -Cftcnetd).! 'Der ^ta^, an neldjem fidi ber ^äger aufteilt, 

um SÖtlbbiebe a^ufaffeu*. Der ^agbfreunb. 1902. ©.831 
^orfeblag, ber, ( c 3n Öfterreirf^ *Qkäfe, ba^ *Plaut Öer £wfdiarten\ ?er 

. v >ttübfreunb. 1902, e. 820. 



?torf>lefe ftu ben f&örtetMeberu ber 9Bctbm«rin3fprftdte. 



m 



SS a etiler, ber. fön Sirol.) *9flter SortflamSfiDif*. 

SEßaibtorn, bae. i.^n Cfterreid).} *£ie -Dcftgenflefcl ber Söalbbüt)ner\ ffiurm. 

I uc, 3luern)ilb. ©, 24, 
SBolbfieleflentielt, öle. (3" CftmeWj.j 'SBalbbtirvirt'. 
Söalbott, ber. (^n ^orbbcutjrt)lnub i ^albparaeUe, SDftntbbiftrfftV ©Hilf die 

g«tjtfl. 1901. S. 66. 
ffiptle, bie. (^n MorbbeurfdUanb.) "SBUbente". 

©eiönerel, bie. <3n ÖfterMtdj.) "Scibmert", 3Stlb unb £imb. 1898. ©.754. 
JBtibfdjtei, ber. (äfl Oftetreldj.1 "©et greiibcnruf bed 3 ä B erfl tm 38alb\ 

SSilb unb fr unb. 1898. & 755. 
©tifeblaflel, än3. (3n Satcrn.) *£>aö twtBflinriflc SBafferbufoi*. 
SßübDretfrbteibcret, bie. (gn SMtttenibergj 'Hie ©ebäulidjfrit, rcofyn bic 

9fll. ftorft* unb .^ngbbcamtcn ba$ erlegte 3811b a\tt ben f>ofiagben unb Sßtlb* 

imxfen vint i'irrfmri fditdeit*. 
SBiibfdjtnbcr, ber. "<5ta SDrenfd), bei eine 9tcbj]Ql£ t>oin fäunenben FHdjttij 

meojdjiewt, ober Hefter üoh SStlbgeflüge! ait3plunöert\ ©tfdj. Qägeqtg. 

1900. 2.. 434. 
SBinglrtäcn* (ftn ber fteierifmen SJoltSpoef«-) *©oB ©djWfeit 5e$ 9tuevljarm£\ 

Söiirm. ©Of «ucTimlb. ©, 24. 



XSittbart, ber. (Sfti Sforbbeutjrfjlmtb.i jXraw«". St Hubertus. 1906. ©.116. 
Kuigen, baß. (gn fceff 

SiieTitiiib. 2 J4 



offen.) "©a« ^Börßeti beö 3fuerftatm3\ ffiiirm. Da$ 






^8 it i? p e r I , bafi, (§fn JOftemfdj.j '©ie ßafetb^iiiotfe". ©nimtiiittftf), 2)aS 

jjpiafelbufut- ©. IHr. 
3 « o Ö w f t bal$t ber Sluetliafm, locnn et mit «"nßftüdier 3krfid)t botst, sajunti. 

S Kunrollb. 3. 24. 
3<üJlen. *©oä dtt^elntvctfe fogen. Sfoappen be« 31uetbabn3, inbem er einen 

Stillag tun in Raufen out ben cuibem folgen ß$t*. ütfttrm. Taö Sluerkutlb. ©. 24. 
Stficn [title, bie, benennt ©ütm rirtitiger bte fogeu. Statajtlftc beim Suctfiatyi, 

bo Mefet&ctl mit ber ^nl^e abfolut nldjt« p fd^affen rjaben. 3£urnt. ©a6 

«Meniüib. i. :'i 
QenoitrgenjöLbe, bau. (Qfn Oberbnieni. '©ebflulldjlett, moljiii bie ftgl. ^orft* 

unb 3 n Q&beomtnt baß erlegte "sßjifb auß beu .Spofjagben unb Sßilbparfen ju 

Verlauf idiirfcn*. Siebe ^ilbbretfdirciberct. 
3*cflet, b<[§ 'AetttS, jleiidjifleä 2tiiel üon einem £>ut)n ober einem au ber n bem 
■ Ken looblfditiictfcnbcn 9?ogel, roetdpS tu ber Qa'lfoniertafdie ActTafleu unb 

beim 9btraflcn ober oud) auf bet 39ci,\e, um forfe j« inadicn ober \u biTubigen, 

flcqebcn mivb, 3*ff b(t ?$aiU ju moblbeteibt, (o widjt man ünn ben falten 
Ifld", (5ieb,e ftlünel.) Sdiüiiffcr. gfriebt. II. ^alliieret. 9.908. 
3» bluffen. (3« Sfioibbeulfdiloiib-i *©aS "Mlb bem ^äfier r j«tretbcn". ©eutfdie 

3a«|$tg. 1904. 3 580. 
R u 11 bem, bie. (^u ^irnl.i *©h Satten*. 
3u reiten, "ßufliefjeu beim Sietber unb ©tortf. Gin Stotdj reitet fdjwcrfaBiji 

irgenb einem Öaume 411, J)t|d). ^flger^tG. 1900. 6. 526. 
Bniommeurollen. (^u 9f orbbcutfcttla 11b . ) "Weber fdjtefwn*. Xer Örittc SBolf 

lief bei ^poppe an, ber Um ^ufammentaClte. SDtfd). ^äfler^tg. 1900. ©. 563. 
3ufamnieutitefeu. r $ßenn DaS 28115 auf ben t3lcf)u6 crfrfrrecft jufümmmffilirt*. 

fBinm. SHrf «uenoltb. 2 25. 
3u)ammeuf(liUgcu. ©aS geanßftigte, plödltdi oon norn aiiflegtlffeue 3teb 

iifjläQt jufammen, inbem eä bie ätldituitg toecbfelu inill — unb roirb im 5ht 

gemfirgi. ©tfd). ^agergto 1900. @. 545. 
3ufteben. fgfn Oftetreldt.i Xa^ 9Sllbfleilngel ftcfjt 511, inbem c3, bem Coehui 

btl gägeifl folgenb, ficti bemfelben nabelt. 3öitb unb fiunb. 1899. ©. 139. 
ömitfen, bas. '2eliiMier SUiSbruef fiatt pui^eu bon ber fflaibfdjiwpfe*. Sttb 

unb Qmib 10». ©. 146. 
gtDilfmQbte, bie. <^n $irol.) *©d>er ( ib, öfter Unlbrud für gudjflbau". 




64 



ft. C£ €>irf*, 



Ulicurr tiunbciiforndjc (1860). 

gf- «- ©trW. 

|»etnrid) 9t t>. ^!evttf c^niga (1SIO— 1S62), ein genauer Heuner 
beS Sßerbrerficrhnti^ in ollen feinen Spielarten, tjat in feinem Fontane 
„SDte ßeic^e im ftoffee" (nuä bem SKadjlnffe beä SßerfafferS 1863 er* 
fd)ienen) $roci Kapitel ben „Alunben" gcroibmet. 55n iköitfcrwiga, in 
feinen nnbern ÜHoinantn als befonberS genauer Weimer be3 SJerbrecfc«- 
rumS fidj ctroeift imb ber SBert feiner ©arftellung tjuruetjmlidj barin liegt, 
bafj er roieberfyolt "Öetbtcdietfnetpen unb äfwüttje ISanuuelpuufte befudji 
l)ot, niufe nudi feine Sdjiibeumg fecS Treiben* ber Sfuiiben ouf Hutopfic 
berutjen. SBJeriooll ift bnbei namentlich bie SÖejebreibung ber ©ebärben- 
fpraaV ber ftunben unb ber bei ilmcii Übltdjnt gei«lidifcitai (§. $8. ber 
Sd)t(fjcntnufe). 2)er Dialog roirb tu ber Äunbenfaradje geführt, roobei 
fiebitfdiinigg loeitgerjenbe Crrilnrungen ber einzelnen Slitöbrilde gibt. ÖJe= 
(egentlirf) fdjeiut er freilief) bas (MS ftfttgei (1 ÜHotroelfdj " befaimte 
Sberfjarbt'jdie ©toffar (iHuge 9ci. GEH) um 9tat gefragt ^u tjaben, bmn 
einzelne Sörter itberfe&t er roie fein ^orgmiger- 3m einteilten tjat 
&mrfdjmgg aber Don jeunben feine ÄuSfimfic erhalten unb ans ber 
33erjd)iebcnf)ctt ber SluSfpradje in SKütfc* unb Sübbeutidjlanb mag fid) 
manege SIbroeicrjung rum ©bedjarbte eingaben erflären- öemerlt fei, 
bafj ber $lutor bie Hunben nidjl at§ t>armlo3 „fedjtenbe" |>anbroertä= 
burfrfieit anfielt,' fonbern immer fcon ifjrem üerbredjeriidjen Treiben 
fortdjt. Mit* bem ©intog liifet ficrj «ndjftetjenbeS ©loffar äujamtuenftelten: 

Asche winrljppeln . , . . Thtrrfigcljen. 

Baiswohl {>el)ler. 

bassein in Herten idjliefeen. 

iiikaue (ausjujpwdjen rote ,,bi- befebaffen, geartet (j. 33. rote ift bie 
grone") Forme bikane? rote ift bie ^enne 

befdjflffenV) 

5. Blaulinge ...... fi'unben, bie fiet) (in blanen ©lufen) 

als geteilte toerf leiben. 

Bleier. fübbeu tfd)er Sedier. 

Bolen te feolijei, 

Brautgemach , . , . . ^auütberfterf. 

Butze $D(ijeibiener. 

10. Uappelfahrt ...... Öeuiepg auf SKärften. 

Lappelschieks (and) Schicks), ©auneriu. 

1 ©n für^Iidj erfdjimener dtoman „Son einem, ber QUSjoß" (bon $aul 
58artfd), ber uad) ©riimnierö Berffon bei .beurfdjen SMdjter unt> ^ßrofoifte» fcl&ft 
feine $ugctib auf ber „äßci1$" auuradHc) befdpftigt M) aud) mit ber ftunben* 
fprariic. tfiniefne SluSbrQdc roetben bon bem ^erfaffer fceffer erläutert, als cS 
yeüitfrf)iit9Q tut, unb fotini geleöeintid; SJerroenbung ftnbcn. 



duft 



dufte Kunden und Schicksen 

Flebbe 1 . , 

15. Galanteriewarenhändler . . 



< Jeneralachathia (General- 

penne) 

goder* , . . 

»rauchen. , , . , . 
Halbpenne . , , 
2CK halbversehollener Kunde 



heiß ....... . 

Hochzeit 

Kaira 

Kenn ........ 

25. Kenn bist ein Kunde? . , 

Kenn tust auf Matina 

Schäften? 

Kenn ist das Mokum zünftig? 

Kittchen 

Kließchen 

30. Kohlflebben 



Korsiwa . 

Kursiver ei 

linke 

lüttge 



Freier 



Lo 

Minne iaud) Minne) 
Morserei ' , . 

Penne 

Oberkünftige Penne 



in ba§ Sunbetitoejen eitigemeit>t (ba- 

gegen: dufte Bleier: gute, w\h 

gültige @ed)jer). 
ctflentltd^e („orbentltdje") SJcitgtteber 

ber kernte. 
^q% üegitimationäpa^ier, 
als £>aufierer oerfteibete Äunben, bie 

ouf aWärften $ajd>enbiebftät)U, 

galfc^fpiet unb betrug feetreiben. 
f)aunifäd)Iid) frequentiertet SBitiä* 

tjaus. 
fyt'xl, unticrfdjrt, frei auf freiem #ufj. 
£ud)tf)au3. 

$enne, bic mdjt gang fid»er ifr. 
ftmibe, ber baS (Semerbe lange nic^t 

ausgeübt Imt. 
nie^t gefnwt. 
$eicr in einer Hernie natfi gtiidflidi 

tjerübtem greife eu SJtebftaljl. 
§ef)ler, 
Sejatjung. 

8trj prägen rmn 5hwben, bie auf ber 
ßanbftrßfje aneumnber vorüber* 
getjeru 

(Befängnte. 
®eubarm. 

itfettelbriefe , bie ein angeblich 
iöicmbungttitf Silbern. 

SegitimartouSurfunbcn. 

jureijoibe, nidit cingeroeibtc jhmben. 

Ijalbmegä gut 3" n ft Wfyb*& 

Atunben. 
Negation. 
Gtelb. 
Jßmafc 

abgejdjfoffeneä GJemad) im oberen 

Stpcfmert 
SBirt. 



40. PenneboB ..... 

1 ftortfd] (o. ct. £>., ©b. 11, Seite 165) fdnreibt : Fleppo (b, b_ Ärbeitäbefdieim* 
Quillt, durie Fleppe, m Oronung befinbüdjc SefdieiiiiQuitfi. 

■ Sgl. bagecjeR tfhifle (9li\ CLU, Seite 415 Wx, 14) zoder. 
• Sgl. baßCöcn St luge (9fr. CLU. Seite 415 9h. 56) Momserei. 

Sit®, ix. & 



i 



66 



g. <E. J&*rf«6, SBtcncr 8imb«ifj»nu|je. — $6. u. (Mricn&etßfr, 



Pfindchen . 2Banber&uo> 

Kumpel Üaufpafe. 

Scheüerin al*$örfcnjpickrinücrf(cibeteÄunbiiu 

Schkks[eJ Gtautierin. 

45. Schickseotaufe unanftnnbigc 3 tre ^o n ' e u » tet ben 

lociblidjcn äßitglicbetti einer 

SeJüeiiHgelbaiB 1 . , , . Slubeitäfjauä. 

Schiher — (fem.) * . . - [nur- in iw: Iß^mfc : ©iefinb mir auf 

ber 3diil)cr, b, fo. auf ben Werfen j 

Schindlinge ...... ©enbflrme«. 

Schottlemajumbais . . . Äaf|ceI)OU#. 
50. Soof ©elb. 9 

Soost ©ulben. 

Strada-Füßel 3 ..... Jlunbcnfcfte in Oberoftermd) unb 

Sieiermarf (bie boburdj befanm 
mar, bau fie an 9WeHcnjet0etn p 
©rmäfteinen unb SBäunwn un&e* 
beutenbe äBarjrjeidjat ^ur SBar* 
nu»g ber Äunben anbrachte.) 

Telacfa ....... ftOfe*. 

Trallewatsch, ..... ©d)ub. 
55. Trittlinge ©t^u^c. 

Trudel ©d|ub. 

Winde (befleißen)* .... in ein $<ni* geljni- 
58. Zebern» . fte^lrn. 



Uli unb tliohein, 

$5 *>- ©rienbetger, 

3)er Wont. unb Sttt. ©ing. 9fentriu* be3 üecftärEten Semonftratiü- 
Pronomen* a). thit, afrjb. £). thiz $etgt eine üoin ©ett. unb T)ot. ©ing., 
oom (Jansen ^ßlural unb öon fämtltdje« formen bei H2a?f. unb $em. ab= 
(iegenbc iöilbunjj. 

9BäEjreub biete urfptttngtidj qü% betn burd)be!linterten einfachen 
Pronomen: SJcaäc. a[. the t aty). O. ther, gem. aj. unb oljb. O. thiu be 

1 4ty. ftliiflc (1. c. 9h. 2) SchinägeUbais. 
1 Bfll. ftluae (I. c. 9fr. 19) Gulden. 
' ©fti, Älu&e (9h. CXXXIl, ©eite 356) „Stradafisel", 
* ©ßl ba*u 39'artfd) <©t>. 1, fitÜl 127) Winde Ar Winde umstoßen, o.l 
£mui# für $QU4 anbetteln, dufte Winde (39b. 1, <S. 135^ nugeiteftmee $auf. 
1 %l. öflrtfd) <©b. 2, ©ette 124} zotteln (fte^ttt). 



Thix Mtib tlwlioin. 



67 



/tauben, an _ba£ jeroeiß baä JjiiuDeifcitbe (Slement öB al§ mbeKtnableö 
fenflitifon gefügt mar — bte tiefte btefer Formation ftnb af. Üttom. @ing. 
gas., 3trftr- 8ing. 9<eutt, ^om. unb Ä«. ÄL Meutr. thius, ar,b. £at. ftom. 
Sing. ÜPcn^e. theae, UMufp. 103 ©en, (Sing. 9teutr, desse (mancunnes) 
— tritt bfl§ af, af)b. SReutrum im 9ioui. unb tllft. ©inj. in ein« ®e* 
ftait auf, bie ungleirf} bem an., tun. Sieutrutu Jmtsi ober bem agj. dis 
niemals mit bem Elemente sS 3ujammengeje|jt geivefen fein fann, benn 
eine auf öftige ^etfämelgmig uon germ. t + s im jpredjenben Organe tiätre 
jo narfi allem, tMl mir über bte germ. 9(ffri taten troffen, eljer jur itfr 
jeirigung be* t- ^erfefctuffes unb SStfbung eines (Scminata ss geführt, aU 
mit rürfjdjmtniber SÜfftmiüerung §n ein« (äeminata tt. 

!3d) mitt bieje Sttnnung ntcfjt mit besr ogf. Sntmidtung Don j>s (4s) 
u ss (Sieoei*, Ägf, <3Jr. 3 §201» 7) begtüubeti, benn bie angeg[irtjenc35entalt3 
ift in btefent gatle feine ©rplofiöa, fonbern eine ©piranl, beren Strrifu* 
Iationäftelle aufjurbem Don ber be§ s fefjr üiel metter entfernt ift als bie 
bes t; irfi faitn ju biefem Cafet audi r>on ben gertn. partiäipialen iöilbungen 
iiit ss bei fe- 3Sur$e(n mie got. hwassaba neben gahwatjan, nbb. giss 
'äflutma&uttg, ha§ @eraremolji\ S?ergEmu£, mnb., nb(. gissen c mut- 
iiaijen*, ajdjmeb. gissu, bau. gi^se jn germ. *getau, ftalt unb %mp 
©. 224, gor. bigitan 'erlangen' feinen ^ureidjcnbeu ©e&rattdj madjen, ba 
bie ©eminata biejer eine au§ öorgermanifdi« $eit ererbte fem roirb üdj 
bin geneigt, fie auä äff imitiertem dg gu erRären), idj miifj ben tlusfafl 
be* I in an. loskr, beiskr, J>rosäki* beifeite lafjen, nidjt fo \tfyc beä* 
balb, roeil SKttfi« Moni, ©tamtub. § 209 benjelben auf bie tjrjrgerm, Stufe 
v. erlegt, ioubern twjagÄnwfe aa% bem GJrmibc, bafe biejer Shtöfüfl 
ein faijfmiilatorijcbcr, bnrrf) bie folgeube (ferploftoa k beä ©uffjjrca bebinakr 
&u Eon jdjeint; ia> fann mid) enbliri* nud) auf bie SljjimÜierung Goos- 
! nt6en Coozsind fiibri conftat. nid)t berufen, bn ber erfte £d! beö 
Ramend in fie ntdjt mit germ. t, foitbern mit ber orjb- Spiranl ? einge- 
treten ift — unb bod) glaube td), baft alle bieje üou einanber Derfrfjtebencn 
Vorgänge ^iijaiiunengeuDnimen ben Srtitufe empfehlen merbeii, bajß ond) 
in ber SBerbinbung ta bie ©piransf ber ftärfere Saut fei, bem bie (Sr.pt ofioa 
bei eintretenb« ÄffimÜierung folgen mufe, mie benn in bet ^at tut fpöteten 
An. Don 1150 nn ftü^ete ts (z) in jmiff^euoofatijrfiei: ^>o)itton gu ss 
geroorben fiub (ÜJiotecn, %n. öirnm, 1 s , § 263, 2). 3)a£ ober af. thit, al\b. 
ttaiz ü&erljaiipt irgenb eine 3"i«njiiicHJeljLing ober Ableitung ent^atte unb 
feinestoegS bem blofcn Neutrum bei eiiifactjen L Dnuöuftrotiüproiiomeuö af. 
tbat, at^b. D thaz, gnauec gejagt, einer Slblautform mit rjcflem ^Jofafe, 
8 mitt a, flletrh jciit timt, bnsS ergibt firf) oljue meiterö auä ber ehuno- 
iDgtfdjen ©eminata bef Oeiftärftcn 94euniun8 ( bte fitt^ ebenfomobt in ber 
jelegeuttidjen aj. ©djreibung tbitt, all nurfj in ber at)b. unb mt)b. Rfjw* 
ta rz gegenüber ber uunffr^i«ten ©piranl Don ntjb. thaz au* that — 
tfujgrapbijd) reinlidi gejdücben bei Sfibor «Hiiz uuard al so chidaan 
Hl v , «i t aber dha*e gotes tempil %tt ebenba, ober dhar ist izs . . . 
au^it Slap. V, 2 — äujjert, mie fie auefj burrt^ bie an, ÖJeminnta in J>ötta 

5+ 




68 J tt, u. Nticnbcrfler, 

nebft ber Seltenen Mebt nform I>etti ?trt ©ing. iStodljointer £>omilienbud)!, 
Äorern ?(n, ®ram. I 3 , § 460 a 2, erhärtet mirb. 

jCch ÖJrunb biefer etyntologiförn @eminata bat Öraunt H$b. ©rain. 
§ 288 a 3 b, ber babei oon ber fafultalioen ätoeifilbtgeit gorni aljb. diso, 
mlib. ditze auägeljr, tu einer fefunbaren i"- Ableitung: toeftgenn. *\n\Ui» 
gejudji, bie ja mofjl geeignet toäre, einer ]nt% bic Sntftebung ber gtaninata 
awfpHärnt, aiikrjeiiS bie flf. unb aljb- lonerljöfmng udii a buret) § 311 i 
mogtidb erjebemm &u lafjen. 

dagegen mürbe oon iiibi'ui Slrfio f. 9?orb. Jyil- 4, 97 etngeroenbet, 
bnfe bie uorbtfdje ©cniinaia in petta auf bieje Slrt ntdjt aufgehellt Ketten 
timne, ba bie roeftgerm. Sonjonnntengeminarion bued) folgeube* j baiclbft 
mdE>t befemnt fei. 

3n ber 2at ftnbet fidj nad) Forcen s Itt. ©ram. i » § 269 a 1 eine 
ber twftgermamfrtjen ©eminatiou Dergleia^bare Dehnung bes t bei folgen^ 
bem i: vittia, sivttia, sittiu nur miom unb nur iporabifd} in literarijttjer ijeit. 

ßiböit |e£t babei oorauS, baft bie meftgerut. unb Horb, ©emiiiata im 
Gentium beS üerftarften fernem ftratiüprononten^ cuu)eitltd)e3 Urfarungea 
fei ; ober aua) oljne ftiücf jtdjt auf faiefc gemi| naljttiegenbe v i*orausje&uua, 
mit ber jugfcidj söriwues ©rfläntng nia>t beftetjen fann, utii|te man oor^ 
jteljctt, flj. thit, nfyb. tliiz burd) eintritt einer bejonbercu, iebod) in ilucr 
foirtttng bem enftittfdien b3 gkid)cn $octi!el an bog einfache Pronomen 
unb jronr eljer in ber Äbfautfüttn mit 6, atfo *J>et F bewirft fein jtt lajfcn, 
ba fidj au* beii jjunftionen be£ nominalen 6uffi£eS io bie einer bemon* 
ftratiten SBerftärtung nidjt ableiten läfet. 3)ttjeä für thit unb ( 
tyred)uugen §n forbentbe bciftijtfjc ©leraent glaube td) tu ber got fton* 
junftion imb WetatiopartiEel fei gu ftuben, bie urjpriinglidj ein C 
abnerbium jein roirb, in bie3ieif)e ber germ. Üotatbe Sing ber a- Stämme 
(Sögel iit 3- f- &■ *l- 28* tlSf.J geboren mag unb mit bem erften %d 
oon grierf). bor- T€lÖ€* oier, Wiener' (3ßtter f ©riedj. @ram. ■ ©. 
glctdjgefe^t werben fattn. @o ^at fa)on ®cd|tcl S- l b. Ä. *Ü> 8, 
bic got. Vortitel beurteilt unb fte mit agf. J)y in $oxm unb fimtuftiftber 



m? 



liöebeutung glcidigeftcHt. 



9lua einer Bufawutenrütfitiig *^t-|ii V^ f)Ur, bäs bä* mu|te fi 
mit intern gern Slffiiniltcrung t\> 311 tt, mo^u mau ben ibentijrt^en atf* 
Vorgang (Sie&er^ tHgf. ÖSrain. » § 801, 4) otrglcta^e, joraie mit ^u^laut* 
für jung *J}6tti ergeben unb barau» mit 5iMtert)öt|ung im ©tammoofale 
*f*ttti, vorauf benit af. thit unb a^b- thiz unmittelbar beruben. 

iJib^nl eigene (Srftrirung a. a. O. @. Ö8f,; germ. *])ifvj)i au$ reba* 
pli^iertem *ted-ted, oorgerm. *tette<d) ift ntd>t utöglid)> ba bie gefegent» 
lia^e mb. ©a^reibuug tiiil j. iö- in bem norbv&emfranf, ©tütte bc öeinrico 
2fi nichts nnben-^ al^ fonfonantijdje ©enlung aus nbb- thit, mb- dit 
aber, m$a reidjlirfie iÖdcge bei 2ßeinl)olb 3)t^b. ©rant. § 467, eine 
uuDrrjrhnonte ,ymin \% bereu 3)entali^ t ja gar uirftt tuirflirfi ml)b. r fonbern 
ebenfatb nbb. ift. 2)ie urfprünglidj fofattoifa^e ^-unftimi bei got. |>oi 
hängt fid) uns bort, mo eS gried)- öxt ober '(va überjeftt, b. b- eitlen 




TM» unb fd 



m 



Dbieftjflfc, j. 8. . . . qijm . . ., J)ei . . , ni magun 'touto bi tprmt . . . 
in . , . oü buvaviai, boo autem dico , . , qunniam (quia) . . . non 
KissuDt* 1 &ot. 15, 50, ober einen i^inolfafc K'* 1 waihtai ni fraqistnai 
iva i^rj ti aTiöXnTai, DO pereaut* 3o^. 6, 12 einleitet, nidjt unmittelbar 
tuf, eljer frfion bort, wo e§ mit einem Crt^aboerbium im ^orberjafee i(i 
yerbitibung ftetjt, ,v ö. hwadre M ^kuli gaggan. |>ei weis ni bigi- 
aima ina 'ttoü qütos \xi\\ti TTopcutcrQai, ön #met^ 6ux eüpqcrouev 
iötöv, quo hie iturus est. qnia non inoeniemoa eum?* 3otj. 7, 35, 
>eim bic fottief. 9kfatimi 'too|in . . . ba& . . .' fmiu biet fefjr mof)l and) 
etaHüi^dj 'mo^itt . . . ba . . .' auägebrüdt roerben. 9(urij in ber temporalen 
Ü'onftrufttou und J>ata tiweilos, *>ei mij) im ist bruj>fa])ä *£<p' ätfov 
i€r' aÜTiüv terciv 6 vuuipio;, quam diu cum Ulis est sponsus* SKt. 9 f 15 
ft bic primäre tfunFlton ber ^arfiiet, [jicr nur temporal oerumubt, er^ 
cnnbar, bn 'rodfjrenb ber g«it, bafc . , . ftdj mit rclatioijtfjem 'tudfjreitb 
>cr 3«t, ju ber . , ,* beatt 9t m beutfidjftcn aber bod) bei einigen reta= 
ittildjen Ortöaböerbien, $. 93. jah (lishwanih J>ei ina gafatai]), gawair- 
np ina ... 'aai Öttou lav duidv KctTaAdßn, frf[GG€i auiov, qui 
ibicumqiie eom adprehenderit, nllidit cum . . .' 9Kc. 9, 18, ober 
ii<hwaduh pei gaggaif) in gard, fiar saljaij) . . . onou <Sv tfcFtX6rir€ 
iq üiKLexv 6Kti utvtrc . . , f quocumque intrn ieritis in domum, iilic 
ibi) manete . . , Sßc. tt, 10, ober bei betn utbefiniien Pronomen ■ . . wairj>i{) 
mma Jttßhwah J»ei qi])i{j '... iaxm gu)tw ö £av tim], ... (quin) 
[Uodcumqnc dixerit fint. fiet ei* Mt. 11,23, bei benen bie Potentiale 
Bebeutung *roa immer', c mofnn immer*, *ma£ immer' jefmu am erften 
teile ber Kombination fnshwaruh, Inshwaduh, [jisliwah fjaftet, bie 
»ureb bal folaenbc J»ei eine anjrbeinenb gar nid«; mef entließe SOJobifiiatiott 
rfätjrt, bie im oU eine ijolieretibe, eine auiroarjlenb bemonftratioe be* 
etcbneit möchte iiub mit ber SBirfung oou nljb. da in wo da immer, 
rohin da immer, w:is da immer oergleirtje. ®ie roeftgerm. gujammen* 
üefung *{5i'tti 'ba« ba mufetc im 9lf, gemäfe ber 0011 £wüijaujen ?tj, ©ram. 
| 151 gegebenen "iRegcl, iiadj toeldier ein langet i ber dubfilbe bei bortjer^ 
.ehertber langer Söur^clfilbe nur in bem gaUe, bafj el urfpriinglicti 
onfonanrifd^ gebedt mar nU \ (liirdj, gestt, dkipi, ^tu^Iaut älter -iz uitb 
d!) erhalten, attberSfaflS aber gteid) altem lur^ 1 gejdjmunben ift, forreft 

teinfiluigem l>itt mit im 9lMlaute oertinfaditer ©eminata [)it tüerbett, 
tatfädiltdjen ^or)ti ber a). dueHen. 
23ie, übrigeti^ jeltene, a). ©(^reibtuig mit ÖJeminata in ben ^pel. f}&3. 
V Lijib in ber ©enefis, $olt(jau|en Ef, ©ram. § 339 a2 roie £ei. eb. 
5teoei Gott, an thitt lieht (9Ho«. thit), ober 4638 Gott, that 

hitt ist min liehamo (ßhxx, thit is) fann, nor Söufalen menigjienä, 
bic gelängte ?tu^jprad}e be^eidjtieti falten, bie mir in biefem ^atte 
ererbt betraeftten muffen. Sonft toeift im ?tf. nic^tl auf altere ^mei» 
bigfeit bee oerftärften ^kononicn^, mä^renb im ^l^b, itnb felbfr uodi im 



fiierföx im ^itate btefer ©teüe ©leitet nö 50 : ei . . . ni 




70 



Ib. v. («rieubcrflcr, 



3Kfjb. eine sroeifilbige ftorm begegnet — äBeintjolb, SMIjb. Senat. | 4ö7 

fennt and) eine« inb. Söeleg ditte — , uon ber man anguneffinen geneigt 
ift, bofj fie bie roeftgenn. ^roetfitbiö^ Kombination unmittelbar fortpflanze. 
Slllerbingl bie ^auptform ift fie ja mor^t nie^t, beim tme ©raune, Slbb. 
©ram. i? 888 a3b mitteilt, finbet fid) im $ranf. überhaupt nur bic 
etnfitbige ©eftaltung tbiz, bie aurf) im Dberbeutfdjcn bie ijerrjdjenbc ift- 

@S ift ferner auffafltg, bafe bie oberbeutjrfjcu gmeifilbigeiT ^formen 
fid) nid)t gerabe in ben alteftcn Duellen finben, jonbmi eljer in jüngeren, 
jo ba§ man an) ben ©ebanfen geraten f bunte, e* )ti 3. 99« in ber $ rebigt 
MSD I s ©• 281 bei $iüetfilber dezzi uuib, diu pezoiehinet die heiligen 
christmheit, neben bem mit fogfeich eine neutrale ^ronominntforni auf 
-i : daz selbi uuib antreffen, a\i fttutibäre ürroeiterung auf&ufafjen, beren 
SuiSlaut i buretj e auf bie jnjroadje ÜJceuirahnbung ak$. -n iurüefgetye. 

$lber 5Utn minbeften ber 55eteg au* ben ©tufjen üon ©t. $an[ deze 
kescri|i Betet uuortauaz *hao descriptio prima facta est* ift bodj eilt 
äiemtii früher (8 — 8 3(j.!) unb faun nidd gut auf af)b. *d&Ba $wnrf- 
geführt merben, beim Qfin^ abgeben öon ber SBebcuflteijfcit einer f et) machen 
Üubung beimieinonfirarinntunDiiteii überhaupt (bagcaeitaudi &tb6fl a. a, C 
© 103) uiüfote im gegebenen $afle ba£ au^lautenDC a, nad}bem e§ gs< 
näcfjfi jur Säjiebertjerftcllung eineä e au* i in ber ©tammfttbe Stnlafe gr s 
geben, natf)berf)aub ttl ber untertänigen Stellung 511 e gemorbeu fein, roägrenb 
ba^ 'BtM borfi fouft auSlnutenbe a in fona, Eesazta, michiUi bema&rt, 
©agegen jdjeint c3 eiiimotibfrci ba* nuMauteube e auf ba$ alte i ber 
äitfammenrürfimg *jiitti igiriirtgufütjien, rote [n audj bie oortonigen i bc3 
^jrafijcei? gi- in ben wegen imJereS Tertes: techuuit, kemahnltem. 
keuiiisun al% e erfdjeincn — bagegeu aflerbingS I in piuuant, reo aber 
ber ißJecrjfel öon pt auf bie örrjaltmig ber SBofat Qualität eiugemirft rjaben 
fnnu — , unb ba£ e ber ©tammfilbe mit ßiben <5. 98 a(3 fedtubäre 
(Sinrotdung t>om äftöSfttliuum deW her ju erflären. 

3)a3 hat meinet (^radjieu^ auö) tor Hufftellunft einer Nebenform 
*J>atti ben Storpg, beim an. J>uttu l ©. neben jietta Forcen, ?la. ®tom !■ 
§ 460 a 2 (äf$t fief) in gleite Seife fe^t mo^I aU öofalifdje ©ecin- 
ftuffung bnrrfi büö einfndje an. Jiat begreifen. 

Um ben SÖeftnnb ber n^b. jmeifitbigeit Jörnen 5U erflären, gibt es 
bodj tooi^l einen anberen SSeg aU ben uoef) frtunbarem antritt eines 
flerjoifetjeu UlementeS 511 forfrfien unb irf) ben!e, baß fie ftcfj fetjr toofel 
aU altererbte redjtfettigen taflen, 

l£« ift bod) rcalprjd)eiulia% ja id) t)d}te e^ gerabeju für. auigemaeftt, 
bau ba* gange enitttifd) oerftärfte Demonftratio|jroiioi«eii üott ooruberein 
überhaupt nitt^t in, fagen 10h atttibuttöet ©tellung beim ©ubftautio — 
d^r du Mann, da>i da WNb ift ruenig gtauBlid) — , fonbern ^unädift 
in ber abfolnteu fubjeftroifdjeti ober obieitiotfdjen ^foüerun^ d6r da, dtSe 
da, dfc da gebraucht mar, mo e# r mie t v ®* in Antworten ouf Mafien: 
wer hat das gefuudou? ?(ui.üort dör da — welche ist die ßottaete 
Tänzerin? ^ntmort die da, jugleic^i mit einem, in guter ©efelljdjaft 






Thjz imb thehein. 



71 



üilerbing* nirfjt äugdaffencit, fjinweifenben ©eftul oerbunben, einen Sa& 
für jicn au£mad)t 

?Ü3 weitere Stufe be3 ÖkbrnucfyeS bürfeu wir bie ^erwenbung bes 
öerftärfien ^ronomenä al£ 6ttbjctt ober Objeft in einem mit SBerbum 
au^gcftatteien ©atje betradjten, 3- ÜB- fonbitionot wenn das da geschieht 
ober nfjurnntiü ich nehme mir dfe da (unter niedreren (■iJegenftduben 
auäipäblenb 1 unb in biegen $unirtQ»en, bei benen mir nodj mf)b. ba§ 
jroeiiilbige Pronomen Dorfinben, 3. 93. waz mac ich des, sc hat im 
ditze <: sitze) XEjomafin t), gerdaere 61)72, sit wir sehen daz ditze 
geschiht ebenba 9312, ober und iz du gislitze; so wil ich ezzen ditze, 
daz raao da heizet huon versoten ^elmbretjt 473*— G, ift bie i$et* 
Wartung mit bem ßofalabüerbium se oder ])T urfortinglid) erfolgt, mätjrenb 
Tuir gleichzeitig in attributiver Sßofition beim ©ubftanttb unl bal einfache 
Xcmonftratfoiim f ber, bie, ba$' »etwanbt beuten muffen, Q3eim abjotut 
gebrannten Pronomen ift äweifeläotnie ouc^ bie 3ufammenrürfung mit 
Sern Otltotogfrt OTtt, jowie bie nffmä^ltrfje begriffliche (Sutwertung be3 
teueren eingetreten unb erft, nadjbem fitft bnä ihtlitrje beftimmte 'ba* b&' 
im lebenbigeu £prnchbewiiBtjein öon eiiifotiti bemouftrarmem *&äs*' uidjt 
mi'br wcjent(id) unterfdneb, tonnte es in bie üttribtitioe ©teil nun oor 
<SiiE»ftantiDpn übernommen werben. 

au öiefer ^ofitton nun, bie fmupttonig das Buch da, aber cutd) 
tjortonig d« Buch da fein tonnte, ift allem ©rmefjen uad) bie $et* 
für jung ber jroeifilbigcn gönnen |n (£infilbern Donogen unb es ift offenbar 
nur Snrbe Se3 jehm baren tUu^gletcfj^, wenn wir einerfett* in nbfotuter 
Stellung, wie j. $8. so kiseihet tiz §otm(ie ®iut. 3, 121 fan3 oerein* 
föchte, anbetfeit* in attribntinifcf)er JBinbung wie ditze buch redenot 
Bude seilet michilen wistfim £)tut. 3, 22 ober 90 dizzi evangelium 
zelit ^rebigt MSD I 3 ©, 281 baä twfle gweifilbige Pronomen üorfinben, 

3dj fnffe fotjin jujnmiuen : ha$ afjb. unb mt}b. jjroeiftlbtge neutrale 
^Demonftrntitwronomcn ift feine jpätere Erweiterung au3 bem frfjon oorljer 
emfilbig geworbenen Söorte, fonbern tot reite ©rbform au? altem *thizzi, 
oorat)b, *[)itti. bie fieb in biejet aroetfitbigen ©rftalt unter befonberen 
Söebiugungen be? ftjntatiijdjen ÖebraucijeS ertjalten Ijat, bie ihr i in ber 
Siammfilbe eüter burd> ba* i ber Gnbfilbe bewirtten 3:onerl)titmng in 
*fj*"tti oerbanft unb bort, wo fic im ?(t)b. mit einem e ber ©trmtmfilbe 
auftritt (dezzi, dezel), biefr§ neue e burrf) ©inwirfung uom SJ^aif. 
dese tjer empfangen ^at. 

i'tnf ber ^weifiibigen Stufe, üermute iri), ift ba$ betftärfte ^tönomen 
nott ber atjtL ^aiitoer)rf)iebung erreidjt worben, fo bo| bie Sinfilbec af. thitt, 
ötjb. tliiz parallel cntwicfelte Äürjimgen finb, bie btä nttributio gefegte 
Pronomen getroffen l)aben, wätirenb wir ber weftflerm. Qientetnfdjaft noeb 
buTErniNQ. bie jweiftlbtgc gorm auftreiben bürfen. 

Xiefe weftgerm. gornmtion bei Derftärtten ncurrnleu ^Demonftrati^ 
pronomen^ *J)itti liegt aurf) bem an. Neutrum I)etui ^ngrunbe, be§üglid> 
öeffen ie^ mid) bur^auä auf Sib6n§ Ausführungen ärfm f. norb. ^it. 




72 



Sft, b. «Mrten&fffler, 



4 B. 101 ff. bt$tetjen tarnt. $<arf) itmen 6- 109 erfjärt fitf) ber s -öofat 
ber ©iammfUbe nun nftfymeb. Jjü'tta, ist Jjerta unb fdjmeb. J>atta (jjo 
Einmal im äUeren SBäjigötalag) auä Sinmittung ton afdjroeb., an. I>& a t fomie 
nfdjmeb., äff, I)«t auf bnS uriprimgttdjc, ini Ägutn. bemaljrte t>itta, mäorenb 
ber Auslaut -a eine neu angetretene SÖerfitörfung ift, bie bunfj -ö(h) auf 
gm. -üb juriidfleljt, 

ßib6n forbert biefe bem got. gemäße Silbung beä oerftärfteu Stemp 
ftrati&pronomenS nu|erbem für ben 2)at. ©tug. Sftaäc. unb Dat. S $I. i#L 
JH-ima, {Man», für ben Äff. ©ing. 9Jta3c. i^[, fenna, ajdjtueb. l>a>nna, für 
ben @en. Sing. SJtaSr, unb Sfteutr. isl. pessa^ aftfraoeb. fta?ssa. für ben Moni. 
©ing, Wa%c. unb gem. isL sjft, cnb(id) für ben neuuorb. Üttum. ^M. 
SföSc. deia *lii' cw3 Idemarteu, foroie für ben ajdjmeb. SlfF p. 
3tta3c. Jwenna. 

23on biefen ©Übungen fann aüerbingä bec £>ot. <pl. ]>eima (fo audj 
9ioreen, ^n. ©ramm- 1 3 § 180,2} unb ber Äff. $f. SKaK, Jwnna ber 
fjfjpoifyetifrfjen got SBorlnge *jHümüh unb *j)anzüh birefi entjpredjen, bod) 
ift bei anbereit, roie beim ($en. j>essa gegenüber got. |>izüh ton grcibliuiger 
©ittroirfatuug itidjt bie 9iebe ; e§ ift ja bod) rooijl fchou ber ©enitto beS 
einfachen an. ^emonftrattopronometrä f>es(s) mit enftitifctjem -s(i) Belferen. 

ärfirfjtlidtt ^eubilbung ift audj baS 9)ia&. unb Sem. sjÄ, oon Stw« 
6. 111 — 12 auf *se-a, b. L urnorb. *9ß gtetdj ogj., of. 8§, ablautenb ju sa 
'ber' einerfeita unb, mir weniger einleudjtenb auf urnorb.* si gkidj got, 
m W anberfeitä, beibe mer)t *a au3 -üh ^urücf geführt unb eine jolcrje 
ift beftgEetdjen an. petta, baä, wie man fietjt, bem got. patüh ebensowenig 
unmittelbar eutjprerfieii formte, nl3 ba§ 3Jia*c sjä bem ruirfiictjen goi. sah, 
ober einem tl)eoretifd)ni *su-üh entfaridjt. Smoiemeit e& im Urnorb. 
einmal ein öottftüubia.e« ^arabigum mit ihkdjjel öon enttitifdjem -h unb- 
-üh nad) gotifdjer Art gegeben tjabe, bas fpäter fiett mit einem foldjeu ßnf 
-si mijdjte, ober ob mir für baä An. oon oornt)erein an ©teile beS bloßen 
-h oerftärfettbeS -si aujune|men tjaben, mage id^ nirfit ju entfdieibeu, bod) 
!)atte id) e^ angefid)tä ber äftec bezeugten 9fotninattoformen sasi, süsi, 
^atsi für jidjer, bafe ber Auslaut bes ma9c. unb fem. 9iom. sja, fotoie ber 
be# neutralen petta au« obliquen ©af umformen beS Pronomens übertragen fei. 

$)ie neutrale ^orm, bie ber norb. Umsrägung; agutn. f>itta unter * 
jagen tourbe, mar firrjerlidj jmeifilbigeS *J>itti, rtidjt einfilbigeS *l>itt, baS 
ja mob,t im ÄiuJlaut gu *pit märe öereinfadjt morben, 

Ob aber baä i biefe^ ^^"MerS in ber an. Nebenform ^etti 
ebeufo bemab,rt fein fonne, mie eS naa^ meiner Überzeugung in a^b. dizsii, 
doKsi, deze beroatjrt ift, mögen anbete euifdtciben. 

£>infid>t(irri ber Verteilung oon -ii unb -üh beim got. SJemonftratiu- 
pronomen fterjt bte Sac^e fo, bafi bie oofalif^ auStautenben ©infilbcr 
sa, so, J»ai. |jo, pe, foroie oennutunglmeife bie 3 roe t^ Der imt (nngem 
@nb»ofal Jiizai, j)ize, Jjiüo fclofeeS -h erholten, toäljrenb ber fonfonantijfr) 
auätautenbe Sinfilber pis, ferner oermutuugSmeije bte gfeidjartigen @in^ 
filber t>aim, [)ans, J»os unb ber fonfonantifrr} frrjliefeenbe ^nieiftlber j)izos. 



TM* «n& thehdn. 



7:J 









enblicf), mtebentm bejeiiQt , bie auf Äurjttofal enbtgenben 3roeift(ber 
Immnm, (um, jiata mit -üh gebilbet werben, toor bem her ihtrjoolnt 
ber legten itnfeqorie fortfallt. 

ßü>6a Slrfi» 4, 99 ff. imb «ßerffon S- Of- H 813 Rubelt bie beiben 
goruiationen auf von eiiidiiber öctfrf>iebciie ig. Äombinationen ^utücfgefü^rt, 
bie tum bem lefeteren alä foldje be§ ^ßroiiominaLftammeS no, «e mit -qe 
al* * -mje utib *nqe angefefct mürben. 

Xa aber in got. nih, b'a3 cttmiolopifrfj gtetc^ (at. ttdque ift, nur 
einfadjeä -qe gelegen fein tonn, 1 glaube iet), bofe mau für bie got faV 
üer&inbeti&e, foroie als *|3ronominaielemcnt aujfttctcnbe 9?ebenform *U über 
blufeeä -qe nidft tjmau^ugeijeu brauc&c. 

SKI betreff be$ run. an. fo tfl U H m tf -si üon säsi, süsi, Jyatsi, |masi, 
J>ensi, päsi, |mimsi, Jjausi mar idj GM- SBortt 177 — 7^ ber Meinung, 
ba| ti g(eier) si- in af)b. simi neben senu *ecce* int. auf einen gcrm. 
ei- fiofatio suriitfgefütjri werben müfje, 2)aS fd)cint mir nun nid)t mer/r 
jiuingenb, ba afjb. Bfnu jefjr morjl T atä 6, gefürjt au? e» befifcen tatin 
unb ebenforoüftl autf) baä nachtonige i öou siisi auf älterem *sase 
berufen barf. 

Söotjl aber ift mir eine Nebenform *sl, ig. *sei uocti immer für baä 
aaj. Zentrum dis auä *j)issi au3 *J)etsi ruarjrfefjeinlidj, ba itf) anbete 
bie Stundung befl S^Diate in bei* ©tammfilbe nidpt §0 eiflnren luüfcte. 
C£s ift ia ridjtig, vorauf fierj audj ßiben ©l98 ftüfct, um feine Äonftruftion 
agf. J>is aus *J>ijiI>-s ^u redjtfertigen, ba§ jidj im Üttfjf. feine nmügenben 
Setfpiele finben, and beneu man eine Slffimilation beä jtoifdjenDofaltfcflen 
ts §u sk ableiten tonnte, unb id) mace gteidj itjm nirfjt in ber £age, ^u 
biefem (Snbe au$ Siet»er§ ©elegeu ja agf. z, ts %#\. @Jram, § 205 etma« 
©raurf)bare# 311 entnehmen; allem, roenn man nid)t behauptet, e3 rjabe 
einmal ein gleidi bem got. hwa (Int. quod) obne 9tudlaut -t gebilbete* 
9ieutrum beä ^enionftratirummomen^: *j>e gegeben, mofür man allenfalls 
auf ba§ rclattöifrfee the in §el. 1551 — 52 so is thes alles j^ehwat, 
the thu Mrun ^iduos || Ihidiun te leobe oenueifen !önnte r eine an&ere 
33mrtei(ung be# a@j. dis fdjlec^terbinße nidjt mögtid). 

2)ie tlrt, lüte bei bem mit -BÖ uerftätften Pronomen bemon* 
ftraiinum in ber ^olgr bie 51erjou t»ou ber (Snofilbe übentommeu mirb f 
l)at Äluge im Orunbrijj I* S. 4H4 ü&crfidjtli^ erläutert 6* finbm 
babt v i irtaucrjcrlei 9f eubi Ib u n gen unb ^urd)bringungcn ftatt. ©o ift cä 
5. ©. eolbent, bafe ber 9com. ©ing. gfent. tiiisu O. eine fem. *Reubilbunfl 
jum 5)?aäc. those fei, bei ber jugieid) baä e megeit bei folgeuben u 
in i gemanbett mürbe, ober baft tiusa (urninda) 2 @trafj&. Üölutfcgen ber 
nominale %tt fym. ^u einem SRom. *tius fei, ber burdjnu& jum af. ??om. 
©ing- 5 em * thi us. bc^ie^uug§n>ei|e jnm agf. dfos, d6os fttmmt unb in 
be^ig auf Ur^rüngltrtitett jmifdien bem agf. iltt Sing. gen. das imb bem 



' 3>tt 3urü«ffüftruiifl üon nih auf *n>-uh bei $)evne-?örebc UlfilaS 
10. Stuft ©. 294 ift bo* fttfeT falfdj. 




74 



%$ t d. ®rienGer(jer, 



oj. thesa bie Wvttt fyält. 55er s $ro$eü ber ftterjouäübemafmic ift für 
bn3 af., afjb. Neutrum thit, thiz natütüd) rttd>t ton Selang, ba bie für 
biefe&($atarterifrijcf)e Serftärlung *I>1 eben nur am !tftom. unb SIR. Sing, haftet. 

flftit größerer ^lnjrtjauüd)feit fann td) baS Sofalaböerbium got J>ei 
in brat afjb. Önbefimtpronomen 0. thihOin 'irgenb ein' nadiroeifen, IM 
e3, bie oortouige ftüräuug be# iöofalä i > i abgerechnet, Düllig nu 
berührt erhalten ift. 

3fcfj beanjprudje bauet bie ijorm mit i aU bie etumofagtfdje £mupt= 
form tmb crltcitc thelu'-in unb thohht'in al3 jefunbärc, oortouige, burd) 
Sinfiufj ber folgeuben gutturalen fepiranä h geföröerte Umfatbung, bn- 
fid), nleid^alU in oor tauiger ^ofition, bei km uegatiöen Snbeftnitpronomen 
atjb. Qeb&n unb nohliiMn miebetfinbeL 3n biejem &attc ift ja loegeu 
bet unbeäroeif elbareu 3 ll ) flminen i e fe ult 9 Öer $auptform nihein au3 bem 
inbeftnit gebrausten Balumorte ein mit ber Dtegaiion at)b. ni, ne, genauer 
gejagt mit ber atjb. ISntfpredmug $u gut. nih 'nequi?*, nad) ber fid) 
nlhein *mülus* roörtlid) atä 'aequo imus, neque ullnV barfteflt, bie 
fefunbäre tftatut beä in ber Nebenform um fo inetu* gefiebert, als ja 
aua> bie geioöljiilidjc nqb. (Siitfpredmng nah ju got nih ben DmiTeloofal 
^etgt, Bon bem idj nidjt luüfjte, bafe er anbete beim al* rein lautlidjer 
Uebergang oon i > o aufgefaßt roerbeu tonnte. @3 ift etroa* flljnüdie*, 
roeun ber tjelle 23ofaf 6 ber erften, ben SSJortton tra3cnbe.11 ©übe ber tm 
©ajje untertonigen Atoujuuftiou a(. eitdo, al)b, edho in ber Nebenform 
af. oddo, afjb. od ho 511 umgefärbt mirb, über wenn bei ber im ©afce 
gleirfjfall* untertänigen tfragepartttel got. ibai, afjb. ibu 1 bie im 9ct)b. 
rjerrfcrjenbe, bunfelöofalifdje ßoim oba, nbe, avo cntiotetett roivb, etioa$ 
Äelmlite in iebem $*afle, u>emt anfo üiefieidit nid)t gong (SHeidjeÄ, ba fur 
otlho foroobl Joie für oba aud) üDfnlfyrtniiunijdjc ^tngtadjtmg bcS Einläute* 
§um buulelootaiijdjen Sttlfaui Q, u geftenb gemaust roerben tnuit. bitter* 
bingS aber tml nurtf bie einfit bige fvragcparrtfef ef eine unbetonte ^orm 
mit «»:of neben jic^ fioltljaufen, &j. fc § 121. 

@in Huatageä ift abtt fidjerticti quct^ bie nachtonige Umfarbung be^ 
germ. Suffir/ä -iht ju -rht p beäie^mig^iDcife *-<aht ju -oht, ba^ öon bem 
giittttratett ©ufftje in got. fmrths unb shiinahs nieftt getrennt mürben fnun, 

@§ beftetjt benmac^i {einerlei s Jtotioenbigfeit für thohb^in audi nur 
(autlitfje iöeciuftuffung oon ber at)b. Äoujunftion tlmh Ijer, ber nadj got. 
J)uu T j>aiih, agv fräfth urjurüugtirfje üänge ö gebütjrt, anjiiuetimen, ge- 
fdiiöci^e benn, mie ©raff 1, 320 inofltc, ba* at)b. ^nbefutiiprouomeu nM 
jüutartiidKr 3»)<n«»tei^"fiung eben biefer Äoniunttiun mit bem iubtftnitew 
ein au erflaren. 

T>aS ^oijtuenftetieu&e h iu nihoin entfpridjt bem oon got, nih, afob. 
noh, tat- nequo, ift aljo älteres -qe, ba$ im @erm- jomotjl ben u&* 
lautenben Sofal, al^ bie in ben reinen ?tu^laut tretenbe ßabiatifierung 
einbü|en mu^te. 

inm aks bet etumülogifd) rirf^tifle 
3fnftrumenta[ts ^u fein. 



ernJie 



1 3>t helle tyalal toixb buzA) bie got. 3fj 
ich; ibai ftljeiut 'Scit.fCofntio, Q^b. ibu aber 



Thu uiti Üichi.-in. 



75 



3)ie im ®ot ^umeileit fortbeftetjenbe ßabialtfiening ber ©uttutofen 
im ?lu£taute beruht auf km parabiamntijdjeii 3 tVE ^gc bcr üurdjbetftnierten 
unb burdjfoniugterteu SBorter, 5. Ö. gasahw gu saihwan, ober auf bem 
(e&enbijjen ^ufammen^atige mit etrjmotogifdj rjertmmbten SÖilbungen, 5. $) 
11. 'hw gu nohwa, bürfte nber im gefprocrjenen ®a$e nur t»or folgenbeu 
SBofalen wirft idje Üautfleliung mitgenommen turbcn, soäbtenb oor ttun- 
fonnnten utib in fSafepaufen biefe auätautenben gw, q, hw jmar ottfjo* 
grapfjifrf) mit bat 3eidjen ber fabiatifiertcn (Mutturafcn bargefteflt, fidjerltcf) 
aöer nirfjt als folf^e P jonbern toielmetjr als etnfadje g, k, h Offpromen mürben, 

©ärc min 008 li in tliiheiri gleich bem oon nihein a(3 angehängte, 
twrbinbenbc ftonjunftion 311 Derftetien, jo ergäbe ftrt) bie Auflösung: 'unb 
fner einer*. 

Da aber bem gut -h, -üh gleich bem lat. -que eine meferfadje 
^Birfuiig jirtoramt, jo iiwbefotibere aurt) eine bemonftratio oerftärfenbe bei 
h, sölu [mtüh, liegt für *J>oih bie SÜternatme iiafjer, bafceä gteicfj bem 
bezeugten 90t. ^nftrumentalfe peh oöflig in ba£ ^arabigma sah getjöre, 
utib a(3 berfrärftet ßofntiü *bn, au biefem Orte' $u beuten fei 

©er inbefiniten ^unfrion ber Dujammenrücfung ift ba§ nierjt fjinber 3 
Heft, wenn mnn annimmt bafj in berfelben butd) ben erften Seit nur 
eine giemtiä) unrocientltdje SOtobifttntioti fjerbeigefwjrt trürb, ba ja bie 
htbeftnite ^unttion fdjoit am eiufadten ein (roorau* in ber jyolfte ber unbe- 
ftimmte Wrttfet, braune, 1$. ©tam.§ 270t) tmftet unb eben btefe§ ^fovm- 
element nlä eigentlicher Xräger be§ Begriff e3 fdjou bura) ben .Jmuptton 
thihßin gefennjeidjnet wirb. 

Sil iiberfleuflen 1111* (eid)i, bafe aurf) bflä ntjb. lofafe Semunfrrfltimim 
da in inbefiniten Kombinationen wer da ober a6r da ftetjen lönne. 3n 
bem SBorberfafoe beä SBeifpielcä wör da (dör da) sagt, es gäbe keinen 
Sott, liohauptet etwas unbeweisbares empfängt ba§ etntettenbe wer 
ober der au§ bcm folgenben Ortöabocrbiunt da eine jiem(itt) frfnuad) 
betonte ^Jttobififation, bie icfj aH ortlidje ftipeeung eine3 gejefetett $aiiesi 
bfäetdmen möchte unb bie nud) burdj wer irgend obec äeittidj fixiert 
buret) wer immer nu*gebcii[fi merben fünnte. Sfber baä SMötimfdjf, 
bc^iebung^meife baä Äonbtttonaie be^ i8orberfa^e* f ben man aurf) burd) 
welcher sagt ober wenn einer sagt fubftituictcn fatin, haftet fet^on an bem 
einf adieu irör sägt ober dto siigt unb >oirb teine^megg erft burtt) hai 
nadnjejefcte da, irgend, immer |erbeigefür|rt. ©oenfo haftet baS Snbefiuite 
b<« PSfffomeaS an ftd) fc^on an bem einjagen wer ober der unter ben 
^Sebiummgen ber in bem genxitjlien iBeijpiele gegebenen SÖortfteUung unb 
Betonung. Sbeufo fa^ioa^ betont ift bie ürtütb bemonftratioe S3crftarlunfl 
burd) naeftgefe^te* da in einem Sft|e iuic der da sagt es, für ben audi 
errifnd)^ der sägt te mit btofeer perfönlidjer ©emonftration genügt 9n 
gteidjer äöjcije, f dt» tiefte tetj, roirrt bnS ^boerbittm Jjeih in thihöin a(ä f(frjit<acri 
betonte örtlidie gipentltg einer unbefiimmteii ^erfou ober Sadje. 

?tufeerbera bin idt ber ^tnfia^t, bafe ntdjt ber nbjeftioif dje ^ebrauc^ beä 
Pronomens, fonbern bcr fubftantioiftt)e mit bem ©em'titmä partittouä mie 



in SKufp. 95 daz ei " feitarnen megi tat«» dehheina ber urfprünglirfie fei, 
unb fü!>re bemnad) bleibe auf fontaftifdjc 3 tt t flm,,wiir ürf lin ß beä tnbeftniten 
ein mit bem freien Slbu. [>ih $urüdf, baä in einem ©afce tt?ie tu beut 
äitietten c bafe er 511 Derbergen imftanbe fei, ber Xateu bn eine" ctgentlid? 
uäber 3Uin oorfjergeljenben ©euitiü ote jutn fotgeiibcn Pronomen getjört. 
23ie e§ (er/ein t r Jollen bureb. dehheina, bo§ loir uul in *deh ei na au\* 
gel oft beulen njoüett, bic für bctS in Siebe ftel)cnbe Snbioibuum in S?e- 
tratet 5tt ^e^enben Xßteu au« ber gönnen ÜBeuge ber an fict) möglichen 
Taten tjerauÄfjerjobeu unb isoliert merbeit. 

$ie ©ntftermug bei frtunbören tfkniinnla in dihhein erfläet 
©raune, 3Ü)b, @ram. § 154 & 6 nu3 bei Verlegung ber Silbengren$e narf» 
Dome in baS urfDrüuaftetj nur austauteube uub beäfjalb fpirantifd^ gebliebene 
fa, bal burd) btefe Verlegung suglcidj pm anlaute ber fotgenben ©Übe mürbe. 

@§ ift enibent, bafj in bet meiteren tSntmicflung dechein, dekein 
bieje Verlegung nüd> um einen ©d) ritt lueitcr Dürgeriitft fei, b. I). hak 
fid) bie ©piran# ch juin einfeitigeit ^Infant be# jmeiten leitet Ijeta«*- 
gebilbet tjabe unb bafj Damit ber Eintritt bei 33er jdttujjlauteS k an ©teile 
ber ©pitang 5ufamtnentKtnge. ^a germ. k im afjb. JZSortanlaitte nur 
all afjrijierter ober afpirierter ©erjdjln&taut : oberbeutfeb, kx, fränf. k* 
aber nidjt a(ä ©ptran^ x mögltct) ift F mußte bei ^orriieiung ber ©ilben* 
grenze Dor bie 6pirau3 de- hhein an ©teile berjel&en bev iöer)d}fujjlaut 
k' um (u mein: eintreten, all bie luortantoutenbe ©Übe de- jur ©eben* 
tungsf ofigfeit etneä tontofen $i&figeB tjcrabgeimifen mar. Sftit biejeu (Snt* 
mertuna, «8 Slnlautel fjangt bann bic jri)on bei Dtlüt} um 1067 bezeugte, 
Doffige Utpolopc rlieinna gnnda W, *irgeub eine ©unft\ cheina arheita 
jtR. 'irgeubeine 2ftfrt)jal\ choinnin wisiin 1 'auf irgenb eine 9lrt' jomie 
bie teilroeije Stpofope in mt)b. schein (Scgex) sufammen. 

Die Sntiuidtung ber öcbeutung *leiu* au£ "irgenbein* ift eine fafe 
tafttfdje Sfugelegcntjeit, bic für bie Ableitung bol Sorten nidjt ttefentlid) 
ift. ©te gebt fd>on im SKrjb. neben ber älteren Ijer unb finbet ficrj nidjt 
nur in ©äfcen, bie urfprünglid) negatiD gemefen fein tihmett, mie des ist 
zwivel deheia 3m. 916, fonbern auef) in anbern roie so gewinn ich 
gerne einen, und anders dobeinen 3n>. 1911 — 12, mo man einen 
Dorauirtiegenbett uegatiöen %qpm niebt )o ü^ne metters fietjt; el märe 
aber allerbingS möglich, bic SBebeutung c tein' in biefem ^atle au& bem in 
ber SBorfteHung negiert mieberljolten Serbum gewinn ich abzuleiten, 

?luf Der)4>üiegene Negation mtb Äürjuug fonn mau in gleicher 9trt 
franj. rien € m^Ö* al« Stntmort auf eine tfrage qu'en dites-vousV guTürf* 
fütiren, bie in DoKer gorm mit je ne dis rion beanttPDrtet mirb. 3)afe 
jebon im %§b. ba3 nidjt negierte Snbefiuitpronomcn bie ©ebeutnng 'fein' 
baben tonne, mufe ief» menigften« für Das im Otfribgloffar Don Melle Der* 



1 3» fPtf^en *keinn f *keinin; bagegen enthält necheina . . . sunta noh 
hetna vära 91oni v c&enba, etiierfeiti» ulteö tiihein, anb«feit@ freies noh 'neque' 













& ffiunbevli^ unb «. ü, «a&Det, S^m ©rimmfäcu «Börteibutf. 77 

äeidjticte ^öeifpicJ in 3elbän thaz ui imngtin, thaz sie imo iogitmaugthi, 
tbeheJD thes muate hurti in sulicheru nüti D. IV, 13, 62 in "Slbreoe 
ftdlen, ba in biejem gfatte bie Stegatiott beä crfteti SBerbumS auch, beim 
jmeiten fortiotrtt, fomit 'fein* auf thehem mefrjr Negation beniljt. 

S)a$ Ijier nadjgenücfene Glentent dih- am *|>ili sollte ©raff 4, 1221 
au dt für bog mljb., im $ltjb. nur bei dotier geläufige dcutieder 'uterque, 
alter uter* in IKnjprudj nehmen, eine Meinung, ber sörmme %1jb. @ram. 
§ 296 a 2 folgt- $ie Annahme ift irrig, beim bie gnnfttoii ber ^or= 
fitbe de- in deuueder ift eine gan^ ausgeprägte, fie lunnbelt ba$ tfrnge* 
^ronomen weder *u>« oon betben', tt>enigjtens in ber öebeutung alteruter 
*ber eine ober ber aubere fon jmei«* — ■ §. 93. ist unser d weder eiu 
Ansehevin, daz sol ich von arde sin $013. 746; 11—12 "ift ber eine 
oon un§ jtoeten . . .' — in ein bemonftratioe^, luoiradj eS aroeifetloä raub, 
bafj ber erfte %tit biefer 3 ll |« t" menriief ung bie r-loje gönn de (tSrcune 
$tt)b. ®ram. § "287 a) bei einfadjen ®emonftrath)proiiomen* der fein muffe. 




Jim (ßnmmfdjen IBötterbudj. 

Jpermonn SBunberUtt) nnb Äarl 0. Sauber. 

3n n toe i Wlologenüerfammiungeu (spalte 1303, Jpamburg 1905) 
ijabeti bie ^ndiftcnoffen bem großen Statt jrfjen S&rterbud) Söeaditung ge* 
jetjenft; in uneigenu inniger Arbeit tjaben bie Obmänner ber ©ermautften* 
Sfettimi, *pwf. Maüliin* uitb *prof. 3rrfliid), ©ntfdjticBungen toorbereiret 
unb burd) gefegt, nnb nun ift aU ein Siiljrer ber neueren SBortforJdmng aurt) 
ber Herausgeber biefer 3eitjtf)rift mit £ftntfd)lägen auf ben s J$lart getreten 
(Vif 341 ff.). 

Wk*a bie periünlitfjeu öcmerhmgen, bie ftluge in feine ftarftetlung 
eiuflod>t, mite .Streife nadjfjaltig kmegten, fo fitib mir Mitarbeiter bor 
ollem für bie Anregungen bes> jamttdjeu i«Ö oanfbar, 3>ie ^orfdjläge 
gipfeln in ber £forbenmg einer ^etUrat- Sammelftelle, bie ben Mitar* 
bettern ön* Material jur ^arftellung oorbereiten nnb ergänzt» fotte: „Xritt 
irgeu&roo eine bi^er unbeachtete Üuetle in ben ©cftd)t3fTci3 eine! Mit* 
arbeitet, fn roare eine joldje ßeutrak in ber ßage, ba£ SSJerf für alte 
auSfterjenben -teile be£ £)3Bi). au^ufrf)öpfeu. 3upjl«idj r)ätte man ben 5ßor* 
teil, ba& bie ^enrralfteUe einfpringen tonnte, roeuu etma an irgenb einem 
$eile ein neuer Mitarbeiter notiuenbig mirb . . . ©inb nodj ein paar ^ab,r^ 
jeljnte ^ur ^öofleubung be^ D v ü5b. nötig, fo empfiehlt fieb eine foldje be* 
fö)eibeue Jocm ber Drgamfievung nod) tjeute. Bit bürfte nid)t bonad) 
traditen, bie bi^^ertgen Mitarbeiter au* itjrem SSejifeftaubc ui oerbraugen, 
es müfete oielmt'tjr irjr ernftltrtV* 43eftrebeu fein, ben Mitarbeitern fürber* 
lid) nnb bieuftbar ju fein, wo es iiumer ge^t (®. 34(3)", 

tiefer Jotm ^ Organifierung, bie an ber 95Jurjel anfe|t, la^t 
ftluge gur ®rganä«ng ben SBorföfflfl Dorauöge^cu, aud) bie Mitarbeiter 




78 



£mii<wui SÖimbethdi unb Sttixl tt. ©oljber, 



foUtcn firfj jufamttienfdjlie&cu unb gemrinfam berate«, mtö bem ääotter 
tuet) nottue: „auetj bie (Stellung ber eingehen Mitarbeiter brätigt auf 
eine Organtfation fyn, bte bei« tSin^etitcn ?lnjct|eii unb ©Qre öerfprierjt 
(©. 345)-, 

SäJie bte Singe am SSörterbudj augenblirflidi liegen, fduett e£ uns 
beiben älteften fetbftänbigett 9)titorbeitcrii baS Watürtidjfte, baft mit ^et 
uns neteiniflten, um gemein jam ber §rage nad»5ugel)en : »ie roeit treffen 
bie mannigfachen klagen, bie laut gemorben finb, MI felbft? wie loeit 
neftntteu un* bie $?crf)ältniffe, unter bereu 3™wfl mir fielen, an 5lb* 
fjilfe gti beuten? 

Äluge fpriept roieberfjolt oon einer 32ifere bef SBörierbud)*". £iefe 
„'JJtijerc" ift — ba3 Fartn ntdit oft unb nictjt beuttid) genug au£ge* 
f prodien roerben — in erftcr ßinie eine <5Jelbfrage. $)lc ©clbfleimne fjat 
ben 9totftanb im 9SJorterbudi öerfdjutbet. öftren Mittel iemeÜS red)t* 
jjcitig jur £mnb gemcfeu, um bie leiftung*fä&igen Mitarbeiter nfle gleiri)* 
nitifeifl 1° ausaiijiatten, roie bic§ gegenüber bem erfolgreidjftcn unter ümen, 
bem »erbten ftoollen — nunmehr nereroigten *ßrof. £>crme ge]"d)o|, fo ftunben 
mit ber SBollenbung be§ SBortcrbucaeS rocit näher aU jefei 916er in 
5Deut[d)(anb bttrfen mtjfenfdjafttidie Unternehmungen auf priüare .fulfe nidjt 
entfernt fo redmen roie auberämo. Unb wenn (Stiftungen unb allgemeine 
guroenbungen gemadjt werben, fallen fie metjt leicht in ben fei« ber 
pfjilolog>r)iftorifd)en SBifjenjdjaften, bort abtt $n attertefct an ben 28iffenä* 
jttifig, ber ber eigenen (Sprncrje gilt. 

©o muffen beim aud) fjtefitr bie Staatsmittel angeforoeri roerben, 
an bie öon anberen leiten ÜKnfprüdje genug fid) ergeben. ftür ba* 
$rimmftrie Sorterbud) tjat bas Üteitij bie ^ufdjüffe getriftet, folnciiD 
ben Slnrcaungcn ber erften $fi&tföeti ^fnlolügenoerfammdiitg oon 1867. 
2)a§ foll immer unb immer — nudj in biefem Hufantnteiitiang mieber — • 
mit aufrichtigem 35anf anerfannt roerben. 1 2}afj biefe ^ujcbtiffe mit bett 
öebttrfniffcn be£ 353örtcrbin-fi^ aber uidit gteidjen 6d)ritt gleiten, tmben bie 
SBcrljanblmigen ber jiretten £mtltfcr)eu $i)ilologenöerf ammiung 1903 getetjgfc 
bie mit ber Sitte an ben §crrn Sfcidjäfanäler abfdjloffen, bte ^Bearbeiter 
bon ©. unb SB. „burdj ©eroäljrung einer gr%ren 33ei$ilfe in ben Staub 
$8 fefccu, je garet felhftäitbigc, aulfdjiieHlirti für ba* Söörterbudi tätige SBtffr 
arbeitet &u gewinnen". 

3n biefer Oiid)tung, ba^ ift unfere aufrichtige moljt ermngene Über* 
^eugung, liegt bte etujige 3H&gltdj!eit ( bie Slrbeit^gcbiete bei @S. unb be« 
30. mit ©efdileunigung ^u burdinieffeu. 3k langer man fluni, un* t>ie 
Mittel an bte .^anb ju geben, um fo Ijötier roerben bie §iuforbrrungeii 
ftcigen. bte mir an unfere (Delbgeber [teilen muffen. s Jlud) für ba3 ^2Bb. 
gilt ber ©ab: H ^en retqten 3)?annem bie rediten 9)fittei"! 2Bo bie %i* 
beiter etroaä taugen, brauchen fie 50eroegung8freir)ett unb fommeu mit ber 

1 £aB ba^ preu^lfifie itultu^müiiftcrmm etn^elnen SRuarbritem hl aubercr 
SfiSeifi 1 bte nartjöalttflfte Unterftu^ung jiiteil merben liefe, ift Mfetüft unb lötu 
fi* Ijiet nidjt erfd)6|3fenb inftröigeit. 









gdftB <9rimm1rfKn 2B$rter&udj. 



7fl 















idjiefteu Dtgantjarion, mie fie Ätuge tmrfdjfagt, weiter, al§ mit einem 
anegeflügclteti St)ftem. 

tlber ob mir bie redeten Sännet finbV "Ser äußere ©rfolg, ben bie 
aufreibenbe üer^efjrenbc Urieit am SBörterbudj erhell, täfet in biefet Stiel)* 
tung feine ©djlüffe $u. 23er auf bie Klagen acfjtct, bie bie grofjen 
Vorgänger am SBijrterbudj mebcrgcfdjriebeu tjfl&en, $aiob ®rimm, ber 
$tegdmber, unb ÜRubolf £>ilbebranb, ber erfte unb feinfitljligfte tfortfefeer, 
wirb ftd) bie alte SöaE|rr>eit bergegenroarttgen, ba§ $leicrujfilttgfett unb 
3urütf|e^ung doit nu|en noef) tauge feilt Sßrüfftein für bie innert ©r* 
btegeurjeit einer Äcbeit ift $as ©«trauen unb ber SRiit, ben bie ftort^ 
für)ruRüt ber Arbeit erforbert, fami nur auä ber eigenen Überzeugung a 
warfen , aasfl ber 9Ba1jnief)mung, bafe bie Üeiftungcn tnefjr unb uterjr ben 
Änforbenrngen nabe timmten, bie mir an uns felbft [teilen. Um jo urtbe* 
fangener mmfltfe« mir hierbei auf bie Äritif berer j« acuten, bie km 
SSörterburfie SJerftänbnte entgegenbringen; mit iljnen furzen mir um im 
ÜJotgcnbeii ßii^tmanberänfc^en. 91 m tjäufigften uetjmeti wir auf bie 23e* 
merfungeu ®epg, um btnen ein ^adjgenoffe im ©efjroäbtfdjen ÜDtatuc 
otti<if>rtict| bie gortfrhritte beä $9Bb. begleitet. 

I. 1 (Jinfirfjtige Beurteiler t)ci6e» ftetä berürffidtfigt, bafj bie Heutigen 
^Mitarbeiter in einer ^mangstage arbeiten. Ißlan unb @inrid)tung be4 
SBörterbud?* finb auf bie Eigenart unb bie tperjünlidjteit ber ^egrüuber 
beredmet gemejen. 

Skr 3ette(app«rat, an$ bem bie ^öbrterbud>arbett ^imäcfjft jefjopft, 
ift tm ^weiten ©rittet be§ 19. 3al)rl)unbect* Angelegt werben, er mar ber 
eefte größere ®etf»$ auf biefem ©ebiet, Xk Jeefjnif bei Snmmttnö, 
bie jeitbem für äfmlitije Unternehmungen bei allen Stationen mrögebilbet 
unb nerfeinrrt würbe, ieigt fid) tjier im Urlaub. 3Öa3 aber norti melir 
in ©etradit romtnt, ift bie fdimate Söafi*: bie älteren ©pradjqueKen 
waren pna grojjen %ni bamafd nod) garuidjt an* üidjt gesogen, norrj 
weniger in juöerfäjfigen Ausgaben oerbreitet; für bie neuere ©pradje 
galt (SJoet^e nodj afä Vertreter ber neneften unb jüngften Giitmicftung 
— unb bafür, bafc bie ®prad)e nidjt in ber ftunftform ber Sßocfie allein, 
jonbern nurfj in ben Wieber ungen be# ßebesB tfyre ©eljeimniffe belauf dien 
läfet, bafür Ratten ja efren ecfl bie trüber ©rintm ben SBlirf erjdjloffw. 

Unb enblid?: bie Hauptfrage: ma% foK baä SBörterburb bieten 
unb an wen foE e# ftd) roenben? — darüber maren bie ©rüber ®rimm 
untereinanber felbft nid)t ganj einig, ^acob ®rimm badjte ftrfj einen 
meiten Ärci# t>on liefern, er roottte bn^ SSörterbucrj $u einem beut)M)eu 
^aufbuff) für bie (äJefrilbrten unfere^ Sottet innren; Sil^etm ©rimm 
fafete ben engeren Air ei 3 berer tn§ Singe, bie fitf) mit btr beutfrfjen Spraerje 
emge^enber bejd)äftigen, 

^ber @ine§ mar beibeti Srübent bod) gemein joiu: ©ie Oedangtcu 
i*efer für itjr SBörterbnrfj, feiner t<on i^nen badjte an ein blofee^ SSacu/ 



SluSftityrungen öun ^ t $&unberltrf). 



80 



jermflTiti SBunbeTüd) uno titaxl o. SBölj&dr, 



fd)lagebud), in betii man flüdjttg blättert, in bem man — ge§*|t Don 
bec Unraft unterer 3"* — utii «ntm ®"ff bie Äleinigfett b,er aufholt, 
bte jemeil3 in bie (£nge be§ ©efidttSfreifeä reicht 3)ic Slrtifet maren Don 
Anfang an mcfjr tat Sinne ber ©r^lutig Don ©auf angelegt, ber au^ 
§ie^t, eine CSfetiu su fluten, utib bei ein ftouigreid) ftnber, 

3)cr ©ebanfe eine! beutjdjen .Öaiiäbuays ijat jtd> nidjt nermirftiduii 
lalfeu. $egeu bte (Sinjdjränfung, bie biefer ^Inn bem ©ekljrtcn aufer^ 
legte, ift tein ©eringerer aufgetreten alz ber erfte £)id)ter biefet 3eit: 
„cü ift äipetfelfjaft, ja c§ ift gar nia}t mbglid), bafc ber 33u$* 
ftabe 3- erreid)i roirb, afcer raeun mir and; nur bis junt *!){. 
tortimen, jü Gaben mir mefir über bcutfctje 2t rt unb beutfdjel 
$8ejeu beisammen, als jtdi nn* lulunben uott @Jefdjtd)t5tt"crfen 
Ijeiaudflaubeii läftt. 3d brtdjte man, bödj auberö ift es auäaefaflro. 
$er JÖudjftabe 3- wirb ^ t d> e r erreicht merbeu, aber roeiter audi 
nichts", ^riebria^ § ebbet über S>. ©attbers s- 3)eittfdjen SBörta* 
budj ber ©rüber ©riinm (1853). 

2>ie gürrfefcer b& Söörtcrbudjä traben ben ^Ra^men be* erften &nt> 
murfs metft im ©inne äöiüjelm ©rtmmä auSgebeljni, unb 9luoolf 
^ilbebranb tjnt meinet ©rächten? muftergültig gezeigt, tu melier 
ttidjüina, bie Arbeit uonuftrtÄ freiten mnfj, um nidji Mofs beu Stufor^ 
berwngen ber neueren 3eit, joitbern tmdj beu tiefer briugenben Söebflrfi 
nijfen Klüftiger ©efdiled)ter 511 (genügen. 

^Iber gernbe je tiefer bie SSörterbudiarbeit in ba* untere ber beutfdjen 
S&Lmforjrfjmig einbringt, um fo meniger frfjeint fie bie 3ttitglieber unjerer 
gelehrten 3 un ft Ä u beliebigen, mnfjrenö in bem wetteren unb umf njfen- 
bereu greife ber ptemtbe unjerer <5pradjc ba$ Suiereffe für baä 2öörtcr ; 
bud» maa}ft. $tf erfiermäfjute Jatfad)e erflärl firfj teiiroeije au£ ber 
3erfülittenuig kr Onlereffen, au3 ber Slrbeiteteilung unb ber Verengerung 
bc* $cfid)törreife3. 3J£ati jutfjt im SCÖörtcrbuctj nur riDC^ bin miit^igeu 
Jörudjteü, ber GHnem gecabe anliegt, unb ärgert fidj, nit^t etroa meiin 
mau btö ©ejudjte utdjt finbet — nein fdjcm, menn anbereä und) baneben 
ftc^t, (£in IjerDorragenott ©prad)fDrjdjer Ijatte für meine erfte fiieferung, 
bei* bie fdjroere Aufgabe geftellt mar, aui beu Skfynen einc§ bemuubcrtcn 
®orgäuger§ in^ eigene ©eleije übetjufü^ttn, nur bie Semerfimg: w 3)<rt 
alles interefjiert mid) metria, c^ jtnb feine neuen ©tniuologicn l briu 

91 uf ein berechtigtet SKoment fütjrt eine nnbere ©eite ber Äritif. 
Qit Überfülle ber ^rtifel, ju ber ber etoff — nid\t baä belieben ber 
v JJtitiirbeiter — brängt, faun berJDnrftefluug öerhdngui-Böull merben. 
5ludt btä SSörterbud) ^at feine Überlutrbuugssfrage, roie bie <5d>ule, 



1 1)ie i'iefevuufl Gedübelte 3iifaimneit(ct}ungen mit bem ^räfif ge, bit &u 
neuen CS-tpmoIoßicit natutgemöfe nur leiten Einlaß fleben. föhte gragc im ficii 
ift, ob cci fadirtfinoij mor, alle Diejenigen öiifcimiiicitfctjunae«, bie i^ter 9?otnr 
narti in Änte^nung an Üa& Örmtbrnort betrarijtet luerbe» muffen, inneriinfi bes 
ge felfcJWnblfl 411 icfjnnbd«, .frkr mot bie (httfd^etbuitg Imigft getioffen unb bem 
neuen aJtitar&ettev blieb leine SÖa&l meljr. 




;5um <&rimm(rfjeti äßörter&udh 



si 









unb au$ äfjnlia^en ©rüitbeti. $tbet mie bei beu ®rorteruugeu in Sd)ul* 
fragen r fjabe id) aud) beim 3Börtcrburt| nod) feiten einen £$orfd)lag auf 
Äür^ung gebort, bec uitrjt eine roeitcre SÖeiaftuitg in fte^ jrnlöffe. 

3d> gebe nun für ruid) petfünlidj ofjtte roeüereä ju, bafi id) in einigen 
Sieferungen — §niifd)en 1899 unb 1902 — 311 jetjr in bie ©reite ge* 
gongen bin, bafj bie Bange etngelner Streitet auf Mängel ber ^cdyuii (nn* 
beulet 3<fj §aU mir meine 3}cettjobe eben audj erft felbft neu entroiefeln 
muffen. 2)a meine arbeiten auf bem ©ebiete ber betttfdjen Snntar, baju 
geführt fyaben, ba| mir bie 3)?ilar&eit am SBörterbud) auticriraut mürbe, 
hielt in) e§ für meine erfte jPffidjt, bie funtaftifdje Stulbeute be§ ?8ort* 
jefcafecS fo ergiebig als mögtid) auSjuf d)öpfeit Samit hoffte trf) audi bie 
3ufitmmung ber Üiterartjiftorüer 51t geroinnen, bie bie öebürfniffe bec 
nickten unb ber rjofyeren ©tilifiif bisher 511 roeuig betüdfid)tigt fanben. 
Unb menn idj aud) nie fo meit ging, bie ^orbermigeu germanit ©rimmS 
mir Gier anzueignen, fo moflte icb bodj fo Dielen als moglid) getedjt 
werben. 9iad) biefer Seite fjabe id) allmätylid) aud) gelernt, gcuüffe ©renken 
ab^ufterten, unb ebenfo bemühe id) ntid) mit Äonfequenj, $er,t unb $k* 
lege üon allem Gnt6er)rltcr)cn gu entlafteu. Sind) bie neuefte Siefemng 
((§emer&famfeit — ©eroiegt) mirb einen gt>rtfrf)ritt ^ ct qj tt jetgen, 
Unb meitn mir aud) Diellcitfjt bie Äritif nadjrccfjneu roirb, ba§ etroa für 
®emid)t gu mel ©palten berbraudjt feien, fo liegt bie ©cfjiilb (aunt 
me()r am Bearbeiter. 

£>er rürjefte Slrtifel fanu 511 laug, bec läugfte $Utifel nueti 5U fürs 
fein; über bie 9tuSberjnwig eines StrtirelS fann mau eigentlich bocri nur 
au3 genauer ftttatmfl ber p löfenben Stufgabe, nicfjt aber aus bem praf^ 
tifd)en Sebürfnis eines öenujjerä f)erau£ urteilen, ©erabe bei ©eroiefjt 
£ 8. tjabeu fid) bie SBebeutiuigeit mit ber Qnt fo rjottfommen nbgeloft, bafe 
unferem heutigen Smpfinbeit ber £iauptgebraud) ber älteren ©pradje, aiui) 
100 er in bie heutige Spraye uoef) Ijereiiireid)t, räum metjt 311m ©eroufit* 
jetti tomnrt. 3?arum beauftanbete ein faerjoerftänbiger gelehrter $reunb 
bie 2lufnatmte biefer alteren Skbeulung in beu Überblitf, ber meine $5ar= 
ftellung eröffnet. <Sr meinte, btä fei eine Spielart, ber menig Seaerjtung 
,^u f dienten fei, unb bod) tjattc id) mehrere tmnbert Belege bafür aus 
aflen ^eriobeu ber Sprache. 

3n ben ©djmierigteiteu, bie fid) nadj biefer ©eile ergeben, mirb unS 
nun non gofjlreidjen i5ad)ßCiU3ffeu empfohlen, bem SluStanbe nadföueifera. 
Vind) baS ift ein erbt beutfdjer gug ber Äritil, bie unS guieil mirb, 
&a& man bie auSlänbifd)en fieiftuttgen, bie oie!faa> auf beu ©djultew beS 
♦Mnmmfrriett 9SJbrterbud)S ruhen, anftaunt unb barüber ber fyeimijdjen 
Seiftungen oer^ifet. SSiir Mitarbeiter tonnen uns bafür jmar mandier 
l'luer tViuuing burd) baS Sluälanb rühmen: aber fo felbftloS ift man bort 
boet) immer nid)t roie bei uns. 

93an biefen auilänbifdten fieiftungeu fdjeint mir baS SSörterbud) 
ber ©djmebifdicn §llabeinie am meiften beu tjotjen fielen juänftrebeu, bk baS 
$rimmfd)e SB®- fid) unb anbern uorgeäeidjnet ^at. 9SieIleicr)t erreicht bie 

3fb®. dl 6 



,iT0«si. ul 



82 



#ermniitt ©nn&tTtitti unb S&xl e. SBa&fcer, 



©tfftuebt^e SÜabemie bie 33oflenbung iljrer Aufgabe jo rajcr), mie man 
beuft; mefleid}! and) mdjt. Sßortäufig ftel)t fic nod) im erften Anfang 
unb ift bnfür bodj jajtm rcdjt auäflitjrfidj gemurbeir Unb babei fä|t fiäj 
bie SReidjIjalttgfät ber fd)n>ebifd)en ©pradjquellen bod) nidjt entfernt mit 
unferer Überfülle öergleiajen. 

SBemger rmrbitblirf, faVint mit ba% gtofje mit bem Hainen 9)currau 
öerfnüpfte engli|a> äöürterbud) Mi fein, bas uns üdii Tübingen aus aU 
2Kufter üorgetjatten mirb. ^ludr> tjicr tonnen mir gemife meleS lernen, 
menn id) auefy fdjoit gegen bie tecfjnifdjcn ömtngenfdjaften maudje* 3fe 
benfen tjabe. 1>ie 'älbfürjnngen fct)reden ben ungeübten Üejer ah unb er* 
Ernten hod) ntd)t übcrmn&tg tuet. £q| im %tyt bie ©a^form aufgegeben 
ift unb alle eingaben in (Eflifcfen fitfi bemegen, erfpflrt ftdplid) mana) 
unuü&eS SSJort; aber einerfettS ift biefe Slrt von ©til ber eugtifdjen (Sprodu 1 
fdjon oiei länget vertraut a(ä her uufrigen, mib bann Gaben fidi ,511m tfrfafc 
fo öiele belaftenbe Partizipien eingefaßt, bau ber Sefer tjtewm tetdjt et- 
mübet. Unb roaä etibltc£> bie 9Serfd)tebeur)eit ber Igpeu betrifft, bie gut 
ÜRaumcrfpflrung am meiften beiträgt, fo fiub bie !öeleg)Men in einer 
(Sdjrift gebrudt, bie an Sinjigfeit aflel übertrifft. ©dfron bem Üefer 
fcfjmerjcn bie äugen nad) flüchtiger @infid)t # mal muffen ba erft bie 
Herausgeber unb bie Äorrettoren burdjgemacrjt Imben? SBir finb in biefer 
Siditung butdi bie £npen nnfereS SBürterbudiä fd)on Qnuigenb bebrängt. 

SSaS aber bai SBidjrigfte, bie £arfte[iunggmeife, betrifft, fo fteft 
ba% SBörterbud) Sfturrauä in einem wUöliidjcn (Üegenfafc ju ben ©runb- 
anjdjauungen, auf benen bie ©rüber ÖJrimm igr 2Berf aufgebaut Ijaben. 
$enn fo biet aud) bie 3a^re an bem aufjeren 3ufd)nitt beis ^cittfdje« 2Sb3. 
gemartbett fjnben, bie innere gtmn, bie ifjm für alle Seiten ben gefcbloffenen 
SEert fiebert, bürfen mir boeb in Leiter Stunbe uirfit mebr ^erbrerfien. Unb 
biefe Ökfcrjtoffeutjeit fudje idi in bem entrcidüuig^geferudjtlidjni ©ttug ber 
©arfteflung, ber bie Slrtifel bom Slnfang bte 511m @nbe belebt. 3?irt)t 
maS bie (aprodje ^ertoorbruigt fonbecu mie fie fdjafffj baä 511 erforfdien 
unb aufzeigen, ift unfer fcbbnfte^ 3^. 5DiefeS 3^ V^« unS oJe 
9Keifter gemiefen, bie grortfc^CT fiub ibm näfier getommen, mib un£ teuere 
fofl — fo tjoffen wir — boö 3^üft^eug ber äceiujeit nod) ^ö^er tragen. 

£}a3 eugiifdie SÖÖrterbue^ oerfoigt anbere güto- iReid) an^geftattet 
mib über ba? Riffen uuferer 3^* ?i*§*r gebietenb, Mjut es firf) an bal 
ffiorbitb Sbefungä an. §ier mirb bie gütle beä 6pra^ftoffe& uirfit in 
fid) gegliebert, fonbern unter logifeben ©efidjtöpunlten au^eina übergelegt 
ge^lgriffe in biefer ^[rfjtuug t)abeti nidjt nur ba^ 33ebenfltcrjt', ba§ 3u s 
fammengetjörige^ jerriffen mirb, bafj unnötige Sieber^ofungcn jur SBrdte 
führen — baä ift oud) in utifetent äöörterbud) uid)t nuägefdjfofien. 'Da 
aber bei SOfurraü bie Söelege nur in fnärlic^fter Uluämaqj (für jeben äritraum 1 

1 fr Arabien (3fd), 7, 313) mit! einen $(UUUt)QiÄ«8 ht$ ©nfllifcnen SBörttt= 
budjfi bor beut 1>3Bb, bavin cvbücfen, &o& cß bie ,}dtlkt)e Stbftufiuig bex Scle^e 
ftcranSartiette. SÜtit fcficint ci&er, mit erreidmi ba$ gkidje Qitl — nur cntfpted>ub 
ber Miliare btf XSflt. mit anbereu Mitteln. 



3utn «vitimiiifdjen SSörterbucfj. 



83 






innerhalb einer ©ebeutitngägruppc einer) gegeben jiub, fo fetjlt jebe£ Wittti 
ber 9tacfiprüfunQ. Sin Irrtum in ber Deutung, ein dahingleiten über 
ben ^unft, in bem fid) eine neue SBebcutuug nun ber alten ob^metgt, 
%ai bauerubc Söirfungen ujtb ift nidjt mefjr gut ju maerjen. 33a3 ©rimmfdje 
SLUirterbua) bagegen mifl bura) bie SfridjljalHgfcit ber SMege iebem ©e* 
mtber bie eigene tSntf Reibung ermöglichen. 3)er Bearbeiter beutet fein 
ptt$Htfu$e8 Urteil an unb giiebert fein SKaterial bem entfpredietib, ob« 
er legt alle ©erce&inittel, über bie er rwrfügt, offen unb ctjrlirfj jur 9caaV 
Prüfung tmr, 

©aburd) öor allem ift bie ©reite einzelner Sirttfef bebingt, unb c3 
fragt fid), ob und) biejer Safe eine iSingren 31111g unb ©inbämmung roiin* 
fttjeiHNoert ift. HRögltdj ift fie, unb itt) ftnbc gerabc in meinem Sföorte 
@erotd)t einen ÜßJeg eiugejrrjlngen, ber jn biefem 3iele führen mürbe, ®er 
erfte £eil gibt über, alles, ma3 ber Sefer ungefähr fndjen mag, einen jorg^ 
faltig gegliederten Überbltcf; bte anbern £ctle fütjren bie {Sammlungen, bie 
inetjr bett Stiliften unb &en ßiterarruftorifer iniereffieren mögen, atä 
eigentliche» SSemeiennoterial oor. 3)iefe Sammlungen muten an fiefj ^um 
JScrftänbuiä btf Jpau^tortifclä nid)t uncntbeftrftdj. 

3n einer 3 e »tfiijrift niebergelegt, tuu fie jeber^eit ju uu gern* n berter 
ift adjpritfung pgänglid) mären, mürben fic iljren Qmtd meQeidjt aud> er» 
füllen, iln Überfidjiiirfjteit fömiten bie großen Slrtitel [ebenfalls nur ge= 
minneu, wenn mir ben ©allaft ber Stiege etmaS abftofoen bürften. Ofme 
bie .Eon trolle einer allgemein erleichterten SRadjpritfung märe abei fotdj 
eine ftnbetutiß Dßrrjäiigni3t>pll; beim fie Föuntc melfad) 311 pberftaa>(ir^cn 
allgemeinen Erörterungen führen. %m beften märe ja, nenn fia> ber $)ar~ 
ftefler auf fiatifttjd)e SBerecrmungen ftü&eit tonnte, bieUeirtit füfjrt unä biejem 
3iete eine oll gemeine rfettehSnmmelfilefle niitjer, mie fie mit ben y&tylo* 
logen* SJerjammlungen and) nou Ülugc borge jtfjlGgcn mürbe, SJemt mie 
mifjlid) unb trreffit)renb eä ift, wenn bie ^ermenbungen cine3 Söorte3 nadj 
eiuanber aufgeführt merben, ofjnc ba)s ber §äufigfeite!oeffijient angegeben 
ober au§ ben Öeijpielen beutlid) gemalt roirb, baS fleigt 3. ©. ber ttrtifel 
fallen im Sörrerbudj. 

Einen ©ormurf möd)te icf) 5UIU ©bluffe ftretfeu, ber mir perfönltdj 
gcnmdtt mürbe, bie ,,£umerhopr)ie ber ©egriffsfpo (hmgen ". ©emtfj etnpfinbe 
idj, mie ieber, ber irgenb eine Neigung unb einteilige Segabung in fid) 
madjfen fnl)lt, bie ^totioenbigfeit, mir in biefer SBejiefjung ,3urürff)oltuug 
aufzulegen unb bie ©ernenn rjeit nicfjt Schablone merben 31t tajfen. 31 ber 
on fietj bebentet bie iöegriffifpattung einen gottftfjritt ber 9D?etrjobe. 5?ie 
^Bebeutung^eiitiiudlLLug beruht eben 90115 unb gar auf lolriieti ©paltungen, 
unb gerabe bei ben tlrfm,einungen, bie bem 9tuge gemürjutirrj niebt eine 
6put üon ®cgen)ä&en bieten, gctoatjrt ber gefdjulte ©lief fefton bie Äeime 
einer neuen Clutmiilung. Sturfi ber geübte ©eobaeffter mag fid) babei 
tauften; bod> über fotcSe Irrtümer fann eigentlich erft eine jpätere grit 
urteilen, menn fie nachprüft, 06 biefe ober jene ^lieberung auf eine ©paf= 
tung beutet, bie fid) tatfätfjlid) üolljugen bat, Unb bnS bürfen mir unä 




84 



vcrmait» ©imötrUdj uttb «otl o. !©afjber, 



bod) rro^ alten ^rojeltcit, bie einen fünftigen *Deutfdfjen ©prad)fefja£ i b& 
treffen, ininier imb immer triebet fagen: Sic Mitarbeiter am £>3ÖSb. ar- 
beiten ntd)t blofe für bie ^adigenoffen bei erften $ejennimn3 unfered 
3at)rl)iiubert£, mir arbeiten für bie ßSefamtycit unb füc eine fpatere $ät 

2. 1 gaft nod> mef>r als bte üöreite «uferet Earftelluttg, bie Überfülle 
ber Belege roirb uns ber "fd)leppenbe (Sang** unferer ?trbeit öetbarfjt, bie 
langen ämifrfjenraume, in benen bie ßiefermigen crfdjeinen, %Vi SKi$» 
rungsgrunb lägt iitou fjödjftenl bie EttrfHgfeit bei jjrttelapparatd 
gelten, bie und nötige, bei iebem SBort felbft in ben Cuellen nadjaufudjen. 
©a mt£ junäd)ft bemerft werben, bafj ess mit unferetn gettelappaiat 
nidjt gar fo fdjlcdit beftdlt tft, benn mir finb in langjähriger Arbeit be* 
miUjt geuwfcn, bie Bütten ber und überfommenen, mangelhaften Saw 
hingen, bie für bal 2B, aud) burd) bie «Jortjefcer nod) nirfjt oermebrt 
roareu, 2 ju ergäben; allerbingd mirb aud) ber befte Slpparat ein Wafc 
forfdjen in ben Quellen im föin^,elfa(l nidjt ükrflüffig mad)Cit. $ic eigcnt* 
licfjen ©rünbe beS tnngfamen ^ ortf dr r eitc it S ber Arbeit liegen aber mo 
anbcrÄ. 2Mten mir ben Srabitionen bei ^eutfdicn 28örterbud)§ nirfjt 
ööflig untreu werben, ]o finb mir in ga^ttojen fällen genötigt, an toiffen- 
fdiaftlirfie ftrngen rjernnsutreteii, fie ins red)te £id)t ju fe&en unb roo- 
nwg(id) gut ©ntjrfieibung p bringen. ^afj bcrgleidjen oft tief einfdmei* 
benbe ^troägungeii bie Arbeit Ijemmen unb bafc ed mit ir)r nidjt fo rafdj 
oormartd grt)t aU ba, mo t* nur barnuf nnfummt, ben Bprarfjgebraud) 
ju praftifdje« ^mecten mögtidjft auf dja «tief) *nr ^arfteUung ju bringen, 
liegt auf ber ^anb. $at bod) nurfj 9tub. £ifbebranb, bem mir 9iaaV 
folger alle nadjetfern, menii mir i£)n aud) uirf)t erreichen tonnen, begreife 
lidietnwije feinedmegd rafd) gearbeitet; er l)at mol)l nie mein- nU eine 
fiiefemng järjrlirf), oft nid)t einmal bied, oorgelegt, ©ctre» bem un: 
gebenen StorBifb, fefyen mir tmfere erfte unb pDrnetimfte Aufgabe bann, 
jcber an feinem leile unb in feinen Qfoengen, $ut gürberung ber 2Bifjen~ 
fdjaft beizutragen, unb roenu neuerbinad ©timmen laut gemorben finb, 
bie «irf)t üiel anberi lauten nl£ „maa^t nur halb ein (Snbe, bentt in ein 
Jjaar äabren fommt ber *®eutj(f)e Spradjfcfyafe', ber eure Arbeit bod) in 
ben ©dmtren ftetleu mirb" t fo meifen mir eine jolctic Zumutung meit oon 
nti^. (c£rfteti§ meibcu not^ oiele ^afire Derge^en, bis ber '©eutftije (äprartj* 
fdjafe" erfdmiu, unb bann mirb er aud} in feiner Anlage )o oom 3)eutfcben 
Sprter&urf) abmcitfien, bnfe bie» fid) in t£t)icTi neben iljitt mtrb belmnpten 
(bnnen. ÖJemife mim jtfyen mir alle eine ^efdjleunigung be£ großen ©erfeä, 
aber eine ÜÖefdjteuntgmtg um febeu s ^reiS nirt)i 

8ön ben Aufgaben, bie und gefteßt finb P ift bie mid)tigfie, bie ^c\x- 
legung ber ©ebeutung öom euiroictlung^gcfdji^tlic^en (Stanbpunft aus, fc^on 
oben beleuchtet morben, fo ba| irf) mic^ barauf beieftränfen fann, ergänjenb 

1 Äuöfftbrurtfien uon ft, o. öa^bet. 

* gür ba© G. lagen fdjon au& öcm tfncfilftffe ^>ilbc&TQtib& bebeutfame <Sv- 
nati^mioen bor, merm firf) oucl} gcrtvbe öiefer l^ortfc^ct in mistigen fällen auf 
jetu 6eroimbcrn6merte« ©eöädjtutS me^r terlics al6 auf fetrte ©nmmlungnt. 



3um öiriiiimirfjcii ättöricrbudj. 



85 






auf einige anbere fprarijgejr^idjtlicbe fragen, bic mir Derfofgen muffen, 
Inn^uroeifen. 3. ©rimm Em* ein befonbeceä ©emidjt auf bic eramotogitdie 
fhrfjjeftung ber Sorte gelegt unb aud) SR. Jpifbebranb ift, trofc bem 6e* 
tonnten Ausfall auf bie "liebe Etymologie" etmnologifdjen fragen mit 
fiuft unb ßtebe unb bem giüetti<f|ften ©püreifer nachgegangen, .gier nidjt 
3UTÜrf^iifte^cn, fdjeint mir unfere $ßflid)t ju fein; mir bürfen und niefpt 
ba mit begnügen, naefj $lrt be£ neuetiglifdjen SBorterbudjS — in bem aua) 
idj fein SRufter unb iSorbilb für ttttS fetjen fami — bie (anbläufige §er= 
lettimg be$ SkJortea turj anzugeben, fonbern äffe SBerfudje, in ben u** 
fprung etneS SBorttö einzubringen, miljfen, joroeit fie td »erbienen, be= 
leudjtet unb ber fiefer mufc inftatib gefegt »erben, felbft eine (Siitfd^eU 
bung gu treffen. SDacan jdrtiejjt fidj bie gefrftellitug ber £eimat unb beö 
Öerbreituitg3geuiete3 eineä SEÖorteä, bie Ermittlung unb Deutung ber formen, 
in bciiett cö umtauft, Aufgaben, in benen mir um? mit ber SDcunbnrten 
forfdiung unterer Jage, bie jur 3cit Der Söwjrünbmia, bc£ SBerfaS nod) 
in ifjmi Anfängen mar, auScinauber fefeen müffett. 3)a ein beutfdjef 
SRunbartemoörtetbud) nod) lange ein frommer SÖnnfcb, bleiben roirb, muffen 
mir mit ben unootttommenen Mitteln, bie uns jn ©ebot fiegcn, |S (elften 
öer|ucben, maS uns rnögltd) ift- £a§ in biefer Sejic^ung aurb gor rttdjt 
geringe Stnforberungcu an un3 gebellt roerben, erfefye id) g. 99. barauS, 
bafc ftltige bei meinem Ärtifel 9Sadyt)otber, ber bodj an munbart(id)cm 
Material fo oiel beibringt, rate menig anbere im ÜBörtcrbucb, eine inetjr 
iu3 Sin$etne geljenbe 3)arfteÜung geraünfebt t^ätte; bie Aufgabe tjälte mich 
autf) nidit menig gereift, menn icfj e3 rjdtte üerantnmrten tonnen, nod) 
metir 3"t ouf bie£ eine Sort ^u ömoenben. Nebenbei bemerlt, läfet borfj 
aud) gerabe bie fo überaus »tätige Srage beS SBcrbreitungi* unb X'Ui 
menbungSgebietea eine* Sorte* erfennen, mic menig angebracht in bieten 
3-aUen ba£ ©eijcn mit belegen märe. Ebenm tote bie fiautformen, fo 
muffen bann audj bie ^^jion^formen cine£ 23orte3 auf baä fgrgfältigfte 
»erfolgt werben, obgfetdj btä ja fixeng genommen in ben 3taljmen einer 
©raimnarif fallen mürbe. £)o el eine tjiftorifrfje neutpdibeutfdye @ram* 
matif nod) nimj gibt, muffen mir — aueb barin nur unfern Vorgängern 
folgen b — jebe ©efegen^ett rtmfjr nehmen, ÜBaufteine für fie äufammensu 
trafen. Wann man eS mir, in beffen befonbere«* Arbeitsgebiet ja überbiel 
bteje grammatiieben Unterjndjuugeu fallen, oerargen, menn irf) 5. 93, unter 
mögen bie p-le^rio» biefe* sßerbuntä eiugetjenb öerfülgt r)abe, obgleid) mictj baä 
liatürlid) nidjt menig $rit getoftet r^at? Wag biefeS mie oteleö anbere 
nic^t in bie berlömmlicbe 9öötterbuc^|d)a&[one paffen, mir merben bad, ma§ 
bie 5öegrünber be£ ©erfca für unjere ^ittterfpraebe $u teiften fid) oorge^ 
nommen Ijaben» aud) unfererfeit^ ju leiften oer jueben unb rjuffen, ba% man un$ 
ba^ rebüdie 59eftteben nicf)t abfpredjen mirb, ba^ Sert auf ber .Jtötje 511 
galten unb ben gortjrfjritten ^ tx 3Biffen[d)aft entfpredjenb $u t>er»OLi* 
tommnen. 

3dj mbdjte nod> auf einen Umftanb ^inmeifen, ber für ba3 lang^ 
jame 'Jortjdjreitert bc? äSerfe§ gang befonberl mit in3 ©eroidjt fäEt, 




8! i\ ttunbfTltdt unb St. b. Sa!j6cir, Sunt tyrimmfc&en 23öTtet&ir<ft. 

tcb, meine bie gro|e 3 Q ¥ &et fatfynnffenfa^aftlttfien &rti!e(. 3 m ^ort* 
gang ber Arbeit ftöfet mau afle Stugenb tiefe auf iuriftifcfje, mebiatniföe, 
naturmiffenfttmftlidje u. f. to. $tu3brtirfe, bereit SBetjanblung faditidje Serjmie* 
rigfeiten madjt, 5)er Sotfölag, bec fc^on gemalt nwrben ift, biefe 8p 
ttfel an Jndjleufce abzugeben, fctjeint mir gan^ üerfefjtt, ba biefe feiten 
bie nötigen fptad>gejct)idjtlttf/en ©efirbt^puntte tjaben. 28enn Dilettanten 
auf füraetjliefam ®ebiet, auet) bei regftem Sntereffe für fpradjli^e £inge ( 
fieb mit njortgefctjid}tlier;en fragen bef äffen, ergibt fid^ feiten eine be= 
frtebigenbc Seiftirag, ioie ba3 &, 5ß. £ öfters fleifjigcl #rantt)eit3nameubiic&, 
jeigt, ba$ nur mit löorfiaV benu&t merben fann, rueit bie Süradjqiiellen 
in unmetfyobtfdtjer SBeife ausgebeutet finb. 3tm beften wäre ja bei bcrgteidjeii 
fad)Uiifjenfff)aftltti}en 9trttteltt Serbinbung mit einem Jarfimamt: öa firfj bnS 
aber nirtjt immer ausführen tafet, bleibt eben in Dielen füllen tacti nietttd 
anbereä übrig, ali )\d) über biefe beut ©ermaniften an fiel) ferner liegtnbcn 
£>inge fel&ft $u unterrichten. 3. ©rtmm, £ilbebranb, $>enue fjaben e§ 
in meiftertjafter SBeife oerftanben, oon ben Sorten au£ in bie Äultut* 
a,efdnid)te einzubringen unb ©Über au3 betn £eben ber gtorgett ju rut« 
roerfen; bie Bearbeiter bürfen, otjne c3 ben (genannten in Etilem gleidj 
tun at motten, 3rit unb ÜRüljc nid)t f ebenen, ftcti in bie Ouetleii ein* 
zuarbeiten unb mbgticfjfi beuttidje SBorfteflungen oon ben fingen ju ge* 
toinnen, bereu ^Benennung fie ju betyrecfjen tjabnt. Wum bei ber jjüue ber 
tedwifeben 'Slii^brücfe, ber Sier= unb ^ßftßnjeunnmen u.j-in. müi)eu fie otr* 
f neben etroaS ©elbftänbigel ju bieten unb bürfen fid) nitfrji blinbling* auf 
bie befannten öammel werfe oeriaffeu, bie nteift roenig ^uoerläffig ftnb. 
ftarj, Arbeit unb ©djmterigtetten in 9ftengc för ben ^Bearbeiter, ber e§ 
mit ferner Aufgabe enrft nimmt, oor allein aber Eilige, bie otjne einen 
gemiffen 3ritaufrcanb ntdjt erfebigt merben tonnen, ©oll ba3 SSJer! trofebem 
rafd) üonoärtS ftfjreiten, fo (jilft nur einS: man gemäße und bie Mittel, 
um bie bemäfjrten .^ptlföfräfte, bie und fetwn iejjt bei ber Arbeit unterfrüfcen, 
bem SBerfe ju erhalten ; mau gebe \m% Gelegenheit, neue SÖcitarbeiter in bie 
Sdjmierigferten be3 Unternehmen* etnjufütjren, bamit aud foldier gemein^ 
famer Arbeit in abfetjbarer 3rit bie Söfung ber unl anoertrauten ?(uf* 
gäbe r)eroorger)e. 



JrUhte Ultntghcit. 

So« 
«Ifiei ©Öfce. 

9(n iStjridmaiinä unb flellerS StorfMfoitg ber Stnrcbef armen im älteren 
Xemicfau in birjer B^Wnft I 117, II 118, IV 210, V 127 u. VI 129 
f abliefet fid) ber bier unternommene Serfmf» an, «Ute SBeaeidinungSmeifc 
ber eigenen üßerjon rjiftorifd) barjufteflnt, bie, in iljrem Urfprung unb 
ihrer (Entroicflung intereffaut unb mannigfach genug, brät/er bort) nur in 
einsehen ^mitten ifjreä (SrjrfjeiiienS Stufmerffamteit aefiuibnt tjat- $>abei 
finb bie je früheren SBegatuMungen, oon ber ©rroälmuiig tu %awb ©rimm* 
Xeutjdjer (Srammutif IV (1837) 29* 6t# 311 €>d)öubatf)3 Ctfribftubien tu 
ber ßcitjdjrift füc beurjd)e$ Altertum 39, 375—77 unb ben Ausführungen 
in ben neuen Sluflagen non SBüdjmamti Geflügelten SBorten (julefct 23. Stuft. 
S. 426) banfbar üermertet unb bie SBefcge ber 3Börkrbiici)er mm neuem 
eingearbeitet mürben, fmoeii fic fid) zeitlich feft anfeften [iejjen. 

Tie ^erabje^una, bet eigenen Üßerjtm, bie itt bem 91ii§brud 'meine 
©entgleit* liegt, ift ba6 ©cgcnfiürf p ber (Srljörrnng bf9 anbern, inie fie 
am betitftcbften im f)i>fijtficn Xttelmefen, oor allem in bem Xttel 'Sure 
3)?ajeftöf ausgeprägt ift. &o ift es beim gcroife lein 3ufaÖ, ^afe ba3 
erfic Auftreten unfern SBenbung äeitlid) mit fe Söegrünbung be3 römifdjen 
Äaifertum* faft gujammenfällt: mag mir aU brßanrinijd) $u b^cietjncn 
lieben, ift in biejem #aöe ein geiftigeS Ißrpbitfl be§ alten 3tom. (Stroa 
im 9ei|te 30 u. (5$f. roibmet JÖaleriu* äNajciinuS feine Factonm et 
tUdorum memorabüium Ubri 9 bem töatjer iiberiuS mit ben Söorten : 
Sunt m pröc* oratorw ah Jove ojrtimn maxhno tone <>r#i sunt, si 

- nlimmi mies a nomine altquo prineipia tra.nrmit, mea parvitas 

tstius ad favorem tum» dtettcurrerit. "3>ie alten beutjrrjeu Über- 

,er tjaben fiti um bie Sicfle gemußt, orjne ben treffeubeu Ausbund 311 

ben ihnen it)r ©eutjd) nod) uid)t barbieten fannte: rad ob dye 

n achter von Jupiter rnnd von andern gottern jr buch haben 
angefangen, so lauft pillich mein vnkunßt nm der tue andern 
gotheit wirt volliklieh gesamlot, bieten bie 1489 bei Stnton Sorg in 
Knoftburg erftbienenen ©efdjidjten ber 9tömer 2 b , roctfjrenb ftrti $cter 
Sclbct (Strnisburg 1533 unb ^ranffurt 1565) geftfjidter beim Crioinal 
;,u halten mei§: Vnd so die ersten Tichter voll Joue vnd von andern 
i KJttera ihr bücher haben angefangen, so inuffet billich mein kleines 
wissen zu deinem gunst vniid gottbeit. %n ber entjcr)eibenben ©teile 
Wrfagt aud) 3rtebricr) ^offttumtti (Stuttgart 18"2i> ©. 11) moberne Über* 
fe^ung: so habe ich Niedriger noch mehr Fug, deine Huld in 
Ansprach zu nehmen — boctj rootjl e&er, mei( if>r bie äBenbung 'meine 
föenigfeit* $u trininl, al^ metl fte ifjr nirtit ^ur $anb tüar. 

Unter be3 Malerin* ajfocimu* ©influB ftefet Alling ©eEiu^, roenu 
er himbert 3a^re nad) iljni in ben Noct*$ Atti<w (.vjcrlj XII 1, 24) 

;.rx. 7 




88 



«tfrefr ©ä«e. 



frtireibt; Haee Favorimm dkentem audivi Graeca oraiione. Cuiu* 
xentetitias communis ntifitati* ijratia, qua»! um mmnhmupaim, rettuh, 
mnoenitates vero fit oopita itftertatenque verharum Laiina omnis farundia 
pfo qtutedam indinM p a hi w rü, R0fl tfnuitai napmqvam. Qtniifäm 

ben beiben ScfjriftfteUern aber ift, etnm 75—85 n. ßtjr. in iHom ba§ 
Üufa^etangelium entftanben, bei im ^Dcagnifkoi 1 , 46—48 eine anflingenbe 
«Stelle bietet, bte, ait* ganj anberem ©eifte geboren ntl bie tjöfifdje SBenbung 
ber bnben 9tömer, in ben 511 alten Seiten mirffamften auffangen [0 lautet: 
Et ait Murin: Mnynificat aniwa mm Dominum : Et vssuHavit Spiritus 
mens in f)eo ncdutari meo. Quia respextt humitttatetn ttncÜtoß sitae: 
öti £ntpAeipev £m tt|V Tcnrtlvtuatv Tfjs bouXris aÜTOÜ. 

SJrttBte bet rtniftfidje ©eift ber Xemut bie (Entfaltung oon Sfu** 
brücfen ber SBefdieibenbeit üfynetjin im allgemeinen begünfttgen, fo warb 
biefe Üttfa^ftcHc $tnftDfe ba$u, bie 3)emnt gerabe buri) §erab)e&img ber 
eigenen $crfon au^ubriufen unb bte fkdjüefjcn ©djriftftefler be$ 4. bis 
0. Sfarjrfnmberti, benen j. X. gemifj aud) bie fjöftfcfye JloäM be3 ^öaleriii^ 
3Wartmu8 unb &u{uft ©elltui literarifefj ober au3 tebenbigem ©ebrautfi 
belannt mar, metteifern gerabeju in ber Sluibilbung unb Äntornbutig bietet 
^ormelapparatä* ©d)önbarf) tjat a. a. O. fo reiche Söcfege für btefen ©e* 
brauch ber Äirct/enDäter unb ber fitdjfier)en Tutoren bis auf bie Karolinger* 
jeit beigebracht, bafe fidj allein auS feinem 2JcateriaI ein bunte« Söifb 
biejeS ÖJebraucH geftalten läfet. $5eutjdiem ©oben bleiben mir bamit ji- 
nadjft fern, Stömer au$ ollen Letten be3 9teift$, (ballier, 9iorbnfrifaner, 
SDeauren u. j. ro. fyaben roetteifernh bie Jen gormetaöparat auSgeftalter. 
£>ierounmuf (f 420) oerroenbet, wie SdjiJnbatq beobntfjtet tjat, noctj leine 
feften Formeln, fonbem merfjfetnbe bemütige Äbjettroa für jidj unb feine 
©aben. Shttg narij 395 Debitiert er feinen 3o^flria*tpmmentc»r beut JSijdjof 
©rjuperiuS son 5olofa mit ben ©orten {Patmhffia latirni ed. Migne 
25, 1418 B); Tuur hmf'Vttfftiiiw vrit, mm entdithmem nostram, 
Vf>f ntdfa vcf pOTVO est, sed pnmam in U 9USdpet9 roiuntattm t nadj 1 
bem er furj toor^er (1417 B) fein 353erf aU inoenioli mei munusaUvm 
bejeimnet tjat tiefer ?tulbrud ftljrt um biejelbe $e\t me^rfae^ bei itim 
triebet, fo im 'ßrolog jum tÄbbiaflf omntentar (Patt\ 25 ( 1 097 C): &iterabam 
in srriniofis httrrc quod Sfl' fowaw i, et hnjenitdi imi primtm tmu rHtthm 
hjaihus eotemm. 

Mk bei .§ieronnntu8 erfreuen fict) bie Öefd)eibenfteit«flo§feln bei ben 
Äitdjenf^rifrfteÖcrn noc^ eine gute 3eit bunter SSJanblung^fabigfcit, e§e 
fie in ber Äorofingencit gu ftereotnpt'r Olei^mäfeigfeit emftnten. 3 u näc^ft 
loerben fie jebedmaf für ba^ SkbürfniS be^ Stugenbfitfd neu geprägt, fpäter 
loerben fie ©rfieibemün^e, bie ftarr unb gleirfjgülttg üdit t ^anb 311 ^anb 
gefjt. s Si$ ittfl ö, ^a^rftunbert fommt ber ^lu^brucf mea parvitas, bem 
bte 3"^ft gehören follte, in biefem Greife nietjt oor, 511er ft begegnet 
er naefj SJaleriuä ajiajimus jmifdjen 515 unb 510 nnb jmar be5eic%nertb 
genug nuef) auf e^riftliiiem ^oben mieber in Wfdier Umgebung, namlicn 
in einer 3»fa*)rift bee ficiügen ^nlgentiu^ an bm 33finbQlcn!öuig 'Jraftmunbu« 



SJlclnc SctugMt. 



89 












(Patr. 65, 225 A) : ego vero . . . t>ctura, tptihits Domimt adjuvante nustri 
partita» wffit'i? htgenii, de mdem ittUrrtujatume t '/natu ex princ i pio 
temtücr royiKn'i, vedrot recensendam mantmetudini destittavi. Cfrft 
futj üot 591 begegnet ber $Iu3bruat in rein firrfjlidjer ©p^are, in ein« 
SBibmunfl (5JreQor^ von loucä an ©rjbifttiof ©utpiciufc doh SourgeS 
{Patr. 71, 1107 f.), aucfj öjer roieber roirb bie Sßerfon be£ anberen formet 5 
l)üft umjdjricbcn : flinc est enim qtiöd toter caetera, qua? putvitati 
meae vestra oubiimdaB i mptropU (im/em scilicet imperktm m& amid 
ttdman/ä&b) quatentu 8epit m Dormianteß . , . scripta mandarem. jDaä 
ÜbecgcJüidit Iftfan üorerft anbere ^u^brürfc, e3 begegnet narje an («irrihts 
angreu^enb sxiguäas: iöenanttus $ortunatu$ fagt jratfrfien 565 «nb 568 
wn fid} {Patr. HS, 4SÜ A) e<jw m«w exifjuitatis oomdut, itnb er, ber 
iBietgeronnbie, irmnbeit ben 9tuäbrutf mannigfadj, nur auf mea partum 
bet ji! knien ßatinittU, ba# gerabc er bcd> gerotfe gelefett fjntte» ücefäßt 
er nicht : Sed cum mei mgmii hremtaUm mensuro, fjebt er einmal in 
einer Stforrebe {Patr. 88, 444) jtPtföen 564 unb 568 an, pacta m odukm 
paujtertati* wMrae roill er siuijdien 5!HJ unb (500 ba$ geben beä !)t. 
Martin erjötilen (Pütr. 88,364), am ergiebigen ermeift fid) ttnl aber 
bte überquellen be iBefrfuübentjett bc3 Rotten in feinet« SSonuort jum Scben 
be* bl SDcaralluS {Patr. S$ f 543) jnjifdjen 565 unb 576: Cujus excmpli 
tjrutta etm ip84 Btßrilia 8Ci$niiui conrenienter aeeuser, tue 
in pM aliquid f/ttod vertust/ serrmmis OfüflHt MWta eammendet, qttid tibi 
viaum futtitj Batst f»ttf>.<sjnte atque amantrsünue, caustauter adaiiror, 
ut dr Minus* imi viri Marcriti anfötäfe mta, nullo fine claudenda, 
Uta coeU&i latnpads tneas aKqirid ctianutn c ommÜto t w Bcintillaw: 
cum tgo pauptr in§§nUi et rite dives wü m$rik>: tau huntilii 
nen« st iffe sU ear^gim mtfMk ... Owt itaqm, ut didum est, 
r Gallicano» ooihumos ifa fippata vilitas piano p$d$ irr 
mmat, od quorum compGwvstionem, vefad inf*r rOdOB et li!ia t 
mutrat Imoum vilis aatiunca respirat? "Cicje 511m Söeroetä ber eigenen 
jhtnftloftgfeft jo fjßc^ mie nie mieber in tJortaroUngite^er $eit aufgetürmte 
fiunft mog jdjon bte ^eitgenoflen )pöttij(i) geftimmt ^a&en, interefjant unb 
fetten ift in bem mel jenen SBortjdiiuolt ba^ Attribut huwilh: c£ begegnet 
in foldiem ^Mfammenbang eirDa flletctjacitig norfi einmal (stpifrften 570 unb 
Patr. 'i-, 23 A.) bei -üiortin Don äiracara, ber \\<§ bem Äönig ÜJiiro 
001t ©atäcieu mit bm Sorten empfiehlt: Gloriasissimo ar tranquitlhwimo 
. . . Mi> >*iti ngi MarHmis hummw opiecopm . . . efe hoc humilitatem 

tot tui* S06piU6 fiter/K udmanes . . . srito tarne ti tontitatis meae 

U ut, ■ m oontmuo « mutis impmgi propterptom. 5)anarff ftnbet firfj 
erft ^iPtjctjen 809 imb 81 1 bei 'Ütmaiar oon 2rier ein anrlingenbe§ SSJort 
it'di. 99, 891 C): Rogo, I'atvr, ut non wi publica« aures Hbellus 
Haster rmttatur, m> intret in tbnim obttsctaiorum mqw cachitmig 
rborum peraurm resultan» de kumillima daetrinu pauptrtattM 
Unb bü(^ ift gerabe biejer jeltene ÄUÄmuf bte gerablinige 
ifetjung ber bibtifrfjeu Tamivuuac, bereu fortleben int Orient 99ifctjof 

7* 




90 



Sltfrefr ®fltf, 



SeontioS ooti 9?eQpüli* auf (Snpcrn (ca. 590— i>ü8) begabt, inbcsr 
©rsbifrijof SofymiieS ben 93arml}er$igen ddu 9([e^antonen (611 bis 6 
fagen lägt (SluSgnbe ddu @*(j« 1803 @. 22): J EE umujv drraiTricei ö 
öeöc rä ak\a binta KtvTn.väpia, öti 6i £6wKctT£ Täc ÖtKüTT^vre Xiipac. 
duc €iTTtv r\ TaTreivuucic jiou, 6 TTpocevtfKac TM TTtVTe KtVTTJV« 
fccKcmtVTe eixev öoüvai xai 'iva tuicw bpäc Trexat tiCTacreXXopai 
töv Tuxövra. tlnb erläutcrnb fügt ber ©iograpt) S. 38 Ijinp: 6 vaiccrväc 
'luüdvvTic — eixcv rdp äcl ^rri ctömcitoc töv Xötov toütov. %[)o im 
Cften faßt ber biblijdje SUiSbrurf auf unb bebnrf ber &rilärtmg, hn 
SBeften begegnet er famn. 3)afifr ift (jitr bcnt flulturpftanb entfprerfienb 
ber $miroe& auf bie eigne nnüititas nidjt feiten. Söltmtufi Pommnl 
(t um 490) t)d ifm Arff. 59, 415 G: jMami^ infirtnis m rv käbw 
Mtttfl /»tjHmtum, vui otieri nudincitdo etxi mea ine futtieitas faä$bmt 
invalid mit, vextra ficri credidi ßdi- qtti juhebutk idaneum. ©leidjfaflä 
ju (Sn&e be» 5. 3<tf)rijimbert& fiubet er fidj in einem Seben be£ fjeiliiien 
.fpilnrill^ Rrfr. 50 p 1221 : tjuia ad fandi facultas non xupftetit uhrrtut? 
loquettdi, in docta rusticitattdtpriMm, frutträ vocäiur m ctd&m, 
n mgmaf tBooh n p r o p ostt um xterifi mrmom maUrkm, Ter iUfondi 
SKarfuIpEi tagt $roijd)en 653 unb 656, er fjabe (eine 'Formuiae' jt 
shnpfmtatis et ruatiettath meoM naturam aufgejeidjnct {Patr. 87, 695) 
unb unbmet fie baj. 696 bem CSr^bifctjof Sianbmcu^ üon*ßari# mit bem iBorbe* 
rjaft: Si tfiro disptivet, tirrtto cor/it inr/tton, /icc prasjudicai d taa r HS ti- 
eftet* entdtiorum et rhetorum ffofibus verborunt et ehnjuenti faeundißt. 
2>te SBerfidfyetung bec eigenen Unbilbimg, Umrnjfenljeit, ecfiroäcrje unb 
Stffingeffjaftigfett fleibet fictj bei ben üorfarolingifcben Stfinfrftefiern in 
eine jfftjlf dph Formeln, bie im gfatnfet alle fononvjm finb unb barura 
and) feine ©ruppieruug ober ©utfattunü noctj Ort ober $üt ei Feimen 
laffen: imfieritia mea ober Hfjst-ra erjdieint bei ©nUiern in beut Sieben 
beö |f. §ilorin? Pntr. 50, 1219 ^u Snbe be* 5. Sa^rtjunber^, in einer 
Ephitiht Itotiftberti ad Audoetmm (f 683) Patr, 87, 592 unb bei 
©nrnatjar Patr, 80, 186 (7. Sa&rfjunberti, unr^e üermtinbt ift bie Senbung 
mae&km ttueu rirM bei bem Spanier ©rnutio ddu ©aragoffa (631 — 61) 
f'ih\ 80 f 699f. unb teidyt geraanbelt erjdieint fie ol« oriditas mea in 
@regDrä Moralin Patr. 75, 512 auf altrömtfdjein ^oben. Seine Sim* 
ftit&m beffngt Sftufinu^ non Stpurleja (f nm 410} Patr. 73, 739; gn 
timpUcÜm COfdie mei et inerx facuttdia erweitert erfrf)eint fie bei bem 
©aliier Utftn«3 Don il'imigö (682—96) Patr. 96, 335. Um 650 bittet 
fflijdjof Üeontürö Don 9feapoli£ ouf ötjpetn um ^iadjfie^t für feine viiem 
st frigidam atacritattm (Patr. 73,3391 faft gleichzeitig nennt firt» ber 
^Joriicr ÜWönd) s Diar!u(pti [Patr. 87, 695) utttmus ac vüissimvs ontntum 
motKirhorutn. Der in ber '»froDenee geborene Körner Saffian (Dor 4_'ii 
Patr. 49, 56) beflagt, bafc man it)n egenam omuique px park pa«p*m- 
mum , . . ehrii/uem et pauperem sermon» atqw wientia flUr ©duiftfteilcrci 
berufen ftabe, bei bem norbafvifanifef)eu £?ij(t]of v ^rimafiuS (f nm 560) bat 
ftd) ber 91u?btnd -jnr ftaupertu« Vitium oerbidjtet (Patr. 68,9360). 



Kfbtf üenigfeii. 



91 


















Srf)on twrbem ber Allane 3otbnne* um 551 ödu feinem tenmi wmtm 
{Pah: 69, 1:251 A) fpttdjt, fhibet jid> bei (Saffian (Brir. 4H, 4 77 A) bie 
gonnel teaaüae nosiri fagenH, bei bejn Juscier £eo bem (Srofoert (f 4bl) 
bie anbere: tenuitas famUatis meae. utib erioa g(cttf]$eittg mit £eo beftogt 
ber ballier tßatilinuS bau $6ripeni; (Patr, 61, 1073) feine imheriddas. 

£ie flajfifdje 3"* öer Öefrfieiben^eitöfloäfcln in fird}Itctien Streifen 
ift bie bei ftarolinger; brei Stellen, bie fie in einer Dornet unmöglichen 
.■paujung geigen, mögen ooranftetjen. l £a3 bem 683 üerftorbeuen Sluboen 
jugejdidektie Öeben be3 1)1. üligtul gel)Ört frfwu um biefer ^äufuna, 
rmtten {Patr. s7,479f.) erft in bie ftaroü tigeret, in bie fie -gaiuiä 
&ird)engefd)irf)te 1*317 fefct: Cor not Cktvtiam faotaanm m&racula 
t 'h ristij cu m poesim us aer m tme mJ < *? n u i aedifwattonü h i da rio m 
fanden plebi? . . , Not modo vel teiguum iuxta qualitatem 
ing$nii aptafi teritariunts Uhr um . . . Qttaitwm ertpt et nns tatttae 
rtt" na r rat tont mfatM sinnt s idnuet, ittdhjtmmque rtdmtnt tarn 
tawfatae hüfonae exiguum pu*illnmque fiari au clor 9m: tauten 
. . . quanquam imperito dig&ram stijlo, >/<>>* lr purem §§rmanit 
inqitirt )><, ud sandi mmplkem vitaw ,<iuipfiei ß er motte, ips/its 
ititniuiius preeihm ettarrare tentafo . . . nam cum eint dchitur aaoem 
ntifUuttt talentorum f vd $xiguu%\ rneae mstieitatis reddeto de* 
hitum a malus sunt . . . unae lectorem obsecro, nt ■vilitatew no$tri 
monis nm u&quequaqu* deepkeat. ffittoa oetgtetdjen täfet fidj bem 
Übetjrbmaitg biefer SBorte ber (Singanfj oott SBttibalb^ £eben be£ ÖDuifaj 
(Dor 7KU, Patr. 89, 603 f,): Derrevit emnt mtietitas vertra i»$ipientem 
fapitritffw et minus idoneum prudentümt eea e f u mt 0c praefe rr e} 
ft quod mm PMMrfra videUöei Oönatu prtufenti m-mme revefare p't- 
tui>ti«, hör mihi velut ignaro mptmen . . . Sed quamria ad de* 
mouetrandom tontorum rerum ratitmem eriyuum nn parva tnque 
fieri audorem agno&xnn } tarnen wee§ea4e bemvofentiat vtairm mluntate 
kae quod demandaetit , , . aggrediar opus: mqxte er parvitaii* 
rneae Btyio propriae laudis praecottium requiretw, >>•>! ex tatdae rei 
reiaüone profuturum legenhlnue praebena exemphtm. 2Bte bem 9tngel* 
jadijeu 3SiCibütb ift bieje Strt ^bffirf»!eit, bie fidj nict)t gemtg tun !ann 
in Grniebrtgnng ber eignen ^ietjon, bem 33ifdtjof 3ona^ wn Otleanä (um 
^"J^, I'atr. 106, 12-5 A) geläufig: Cum ikiqite in nantix 'td «thttem 
aaimai tuae pertmsntibus hwnÜHmat petöümi fnar parert mmpea 
of/üiverim, ^oiummodo hui< <}>eciafi petitioni tuae Göttsciu* habe" 
iUtittftis it impn itrar meae , magis retiiti 7 \u tut <>/»>> pä prim 
statue rtt tu; awm'tam me ad hör coiifirienduw imparem mirtusqua 
ideneuw tentio: magaam namqm petftio tna et htertiu mea in 
cerdt mec conflktaUonem peneraaerwuX 3n at( biejem fiberf^mong 

foft ftfion fämtlidie ^efefteiben^eit^fto^feln tJertreten, bie bem Statu* 
itngijdicn Zeitalter jur Verfügung fielen, t^et bet)crrjdienbe ÄUSbntd ift 
^ier nt* a paroüa» geworben, ben bie gute ^ätfte aller botliegeitben Stellen 
beoorjugt, gelegentlidi in elegantere SBenbungen gemobelt wie: aeemtdv m 




92 



SUfreb ©öfce, 



fjarritutem itujenii mei (©gif 780. /V//*\ 105, 424 D), ju?ta parvi 
mew inteUhß'nthim i'ißaultnuS üon 9Iquifeja um 796. Patr. 99, 3 
ob impe r üia iH pankäN* nwae (Stlfuiit um 800. Patr. 101, 233 C), 
nioifu!mn wem; pa rritoU« trattscemfore- (berf. Patr. 100, 740), ultra 
meae parmtati* vires (krj. Patr. 101, 693 B), jiar-vitas obtwi sensu» 
twxtri (j^reiulpf), cor 819. Pafr. 107, 440|\), pro parwta&e Knaus » 
(|)rnban 834. Pair. 108, 1000 B) r pw iinfvnidi mm panoitate iberf. 
842. F<rtr. 110, 1109 B). $er 'jdjlidjte 9iu*brurf mm partim* fte^t 
»eil öfter, | 8. bei Äflma (t BG4) Pa*r. 100, 737 C. 101,1264 
681 0; bei $aultmtö Dort Sfquiteja (um 800) Pe(j\ 09,471; bei Ämalar 
Don Srier (stuifaen N0P unb 814} Pa<r. 99, 801; bei frrefttlpl) (üor 819) 
Pffin 106, 917B- 107, 442 A; bei 3ma(ar Don 9Äefc (819) Jfoftr. LG§, 
1850; nnmentlitb aber läfjt er fitfi burd) ©tabonS Srrjrifien öott 819 bi* 
844 »erfolgen: Pfifr, 104,441 f. 108,1109 B. 109,9A. 1127 B. I10,9f. 
111, OB, 793 A. 794 A. 9iotf) 873 fteljt mea parvitaa in bei Sobonne* 
DmiotuiS Seben ©regorä (Patr. 75, 61), fo bn| ber ttuSbrutf bei $ta- 
ttenern, @aftiem, 5tiißel[flc^fen, Oft- unb SSJeftfronfen g(eidjmäfiig gilt. 

daneben beftel>ert anbere öejdjetbenfjettäflogfelu fort, neue Eommen 
^iuj«. Sir öeranfdjautitrjcn uu£ biefen föeidjtum nm befteu nn ein paar 
roidftigen ©ebtifrfteflern ber 3 E ^r °^ ne fön irgenbnne erjdjopfen ju wollen. 
$)er reiefifte ift £rabnn, ber don K19 bis 842 fein SBorroort fdjreibt, 
ol?ne feine fragüitm, exiguitas, mfirm&u atque imperitia, bie vititas 
locttÜ&mSj bie pattpertas mrium, tote tenuitas intjenü unb ben »»s«s 
»i'ttmtus, feinen d&rmc rustiam $u bcllagen, jid) als infirmis <t debilis, 
vili* attpte inhabilis ober aU rißw e* hwrtem homunculum hiu^ufteflen, 
ber jm*o mmtuh NMMttZt ober mrt« jmupertatem vi rinnt f abreibt. i8e s 
3eid)nenbe ©teilen ftnben [idi Patr, 104, 441 f. 107, 441 B, 108, 1ÜB. 
247 A, 588A, B. 839 A. 1109 B. 11.10 B.C. 109, 1116 D. 110, 9 f. 
111, 794 B. SReben §raban et}d)emcn bie anbeten arm: SUfutu nennt 
fid? in einem ^orroort Patr. 101, 233 C (um *Q0) ob imfrritiam /w- 
vitati* meae minua idoneum, fyridjt Patr, 100, 740 0011 feiner Mttß* 
ritia unb mfirtoütm, bei bem iungett 3Bn[nfrib <Strabo finbet firfi Patr. 
114, 1063 A (820—26) ber eben für §raban gebüßte ?tugbrucf exigvitm 
mm } §olttgar »on (Sambrat) fprid?t Patr. 105, 654 B (um 830) in 
einem SUem Don ber propria mfirm&OB, imbeoiUüaa ttnb meae ianorantia* 
difficuÜaSj &äpü3 üon $errt6te3 nennt fic^ in ber Vita Wigberü Patr. 
119, 679 f. (886) viribus proprm diffidmu unb fprta^t tu>n ber tenuitas 
ktgemi, tu ber Vüa Maximini Patt\ 119, 605 < 839 1 tum naatai itm 
iteriltÜaSf jmet neue Formeln frfjeint 3onaB oon Orleans (um 828) ge* 
»ragt 311 ^aben: nwa eairemüas Patr. 106, 279 D utib mm imdifr 
crita» 282 D, baneben fpridjt er 106, 30 H f. uoit ber tenuita* amum mri — 
aber all ba3 erfdjeuit boa^ nur wie ein fdmmcfjer ?tbalan5 non «Jnabau* Üio>te. 

$üx m$ jumat roirb §rab<iuö ©ebraudj babura^ miebtig, bofe ber 
einfluferetöje 31bt wn gulba tu ^eutf^lanb weithin geioirft t)at. 35ie 
beiben altbeutfc^eu @Dangelien|armuuten fiub tt|in fiflie^tig. 9iun brauet 



iitvit. 



»g 









getüiß nictit ljrabainjdjet {Sinflufj jit fein, roenn bie Praefatio §um 
Jgjetirmb (in bei Stuägabe oon Steterä 4, 6ff.) oom ^icfjter fagt: ^«i 
fcmfe Imperiafibus itftenter obUmptram nAmirum M facühtä, quo 
desuper admonÜus ed priut, ad tam diffkiU ta/nqm ardtatm at 4atim 
contulit opus, potiua tarnen confidma de arfiutorin ofitempccaHtiae, 
quam <ifi Buas inasnlo parvitatis, benn ber Uluibrucf ift fbät im 
S>. ^atjrruinbert in bie alte Pmefatw bineingeflicft, TDofjl a&er roirb e3 
eine s Jiad))Dir!ung fjrflbanifdjeii ©eifteS fein, wenn Otfrib (um 8G7) fo 
gern oon vilitas mea, partium mea } mta parva humilitas (Ad IJut- 
hertum 2. 4. 130f. 137) fpridjt. 93on biefee Iciteiiiifdjtn ®runblage 
au3 flnb bei Otfrib bie SBejdiribenljeitSptoSteln guni erften Sftafe ist* Deutle 
gebrungeii in ben perjönlidjen (ötcHen &tt Anfang unb ©nbe feine* Ärifts. 
Xer nädjjtliegenbc 9Iuaoruct mirb ifjm humityus getoefen fein, benn brei* 
mal greift er jum Subftantio */</*>?, einmal 511 smdht: 

druhttn half imo sdr 
In nfolicJim uuerkon: tht* »cal er gote thtittkön, 

thex thanke atth tsht giditjhti ich ttngu srndhu nvlirj 

«11 Stöniß SiibuMß V. 94—36. 
Afur thara uuidiri thiu mitte« seihte tiidiri 

duat iu gihugt, in un4r<t. 9fn £>attmut unö 38erinbeYt V, 105 f. 
Uuaz dttit thctiine iro fruuili theru minira nidirf 

inh iro ituiff» übtt&rt gut bUkirmt nuh ir! V 25, 77 f. 

Nu btfüu ih mih hiar tht-n &MJf0fl rdfin KN tanir, 

n/h',i ifitt es thegant>n mit ttibin Kn'stes xeganon, 
Thaz tkie itelbün stttdhl ml» in gihugt i munzhi iro «in. V 25, 87 — 89. 

Otfrib ift auf 3fatirf>unbcrte IjinnuS ber einzige beutftfje Sajriftftetter 
geblieben, ber mifcre löefdjeibenljeiteflüStel gebrauchte; als fie in ber 9&u* 
jett roieber anffam, roac m nietjt fein ©eifpiel, bn§ bie neue Sfnroenbnng 
anregte. Den .^umaniften beä 15. unb ll>. Sa^rtjunbert^ finb SBenbungen 
roie mm parvüas, mea e&igtdta», and) htff&iuohm mittut btffityutS 
fremb, fie fptcdjen »ietmebt »on ^i<^ in erfter ^erfon, gern bitrrfi 
berftarft, ganj berühmte Autoren mie @radntu& fprec^en and) in brittcr 
$erfon Don fietp. ergaben unb getoffeu tute Julius (Sctefar: S8efd)eibentieit 
unb ihr ÄUSorutf liegt ben §umaniften ferner ol* itjr ©egenteil. Xarum 
miffen oticf) bie alten Überfe^er be^ iBaleriitä SEüapmuS )o roenifl mit 
befien SBenbung mm paroüas anzufangen: itjr Umljertaften beioeift (p 
rabeju, bafe e? 1489, 1533 unb 1565 bie gönnet "mein* ÜBemgfctt' im 
3)eutfrf)eu nidtjt gab. Qu loiberfprettjen ftfjeint einzig ber üdii ©fle^monn auB 
^om^oniu? ÜaetuS (f 1408) nac^gemiefene ^u#brutf Meäiomtas m$a, tat^ 
jiidiltd) beftätiflt er bie Flegel, benn er fteljt in einer ^älfnjung, bie bie 
Spraie bc§ 3. 3a|t|nnbcrt8 tmd) fötjr, fopieren mtfl, in be3 angeblidjen 
IDJobeftuB s 5itft|fetn De vocafada ni müMaris ad Taeüum Attgustum. 
3« ber önt^erbibet fommen bie ©orte Atleiuheit, .Mteinigfcit unb SBemg? 
feit nictit oor, jebrtmal roenn bie SSuIgatc #xiguü<ts } hwmÜias, parvitas 
bietet» bifgt ber kutfdie Jejrt ab. Unb fo bleibt imjer Sluibrud bem 
ganzen 16. 3ar)rf)unbert fremb, erft gnnj 311 beffen (Snbe erfrfjeint in 




94 



ftlfteb i-Sö&c, 



@«Dtg fönfienfjagenS törief an ftabian &leb nom 22. gfufi 1592 (^ 

f. b. $f)u\ V 75) ein Dcrehijelter Vorbote ber fpäteten Sntroiiftung: 
Ich bedancke mich aber gegen dieselbigen, die raeyue person vud 
wenigen Namen des Ehrenstandes wird ig achten und gern dazu be- 
fordert wissen wollen, ffiettn barum SBerf^erltn 1618 feine ©rbidttc i'pfl. 
oon ^ermann Jijftjer I 98) ber ffiaifätafm ölijabetb nribmet mit ben Werfen: 

So darf mein nidriges gemüht 
Sein verlrawen sovil erhöhen, 
Es wen] auch Ewre gmad und gfiht 
Dise schlechte gaab nicht verschmähen. 

fo bütfen tuir nidjt annehmen, er habe ben Stuäbrurf * meine SBenigfeit' 
aU ju triüiol nmjdjriebcn, et bat irm nielmeqr ttod) nicht gerannt, £a* 
beftätigi audi bic Üigrrebe ju Söedtydins Seitlichen (Mebichten 1648 (btt 
Qfifctjer I 295), in ber fonfl reicfjlich. ©elegenljeit ,ui feiner ^nrofnbnng 
geroefett märe, togt-; daher sie dan i verhoff entlich) so wol dio schlechte 
Arten, als auch die gering- Anzahl meiner Gedichten (in welch« 
heeden ich die Armuth dessen mir verlyhenen Groschen^ 
und meines Verstands, Kunst und Geschicklichkeit G« 
ringfügigkeit erkenne und gern bekenne) leichtlich entschuldigen 
werden, @inaefür)rt (wt unfer SESort in* 9il)b. unb jroar, mit fenon im 
SSüdjmanii nftttrat ift r atö 3^ta£ au$ ÜJaleriuS SHajrimiie, 1624 s JJtartin 
Opifc im SÖucfj Don ber beutfdjen feieren 9£cubr. ©. 19 f.: Ein Heroisch 
getichte (das gemeiniglich weitleufftig ist, vnd von hohem wesen 
redet) soll man stracks von seinem inuhalto rnd der Proposition 
anheben; wie Yirgilius in den bücheru vom Ackerbawe thut . , . 
Ynd ich (wiewol ich mich schäme, das ich in mangel anderer 
deutschen exempel mich meiner eigenen gebrauchen soll, weil mir 
meine Wenigkeit vnd vnvermogen wol bewust ist) in dem ersten 
buche der noch vnaußgemachten Trostgetiehte in Wieder Wertigkeit 
des Krieges. s )lod) einmal im fei ben 3atjre braucht Dpi% ein an- 
flingenbeä SBort, in ben Sciitfaen Ißoemata SReubr. 6. ä; Wie hoch 
der Niderlaudiscbe Apollo, Daniel Heinxinn gestiegen sey, kun ich 
mit meinen nidrigen Sinnen nit ergründen, vnd will hier in 
erwehnung seiner mein« 1 Feder zu ruck halten. Dpi|j bot aud) hierin 
Sd)ule grniddjt: ficqtlid) unter feinem ©infut| fteljt fein {Jreutib Binfgref, 
ber 1626 fein* Sdjarjjf finnigen fingen ©pruet) bem ©rafen Don §nnau mit 
ben SB orten nribmet: Dero gegenwertiges Büchlein in Gnädigen schirm 
zu vberreichen ich nicht allein viel andere vrsachen . , , sondern auch 
toasten begirdt gehabt, Dero zugleich an meinem wenigen orth 
mit diesem geringen praesent vnderthänig entgegen zu gehen. 23ieber 
nimmt roie etnft in ber ^atrifttf ber ttusbrud, jobdb et bou einer Wuto* 
rität geprägt ift, an Verbreitung fdmefl ^n, mieber mirb er oon einer 
©rfjnr anflingenber KüSütÜde unijpielt, bie gefonberte Setrariitung üerlangen. 
^unärfjft gilt i% ben uorbertfe^enben ^luäbrucf 'meine Üjenigfcif in 
feiner gleichmäßig breiten Geltung non ßefen bi* auf unlere läge muti 
jntneifen. $er normale Stupor uef tttyt für un? buret) britthalb $a$t* 



Mititc aöentflEelt. 



95 









b,unbexte mit einer getmffen Stcmrjett öteräigmal nnb öfter tmeber, eine 
(Stttioirthntg ift nur bariti 31t oerföürcn, ba| bie abge^rlcfren ^Jrojattcr 
bet älteren $eit öm Stusbuid mit ernftgemeinter ©ranbe^a brauchen, 
märjrenb er fpater ju ßiteraten jmeiten 3iangc# (prabfinft ober mit einem 
immer erfennbarer twrbeiiben Anflug non -^tonk cmgeronibet roirr), ber 
luobl in mo&ernet Spröde itirgeitbä febjt, roo bo£ SÖort fteht, a6er nttd> 
ftfton üon Slbeltiitg beobachtet ift. ^lurfj in gebundene Mebe Ejat firfj mieber 
ßrro arten ba3 3Boit Derirrt, tute etnft im ^rjb.» boeb, beioeift bn3 tuie 
bort, abgefeiert non ben fällen idjerstmfter Slmuen&mig, mefjr gegen bie 
^Joeten al# für ben ^luäbnicf, benn bei* ift ton -gerben nrofüifd} gebliebm 
Run bie Söeteae: 3efcn 1645 Mbriattfdje 9tofeniunb «ffeutor. ®. 5: Was 
aber meine Wenigkeit beträft, so versichcher' ich meine Herren mit wahren 
Worten, daß si mich, solche gunst und ehrenbezeugung zu erwidern, zu ihren 
dihnsten allezeit bereit und wülfärlig befunden wärdtm. — Öof, ©. 34: Aeben 
dasjenige würd di seinige Selbsten (uhn, so anders meine muht-maßung wahr 
laß er üir dasselbige, was er vihlleichl meiner Wenigkeit 20 gefallen 
verfasset hat, aus einem irluhm zugeschriben. — Oleotiuä 1*>47 Orient. 
Dteife @, 248: In diesem Convivio machte der von Mandelslo mit mir ein 
VerbundniÖ, dass, wer vnter vns am ersten (an!) slürb«, dem andern mn 
Gedächtnis ein leichen (Carmen achreiben vnd pubheieren solte, welches ich 
auch nach meiner Wenigkeit gethan, wie hier hinten zu sehen. — TSeutfaie 
©nttira JSJtcöer oüe SBertcrbev ber. bemühen 3ptad)e (SkeSlau, fco r 164«) ijreSg. 
Ijoii fcoffntann üoir g et Öeicä leben, 2Beim, ^ a fi r b i i di 1297; 

An großer Herren Hof, so jemand soll gelangen, 
Da manch Monsieur vermrt, (die Herren sind vergangen) 
Dann bitl er. daf> er ihm go viel fwWHi&ki 
Und seine Wenigkeit beim Prinzen eommendtti. 
Dttft 1048 griebtimuifchmbcS ^eutfcblanb ftr% ton ®otb*U & 47: Meinet 
ihr vielleicht, dass ich (ein Renommist spricht) etwan die Wahrheit allzu 
lieh spendire, oder zu milde rede, oder meiner Weirhgkeit gar zu viel 
Qualiteten zuschreibe V — SUrjatbiitf SRoCtet 1656 ^rjrocintum ^oefeoä $euto= 
nicue, QottDOtt Aiii: Als habe, auch das meine, wiewol schlecht, jedoch 
iht, wiewül Kindlich, jedoch verständlich, hinzufügen wollen, und zwar 
diese demnach meine Wenigkeit deßwegen mehrmählig zum freu adligsten 
ersuchet worden, solbane Arbeit eines epitomes lyrocinij poeseos teutonicae 
uff mich zunehmen . . . Demnach aber mein Hochwerth — und Grossge- 
neigter Herr Christian üerlach, persöhnlich meine Wenigkeit deß Anspruchs 
würdigen . . . — ©diodi lfö8 (SomÖbia uom £r tu beuten leben Statte. 3 <>9: Weil 
denn nun die Herren Landsleute meine Wenigkeit darzu ausgesehen, solches 
an meine hochgeehrten Herren gelangen zu lassen als wil ich gleichfals 
meinen Herren vernehmen, ob sie dessen zufrieden, — Ort tiurtelSrjn ufert 
ItifiJJ Smipltnfiirmie tteubr. @. 231 in bem emgeftedjtfnen ©riefe etncÄ hoben 
rietS an et neu anbeten: kan aber E. Excell. meine Wenigkeit ausserhalb 
.-n-Dienslen in ichtwas zugehoraamen die Gelegenheit haben, so werde 
jeyn Eu. Excell. Alter-dienstwilligster Diener N, N. — baf. 233: so hilf 
meine Wenigkeit davor, der Feind wurde bald aecordirn, wart er run ■ ei^ nl- 
lich glaubte, daß wir Stucke bey uns haben, — äBegener 1G74 3uftfjrift ju 
?utf>erS 9tomfnbüd)le«t: Wazu Anlass gegeben, theils seine Liebe gegen unsere 
Deutsche Mutier- Sprache, die Er allen andern frembden und ausländischen 
Sprachen, ob er gleich ein und andere vollkommen und zierlieh reden kan, 
vorzeucht, theils die sonderbare Gunst und Gewogenheit gegen meine Wenig- 
— .frnbttmijorfi 1078 5ÖJof)laeo,rünbetc ®efientfc!j'rtft über bie 3enjd)e foitbcr^ 
bore yttt ^odibeutfdi ,511 id)reibcn <§. 78: Aber Er antwortet hierauf selbsten, 
in einem Schreiben an meine Wenigkeit, unter andern mit diesen des für- 




% 



«Kirch ÖSHC 



Ireflichen. doch auch genug beneidelen und gezwakten Ronsards eigenen 
worten. — @lio$ fcciTe 168? Oftutbifdie SHetfcb. S. 15: Pie meisien derselben 
lieflfen nach dem Ost-Indischen Hause, praesenlirten ihre Dienste bcy den 
Herren Bewindhabem, welche sie aber alle an den Herrn Bergk-Hauptmann. 
und dieser letzlich an meine Wenigkeit ge wiesen, ihre Nahmen und Geburls- 
Stadt auszuschreiben. — ü&tidcv 1691 ©p. 2429 9lad) meinet EJttiigtol pro 
pattcifnte et tmuttate nuo. — 9lürciham a S4(t. SfaxQ 1704 ©emtfrh ©emafdj 
©. 462 : Ich bin . , . bey einem Krancken gewesl, welcher ein alibekanter 
Geitzhals wäre, dem hab ich nach Wenigkeit zugesprochen, aber nit ein 
Wort von ihme erhalten. — $efjuifi 1750 Schriften brät}, üott Sarfmiamt uub 
SPhtncfer IV 173; Allein, man wird fragen, was mich so verwegen macht, der 
Hinsicht so vieler gelehrten Kunstrichter meine Wenigkeit entgegen zu setzen, 
UM man noch aus keinem einzigen lege meo pen'cuh kennet. — (Slam« 
©dimtbt 1774 . ftatuUtföc ^ebidltc ®. 10f,: Einen jeden andern halte vielleicht 
diese Erzählung auf einen Mann von so sonderbarer Grossmuth noch auf- 
merksamer gemacht. Auf meine Wenigkeit aber . . . würkte sie just das 
GegenlheÜ. - Süracr 1778 öcbltf)te (GarlSrufje 1815) \ 198: 

So wissen's dann die Jungen und die Alten, 

Was immerdar auch meine Wenigkeit 

Vom schönen heben Monde hat gehalten 

Und halten wird in alle Ewigkeit. — 
Jfof. 1779. II 250: Mir kostete die Lotterei 

Sonsl jährlich leichl an fünfzig Thaler; 

Doch schwerlich fuhr wohl Jemand kahler 

Als meine Wenigkeit dabei, 

SOT^c-rt 17. Wläxfr 1701 m Wntxi &**** (©tief« i" SluGrotibl r)a,. uott ©towf 
@. 143 1; Um 11 Uhr zu Mittag — leider für mich ein bißchen zu früh — 
gehen wir schon zu Tische, da speisen die zwei Herrn Leib- und See t kämme r- 
diener, Herr Kontrolleur, Herr Zelii, der Zuckerbäcker, zwei Herrn Köche, 
lleccarelli, Brunetti und — meine Wenigkeit. — OTöfJet 1784 £>icgfrieb Dort 
Cinbenberfi 111 23: Daö, sage ich, meine Wenigkeit bastant sey, zu frommen 
und BUK Belehrung irgend eineiä Keyerlagsgesichts schreiben zu können. — 
SCbeUmti lTHij V 17U; Meine, seine, unsre Wenigkeit, d. i. wenige, gftfififQ 
in. di»ch nur im Scherze. — StlcmnS bon Smnofma v iHcrfc übcrfc&t Bon 
$ßielatlb 1789 IV 285: Als wir nun nach Thessalonich kamen, war kein Mensch 
in der Stadt, der nicht herbey gelaufen wäre, unsern Einzug, und besonders 
meine Wenigkeit zu sehen (AoOkioc f] övoc 49: ü>c bi Kax^Snuev iixi Öecca* 
\ovixTfv, o6k ?)v öctic 4tc\ Ütav ouk f[fr€i*f£TO Kat rt\v äi|itv ttjv i]if\v). — fBaftrbt 
1790 Öebeit&aefdjlchte I 142: er unterliess alles, was hier seine Schuldigkeit ge- 
wesen wäre, um durch eine etwas feierliche und g es p räch reiche Einfuhrung 
meiner Wenigkeit mich wenigstens von der totalen Niederlage zu retten. — 
9t. 3R. ben L £humniel 1791 ©amtliche Söerfe VI 56: er fasse auch den kurzen Enl- 
scbluss, sich nie von seinem Ernste und von seiner Studierstube zu entfernen 
um sich keinen solchen Gefahren auszusetzen als mich leider! betroffen 
haben, und, wenn sie ihm ja aufsticssen, mein abschreckendes Beispie! zu 
> n. uiul ihnen klüger auszuweichen, als meiner Wenigkeit gelang, — 
betf, VII 64: die allen Gauklern gemeine Physiognomie des Hochinutbs, die, 
wie es scheint, meinem vornehmen Kapilain so widerlich ist, als meiner 
Wenigkeit. - Wirßcr 1793 ®ebid)tc 11 1H4: 

Doch meine Wenigkeit entweilt kein Mftdchenspiel : 

So Lhu es denn ein Gänsekiel. 
<5. Bornfdteiit 17I>7 «eben, Rhetten unb Sletnungen ^imfonS bes Starten 
G. 186: H< j rr Suneoa blieb schuldig: Meiner Wenigkeit, dem respeklivrn 
Wirthe, Herrn Gottlob Kasebier, für Aufwartung, Hauszins ... — ÖuciuS 1798 
gtH KlKinfctb III 313: Ich habe schon einmal oben i auf dem Scheiterhaufen) 
gestanden, und wurde von den Freunden der Toleranz euern Händen enU 



2Mne ücnlgfeti 



rissen; und, so viels meine Wenigkeil verdiente, zu Ehren erhoben. — ÜOllf- 
(jarb 1799 2tnnnleit her UnioerfUät ^ebttba II 148: Als aber die Komödianten 
dieses Jahrs hinkamen, machte der Sehauspieldireklor iinaerm Prorektor und 
mebrera Professoren, worunter auch meine Wenigkeil war, die Aufwartung, 

— Setter 1804 ©ttefa*d?(el mit ßoetlje Uli (©tiefmmi 4. Hufluft 180*): Wir 
hauen einen Kreis, der aus Hurelands, Müller, Tralles, Wolttnann, Fichten«, 
einigen Fremden und metner Wenigkeit nebst Familie bestand, veranstaltet 
und baben par ordenilich vivat gel mnken. — flo(je6ue 1807 Stfeinc tttomeme 
MlOti; 'Weil wir nun ein Herz und eine Seele sind, so trill es gleich viel, 
ob Sie von ihm oder von mir erstochen werden! darum bin' ich mit meiner 
W' ni^keil vorlieh zu nehmen*. Wlii ilnei Wenigkeit' roteÖerEjolte Ott SlCtmmer* 
Q^effor fpßttijd), "Sie haben recht, das wäre allerdings vorlieb genommen*. 

— griebridi Stlt^infl 1808 Stuöerttenftreirbe ©. 76 r Was hoisst Asinus? Ein 
Friseur! Und Bös? Meine Wenigkeit! Scholl! — SMrffjflrft 1814 Seftet'eitbetten be<3 
?lmtriittim£ ©t 11 166; unter diesen ach! Personen war denn auch ineine Wenig- 
keit. — 3e(ter 1819 ©riefmcdifcl mit 00Ctft BlSOf. (93rief üoni aO.^utg 1819): 
Meine Reisegesellschaft bestand aus einem Dr. med. aus Irland, einem 
Deutschen Kupferstecher, . . . Frauen, Kindern, Huren, Handwerksburschen 
und meiner Wenigkeil, — ©eet&oüen 23. 3Jlär,$ 1820 nn <5. 3Tb. Stnmbeuä 
ßoffmann i ©riefe hg. tton ^tcI inger II 305): Ich ergreife die Gelegenheit, 
dun li Herrn X. mich einem so geistreichen Manne, wie Sie sind, zu nähern. 
Auch über meine Wenigkeit haben Sie geschrieben, auch unser Herr PTN. 
zeigte mir m seinem Stamm buche einige Zeilen von Ihnen über mich, — 

- ©tCing 1821 (Sbitnrb "JMUerS öe&eti S. 185: Es muß wohl in der gantzen 

Weit keinen ublern Zustand geben, als den der Eifersucht; wenigstens 

ist meine Wenigkeit nichl so unglücklich gewesen, einen schlimmem 

kennen zu lernen. — £>nuff 1820 Söetfe Ijetau »gegeben bon SBofiertaa II 149: 

mit süssem Lächeln fragte er: 'Noch immer so düster, mein lieher Monsieur 

Zwerner? Etwa gar eifersüchtig auf meine Wenigkeil?" — $ au ff 1*27 

SBetfe m* 1 135 (9Jfrum im 3Dlonbci: Ich bin zwar weder so dick, noch so 

geschminkt als Sie, aber dennoch wagt es meine Wenigkeit, gegen Hochs t- 

dieselben zu streiten. — fDiörtfe 1833 SBttft V 104 (SOtaler holten): 0, ich 

spreche nicht sowohl von meiner Wenigkeit, als vielmehr von einer gewissen 

Person, die, früher sehr an Sie atlachiert, gegenwartig in unsern Mauern 

habitierl. — QJvintm 1837 ©ramtmitif IV 298: bescheiden beisst es: meine 

Wenigkeit für ich. 2dion Ctfrlb ...(}. o.) — 5:i)eoöor üon Srü&6e 1840 $umi>; 

rtftifefe Grumt 1 Hingen aits meinem atab. Se&en II 47 : Unsere Gesellschaft im 

Innern des Wagens besland außer meiner Wenigkeit aus einem Angeblich 

• senen hollandischen Rittmeister von Z . . . nebst seiner Frau. — 

Skutcr 1855 föcte ncxfi 33eflia.cn Stab. 19 (in bet ntefftngfrtjcti SM>c eineS 

tymftmcrfetB) : Ganz woll, Herr Bürgermeister, Sie zu dienen! 

Ich kenn die Sache ganz genau, 

l)«-nh Befall Sie, meine Wenigkeit lag eben 

Und schlief, da weckl mir meine Frau. — 

©tofce 1873 Motwaeitfcfiot! XX 111 (fetter 3fibpr): Ja, wohl, meiner Wenigkeit, 

n Sie gütigst erlauben, safte der Veiter mit einem Anlauf von Stolz. — 

ftonrpt) &erö, afietier 1885 IßDiieUett l ,tf 266: Meine Wenigkeit schlüpfle in den 

Kreuzgang zurück, um den Plautus in aller Slille auf meine Kammer zu holen. 

©elten roirb bie gerabe ßhrie untcrbrouVn burd) geringe SQ}anb(uttgen 

im ipronomen, öurd) obirftiöij^c 3 u f%r einmal nudi bitrcli ttmfefeung 

in bell «plural. Mfcrafcam a ©tri. (Slam 1704 ©emijdi ßfemofä &. 241 j 

k hierauf thut sich dieser frembde Pater selbst anerbieten, wann 
proltofi mit seiner Wo n i gk e i t vorlieb n eh men : so woll er 
die Mähe gar £ern über sich nehmen; berf. 1710 Söetttfedee @, 130: 
da hat. sie der Loth mit grosfcer Höfflichkeit eingeladen, sie möchten 



!is 



Wlfrcb ÖiD*e, 



doch bey ihm und mit seiner Wenigkeit verlieh nehmen, tllamer 
®^mibt' 1774 ÄAtollifäc ®ebtd)te 27 reimt: 

Und verschöne, mit deinen goldnen Zephirf flachen, 

Diese Wiescngemählile, wo die helle 

Jahrszeil, Amor (der Schalk!) in Blumengoisl verlarvi. und 

Unsere Wenigkeil dein, mit Seufzen harren! 

Slbelung V (1786) 170 gtbtjwben Meiner aud} je ine, unfre 2Bentg* 
fett, b. i, roenige, geringe ^erjou an. Ter SSerbeutürfjung bient ber 
Bufafc beS StbieftiDS eigen bei Stoben« 1774 ©ämtlidje Schriften II 127: 
Er rühmte besonders seine eigene Wenigkeit, da er an den 
Schriften des Cicero das Werk der Liebe und Barmherzigkeit 
erzeigt , . . habe, ttnb Sonifrfjrin 1797 £eben, Xanten unb Meinungen 
@imjon3 bei Starten 177: Sie stand unaufhörlich vor dem 8pii 
und machte Knixe, wenn auch kein Mensch bei ihr war. Sin 
tändelte mit ihrer eigenes Wenigkeit Sine teiU ungerooltte, teilä 
gerooltte (Steigerung ins Sädjerlidje beroirfen anbere Slbjetritm, fo fann 
fid) ßptjenftein l*iS5 gar ntdit genug tun, roenn er (etilen Ibrahim iöaffa 
ben ^er^ögen üou ©tieften lotbmei: Vor solche hohe Kunden-Bezeugung 
findet sich meine geringe Wenigkeit in schonschuldigster 
Onterthanigkeit Eurer Hoc h-Fürstl. Durch 1, aufs höchste verpflichtet, 
rod^retib £attt1)arb 1799 Stnnalen ber Uniwtjitat £« ©djilbo HI 223 
beriet SdmJutft iicfjtlid) Dcr^ö^nt : Doch, Herr Carl Morgenstern wird 
Gymnasiasten dergleichen schon zu Nute halten, wie nicht minder, 
nach uusrer sublunarischen Wenigkeit, wir, unb auet) bei tfratlj 
©djufetfa 1848 öfterreirf} über s )lfle3, roeun eä n«r mÜl @. S ift bte 
fronte unuerfennbar : Die Schuld meiner kleinen Wenigkeit; 
noch, beuttirher ift fie in ©rofjeS fetter Sffooe (V o.) ©. 1& S : Mem 
Himmel, gnädigste Frau! rief der Vetter bestürzt. Was können Sie 
gegen meine unbedeutendste Wenigkeit haben? Selten unb feltfnm ift 
ber «ßhiral bei ÖJilliug 1821 (Sbuocb WM** Seben ©. 162: Nachdem 
wir einander gehörig hekomplimentirt hatten, führte Bruder Senior 
seine wackern Gesellen nach einem andern Zimmer, unsere Wenig- 
keiten auch dem Vater und der Schwester zu präsentieren. 

3m ©finifdjen 1 fyet&t 'meine SBenigfeit' min ringe $erjon, int ffratt> 
jjöfifdjen ma pHUr parwm&i )o gibt eä £itti6$ IHrtiunnnirc (1869) 
11 I, 1076^ m i t Stegen feü L6Ö1 an, ©adj^itt Atte^ Sbrterb. 1880 fügt 
bem bte Beübungen mon mmtbfe itemotnte unb tnoi et* m>m fn>tit partirtdier 
bei; bie jiueite femtt and) fäon Sittre II 1, 975*. Stbet nur bie ältere 
$orm ffl« petite permtme finbet il)te genaue ©ntjprertjung int ^eutftnen, 
inte man »du ber l)oh,en ^erjon mm ^Urftttdjifetten isredjen tonnte,* fo 
jprirfjt man oon feiner roemaen, armen, Keinen fßerfon. Xk tt\it WkBß 

1 räm[d) jefl i mfn 9i ingljeb, fdjtoebifd) min ringhd, eitflllidj my «s* Httte 
seif fmbett fein« nennue (fntTvrecbung im i)rf)b. 

1 So Qoti, Ulrtd) ^öntg 1734 Seben beö ^retj^ertn bon (äanilg üot beffen 
©ebidjten ®, 43: Er möchte sich mehr, als bisher geschehen, um des Chur- 
Fürsten hoher Person finden. 



Steine ©etttßteit 



} bleibt am ndcftficn beim 9{n3gang3punft, reirfit aber nur bi* gut 
te beft 17. ^afcbunbertäi TOenburgf 1627 ©eft^nb. «Reife A4*: 
wie auch die Wörter: Wir, vnserigen, v-nser, vns and dergleichen, 
welche der günstige Leser nicht auff meine wenige Person 
allein ziehen, sondern allezeit, entweder auff die gantze Nieder- 
ländische West Indianische Schiffs -Armada, oder einen Thoil 
derselben . . . gebraucht worden. 2ft ortin Qeilter ln'nl gtbuS ftcfjateä, 
SSurrcbe ju £etl 1 : es gehört auch femers ein guter Unterricht und 
Wegweiser darzu, wie nemlich und welcher Gestalt dte Reisen 
fttSOnemen: Daran es aber bisweilen den Eltern und andern Vor- 
tzten, auch den Reisenden selbsten ermangelt: Inmasseu ich auch 
für meine wenige Person auif meinen Reisen durch Teutschland 
und die Königreich Ungern und Polen erfahren. ©eretBjeÖ raufe 
ein 3 fU Ö n ^ W* "www arme SßerJDn' bei ^Saftonuä 1704 SBeftreibnitg 
bet ^roDtng ißenfnlonnia ©. 104 bleiben: Was aber meine arme 
Person anbelanget, so bin ich von meiner Kindheit an so vielen 
seltzamen Fatis und Unglücks* Fällen unterworfen gewesen, daß , , ., 
jpater luirb jie abaeloft bittet) *meme flehte SJerjon', bie allem opu bicfeit 
SBenbmtgen bi* tu bie ©egenroart reirtjt: Söatjrbt 17 Dl £eben3gefef)idite 
FV T 189; Er hatte vielmehr vor kurzem nur erst Mine gemacht, 
di« vt.Tfallne und mit blossen Studenten predigten bisher versorgt 
sene Universitätskirehe wieder in Aufnahme zu bringen, und 
in meiner kleinen Person, der Kirche ein Auditorium und den 
Studenten ein brauchbares Muster der Kanzelberedtsamkeit zu 
geben. Wlbaii <5iDlj 1871 %k ^ejenangft ber aufgegärten SSJell, nti 
^luntfcfili 2. 4 : Offenbar hat der nämliche Grund, weßhalb Sie 
damals in Karlsruhe über meine kleine Person hergefahren 
sind. Sir auch erhitzt zu dem Aufruf, die Jesuiten zu vertilgen, 
Hermann §e(fc 1906 Unterm Stab ia 2t>6: so vernahm und verstand 
Hins zum erstenmal in seinem Leben den Hymnus der Arbeit, 
der wenigstens für den Anfänger etwas Ergreifendes und ange- 
nehm Berauschendes hat, und sah seine kleine Person und 
sein kleines Leben einem grossen Rhythmus eingefügt 

2?on ber urjprüngliöjett Säknbung ift e)ter formell nicfjts übrig geblieben 
unb eä bebeutet eine neue ^tnnäfjerung an beit StuSgotifl^unft, wenn mir 
je§t bie legten ^tu^brücfe auffudjen, in feenen imn minbeften ba£ Stbjeftm 
'rcemg' feinen tyiafy behauptet. E£ ftcEit adegentlicfj prnbitatitj, fo in 3iegter3 
üftatifdier Sönnife 1688 Stoibr. ©. 8: Des Styli und eingestreueten 
hansmi wegen werde ich verhoffe ntlich zu pardonnaren sevn, 
ii ich sage: daß ich hierinnen den eigentlichen end-zweck der 
Romanen, die Deutsche spräche zu erheben, nicht so genau beob- 
achtet bebe: weil ich mich viel zu wenig erachtet, unserer 
verthen Mtatier-Spracbe den wenigsten zierath durch mich zu 
ertheiien. ferner in 3. (itn*. ©ünttjerS ©ebbten 1721 tjg. ntm gul ba 
250, 14"> — 50, in benen *meine ^Bciti^tctt* nid)t rotforarat: 



100 «ifteb ©&**, 

Ach Phillis, lies dies Bläh nicht et wart obenhin. 
Es ist nicht schlecht Papier, es ist mein sranz Gern öle 
Und dies dein Eigentum; weon ich zu wenig hin. 
So nehm' ich allen Wert von deiner Lieb und Güte. 

Öfter fte^t rcentg artributiü, )ü in jenem Schreiben einet fjohen 
C'ifisieiä an ben anbern, ba$ ($rimmels£|aujen 1 *>t»fi jeinetn Simpltcifitmit* 
9teubr. ©. 232 einfügt: So heisset mich jedoch meine allerunter. 
thänigste Treue . , , meines wenigen Orts dem Feind einen 
Abbruch thun; Gfjrifttan £boma£ L693 33om efenbeit 3uj*anb ber 
©tnbenten f>g. Don Opel <S, 156 f.: dass ich dannenhero mir fürbe- 
halte» die obbesagten Stunden nach Gelegenheit zu vermehren und 
zu mindern, nachdem es der gemeine Nutzen nach meiner 
wenigen Erkäntniss erfordern und mein Vermögen zulassen 
möchte; berjetbe 1721 $on dZadjafjmuna. ber granjofen, Opel ©. 119: 
Weil ich dann sonst nichts zuthun habe, als dass ich Gelegenheit 
suche. Meinen Herren nach meinen wenigen Vermögen zu 
dienen, und an die Hand zugehen, darneben aber bemüht 
wie solches mit einer guten Manier geschehen möge, 5)omit CBt* 
fa^rcinbei un3 ba3 ÄbjettiD memo, cnbgültig au* ben Äugten, $roci Seiten 
tpäter jagt £b,oma§ in berjelben Sdjrift: Wannen hero ich vermeinet, 
nicht simderlich zu irren, wenn ich Meinen Herren dieses Buch 
zwischen hier und Ostern nach meiner geringen Wissen schafft 
und Erfahrung erkläret«, Unb eine antluigcnbe Settbung brauet 
ISamfc in einem Briefe an tturfürft ,"yricbrim ^0- »oit Öranbetiburg am 
i. 3Jiäri 1097 (QJebidjte 17:U $, 79): Weil aber, Gnädigster Chur- 
forst und Herr, ich sowohl an der einen Seiten den unschätz- 
baren Werth des gnädigen Vertrauens, welches Eure Churfürstl. 
Durchlaucht als *-in sn (grosser und weltberühmter Fürst, ia meine 
Wenigkeit gesetzt; als auch an der andern Seiten, mein gar 
zu geringes Vermögen bey mir erwege . . ., alfo in eitlem Sltem 
mit ber uriprünglidjen SBenbutifl. 

(£3 fdjliejien fidi eubltd) bie 5 au * e flt1 ^ tu benen bie SBentgfeit burdj 
ein j^BUBttStfS SubftanftD üertretett tfi $crein$elt ttne tmrbtn 'meine 
arme ^ßerjott' bleibt 'meine Slrnmt', büä 24 3fa§rc aar jener 2&cnbang 
1680 in ber SBibmuug neu fioljenfteinä Sopbon&be auftritt i 

Nimm dieses Trauer-Spiel tmo Opffer von mir an . . . 
Nachdem mein Armuili dir nicht bessers liefern kan: 
Vergnügt sich doch Gott selbst an schlechten Kleinigkeiten. 

©ans tobrib ift ber lu5brttrf bei Slbroham a Santa ßtara 1683 
9Juf auf ihr ©Ijriften 91eubt. ®. 8 : (ootn fieferj wird alles zu finden sein 
in obbenenten Authoribus, cd ine was meine Geringfügigkeit 
ehruitt hat. 

2(ud) 9t ad) meiner ©eringheü, pro inea parvitate, ba3 Siteler 
L691 @ö. 1652 budjt, bleibt Deretnjeit» ebenfo 'meine ÜRieorifltrif, baS 
ßcintfc 1695 in einer SHeimepiftel (©ebtdjte 17.14 e. U>8) mögt: 



3Reine SBenigreti. 

her Blick wird auch auf diese Zeilen 
Billigkeit von deinem Gipfel gehn. 

Statu bie Söorte, bie Äattt 1747 bei bet SBibmiwg einer Sugenb- 
frfjtift an ^ßrpfeffor öobjtuä braucht OJBerfe rjg. Don ber habende I t, 5): 
Eine Menge unvollkommeaer Gedanken, die vielleicht an sich un- 
richtig sind, oder doch durch die Niedrigkeit ihres Verfassers 
allen Werth verlieren, lajfeu jtcf) ntd^t ted)t oergleitfien, weil f« feine 
Bezeichnung bei; eigenen ^eijon mit 'meine Ücicbitgjfeit' enthalten. Da* 
gegen bereitet ©eig 1 683 im ttnoarifdjeti ©impliciffinms 8. 1 38 : da 
Kauterwelschte ich abermal Ungarisch, und verehrte ihm das Pferd, 
sagende, daß es seiner Persohn zu reiten als meiner Kleinheit 
besser anstünde, eine ffienbung uor, bie im 19, 3aljrtjimbeTt alä 'meine 
Ätemtflleif einige SSerbreiiung gefunben bat. Slrnbt ettfityt in bat Snnne- 
Hingen au§ bem äußeren Sieben (älter ft 1840) 3, $(uft. @. Ifi ein ©rlebmS 
jciner Slinbheit: Die Arbeit war geendet, Menschen und Kreaturen 
zu Hause . , . siehe! da fehlte, als man die Köpfe überzahlte, meine 
Kleinigkeit 3>afc er bamalj tiodj ein fleiner ^unge mar, fcfjcint ihn 
md)t jur 95Jnf)l bei 91u3brinf3 befttmmt ^u tjnben, roenigjrenS berichtet er 
in ben Sanbmmgen unb SBanbetimgen mit Stein (juerft 1858) ©, 174; 

tu Korsen zu Ehren gab Stein nun in Reichenbach ein großes 
Gastmal, wozu Graf Oeßler und meine Kleinigkeit auch einge- 
n waren, mo biefeä SHoti» au3gefd]I offen ift ßeitlicn. aroifdjtti beu 
toben ?Xrnbtfrf]en Äußerungen ließt 1 85 1 ein SSort oon ©oguinil ©olfc, 
^ugetibleben @. 22: Zu den gen Bethlehem Kommandierten gehörte 
auch meine Kleinigkeit 1 . 

Sefyr feft nnb verbreitet erfrfjeinen bie je Variationen äffe nidjt, mie 
benn bie (Eigenart be3 fyier burd) neunjeljn ^ahrhiniberte üerfolgicn Soft* 
bruds liütjt jo febr in feiner SSJanbelbarreit mie in feiner übevrnfd>eiib 
$ähen fiebensttaft liegt Sine au3 rjöfijchen unb d)ri[tlicf)en SBorftelhmg3 s 
ttttfen flicKcube SSrnbung wirb gleich, mm bem erften ?lutor, ber fie brntitfit, 
utr feften gor tuet geprägt unb jefct fich, mm, ohne Sdiranfen oon Ort 
unb ,ßeit jn rennen, buraj jroei grojje Literaturen fort. £ie gebunoene, 
autoritätägtäubige Seele, bie allein an einem berartigen ^Uivbrurt ber 
Selbfterniebrigung Gefallen finben frtnn, ift ungleich fprarfilid} buferoatit) 



1 Wicht umnittclbnr g[nd],ui?et}*n ober bod) Dcrmanbt fmö Öle gäLle, in 
Denen blc öirette üfnrebe ber .yoeiten "perfon burrfj eine Itnudneilmng mit @ub= 
ftatitit) oermieben trüb in'itt Immer braucht eine fotrfie Uinfdirctbung fjäfiich 
4'Sure SRajeftät") ober höflich i/imbcn fcerr Hauptmann 6ctnertt' , , .) jii fein, 
ba& mng im ©i :n burdj bie jroel berühmtesten iBeifpiefe biefer lölrt fie^ 

iegt merbnt, bureh bie btftortfd)e (Üvotibdt ftöuig PJUtppB beä Schönen r>on 

Etanfrei* gepen ^Japft löoinfn* ä. (1302 £>efele, GoncHirttgcfditdite 8. Stift. VI 
SHat rmij-intft tun fatititrt.it, in temponi[)hns MM afiriti nun 9Ub§»M } tOlUif 

burd) s IRepbifto«i ©ort ta (.^oetbeg ^anft l ®etfl 2^: 
Dann rath ich eurer Liisterninii 
Die Liebe ichtfne Tageszeit 
Und mir die weitre Müh zu sparen. 



102 



«Ifrefe ©fl&f, SWeine SBcniflfctt, 



unb greift gern gut gormet, bie irjr ton autorirarröcr Seite geboten roirb. 
Sei bem tRiidjdilag aber, ber mit her ©cfrciuug ber ©eifter fofgt, erraeift 
fiel) bie formet vortrefflich geeignet, bie ölte (Mebimbentjett $u ironifieren 
unb ber jungen tfreitjeif fror) fonn Öod) ber mobeme ^enfdj bie alte 
3rlo»fe[ mit neuem $'(ang gern nodj gebraudien. £en redeten ©ipfelbiJben 
unferer Sitcraiur ift fie aber in ifirem langen Seben ftetä fern geblieben 
— fie mar ftete eine ^Kün^e, bie oon §anb jü §nnb gegeben mürbe, 
weil fie eine neue Prägung nie ju oerbienen friert : ©betroft fonntc nid|t 
an if)t t>aften, nidjt buteh ifjr SUter allein merben Sorte erjnoürbig. 



prellen. 

£>an3 Sdiutj. 

9iodj in ber mljb. 3«* ift prellen — auf nid)t gang flarem 2Bege - 
oon einem, bem 9Heberbeutjrf)Cii einlernten ?lbj. pral abgeleitet roorben. 
Stantit mar e0 aege6en, bafj ba3 Üöort aunadift mtr in ben mb. Xißkften 
Ijeiintfdj mürbe : bkl mitb beftäitgt burä bie iatjarfie, bn& smar ©tiefer, 
©teinbart) nnb 5*riidi praßm üeqeidinen, ober uirfit bie früheren oberb. 
übörteroüdjer (©tülöer 1812, ©efyÖpf 1866), ebenjo feljlt e8 uocri bei 
©a^meller unb Martin *£ieu§«rt; unb gtfdjerö ©cfjmäb. Sb. unb ba3 
Sdiiperä- Sbiotifon führen e$ 31001 auf, bort) mit bem ausbr ürflidfen $u= 
fafe „ber ©ntlerjuung auä ber ©cfjrifthjratbe oetbädjtig", £ic nrfpriuig* 
tidje 33ebeutuug oon pfeifen ift 'oon etm. elnftijdjem — ~, bann überhaupt 
äiirücfpraUen l madjen*, baneben erhielt bn§ Sföort aber im $riitjneur)odV 
beutfdjen eine eingejdjiänttere 35ebeutuug: e§ bient ,nur Scgcidjiumg einer 
rotjcii ©elufHmma. (ober ©träfe), 9ftcnjd)ttt auf einem ftroff gekannten 
Xurb, in bte .£>übe ju fcfjleuberit- &$ fdieint bieä juerft ein frhnHfdjcr 
£hnud) geroefen ju fein- 8 3ebcnfafl£ ift Suttjer bieje Söebeutimg jdmn 
ganj geläufig, er jdjreibt im Scubbrief oom jDolmetfdjcn (1580) tu erregter 
Ipotemif <3en ?{u3o V 141») Vwl Jas ich herunter komme | Ich 
kau jhr c-ygen Dialccticn vnd Philosophia bas | denn sie selbs 
alle sampt Vttd weis darzn ffirwar | Daß jhr keiner jbren Aristo- 
telem recht verstehet, Vnd ist einer Töter ihnen allen | der ein 
Prooniium oder Capitel im Aristotele recht verstehet | So will ich 
mich lassen prellen- — 'Sl&er biefer ©efeg ift ber einige au$ fo firüfjer 
3ett, ben bie 5Ö6B, fenuen, unb erft baä @nbe bess 17. 3^. bietet mieber 
3euflniffe. "Die? ift auffäflig, beim bie ^Beüiftigung [etbft roirb in mehreren 
Oiteften biefer 3 e '* ermähnt, aber anbere 9(u*brüde merben oenoenbet. £ie 



1 ^ie Grörterunn bt$ $ta$nltnirfe£ von prellen : pralle» bleibt fyitr inen 
* SflL ©Timm, SHeentöaltcrtümer 4, 3luf(. II 324, motictd) füt bie altere 
3cit ein Prellen Jn\ 3tnne öeß ftmn. maniear" niö)t bezeugt ift. 



$an£ ©tfulj, *U«!icn t 






batn-ifäen Duetten galten cm ifjrcut Etateforoort ackMtxm 1 nodj lange 
f e)i : Seonbart SBtbmannS Spornt non Siege n# bürg, 1522 (Gfjrijn. b. 
bfjdj. ©t. XY 45) Also weil man in haudlung stund, da machoten 
dy jungen pürger am aschermitwoehen ein haut zuegericht znm 
schuzen, daraufi sy alle schreibe^ leviteu, so sy ancbomen mochten, 
auch einen briester, drev leviten betten geschuzt darob ir ein tails 
betten gemurrt.- Stnberroärt* gebraust man Umfäreibnngen : fo fcfjretbt 
etroa ©ebaft grantf 1534 im SSeltbud) (fol. 1 j a ) 3 Halten auch jr 
vier ein leylach bey den vier zipffeln unnd ein stroeinen ange- 
machten nutzen in hosen und wainmes mit einer larven wie ein 
todten mann, schwingen sy yu mit den vier zipffeln auff in die höhe 
und entpfahen yn wider in das leylach. — SCnbetS tjüft fidi s $arjjd) 
©a[tf( in feiner Don Äidpte* Überlegung (16ö9), menn er bai \pan. 
mantear ober äljnl, überfe^en mu% g. 33. ®. 228 Allhier nun legten 
sie den Santscho auff die Mitte des Bettuchs | und hüben an ihn 
empor und in die Höhe zu heben | und mit ihm eine ebenmässige 
Kurzweil zu treiben | wie man zu Fußnachtszeit mit den Hunden 
zu thun pflegt. — (Sfoftitynltd) ober gebrannt er bte Umfc&mbuna, 
FaufjbaM mit jem. spkht) jo ©. 22$ also fleug er au von dem Pferde 
herab wider diejenigen 1 so dcu Santscho also sciiwungen | und mit 
Ihm Fangball spielten | so schreckliche Sehmälnvort und SchauU- 
reden auszugiessen — <§. 23ö daß ich bin tapffer in der Lufft ge- 
lungen | und mit mir des Fangballs ist gespielot worden — 
©. 252 War dann etwa der [ mit dem gestern des Fangballs gespielet 
wurde | ein anderer | als meines Vaters Sohn? 

prellen fdjetnt aljo quo) in ber Scbeutung 'aliquem in sublime jac- 
tore' aunddjft auf mittelbcutjtfje £takfie &ejdjrä«ft ge»oe[cn 311 fein (Sutyer), 
mäbjenb e# in Cbcrbfiitf^iftnb nod) ftnitb mar. 3a, notf) bic ntubetnen 
Sbb\, mit ehna gifcfrtS Sa>äb, 8B&. 1 1394 unb b«3 @d>to«fl. S&iotifon, 
bie roenigftenä prellen = betrügen auffüfjren {). o.), fjabert bieje ur* 
Iprungtidie ©ebeututig nidjt — unb ba* ift leitet ju crifärm: tty bec 



1 SSfll. S3B&. f. b. unb Sttmcdet. 

• Slwf btcfer ©teile beruht ©tmetnttS Script, fflcßenöburga: <£&roniI (1823) 
rv 446, et bcttocubet aber minmcht prelhit gonj aüßemeirt ; In den vier Tagen 
vor dem Eintritt unsere Herrn Fastnacht während «reichet! hier, wie aller 
Orten, jedermann im Schönbart zu gehen, und keiner den andern zu kennen 
pflegte, überließen sich die jungen Leute von je hör vieler Ausgelassenheit, 
und insbesondere belustigten sie sich gern damit, daß sie sich untereinander 
selbst» und auch Vorübergehende, denen sie beykoinmen kunnten, auf eine 
Qehsfnhaut warfen und schützten, oder in die Höhe prellten. Es ist in diesen 
Jahrbüchern bemerkt worden, daß die Juden djese Mißhandlung in früheren 
Zeiten oftmals mit Geld abzukaufen gesucht hatten. Gewiß wurde aber auch 
schon in alteren Zeiten dieser Schwank nicht blos an Juden, sondern an 
jedermann, der den jungen Bacchanten in die Hände fiel, verübt; und selbst 
der Admmistrator halte ein paar Jahre vorher in einer Fastnacht ein der- 
gleichen Fuehsprelien auf ütlentlicher Straße seinen Hoflealen gestattet. 

■ Wad) >Srf>it% &tfd). Öe&ea LI 415, auch Wöitmtn, ftedjtöaltetfümet. U'324 



3IH8. EX- 



8 



104 



$fttt£ €$ittä/ 



©itiflufe bec ©r^riftfyrarfie ba$ SBort in bie IDhmbarten einführen fonnte, 
mar bie S8eluftigunß. Wcnjtften p prellen, abgelammen unb bahcr auch 
biefe ©ebeutitttg unjertö SotteS aHmä^irfj nerblafeL, ©o erflart eS fty 
aurfj, marum alle unfere weiteren Setege bafür aal Uberfefcungen u. baj., 
nidjt au§ Serien bet (ebenbigen S^tadje ftammem pniim märe unter- 
gegangen, roenn e§ ntrfjt ata Jöudjronrt erhalten roorbrn märe, unb befonbere 
SBebeutung möchte id> ben Überjefcunaen beä 3)on Guirote gufäTetben, 
bie bie Erinnerung an ba3 SWen)aVnprelIeit warb, erhielten. 

©o tjat SBielanb n>of}( fidjet bie Schirffale ©andjo ^anfaJ im <£inn, 
roenn et — im 3>on ©nitrio 1764 — feinen Sßefotiuo, ba$ %bbilb 
©andjol, preÜm $i Ü8etfuerung§formetn bernjeuben täpt (2Berfe ©öidicn 
1853 ff. I) @. 104 Ich will geprellt werden, wenn ich von Allem, 
was mir Euer Gnaden da vorsagt, etwas Anderes sehe, als einen 
kleinen Feuerklumpen, der in der Luft schwebt — ©.190 Ich 
will mich prellen lassen, wenn ich meiner leiblichen Mutter auf 
ihr bloßes Wort glaubte, daß ich meines Taters Sohn sey. — $£uj 
bem £on Ümdjote fefbft roifl ict) einige ©teilen nad? ©ertud}£ Übet* 
fe^ung (1776) anführen. (Sr tjenuenbet pr$ Ihn fteiä für ba§ foan, tna.nto.ir, 
j. 33. I 2l ) "> „Ich nicht? versetzte Sancho, War's denn iigend nicht 
meines Vaters einziger Sohn, den sie prellten? — ©. 269 Noch 
einmal geprellt zu werden, davon sag ich nichts. Denn so ein 
Unglück kann man nicht gut verhindern . .. . — aber attdj ba, TOD 
ber jpanijffje Xeri etron eine Umfrirreibung bot, j. S. I 205 Da sie sahen, 
daß der Thorweg zu ihrem Vorhaben zu niedrig sey, beschlossen 
sie, ia den Hof zu gehen, wo sie nichts als den Himmel zur Decke 
hatten. Hier legten sie den guten Sancho mitten auf das Bettuck, 
hoben ihn in die Höhe und fingen au, ihn zu prellen wie einen 
Fastnachtshund (= commenzaron a levantarle eu alto y a holgare 
con eL, como con perro por carnestoSendas) . . . Aber deßhalb hörten 
jene nicht auf zu prellen (= de su. obra) und sich halb todt zu 
lachen — I 228 Und nun kannst du auch glauben, daß du zu 
Strafe, daß du mich nicht iu Zeiten daran erinnertest, bist geprel 
worden (= . . . a quello de la manta . . .). 

Sfuf biejem etroaS huitjrlirfien Sege r)at ftch. prellen in bct ©tfyrift* 
fpradje erbaften. tarntet überfe&t 1791 

Hast du hier Bravo gehört, dort Küßchen erschnappet, so schüttelt 
Jener den Ärmel und prellt dich zu den Sternen hinauf. 

(attarttaUS in einem Stu^uge V l 
ttnb ntftrfjt ba^u bfe, gelehrte Stnmetfuiig: Es war ein Zeichen des Mißfallens, 
wenn man seinen Ärmel oder den ganzen Mantel gegen jemand schüttelte; 
man wollte vielleicht damit sagen: Du verdienst geprellt zu werden. Denn 
es herrschte zu Rom unter den wilden Jünglingen der tolle Gebrauch mit 
ihren Mänteln Leute zu prellen ; eine Leichtfertigkeit, die Otho selbst in 
seiner Jugend mitgemach I haben soll, wie Suetonius im Leben desselben 
[cap: 2] erzählt. Wenn nehmlich ein Mensch, der sich nicht wehren konnte 
oder betrunken war, solchen wilden Betrunkenen begegnete, so breiteten 
sie ihren Mantel auf die Erde, warfen ihn hinauf und schnellten ihn in die 




treffen. 



105 






öhe. — Unb gou^ ßkftat hing* traft füljrt unä in feinen SP£>anta^ien im 
SSremer s Jtat§fetter (182 7) eine iolct/e SßreHung (o lebhaft bor, a(* fönnte fte 
Ijeut gefallen, — 9Jatüdid) fonnte aber nur bie JÜtteraturfbradje ouf btefe 
SBeife bn* SSSort benwljren, in ber gefbrocfyeneu ©nrarfie mu&te mit bem 
Scrfcrjnrin&eu ber ©aaV aud) bie Seäeidjmtng untergeben (bgl, oben ©. 104), 

6en SSebeutung für bie Spaltung be$ $Sortc3 mot es anbrerfeit«, 
bafe prdfen autf) in ber 3äacrüjrad)c ^ur ©eäeidmnng ber g(eidjen ©eiufti* 
gung mit gieren auf tarn. ' Fach*: prellen finbe id) juftttljeft in ßtamert 
3taltcmfd) * beutfr^em 2B6. 1676 (I 198*) als Überjefeuna. bon balzar 
volpi aufgeführt. •Megaiib fann ica nur lonftatteren , ba|s bie erfte 
^arfteHung ber ^ägerfpradje in EÜtiö 9Jfeirf)$uer3 fmnbbüdjlein (1541) 1 
fiu'hst pnlh-n ebeniütnenig berjetdjnet, rite etmo Janker 1682 ff.: 3>r 
binnen rjolije nnb ntebere Sagtgetjeintnüfe. 91ber ein ©a£ biefeä 2Bet!c3 
gibt und buch, roenigftenS ben ©er)(üffel jur ©rftärnng ber (Snifteljung 
ber iägcri)4)cn 3teben3art. Sanier erjagt II $ol. 40 b 18 mm fliegen, 
burrfj bie eine SReilje flietjenber £iere geteilt mttb, inbcm man bie erfreu 
über bas zugerichtete 9?efc fjimneglQufen läjjr, bann aber biefeä bltifctier) 
aufrichtet : Und können dann die andern nicht nach kommen | müssen 
also wieder umb wenden | oder zu rück prellen [ den darumb heißet 
es ein Prell netze. Ihfprüngitdj ein notrtmibigeä ^agbgerät, ernrirö fidj 
bai Prelltut: ol3 geeignet JU einer Sagbbeluftigitng, gefangene fjiicbfe 
(aber nucb, anbete Sicre) fofnngc bamit tu bie ,§Ötje $u fdjnetten, bi§ fte 
berenbettn. ^ie)e Seluftiguua. nannte man nnrtt bem Bering prdkn 
unb FuchspreUen wirb ein iägerifdjer terminus techutcus, ber beim 
aucti in ben $Bbb. bon ©tiefer (1691), ©teinbadj (1734), geifä (1741), 
ttbefung (1777), (ftinbleben 1783 @. 8t>) u. f. ro, nirtoj feljlt. 

$lu^füt)rlict) berichtet Renting 1719 im Xeutfcqen Säger II gol. 110 b 
Wo grosse Herrschafftliche Jagden sind, werden dieselben auch 
auf dem Lauff- Platz durch kleine schmale Netze geprellet, welches 

1 $n3 D3Bb. mill bie jäflcrifcfje 3t ebeiröa vt bev gcfamtcii SittmiiflungS* 
ßefd}id)te unfeteä ©otteS jjugrunbe legen: Vll 2100 einen Fuchs prellen (mit 
dem prellgarn, prelUuch in die hohe schnellen) ..... sonst auch saf einen 
Menschen, der einem Fuchse gleich geprellt und dadurch wofür bestraft 
wird, £od) fdjclnt mir öiefe ?(n<Hbmwg butdj nidjtä benrünbet. gut <3QCb,e ift 

tuitddjft ju bemerfett, bofe nur ein grellen bon SKenfdicn bei ben diflmerti 
efamtt tft (bat. <3rieblnn&eT, Sutenßefdiidjte ftromä 2. Stuft, 1 2'J unb bejf« 
SWoTtißl=?tuögnbf 1 1**7 ■, ebenfo tuitb in ben SHifteiienfpieLeTi ber Slottmlebfamm« 
lung <15. 3b) einmal eine üßvellung bon SKenfdjen borgefii^rt (nach Sfiflrc« 
©efd), Ö. nifll. ßlttetotur 2. Kufl. 1 133) unb aud] bte bcut|dieu öeridjtc bcö 
1€. unb 17, Jjb,' (f. o. unb DfSü. f, b. schützen) ^anbeln nur bom grellen buu 
?Renftf)e»t. ^piernprij richtet firij natiirlidj audi ber Söortflebraudi, ift [a bod) ein 
prellen Eon Zieren .^ufrübeft aud einer f5 0Tt fe^ung beä StinplictRimud )U belegen 
(ML b. litt, «er, XXXIII) l 56, 20 Kmn. Allein es (= das Gespenst) bliebe 
stehen, nni Verwunderung und ich läge allda auf meinem Baucli wie ein 
geprellter Freach . .. aber FrSttki prellen etflärt Stieler 1691 leutfdier ©prod)* 
fdttHJ als 'missitare ranas asser eulis in aerem' b olfo tfat tö ntlt bem jflge- 
rifdien Wraud) itldites ju tun. 

* Sböebrurtt bei fllugc, Unfcr 3>eutfch <3. 131 ff. (1907.) 

8* 




106 



£aa£ ©djuU, 



eine Königliche Lust ist — V $ol, 279 b Wann nun Wölfe bej 
solcher Gelegenheit mit ans Tage-Licht kommen, werden dieselben 
mit Cours-Hunden gehetzet, die Kehe und Hasen im Lauffei« 
schössen, und die Füchse geprellt, wobey denn die Herrschafft 
vielfältige Lust .... gehabt — V Jul. 292 b In Ermangelung solcher 
wilder Thiere werden lebendig eingefangene Füchse, durch hierzu 
absonderlich verfertigte Prell-Netze von Cavalliers oder Dames zur 
Lust in die Luft geprellt, so auch nebst den Tachs-Hetzen, und der- 
dergleichen mehr zur Hoff-Jagd gehören. Sbenfo Ijat gebiet 1736 im 
9. 99anb bei UtTiöerfaL=£er,tfon3 einen lancieren ?lrrife-l über ha* I'Wh^n'elhn 
(©. 2221 f.), einen ©nfc barauS reift id) bctrtorfjeben, ber bie Beurteilung 
ber Söetoftiguna, in biefec Seit Decanfctjaulidjt 8. 2222 Vor allen Dingen 
muli man den Schloß-Platz, der insgemein mit Steinen gepflastert, 
eine halbe Elle oder doch wenigstens ein Viertel hoch mit Sand 
bcführen und beschütten, und tiberharken, damit die Kurtzweiie 
desto länger dauern mögt* 3 , und die Voltigier-Sprünge derer Füchse 
und Haasen desto vigoureuser lebhaffter und offter gesehen werden: 
denn sonst würde die Lust bald zu Ende gehen, wenn die armen 
Thiergen im herunterfallen den Kopff auf die Steine schlügen, 
oder den Rückgrat und das Creutz oder die Läuffte zerbrachen. 
ftriintfe' Ötonomtjdje ©ncntlopcibie 1778 (XV 103) jdjmbtim mefent» 
(tdjen Qibkt au$ t aber er gibt einen hiterefjntiteti ftupfer (&ig. 8 
bei, ber ein FudhapttUm ücronfd>aLiLief)t, auf bem „bie armen XlHergeu" 
\o fyodj tüie bte §äujer fliegen. $m übrigen tjerroetft er auf £>obeU 
Säger*^rafh% bie frfyon 174 6 «jdjwnnt 1% mir aber nur in 4. %vl% 
1786 nor liegt. Sin ige cf>arQftcriftifc^e ©teilen habe irfj ausgemätjlt: 
II 231 Hierbei erinnere ich mich eines pkisirlieh anzusehenden 
FuchsprellenR, welches seine Hochfürstl. DurchL Ludcwig Rudolph, 
Herzog zu Braunschweig und Lüneburg in Biankeuburg Anno 1724 
hielten, als ich damals als Jägerbursche in dessen Diensten stund . . . 
— 234 Um aber auch in Besehreibung des . , . Prellens fort- 
zufahren; so traten die Cavaliere an ihre Prellen. Darauf wurden 
aus den Kasten etliche von den Füchsen uud Hasen in den Platz 
gelassen. Laufen dieselben nun über die Prellen, so stehen die 
Herren schon parat, rücken beide zugleich, daß sie zuweilen etliche 
Ellen hoch in die Luft fliegen. . . . ©. 235 Die Dachse uud Frisch- 
linge prellen sich wegen ihrer Schwere nicht so gut; die Katzen 
aber bleiben öfters an den Prellen hängen. — SBenn auefy bie ©Ute 
Fikhe ;« ptrlfm nümafjlirf), als bnrbarijrff, Qüfam, Ijat fid} bie Lebensart 
in ber Säßeripradje bis in untere 3«t erhalten, l erhalten and) in einigen 
StirirtjroürtcrM. 3Banber$ Spricfimörter^üertluti Der^eidjtict 1 1249 217 
Man muss den Fuchs erst fangen, eh* man ihn prellt — 224 Man 
soll den Fuchs prellen, ehe man ihm den Balg über die Ohren zieht 



Vorüber Stfyxtin, Wt. ber 3Steibm<umgfor. f. ö. 



greifen. 



107 



§ier müfjen mir norf) eine interefjante Entttritfhing »erfolgen, bie 
ba3 lajpn oben berwqrte SSertjältnie bü ^Jreflenä oon flRenidjen unb 
gieren näher befeuchtet. 2)o3 Sßrefien Don Ütfenfcfjen mar fefion im 
17. %% abgefommen, <$ud)&prcflen ober mürben im 18, $1). 3)(übefßd)e, 
ton benen geroiß jeber eine lebenbige Jtnfdjawuio, tjatte, bie aurf) bem 
19. 3b- burdj ättuftrntionen überliefert mürbe. SBot fid) nun bie Üttot* 
menbtgfeit, baS ^Breiten oon ÜJfrnfefjeu git ermähnen, fo roärjttc man gern 
bett $(us;bru(t Furfisfurf/fn, int'il ein blofjeS prellen (sc. oon HHenfdjen) 
ein SBcgvtff ot>uc 9lnjcr?auung geblieben märe : ©«meiner 1823 SRegeng* 
burfler ßbronif (»gl. oben©. 103 9lnm.) IV 447 und selbst der Admini- 
strator hatte ein paar Jahre vorher in einer Fastnacht ein der- 
gleichen FuchspreUen auf Öffentlicher Straße seinen Hofleuten 

artet und großen Gefallen daran, gehabt — ötafcr 1857 ©ueton, 
ftaijerbzograbfjieit, Cif>o 2 (®. 460 ber 3. Stuft/} Man sagte ihm nach, 
daß er sich meist nachts (mit seinen Gesellen) auf den Straßen 
ninhertrieb und jeden schwachen oder angetrunkenen Menschen, 
der ihm in den Wurf kam, packte uud mit ihm ein Fuchsprellen 
mittels eiues ausgebreiteten Mantels veranstaltete. — Stitc füldje 
Äuäbrucfätpeiie mufjtc aber ben fiejer öeranlaffen, bo§ FitchsprdUn für 
öa£ ältere ju polten, mit bem man biejelbe SBriufttgung mit ■Dtcnjdjen 
Oftglid», unb fo entftonb bie Änfidjt, ba* UmwdmpnUm l)abe feine 
Beseidinung Don jenem ermatten. £ieje 9(nfid)t nertritt auch, ber betr. 
Hrtifel bt% SJSEBS., 1 ber nlfo ber ^bjdjlitfj in ber §craiBbUbuug eines 
tfcfjErrt ift ber faft mit Sfto im en bigfeit in ber i£ntmieflung ber (Sitte 
begrünbet mar. 

8m Einfang be* IS. 3o^rf)unbert« brang bie SiebenSart fiirhue 

toi in bie © t«beutmfuroifte. * SBeranlafrt mürbe ber Übergang mo|t 
ftajer baburdt), bafj fuchs ein ber ©tubentenftradje geläufiger ^erminnl 
mar, unb bnS mätyrenb be3 s 3knnüliäntuä übliche §mifcln ber §üajfe, 
ba* man — ^uerft roorjl f cberjrmft — 3'ü^je prellen nannte, tonnte boi) and> 
rerfjt mobl mit ber jägexi|d^cn Seluftigung öergücben merbeu. — (Sine 



1 »g[. oben tS. 10T» $ütm. 

■ 3:toe beS aiiäbriitflid)eu $mnwije$ Stbeumßd 1777, öetjj bie Se&cittung 
'beUftgcn* ohne Zweifel von den Universitäten herstammet, wo die neuen 
Ankömmlinge Füchse heißen, von welchen die Fijjur allem Ansehn nach 
Btlehnt ist, weil beyde Arien des Prellen» einen unvermutheien Nachted 
gewahren unö QflntJWä 1800, bie &dKltung fot TOI dem wirklichen Prellen 
der Füchse auf die Behandlung der sogenannten Füchse auf den hohen 
Schulen warscheinlich übertragen — ift luebcr baS 3)33J&. norf) ©anberß biefer 
v narfi.qcLitmßcn, btcllefdjt med eine berartlge (nitiuitfhmg nidjt §u ber 8affc$t 
Der ©66. pa|te, fwe** fei erft burdt bie SHebenSart füehxe prelle» in fier 
©-tuberürnfpracbe Ijetmifd) geroorben (D%db.1V 1, i,339, jftcifclnb SanbcrS 1 506^). 
3d) bqduänFe midi Darauf, E)ier auf bie SUiäffllpuugm SHuge^ Tcitridie 
ctubaitfnfpr. ©, 51 unb *ef. -fiofntciftet, Streb, f. flulturgefd). IV 311 (HJb'S 
fuchs jutn crftcnmal in iHoftoi Belegt) ,ju bermetfen. — v KntüT[ict) hat ober Älugc 
r3tub, fpt. 107 >») biefe Sebeutinif} bei-aeidjuct, unb bemcntibrrd)eub bie richtige 
(futinttfl img im tri "bib, * angebeutet, bie tat folQcnbcit tUuftriert merben mivb. 



108 



$att£ ©djuU, 



etfte au£fitb,r liiere (Erf lärmig ber ÜicbenSart gibt un§ ©atmaftuS 1749 
in fctnea „jponW^ifan" iit bcn (Scfuncr SlbViibftutiben II 72, 5 u d)fc 
prellen tfeiße die Füchse bei ihrer Ankunft ungebeten besuchen und 
sie brav anzapfen lassen oder sie in einen Gasthof und auf die 
Schenke führen und auf ihre Rechnung brav sehmausen, @o ift 
autf) unjcr frühster ftubentifdjer SScleg ju Dcrftcfjen: Sföufanber 1739 35er 
Stubent tu feinett 'tßrobeiafyren ©.11 Nicht wahr, Brüdergen, heut haben 
wir einen guten Tag gehabt; die Füchße mögen sehen, wie sie 
die Zeche bezahlen, So muß man die Füchße prellen. — fiiegu 
SWictjoeliä 1776 töatjmutemetit über b. nruteft. Uni». IV 418 Der 
Pennalismus ist, Gottlob! lange auf Universitäten abgeschafft, die 
Reliquie davon, das so genannte Prellen der Füchse, d. i. die 
neu ankommenden zu insultiren, sie zu hänseln, in Schrecken zu 
seteen, kann vom academi sehen Magistrat, wenn er nur will, leicht 

gehindert werden, da die Gesetze scharf genug zu seyn pflegen 

ÄinMcuen 1781 Stubenten =£egifon (f. ». fuchs). Ehedem wurden 

solche junge Leute von den filteren Burschen entsetzlich geschoren, um 
ihre mitgebrachten Mutterpfermige geprellt und ühervorlheilt. Die Ein- 
weihung der neuen Studenten und alle damit verbundenen Alfanzereyen 
nannte man den Pennaliaaius und die Handlung selbst, wenn sie von ihren 
Mitbrüdern nach akademischem Gebrauch be willkommt und in die Zahl der 
MuseDsöbne aufgenommen wurden, das Deponiren. Noch jetzt werden auf 
der Universität Jena die Instrumente aufbewahrt, welche hey dem Hanseln 
oder Hudeln der neuen Studenten gebraucht wurden. Ebendaselbst eine 
halbe Meile von der Stadt, findet man auch noch einen sogenannten Fuchs - 
türm, bey weichem die ankommenden Füchse geprellt, das ist, von den 
älteren Studenten unter vielen Neckereien angehalten wurden, ihre Milbriider 
zu regaltren, tüchtig aufwichsen zu lassen, und alsdann die Zeche zu 
bezahlen. SRit biclrr SßiUje ijabe man foerfttdit, &ie Stubenten üon öiefer Sitte 
abzubringen: Ein gewisser Landgraf von Hessen-Kassel, dem die Universität 
Marburg gehörte, trat selbst auf den Katheder und hielt eine Rode, worinn 
er die Studenten zur Abstellung des so anstößigen Fennalismus und des 
Fuchspretlens ermahn le. Aber das wollte alles nichts helfen. Die alten 
Studenten unterbrachen den fürstlichen Redner und schrieen einmütig: 
Wir und unsere Väter sind geprellt worden, und unsere Nachkommen sollen 
auch geprellt werden, — gmltdj foridjt fdjon bte „äeirfmung ber Uni* 
uerfitat 3«m" 179S im 4. Söricf nur mefjr, »um „ehemaligen (Smöfanfl 
eines ange^enben SJ£«Jen^otjiteä J ' unb jrfulbert ba&ei alle ©ebräur^e bei 
Frtrhsi'preffnts, Allein otjne biefeti ^tusbruif p umnennen. SDod) mtber» 
(»ridjt bem ©. 67 Einige Studenten hegen den Grundsatz: „als 
Fuchs bin ich geprellt worden, folglich ist das Recht der Wieder- 
vergeltung erlaubt-', und mit dieser Maxime klopfen Sie so lange 
an Ihren Geldbeutel bis herein! gerufen wird. — Ober Ijat /■'</ 
prellen Ijier nidjt metir. bie ted)iii|dje SBebeittung? Sine rotrflid) pojjtbe 
SRadjridjt »on ber fflefeitigung be3 33raud)c3 erhalten mir «ft 1840. 
Ä'D&be 1840 (Erinnerungen I S7 Da ein jeder Eintretende den Bier- 
namen und den Bieradel erhielt, so wurde dadurch das Fuchs- 
prelleu beseitigt, weil oft ein Fuchs (Studenten im ersten Semester) 
einen höheren Grad als der alte Bursch bekleidete. — Slber fdjoit 






PnOem 



109 



lange oorljer f^atte prellen neben tiefer jpc^ietlen SSebeutung eine ungemeinere 
enttüidett. 35ie alten *öurjd)en tieften fid) ja bon ben 2fö^i<m nid)t nur 
die Zeche bezahlen, jonbent au$ grabep ©elb fehlen, bo3 natürlich 
nie jurürlgejaljd roitrbe. 1 Slafjer tormic pr«üän bie Sebciitung 'jem. um 
(ihm redjrmä&ig p[tefjcribe£) @Mb, fterberungen betrügen* betontmen, 
Srrren eS auct) jefct noc^ äunärfjft bie 5ü4)i e r bie geprellt mürben, fo 
tonnte ba% Sort itt biefer allgemeinen Söebetttung bo^aiidj anbere Dbjefte 
betommen unb gewann an SemeaHdjfeit. Se&t entfielt bie Lebensart 
dm Philister pfeifen, ^acriarid 1744 SRciiomiiujt I 215 

rieh sollt', ich mußte fürt, Gleich ward mein Pferd bestellt. 
Und die Philister sind von mir verflucht geprellt. 
S)eutfd)e KotianakQftfexafa» 44, 269, 
9tfidmeli« 1776 ffiaifonnement übet b. proiefr. Unio, IT 584 Die 
Denkungsart der fttudherjden hat sich auch sehr geändert, und 
hr honetter geworden. Sonst zogen, wie man es nennet, viele 
aus, ohne jemals bezahlen zu wollen, fast hielt man es für eine 
Ehre, den Philister geprellt, verdammt geprellt zu haben, — Äortum 
1784 ^obfiübel Aap. 13: 

Jene drei verhaßten Geschwister 
Häscher, Pedellen und Philister, 
Hat Hieronimus als ein Held 
Oeftermalen jämmerlich geprellt. 

£>enr[d> RotfimakSitteEafeK 140,44, 

3ena 1791 (Seil, ©tammfiütyr @. 289): 

Die Philister geprellt, 
Die Mädchen geschnellt 
ist das beste Lösegeld. 

Prtn 



seyn 



ßauffmrb 1798 ©tf/Uba 1 174 Eben so wenig soll es Schande 
Philister zu prellen und Professores zu schwänzen. — 



£t). fiörocr 1810/11 SBerfe (Stern) 

»Die Tasch' ist leer, der ßursch braucht Geld 
Und der Philister wird geprellt. 
2>eut|d> mtionahSitteratur 152, 322. 
3a, man fpriajt auch, üon Professor prellen, fiauffjarb 1798 
©cfjitba I 147 wie er den Prorektor recht nach Noten geprellt 
tund seinen Hausphilister mir nichts dir nichts maulschellirt habe — 
232 Aber proflt die Mahlzeit: sie (b. i. ^teftor ttnb ©enat) sind 
mit ihren Gedanken geprellt. — ßauf^arb 1804 Sulerfapper ©.113 
Wer ist ein rechter BurschV 
Der, so am Tage schmauset ..... 
Der die Philister svluvänzl, die Professores prellt, — 

' i, SB. SBolf 1793 $r)ltlpp Eulbcr ©. %f> Sieh nur! (er langt die noch 
runden Fünf Thaler in neuen blanken halben Gulden hervor) so muß man 
die Vögelchen (mit §$e£itg auf btc fturfffc) rupfen — die waren garstig geprell t r 
werden an Schuberten denken ... — 




110 



jcmö @$u[j, 



$5ann übcrfjait^t mit beliebigem Objcrt: 3^«*™ 1744 SRenom 

mift I 195 Dü kisL ein Teufelskerl! So manchen armen Tropf 
Prellt und beziehet schon dein kanaljüser Kopf. 

SMföe ffiotiomtkeitteraiirr 44, 268. 

Sauf&arb 17 98 @d>ilba I 128 und die Freude den Kanzler 
um das Souper geprellt zu haben, vermehrte ihren Jubel — 273 
denn da einer für den andern borgte, so borgte der Wirt flott 
zu, und wurde niemals geprellt. — $tttbjng 1SÜ8 ©tubentenftreidje 197 
Der geprellte Kuppel-Papa lÜbet[d)rift]. — Marianus 1832 Sbmifrffe 
©jenen ©. 223 

Drauf hieß es: Fort zum Carzer gleich! 

Doch denk' ich den Gesellen 

Für jenen falschen Judasstreich 

Nach Herzenslust zu prellen. 

@d tuitrbe prpfktt her ftubentifdje terra inus für 'betrügen' im aFX 
gemeinen. $ann fctnu aber iiatürtidj mirfj uon bent Söwrfdjen gefagt 
werben, bnfe er gaprüt rotrb $. $. 3KidjaeIi8 1776 9?aifonmment IV 568 
Einige Hauswirt)] c sind von der Art, daß bey ihnen zu logiren 
eine fürchterliche Depense ist, nicht wegen tles Preises der Miethe . . . 
sondern wegen der fürchterlichen Accise, die sie auf das legen, 
was der Student kauft. Sie prellen, das ist das Kunstwort der 
Universitäten. Ich weiß Beispiele, da dis so weit ging, daß der 
Einmiotln-nde nach einigen Wochen auszog, und weil er das 
Prellen nicht juristisch beweisen konnte, die rolle Mietbe bezahlte. — 
fiortum 17S4 Sobftabe I Cap. 11,728. 

Ich hab auch hohe Schulen v »nnals gesehen 
Weiß wo!, vvie'rf <la pflegt zu ergehen, 
Mancher junge Bursche wird da uma Geld 
Durch daa verwünschte Spielen geprellt. 

Deutftbe 9ftattonar>Gttt«crtur 140, 38. 

17sö ffifltl (Butmann in $nllc '5. Iö3 Mein Philister pumpt 
nicht lange; und die fratzichten Auf Wärterinnen prellen wie Luder 
(in ber „(Jrflanmo/' Mein AVirtb bürgt nicht lange; und die Auf- 
wärterinnen betrügen ganz erstaunlich). 1 — $8nl>rbt 1790 Siebend 
gefu^idjte 1 378 Der Student ward hizzig, warf ihr Prellereien vor, 
zog den Degen und hob an sie zu fuchteln. ...Er wirft den Degen 
weg . . . sagt ihr: „Da Bestie, das ist dar ehrliche Mensch, den 
du hast prellen wollen, du hasts mit mir zu thun. — ©reiner 1791 
^aB Üeben eine» Sübertidjen II 218 Und was das Geld betrift: laß 
Du sie nur zappeln; was steht die Wette, sie greift mit beyden 
Händen darnach? Sie wollte vermutlich einen Hauptkoup machen, 
weil sie ihren Mann kannte, uud den jungen Herrn recht tüchtig 
prellen — 1793 frftfl (fteil, 8inminbiid>er 6. 291): 



ff* 



1 Modj 3. Mlecnwnn, 3fb9S. 1 86©, 8. 



Nur ein Amt mit guten Sport ein 
Und ein Weibchen gut und mild 
Kann die schmale Burschenzeit 
Uns einmal vergelten, — 
Denn wofür ließ man sich sonst 
Prellen und citiren, — 

©ornfteiit 1797 ©iinjon bcr ©totfe 135 Aha, meine Herren, 
schrie er ihnen entgegen, liegen sie auch an meiner Krankheit 
darnieder? Sind sie auch geprellt? — 1798 Qena (Seil, ©tamm= 

Ibüdjer ©- 294): 
Was ist der Burach ? Ein Erdenklos, 
Reich kam er aus der Mutter Schoos, 
Arm gehl er aus der J en'schen Welt 
Das macht er wird zu sehr geprellt, 
ßaurtjarb 1799 ©djtfca II 188 und daß jeder Student ein 
Bürgerraädchen zur Liebsten hat, die er entweder verwöhnt, ver- 
narrt, für die Häuslichkeit verderbt oder anführt, oder die gegen- 
seitig ihn prellt — das alles ist einem wahren Musensohne 
unanständig. — ffietf. 1804 ©uletfappcr S. 140 und drittens muß 
ich nicht geprellt werden, denn ich bezahle honett. Simon .... 
»her was die dritte (gorberungj belangt, so weiß ich nicht, ob jedes 
Logis Ihrer Erwartung entsprechen möchte. Euler. So? Versteht 
man das Prellen denn in Schiida auch so gut wie in Gießen? — 
Soff? 1842 9iatiirgejd>iaite b. btjd). Stub. ©. 102 Sein erster Gang 
ist, sich eine i^feife zu kaufen, so schön und burschikos, wie er 
dieselbe nur immer finden kann. Zwar prellt ihn der ... Drechsler, 
der seinen Manu könnt, unverschämt .... — 

$ie Stube ntenjnra die tjatte prellen ätierft mit ber eigtl. jägerifdjen 
i&ebeutung, rccfjl mit rmfrigem ^oppelpnn 1 übernommen. £)te (£nttuid*liinQ 
$ur allgemeinen Söebeutung ging bann frfwcfl Dor fidj, jdjon um 1750 
rft prellen = betrügen, aber freilief) mirb eä noch, lange of§ ftubentifcfar 

■ terminus gefügt unb begeirfjnrt (fo fi'inblebni 1781, i>g(. oben 3J?id)aeii£ 
IV 568). ßiemlid) früfj eefc^tint prellen mit einer übertragenen ©ebeutung 
aber audi in ber. ©emehtipradje. ©s ift njoljl fein Bufall, baß ßuetj r>tet 
ber friiljefte SMeg nueberum bie SRebenlart ( Schul- ) Fuchs pi 
enthält: {lageborn 1742 (47) Eer Sauf ber SBctt, Oben I ö 

Ein Schul fuchs hofft mit dürren Gründen 
den Beifall aller Welt zu linden: 
Allein er wird geprellt, — 

Teurfdje ^otionci i'ittemniT 45, 109. 

|)ier mu§ prellen bereite neben ber jägerijaVit SBebeutung,, an bie 
man niefletdjt butd) ben gmeiten Söejrnnbtett ünn schulfvchs erinnert rotrb, 



* (Sttna tnic % 3)toer, £m&1fd)e ©tnbetitcnfpiarfje (18941 unfer SEBert 
anführt (©. 5S) Die Konsequenz aus der Fuchsnatur wurde auch in den 
Ausdrücken gezogen: die Neulinge wurden geprellt. — 



112 



)rnt$ Sdjufj, 



and) eine übertragene *m (einen ßrnmrtmigeu tauften, „betrügen" 1 ' 
fjabeti. Unb mie ift biefe übertragene SBcbeutuntj entfiattben? Sie gef)t 
rootjl auf baä jägerif<r)c f&ehm prellen jurür!: auet) ber $ud)$ rjofft, 
roenn er in bie 4*uft gefebjeubert mirb, feinen Reinigern ^u entgegen, aber 
er juitfa tüieber aufgefangen unb ja in jeinen Hoffnungen getäufdjt (fo 
ba§ 55300. VTI 2101). Stof} bie Sprache nnrflid) biefeu Seg gefcn 
tonnte, bafttr fptidjt befonbEvU bie äljniidje ©ntimtftung ber bebeutungS* 
oermnnbten 2Börter schützen unb tchneiten. schnellen bedeutet urfprüuglic^ 
baäfetbe u>ie prellen (fuchst! schnellen, einen schnellen r>gl. $)Si$b. IX 
1296) t)at aber früh, bie übertragene SÖebeutung 'überoortcilcn, betrügen' 
erhalten, inorjl fidjer auf bem angebeuteieu SQSege. 3 Sfljitfidj Ijat fidj 
schützen entroicfelt, ba* um oben a(ä obb. §nnontjmon öon prellen 
rennen lernten- 9(ber man fafrte l)ier bie löelufiigitng rjanntofer, mefjt 
aU Rederei auf ("'iDSEBb. IX 212S) unb fo entftanb nur eine abgcfdnoäcfyte 
Sebentung Werfen, einen jura heften rjaben ic* (©d^meller II s 495), 
eine ÜIKÜberung, bie mir etroa and) bei foppm (urfprl. 'betrügen 1 , jefct 
'aufhieben, neden*) beobachten tonnen. 

^ebenfalls fottufe bie ©emeinjprcdie bie 5kbeutung 'betrügen' für 
prdhn and) ohne §tffe ber ©tubenienipratfic cntmieteln. %k% ift bebeutfam, 
ba eine birefte Übernahme be£ ffiorteä au* ber (Stubentenfpradie angu* 
nehmen, rooljl niettt erlaubt ift. 3>euu bie erften gemein jpradiüdjcn Belege 
bermenben ba% Sfijort bereits ganj getaufig h 50. Seffing IT 49 tyretgeift 
(iSücrre cb. Saduuann^attaarm 1 461) komm Sie wirklich 1 Ich 
will Sie zu Weine führen. Ich will Sie mit der Kanne Wein 
traktiren, um die mich der Schurke prellen wollte ober 1753 
„Stuf ..." (SBetft I 39): 

Dem Juden, der im Lügen, 

Im Schachern und Betrügen 

Mehr nla ein Jude war 

Dem Helden in der Kunst zu brellen" 

Kams ein ..... 

unb entfalten boef) feiner! ei ^In^eidjen ftubeittifijer £er fünft, man müjjte 
benn in beut Slusbnicf m <ter Kunst ;« prellen eine Sfafpielung auf 
einen beftimmten Öraudj feljen motten 4 — . 

1 Zo »inbetlmfl 1795 Über bte Sftetitlg&it ber brfrfl. ®pr. ©. 417, 

1 Selbe Wörter üergleidtf auäy Uljl fou $. 3797 bon 2KurncrS ©ftudwatt) 
ber als SRittelftufe bte Sc&cutung „förperlid) berieten* aitfc1}t, bte fid) bann mefter, 
ju „bcripotten, foppen" eunulcfelr bot. — 

a (Metall homerft Seinberlmg, SRcinigfett ufro. (1795) @, 417 Leasing schreibl 
brellen . . . weil ers vermutlich von dem Französischen bricoller herleitete — 
unb er leimt öie|> (Stumologie ob. ®oci) liegt fjitr uioljl nur eine übertriebene 
©ttjteibrit&tigfeit Cefftaoä uur, btr feine mftteibtfdj. p für b önfl^lttf) In ber 
2d)rift bermieb, &icv tum audi etnutot, raop (tttettt bnS rltfitfße war. — 

* 3)od) baitn läge ivü^l bie 9tuffaffung nä^cr, prellen für bie Üblidjt 
ScjeidimmG bev 33tttiigcTeicn ber Quücn ati.^ufe^cn : bie)"c SBermenbung ift 
menigftene aueb röeitEtbm flu belesen, grnu iHatb ©oeib^e 21. IIL 1788 an Unjel* 
manu ($(«Sg. ber Sriefc bon Äöfter 1 166) Mein Gott! Es ist ja ihrer Ehre 






fallen. 



m 












Sann atfo — mcitißftenä anä unfernt Utateriat — eine birefte 
©ntleljnung nu3 bet ©tubentenfprndu: nictst eriuiejen roerben, jo ß(aube 
idi im ©egenteit für bie (Snirpirfluna imfered 2öotte& pei burcftauS 
getrennte 3hi3gang3pnnfte ^u etfennen. $ie ©tubentenjptadie fottnte auf 
bem oben bQrßdegten 2Bcge juncuhjt nut feie Söebeutung *utn ÖMb betrügen* 
enttmddn, roobei e3 fid) ntdjt um eine liftige Hintergehung be£ CSJtäuBiijerg, 
fonbern nur um eine plumpe SaljlungaDTriüetgenmg be3 Stubentett rjanbett, 
ber eben einfach „per ©^iDanj" abfuhr. 1 #ür bic ©emehvforacie aber 
ift bie iöebcutunß 'ü&erliften' pgrunbe tu legen, unb bte [ifiigen 
öerriigereien bet Suben, bann überrjQnpt jebeä Übertiften, Übcwor teilen 
bei einem Äaufe ufro. roerben prellen genannt Ärcbttbetrufl auf bet 
einen, $aufbetrug auf ber anberti (Seite bifbeit ben $üt3gangÄpnnft. 3)ie 
fernere, tjcruilgeineincrnbe ©ntroictlung führte a&er jum 3 u f a minetif aEC 
ber urfprüngtiet) getrennten öebeutungen, otine bafj jebod) bamit bie 
(Erinnerung an bieje böflig fdjitianb. prdkn rjni fortan mehrere ©diaftie* 
rangen Bereinigt (überliften, betrügen, anführen), öon benen aucr) foätet 
nod) mitunter bte eine fetjärfer rjerüortrtti, aU anbete — unb \d tonnte 
e§ ein rnilbereS 8t)nontimon ton betrügen werben (Ht beding f. o.). 
6icfjer(trf| aber tjat biefe 23ebeutimg§mannigfaftigfeit biet ba^u beigetragen, 
bafe prellen gro|e SSer&rotnng geroantt unb t)eute fejit in bet SBolföforadje 
rourjelt. 

®ie Stnnäfjerung ber beiben ©ebeutungen cineS SBortei auf jmet 
(Mieten, bie ftets eine enge gityluug beroQtjrtcn, mußte eine parle 
gegenfetrige Söeetnftufiutiß erzeugen, $ür bie ©cmeiiifprartie mar ber Sin* 
fdt& junäcfjft nachteilig, pre/fm mürbe als „öon UntDerfitäten ftammcnb" 
empfunben unb baburrn. rjetabcjebrürfi. 5E5ocrj roirlte (jier bie ©emeinfpradie 
im Saufe bet 3 C ^ mitbernb unb ab j^TOäcfjeub ; pmm fiorte aflmäljliiti 
auf, ein ftubcutijdier Stosbrtuf ju fein — bie ©e(ege, bie mit oben au£ 
ftubentifcfyen Duellen nach, 1S0O beigebracht fyaben, fallen j. %. frftoii 
unter bie bet ©emeinjptnrfje. — ©ieje ©nimieflung ift nun an belegen ju 
öerfotgen. 



mehr dran gelegen — als ein ehrlicher Mann wegzugehn — als ein paar 
goldne Röcke mehr zu haben — nur lassen Sie Sich die Juden nicht prellen, 
nnd ziehen bei allem was Sie vornehmen Ihren großmüthigen Freund 
zu rathe, — ®ntyi« 1791 £)ciS Selten ctmS Cübcrlirfjen II 188 kurz das Ding 
war nach und nach so Mode geworden, daß über jedem Konto, in welchem 
der Verfertiger seine Kunden recht jüdisch geprellt hatte, ein Laus Deo! 
paradirte — 250 Blond. Kerl raisonnir* nicht! Du hast mich geprellt, daß mir 
die Augen übergehen! — Marx (Der QubeJ. Wo's hob ich Sie? geprellt 
hob ich Sie? Gott soll behüten, Herr Baron, wie können Sie dos sogen! 

— Ooufbatb 1798 <5&llba l 295 Er lieas in seinem Stück Duelle vorfallen . . . 
Pedelle an der Tür pochen, Juden prellen, lustige Brüder kommersiren . ,. 

— Sonflbetit 1838 ©eötdite II 102 Auch wucherte das Weib sich reich | und 
prellte wie ein Jude. — 

1 CauCfJQrb 1802 CeGen ufm. V 111 zu prellen, oder per Schwanz, wie 
man sagt, von der Universität abzufahren (nnd) Qabettboif, äfbSS. IV 313), — 
3>er SCu^briicf „ Screbit&etniQ" ift alfo nid)t tm heutigen tcrfjntfdjen Sinne 311 uerftrijen. 



114 



£aii$ ©<$uU, 



Sil* SBufflär^laSbTuet trfaeint prellen bei ©ürger 1773 (76) faer 
SRan&gruf (4>tmpel ©■ 82); 

Wohl Manchem wässerte der Mund, 
Doch Mancher ward geprellt. 

1777 (82) %xaü ©dmipS (^empel @. 126): 

Du bist mir wohl der rechte Held, 
l]nd bist wohl hier für's Prellen? 
Hast Bruder und Papa geprellt 
Mit Deinen Ziegenfellen. — 

©benjo &« ®wt^e 1774 ßfamgo (2Beirn.^(ii3g. XI 80) Nein, guter 
Freund, nimm mir's nicht übel, ich hab' wohl in Komödien gesehen, 
daß man einen Landstreicher so geprellt hat, ®iejer £on öerfefct 
CEtaüigo, tr antwortet : „Du beleidigst mich. Ich bitte, spare deinen 
Humor auf meine Hochzeit. — Unb SCbrfung bemnft nßdt 1777 
auibrüctlicrj, bajj prellen in ber übertragenen ffefecttitntg „nur tm gemeinen 
£e&en übttd^" fei. ^ebenfalls mag prell pn uodj eine ßeittang ein geroagter 
Hitöbrurf gemefen [ein. ftbfidjttiti} gcbrattdjt ©djiH« biirfcfjtfu^rüqne 
Sfoäbrürfe 1782 in jetner 9tf«nfion ber fönuber (©obere H 365) Sie 
(Anialie) kann sehr artig über ihren Ritter weinen, um don man 
sie geprellt hat, sie kann auch den Betrüger aus vollem Halse 
heruntermachen, der ihn weggebissen hat, — $)erf. 1783 ^tefto 
(®&befe m 100) Der Mohr: Was stiftet größeres Unheil? Wenn 
ich diesen Fiesco prelle? Wenn ich jenen Doria an das Messe* 
liefre — (III 6U) wen der Wolf nicht zerriß, den prellte der 
Fuchs, 1 Wer diesem entrann, den tölpelte der Esel nieder. — 
SluSbriJcfe beä „gemeinen SÄenS" 1 gebraucht ber $väftbent (1784 fiabale 
unb Siebe, (Möbele III 37ö), menn er $b feinem ,fte!fer$rjetfer jpridjh 
Nur, mein lieber Wurm, muß er mich nicht mit prellen wollen. — 
Nur versteht Er mich, muß er den Pfiff nicht bis zum Einbruch 
in meine Grundsiize treiben. — %. ß. ©ctjrbber 1786 3)a& ^ßorträt 



1 @rft alä bvt Srinttetung an bte jägevifcfie .^erfuuft ertofdjen mar unb 
prellen bÜUffl öt€ SBebcutung 'übertMpelit*' ober ahnt erhalten hatte, lonnte man 
pom ftutfjä — biffep ^reUung ber ?(uSAaiiß$pimft mar — fagen, bafe er 
prellt, — ©benfomcnifl heftcht eine (Schmexum an beu iägerifdien SBraud) in 
fcen ©pddimörtetn (UBanber I 1246) Durch Füchse wird d«r Fuchs geprellt. — 
Ein alter Fuchs läsat sich nicht prellen unb im 189. Härchen ber ftinbet* 
imb $QuSmäTd)cii ber ©fc ©Timm (£896. IV I, i,334) als der teufel kam, fand 
er nichts als stoppeln und fuhr wütend in eine Felsenschlucht hinab, »SO 
musz man die fuchse pivllen ". sprach das bauerletn, gieng hin und holte 
den schätz — benn fiter ftebt &ud}3 m ber übertt. S&ebeutwig "fdilauer Sferr 
unb prellen ftemt 'iiherliften*. 

1 8um SJevnteim feta tm eine ©teile au3 ©reiner 1791 Sehen eine! 
CÜberlidien 11 137 und bitte ich mich nicht auf die Art geholfen, daß ich 
das nächste halb« Jahr einer vorgegebnen Krankheit halber den Beichtvater 
um eine Beichte geprallt hätte: so hätte ich mich gar nicht darüber 
zufrieden gegeben. Durch diesen Pfiff aber kam es, wenn ich das Trink- 
geld für den Kirchvater rechne, so ziemlich auf eins heraus. — 



Svenen. 



115 



bet Butter I 3 (3)1(4 SRaL-fiitt- 139,1 ©.111) Sie versichert, daß 
sie noch wie ehemals geneigt sei, mir ihre Tochter zu geben — 
aber ohne die mindeste Aussteuer; sie habe große Absichten mit 
in Sohne; ihm habe sie ihr ganzes Vermögen zugedacht. — 
Rekau. Man muß sie prellen, -m $n bcn bi#fjer angeführten SBeleßeit 
Ijat preUen nur erft bie iöcbeutitng 'übetliften, übertölpeln, anführen' 
(wg(. oben ®. 113), bie (ftubennjdjc) ©ebeutung 'um ©etb betrügen' 
tonn id) juerft au3 9OTq[üi4' ©moflebttberfe&ung befegen, bie ahn gern 
burfdjitoje Ausbruch gebraust: 1785 Ißeregrine Riefte Ü 41 ö Er beehrte 
sie mit den Namen einer Buhlschwester, Erzbetrügerin und Land* 
sfreicherin; sagte, sie hätte durch Hülfe eines kupplerischen Priesters 
ihn um sein Geld geprellt — IV 121 Und nun schiebt sie ihr 
Unglück auf die Vorsicht. Prellt mich um dreihundert Pfund, 
das Rindvieh, die ich größtenteils Kaufleuten schuldig bin. — 
Unb nun jefct fidi biefe ©ebeutunfl uiet)T unb mebr in ber ©emnrtf protze 
fefi. ©oetfje 1790 Henebig (SBeim. Äiög, l 8«8>: 

Das ist Italien das ich verließ. Noch stäuben die Wege 
Noch ist der Fremde geprellt, stell' er sich wie er auch will. 

©Ziffer 1708 SöoÜenpein« Säger (GSöbefe XII 18): 

Trompeter, Seht nur, wie der den Kroaten prellt! 
Halbpart Schütze, so will ich schweigen. 

?tümät)ücb, Derlor prellen bann \tben jcfulnnuen (butjtf/ifofen) 33ei* 
gejdjmarf, benn roenn aua> ?1 beimißt SBSörterbudi auef) in ber 2. Aufl. 
(1798) bie ^loü^ t bofj prellm „nur im gemeinen Üeben" iiblid) fei, 
fortführt, fo jd)reibt borf> jetjou 1804 ber $a$og töurl Stuguft (an ben 
@ef). s $ai $oigr) Ich will ihm (Schillern) 400 rth. von Job. au 
zulegen und bei schicklicher Gelegenheit noch 200 rth., indessen 
wollen wir die Sache ein bischen stille gehen lassen, damit Schiller 
vielleicht die Berliner um eine tüchtige Pension prellen könne, die sie 
ihm vielleicht aecordiren. 1 

ßitt mögen noch, einige 33clege auä bem 19. $ah,rlj. ^(cife, ftttben, 
c»b,ue baß biefe roefentUd) neues lehrten, ober fie geigen bie SBerbteitung 
be3 Bortet. Rummel 1791— 1805 Reifen VI 145 dafür ist er aber 
auch genugsam durch den Aufwand der teuren Chokolade bestraft, 
um die er nun sich aufs kläglichste geprellt sieht. — Äo^ebue 1BÖ4 
1(kgcitftreid)e LI 5 Du siehst also, ich kann nicht fort, denn ich 
muß lieben, mäch lieben lassen, den Onkel prellen, die Tante foppen, 
meine Nebenbuhler für Narren halten . . . — $)er|. 1815 Sfatjbod* II IX 
Nun, Herr Bruder? jetzt sind wir beide geprellt? — Ich nicht. 
Meine Absiehtea sind redlich. — g. $fj. % ^joffmann 1819 ff, 
©ercmtonSbrilber, ©tgnor JJformica (eb, (Srijebad), §effe IX 41) Ich 
kümmerte mich weder um den Preis noch um den Besitzer. Erst 



* St&gebr. in ba SRrffom-SUiäga&e 5e* ^tueT*©oeir)ci'd)eri SBriefnttdjjeuS 
«b. III <5. 349. ttnm 



116 



$anö Srf;ul3, 



gestern Abend erfuhr ich ganz zufällig, daß es der ehrliche Signor 
Capuzzi sei, der mich mit meinem alten, gebrechlichen Spinett zu 
prellen beschlossen,— Steckt* (1826) 1837 SJMamen btä^arirt H 223 
Ich sah wie sie mißhandelten | mit Hohn die armen fremden 
Leute wie keiner einen Bettler sich | zu prellen noch zu 

schnellen scheute. — Jpauft 1S2S $ie festen 9ftttet üdii SRarientwcg 
(ßotta 11 94) Gebe ich eine Sammlung gelehrter Reisen mit Kupfern 
heraus, die mich schönes Geld kosteten, so hat zwar meine Firma 
[Im Ruhm, das Buch verlegt zu haben. Aber wer kauft's und 
wer nimmt's, wer liest das Ding? Sechs Bibliotheken und ein 
paar Bücbersnmmler, das ist alles und wer geprellt ist, bin ich. — 
SKöItfe 2& III- 1828 an feine ©mwejfei «8cf. 64t. IV 16) Du 
schreibst mir nichts von meiner Novelle „Die Freunde". 0, was 
ist während meiner Krankheit dieser unsterblichen Feder entflossen 
und der Verleger hat mich ums Honorar geprellt. — €Sefyr Ijiiufifl 
gebrnudjt SBörne unier SBort g. 93. 1810 gut bie Subett (SBerfe eb. ttkar, 
$efie I 1317) Aber wir wollen hinabsteigen... tief hinab zu der 
sumpfigen Gegend, wo all das häßliche Schlangengezücht wohnt 
das bösen Dunst verbreitet, so vielen unschuldigen Geschlechtern 
das Daseyn verpestet und sie um den Preis des Lebens prellt. — 
1822 fititit oon @. 3oiifj, Moral appliquöe (III 55) Wenn aber jene 
Herren sich verlocken ließen, das Buch wirklich zu lesen, wie 
wären sie geprellt. — 1830—1833 ©riefe au% ^ariä (V 11) ver- 
klagt das Erdbeben, verklagt das Fieber, verklagt die spitzbübische 
Nacht, die euch um den hellen Tag geprellt — (V 17) Und 
welcher Tod! Der Tod eines Bettlers. Denn man wird hier auf 
eine so unerhörte Art geprellt, daß ein achttägiger Aufenthalt 
meine Kasse erschöpfen.-, würde. — (VI 11) er (sc. Äöiiig £ouiä 
SßfyiltpO) hat eine Frau, die Ihm die Wirtschaft führt, und ich niuJ] 
alles selbst besorgen und werde geprellt. — (VI 157) hat das 
nicht in seiner gräßlichen Verzerrung auch einen Zug von Lacher- 
lichkeit? Wenigstens als ich diese ScenB las, so sehr sie mich 
erschütterte, fiel mir eiu: der Narr Triboulet, wie hat er sich 
prellen lassen — (VI 21«'») Kine maUon de confiance nennt man 
hier einen Kaufladen, worin man geprellt wird wie in jedem; 
aber man darf kein Wort dagegen sagen. — ^tpfjorifmen 91c. 142 
(IV 177) Es ist nichts angenehmer, als aus einem Übel das uns 
begegnet, Vorthcil ziehen — und man kann das immer. Dieses 
ist in einem andern als dem gewöhnlichen, aber in einem schönen 
Sinne eine Schadenfreude, Mau kann den Teufel nicht feiner 
•Uen. — fiennu 1834 Ofaujt, bte Srfjmiebe (§empri III 51). 

Ich will indes den dummen Schmied 
Und die besoiTenen Gesellen 
Mit einem lu^lgen Sehelmenliud 
Um eine Viertelstunde prellen. 






^TCÖElt. 



117 



ibid, bte fieftion (III 40) 

Wie Jäger, einen Fuchs zu prellen, l ) 
Ans Loch des Raus ihm Schlingen stellen 
Drein sich der Lose muß verfangen ... — 

3NoriFe 1886 $er Srf)Q|i (9Berfe, $ejfe VI 95) Zu rechter Zeit 
erinnerte ich mich jenes stählernen Knopfs, womit der Schaft 
den Fuhrmann damals prellte. 

Sanflbrin 1838 «ebidjrc I 20h" 

Nun hab ich Herrn Steffen den grämlichen Affen 
Doch endlich ums Kränzchen der TuchLer geprellt. 

§eine 1*40 ihibrmg Sbotc (Alfter VII 112) Oder, was noch 
bitterer ist, du erfährst, daß im Gegenteil ein Lunipazius, der dich 
um zweihundert Franks geprellt, dem du einen Rock geschenkt 
hast . , . daß ein solcher Lumpazius es war, der deinen guten Leu- 
mund in der Heimat begeiferte. «Derf. 1854 jfcbtf I. (gifter II 212) 

Krw ählt den Sohn Kolonias. 

Den dummen Kßbes von KÜllcn; 

IV i ist in der Dummheit fast ein Genie. 

Er wird sein Volk nicht prellen. 

Stte Allgemeine s 21tierieniuutg, bie prdkn }o errooroen Ijar, mögen 
nod) einige Belege ü\ii einem tüifjenjd)aft(irfien SSJerfe geigen. SRommfen 
1856/1857 Stöimfdje ÖJejdjtdrte E'890 In einem versöhnenden Finale, 
wie das der beiden Bacchis ist, wo die prellenden Söhne und die 
geprellten Vater zu guter Letzt alle miteinander ins Bordell kneipen 
jjehn, steckt eine völlig kotzebuesche Sitteufüulnis — II' 44 Aber 
die Leiter der Dinge in Achaia, an ihrer Spitze der neue Stroteg 
Kritalos, zogen als staatskluge und in der höheren Politik wohl- 
bewanderte Leute daraus bloß den Schluß, daß die römischen 
Angelegenheiten gegen Karthago und Viriathus sehr schlecht stehen 
inüssten und fuhren fort die Römer zu prellen und zu beleidigen 
434 Bei Plautus sind die Väter durchaus nur dazu da, um 
den Söhnen gefoppt und geprellt zu werden l~>~y 

Ein Handwerk einzig und allein 

Betreiben alle insgemein, 

Den Andern zu prellen mit Verstand,' 

Im Lügen zu haben die Vorderhand 

Und zu werden im Schmeicheln und Heucheln gewandt, 

III 1 580 wie billig ward bei dieser barbarischen Kunstjagd 
der reiche Liebhaber von seinen Zuträgern häufig geprellt. — Uno 
etnm no4 tpmfjett 1871 ©trctfgejefcbiich 265, 16 wer aber durch 

1 fjeijnc [teilt biefeu Srlcg unter öle jägrafdjen geRnitlfit : &od] ctgifit ftet 
Auf ammen bang, haß (jtcr hun einem subveetare vulpes ntdit bte 9reöc fein famt, 
fonoern prellen = fifottiften tft. 

■ CuciituS: Uni se atque eidom studio omnes dedere et arti; | Verba 
dare ul caute possint, pugnare dolose . . , 




118 



$att6 SdjitlA, ^rt-flcit. 



den falschen Paß sieb den Namen eines nicht existirenden Lords, 
beilegt, als großer Herr lebt um! die Wirthe prellt, ist nur Betrüger, 
gut baä £)itrri)brittgeit unjereä äöorteä in bialeftifdjer §infid)t, 
beffeti mit fdjon oben gebadeten, ift rö beiueifeub, wann ©djrtftfteKer ber 
©ajroetj eä üctroenbeten. Äettcr, $er ©djnft (<3cbiä)te I 19 880) 

Ein dummer Teufel ist der Schuft, 
Weil er doch der Geprellte ist, 
Wenn ihn die Welt, die er betrog, 
Mit großen, klaren Augen rniflt. 

(Radjitiriä bon £>«rn ft. ©«gort, SSten.) 

$erj. £>et alte ©etiler (©e&irfjte II " 89) 

Da bin ich ganz allein zurückgeblieben, 
Bald war ich um mein kleines Erb 1 geprellt. 

$, g. «Dtojer 1685 tyianm im SlonnenHgftet (9t Quellen I 2t>7) 
Ich wünschte ihr Glück zur Lösung des Knutens. Aber das Brigitt- 
chen glaubte sich geprellt und schrie mich an: „Schert euch zum 
Teufel, ihr zwei italienischen Spitzbuben.' 1 iJerf. 1891 Angela Sotgia 
10 19G „W« kann vergessen, wie Papst Alexander von Herzog 
Herkules überlistet wurde, wie maßlos das alte Laster sich gebür- 
dete und welche unnachsprechliche Worte es ausstieß, als es sich 
geprellt sah !" 

Kn^Qtto, ftbftdtfUd} fuib tn ber botQcrßeticnbm ItaCegm bic ftonttofifttmifr 

Urtb anberat Salbungen unfcreS itöorteö beifette QClafieu iDprben. 3fjw Öcttad)* 
tllllfl uriirbe nichts "ilfcueS für Me (Suttritcf Lur«ööj.\eicbict)te non prellen bringen mib 
bleibt bahev tuen.. Statt nuf eine Weiterbildung.: Zechprellerei möditc td) anband 
lorifc fnv5 jk» iptedmi fommcii. S)a4 Wort fehl* tii_ ben ©örterbüdjern : Wut 
©cmbcrS Stg^Bb, brinat einen SSelea, aud einem (Juan uem ffluboli bon (Statt* 
föad über SS. ftptfes. 1879 Unfere 3eit, State geige XV 1, 4 In anderen Ge- 
schichten wie „Namenlos" erinnert der Gegensalz von Künstler und Philister 
zwar auch an romantische Motive, die Arl und Weise aber, wie die Hand- 
lung geführt wird, an die Langbein sehen Schwanke. Die hier dargestellte 
Zechprellerei wirkt mehr abstoßend als erheiternd, wie überhaupt hier 
die Gestalten fast alle Caricaluren sind. SBln td) nun and) ntdu in ber ßa&c, 
ZtchpreUerri weiter bjnauf ju uerfolgcn, fo müdjte Idj bod) barauf bimrjcifen, bnß 
bue" SüJort fdnrn 18«G nie" ;uriftifrfjet ^cnmnuS «rfdjeint. 1880 JHerftffprcrfjung. 
&e$ fReid}%rid)tä ( Strftfjadjenj II 690 (Ö&erfrfjrtft.) Betrug. Zechprellerei tt.f. ». 
Uno biefer Sdtdbnüf tft fortan in allen ffommetttaren be$ ©trafgefctybudpä imb 
Ecbrburberri beS beulten 3trnfred)tö ju fnibcn, 3* jitierc mit uiu'i ältere Werfer 
3d)marje 1884* Stommcntat $um @tr.39. 764: Der Gas), vekhar in einem 
Wirlshause als vermoglicher Mann auftritt und lebt, spiegelt durch sein 
Benehmen die Thalsache vor, daß er zahlungsfähig sei, und bestimmt hier» 
durch den Wirth zu der Gewährung der geforderten Leistungen (Zechprellerei). 
g, b. ßifjt 1884 Cebtfe. b. beutfdjen ©rr.ft. * 373 Nur dann, wenn ein „Ver- 
schweigen' dieser Verhältnisse stattgefunden hat, wenn also der Gläubiger 
die Mitteilung derselben zu erwarten berechtigt war, weil das gesamte Auf- 
treten des Schuldners den Besitz der nötigen Zahlungsmittel erwarten ließ 
— kann von Betrug gesprochen werden. Dasselbe gilt von der Zechprellerei 
die nur als Abart des Kreditbetruges erscheint. 




ft. ftliiftc, Gotfc. 



11!* 









flott 
fr tluge. 

1. SDinb. ledsage als ältere* 'Sijnontjmon: 1209 Älfefte« Sübijdjeä 
»Srfiiffredil § 40 So wellik letsaghe jof stirreman oder schipmnn, 
de sie vormedet heuet enenne unseine borghere. — 33ot 1350 
Orbuung füt ©tfjiffer unb ödjiffasteitte in Öübed ({mnj, Urfunbeub. 
II <567) Der 60 seliiphere wint enen sturcnan ofte enen letsaghen 
eder enen schipman, dem sint to rechte sculdich sine reyse to! 
to donde aJsn, ulse se em ghelovet hebben — ok ne sral m -n 
schiphere noch neman van siner weghen neuen manne sinen 
sturman ofte sinen letsaghen eder ainen schipman entwinneu. — 
1358 ^bfommeti ber Surggrüfin URei^tifb ü. @ee(anb mit $orbred)t 
u. b. btjtticn $an\i {©cmf. UrEunbetib. III 414) ende telker reyse, 
alst vorsproken es, ende niet die seipheer in allen manieren, als 
men leidzagheghclt pleecht te betalen. — 1497 £>n tu bürget Stobt* 
ted)t bei £nppenberg, §amburg. 9?ed)t$nU. I &16 so wan eu schip van 
nodt wegen queine vor ein land dar yd haven moste unde umhekaut 
were. so dat ydt einen leidsagen bedervede . . . wat dat kostet, in 
de haven to bringhende. — gmber äBoterredjt (9Jbb. 3aljrbutf) VII) 
i? -41 Item weer, datter een scliip queme voer een voerlandt myt 
node van weder off storra beneden een meente hauen vnde tho 
rede queme an syn ancker vnde vnbekandt weer, vnde wunne 
ene leitaage dat schjp vnde guedt tho hauen, wat dan de loitzage 
daeruan solde hebben, dar eolde betalpn — ^ 45 Item so wart 
-rhepen datter koemen int vly off int marss deep van vmmelanth 
vnde hier vp willen wesen, rode ist, dat men dan een leytsage 
wynt, dat schip vnde guedt hier vp tho bringen, dess sal de 
schipheer den leitzage de kost geuen, vnde de koepludo sullen den 
leitsage luenen van oer guedt. — 1575 2Bi#bt| Saterredjt § 72 
Item, wor ein schipper höret einen stftrtnan, leidtsagen edder 
ho.ssman, de synt piiehdich vnde schfildich dem schipper syne 
reisen to holdende. 

2. Hfnb. leidsmann als SRarfjbifbung nun engl, loadsman: 1457 
gger Urf. (£anf. Urtmtbcnb. VIII 520, 2) Item angaende den piloten 

rode let'dsl jeden, als dat de seepen van der vorseiden Hanze 
gheleedt wezen moghen binnen der Zwene omme redeliken loon 
etc. T dat upte vorseide piloten ende leedsmannen wij gheordonneirt 
hebben. — (grober SBaimetft (9ibb. Sa^rbu^ VII) § 24 Een knape 
ys ledessman van enen schepe vnde ys gehuert, dat schip tho 
brengen, daert vntlaeden sali ... De leydessmnn sal syn vaert gedaen 
hebben, alss he dat schip hefft gebrocht totter kennisse der steden, 

Ivnde nicht furder is he dat schul dich tho brengen. — Slirridjer 
atm ix. 9 




120 



&. «tafle, 



©otcrredjt (mb. 3afrb. VII) § 44 Weert sake, datt daer ein 
Schip . . . wunne ein leidesman, datt schip vnde goedtt In goede 
Hauen tho breiigen, wart dan die leidesman daeruan solde hebben, 
datt Soldfl betalen datt Schip vnd goedt gelyck Werpgeltt — § 45 
Watt Schepe datt daer kamen Int Fly offte Int marss Ihep vaji 
Vmmelandt vndo hierop willen wosen, Ist dan, datt inen ein 
leidtzman windt, dat schip vnnde goedt hierop tho bringen, so 
sali die Schipper den Leydessman die Kost geuen, vnnde die 
Coopluede soelen denn leydtzmann lohonenn vann Öhr goedtt. * — 
]:>7"i Wtöb\) Ätertedjt § 36 Ein knape ys leidesman van einem 
schepe vnd ys gehüret dat schip Umbringende dar ydt fasset) 
schal, [fem de leidesman scbal syne värt gedan, vnd syn lohn 
vordeuet hebben, wen he dat schip gebracht hofft in de bauen, 
dar ydt vorsekert ja. 

'!. 9ttnb. lootsman, ntjo. Lootsmann als* Entlehnung, an* mgb 
loadsman: 1388 Ü?Önig SRictjarb IL an bie ÜkiÜtfä öon ^Scnrn« uab 
JohiiDiitl) bei &gn$e, §nnfcaften au% ©ngfanb (§anj. (Befrf)td)t€quellcti VI) 
©■ IÖS Monstraverunt nobts Henricus Breslowe, (.Todekinus filius 
Bremini et Paulus Wonne, inemitoros dfi Hansa in Alemannia, 
quod, cum ipsi uuper quandam navem parcium predietarum voeatam 
la Marie cog, unde Johannes Puls de Stralsonde est inagister, 
versus villam Rupella pro vinis emendis et providendis distinassent 
et 51 doli» vini ibidem in navi predieta poni fecissent ad ea 
abinde usque regnum nostrum Anglie seu terram Hiberniam 
rraducenda, ac duetor navis predicte vocatus le Lodcsman propter 
imprudenciam suam navem illam in alto mari velantem versus 
dietam terram Hiberniam ducere ausus non fuisset. — 1400 
ißer Dränung ftotjtyotl über bic £ootjetiaebütir (£onf. Urhaibcnb, V 441) 
Int jair ous Heren dusent vierhundert op seine Andries aveut is 
overdragheu ; gas wat schipheren int Vlee, int Meersdiep oft in 
anders enighe haven bynnen lants comen ende eenen loetsman 
wynuen op to segelen, zoe sal botn die schipher die cost gheven 
ende die coeplude soelen dat loen betalen, Ende dats te reretaen 
bynnen laute cleyne loetsmannadze. — 1417 Unter) udjung über ben 
%ob emea engl, ßotfen (.fjanf. Utfunbeitb. VI 129) qnomodo quidam 
Themas Franko de Herewieh nuper comluctnr sive lndysmun cujusdam 
navis vocate la Maryk uight de Danzek in Pracia — 1451 ^nn^iger 
Urf- (|janf. Urtuntonb. VIII 21) also bs hynnen wer* und geaettet 
unde achter dat eygJant gesettet hadden, dn sande desiüve schipper 
Hans Hoppenbruwer synen Joszman an landt Robben Drewe, aya 
Bpg eliscb man, tho deine mever tho Pleymude. — ftoppmnnn, eec^ 
budj VI LI ^1 denne so seh ölen rechte vort de Joednmus (B loetsnians) 
an bort komen, — 1575 SBnterrcdjt üon SSiäbn § 25 Item, ein 
achip ya ^'trachtet to Bm-dens, thor SoalAas, adto anders um-, 
vnd»,' ydt kumpt dar ydt lussen sclml, unde men niaket partyen 






i'otfc. 



121 






vmme dat loßmansgeldt, kunipt vp den koepnian an dem kuss 
van Britanien, de se nemen, wenn dar vorby ys Lillebas, dar ydt 
kiene Loßmansie synt, weuneer men dat vorby ys, Kalis vnde Nor- 
roandien van Engellandt beth to Schothmdt, wenn dar vorby ys 
Jerunde vnde Flandern — g 60 so raen diu einen loßman winnet, 
dat schip vnd gudt darup tho bringende, des scbal de sclupper 
dem loßmanne de kost geueu. — ^ugäputget 1644 ©eewifen <5. 11 
Wir und Schwoll aber lieffen fort, und erreichten umb 10 Uhr 
Abends die letzte Tonne, qvitirten den Lotzmann und gienge von 
dieser Stunde alles Yolckes gage an — ©, 67 wir hatten guten 
Wind, segelten unsern Cours, und kamen den 8. dito bey die 
custe von Holland, da wir einen Lotzmann kriegten, welcher uns 
softe in Texel führen. — 3Jtaeu§ 1675 ©rön(. SRetjebejdn;. &. 16 
Deß Tages kamen wir bey Ililgeland, und nahmen einen Piloten 
nder L<>htsmann ein, das ist ein Mann, der die Tieffe des Srrnhms 
wol kündig, und dazu besonderlich vom Rath zu Hamburg erwehlet 
ist. — Slmman 1678 9ieifebcfdjr. I 4 Sobald wir aber den Loots- 
mami oder Pilot der uns in See brachte, von uns gelassen, wendete 
sich der Wind nach dem Suden — I 51 Den 20. dito kamen 
wir in Duyns an, allwo wir unser Anker aubgeworffen, und einen 
Lootsmann oder Pilot, welcher uns bis nach Gravesend brachte, 
aufgenommen. — jpcfje 1687 Dftiitb. SRetjebetrfjr. 6. U» Itztgedachter 
Herr Bcwindliaber gieng Dach diesem bey Lösung ü. Stücken von 
Bort, welchem auch der Lothesmaun, so das Schilf in räume See, 
und also bis au die hier stehende letzte Tonnen bringen Banste, 
hev Losung dreyer Stücken, folgte — ©. 333 den '22. dito . , . 
bekamen wir auf einer OudÜootb aus Texel einen Lotbs-Mann, welcher 
uns, wegen der hierum sich befindenden schlechten Tieffen in See, 
den meisten Schiffern nicht wohl, aber denen Loths-Leuten 
bekaut seyu, alidar einbringen sollen. — SBood 1716 Oftinb. Oinfe* 
befc^r. ©. 27 aber der auf unser Schiff verordnete Lothsmann, 
der nachgehende uns durch das Te.xlerlocli und biß in die 

■ über die gefährlichen Untieffen und Baneke bringen niustc, verboth 
solches zu thuii — ®. 556 auch kamen auff iedes von unsern 
Schiffen ein Loothsmann, die uns im Texel einlootseu oder ein- 
fuhren selten. — ^ijdjer 1720 Mob. (Sru|oe 11 ^urrebe S. S Weil 
h<- sich in keinen Sce-Haven, wo andere Europäische Schiffe ein- 
lauffen. mehr wagen dürffen, nehmen sie den Coura vermittelst eines 
alten Portugiesischen Loots-Mannes nach dem Norden liinanf — 
II L J Uö Mein alter Lootsmann nberlass dieses über und über und 
fragte mich etliche mahl ob ich dabey bliebe. — ^tarebetuib 1730 
^litnb. s Jtcifebeftf)r. ©. 6öl Die andre oder das Eyland Vliebiud ist 

C gegen Nord-Osten^ zwischen dieser und jener sind Straften, 
ich die Ost-Indianischen Retourschiffe gemeiniglich lauffeu, 
e aber wegen der vielen Sand-Bancke sehr gefährlich zu 



he; 
bei 

r 



122 



ß. fflufie, 



passiren sind, deßwegen die Herreu Bewintliebbers auch beständig 1 
jedem Retour-Schiffe einen Lootsmann, dasselbe hindurch zu tootsen 
zuschicken. — Sampe 1786 SReijebejajr I ls5 De Gama erfuhr bei 
dieser Zusammenkunft, daß von da nach Calocut noch neunhundert 
Meilen wären, und daß er noth wendig einen Lootsiuann von dort 
aus mitneb Dien müßte, wenn er nicht Gefahr laufen wollte, auf 
Sandbänke zu gerathen — I 187 das Merkwürdigste, was ihnen 
auf dieser neuen Fahrt begegnete, bestand darin, dal» die beiden 
mitgenommenen Lootemanncr sich einigemal hinterlistiger Weise 
bemüheten, die Schiffe irre zu leiten. 

4. 9tyb- Loots(e) aU TOürjung ftu Loütsmann : ©aar 1662 
Dftmb. ÄrwflÄ-!Bienft ©. 167 Nahe am Hafen fanden wir unsere 
Creutzer oder Convoy, zehen Schiff starek, die auf die sechs Wochen 
da gelegen, und auf fünf Galliouen neben ullerley Victuaille, für 
jeglich Schiff einen Lotz mitbrachten, die die Schiff in den Haien 
locirn oder bringen. — {lemmctjam 1663 SReifjpcjd>r. 8. 105 Eh 
wir aber gar durchfuhren, wurffen wir Aneker, biß dftl&Q bestellte 
Leut, so die Art daselbst wissen, und Lotz genennot werden, 
heraus auf unser Schiff geschickt wurden, uns den Weg zu Beigen, 
dann ohne dieselben niemand ohne Schaden daselbst durchkommen 
kan. — 1668 §amburgev v $iIotagc Orbnuag ©. 30 doch sollen die 
absegelnde Schiffe ihre Lootzen mit ihrer Chaloupe oder Boot der 
Galliote an Bort bringen, welche Lootzen denn so lange in der 
GaJliote verbleiben sollen, bis sich die Gelegenheit eräuget, selbige 
an Land oder in ein aufsegelndes Schiff, Schmeck oder Ever zu 
setzen. — J^orft 1673 93efd)riüing I 11 Ok wen jemand einige 
Engelsehe Gaten wold ein offt uth segelen und einen Engelsclun 
Lotz an Bort befft, de mag den Lotz wol warsebuwen — Derhalven 
holden de Engeische und Italianische Coinpossen ein halveu streck 
Ostlieker den de diidsche Compassen dehn» worni siek all Schippers, 
Stürlüde und Lotzen hören tho richten — §, 12 Und offt schon 
dat idt de meisten Lotzen wol weten und ok tho hören weten, 
so kan doch Vorsorge nicht nicht schaden — II 21 Wie uns 
nun die Loetzen allda gewahr wurden, kam uns eine Galh'ot ;iu 
Bord, die gab nss ein Lotes über, und wir längsten ihm ein 
Kabeltau daß er uns schleppen koute. — 1677 Stewart oftee" Honnef a 
©. 379 es wurde daraus ersehen, daß das Jagtlein Maria die Reise 
gethan hatte, durch einen Canonschuß die Loßung, daß der Loota 
war hinein gekommen, worauf die auf den Schiffen mit einem 
Schusse antworteten — ©, 381 zwey dererselbeu thaten jedwedes 
einen Schuß, dardurch zu erkennen gebende, daß sie die Loots 
vom Lande erwarteten. — 1713 ©elfirf in Hamburg ©. 20f> So 
Heget selbige im 83, Grad 30 Minuten südlicher Breite, und ist 
von einem spanischen Lootsen dieses Nahmeus, Anno 1585 ent- 
decket worden, — SBifdjer 1720 Uob. ßrufoe II 11 allein meine 



Coift 



123 









kluge Rathgeberin war dahin und ich gleich einem Schiff ohne 
Loots, welches nur vorm Wind aeegeln kan — II 394 Loots, 
wie nunms insgemein ausspricht, eigentlicher Loots-Mann: sind 
solche beerdigte Leute, welche der Fahrt eines Strohmes oder 
gantzer Cüsten durch fleissige Auffsicht und Loot-werffen also 
kundig, daß ihnen gegen starcke Bezahlung ein Schiff auff die 
See hinaus- oder aus dieser in die Ströhme uud Bayen glücklich 
herein zu leiten anvertrauet werden mag — TI 395 Jedoch ließ 
ich mich die Angst so gar nicht einnehmen, daß ich nicht von 
dem alten Loots erforschte, ob nicht da herum eine Anfuhrt oder 
Haren zu finden. — 1732 £Böl)lutftr. ©äjifffr. ®, 30 ein solcher 
Pylote wird auch sonst genennet Loots-Mann, oder per aphaiTesin 
der Loots — 'S, 119 im Ausgehen von St Petersburg wird der 
Loots bey dem Loots-Contoir wieder an Boord gebracht — (Sanierer 
1758 ©djfejjroig u. §D0jtein €?. 45 Hier endigt sich ihr Commando, 
und der Hamburger Loots tritt ein. — SDäljnttt 1781 ^ßoinm. 2Bd. 
@. 284 Loods, Loots, Ein Pilot, der durch Bleywürfe die Schiffer 
für seichte Oerter sichert; ein Wegweiser auf Fahrwassern. — 
©ro£turb 1792 ^tuinberoä SReife in Bayern ©. 6 Zuerst zeigte sich 
uns die Insel Texel; wir bekamen einen Lootsen an Bord, der 
uns nach Amsterdam führen mußte. — 9iettdbetf 1821 Sebettibeför. 
I 2 12 Denn ich könnt' es nicht, vermeiden, noch einmal mieli 
dem verlassenen Hafen zurückzukehren, um, neben meiner Aus- 
klarirung noch eine Menge anderweitiger ffeschäfte zu besorgen 
und einen Lootsen mitzubringen. — äofetbue 1821 SRttfe in b. 
©übfee 1 100 Es gelang min wirklich, trotz dem ungünstigen Werter, 
ohne Lotsen den Hafen zu erreichen — T 105 Ich forderte durch 
einen Kanonenschuß einen Lotsen. — (Sljanriffo 1836 Steife 1 28 
Außerdem ward ein Lootse für die Fahrt im Kanal und nach 
Plyniouth an Bord genommen — I 231 Am 14, December 1816, 
Morgens um <i Ulm forderten wir durch einen Kanonenschuß 
den Lootsen, der mit etlichen Doppelkanots herbeikam. — SScbcr 
1871 Glbfrfjiff. ©■ 67 Durch die Additionalacte sind diejenigen 
Lootsen genannt worden, welche zum Befahren einer kurzen, aber 
gefährlichen Stelle, besonders der Brücken, da sind. — Abolition 1WS2 
Oftfrief. 2B6. II 520 lödee, lotse, löds, Lots, Lootse, des Grundes und des 
Weges kundiger Führer od. Geleitsmann, nam. auf Schiffen; auch luds- 
lOtsman. — 1884 jUanrnp^Umattacb ©.22 Lootse, praktischer Schiff- 
mann, der das Fahrwasser au solchen Flußstrecken, welche einer 
fortwährenden Veränderung unterworfen sind, genau kennt und dem 
Mandanten eines Schiffes bei deren Passdrung sie Beirath eu- 
m tlieilt wird; laut Strompolizeivorschrift sind Lootsen auf bestimmte 
Strecken gesetzlich vorgeschrieben. — SReuleaur, 1892 SSMtbcrfefir (5.250 
Lotse in der praktischen Schiffahrt erfahrener nach Prüfung vom 
Staate angestellter Seemann, zeitweiliger Schiffsführer (statt des 




IM 



$. ff lugt, l'ctfc. 



Kapitäns) in Flußmündungen und Meeresteilen, mit deren Ürtlichkeit 
er innig vei-traut ist. 

5. Wegweiser d3 SBerbeutidumg für Lootsmann unb Lootse: 
üteariu& 1647 iRcifc <5. 4 Wir Hessen uns durch die Trompete 
anmelden, damit wir auß der Schanze einen Pjloten oder Weg- 
weiser, ohne welchen ein Unbekandter wegen dos unreinen Grundes 
nicht wohl fürder und einlaufen kan, bekämen — ©. 208 Nach- 
dem wir nun unser Schiff klar und mit einen guten Yorrath von 
Proviant versorget, auch einen Pyloten oder Wegweiser, der uns 
die rechte Fahrt zeigen solte T zu uns genommen hatten, machten 
wir uns den 30. Julii auff. — ©tfjulfce 1676 Oftinb. SRrife @. 154* 
Wir Hessen diesem nach, die Wegweiser des Nachts an Hoort, 
damit wir nach dem Ober-kauf -hause, so auf Oiigly ligt, siel lei- 
den Ganges hinauf, fahren möchten — ©. 260* inzwischen erhielt 
ein jedes Schiff, einen Weg-weiser, der uns dorthin bringen solte — 
©. 290* erblickten wir den 7. Octob. mit ungemeiner Freude die 
Küste unsers geliebten Vaterlaudes, und waren recht auf die Insel 
ter Schelling verfallen, aus welcher einige Wegeweiser alsbald mit 
ihrer Galliote nach uns zu fuhren, um uns den Weg zu zeigen. — 
©<i) weiter 16s8 Sournnl ©, 83 etliche wollen gescheider seyn als 
unsere Wegweiser, giengen auf der lincken Seit iu die Brauniug, 
das ist, wo die Wellen auß der Tiefte gegen dem Untieffen sich 
stossen und übergi essen. 

6, Lootsmann, Lootse aU gifäntamc; Do» bet S9t^r 1668 $iarium 
©, 16 Noch eines ist übrig, so wir in Beschreibung des Heys 
nicht können unerinnert lassen, wie. daß nemliehen umb ihn herunib 
5 und mehr kleinere Fische, anderer Gattung, stets zu schwimmen 
pflegen, welche, wie etliche darvor halten, des Heys getraue Weg- 
Weiser sollen seyn. — Suebor 1796 ©ta&orinä 9teijc*na<n 3<i&a 6- 10 
Mit dem Hayfisch zusammen trift man immer die sogenannten 
Lootsmannetjes; man glaubt, daß sie dem Hayfisch sei neu Raub 
aufspüren, daher rührt ihr Nähme, als ob sie ihm gleichsam zu 
Lootsen oder Wegweisern dienten; sie sind noch schwerer zu 
fangen als der Hay T doch gelang es uns mit dem Elger eineu zu 
erhaschen, — ilawpt 1802 ffleijebtfcqr. XI 233 Jeder von beyden 
schwamm für sich, und jeder war umgeben mit jenen kleinen 
Fischen, die gewöhnlich vor den Hai heu, und dalier von 
den Seeleuten Lootsen genannt werden. 



g. Äluße, Skrficü. 



125 






»erließ. 

g. ftlitae. 

1768 SBrcm. meberjädü*, SBJorier&iid} III 56 Verlies 'ein tiefer 
Keller hey dem alten Kornhause in Bremen, der vormahls zum 
Gefnngniß gedienet hat; it. ein jeder Ort, wo die Leute unsicht- 
bar werden; ein Abgrund* — In't Verlies kamen: unsichtbar werden 
in der Welt: verschwinden. — Bürger 1778 bittet SE'orl &. Gtd)cnfiorft 
ffl &. 135 Mord! — flucht 1 er laut, bei Schwert und spieß, 
o Karl Dir noch gelüstet, So sollst Du tief hrs Burgverließ, Wo 
und Unke nistet. — 9Kufau3 1782 3Joltemäfjid)cn bet ^Deutfrfjcn 
V 104 (462, 1842) Eine Reise von Bremen nach Antwerpen war 
zu jener Zeit, wo es noch Wegelagerungen gab, und jeder Grund- 
herr einen Reisenden, der keinen Geleitsbrief gelöset hatte, zu 
plündern und im Verlies seines Raubschlosses verschmachten zu 
lassen, sich berechtigt hielt, mit mehr Gefahren und Schwierig- 
keiten verknüpft als jetziger Zeit von Bremen bis nach Kamt- 
schatka. — 2Bäd)tcr 1787 Sagen b- SSorjeit (SRfinnerfdjrour u. ©eiber^ 
treu L S. (1870) 8. 269 Kah»w schleppte den todten Körper ans 
Burgverließ und warf ihn hinab. — Sratner 170:-* $nfper a Spaba 
II 270 Walter, habt ihr auch ans burgverließ gedacht? — ä«in 
*ßcml 1796 StebenfäS II 212 (§empel) Der Perrück enmacher und 
der Altreis setzten das Brechzeug am Sprachgitter des Burgver- 
lieses an, und der Gefangene stieb" von innen heraus. — 1797 
®cid>idjte meiner iWrebe px imitm SIufL bc3 Üuitituä Sirjciit (Serie I 
ßiefet. IV 27) Wenn dann nun die reichste beste Seele unter der 
MorgenrÖthe des Lebens mit dem unerwiederten Herzen, mit ver- 
sagten Wünschen, mit tl&n ungesättigten verschmähten Anlagen 
eingesenkt wird ins ühermauerte Burgverließ der Ehe — wobei 
sie freilich besonders von Glück zu sagen hat, wenn das Verließ 
keine tausendscluieidige Oubliette oder -wenn gar der Mann ein 
sanfter Kanker ist. den die Bastille-Gefangcne zähmen kann. — 
^ennafc 17JI7 SlnlibatboruS II 705 wenn in einer andern Erzählung 
aus dem Mittelalter ein Ritter oder Knappe in das Burgverließ 
gesperrt wird, so mag es hingehen, obgleich eigentlich eine ge- 
schichtliche Anmerkung darunter zur Belehrung des Lesers stehen 
müßte: allein wenn von neuern Zeiten die Rede ist, so sollte man 
Leute kaum in einen Thurm, viel weniger in ein Verließ sperren 
lassen. — Suchte 1798 gtü) Sfttjemfelb ber Sonberling I 255 Ew. 
Gnaden allmächtiger Arm wolle mich aus dem grauenvollen und 
schreckhaften Verlies der Kandidatenschaft auf das weiche Polster 
des Lehrstuhls, der auf den breitstämmigen Schultern hiesiger 
Gemeine ruht, iiinaclileudern. — Äofegartc« 1*0U IHfjapfo&teen 1156 




126 



fr ftlwge, ^errte&. 



In diesem GÖrn sitzet itzt dein Volker , . . statt seines Studirzimmers. 
in einer Art von Verüesse ... ans dessen grünlichen überall ge- 
knickten Fensterscheiben aber die allerimposanteste Aussieht sich 
mir darbeut — die Ostsee, die weißen Dünen der Tromperwieck, 
und die blauenden Berge des romantischen Jasmund. — ©d>i(ler 

1804 %tU IV 2 Gott rette seine Seele vor Verzweiflung-, Zu ihm 
hinab ins öde Burgverließ dringt keines Freundes Trost, — Berber 

1805 ©crle jur frönen Literatur u, taß VI H (»I Bind her SCbcaftca 
1801) Und meine idte Waffen, Daumenscb rauben, Verließ uod 
Scheiterhaufen kann ich gar nicht mehr gebrauchen: denn das 
Höh ist theuer. — g^atmffo 1S06 Äbelberfö ftnbef, Berte II 93 
($tmpd) Jetzt erhob sich die Sonne tat Osten und übergoß mit 
blutigem Scheine die Wände des eisigen Burgrerließes, in dem 
er. sich umschauend, bemerkte zu sein. — Ufjlnnb 1815 ®er bliube 
ft'önuj trieb, Räuber, aus dem Felsverließ die Tochter mir zurück. 

— $tro&t 1818 ©ebtdjte II 304 Rausche, daß in Finsteraiß diese 
Brut entweiche und in'a düstre Wumiverlicö mit dem Blindschleich 
schleiche — @, 423 Rückwärts tasten Krebsesscheeren für den Mord 
und Spinnenfüße, wann im luftigen Verließe sie die Fliegen winseln 
hören — 18 IS ®eift b. 3«t IV 130 bei den Freien und Oeff ent- 
lichen wird der edle Kampf freilich auch lauter, es springen aber 
nicht immer Hyänen und Tiger hervor (noch weniger Schlangen, 
deren Wurm verließ ist das Dunkel), sondern auch stolze Löwrn. 

— ©oetfje 1820 Jöeflub« (©ebidjte DI 5) Was lockst Du die Kinder! 
du Bettler! du Thor! Ergreift ihn, ihr eisernen Schergen! Zum 
tiefsten Verließ den Verwegenen fürt! — .§auff lv -' ,i yidjteitjtein 
©■ 83 das Burgverließ in seinem alten Schlosse, das er als Knabe 
einmal besucht hatte, kam ihm immer vor das Auge — - ©, Öl Ja, 
ins tieffste Verließ wollten sie Dich stecken, wo weder Sonne noch 
Mond hinscheint, und wohin die Kundschafter und Späher gehöjseo 

— 1821) SKemoirett bt§ Satan ($OTf*t) U 164 Bei den Kritikern 
und Poeten meines Vaterlandes ist nicht nur in Hinsicht auf die 
Phantasie die schöne romantische Zeit des Mittelalters; nein, wir 
sind, und ich rechne mich ohne Scheu dazu, sammt und sonders 
edle Raubritter, die einander die Blumen der Poesie abjagen und 
in unsere Verließe schleppen, — 9iiliert 182t5 bie äftolamen be§ 
$arin 1 179 Ich schmachte, weil sie mich verließ, in dem Veriiefi 
des Leides. — gubiiuefcfcr 1820 SSniAftädc Bttfl Marl SBertf)o(b8 %*&» 
biufy ©,201 Sehen Sie diesen alten thurro; dies war sicher das 
Bargverließ, wo Molch und Unke nistet — 2ma\x 1882 ®te S^iffo 
(§eiro;et, läebidjt« I 52} So mag der Tod sieh immerhin davor als 
Wächter stellen hin: Er steht am stillen Grah verließ. Ein Engel 
toi dem Paradies. — $iu)torc 1838 SBlnfeboro unb feine &ö$m 1 4SI 
er drückte aus seinem Humor, wie aus einem Schwämme, alle 
Gefilhlsfeuehtigkeit durch die kleinen Porenhöhlen heraus und 



$. ftluge, ®uft unb SJuft. 



127 






nahm aus seinem Waffen verließ jene Speere hervor, welche einen 
Widerhaken hatten. — Sllcpä 18415 §ofen be3 |jerrn ton SSrebom 
(13. Stuft. ©. 72; Es ist so viel verdorben, seit der Segen aus 
Nürnberg: ins Land geschneit kam, hundert Jahre haben sie an 
unsern Rechten gefeilt und gebohrt, unsere Festen sind gefallen, 
der Block und die Verließe haben unsere Wackersten hingerafft 
— @ufcfoio 1. tlufl 1850, 3. Stofl. 1874 «Ritter com (Seift I 212 Dort 
angelangt fand er nuch ein Dutzend Neugieriger, gaffend an der 
geöffneten Verließtluir. — £eitie 1854 ißermifdjte ©Triften, Sutegia 
Ü. %v\ Serie ((Elfter) VI 4:12 Diese ßurgverließe des neuen Bürger- 
rittertums wird das Volk ebenso unwillig niederreißen, wie es einst 
die adelige Bastille zerstörte, — äNeifnet 1865 %n SUftiuer Oom 
•Wt (fjäjft SRooeUenjcrjafe V 207) Er ist jetzt von euch zum Ver- 
brecher gestempelt und schmachtet im Verließ, 

ihren m 






e oh 

5- Älwfle. 



$)ie oft tietjonbelte Hortgruppe Ankunft, Vernunft, Brunft mit 
ihren grnmntatifdjcii Sdnoterigfciten tft immer norfi mdjt eubgülttg auf* 
geltart. @ot. gaqmn|»s neben andanumfcs mit! feine C^cfe^iiiäfeigteit 
ergeben- 3fotierte tfälte wie got. skanda neben skaman meifen borauf 
fjin, bafi eine &org«m. Saatfolge -nit-, meint ber ibg. Sffynt nictit uti mittel* 
bat üor bem m geftanbeit Ijnt, urgerm. n(§ ud erjrfjeinen imijj. £i<mn 
aber ergibt fid) bie ^roge p ob got. gaqarajB brineifenb ift für ben ^aß, 
bafj ber SH^ent unmittelbar oor bem m gefianben bat- Öejaljt man 
aber bie je $ragc, ioo füll bann bie Saatfolge -mft- ben eigentlichen ßt* 
fcnmgdfcereirf) (jaben? Wü flfedji nimmt SSUmanns an, baß man got. 
audanumts jn einem etgeutlidjen andauumfts ergänzen muffe. 3n ber 
$at rorrb man in got umhin um ts ein midjtigeä 3euam* für ba§ %lttt 
M ßaMaleinf^uBe« anerfeniten muffen; beim mau nritb ba* fdjeinbnre 
ti-Suffir ber goi. ©Übung bodi) mtfjt auf ein fcorgertn. di-Suffig $uritcf* 
führen, für bal fid) feinerfei Stnfjalt ergibt. Stamit tuare baä urgerm. 
Sitter ooi! -mft- für uljb- Kunft, Nunft, Brunft, Zunft entliefen. San 
barm für got gaqumj>s feine anbete SRögtirfjfeit übrigbleibt a(d bie Sin* 
ttabme, baß eä eine jefunbäre 9totbilbung nadi bnu 3Rttffo oon got. 
gahaurjm ift, fo bleibt allerbing* uortj bie gcograpljifcfte Umfdiränftfjeit 
ber -mft-iöilbiuig ju begründen. Qu unfern ntjb. Verbot abftraften fefitt 
im Singt j. jcbe ©litfprcrfjung. 3)a3 fann ja injofern gttfftfl fein, aU cä 
eine jtfeilje oon Dföglidjfeiten oon primären SBnr&elabftrfltten gibt ; »gl. 
angtf. cyme = afjb. kunft unb angtf, nfdnsem = aljb. nOtaanft Jrofc 
beut mixb fictj bie @cfefeiuaj}igfcit oon -nift- für bad Seftgerm. galten 




128 



luee, 



Inffen, roenn man für angfj. softe = oljb. seofti bie SBci^rfctjcinlidjfeit 
äugibi, bafc fte auf eine SBurjel Kam aurütfgcljen. 

3n ben fjb, unb nb. ©ebieteu enttotefett ftdj ouä bein berjanbelten 
$i)puä oon kunft, nunft, brunft unb zunft ein neuer Xnpiii mit 9?fljal* 
berinft. 2Semgften3 ftnben fid) eine jiemlicfic Stnaaljl oon ©elegeit bis 
in3 I ß. 3a^rt), hinein für -kuft tutb Be)onber» für -null. Sdjon baS 
grofje nt^b. ©örterburf) I W8 belegt zuokuft «tfi Sdjfetf ^rebtgten 30, 
11 — 17: Mensche du soJt vollen ihesu Christo des leben ein 
recht regele was hie in ertliche allen den die mit ime sulen 
blibcn. quia omnis eristi actio ext. nestia instruetio. vnd der in siner 
ersten zukuft an vus hat wider gemach et daz bilde vnsers herr-en 
daz an vus vorkeret was, vii an siner andern zukuft scheppen wil 
den Ijehnam vnser iamercheit nach siner clarheit 

UmfuffcnbercS Selcgmatertat ftebt feit ber at)b. $eit ggf JÖerfünutiij 
für Siafttloerfuft tu Vernunft teilnnnft notnunft aigenunft 3)n8 fol* 
genbe SÖcIegnttttcriat, bog tima jnr Jpätftc aus unfern Sörterbüctjern 
ftamntt, gibt i« rjjronDtDgifdjcr Sfet^eirfotge bre ©eroijjfjeii, bofj ei >ief> 
titdjt inn fef)terl)afte ^cfjreiüungeii traubett ; ba3 fönnte mnti fünft btinafje 
»ermuten, incnii SBeinljDlb, ml)b. ©r, £ 169 fagt: „ÄuÄfafl mn tuurjet* 
aufteilt m erfolgt feltener, ». q. in comnoniriem -nuraft, 5. SB, vemuft, 
teiliiuft". Slurf) fotift tft bie beutfcfje ©tammatif an ber ©rfcfjeimtug nrjrbei* 
gegangen, unb fo muffen einige Hüterin uen ben Söeroeiä erbringen- ftonrab 
ö, äöihjhitg, Trojaner EntQ (ed. jtetier) 55. 8968— 66 ir siege löte erklung en üf 
berge und in die lüfte, nach höher sigenüfle stuont ir willo und ir gedanc, — 
Öofjenflrht (ed.OTütfcrt) 3J, UMÄ— 1250 und alle lobet en got mit einer zungen, 
daz er bei den ritt« dar gesanl ze einem kempfen, daz er im gaebe sigenuft 
durch daz worl &u Gabrttl hau- in die gmfl Marien, der erz kund inz herzö 
stempfen — $3. 3696 — 3700 er sprach *da müez wir/, läzen an die wäge, doch 
sule wir dein hudisten des unzwivelich gelrouwen, er gebe uns sige unt 
sigenult, si! daz im diu muri er br&hte bluüles tuft vür Even brucli, den er kunt 
1 «-rbouwen. — 91. b. Q\)b, (Sfebfufikin .Deutfefjc ©djtiften ed. $errnumn) 146 
Von der vernuffl, von dem gemäte vnd synnen des menschen zusagen, 
schreib! Laetancins, das got . . . hab geben dem menschen synne vnd vernufft, 
das der mensch soll erkennen, das er von got, der do ist alle verstentnufl, 
synne vnd vernuffl, sey erschaffen — got hat den menschen plofl vnd 
nackent erschaffen, das er sich mit dem gcinüte, mit den synnen vnd ver- 
nufft müg gewaffen vnd gekleyden. — gafma cht spiele (fon,, b. Äellcr) 1 1 Des 
Teg sich keins von seiner etat. Dann wo man nil recht Ordnung haL Do 
wiit knnst und vernuft gespart — 124 .So doch der leip kein Weisheit hat. 
Dann was im von der sei zustat; Darumb vernuft das gründet ein, Das diu 
ein lieble lug muß sein — !49Pox haut, ich mein, ir seit nit klug, Das ir 
solch unveinufl facht an — I öö Nu muslu doch dein lebtag ein narr 
beleiben. Wann kein vernuft in dir nicht ist — 1381 Hör, Fasnaelit, und 
merk mein bescheid! Tust uns burgern vd mer zu laid, Dann all hendei 
sust auf erden. El lieh ir vernuft so gar an werden Mit hauen, schaufeln 
und gabeln. — IG ^ntjrliimbert : dtterltri 1507 (Sfitonil 61. 107 a wolt der ;il- 
mechtig golt, denocht vö den selben vnuerniiffligen menschen nit geschmetht 
werden. — StbeucrÖtinl IV 2X So ml) wir Euch ein sach sagen, darab Ir 
billicb werd tragen laid, doch hof wir, es bschech mit hscheidehait, dann 
die heechst vernufl vnd leer ist, des zäuergessen, so zu kheiner frist mag 
wider in 9ein stat kommen — IV 36 Das vnnser herr der künig sey lodf. 



Duft U)ib "Duft 



vnnd hab Im geben sein Testament bey guter vernuflt vor seim endt — 
2 Ja, wenn ich allein leben wolt nach meiner fleischlichen hegir recht 
wie ein vnuernüfftips Ihier — X 60 das wer aber nit wol getan, dann billkh 
soll den vnrgan^ han die vernnfft vnnd die gotlh'ch leer» daramb Jch dir 
volg nymmer mer — Xt 57 Der Ernhold sprach: „gnad herr, Ir habt gueten 
verslanndt vnnd seyl begabt mit vernußft vnnd weysstheil genüeg — LXXV öd 
dasSy woell kbein man neraen, Er sey dann wo! getan begabt mit ve mufft 
vnnd weyshait erfaren in geschickliehkeit. — Öo^cr JÖ25 ßmÖlF Slrttfcl öcr 
Soncm, SlrtiM 4 (GJüfce, biftortfdic Sterte lja&r$fct)nft 1902, 1*2) wir vns dz vnser 
(so Got dem menschen zu nutz wachsen hat lassen) die vnuemüfltigen thyer 
zfi vnuU ved'retzen mölwihgklich leyden müssen. — öertbolt) ÖOtt t^ietuiec 
1528 ietüifdie 2bec^\ici) linp. 1^2 Hnrumb wirl der glaub genennt ain argu- 
oae&t das ist am bewaerung vnscheinberlicher sachen, dadurch die vernuft 
egt wirdt zeglauben hoflenliche ding, die nit offenbar erscheinen, vnd 
doch vnser hayl daran steel — * ßnp. 1 § 6 Also fallen wir lewtsch diser 
geuaerlichen zeit on alle vernufft von dem waren glawb, vnd volgen ab- 
trünigen pfaffen — i&ap. 2 § 1 Nachdem aber über menschlich vernuft ist 
goet liehe ding zuoermessen, auch besvvaerlich ist goetliche vnd vns verpurgne 
haymtikait zeglauben, erfordert vnser nottürfft, Got demuetiklichanzenjcffen — 
ßop. 29 § 12 in derselben stet die gedechlnuß vnd vernuft, auch freyer will, 
des die vnuersta endigen lyer emperen . . . Dabey magstu ermessen gottes vner- 
mesltchen gwall vnd atlniaechiikaii, der aus solhem siechten vnd niedetn 
diiiü, so die erd ist, als ain edle vnd hohe creatur t wie menschlicher leib 
isr. solt formiert werden, der do fähig mj ains vernii fügen gcisles vnd 
pildnuti gots. — Fabian, ßbronif ber Witt rfjtflg. b. ©ö^tugeri 11 11, 15 ver- 
nüftig. — 9Mbirt, 8ut§er8 3:ifdißcfpräö*c lÄarlSrubcr $anb"d)rift Kv. 437) 
331, ÜB Warum brauchen die Christen die Vernufft — Sf. 42 also ist die 
vernufl anders gesinnt, fördert und dienet dem Glauben. 

$ierf)i*r noch, einige (Snntttetungen bon 5ltfreb ®öjje: vernuft an 
roier (Stellen bon Üutbecä ^rebigt oom 22. Sutti 1522, 
SBetmarijdJje ßittbcrmiägabe Sctnb 10 £cit 3 
©. 178,23 lieft ber &ug3&uraer $rurf E vernufft. 

1 7v* r in («Jen bte nicberbcutfrfjen 3)rurfe, ber Erfurter K vornufft, 
ber SBitlenbergct M vfknufft. 

lieft bie fyjcftbeittfdje SSJitten&ergei: Aufgabe B vemufft 
186, 4 lieft bie hotbbeittfdie ffirfurret Slnägabc C vomuft. 
187,20 lieft bie iiod>bcutfrfie (Sobnrger Wuägabe B veraufft. 
9?atfi «liebem ift bie gönn vernuft, bie fett ber 2, ,J>ä(fte bei 
16, ^n&rbunbertä fauw nod) $u befegen fein mm, über baä gatije hb. 
nttb befonberS aurf) über bn3 gan^e oberb. ©praigebiel fo oft Bezeugt, 
bojj man fid) mnnbent mnfc, nm Söüffer im £)©&. Xll 9*27 Verbreitung 
unb Scbeutmtg biefer %otm bat überfein fönnot. äßan feb> nud) nod) 
bie fdjiuäbijrfien 9iad)roeife au§ ber 1. §älfte btä 14. ^tj^nnbertö für 
bmuft benuft in 3ifd)tt3 @d)iuö(). SBfa. I 1125. ^üx 9iicbecbeutJ4)loHb 
ogl. vemüftig Xä^nert, ^lattbcurjdjeä 2öb. @. 524 b mit bem luTetn^etten 
^eleg für voraaft ©dnfler^übbnt V 41 ä. %{. cud) öaurem&erg 1652 
Sdierjgebidjte I 5J. 23 In summa, jede See! van leveodigen üeeren, 
Vernüfftig edder nicht, sick nemals kond verlehren, Bondttn ver- 
wesselt ward. — 5lber bie Öautgejct)ie&,te ber Derjcrti ebenen 9tebeitfuvinen 
btefei äBorteä ift biet ju FomüHätert, als ba& tdj midj imftanbc fühlte, 



130 



g, Stufte, SDuft unb ©uft. 



bie geogroptufdje Urge]dücr}te ber einzelnen formen feft ju ermitteln. Ütodj 
bem 2)2£b. tft verminst in öfterer geit für C'berbeutfdjlonb öMerrfcrjenb, 
unb Sülter möchte Vernunft für ÜJiittelbeutfdjlanb in Stnfpnnfj nehmen, 
SDieje $)tciljeit ber formen Vernunft, vernuft, verminst jrjjctnt mir 
nun ben Scfjlüffel &u. liefern gum SBerftäubniS ber gönnen duft unb dunst, 
100311 rair atjo rufjig ein dumft tjornuSfefcen tonnen; unb at§ eine uierte 
SRebenfornt märe unjer dust anpfefyen. Üeiber ift audj fyzx ba$ SJeleg* 
mateual unjerer Siktabürrjer, ebenjo roenig roie meine eigenen Samm^ 
(ungen hnftanbe, enbgültige Drbnung in bic tterroicfelten ßauiüerrjältnifje 
iu bringen , unb eS märe leichtfertig, oljuc ein umfaffenbeä ©elegiuptetia! 
SSernuiftmgen über ben lautgefe^tidjeii unb geograpf/ifcfjen 33ereirfj ber 
einjefnen formen SRutnwjiungeii %\m beften Mi geben. SDtc SBebeutung 
biefer tjerjdjtebenen gönnen [timmt fo Duftig 3ufammen, bn| gemeinjamer 
Urjprung nabe gelegt rairb. %l$ heiterest Srmonnmwn tritt baneben Dampf 
ouf f JD bafe für unfere <&\ppt ^ufammentjang nitt m §b. d impfen unb,e 
gelegt roirb. 2)ie niebere Slblnutftnfe bei t-@uffiren märe gfliijin Drbnung; 
Sie eigentliche ©ufpjgeftatt mar jebenfalU tu (ein ti-;©ufp2 ptte im 
^Xnglf. dyflt unb nietjt düst ergeben). 3S3ir gelangen aljo ju einer gertnan. 
©runbform dumftu-z, $ie ftorm Dunst tmt fiefj fjierauä entrcirjeft, 
infolge beä Umfufjgreifcn* ber st-©eftalt bei Sufprei, roie in vernunst 
für vernuuft %n ber aljb. Siebenform tonest (Siotfcr) barf man nidjt 
irre roerben ; benn aurfi im aljb. veraumest (9totter) «igt firfj eine gieiefh 
artige 93 o!a l entfall im g. S)ie @ntftel)utig ber Qma dort liegt narfj afl* 
gemeiner ännafjmc in Siieberbeutfdjlflnb, unb roenn bie $orm duft bei 
ben ßerjdiiebenfien oberbentjdicn Sdjriftftdient älterer 3eit geläufig ift, 
fo fatm unä ba§ jefct nid)t Derrounbern, too mir unfjen, baß aurf) vernuit 
gut Dberbeutfd) roar, ^^^^^^ 



(Er l)ilft uns frei aus aUer Hot. 

SB cm 
0. ffi. SBäCfing. 






3n ber geitjdjrift für ben bcutfdjcn Unierncfjt tft metirmnli über bitjen 
&<tfjerfdieu Safc gctjan&clt roorben. Säfjreub ba SB e dn f t e i n (V[I L«6) 
bo3 „frei 11 al$ ptäbitntiueti VlftufaHtJ $l „un3" auflegt bie Serbinbung 
„einen frei Reifen" ober „einem" frei fjelfen" mit „einem (oä tjelfen", 
„einen frei (äffen, geben, macfjen, fpredien, erfiären, bitten" tergkitfft, 
aurf) bie Stelle Xobia^ 7, In „$ott tjelfe ©utt) ^ujanunen" = et 
oottfug* tm berbei^iebt, fudit Hepfe r XIII 8M) „frei" al# Sibüerb 
im Sinne »011 „fretroillig" gu oerteibigen unb bureb ntibere öeiege 
au? 1'nthcr unb ICttgetaB Silefiuä gu ftü^en. *$)aiu fi>nntc man aud), 
meine itf», au? Srfiiltn'3 jEelt II 2 Dergleichen: 

Wir Ttiterwaldner stehen frei zurück, 

mps §emie im SSörtetburft (I <3p, 900) mit „roiHig, gern" luiebergibt. 



$. «.©ütflrtg, (Sr öllft unä trrt au* aller «ßot. 



131 






3d) fe,abe jdjon früher übet bie BteUe im fiutfcrfrfjen Üiefae oiel 
narfjgebfldjt unb fie mir $u erHären öert'udjt, freilid) auf ankere SBeife, 
als Semftein unb 9teft(e es tun. Stfj ftefye and} nttfjt an, bieje ®if lärmig 
|tet fürs p oerüffeiitlirfjen, obgleich itf) gerne geftefyen miß, ba| mir bie 
Weftlejme gerabe fo glaubhaft erjajeint rote bie tnetnige; aber ba eine 
enb gültige StitfcfteibuTig über bie Stelle mit noef) nidjt rjorauliegen 
fdjeint, fo biirfte fie bod) ntefleidjt mm einigem SBerte fein. 9ta, idj 
Dergllm bie je Slmuenbung t>mx „frei" mit ber jenigen in boi fübbeutföen 
iDtonbarten, in benen e3 rote befannt febiglidj als ein „HuSbiutl bes 
löefräftigen^ unb |)erüorf)cben§ JI (©djmellerS äBörterbudj) gebraucht 
nrirb. ©mmeller üerroeift n. a, auf baä £urfje"fijd)e Sbiottfon imb uergieitfyt 
audj etiglijmeS „wry". 3u über'cteen ift eS mcmdjmal am beften 
buref) ba% gleirijfalB bolfStimt'tc'je „ganj gehörig" . (Einige Belege: 
SRojegger, 2Batbt)eim 1, 77 Frei zu viel reden tut er mir; ©ottfudjer 231 
Tat dich frei bitten, Schreiner; ^n^engruber, ÜDteineib bauet leb müßt 
frei lachen über dich — wann mir zum Lachen war; Geh, du 
redst Bo viel wüst, Abnl! man muft sich frei schämen, hört man 
dir zu; ÖnnffenSmurm Und a Heu is dös, Bauer, so schön und 
viel und es riecht frei, daß Eins umfallen kennt vor Gutheit; 
Jesses, Bauer, mir kennt sich frei neama mit dir aus; Es is frei 
schon zu *n Fürchten, ferner: 3. *ß. ^ebel (,§er,lein) 

Se chunnt e Hexli wohlgimueth, 

Und fragt no frei* ,, Haut's Messer guet?*' 

Und seit mer frei no Guete Tag! 

($an% unb iöerene): 

Am Zislig früeih bi'm Brunne, 
Se redt's mi frei no a. 

SRörife, Ufern flirdn>f: Frei luagt mers ins Gesicht 
©Uct, $' Bett: 

Dfl. merkscht äs mit Bedaura, 

Daß "s Jährle frei verlaura-n-ischt 

und du dei T m End vill näher bischt. 

Sdjeifctc, ©u'fer iftedft: Des Ding, des göht frei it ä-so. 
(3)ie legten fltiif ^Belege iiad) föegenljnrbta T fünften SWuttbarteit 
I. Obcibeutjd},) v J^ner gebrannt biefe^ „frei" ftarl Stretfer in feinem 
„Selbffgeiptäcf) beS SleDerfuljbar^er Inrmfialjn*" f'Iöfllidje fflunbfdmu 
nom 7. Sept. 1904): 

Es fehlt nicht viel, so tat irh frei 
* Aus dem Fenster einen Freudenschrei! 

tfrtd) ©cf)mibt aber bringt in unfern 3etrjrf)tift (I 250) eilten SBeleg 
aus bem Hamburger „ßomnlementierbüdjlein' 1 oon lh'fiO: „Macht euch 
doch frey grün, daß euch die Ziegen abfressen"; unb Sööfte im 
©efrfäüjdjen ©örter&nrfj bringt bie äBenbungeu: m hett se frt krugen 
(äiemtirf}) unb frt wot (oft ivas, oiel) unb ueriueift auf SÖitmarS fräi 
Ml (reiit balb). ®aS fteljt alfo feft, ba& ha* befräftigenbe „frei" 



132 



$, 15. ©QlHttfl, ®t $Ufi un$ fnt au$ otfcr mt. 



fcurcfaus nitijt auf ben ©üben befcrjränff ift. ©o fann es benn oucti 
ferir lüobJ an nflen ben uon Dtfeftfe n. n. ß, oor gebrannten öteÜeit ben 
einfach, betraf tigcnben ©imt fjaben, brauefjt widjt „fmmtttig" $u |ei§en: 
l. S?or. t>, 18 Ich tue dasselbjge frei umsonst: ferner an ben 
fiutljcvjciien Stellen aus ben „Geolog, ©tubien unb ttrtttfcit" 1896; 
man werfe ihm vor, t1 das ich rndte vnd heisse, man sei sie (bie 
©ßuern) frey schlagen vnd morden, wie man kan vnd m&g u \ 
r Der Knecht sol nicht harren, bis vhn der Herr heisse wen.'ii vnd 
zuschlagen, soüdern frey drein schmeissen vnd den Herrn schützen"; 
„Vnd frey hals vnd bauch tan gesetzt, das ein solch fewer werde 
ans^eleschet.''; enbltcfj bei Ingelu* 6tteftit0: 

Tritl her, f> Seel, und dank dem Herrn 
F"Ür seine lausend (iahen. 
Mit denen er dich frei und gern 
Geziert hat and erhaben, 

Unb iuie fjter überall „frei" fern: tooI)l „tüd)tig, floitj geljiktg" 
fiebeuten fann, jo auef) an ber ©tefle, bie $nrl Ulhiller tu £non§ geü* 
jdrrift 14 ©• 27Ü rtorf) beige&tacfjt tjat au£ iMrjerö lagebitd): „Cum- 
vnd hertzleid sunt magna mala, Ego pesiem maio . . . Tinmiui aurium 
et shni/ihirs malis addtt Satati, vnd hilfft frey dazu." 

llitb gehört ntd)t and) bie ©teile au* $3erlicf)ingen3 Ücbeitäbcfdnreibung 
£ucrb,er? 205 „Das schlug i<-!i ihnen nun frei und gut rund ab. 11 
©nnber§ überfefct biejeä „frei" ttrt äSbrterbudtf t 489 a burd) „otjne 
rocitcre*, fitrj". 

3m $eutirben SZBörterbucf) (IV. 1. I. 8p, 100) luerben für bieje 
„unbestimmtere" ©ebeutung *>on „frei" = w frijdj, tapfer, tüchtig, fdjön" 
eine flanke Weitje, 5. 3;, allerbmgS nicht gaiifl jmeifätofe, S8e(ege beigebracht, 
u. a. nudi nu§ Suitjer: 3, 133» „Die BÖswichter sind frei verzagt 
wie die Hunde." 

3rfj meine olju: „(St tiitfl uträ frei au§ aller 9iot" fyet&t ntdjt; 
„ßr marfjt uns burdi feine §ilfe aui ber 9tot p freien", cum ntcfjt: 
rF ©r fjitft mi$ frciuiiUig tm§ alter 9tot% jovibetn: „St hilft un£ tiid)tig 
*u£ aller ))U)t" ; unb id) ntöd)tc bie Stelle bafyer erneut 511c Erörterung ftelten. 



^ufi 3ol)nntt ünlciitiit pictfdjs C&fMd)ttit. 

3 lifo tmnengcf teilt 

bon 
Chtgen Steidjcl. 

3u ben ©cbriftftelleru beijiefiuiiajroeije ^Dir^tern» benen itnfere Wörter* 
budjüerfaffer bi^bft feine ©tü^täng geubentt bnben, gel)brt uudjf b«r alt= 
pmip-ifrfje |>elbenbtc^ter ^nhann Valentin ^icifdi, ber im erffen 
drittel be^ IS. Sal)rl)iinbevt^ p ben gefeserteften Ü&riiern ^Jraiftt«» unb 
^eutfd|(anb» geborte, £r mar 1690, aV 2S. 3mü ^ .Müuigbcrfj geboren, 



CE ußen flteldjel, 3(n* Jo^nnn »olcittnt ptcJftS (öpöitftten, 



133 



mar und) erlebigten ©tubien einige ^nftre im STnllanbe geroejen, fyattt 
fidi 17 Lö burd) fein „überall als ein SRrifttrftflrf berounbertcä, oielfäirige 
ma( aufgelegtes anb faft in unjäfjlige poetijdje Sammlungen eingetüef tel " 
©ebidyt auf ben ^3ruijen @ugen uttb beffett Stege übet bie lürfen ' eilten 
berühmten Kamen gemalt; mar 1717 ^rofefjor ber Ipoefte in MönigsS- 
betg geworben, wo bann ber junge QtoHjdjeb al3 fein beODrpgter ©diüfer 
$u iljm in Söe$i«1)un<j trat; unb mar 17:;:;, ai% ein jefir gefdjä^tet ?trjt 
unb immer norfr tjptttberü^mter, Diel narfjgcamnter .^elbenbidjtet geftorkn. 
öottfdjeb gab 1725 eine "Sammlung feiner „pocttfaien ©griffen", &e|tel)cnb 
au? Staats- , Stauer» tmb .Jmd^eitgebirtjten tjerau^i unb (5. (S. Söocf, ein 
Jteunb (Sotrjrfjebö, wranftaltcte 1710 eine $ejamiausga&e ber ^Sietfdjijdjen 
©ebidjte, meidje mit allgemeiner ijreiibe begrü&t mürbe. 

33a mit ^eutfcfjc feine !pi etat für vergangene Stiftungen, für oerfetaftten 
9Mmt tjaben, jo ift nudi s J3ieijri) längft ein oergeffener 3Kann ; tm& oiel; 
leidit mürbe überhaupt fein UKeufd) iitefjr ettoa§ nun iljm mijfen, wenn 
er nidjt a{% eiuftinaliger Setter (Stottidjebs wenigfien* bort unb ^ier ein 
gelehrte^ 3ntereffe gewetft harte- 

3d| ijabe nun fner niety bte Vlbfidit, über ben lüdjter ^ietjrfj uttb 
feine für uu3 natürlich fo gut wie ungenießbaren, gefrfjidjtlidj trofebem 
)dn bebeutfamen (SJebidjtc ,^u tebeu; bae mögen 3tnbere tun, benen idj 
biejen SReijter be$ LS, ^a^rüunbert* immerzu empfehlen W&ite *. Sei 
nticr) üetatilafei, au biejer Stelle bem oeratteten oftpreufjijdien Xid)ter 
einige Slufmcrfjamlcit jii^mucnbc« , ift ber Umftanb, bofe fieft audt in 
feinem, uirfil eben graben, Äöortfcftatj (nlleä in allem büijte ^ietfm in 
feinen ©ebidjten ctjon 2000 Sörter augewanbt f)nben: er ift in biejer 
Söe&ieljuttfl nidjt reicher nl* etma $>ad), g-lemming, Sjdjerninjj uttb anbete 
finrifer jener S^ti maudje 2Börter fiuben, melrfie in unfern Wörterbüchern 
fehlen. £>a id) auf bem ©tanbpunU fte^e, hak wir fein tttrffta) »tffen- 
fdjoftÜdjcäi bcutjdieS äBörtetbudj befontmen tonnen« etje nidit alle iigenb- 
lote bniterf entwerten beutfdjcu Iirf)tcr unb SrfmftfteUer oon ben älreften 
fci§ auf unjere Reiten in iöejieljium, auf it|reu ©ortjdja^ bitrc£|forfct|l fittb; 
fo fdjeint e3 mir Don SBett, audi bie ©ebitfjte unfere# cinft fo beriibmten 
SJidjter* biejem ßmert bleuen ju laffen. 2Bd(j( wäre e3 jmectlofe ?[r&eit ( ein 
tjoHftänbige^^ietfd)^3Sörterbudi &uoctfaffen; benu ^ictfdj'ä SDidjtertprac^c 
fjat meber eint 1 bemnbm 1 Art uorfi befrei fte irgenb einen autoritären 
SBert mie j. Ö. bie foft uuerjd)bpf(id) reia^e Sptadje öott)dleb&. s )tber 



1 $. Ü. %PifQ«Sft f bet in feinem „(Sittmurf cinev pveunndicii ßttttfo. 
gcfdiidne" bie oben angefahrte SDctttettung mat^e, i>eviditet aud] t^oii einer tuvu 
Dr. (iovtietiuö {wofmami geliefetteM OMTfe^ung bcs5 r^cbiditö rf tn fttcfeitfw 
latetuifctje $ ej a nietet/ 

* i\j« biefen uernlteteti (Sebidjteti, bte nur in grotif reim ober (Snglattb, f*iI15 
Rf Don einem franj oft j eben ober e»irthtd>cn I?id)ter fiei-rii(itte?t f i'ictftDuU" tpürben 
m t^ten L\et)n[tett werben, ftn&i't fid] boefi mnndie Stelle, bie fo oid piaittidjc 
9tnfrt>nlitf)trit tretet, tote He Uor ^ictfrf) In 3)c«rfd)[aiib unerbött ift unb W 
^ietfdi'iS nüdiften Kfldrfolaern mrtfa Baum «efuntett mitb- 9?ut Qiottfttiefr öringt 
cS in fcer erftat -ipäifte Kl 16, Scörftunbertö ,>i< ä^nltttieii ©tlbliebfettcn unb 



i:ü 



duQtn ffletrfiel, 



roenn aucb, bie, in ber $aüpt\ad)e öon bem bürftigen 9iei<$t«m Dw^enl 
^eljrenbe Sprache unferel SBidtfetä feine ^unbgrube für Sfaubiibüngen 
pbet ÜReuannjenbutTflen öetaltet gerne jener SSJörter uifbet: jo liefert fie 
bod) manche fäätjcnatDerte grgän^injj für bic SBortbeftänbe unferer 
SBürterfcüdticv , unb nur ixit, tun* umfhdi für eine <£rgän£ung gelten 
tonn, (oft hier gebitdjt werben, 
nbfpüfen (Sättßteit bei Buffers om Ufer). 

Die föofrfm ftnb tum Seiden leer, 

£3 barff fein blintfmbe« ökiocür 

Das faatenboUe <}elb erfdiretfcu, 

Die aWauren frlft feU» nntber SBranb, 

Der Ufer nbßefpiitHtcit ©anb 

Stau fetteä 5fflcnfd)en s ©lut uirfit toie üorbitt beflerfcn. 

(Qfcbirfjtc, ©otrfcfjcb^itSflabe <5. 41,) 
|$rimm: fetyt. 3m ©inne oon reitifpülen: 93o§.] 
?tbl er faulte, bie. 

Die ftoinn nitlbct Rum bie Söurrfuna, erfter ©tfjfadrt, 

m fdioit tonftBbar in unievd Qefben 9Rad)t: 
©o Iäft feugentul auf öcn erucflten Stfjcm^cn 
Den SJionbeu untergebu unti VlMer* gar)neit pflanzen, 
r^ritnm: Mit] (©. «8.) 

fr anbeut oA 

SBetn ©elft wirb 8anben»lo&&, b« bu &cn J^eiub gebunbe». (©.30.) 
[9mm: fef)tt. 3m AI. $.*äBb. SCnfütjrunß nuS bem 3tai)re 1732.] 
blutbcjptibt- 

fjr fftft oor Uugcbult bie blutbcf prüfte 33inbe. (©.10.) 

|(Mrinuu: (Mottet in berjefben ©^reibunß. — 3m fit ®.*2Bb. An* 
fiiljrunß ou^ bem 3ab,re 84»] 

©lutftroin ber. 

(£r ftemmt ben ©lutftrom smar buref) Silut, 
Unb bnmpft ba$ gener burdi bie ÖHut, 
3)orf) ipirb fei« ©trntjt im* ftrieß unb ©olb unb ^rieben bringen. 
[erimm: ©erbet u. «.] (©■ 4 6.) 

übertrifft ben CowÄnfler nod> an Sidjcrtjcit unb anfdmuMicr ftwft. Sinnier 
bin füllte ein Diäter, in beffen ©ebirfjteu, um nur eine Ißrobe jtt liefern, fidj 
folgcnbc $evfe befinben : 

Ter falle ließet lil^tt ben Rmfet Ijeifier ftreuben! 
HÜ«, rufft er, in El irt) noch bie fteffti an mir unjben? 
ßrint bic lu-eifue EHutt ftdj in ein barteä ©aub, 
Unb fdUlefn bei Wrntei midi, mit feiner rauben $anb, 
Qu btefi tfJefauanijs ein nou ftarreuben fitfjftoUenV' 
Sei« bttfci matt [tvfl burdi meine Ärnfft verfallen! 
Darauf burrbbrnd) fein Htm ber bellen fcfieo 2$or, 
Qx buu mit LuiUev M rafft fein fdjüfndtt ^)atu>t bernor 
Unb ÜeL üi>U ©Int iinb 3 or " JMflJe^ öcn brettnt dürfen, 
M iSifeö batte ^«ft, bie tbu ßebri'uft, jerbnitfen. 
nldjt gauA mi& ber £tteraiurgeid)id)te berf*mtttben unb nid)t nur als Cebrer 
QJoUfdjeb« flttdjtifl In ber @otti*eb*lMier<ttuT rauäbnt nwrben. 



«UfiS 3M<mn Valentin ?ietftf}$ Gtebirfjten. 



135 



Etadjen^aucft, bei:. 

Set itirf)t bie Crijten fnfet, bie föaljrljett leiben fein, 
GJrelfft ftc (bie ^tieftet) unb aud) ü)r Km mit fjartem 2flumn an, 
£?er&tetjt tlJT ftäfftiß $Eort unb martert iljrc 3ct|rfffte«^ 
©o fein ein rradjen-föaud) bte reinfie CueQ üerflifften. 
[Öriuwn: fetfh] (®- Wt) 

$>rei)ftäbti|dj (utib ©ejiefjung, auf bie brei ©tobte ®&mg§berg§ Hltftabt, 
ft rtcipljDf unb Söbenidjt). 

äcrtn M. 3<>1)ann Cuanbten . . . öeS breuftäbtifdjen Minister«. 



erntet». (@. 1B6.) 

@^r entöle, bie. 

©et)t 3?ei)et3 blaffen Ceib mit fetten Äuflen an, 
fiernt, mit ®erjtanb unb grbif bem ©lüdfc trofeeu fan ; 
©er 9(Qe£ bon [idj tuirfft, ma$ i§n jur Glrbc bringet 
Unb f'd) mit regei Atafft jut CHiten-^ülje fdnuinget 
[©rimm: fefjtt] («• 113 *) 

tiferooll- 

Sßerflnugc bocfi ba§ £>etv ber @bjct<t>oUen ^teuften. (©. 80,) 
[©timm: ^agebüttt (eifervoll). — 3m Stl ®.*3Bb. Stitfütjruug au« 
bem Safjtc 1727.] 

(Eigen nubr ber. 

tffiet fiel) aus Gtßcn*9*u$ iiu&t freitet nod) &e(fagt . , . iß. 102.) 
[®timm : ©aVilter. — Süljit audjSfatfetSberg an, bet „eigenen %u$" fytt.] 

©iu3ua$ütad)t, bie 

©ö frfjeinct, baß tttetn ainn an beiner ©inäugS.^rarfjt 
©eßliirfter Sicher, mit nortj eine» abriß ntadjt. i3. 116.) 

[©rimm: fefjltl 

eifeufrei. 

3)aS ©ttfeit*f«be £aiü« lütrb nun bei £elm nW brüefen. 
[©rimm: fe^ft.J (©. 7«.) 

Sobenfrfjnitt, bet. 

: 2ie Icfite ^Jnicc fofl ben ^ aben*®d)nitt bergeffen - . . 
[©rimm: fött] (©. 190) 

3 euer flu &, ben- 

©tfdirorfene* Berlin, auf beineä SdilaffeS <5pti$en 
^iefot man ben geltet *&!»&, bie gumfen um fid) farujen. 
[©rimm: fctjltl (®- öS-) 

fteiierfdjluiib, bet. 

£*er ©tfttfc Qeuer=©cfjtunb 

5DIad)t, fjriebrid), belncn ffluftm unb unfer 3mid)jeu f unb. {€>. 49,) 
[©rimm: ©Dtier, Gdflkt, (Soettje, — 3m Äl. ©.*2B. &nfütjtung au« 
bem 3afcc 1734.] 

flamme nfälüg. 

ffomtit ! unbefleefteG $mmtel$finb, 
®rfd)etne ber uetbetbten Grr&en, 
Unb weil mir flamme n = fälj ig unb, 

ßafr uns burd) ötdi cnt$fmbet metben. (®. 207») 

[©rimm: febjt.] 

3f*mj. ix. 10 



136 



ttugen Weirfiel, 



ftctfcntjolf. 

Unb bort berfterfet fie, fa&olö man fie 6cf*ttut, 
3)en 3flerfc» fcoHen Selb" in eine <5d)mauen &aut. (©, 109.) 

[öiimm: feftt 

{Jorfdjgeroiiftr, baä. (©erifb(ei.) 

©ei barff baä gforfdM®erold)t not!) ibjei -Eieffe fenden. (®. 188.) 
[©rimm: fefyt. 

Qfreubentmb, ber, 

SBaS SB&itnbet flroffer Sßatm . . . 
Soft mit ber greubcn^rteb bie ftbent frafftiß tüEjret (®. 169. 
[©rimm: fe|lt.] 

grü^ltnglSücf, bet. 

$odi fe^t! £>a laum baS ©ife ben gTÜftnnjjfl»©H*en loeidiet, 
Unb öcpfjtirS liiiber fjcwcf) um feine £)B£j[e itreic^et, 
3Ble biefeS Unfietjeut ble (dfarffcn ©droW«n teflt » . , (3. 7.) 

[©rimin: filcimet, Sdjnribt (1790).] 

^abidfiftfjroorm, ber. 

Qx fließt bem &einbc narfj: bod) ifi ber Untetfdjttb, 
Dafr üjn bie ©rofernutf) hrei&t, ben ftelnb bie guxcfitfctmlett, 
ÜDer lute ein $afi1d,tf.i)U>arm burd) änflftUdieS 39emü&en 
S)ent Stbler fid> entlieft, unb fudjet 411 entfliegen. (©. 34.) 

[©timm : ferjttj 

Ijal&erftttft 

SBie lerdjt entaüii&ei ftd) bet Gafberftldte ©raubt. (®. 76.) 

[©rimm: fefjlt.] 
§au$gebanfe, ber. 

5>u fotlft auf ©djneden^irt baö £tmfc am SRttrfcu tragen, 
tlnb nuffer £aufe bid, nut ^au^öebartden plagen. (3. 181«) 
[©timm: fe^tt.} 

§f(benbüd bet. 

... 1) c i 11 e l b en & 1 i d erfdjttcfct. (©, 33.) 

[©timm: ^ageborn.] 

t&elbenmejeit, ba3. 

©r feneft fein tapfres ßtmpt; 

aSeii t^nt ber tiefte ©efimer^ fein Reiben toefeit raufit. 1 
[©rimm: ©oe%, ©eroinul.] 

infelöolt 

S)a$ ^nfeUboüe SOfaer. 1 

[©rimtn: feljlt] 

3a mm et lieb, bnS. 

Äetu mntte* l3antmer*Cteb uerfümmt ben %t)f>n ber ßuft. 
[©timm: ß^r. ff. ö. Steift.] <©. 85.) 

fiagerpfajj, ber. 

81 f§ man jum ^tb^uq 6Uetg, 

Hub jrltbrUj SHMbclmä ftu& ben Üaget*^lat^ üetltefi. («. 102.) 

[©rimm: otjne SBeteg.] 



2Iuö „)oimtm 9?fllentin lUctfcb»? ttJebidjlen. 



£oba(tar, ber. 

$a Ret), getrennter $elb, beln So6"8Utoi ergebt - . . (®. 78.) 

[©rimm: fefjlt.J 

Sufttaum, ber. 

$)er £ag gebietet aud), bet nad) gefd)U>äd)ter ftatfjt, 

Ttot Öufft.raum fiterer, bie ©terne bimctter madjt. (©. 90.) 

[©rimm: 2Bietonb, ©oeib>, ®d)itter.] 

fiügentoinb, ber. 

Sffienn mein ein fdmmcfiey SHofa burd) Sügenrolnb jerbridjt . . . 
[©rimm: fetft.] (*■ «*) 

luftbebürftia. 

... er [elbft Mrogt bie Seit 

£er luft.bebnrf|tigen uiib lolten ©tnfamfeit. (@. 194.) 

[©rimm: feljft] 
^Dlorbb cgierbe, bie. 

Bean $eib! bei« frlegcrifcfjer @eift 

3)id) au§ umfdjio&nem Öager Trift . . , 

Otcijt geiirD unb S;ob bodj mit SBerbrufj 

Der eroigen SSorie&ung ©djIuB 

SD« ^orbbeglcrbc toteberfticbett. (©. 43.) 

[©rimm: Dirne Querte. %iix ÜÖtorbüegier: ©frim; für morbbegterig: 
grijrf) mib Stiller. — Slufüljrung im $tl ©,-~933b. am bem Sa^re 
1734.] 

9ßorbblafe, ber. 

Der SRorb^iatJ jdget fidj, öje bangt bic Gkaufamfrtt 
Xm ©ttmb mit lltyrifien ©hat, baS nod) umfi 9?acfje frtjreüt. 

[©rimm: geuerba^J <* Ml.) 

mttttjoü. 

©eftt tftutfc mtb öofm«ngä*t>i>ll ben imgebenmnen gufe 

Muf feineö ©iege# ©a&n. i®. IÄ) 

[©rimm: SBiefanb, 81*.] 

neugefiü|t. 

. . , ber ncugeftüfctc %§xan. (@. 83.) 

|©rtmm: fe^lt.] 

jRäufrerfife, bet. 

S)ex gemtie £>immel brennt, bei burd) gefiäuffte© Äradjen 

SDtn feftiett 9* ä n 6 e r M G ein £tibe braut $u marfjcn. (@. 39.) 

f©rimm; Wjlt.] 

rau<f)t>ermH<fjt 

Waü bor ein ©rijirfftU fint bie frieden -tooUt ?tod)t 

Xmrrf) iHaudj-üermlfdjic QJJut entfe^idjer geniQdjt? (@, &2.) 

[©rimm: falt.'l 

jaateitüoU. 

Sias faatenüoüe geib. (©, 411.) 

[©rimm: fcljlt. 



138 



dueeit fffeidjci, 



<5atbung§feft, bn*. 

$te ©ar*nra iffc allein bon ©einem ©albung^geft, 
£>afe ber, fo Röntg ibcit, Sid> Sf&nifl nennen läft. 

[®rimm: fet|ft.] 

@albung3tag, ber, 

SWein Surft war »tonen toettl), ber an ben <Sa(fiiinflö Magert 
SJIetjr ©olb in inifbet £>anb, als auf bet «Stirn getragen, 

[©rimm: fel>(t.] 

©djrccten^faroc, feie. 

©o vottb burd) 3au6eretj bie ©d) reden Partie fdtfn. 

[©rimm: feljtt.] 

jc^rerfentjotl. 

£eä atrfjmctS ©echter brüdtr, jtcljt äße Shrctfft jufamnten; 
^od) öu gertfjeileft fie, mir ©dHetfen*t> ollen Rammen. 

[Oriwra: Sfjmitmef, Älopftoif u. 9L — 3m Ät @.*2B6. 
auä bem Safjre 1736.J 

6t$wefelgtft&, bß3. 

So» oben fteigt bet 9Ii% &üiaf>, 

Unb unten födjt ein (Sdjmeffei-GJrab. 

[©rimm: fctilt. 1 

©iegerbafjti, bie. 

Sife bet jcrftücftc f$einb, mit öiefcr Seiden Itfjurnte, 
5)lc rotl>e (Sicßeö-©at)n ben StreitciUieii oerfdjüeft. 

[@rimm: GHejebredjt, ©leint, Äretjdimann, Berber u. %. - - 3m ftl. 
©.-2B6. Änfüljmng am bem 3eit)re 1736.] 

€>ilber$eptet, ber. 

©eil no® Qk)t\m imb fltouö ben ©il&cr*©cerittT fuhren, 

[®rimm: fe^tt] ? »■) 

fteinumttäiiät. 

©ein Stem*umlränfeteS ftaupt - . . I®. W.) 

[$«inr, Sanfcrg: feljlt.] 

©trafgefäüe, bie ( ätte&tfjeil ). 

®e. 8ötiiaJ. aJcajeftät t/a&en , . . ihr (bet Umberfitöt) oud) bie Straft 
©e fäiie . , . miß Moben Qnaben jufltcnen inffen. 
[§enne, ©anberl: fe|lt| («• 6« «ümwrlunfl.) 

Strahlung, bie. 

3>nö uugeKtjniiebte ®o(b man notä ntajt ouSaeftredt, 

(S* fonre fidj nod) nidjt in ftollje Sogen fdtfienett, 

9Jodi ml ben 2BÖI6unflfn bet Steine Strahlung fdjieffen. (ÖJ. £9.) 

[$0>ne: fefjlt Sauber! ; nur aU SluSftraljtung, Söeftr anhing u. Ä. m. 
mit neueren Ouellen belegt.] 

jiromweiie. 

SSeil fie ber Stiften ©tut nidjt Stio&mmeife fa^en ftiefien . . , (©.35.) 
[§etjne: $djentotrg u %. — 3m Stl ©.--». Slnf Urning ouä bem 
Sfa^t 1725.] 



(®. *8.) 



3. S4.) 



(«. 109.) 



(fc 6.) 
riniQ 



(«. 43.) 



C*. 90 



8CU0 ^g&atm Sakntüt Pelf4»ä (Behielten. 


139 


fturmgemtfdjr, 




©ein 93orfa1j läffet jlrf) burrf) @turni*gemt|(^ten Stegen, 




©o wenig nid bcirt 3)tutJj, burd) ©djwertt uttö [Jeinb bewogen. 


[§ei?ne, ©anbete: fe^tt.] 


(©. 67.) 


$aumetfdd}, ber. 




©ein 31rm !jat ®[äubtß« gcfcftü^et, 




£ir, toctl fie »tdjt ber SaumelEctd) 6efor%t, 




$>er ©raufamFett ein ©rfjaufyicl Worten finS. 


(©, 94.) 


[gerrne, iSnnberS: fc^Ö.] 




Irttuer|udjt, bte. 




2B« bfltff bei« greuben^eft butdj ^tnuerfurfjt entweihen? 


[fjetyne, Staubtet; fefjtt] 


(©. 53.) 


umjctjranteit. 




tfr raifl bon kr Qebrücften ßcmb 
X?te uinbgefd}rcn(Cte freffel | treiben. 




{©. 42.) 


[§egnc, ©anbete; fi'fjftj 




uinftemt 




Umftc rittet Srieberid)! 


(©. 94.) 


[|>eijne r 8attber3: je^It.] 




int beraubt. 




Xtin unbcrautfjtcr ©caenftanb 




3ft nicht mit fdnoäraem ®nm& öeftridjen. 


(6. 208.) 


[|>erjne, -Eanbciä: fefjit.] 




unbe^roinoü^ unb mtbqroungeit. 




IDteä qUc£ wirb @ugen Ittmt unbej Win gltd} fdjätjen. 


(©. 39.) 


. . . b« unbe jiDungene teafl. 


(Sbba.) 


[$fljnc, <Sanber$: feljlt] 




wnerlaufert. 




(Sin »uerta uff ncö £t>b mar öeinct 3>etmttr) gfrudjt. 


(©. 136.) 


[£erjne F SanbfrÄ: fält] 




unöerroeltt. 




$üii toitfft ben 3tab in beine @[nt, 




35er $&pdu& unoertuclcfte ßroi«n. 


(©. 208.) 


K>epe, ©anbetä: fetjtt 3m 5tl ©. 9Bb. flammt bie 9(nfü(ji 


curtg roorjl 


dttd bem 3at)rc 1718; ba$ ^ßtctfcfitft^e @ebtdjt ift ober toal)rfd)em* 


lief) älteren Urfprung«.] 




»erftrömen. 




mann irjr uerftraftmteg ©tut bie gelber überwogen. 


(®. 13.) 


[feinte, Sanberä; % §oÜ«i), erleget u. St.] 




njfitan^ie^enb. 




3jf|re weitaus fe (je nbc Stlngljett. 


(B. 28.) 


[§enuc, iöDnbcrä: fe^lt.) 




»oeitcnttegeti. 




, . . rocit*ent leßene SDZeilnt. & 


49-1718.) 


[.germc, Srtnberg: feljlt.] 





140 



engen Sftct^el, Hu£ SfD&otm SSntentin petfd}« ©ebbten. 



©iegenfefi, baä. 

. . . ©$ feijrt fehl biegen* geft (<S. 87.) 

[§erjne, ©anberS; feljtt.] 

SSoIfenbogen, ber. 
£>ttmen6 S?tcfjt 

SSerftecft fid) ftfion am EJolcfenbüßen. (©. 210.) 

[^etinc, ©anbeiB; fe^It] 

SoUnftbetfe, bie. 

SBerm borten ©emca unübertomMieb. bltiftt, 

Sflufe i&m Öie teufte ©grifft sur 3BoIIuft:3>ecEe bienen. (©. 192.) 
[Ijetjne, ©anberä: feb^t] 

iDoduftooIL 

©fflüßcit cu<$ 

^[)t SSo Hüft Collen ©tunben- (©. 204.) 

trenne, ©auberä: fetjtt] 

SBuuber^elb, ber. 

2Ber fk*)£ ben 2Sunbcr£ielb unb rocr «ftaimet nidjt? (©. 32.) 

[|>enne, ©anberä; feljlt.] 

jctff eiferen, serftürfen. 

Dem treibt bie Slnflft ben Grfjemm aus bem jerfkijdjten ©tnlmtb, (S. H.) 
$ier ein a e t f t ü rf t e r §Crm. (Gbb.) 

[|>ebiie, ©anberS: fefjltj 

jinäbar. 

... bei $immel unb bie ©iben 

aWufe meinem ©ccüter ainSba&r merben. (@. 201.) 

[$>etme: ©cfn'iler, (SüntJjerJ 

BirfctfCiii ber. 

3>S 93(«tcÄ SlrtfeUglufe. (©. 130.) 

[£enne, ©auberä: fejjlt.] 

Unb jejjt no$ eine fur^e ©eridjtigung in eigener 3tugelegentjcit. 

3m neueftett ©anbe beä ©rimmfdjeii StöörterburfjS (10, 1), ben ntdt>t 
nur eine umfangreichere SBetiirf^tipng ©ottjaVbS, fonbern and) ein me(* 
fderjes 9£nfüb,ren meines „SIetnen (Sottfe^ebmörterbu^el" fem^etefmet (mos 
aber jcrjrocrltrft auf ben Herausgeber beS SBanbeä, auf äRorig $tnite, 
fonbern toofyl auf einen [einer Mitarbeiter äurürfjufübren ift, ba $emie 
in ber tür^lid) erschienenen neuen Auflage feine! breibänbtgen ÜSörterbucfjä 
bebauerticfiermeife ©ottfetjeb nur ganj bürftig unb mein $tl QMB6. über* 
b,aupi nicfjt berfirffidjtigt, obroofjl er e3 bejefjen Ijat unb ic£> in itjtu fogar 
einen roertboflen üWbcfteßet meines ©rofjen ©ottj^eb^or-terbucfjS, ba3 
bemnäcfjft bis $um 4., mit bem 24. Sogen abfctfliefeenben, |>eft »erliegen 
toirb, oerforeu labe), finbet ftd} unter bem SBorte „©prncfjfenner" folgenbe 
SSemertuitfl &u bem Qitat anä ®Dttfdjeb3 „©pradjfurrft" : t ,39ei SReidiel 55 
auf ber 4. Stuf tage mit ©peaerjenfeuner angeführt, — ^erierjen?" 

£a& Scrfetpn tiegt tjtet auf ber anbern ©eite. ®er SBerfaffer jener 
Sfotij giriert rootjt ben ©a& au§ bem SSormort ber 4. Auflage ber 
„3)eutfc|en ©ürQerjfunft", ^at aber überfetjen, ba| er ben ©afc au8 bet 



IS 3. SBtfcti, .QJtfljle* bei SHJhtdelmnnn, 



141 



5. ober 6. Auflage (aurfi $eüne £at nur bie 5. Stuftage in $änben 
gehabt, roie ba§ Gueflenoerjeidjnil in feinem SBörterbudi jeigt, er tonnte 
alfo mögtidjenfalfä bod) an ber 9lotij beteiligt getvefen fein) entnommen, 
bie beibe bie oerfdjiebenen SBorroorte ber früheren Auflagen mitführen. 3n 
ber 5. nnb 6. Auflage ift nun atterbingä, roie auf &, 91 , \o aud> im 
miebeiabgebrurften SJormort gur 4, Stuf läge aus bem „©pradjenfenner" 
ein „©pradjfenner" gemotben (nur auf @. 296 fyaben and) bie 5. unb 

6. Auflage ben „©pradjeitfetiner" beibehalten); bie 4. Auflage, in ber 
baS 2Bort sunt erften SBtate erjdjeint, jeigt ober ftetö bie boppeltrodjä* 
ifdt>e gorin beä Nortel. Sä tft atfo fein „ g$es jetjen " , icenn id) hau SSJort, 
mte angegeben, nad) ber 4. Auflage mitteile. 35aä 'öerfetjen brüben 
beftetjt öielmefjr bann, ba%> ber ©erfaffer ber rügenben SRoti^ nict)t ange* 
geben fyat, bafj er nad) ber 5. ober t>. Auflage gittert, foiibeoi bie Sejer 
im stauben läfjt, bafj er und) ber 4. Auflage giriere, ^aä ift ja menfaV 
lid>; füllte aber in einem miffenfrfjafttidjen äöörterbudje nia)t torlommen. 
3um menigftert fptlte man Slmnerfungen, roefaV einen anbeten in ben 
SBerbadjt ber glüdjttgfeH ober gar Un5UDedäffigfett bringen muffen, aufs 
gerat ff cnfjaftefte begrünben. 

„törajie" bei ttHmhtlmaint, 

San 
©ermann 3- SSSeber. 

53er nadjftefjenbe ?{bjdmitt entftamntt einer größeren Arbeit, betiteft 
r €?tubien $ur SÖebeutungäte^re im ©pradjgebraudie 2BincfeImann3'\ worin 
i^ oerfurfjt fjabe, ben gejamten ^orfteflunglinfjalt, ben SBtndelmann mit 
einzelnen ©ortern oerbinbet, au^uf^öpfen, itm baburdi gu einein befferen 
SJprftänbni* feiner ©driften 311 gelangen. 3)a ba3 SÖort „ÖSrajie" für 
bie fiiteratur beä adjtäeljntcrt 3aljrl}unbert§ überhaupt üdu SCBidjtigteit tft, 
mag bie Setjaublung biejeS Sorten im ©pr ad) gekaute SSincfelmannS 
als Stidjprobe fjerauigefjott werben. 

■ ©raste. „$ie <3tafu ift baS Dernnnftig gefällige" (#. 13), 

b. h. bie ©rajie ift bannige, mal auf bie Sinne einen angenehmen 
Steig ausübt, atfo afttyetifdje @£ementnrgcfüf}le auSloft, üorau$gefe£i, bafj 
biejer 9kij in bem SSejen be3 ben Sftci^ auSübenben Ringes felbft 
begrünbet ift. 

gittert ift aus ben fofgenben (sdjrifteit SBinrf elmarmä : 
„(Sttnnerung übtx bie ©«traffjtmtß ber 2Berfe ber Shinfr tn „©i6Itot§ef ber 
„frfjönen SBiffenfdjaften unb ber fretjen fünfte. " 

günfteu <8a>tbe3 erfteS ©rütf. Cefpaig 1759. (<£. ».) 
„fflon ber ©ra^ie In Berten bor ßunft/ tölb. (OL) 
„Stfiijan&luna, öon ber gä^tflfeit ber empfmbtmg beß ©a^önett in bn ffniift, 

„tmb bem llriterridne in berf elften," ^Dre^bett 1763. fg. ß. ©.) 
r @efd)id)te bei ßunff beö «ftextum*\ DreSbeit 1764. («j.ft.«.j 



142 



4>ermttnw 3, BeGex, 



I. 3m Mgemcinen; ai§ ntenfdjfirfje (Sigeufdjaft- 

,M$ ift ein ^Begriff oon roeitem Umfange, roeit er fitb auf aße 

„^anbtungen erftretfet $ie @rnjie ift ein ©efrfjett! bc* ßttuuffc 

„aber ntrfjt roie bie ©cfjönbeit: benn er erteilet nur bie ^Infunbigimg 

„unb go^iflteit ju farfelbeit. Sic bübct ficf> burcb ©r^tebung unb 

„Überlegung, unb fann jur Statur rochen, meiere baju gefrfj offen ift 

„Sie ift ferne Dom 3 raa "Ö e l &Dn UnnarürtidjFett] unb gefuditein SBtfee: 

„aber e3 erforbert Huf merffam feit unb ftleife, bie 9iatur [bie natürltdje 

„Anlage jur ©rajie] tu allen .fmnblungen, roo fie ficf> und) eines iebrn 

„Talent gu geigen bat, auf ben retfjten ©rab ber ^ctdjtigtcit ,^u 

„ergeben. 3n ber föinfatt unb in ber Stille ber ©eele roirfet fie, 

„unb mirb burd) ein milbeS $euer unb in aufgebraßten Neigungen 

„öerbunfclt etiler 9)tatfditn ihm unb $ntibcln nnrb burd) biefelbe 

„angeuef)iu, unb in einem fcfjouen Jtttrper (jerrfdjt fie mit gro&er 

Ff ®emfilt" m, 18/14). 

Somit ift bie „©ra^ie" eine tueufdjliehe (Sigcnfdjaft, tudaie auf 

notÜTlidjer $lniaa,e berufyenb, burrt) ben 90ßeujrf)en felbft au£gebilbet »erben 

murj, borf) fo, bafj fie ifjren Urfprnng aB Sßaturanlnge niemals Verleugnen 

barf, ba^er ba$ Ungejioungene tljrer (Srfcbeinuug. 2>a bie GJra^te fidj 

in ^anblungen geigt unb bureb bie ?lbroefentjeit heftiger pftirf)ifer]er 

Erregungen bebtugt ift, ift fie eine Stefterjfirfung pfndnfdjer 3uftanbe, 

unb jrcar ber „©tifle ber Seele". SBie bie „©ra^ie" at$ ©rfdjeiiutngS* 

form eines SStUenSafteä auf ber ¥tu£bilbuna. einer 9taturanlage berutjt, 

fieöt and} bie „©tifle ber ©eelc" eine Äwltur beä ®eifte3 bar, bie in 

ber Söetampfung ber 2eibenfd)aften irjren togong nimmt, ©o un^ulätigücrj 

bie 3)efiuition ift, bie SBincfelmann ödii ber ©rajie gibt unb fo roenig 

er toerfuajt, ben ©egriff ber QJrajie pljHufo|rf)tfä 311 analtjfieren, fo fann 

bod) feitt Smtftl befte^eu, bajj 2Bina*elmannS w @rajie\ in mistigen 

fünften mit ©djifler* „Stnmut" — ein Sort, rotl'djjed SBirufebnartn, 

beiläufig ermähnt, tiirrjt benu^t ■ — uuereinftiinmt. 

©Rittet jagt in feinem SUiffafee „Über Slumutl) unb SBürbe" (eb. 
©oebeefe Stuttgart 1871 X): 

„Wumutrj ift eine betuegtidje ©cbönbeit; eine Sdjbnljett nefjmltd), 

„bie an üjrem ©u&jefte jufäflig entfteben unb eben fo aufhören 

„fanu" ip. 66). 

Über ba$ ÜBerijältmS ber „©ra^ie" ^ur ,,©d)önbeit J ' bei SBinifeliunnii 

mirb meiter^in norlj im 93efonbercn ju ipredjen fein; ben „bemegtidjen" 

ßrjnrafter ber „^nmut^" mirb man für äöincfelmannä „©rajie" au$ 

bem llmftanbe folgern bürfen, ha% fie fidj „auf aße ganbtungen eeftrerfet." 

©djillcr fätjrt bnnn fort: 

„3ft aber bie Stnmutt) nur ein SBurredjt ber UKcnfdbenbttbung, 
„fo fann feine beqenigen Seroegungen barauf ^tijpruß maßen, bie 
„ber Sfcftft aueb mit beut, ma^ blofe 9Jatur ift, gemein fjat. — 
„SEBiÜfüfirli^en Verlegungen allem tann alfo Itnnmt^ jufommen, 



„(Mrö&te* tet Stiirfelmoiin. 



143 



„aber aurc) unter biefen nur benjeniflen, bie ein SfuSbrutt" moratifdjer 
„©mtfmbunaen fin&; (p. 68/69), 
roomit SBinddmaniiä! ^(ufierungen 311 oergteietjen finb: 

„$>ie (Srajie in ÜÖtrfen bet Äunft [uitb borf) moJjl aut^ in ber 
„Statur] ge^t nur bie menfdjlime tfigut an..." (O. 15). 

„ . . . c§ erforbert SCufnwrt)oinfeit unb §*feifc, bic Statut in aßen 
„,!paHbtungeu . . . auf ben testen ©rab ber £eid)tigfeit ju ergeben. 
„§n ber llinfalt unb in ber ©title ber Seele mietet fie [bie @ra$iel 
„unb mtrb burm ein railbcä fteuer unb in aufgebraßten Neigungen 
„wrbimfelt.- (& 14) 
SÜSenn ©djifler bann p bem Ergebnis fommt: 

„Stumuttj ift eine ©djonbeit, bie uirfjt oon ber Statur gegeben, 
„fonbern »on bem Subjefte felbfi tjeroorgebracfjt roirb." (n. 70) unb 
„(inblid) bilbet fit*) ber ©eift fognr feinen Körper . . . fe bafj fiefj bie 
„Slnmutb awlefet nidjt fetten in atrfjiteftouiftfje ©rfmnrjcit tj et m anbei t " 
(u. 80) 
mär)renb Sinrfelmnuu erflärt: 

„3?ie OJra^ie ift ein ©efdjent beä §immel&, aber nierjt mie bie 

„Sc^önfieit: benn er erteilet mir bie Slnfünbigung unb ^äfjigfeit jU 

„betreiben. @ie bitbet fidj burefj (Sr^iehung unb Überlegung, unb 

„fann jus Statur werben, roelcfic bn$u gefrfjaffen ift." (@. 13/14) 

fo ftiminen tntjädjlidj bte ^ier^er, menn «udj ©crjifler ben fubjeftioen 

6I)ü rottet ber 65rn<ue ftätftt betont, beibe Scanner überein. Sine 

Emergens jeigt fiefj erft in ber $rage nacb bem pjndjijdjen ©ubftrat ber 

fragte. $iefe$ ift für SBincMmann „bie ötitle", für Stiller „bie 

fämnc Seele". ©tfjitier fagt: 

„föne jrf>öne ©eele nennt man ei» wenn fidj ba# fittliefjc (Befugt 
„aller (Sntpftnbunaeu bei SJfanfäen ertblirtj bte §fl bem ®rab öetfidjert 
„bot, bafj e3 bcin Slffett bte Leitung be* ©tllenl ob™ ©dieu über* 
„laufen borf, unb nie (äJefaljr tauft, mit ben Entfernungen beweiben 
„im 5lUberfprucrj p fteljcn. — ■ (p. 103) 
ffliuefetmanu jagt non bet „©tüte" nur: 

„Sa ber (Jinfalt unb in ber ©title bet ©eete luirlet fie [bie 
„@rü3ie[, unb roitb buttf) ein milbe* $euer unb in aufgebraßten 
„Neigungen üerbnntelt." (@. 14) 
Söerflleidjt man biefen ^affu§ mit; 

„9ftan tönntc auf bie Figuren biefeS femeiteu etrurifefcen] Stifä 
„fo luut}!, ali beä etfteu, in gemifjer Stfnafje beuten, ma# jßinbarul 
„tmm ©ufcamaÄ jagt, baß er Dirne ©ratie geboren fetj. Überhaupt 
„mürbe biefer jmente ©til, oerglicben mit bem ©nedjij^en oon guter 
„fiett, an^ufebeu fenn, mie ein junger SJtenirfj, meldet bai (iJlücf einer 
„aufmerfjamen ©r^iefjunfl nirf>t gehabt, unb bem man ben güget in 
„l'cincn Segietben unb ^ufrooflung ber ©elfter frfjiefeen tafjeu, bie itnt 
„,^u aufgebract)ten .^anbiungen treiben, mie biefer, jage id], gegen einen 
„fämncn Süngling fenn mürbe, ben melrfjem eine roeifc ©sjie^uug unb 



144 



#crmoitrt % ©e&et, 



„ein gelittet Untetiidjt ba$ gener einfcfjtänfen, unb ber tmrjügltajett 
„ ©Übung ber 9catnr felbft, burdj ein gefitteteä 2Bejen, eine größere 
„{Srfjobenfjett geben wirb." (©. & 9. 110/111) 
(o erhellt, bafe im ©egenfafc gu ©filier, beffen „Jtfjöne Seele" eine burd) 
geiftige Arbeit errungene Harmonie be§ ÖJeifte^ mit ber Jcarur, bet 
Sßernunft mit bem ©innlicfjeu bebeutet, ^öindelmaunS „6tifle" auf einer 
UnterJDtfjuug ber Statur, be§ ©innlirfjen, burdj ben @eift, bie Vernunft 
fjtnmeift $ier get/t alfo SBinrfelmann erfjeblicfj über ©ayifler 1}inau§. 

ET. im S3ef onbetcu ; mit 3iüdfirf)t auf bie 33ar[tefluna, in bet bitbenben Itunft. 
„3m Uutettidjt , über Serie ber Äunft ift bie ®ra$ie ha% 
„finnlitrjftc, unb jur Überzeugung Don bem 5Sorpge bet alten SBerfe 
u wx ben feuern giebt fie ben begreiflicfrjfteu Öetueii: mit berfetben 
„mufj man anfangen 311 lefjrcn, biä man jur rpfjsm abftraften ©tfjön^eit 
„gerjen tann. 2)ie @ra$ie iu Werfen ber ftuuft gefrjt nur bie menfdjlidje 
rr gigut an, unb lieget nidjt allein in becen Seieitflidfcn, bem ©tanbe 
„[Stellung] unb @ebäl>rben [SRienenfpie!]; fonbetn Qu<fj in bem 
„anfälligen? bem ©crjmurfe unb ber Sleibitng. 3f|te ©igenferjaft ift 
„bal eigentümlidje iöerfyä'ltuifj ber rjonbetnben ^Jerfon jur ^anbluug: 
„beim fie ift mie SEÖaffer, n>elrf)e§ befto üollfommenet ift, je meniger 
„eä GJejcfjmad rjat; aÜe frembe ?irtig!eit ift ber &xa&k jomie ber 
Fr 3rf)on^eit naefjtrjeiiig, Stanb unb ©ebatjrben an ben alten Figuren 
„finb mie an einem äÄenfdjen, melier Artung erroedet unb f orbern 
„fann, unb ber rot ben Stugeu lueijer SJiännet auftritt: ifjte ©emegung 
„bat ben iiQtf)iuenbigen GJruub beä SBirfeni in ftd), luic burdi ein 
„flü|jtge3 feinet ©eblüt imb mit einem fittfamen GJeifte gu gefd)el|eu 
„pfleget . . . 3n ben ©ebäljtben ber alten Figuren bridjt bie greube 
„ntdjt in £ad)en au§, junbern fie geiget nur bie ^eiterreit vom inneren 
„©ergnügeit: auf bem (Befitfjte einer 39acd)ante blidet gldrfjfam nur 
„bie äßorgentötrje oon ber Söoöuft auf. 3m ©ettübuifj unb Unmut!) 
„finb fie ein S3ilb bei 9tfeet£, beffen Xiefe ftille ift, wenn bte ftlää^e 
„Anfängt unruhig ju rcerbeu; ourf) im emüfinbltdjften ®djmer$en 
„erjd^emet SZiobe nun) als bie §etbinn, metrfie ber Üatona nid)t meinen 
„mottle. 2>enn bie ©eele tann in einen 3uftanb gejefeci merben, roo 
„fie tum bet ($kojije be3 Seibenä, tüele^eS fie nia^t f äffen fann, ü&er= 
„täubet, ber Uuempfinblia)feit nafce Uimmt. D^e alten Äünftler rmben 
„tytx, mie itire ^)ta^ter, itjre ^Jerfone» gleic^fam aufecr ber ^anblung, 
„bie ©tffterlen ober 2Bet>f Ingen erujcden müfte, gegeiget, auö) um bie 
„SSürbigteit ber ^ienfd)en in Raffung ber ©eele DotäufteQeti." (@. 15/17.) 
5)ie ©tnulicr>!eit ber „©ra^ie" bent^t aitf bem Umftnnbc, bafj fie 
pfne^ifcr)e 3uftänbe mibcvfpiegelt: bo biefe öftia^ifdien 3wftänöe aber in 
bet $tbroeienb,eit heftiger Srregnng beftetjen, ift Sinnlitt^teit 6,1er nut 
tjerglädjirocife a(S ©innfänigfett p üerfteben. 2)a3 jeigt fdjon bet 
SJergletc^ mit bem SBajfer, toomit 3Binr!elmann ba8 Snbiffcrente bet 
©tajie bejei Anen mollte. ©0 ift ba§ ©efidjt be§ Stntitiouä im öeloebere 



„(Shttjit* Bei SBtwMmtmn. 



145 



, . , . ein SBitb ber ©tatie Iwlber 3ugenb, unb ber Sdj&nljeit blüljenbet 
„Safjre, mit gefälliger Unfcqiilb unb fanfter 3iei$ung gefettet, oljne 
„9lnbeutung irgenb einer Ceibflijtjjaft, tmldw bie ÜDereinfiimmung ber 
„%fyik unb bie jugenblidje Stifte ber Seele, bie fid? f)ier bifbet, 
„ftören tonnte/' (©. ». 9t. 409) 
Söenn SSincfelmann afe (Sigenfc^aft ber „©rajie" „bas eigenrJjümlirfje 
„93errjätrnijü ber t/anbelnben ^ßerfon jux £>anblung" üejeidiniet, )o fofl 
hiermit bie befonbere $lrt unb Seife, in ber eine ftelifdje Söeroegung in bie 
©rfrfieinung tritt, an^ebeutet werben, hiermit ift §u Dergleichen: Sdjopen* 
fmuer „£ie SBelt «U Sitte unb ^orfteHmtg" (eb. grauenftäbt I 264) 
„SSSie alfo Scfjönfyett bie entfpredjenbe ^Darfteßung be3 3Biflen3 überhaupt 
„bttxd) feine blo| räumliche (Srfdtetnunej ift: fo ift ^Srajie hingegen bie 
„entfprecrieitbe 3>arftetfung be* SBttlenä biirtt) feine j?itfirfje (Srfdieinung, 
„b. i ber twttfommen nötige unb angemeffene ^luibruef jebefc SiltcnäacteS 
„buren bie ifjn objefttbierenbe ^Bewegung unb Stellung, ^n Bewegung 
„unb Stellung ben Seit ictwti üDrauSfetjen, fo ift Sindetinannä StuSbruct 
„fefjr ridjtig unb treffenb, wenn ex Jagt: „Die ©ragte ift bas eigen* 
„tljümtidje Verljältnii ber fjanbelnben ^exfon sur §anblung", womit 
ba§ Seien ber „(Sragie" bei Sinefefmann inbeffen femeSwegS exfdjöpft 
ift. „3)er notfjwenbige GSrunb bt% SirfenS" erflärt, ma3 Sinrfeimann 
unter bent „bernitnftig ©efätligen" Oerftefyt. — 33i3 r)ierl)er jufautmeiifafjenb 
tonn man jagen, ba§ bie „®rajie" bei Sincfelmcinn bie (ärfd}einung&= 
form einer in Jparmcmte mit fieft unb ber Stuf^nwelt öertjarronoen Seele 
in ^Bewegung fei, inkm aber Sintfelntanu am t£nbe feiner ?[uäfat)rimgen 
(ö. 17) jagt: 

„$)ie alten S'iinftler fcaben Ijier, wie Üjre ®irf|ter, it>re $erjo»cn 

„gfekrjfam aufeer ber $anblnng, bie ©djxeefen ober Set^f lagen ermerfen 

„müfte, ge^eiget, auefj um bie SKürfaigfeit ber SRenfdjen in Raffung 

„ber Seele twräufteflen , . ." 

unb bem SDtVnfdjen „OSrajie" beimißt and) int Kampfe mit ber ^ujjcn* 

weit, erweitert er ben Segriff be3 „Vernünftig [Sinnltd)] @efättigen", 

womit er bie „®raäie" ibentiftsieri fmtte jum ^ein^SSernünftig^efänißen. 

$)a$ §tnauagef)en SinclelmannS über SÄttler im begriffe ber „©rajie 1 * 

bebeutet, ba& bie „©ra^ie" „Wmmitlj' 1 plus „Süxbe" umfafjt, 

®ie Definition ber „(Sra^ie" in Äunftwerfett, welrfje er in feiner, 
ben üorftefjenben Slusf Übungen ^ugrunbe (iegenben ©dtirift ,^-öon ber 
®tojie in ffierfeu ber $unft" bon 1759 gegeben tyatte, erhielt eine weit 
ptcjifere Raffung in ber „®efrf)tc^te ber Äunft be^ ?£(tertt)um^ w f wo 
bie „(Brajie" ben eigentlichen 3Ka§ftab für bie ©inteitung ber griecrjifc^en 
Äunft in Pier Sßerioben bitbete, infolge beffen fanu ber ©egriff ber 
„öirQjie" nur mit ^Rürlfie^t auf biefel Softem ber tier Äunftperwben 
erläutert werben- Sin tfel mann fagh 

„Ter ältere 8ti( ^nt bis auf ben ^tjtbia§ gebauret; burd) i^n 
„unb burn^ bie $üuftter feiner 3 e ^ erreidjete bie Ifuuft ifire Oröfee, 
„unb man fann biefen ©til ben ©ro^en unb |>oi}cn nennen; »on bem 




146 



üetmnnn % SBe&er, 



„^tajtteleS an bis auf ben £t)fi»pu§ unb Stpetle^ erfangete hie &unft 
„nietjr (Tratte unb llJefdlÜ gleit, unb biejer Stil mürbe ber Schöne 
„%ü benennen jemr. Einige 3«if «ai$ bt*N Äunftlem unb itirer 
„©cfjulc fing bie tfunft on ju finfen in ben 9cad)al)mern berfelbcn, 
„unb mir tonnten einen britten Stil kr 9iadniljmer fe^eu, biä fie fidi 
„enbüä) nad> unb nad; gegen itjren %aü neigete/' (©. ß. St. 214) 
ison einem SBerfe bei älteren Stils fjeijit eä: 

„Sie Strbeit beä Steins ift mit $!eife auSgefüfjret, unb e§ fe&fet 
„ben Figuren nitEpt an Sluäbrucf: bie 3ei(^nung bettelten aber ift fteif 
„unb platt, bie Stellung gelungen unb oljne iSratie. 1 ' (ö. St. %. 218) 
unb jagt bann weiter: 

„2Benn mir aber mie »on bem Otadibrutfe in Eingebung bet 
„Steile an iljren Meinen Figuren auf SKün^en, auf größere, üuoi auf 
„ben imd)bnir!lirf]en Slnöbrud^ ber Jpanblunflen fei)tie&cn bürfen, fo 
„mürben bie £iinftler biefel SttlS it/ren Figuren fycfiige .J>anblungen 
„unb Stetlungen gegeben ^ükn ; \o mie bte äjtenfdjen au§ ber gelben* 
„jeit, »on meieren bie Sünftter iffte SSotmürfe machen, ber 9?atur 
„gemäfe Rubelten, unb ot)iie iijren Neigungen ©emalt au^utljun. — 
„2Bir Hütten überhaupt bie $ennäeidjen unb Sigeitjcrjaften biefed altern 
„Stil* fürjlid} alfo begreifen [aujamtnenfaffeu]: bte ^eidjnung mar 
„narfibrütflidj, aber I?art; mäd)iig aber afjne ®ratie, unb ber ftarte 
„HuSbruct oermmbert bie Schönheit." (@. f. 9t- 221) 

„Die ßtgeujaiaften btejeS altern Stil« roaren uitterbeffen bie 
Vorbereitungen sunt tjotjen Stil ber fönnfk, unb jüljreten biegen %m 
„ftrengen tftidjtigteit unb juiu (fotjen Sinsbruel: benu in ber flirte 
„»on jenen offenbaret fia) ber genau bezeichnete Umrtfe, unb bie 
n ©en>i|t)eU ber ftenntnifj, mo alles aufgebest cot klugen liegt — ♦.* 
(ö. St. & 222) 

„$)er ältere Stil mar auf ein Srjftema gebauet; meines au* 
„^Regeln beftanb, bte oon ber 9tatur genommen mareti, unb fiä) nadlet 
fl »on betreiben entfernt Rotten, unb äbeaüief) geioorbeu maren. SDfan 
„arbeitete mef)r nad) ber iBorjdjrift biejer Regeln, aU natfj ber Ücatur, 
„bte nü^uajmen mar: benn bie Jlunft tjntte firf) eine eigene 9taiur 
„gebtlbet. Über biejeä angenommene Snftema erhoben fid) bie Üer* 
„befferer ber Äunft, unb nätjertcit fic^ ber äöobrbett ber 9?atur. §iefe 
„lefjrete aus ber Aparte uub »on berourjpnugcrtben unb \ak abgefdniittenen 
„5b,ci[eu ber g-igur tu flüjjigc Umriffe p geben, bie getoa(t|ainen 
„Stellungen unb §miblungen gefitteter unb roeijer ^u machen, unb 
„fia) meniger gelebrt, all fdjbu, ergaben unb gro^ gu jetgen. M 
(®. ff. %. 224) ... 

„$}\t »orneijinfte Higenfeftaft, buret) meiere fia) tiefet [ber jdjöue Stil] 
„üdu bem M)en Stile unter fietbet, ift bie Otatie," t®. Ä. %. 227) ., . 

„{£i biibet fidt) biefelbe [bie ©ratie] unb mo^nci in ben ©ebe^rben, 
„unb offenbaret ficti in ber .ftnubiung, unb Semegung beä Körpers ; 
*jct fie äußert fitij in bem Söurfe ber ilteibung, unb in bem gangen 



„(Skajie* bei SBhttfclmami. 



147 



„^tn^uge: . , . ©ebaefjtc gro&e 2J?eifier bt% fwf)en ©ttfs Ratten bie 
M '8djÖut)eit aflein in einer ooHlommenen Übereiuftiinniung kr Steile, 
„unb in einem erhobenen ftuSbrutfe, unb met)r ba3 marjrfjaftig Sdjüne, 
tt a\% ba& ßieblidie gefudjet. $)a aber nur ein einziger begriff ber 
„Strwnfjeit, melier ber t>Örifjfte unb fidj immer glcidj ift F unb jenen 
„fiünfttern beftnnbig gegenwärtig war, Imm gebadu: werben, jo muffen 
„ftrfj biefe ©dimitjeiten aflejeit btefem ©Übe nähern, unb fid) einanber 
„(itinlid) unb Qleicf)fj>rntiß werben . . , 9Benn nun ber ßJmnbfafc beä 
„hohen Stils, wie cä fd)einet, geroefen ift, baä ©efidjt unb ben ©tanb 
„ber @ötter unb Reiben rein rwn SmpfutMidjtrit ['Ja^igfeit j/a. 
„enwfinben], unb entfernt rwn inneren Empörungen, in einem ©(cid)* 
„gewichte be* 0efff$fe, U jib mit einer frieblidien immer gießen Seele 
„uoräuftelleu, p mar eine geroiffe öJratie mcftt gefuerjt, ruiet} nicht 
„anzubringen. £>iejer 9Ui£brucf einer bebeutenben [bebeutfamen] unb 
„rebenben Stifte ber Seele aber erforbert einen t)üf)eii SBerftanb." 
(Gfc ft. 8. 220) . , . 

„3Me nathftcu ^adjfDlger ber grufcen ßkfefcgeber in ber Äunft . . . 
„lurfiten ... bie hohen SctirVnrjeiten» bie an S tarnen ihrer grofeen 
3?eifter wie twit ber Jiatur abftracte [abftrahierte] ^been unb rmet) 
„einem iietjrgebäube gebübete £f Drmcri waren, näher jur Stattti ju 
„führen, unb eben baburd) ertitelten fie eine größere SHamtigfalrigfeit. 
„Sn biefem tScrftonbe ift bie @ rotte 511 nehmen, welche bie SJceifter 
M$ f dienten Stils in irjve ©erfe geleget haben." 

„9tber bie ©rotte, welche, wie bie IKujen, nur in $MeH 9comtu 
„bei) ben atteften ©riechen öereljrct rourbe, fcheuict, wie bie ißenuä, 
„beren ©efpicteu jene fiub, uon üerfdticbener Statin gu fenn. ©ie 
„eine ift, wie bie Ijimmlijdje Söcnus, Don höherer Geburt; unb oon 
„ber Harmonie gebilbet, unb ift befirinbig unb unöermiberiidj, wie bie 
„ewigen ®ejefte üoh biefcn fitib. ^ie ^wote ©rntie ift, wie bie 
„SSenui t>ou ber £tc>ne geboren, mehr ber SJcaterie unterworfen: fie 
p tp eine 'Jodjter ber ßeit, unb nur eine ©efolgiun ber erften, welche 
„fie aufunbtget für Diejenigen, bie ber f)imm(ifrf)cn ©ratie ntc^t 
„gcmeitict finb. 1)ie)e läBt fidj herunter üon iftrer ^o^eit, unb motfjt 
„firri mit 2JIilbig!eit, otjne Srniebrigung benen, bie ein 9tuge auf 
„biejelbe werfen, tb,eill)nftig: fie ift nidjt begierig 31t gefntlen, fonbern 
„nicht unerfamit ( ^u bleiben- 9f«w (Mrntie ober, eine ®cjetlinn ftfl« 
M ©ötter, frrjeinet fiefj fetbft genugjnm, unb bietfjet fid» uidjt an, fonbern 
„initt gefud)et werben; fie ift gu erhoben, um firf) [eljr finnlid) ju 
„mödjen: benn M 0Öa)fte tjat, wie ^iaio jagt, fein ©üb, SOZit 
„ben ©eifen ottein unterhält fie fit^ ( unb bem ^bbel fben Üaien] 
„erlernet fie ftürrifd) unb lmfreunbtid); fie rjerfd)licfeet in fi(^ bie 
„iBinrcgungen ber Seele, unb nähert fid) ber iceligen ©tillc ber 
M ^H>ttttd)en s JIntur, mm welrffcr fief) bie großen Hünftler . . . ein Söilb 
(l ju entwerfen fugten. 3)ie ©riertien würben jene ©ratie mit ber 
„&ümjd)en, unb biefe mit ber lEorifdjeu §armonie öerglidjen traben." 
(©. f. «, 231) 






fctimcnn 3. Se&tr, 



Xiefe jroeite Gfro&ie nun ift ba£ rigentti^e Gqarafterijtitäe bei 
föönen @til*. 

„Xif HünftUr beS frönen Sitte gejeUeten mit ber erften tmb 
„büdjfteu (Mratie bte tmvtt f unb ja roie be? Römern! 3uno bat 
ftf[ bei #euus na§m, um bem Jupiter gefälliger unb liebend 
„rpürbiger au erfdjeinen, fo judjten biefe 2Reifiei Die höbe Sdjönheit 
„mit einem jinnltdjern Map $u begleiten, unb bie (Mrofe^eit burd) 
„eine Auoortomntenbe (SMäUiglett gleidrfam gejcüiger gn machen- 3)ieje 
„gefälligere (^ratie rourbe jnerft in ber loteten erzeuget, unb burdj 
„biefe brr JÖilbfaucren mttfld^rilrt." f®. Ä. Ä- 232) 

„Da* Mannigfaltige unb bie meutere SBerfdjtebentjeit be§ Stug* 
„bruef* t^at ber .jparmonie unb bet ©rofjljeii in bem fdjönen 5tile 
„feinen (Siuirag: bie Seele äußerte fid) nur mie unter einet ftiflen 
w8I° ,< fa bti liöafjerl, unb trat niemall mit Ungeftüm fjerDor." 
(©, Ä. 8. 238) 

Sinddmann unter jefjetbrt alfo in ber „©efdjtehte ber Äunft bei 
VUttrttjiiiuÄ", roenu attd) nidjt in feinen früheren ©djriften, roie bem 
V[iifja(je J&oa ber (*Jraite in Werfen ber ftunft" pei Arten omt ®ra$ie, 
eine „liüberr" ntib eine „ntebere". ©agt SBindelmann Don ber erfteren 
Jjit ift ,tu K$afttn, um jid) fiimlid) ju madjen", fo fttmuit biefee uicrjt 
mit ber, in bem Wuffajj „SJon ber ©rajic in Serien ber Sunft" gegebenen 
^Definition bei „bernünftig gefälligen". ©^ ift eben, roenn äöindelmaun 
Düii M Oca|te M ipridjt, juuädjft bte „niebere ©rajie" 511 berfteljen, bie 
<Mr<we kot' iloxnv. ©u erflärt e* fid), menn SlSintfflmann einerfeitä 
tuun hüllen Stil mit SBcjug auf bie fltiobegruppe Jagt: 

„fo mar eine geiuiffc (Tratte [näinlid) bie ntebere] nidjt gejud)t p and) 
„itirfit anzubringen." (©. &. $1. 22Ö) 
aubererfettö; 

„Turd) biejflk [bie »$n$ftc ©rajte"] roagete fid) ber SKeifter 

„ber Wiobe in ba# Üttrtdi unforperltdjer 3been, unb errettete ba§ 

„Qktjrtmmf], bie '3i)betfnuß.ft mit ber fcÖdjfhn Sdiünqeil ju ocreiuigeu: 

„er mürbe ein 6$0pfcs reiner ©elfter unb lummlifdjer Seelen, bie 

„feine ©egietben ber ctmie ermetfen, fonbern eine auftfmulidie S8etrad)tuug 

„aller 6diimlieit feisten: beim fie feieinen nid)t gur Sribenfdjaft gebilbet 

411 jeun, Huikru biejelbe nur angenommen 511 baben." (Ä.Ä-Ä.232) 

%\t jföm &iq/k* t luelrne „in lief» fee Betoemaa ber Seele 

„Di'rjdjlicfut unb fidi ber (ctttfiell Stille ber (Uöttlttnen 92atnr uätjert", 

bat nueu fontinuicrlidieu ^ujtatib L ^ur 3Jotöu*febuitg r reo bie Seele 

reinem Wtfyi Md$Mi ift unb infolgebejien nidit leitet in bie finnlid 

örfmeinung treten !anu. bie „tiitoere" einen folgen, in u*eld>em bie Seele 

Nfl VUiiKitblid erregt ift. ohne ba& baburdj ihre Ginbett, rwldje fte 

bnrri) ÖÄnbigung kr i'eibeufrbaften ermorben tjat, gefrört roirb* «ipier^ 

ktm erbalt ber mrnfcbUdic Äorper» in ber Äatur foroobl al# in ber 

^iafti! p ba* .Unge^nungeue"* unb erfcbciut im jdjönftcn SbenmaB, ba 

fein iti\ auf Höften eine* auberen fenwrtritt, woburd» bte Umriffe fanft 



„GkA^te* bei EJinifflmattit. 



149 



ineinanbcr übergeben ; inbem ba3 „Ungejmungeue" bann autfj auf hieben* 
fctdjlimeS, roie bie 2>rnperie, auSgebetmt roirb, üerbla^t ber begriff ber 
„niebercn ÖJraäic" unb fällt mit bem ufuefleu be£ Öiefälliafn, einmütigen 
jufammen. 3m ^lnJQ)tui an ben SBcgriff ber „nieberen" ©ragte, bodj 
mit 9kcaio)t auf ben für biefe geforbciten rjofyeu etfyfcrjen ©erjalt tft eä 
gii r<erfterjen, roenn 303 indel mann Sftenanber ben etften nennt „bem ficfj 
„bie fumifcrje ©ratie in ifjrer ticblimfteu @d)bnf]eit ge^eiget fjat." 
(®. ft. «. 346) 

$o3 nähere SBerijättm* ber „rjöfcjeren" ^ut „nieberen' 1 ©rojie tann 
am tieften bunt) JöetgUidj mit ©rfjitterä Söegriffen ber „Stntnuu}" unb 
ber „SBiirbe" feftgeftellt merbrn. #atte ©djiüer in bet „Suimutl)" ben 
ÄuSbrucf einer „fdjönen ©eele" geferjen, fo ift tym ber Mitfbrarf einer 
erhabenen ©efinnung „Sürbe", 

„3)ie ftfjöne Seele mufj fid) atfo im Effect in eine erhabene 
„iKiroanbefn . ■ ■ SJeijerrfdmng ber Xriebe bnrdf bie mocalifme #raft ift 
„ (Seiftet fcetjt>ctt r unb Stürbe Reifet it^r $iu3brutf in ber Srfcrmnung." 
(p. 110) 

tiefer begriff ber „Söürbe" ift ium r une im $8orftefjenben gezeigt 
ift, in SSSinrfelmannl begriff ber „©raäic", al§ ^rftfietuung^form ber 
„©tille" erhalten, ©filier tnbelt SBincfelmann, 3 tt e p mdrfjc ber „äöürbe" 
fsfontnmt, ber „©rajie" äugefrjrücfjen ju tjaben. Grr jagt: 

„ÜJiit bem feineu unb großen ©inn, ber ifmt eigen tft, rjat 
„Sinfdrnann (®r[d)jcrjie ber Äunft. ßrfter Xfrjcit. ©. 480 folg. 
„SBiener Sluagube) biefe rjüfje ©djöntjeit, melcfje au% ber Söerbinbung 
„ber ©ra^ic mit ber Sfiiürbe l)ert>orgerjt r aufgefaßt unb bef abrieben, 
„Siber mas er oereinigt fanb, unfjm unb gab er aud) nur für (fineS, 
H unb er blieb bei) bem ftetyen, roa$ ber blojjje ©inn irm lehrte, orjne 
„tu unterf litten, ob e3 nirfjt tJtelleid)t notfj ^u Reiben ferj. @r 
„nermirrt ben ©egriff ber (Urämie, ba er 3üge, bie offenbar nur ber 
„ÜBürbe jubmmeu, tu biefen Segriff mit aufnimmt. ®rajie unb 
„Sürbe finb aber tuejentttefj üerfrfjieben, unb man ttjttt Unwdjr, ba§ 
„gu einer @tgenfcfjaft ber ©ra^ie p madjen, wa$ mrtmefjr eine 
, F @infa)ränfimg berfelben ift. Sas Sötnfelmann bie rjotje, ^imrntifd>e 
„©ra^ie nennt, ift md)t$ anber3, als ©d)on|eit unb ®ra$ie mit 
„übermiegenber Sötirbe. 

„Xie tiiiitmUfctje ©rajie", fügt er „jrfjeint jidj alfgenügfam, 
„unb bietet jirf) nidjt an, foubecn unlC gefugt roerben; fie ift ju 
f> ert|abcn, um jid) fer^r finnüdj ju madjen. ©ie üerfmüefet in fid? bie 
„Seiüegunßen ber ©eek, unb naejert ficfj ber feiigen ©tifle ber göttlicben 
„3iatnn — „Smrcfj fte", fagt er an einem aubent Crt „roagte firfj 
„ber Münftler ber s JÜobe in baä SReidj un!or^erli^er 3been, unb 
„erreichte boä ©ebeimnii, bie tobeSangft mit ber l)öd]ften ©djön^ett 
„gu üerbinben" (cS mürbe fctjroer fenn, gerinn einen Sinn ^u finben, 
„roenn e* nietft augenf^eitttid) märe, ba% fjier nur bie SBiube gemenut 
„ift) er mürbe ein ©crjorifer reiner ©eifter, bie feine SSegierben ber 



fcermönn 3. ©«ber, 

„©tnne erroeifen, benn fie fc^cincn nid>t jur feibenjäjaft gebtlbet $u 
„jcnu, foubern biefelbe nur angenommen ju (jabcn." — 
„tönberäroo Reifet e§: 

„Xie Seele äußerte fid? nur unter einer ftiQen gläctje be* äBafier*. 
„unb trat niemals* mit UngejHhl rjerüDr. ^n ^DrfteEung be* £eibenä 
„bleibt bie grüfjte ^Jkin t»erjd)loffen, uitb bie '{Jreube fdjroebet roic eine 
„janfte Suff, bw fauni bie glättet rühret» auf bem ©ejidjt einet 
„üeufüttjea." 

JSSi bieje güge tarnen ber äöürbe unb nirfit ber ©ro^ie 

„#1, betin bie ©ra^ie Derjdjliefet fieft nittjt, fonbern fomint entgegen: 

„Sic ©rafltc madjt fid) finnlid), utib ift auci) rric^t ergaben, jonbern 

, r jrf)üu. Sfber bie iüiürbe ift es, mag bie Statur in ihren XHiiBcrungen 

„jurücttjält unb ben Bügen, aud) in ber $obe#ana,ft unb in bem 

„bitterfien Reiben eines fiaotoon iKutje gebietet." (p. 117/118*) 

Vieler Xabel Scrufto ift nidjt aerrcrjtfertigt. Sie BatBCgilM in 

„©ra^ic unb Coronen in ber ÜJeutfdien Üitteratur be3 IS. 3nrjrf}unbert£'\ 

.fniniburn. 19O0 (p. 57) gezeigt tat, ift SBincfelmann ber erfte gcroejen, 

ber baä 2£ort „QJrajie" in ber SftljeHr gebrouriit (>at; el tag a[\ü fein 

Sprcidygebrnurfi nur, mt ben er fidi hatte $fl tiinbeit braudjen. fiaofooti 

unb Vaifotficn, rt»eldie SdgiQfi au€ SÖrMtfdnflftfl gittert, zeigen überbie£ 

und) Sttimfrlmann, „niebere" unb nid)t etwa „tjöfjere" ©ragic f mie Sdjiller 

aiwuieljumi fetjeint SBincfelntnnnsJ ' „niebere Ö*rajie" umfafet ®et)iHer8 

„Wutmitrf unb „SBütbe"; ben S&KM ber „SIntnuttf repräsentiert bie 

fetfCtfcnte auf beii äJtttajai ber $njet 9Jnrus (QJ. St X. 238), ben ber 

„Süürbc" 4,'aofpon (ibib.) unb ba narf) Stifter: 

„$a Stürbe unb ?(nmutf) itire üerjdjiebenen (Gebiete fjaben, 

„rourinn fie fid) äußern, fo fäüe&en (w einnnber in berfclben ^erjon, 

„in in bemfdben 3uftonb einer ^erfou nidjt Uli; uirtmetjr ift e$ nur 

„bie Ulnniutn, noii ber bie Söürbe itjre Beglaubigung, unb mir bie 

„SÜJürbc, tum bev bie Slnmutf) irjren feert empf fingt." ip I! 

(0 btaüft ber Unter jehieb bei ©dn'l'lcr jnrifdjcn „Stnimitli" unb „Sürbe" 

in U'lvti'i Snjtatt bodi auf Slbftrnftbn, itnb für ffiiiictclnwnn, ber Don 

beut entpivijiii (gegebenen aitöginfl, unb titelt bas Söffen ber (Virale an 

unb für ftdi, roie er el bei ber „6d)önf>eit" roenigftenä üerjuente, jonbern 

frftltefdidi bod) nur bc9 ÜBejm ber ©ra^ie „in Werfen ber Ätinft" 

ergninben molltc, innjite eine auf Ütbjirartion benitienbe ^wfllieberung 

ber begriffe fernliegen, cd fomint e^ benn, bnjj SBincfelmann bet 

^iuifooiii-|vuppe „fifatgte*, ^diitler „Stürbe" jrfpivtyL, otjue baß i()re 

Vlnficnteti über ba^ Ämiftiocr! ou^einnuber geben; el ift eben lebiglit^ 

eine 5 tn fl e ber Seninndnaje. 

Aber uid^t nur injof-vn aU bie „niebere" ©ta^ie bie „©ürbe" 
einfcnltefet, reicht fte über lue „SlnmntlT tjinau^. Srniöer* w ?tnmutt>" 
ift au*id)lkölid) eine SifiHttjaiftt^ift be* ©ubjefti, ba^ ift bie „niebere 
ffagit" mir mfomtt ai* (ic B v Bürbe" ift; all „StnmutV 1 ift fie 
natürliche iiaununie, nljo rein uaio, nur m biejent ©inne fann bie 



„QJrrtale* bei SQtnrfclmcmn, 



151 



©ragte = „ttantttf öcr 9ked>nnte erffärt roerbeu. SBindelmnnn überfarj 
biejeS, all er in beut ftuffafce „SBon ber ©ra^ic in ÜBJctfcn ber ftunft" 
öon bei ©rflÄic fagte: H @U bilbet fidj bnrdj (Sräwrmncj unb Überlegung, 
„unb fann jjitr Watur werben, roctdjc ba$u gefdjaffen ift." (@. 14) 

"ülber auet) all „SBiirbe" ift bie „ niebere (^rasie" in bem ©inne 
uatürtid), a($ in itjr bie ©imilicfyfeit roenn auefj mit als imterliegeiibeS 
QJegenfpiel, erfc^cait: 

„ . . . fo fucfyten bieje [bie nndjften 9Zac^fotger her großen ßtojeft* 

„geber in ber ßunft] bie fjofjen ©crjöntjeiteu, bie an (Statuen ijjrer 

„großen UKeiftev rote tron ber flentut abftracte 3bee«, unb nadj einem 

„Sefpgebnube gebildete formen roaren, narjer 311t 9cntur p führen, unb 

„eben bnburd) erhielten fie eine größere ÄHannigf altigfeit. " (@. $. %. 230.) 

£ro& 20incfeünann3 eigener ^epnttion (Ö. 14) graoitiert ber Segriff 

ber ©to^ie bei irjm bitrdjau* natf) bem iRntiirlidjen fjin, roenn man unter 

bem SÄatürHctjen im Ijöfyeren ©inne Harmonie ber Seele ürrftefjt. $>enn 

©indelmann ftiinbe nid)t auf antifem Stcmbpunfte, roenn er niefjt foldje 

(aentome als in (efcter 3iiftanj in ber Ücatur be3 üfteiijcben begrüubet 

gefeljeii hätte- fiaofoon unb bie SBRcdjanHn ()aben (Urämie bebeutet ba% 

fie in ruberem Sinne reaüftifdj fiub, cf. „3)ie ©ra^ie in bem gufälligen 

„alter ^iguttn, bem ©rfjmurfe unb ber ÄIcibung lieget, roie au ber gigur 

„jelbft, in bem, xw% ber Stfotur am nätfjften fömmt." (OK 19-) $>« 

„grojie" ober „tjotje 4 * SM mit feiner „rjöf-eren ©rnjic" repräsentiert ben 

3freaIi8maÄ, bei* „fdjüne" Stil mit feiner „nte&eren ©rogie' 1 ben 9teali?mu9 

in ber gried)ifd)cu Äunft. 

3ujomuieitfafjenb fanu mau Jagen: „^tuntiLtt)" tft bie ©rjdjeimmg 
ber fd)Öneit ©eele, roo @üintid)feit unb Vernunft harmonieren, „SSürbe" 
bie ©rfrfjctmtng ber burefj bie Vernunft beberrfenten ©innlicrjfeit, bie 
„niebere ©ra^ie" bie Srfcfjeimmg gebitnbencr Sinnftdjfeit 3>ie „t)ö^ere" 
Ökasie tft roeber in bem ^Begriff ber „Öh'ajie", roie SBimfelmann biefe 
tu B 3Jmi ber @kajie in ©erfen ber Äunft" befiniert, norf) in bem ber 
„9(itmutl) H unb „Stürbe" enthalten, fie ift bie ffirjdjeitiung ber reinen 
SBtrnuitft. Söinefefmon« fjat biefeu Mattini ntcfjt weiter orrfolgt 

SBintfelmanitä S(bro«i(t)en rron beut ©prad)gebraud) ber JJroitjojen, 
itnb biefer itnr bort) jiniäc^ft bei Stiiftwtjme be§ SöorteS in bie Üerminofogie 
ber beutfdjen 3(eftt)eti! j« berürfftc^tigeit — ^ßornegnt) (a. a. D. p. 55) 
jitievt ml Voltaire: 

«Une belle personne n'aura pomt de graces dans le visagc, 

«si la bauche est fermöc sans sourire, si les yeux sont sans 

«doncenr. Le Bdriecu n'est Jamals gracieux; il n'attire point: 

il ftpprociie trop tie severe qni rebute.» — 

unb bie biejein suroibertaufenbe StuSbe^nung be§ öegriffeä ber ©ragte 

r>ängt Dcjnc ßtoeifel mit feiner ^liifjaffttng be^ ©rtjabenen jufammen. ®a 

er in bem „(Sr^abciten - nidjt ba& feinen 3*iroit3 Überragenbe crblidt 

»ertjiubert iljn nictjtö, ben begriff ber ©rajie auf alle jjälle au^ubetjnen, 

roo bie ©eetenfjartnonte be^ äJcenj^eu ungebrocejeu bleibt. ÜaoToon get)t 



&W*. ix . 



11 



152 



# er mann 3K SBe&cr, „©raate* &el äBtittfclmann. 



bnS „(Srfyabeue" ab, roeit er rea(iftifd) ift, er Ijat „©ra^ie", roeil et bie 
Unter jodjiina, ber ©mitlidjteit burd) bie Vernunft §eigt: nirtjt* fijnnte 
befjer bat inbioibueüeu ©ora%ebraudj Sindelmannl fenitäeicbnen, als 
bie ber Saofomigruppe ängeiprortjenen ©jntbeta. £a§ ÜBerfjaUniS ber 
„©rajie" ^ur ,,©d)önJjett" fami erft bei ber Unterfudjnng ber „©d)ön= 
bett" erörtert werben; es inufc fcier genügen, nuf ben folgenben *pajfu3 
bi iijumri je n : 

„©ebadjte gro&e Reiftet bef fjoljen ©rilä Ratten bie ©cfjönrjeit 
„allem in einer ooUtommenen ÜbtTemfHmmiing ber Steile, unb in 
„einem eetjubenen ÄllSbtttcfe, unb mehr ba§ luatjr^afttg ©d)öne, n{$ 
„bal 4He bliebe rjefndjet. 3)a aber nur ein einziger begriff ber 
„©djönfait, melctjec ber tjtkrjfte unb fid) immer gleidj ift, unb jenen 
...Jliinftlern^beftftnbtg^gcflenitjäriifl mar, tonn gebnebt rcetben, fp muffen 
,.\\d) bieje ®d)Öntjcitcn afleseit biefem Silbe nähern, unb fid) einaitber 
„äimlidj unb gleicfifbrmig merben: ... 2Bcnn nun ber ©runbfafc be* 
„fjoben ©tilS, )üie c§ jdynnet, geroefen ift, ba3 ©efidjt unb ben ©taub 
„ber ©otter unb gelben rein oou iSmpfinblicbfeit, unb entfernt öpii 
„inneren (SmpÜnnigen, in einem ©leidigt-miibte be3 ©efübtö . . ■ opr* 
„aufteilen, fo mar eine gemiffe ©rotte utd)t gcfudjt, aurft nid)t 
„anzubringen." (@. §t. 9i- 229) 
rooraitö fjeroprgefyt, bofe ba* SSerijaÜni« ber „©rfwubeit" pr „©ragie" 
genau bein ber , t ard)itetfrmiftbeii ©d)öubeü J ' jur „Slnmutlj" bei ©dn'ller 
eutjprirfjt. jE)ie[e3 jagt fid) auetj im ft-olgenbem 

M £>ic}eä ift allgemein gefproetyett bort bem SKJef entließen ber ©cfjPiM 
„beit beS ©e|id)t#, roeldjeg in ber $orm befterjet: bie 3% ""& 
„Äeijunßen, meiere biefelbc erfreu, finb bie ©ra^ie." (®. S9. 8) 
$5a3 Mbjcftto ju „©rutie" ift „fieblicb": 

„Stlbnno tft ber Tialn ber ©ratio, aber nidjt bet Ijöcrjfren, 

„toddjer bie Hlten opferten, fonbern ber unteren; feine Jlöpfe finb mel)r 

„üeblirf» all ftftbV' (fjf. & 8. 270 

Snterefjant ift bie Ort&oflrnprjie be3 SÖorteS bei Stndelmaun. 3fn 

ber „ ©rinnevunfl über bie Ödradjtuug ber Sücrfe ber Äunft 1 ' unb in 

„üöott ber ©ra^ie in Serien ber Äunft" Reifet e3 ©ragie mit einem k, 

in ber „(§efd)ic|te ber ftnnft be£ SUterttjumi" ©tatie mit einem t, in 

ber ^ä^tgteit ber ©mpfiubung be^ ©djöuen in ber tf'uitft" fognr ©ratta. 

Dieje änbcninfl üon^ietjt fid) in ber entgeQengeie|jteu SHicfptuiig tjpn ber- 

jenigen, meldje ^öiuejnij für ben ufuellen ©pradjgebnuidj beobadjtet tjat: 

„©ratte ift [bei ©ottfebeb] nodj nut t getrieben, ba# erft bei ben 

„Stnatreonttlertt bem z roetdjt. Diefe formale Snberang, obioobl unbebeittenb, 

„ift boc^ bejeiri^nenb für ba$ cttlinät)(td)c ©rfitllen ber fremben $orm 

„mit beütfdjem Sn^alt." (p. 35) [?] 



£u&ert $n<fcerH(t, Sluö Waieirt GJnfrten. 



153 



JUts plntens ©afelett. 

Sern 
Hubert ^i^erfig. 

^Slateuä Dichtungen jiitb nirfit nur itjreS rjotjen getftigen ®et)ott3 
rocgen bebeutjam; ber Siebter tjat aud) trjrer garnr, im roeiteftert ©iune 
biefeS 23orte3 r eine forgjame ^efjanblung gerotbmet. So befd)äftigte tfju 
für fein (£po3: „Qk §c>fj«t [taufen" unter anberem bie $rage ber Ülerfjt* 
fcbreibmig, unb ein bejoubereä ftapttet ber ®d)fufjbemertungen ju biefem 
(5po3 follte baoou banbelu. 1 ©ejonbere Söebeurung aber bat $!aten als 
2BDrtid)büfer, ©tfannt [inb bic und) bem ^orbilb bei StriftojjrjaneS 
gejdjaffenen SBortfetten ber „üöerbängnteüollen ©obet" unb be§ „Vornan* 
tij^cii £biuus", bie jeborti nur tn biefen fiuftjpieleu itjren Sßlafc bebaubteu 
föiinen unb feinen s Hnf|>rud) auf roeitere ©eltung er rieben, daneben aber 
finben fietj genug lebensfähige SBortbübungen, bie jebeufaEte fdiou baburd», 
oafe fit tton flöten fjerrütjreu, einen Stnipruei) auf Söencfjtung Ijnbeu. (58 
(inb burdjroeg ßufümmeirfefciiriütti unb ^nrnr ber Der )cbi ebensten Strt $u= 
weilen ift bk Söerbinbiuig Jü (oder, bafj fie nur eine 3ufainmenfd}reibung 
genannt töteten raun, pfeift aber liegt eine cd)te 3ufflmmeniejjuna, üdv, 
unb man mufj fie mit bemf elften (Srwft betrachten, mie ber Dicfjter, ber 
fo unermüblidi au feinen Sßjerfen feilte- ©r liebte bie teidjgegtiebcrten 
^Übungen febr: „25a lob' icf) mir bod) bietgliebrige, ja, meltfugelum» 
jegelnbe 3öorte" Reifet ei in ber „iöei^äiignilöollen @Jabel Ji (4. Slft). 

83eforibeti retdj an eigenartigen Sorten finb nun ^latenä ©afeleu, 
bie, etroa 200 nu 3nfil, jum größten Xeil in ben Satiren 1821- — 1824 
critjianbeii.' 2)en Önfel'cn entstammen folgenbe 20 SKorte, bei benen bal 
„Deutjctje SBorterlntdi" ber ©rüber ©rimm nur paten al§ Quelle angibt- 

%felfmn 1 29 ; drbenerfen 194; ftatterfinuig 175; ftfocfenfdHtee 25 ; 
@kmüt*entjd)lu[i 06; liebcbefliffen 11; biejet (iebentglütjten Ißein 134j 
liebaci) wirb bei (Sännt mdjt bieje Stelle, joubern aus* 'pfntena „Stfion": 
„ÄiB ^eljenüDigebirge fdjroff" angeführt: „3Jticb fragte feiner liebend 
glüttt" — ivericbenttid) mirb „ber liebeglürjcnben irunfenrjeit" 102 bei 
(Srimin aU „ber liebentglütjeuben trunfeubeit" angegeben). Siebcääugeln 
129; ÜiebeSlciter 191; ßieöesoerehi 92; 3Käbdjennujjefid)ter 77; SRetcS* 
gefiit}rbe 79 (bei GJrimm unter „Sfoeresgefarjrbe" ) ; ^bbeltjafe 73; Ütofett« 



1 Stuart ©räf u. ^lattnS iikrfe, &§. b. ft. Sbr, SRcblirf), ©erltn, o, Q. 
[1880—1883] §cmpef. ©anb III, ©. 247,8. 

* $cn boUftänbißcn 3:ejt nllet Wafeten bringen „"tplnteit« fämtltriie Serie" 
ftf. b. SWof Sfodi unb Chief) ^etjet. ^n 35orberettuns für 33toy ^cjfe'I Stent. 
ftLaflireiaudaaDcn, ^elbäifl. — ©enauereS fttier btefe ©ebld)te enthält 3: eil II 
unb UI meinet benmädift erjdie inen ben Slrbeit; „S>ax^ tHafel in bet betttfd)eu 
SMänmfl unbba* Wnfet bei hinten*. Ceinilg 1W7 [ikrlao Gueüe & 3?tebt4 
3tuf bic bafclbü befolgte ^novbinuii} 6er Öftielcn be^icl)en fid) bic 
im folgeubcii gebraudrten ^uEjlcn. 

11* 



154 



•Öubftt Sfäenifl, 



ojcan 124; gehobne SRofeuringe 97; fcrjaufelgewofynte^ SBoot 95; Scfiaum* 
gcbdube 151; jcfjnüreroeiä 57; fniegelrttf|ig 5; Secrajfenäimie 220, — $Ü3 
ältefte Quelle roirb ^fareu u. a. angegeben mit: Aienäeäljaud) 175; unter 
purpurrotem SBnlbadjin 33; SRiefelquellc 14. 

3)aS einzige ©etjpief für befünbere iöebeutungen fettener SBorte liefern 
bie @Jafelen u. o. bei: Vergangen Reiten 62; Derßeiften 68. (Sie Rotten 
aber aud) bei ben folgenben 14 Motten beiwfct werben fplleti : SÖHtten* 
fc^nee 25; Söurjlßenojj 205; ^lammenfdmiert 108; gormelrpejen 191; 
©egettttjarten 62; liebegjürjenb 102; »oll Iiefcefü6cr ©cfjitiänuerci 4; £ieb= 
gefofe 140 unb 1S2; s J)?mibenjd)eibe 225; SWorgentranm 176; Kojen* 
öle 105 (ber $fural ift bei ©rititm nidjt ongefübri, fmbet fidj ober 
fäon in @oet^ w aSeftof*ii^em Shrcan" SSeinuuer ÄBSfr 6, 213); 
©rrjenfenfjänbe HO; ötrjneetteiber 66 ( oom 9lptil 1821 ; ba£ Set (»tri bei 
©rtmiti ift erft bon 1869); ©onnenaugen 104 (tvirb fonft Oon ber ©onne 
nur tu ber ©tu^a^l gefaßt, äff ein bei tßlaien in ber 2Reljr$al)(: „$)ie 
©onuenaugen entflammen ben Stern"). — &wt5U tarnen nort) aus ben 
bierjer nur rjaiibfinfttfctjen ©ajeten: Stiften, Seilcrjcn 226; ber liebe- 
füfjen ^Tiinlentjcit 102. 

SDit folgenben 30 Sorte auä flöten* ©afclen aber Dcrjcirfinet ber 
SBrüber (ärimm „3}eutidKs Söürterbudt" überhaupt nirfjt, jitm Xeil t>iet= 
(eicf}t be^tjalb, roeil bie söerüdffirfjtijjung »on 3ujantnienfe$unflen urfprüng* 
Iid) nidjt fo fel)r im <ßUne biejeä SBcrteä lag Oacob ÖJnmml SJorrebe 
äuin I. Sanbe beä (f $eutjifcen SES5rterbud|d'\ Spalte XLIIf.j: 

SBerfle3jdjan$e 47; meinet SShtmenrjeetel 29; Sßliiteitljarmfd} 47; 
grüne Sörautperlen 66; (£ebcrmmid)s 152; beä SJarteS ^lammeiiinjtr)rift 
LOS; ©artenantlifc 103: gef unbegabt 157 j ber fttenft (ScftnLteiisauber 
L94; folc^eti bäterfeften Diut 133 (fo jdjreibt ^tateit in ben „JBermijdjten 
©Triften" Erlangen 1822, B. 165); ®[eid) Sllfonfen* $elbenanne 




121; bem lauaebciüäprten 110; Cen^erolbe 192: 3Jfir rairb toein 9nge* 
ftc^t gur SenjUerfiinbiguiu] 150; Siebeffrfjeiterljaufen 115: 9fn 3J?ojcfm3* 
ätfjer bnbet feine ©tftad 99; $u briitgft ber fiiebe SKoidWäbuit Bj eine 
rnnftifeggrojae ©rei 4; ber 9<iegeliebte 174; ein 'sßenbelfättmng ber eio'gen 
1% 106; tSUxd) ber ^urpurnelfenWüte glaste bie Sauge bir 16 (sei 
(Stimm ift ba£ SBort itrtümlid} in aroet Seilen angeführt: ^urpurnelfe 
blute) ; bein riitfelbannenbea Stittlifc 112; Üiingeirebrnlüden rjangeit t>m 
ber ©tirnc s JWnrniorn>anb 193; 55er ©amenfunte glimmt im (£rbteid)e 66; 
ber ©efjönberaufdjre 109; Sa* bem fcf^meroerf cfi ( offnen 95u)en 3n«fle 
leibt 23; (ber) ©eltentreue 174; 3d) jab ben (»im be^ gfetfad . . ■ 8m 
©idfeltobe beben 81; an beinen fonnengolbnen §narcu 135; forgloMalte 
SBolten 75; all fpiegel^attenbe @flaöin 112; lale^fager 47; tiefge* 
nrnrielt 70. 



Sliiä ^iateiiS ©afcien. 



155 






Su biefen 38 ^Sorten fommen uödj 13 aus ben banbfayrif Hieben 
(Sofefen, bie in bem „SJeurjdjjen SBörterbucf)" bcr trüber ÖJrimm glcicfp 
fallä festen : @ief) nur ber Sftofe SBlätierlabrjrintJj 9; ©(ütenn>ü|l@erudjj 84; 
©folg auf beinen 2Butf)3, ben feinen, ccbcrfdjlanfai, $ief)eft bu 201; 
iSripreffenäljntid) ergebt ben SEuebS bic ©djönljeir 126; crjpreffcuIJDrrj 102; 
Mc3, roa3 bem ^icfjterbufen $itt'ge teirjt 28; buft&erawjcfjet 201; grauen* 
funfel 127; §erseuspoaien 228; Üiebessmein 11 'S; ^tännerfdjroert 127; 
pQppelftfjlant - 125; Örme biet) erlitt bes Stugeä ©eberfraft B3, 

3roei eigenartige SJtlbunßen finben fidj in jmei (d)pn 1821 gebrudten 
Oafclen: „£u famft, irr) opfre bem 3rrofjftnn3^llrare bie gan^e Söelt" 
112; „®e§ Siebcnä etü'ge Jungfrau *2)fatrer Prüfte" H4. — äu3 ^roei 
mit ben (Dateien eng Derbimbenen ®ebtdjtcn ftammen: „Sir tommen am 
bem Orient, 2Bd ber 3)e3potenjmtnenjctjein $)ie Werfet auf beti SBurM 
brennt" 45; „dr neibet nicfjt ben ftoifdEi-f fugen ©dnuiuin" 149. 

#ür bic noa^j aulftefienben $eile be3 ©rimmfrften SBörterbutfyeS er* 
mäfjne lä) folgeube 33 feltene Sßorte quS ben ©afelen (gebruetten unb 
rjanbfcbrif tUctjcn ) : 2Ber Ijemmt ber @onne bnö ©olbgejpann? 12Ö; bie3 
grömetitjeelte jwrj 85; unter gromoerjognen ©tauen 53; ^rüfjling fäme 
grünbefmart 12f); @$ trägt bic gritnfmarogbne 'Spange Blüten 70; unterm 
©tetnenbalbacfnn 17; ©ternge^ette 47; 2)e3 §tuge§ SBimper f>üQt unä 
tn ®trnl)leiiregen bie SSett 108; füfiberaufät 57; £übeätauntei 55; 
Srauermulfen 11">; £u ftngft im lieblichen Sruguefc ber |)aare bie 
gan^e SSJell 112; Unb rein entjünbete ÜRojenglut unb Xutpenbronb bie 
©cfjöntjeit 102; iutpenbuitr) 108; Xutpcnflamme 66; £ulpeitgarten 118; 
2ßie fdjmüett ber ©ort fo fcfjön bie Sutpenroange ! 100; ftafr mein ©rab 
nocr> unter beinen ftüfien übermoofe fid}! 132; am Ujcrbaiigc 121; $)ie 
Sollen, bie am Jpimmel btüfni, umfittierjen 3n rofenroten Waffen biet) 
107; roo ringä bie 2Sogen it)n umtnueu 53; 2)u belauft bie $orm 
beä ßei&eä, unburdjjcfmulicij abgeftrabtt Ü$on bei ÜJfarmor£ frijtrjem ©lati^e 
47; Seiner möge bruru uerfctjmeigen , roa§ im Önfen noflgebieb 118; 
äBangrnaprifofe 120; ber Diebe 3Be Enelfa tnpf ®§\ Söeg&egleiier 163; ber 
roetnerfüflte ©ecfjer 83 ; 5>u aber taticf/ft bie Ijeif ge 33ieimifcr)roinge §erab 
öom 6aum beS Söettenbhmtenranbeä 3n ba0 gerfeimni^ooEe SBte ber 
2)inge 41 (©onett in ©rfjeflingS (Jpemplar ber M @ajelen"); Üieber . . . 
Sie bereinft bem 33eltgebäd)tniä ÜSunffger 3Ht i^_ einverleibe 225; @S 
bampft ber Oued ber Sngenb com <yet* im SBirbelftaube 194; SBitroen- 
tränentöu 66; baä ^lugcfic^t, ba^ rcolfenfreie 09 unb: bein wflbafiaatM 
Stngeficfjt 100; 3)ein em'ger Sunberfpieget fei bie SSJelt 4. (©inige tiefer 
SBürte, jo btä oben ermähnte „^atellager", ferner: „grünbe^aort", „über* 
moofen", „umtauen" n. a. öerjetebnet, aflerbingä unter itjren Stämmen, 
^rnticl ©nnberä: „Söorterbucb bcr beutfdjen &pracf)e J ' fieip^ig 1860 ff.) 

Unter ben öielen 3 u i rtmiIie »f«&«ii8 c tt «■ 3Bortfrf)a^ ber ©ajelen fei 
bier auf eine befonberä ja^reitt^e Gruppe üermiefeti» bie ^ugleid) baburcfi 
mertmürbifl ift f baö ber etfte ©eftanbteil in brei oerjernebeuen goemeu 
auftritt ^)afür nur einige SBeifptete: tiefer (iebentglü^ten $ein 134 j 




156 



Gilbert fcft&etfig, Stuö $lat*n$ ©cifelen. 



fiiebflefoje 140 unb 182; ober: tiebcbeftiffen 11; üebegNtynib 102; 
liebcfüfe 4 unb 102; iiebefranf 31, 221; tiebesfranf 125, 201; Siebe*» 
äugctn 129; Siebc&gefafjr 95; fiiebcSpoften 208; £iebe*rafen 221 tt. a. m. 
— Unter ben anbeten Dichtungen ^htcns finb befonbers bic „Oben* 
unb „ gcftgejänge*' retdj an eigenartigen unb oft jetjr frtjönen ©ort* 
bitbimgen. 



WortgcTdjid)iltd)f Belege. 

Bau 

Stöbert Sranj Strnotb, 

(Siner unter ben jabllofen Spottnamen, mit benen grofjftäbtiidjer 
2Bi|j in 90113 Europa ben nronberliaVu unb imprattiidjen 3nttnbcrlmt 
belegt t)at, fnnn bis auf ben %a§ baiiert roerben ; mit werben bem betr. 
Snignis ran jo berettroittigiT ©tauben f dienten, nfa es ferjt balb nad» Stuf* 
fmitmen bei ©ort* niebergcfdirie&en nmrbe- SBen^e! ®eorg Dunber, ipärjreub 
brs Sturminqr^ Oberleutnant ber ÜEÖiencr Scatioualgaroe, berietet in 
feiner nmf anglichen, burtb oiele Angebereien beruentigteu „^enfjdjrift über 
bie SBiener Cttober=9teöolution' < (1849) S. 805 : ,,©äl»rtnb nun [29. O* 
lobet 1848] in ber Stallburg [bem ftomtnanbo ber üRationnlgarbel afleft 
im größten Slnfrutjr mar, Ingertc über ber Unioerfität bumpfc Stille. 
€ct)on on biejein 2ag »ormtttögä tjntte man bic ryütjrer ber Stubenten 
mit ßnttnbcrn — roelctie »on biejem Sfugenblicfc ou ben Kamen „X'lugft^ 
Tötiten" erhielten — gejet)en." £ns Wfaä ift längft niebt met)c auf 
Cjterteid) beftgtäntt, »gl. Gfontbe, Deutidjcr Slang ©. 3; Stenbtcte, Der 
Berliner äöortjtrjafr, Smrifteit bes herein* f. b. (Skfdjic&te Berlin* 33 
Slnbere öftcrretanjtije Scber^namen: Cfetirtibrcu. 3tcften, Roller, Butten, 
©fanjbtttkR. 

Da* 5 re nibnJDtt @üaq baben mir oon ben Gnglanbern, biete 
(SDlutrai) 8: 293 f.) »du ben iyranjojen; in literarifdjcm Sinne tjat es 
gurjeit gemiß am fttfptbatfteit ÜDiontnigne (1580) oermeubet, nacfi beffen 
dufter bann L807 Bwb iöoeon feine Essaven betitelte, jjür bic ®cgen* 
matt bat roobl $umeift Hiacaularj, beffen berübmte {£fian* feit 1 3 
gcfammelt mem 1841 er)d>ieuen, bas ©ort mit etwas »eränbertem Begriff«* 
tnfjalt in Umlauf crbalten. 3n Deutjcfjlanb febetnt ctft butdj £erman 
ßktmm (•<Effa99 M 1859) btä grembwort eingebürgert, bie Überfettung „Ber* 
fuoV* »erbrärigi werben ju fein; minbeftenl leftn triv in ben ^reu&iicben 
^nhrbüdiern 1865: L:696: „|>crman Oktana bat febr rerftt getan, b 

üibmort '&ffan* in unfre Sprache einzuführen. Seit Steetes unb SlbbifonS 
Reiten bis auf 3ftacaulan b<tt ber Begriff fid) fo üerfeinert, baß bas $aia> 
badene 'söerfudi* be* oorigen ^abrhunbert* ihn mebet ganj nod) transparent 
genug beeft. Dae ÜINoment be* Unter utebens tritt in beu .ptittetgrunb; 
bic ^au»tabfidvt gerjt auf bie hinülerndic XarfteUuuej einet ?tnictiauung, 



m. ß. «tnott, SJortacfflitfitfiäe Selcge, 



157 



iDelrfjc eine unmittelbar an ben <Sdjriftftefter Ijetantretenbe ftrage ober 
üitatfadje in beffen Serie eljer lebenbtg angeregt aU 311 fottem Slbfdjluft 
gebraut ftat." ©anberS gmb. 334 gibt Belege «uä 3«tfc^nften. ©ort* 
frieb fteEer feinen 1874 SSort unb begriff frembariig über miitjmpattnjd) 
geroefen |8 fein; (Die ßeute öon ©elbmijlo 3:141) „Salb jdjrieb er 
[iBiggi ©tbrtefer] oerf ergebene Stbfjanblungen, roeldje er feinet @attin aU 
*©ifail" be^etctjnete, unb er jagte öfter, er fei feiner Stntage nact) eilt 
Cffairft. 1 ; 

Unfer jjrembnjort Somit £ fornrnt, lute fein #oftüm bertät, au3 bera 
graitgafifaen ; MtiueHt Safig biejer ©ntleJmung ift bic Übertragung 
bet porfamentarifdieiT gotmen 3ftnnfretdi$ auf bie beiitjcttert Äleiitftaaten 
mänreub ber 1. §ätfte be3 19. 3ab,rfyunbcrt£. Die ^ranjojen if)rerfeit8 
(©örterbud) ber Ifabemic erft 1740; £flfcfe£b nnb Xarmefteter 1:470) 
traben ba£ SBort ben ©nglänbern abgebocgi, bei benen es fäMurroi) 
2:684 f.) feit 1495 belegt er(a>eint. — ©afe bie £eutfd)en boä ©ort 
bereits im lft. Safrtmnbert gelegeuiltd) uerroenben, weniger a\% $remb* 
beun atö frembeS (engtifcrjeS) Sart, ftetS mit £oppel-m, -t unb -e ge= 
fdirieben nnb tu ei blieben {#ejdu'ed)te l ()nbe id) in bet ßettfdjr. f. b. öfterr. 
©nmnafien 1904 &. 103 gezeigt unb am 9Jtoti&, Scfn'fler unb (Sam&eS 
^erbeütförntgämörterfmd) belegt, ^ie^n roeirere 3eugnifie. $rof. Söatterottj 
an gwijerrn tj. .£>nger, Sfpril 1813 (bei GEbuarb Ißtertrjeimer, SBJien unb 
ba£ ÜtiegSjaljr 1813 $.87): „bie fyiuanscomitA . . . erftlid) atjo Den ber 
ginonjcomiK' . . ." 3)ie munberfidn' gorm £ommittät in einer treffe 
beö liolänbifdjen Slbets bei ©totrf), s Jrufitaub unter Äaijcr ^Uexanbet I. 
(i (1805):426j nodjmate ebenba 7 (1805):3ö2f. — Sauber* grab, 672 
belegt, baß baä bem fttaiijöfifcfan entlehnte j$rei«biDDrt längere gett gmtjdjen 
mämilidjcm nnb järftfirtjeiu ®efdiled)t gefdnuanft Ejat; bent maltet ba$ 
(efetne toofjl übernü not. 

Stilen Tutoren, bic in ben festen Sauren über bie ©cjrf)itf|te be§ 
3Bortä ftramall gejctjrieben tja&en, 9t Sfö. ÜHeger (©ierfyinbert ©d)fag« 
ttjorte <§. 43), ©ombert (in biefer gcitfcfyrift 3:310), ßabenborf (@d)lag* 
lüörter&utf] ©. 1»1 [j mtb mir (in biejer ßcitfdirijt 8 : I8f.) ift b^fiet ent- 
gangen, ba& in ©onberä' „3 e iti^«ft für beutfdjc ©üracf)e" 3(lS8t)) : 257 ff. p 
47sff, ba^ Sort bereit! grunblid} üou einem ^rnvtoiujmuö g. 393. unb 
Don Valentin .giintner unterfingt roorben ift. 1 8ui bet bort angeführten 
fitteratur, ben eigenen Angaben bet Mben @emät|r§mauner nnb bem 
D3£b. 5:2125f. ergibt fic^ erftenä mint, charavallium, charavaria u- ö. 
($5u dnnge 2 : 284, Dies äöb. 2:3: 251) in ber ©eöeurung öou M lärmenb« 
^emonftrntion Bei |>od)^iten", „Äajjeiimufit" (ogl- meine Sluöfütjnmgen 
Beitjdir. S ■ 12);' tjieoon tommt ft§. charivari, ]d)oti carrywarrv. oieÜeidjt 
auc^ engl carbeil — ^mettenS bie au§ bem ft t v Mveilie inicllcirfit fdjon 
Ü)iitte beS Hi. 3 , gemi^ im IH. Sarjrr).) in ober= unb mittelb- 9Kimbnrten ein* 

Jrbl. IXittcitimg {lerrn phil. ^ugo Siebet. 

Löenn „<itniuaUrn" in ber tn 0errig^ fträjito 3Ä(lä65):343 ^üietten 
Slottmeiler Urf unbe i>on 1557 tiidjt, srote t^ bermttte, auf einem Cefefe^ler beruht, 



WwIHff ftMft* *r»»tft, 

Htoimm, tpnfiäfr mtÜtinftcn frtmtomm «ebell (tamohai) 

Ifflfc €.VS.i, fytttwt %. u C W0), öu# bcreti jroeitem ft$ bann brä 

„W/VebrU" mtmirfdtc. 1 Sei einem Unfru^r in 

hm nad) Hilmar* unb J. SS/S 3euani3 bo§ 

fluefyrarlK (fteraball, tfkabaü in allgemeinen, 

iHirij i Umlauf unb ift feiger (unl. bie eingangs genannten 

bei 'äifKifliptrtdjf Iptffltfä. (Sinen Suiommenteng 

«in (fteaenfat ui .öem>, fienne, $tntner, 
M.,|)t 1U rrbiirlm. Sauber* fjat im 3Sb. 1, 102 
mm „brfnibMi mil fmnbtflnbtfd)« ©etwmna, roie es bie ilWfsjötacrje öfft**, 
ßfbanU miihinn niin tu fein« SeitfAt. 8:2ß9 sueudgeioflen. 

n i I'iimmihi, liitiniiitlitt) ftul ra. boadin in* linglijcfje, 
II 'ii bd |U nua ßfiandt niib IkiiI ber mirbbcutteirn Sptifefarte mir aftftu 
Mlfliitifl muh initi Öfjei ($8M. 7:2202) unb ©anber* (grob.) an« 
mii Ifnbf- br8 IN, null bem Itt. 9ta$rfcunbert belegt. 5$ finbc es bereits 
II i HuftajU bei wrtwfflie&eii «Heften Üfeeife&ung Don £)efoe*S 
Itubiuiun ISrutof" (rt fteht uiol)l und) in bfti früheren) 
, )\ i i . '<" ii „bann uii motzte mit nllerbmtb Meifc&Bdjen unb 

M bem ber (Jr^luna tum Uber|e|er 

m m\)m ^Mlgcidjidite H 1 uurbtigen ©teiiar, wcldie* 

iiaumitlMb tetuidunifc^K ©Nabeln erläutert, fommt $. 

u>iib mub im "leu niety erlaufest; ba* ©ort mödjte bem* 

mutü o k« ^wobner« b( iante, ntuibeffai* ben tofd* 

'ctyttartn aelanna jeu**« fein. 

tnHH» ivirb bee v»t«f»b am jribeit Cd in bem ernannten Södez* 

MktM« ftmv, icb fumkfei ftattrft Seiom ber See» 

$mfee unb GtnoMS^afft". dm Jen 
■jttM |*| felfl Itltf «* IV 1*8 *& WrS>c* MÜ Ärrr^a | 
*** t*v *««,* tt fem m* Sm*t* m* exfckim 

I im* wm n^mmm u * * o«mi 



«VtmtmMM Iwi pÜr bm* rammt ^mt 

U^JkX MkfcMfcw^k ^■^-'^ 4|MbiyMMt MM l^fe^k ftltt 



MW 



©fllcntttt £iint)iet, stirp. 



159 













stirp. 

Sßal |)intuer. 

3fn bem Wrbarbucfje be3 $(ofter3 ju ©onnenburg qü% ber etfteit 
Raffte be£ 14. Sofjrl}, (herausgegeben Don 3- 9J. 3i n 9 tr f c r 333tcn 1868 
= Strdjiö für öfterr. ©ejdjic^te, 40. ©b.) fomint öfter ba§ SBcrt stirp 
bor: 0MOt feiner stirp, dm lump stirp t ain stirp. Sie SBebcutuiig be3 
Söorteä ift aud) aus bem ßujanimetumngc nid^t ju Entnehmen. @S muß 
aber 311 ber bamatigen $eit allgemein twrftänbltdj gerne Jen jein. ©päter 
mag fid) ba§ geänberi §öben. SSenigftenl laben bic ® er f äff er eines 3öet8* 
turnS oon §fa|fa (1461) e$ für nötig befmiben, eine Srfläraiiß beiju* 
fügen. Sie ©teile tautet (£iroi. SBetSt. IV 739, 32 ff.): Ihm dos virh, 
da* die svhumgen am herölt smsen, dm wllen alles stirp satt, das 
das » tet'fhr tragend noch melchig, sonder gait und mist sein 
. Ü)emnarf) burfte im Jpcrbft uteld)eä, tragenbeä unb mageret 
SSielj mdtt geliefert werben, jonbern fmlfigbareä SSiefj, Sdi(ad)tt)ierj, 
©cfjla agitiere ($©. IX 258; 254), munbartlid) ottrf) ©dilege ge* 
iiatmr (Jpintncr JBettr, 230), Sin rmbereu etdlcn be3 UrbarS wirb mieber 
ausbrücr'ürf) meldjenbeä 93ie^ al* Abgabe »erlangt, g-ür bie (Stnmologie 
[djeint mir bai mistig ju jetn. ßingerle crfltirte stirp mit „tot". ®a* 
gegen bcit fid> ßejrer (ÜKtjb, SBb. II 1201) mit ffiedjt auagefbrodjen. 
?ltlein feine ^Deutung üuS einem romanijd)en SEBortc (*tirps f stirparc, exstör* 
pare) wirb burd) bie obige ©teile bei 3$ei3tmn3 mrfjt geftü^t, meuu midi 
für bie in 33etrarf}t fommenbeu (Segen ben ein romanijdie3 2Bart gar nidit 
auffällig roäre. 3ingerle r benfe icfj, [)atte infomeit retfjr, wenn er ef 
mit sterben in SSerbinbutig bwdjt«. !ftur tann c3 naefj ber Grfläruug 
be# 9Bei$tum3 im alUjemeineu nidjt mortuus bebtuten unb bie Int. Wor-- 
lage wirb fd)mer(ir& mortuus gehabt rjaben, freilief), für bie $m%* 
tjenen modjie ff wenig Unterjdjieb machen, ob bie gejinften Xiere, injo* 
ferne fie jum Sdjl achten beftimmt waren, lebenbig ober tot geliefert würben. 
9titr mußten fic bie in bem Sctätume geforberten ©igenfdmften traben 
ober gehabt laben. 3)n6 aud^ tote? 9Sie& geliefert werben burfte, taun 
man mol)£ batau3 abnehmen, bafj im Urbarbudje ein 3i^ »on ander* 
halp stirp tjorfommt. %&\ glaube nun nidU felljuge^eu, wetm idj an* 
nerjme, bie tat. ißorfage |abe moribuudus gehabt: „junt ©terbeu geeignet 
ober beftimmt", SBeibe öebeittungen, mortuus unb moribundus, t>at 
afjb. stirbig (@raff Vi 715, %l II 641, 35; 667, 33). SBeieidmenb 
ift bie ©teile bei Süergil @eorg. III 4S6 ff. u. bie ©lüften: 

Sacpe in honore deum medio atans hostirt (fri,<tinfh) a<l aram 

Latiea dum nirea rircutndntur infula i:itta t 

Inttr cunitantis Cfxülit moribittuta fstiripitjer) miniittn's. 

Qü^ü $or biger. URan barf roo^t annehmen, ba^ j u &*rbig eine Sieben* 
fpem stirbe kftanb (SBilmaunU 5). ÖJr. II § 345), wie neben intjb, 







Walentin Qintnfr, JuU*, Jutta t\. nv Äafetfcftet, SRoUVn. 



bidtrbt rin »uunbartli<fyr3 bidtrbtg einbetaeljt, bal alt fein muß, ba e$ 
eine öütlta, Dcrfrfjtebet«, aber urjptftnßlidijere iBebeutung fmt; eigentlich 
„barbenb", bet ÜNoEjaing mtb v JJfleae „bebürftig", batjer flcin imb i«)niäd)tig 
(^tntner ©eitr. 17). $)er VtbfaEI befc e Detroit firfj rote biderhe: biderb r 
ba« (djliefefid) juaar ju NaW piatntitenfäntmptte. 



lütte« Jutta (f. m.) fiäferoufer, JHoirun. 

San 

Öat. ^mittler. 

*J)a* 3üort fel)U mit Uuredji im 1)S&b. 3fft e£ ifl bod) tri ben Sltpen* 

läubnu iinti urrbreitet, Sitte f\lt^t*rt es tu fflft ganj Xiral (Schöpf 296. 

Einer Öfilr. I 12), Mimten (l'erer IM), (Stciermarf (Üiifjei*MI}ull 

ghlaatffittgui (jßoponntfit iöerjueb etHK herein igutta, bet MAA 

üi>n ieutl^lanb u, j. tu, SÖJien I 780, S. 227) urtb anbernvo (©einteilet 

I* 1212), Llnfemn Sorte etitl>rid)t mlat tutia, K*äa broth. muos, 

wurnnis i potio »«pissim' r*\ lacte confeeta (Diefntbacti tt. $1 221; 

Maß) DC.P, iV] 178) f$ettü fettfi ein beliebtet GSetränr in 

uvii gttofffn Itt ftttt, ttfe beim jütie </«/fe »ertntfrfit mit Smotten, 

fofltneimUl „jrrjutttße Sauft", sild^ ieut noen in ben Stlpenlonbern bei 

HnteumiWseiteu gerne Benoffen Bob. SJcand^e liefen fogar faurc Jutta »Dt. 

ilai bis ötömofoaje betrifft ntt| eine i£rf(äniua. auä bem 3Roma* 

iu)itini feine bleiben, benn m iitt\?\a. Werfte, wirb man bo$ nirfjt an* 

tn&pfcn motten, Btoty obet wärt benfbac, bafe mit es mit einem »or* 

umuiuijriieii Vllpetmwtc |H tun haben, mie mau bteJ auch bei anbeten 

föürtttn a nju neunten Ojcncigl ift. IBariaftatl bot /ufn in ben teltijdjen 

Sprachen bte fleunuefieu Stttretat. 5o jefcen Fick-Stokes-Bezzenfterger 

m et« aItftUii4c4 *«/"-„ ^tÄ" an auf Gtamb oon ir. i^ä, enmbr. 

»kW, fWH. iW, mtnet. yot, nbvet. »<W. W ^e»§»@bel (1061) oolefennn 

Weitere* wrjeidjnet flott BS*& H 2, 1233 f. 

allein liegen eine fotyc fonafeat jdjeint ju ipre^en bte gut be* 

de ^tbctttOtW iH>u JulÄ, uainUd) Juehte, au# ©munöett bei i^opo- 
witfrtj f« aC. 1 . ftanttm bet 8t|« :mb 5teierraart bei Unget= 

51t) tili ü.a Z\ ■■. iunuHt»ttjit) tmt& tt'obl recht bebalten, MM « @nt- 
kbuung öu* bem Skotiinen. muri auch nic^t geeabe au^ htm ©tnbiidjen, 
annimmt- W,x babett aUjlao , ncujloo., tetb. juha „iuseuluar, potn,, 
mebeiiinb. tkinniiv. uHngiun. jucka. tfdjedj. jicha », f. tu. (aHtflo* 
|t<t» Qtffii 106] tS* in bemnatb bai ebenfalls auf bera Slot», ent* 
lebnte tibi*- .'ancAe unb ^««■A/*-, Jirff^ eiltet unb betreiben Uifpntn^ 
iinb biv in meinen Mittagen (112) Qeüebe* Sttnaologte bleibt aueb beute 
uod» aufreebt- Cb nun aud) tue felttfdjen SSörttr auf (hrtle^iüHig be^ 
»beu ober L>b bk»Be Uwiwanbtjdwir beftebr, bentber mögen ft mii gete 
tttmlen Wie detul^t e*. ba4 latidcbltcbe ftfkuefbOt p W^en. ba fto* 
einmal b** 5?Sb. büribet nt*t* bertebtet 



SBtUjelm uc 6 man n, 31nd)troa su ae. couon-orölu 



161 



ttadjtrag ju ae. collon-croh, 

53on 
SSil^etm fierjmann. 

,24, R, 3 b, u. 1. ©. 25. — <Sbb., Sfnm. 2, 3. 1 b. u. ftiae fchtiu: Sgl 
teopct) vlbt-n Uppfalaftubter 1892 ©. 95 f, — @&b., Inm. 4r ML aurf) bei Dur* 
beim, (Schmeiß ^fTait^cii Söiotifon 9 gir 'Angelica s.* btc Hamen Spritze, 
Blasrohre, Spickrohr, — ©, 25, £■ *>: f- GW* f Ballina kalemwiirtz. — 
(161)., R. 9 füge tnnju : oudj ju keulen-wurz tt. a. entfteflt. — (Sb&„ Stnm. 1 S 
Dick «tiiffnffunfl Wirb er&ärttt burdj ntjb. Bletze, Blätze 'Tussihigo PetaaiteV ; 
Rlatt (f. Äonc Über 2forrn unb 3kbeirtmiß ber ^flnitjeunamen u. f. tt). 33), fcbmelj. 
das Blair T, farfara* tEin&eiin B6). Sgl. aurf) S.=£>. ttppenbij. — ®6b., ttnm.3, 
3. 4: boL cbejtfadiS näh lus an lonaidh "wood Angelica" (f. oben lc. gathiran, 
galluanan bf.) : lonaidh 'the piston or handle of the 1 hui n (Sameren Gaelic 
Names of Plauts 108), — ?(M. hvnnn fdjehtt aurf) Ib8 (f rißt. flebrungeu ju fein, 
bgl. bei 33.-$. I 76 ne. ftfurtt» bun (= bunk *any large hollow-stemmed Um- 
bei üfera;')- wand 'Hcracleunrsplmndyliiim*. — $ur 93iuiemmnn, nadj öer gönn 
beö ©cimenbeQüttCTd ba.1. noch 116b, Hirtentäschel 'Capsella hursa pastoris*, 
bau. kiddike 'Sinapts arvensis* (bfll. |J.s5t. I 360). 

3. ^6, Sinnt. 1: Stuf *acquoüeu, flefdnwoUcit* beutet ouri) lit. pumpa f. 'ein 
flnopf am Älei&e; eine SOJaffcrblume, öte üHummel, ßclbc Jeicbrofe, Nymphaea", 
(Steffel manu 298), Slm emfarijfteu ift cä tiadi bMer i'tnatoflie luoftf öod), oe, oolloö- 
eröh Ufa?, au an. koJlr 'abßermibcte ©Mise, Stolpe = nmb, kol, kolle 'Stopf, 
D&crjter £ell Don Warnen' (bfll. nbb. Kohl- köpf) £it fteünr, b<\$ %,-Z. I 399 
mit agL glava "Stopf", Lit, plawnii 'ifruditfiioteu beftmimen* berthibcn (f. Amt» 
fogeg tb. f. Puld. — rem ir, gall raeta" febr nüfa in ber ©ebeutunß fomtnt 
Ut stulpas m. (bgf. ^ott ©. fr 1 I, 129 über Ift. nznllaa] 'Säule, Pfeiler, 
tieften' (aber nud) 'eine Jatte im bleibe, bauirfjtflc ®Mie auf ber ©dnttter be^ 
9RänncrrD(I^* r ) unb 'Aegopodium podagraria* (= Angel ica sylvestris minor s. 
erratica, &flL 9imn. 1,87). — 5)er feit, ttatne enbltd) ber tlugelila sirdfenes, 
sirdfenaji iößt. lit. szvetldrai) 6e ( ^ie6t ftrf) auf ttjr tsituigeUnarf: lit. szirdis f. 
'fierj, .ßern, iilatl (§. ©. bom .^olhmbcr *, fett. sCu-de bf,, Ir. cride, got, hairto, 
oflb herza, Int. cor ibol. SUalbe f. b,). %t. aud) itorf) lett. strDbula 'StitfleKfo* 
Wumc* iSlelenfteiii J, 3H1). tiefer Warn? fflimte Im ^liiblirf ou| öle fcttlfdjcti 
fBeiiennungen (bgl. ©. 2H, Vlnm. 3) ^u gr. crpößoc 'bae $>erumbrel)e]i*, crptßX6c 
"gebvcljt* u. a. neljüren, öflj_. ettna (it. enentard 'Oulrlftocf, ber mit bem burd)* 
lödicrten 3)löcu<^ »crfefjeue l ü?tab im SBiittertaffe' : 011, mondull *@riff, tuomit man 
öre^t" • iiftu. l^rttiitmann Öerm. Cautge[e(}e 53), Ut. sukluwe •©teftbiitter^ö*. 



1 3?uttcnö bebeutet stulpas '©omtenftrebr, üßl. ne. beam 'söaimi, SBnlfen; 
Sidjtftrabr. 

■ %1. übtigenö aurf) at)ä, mandal, mandil 'amphibolum* (nf)b, QJU. Hl 
265,63. 294,18). 



162 



ÄQtt Srfl&TUT f. 



fiarl fcrübiur 

gtfc. am 6. Januar 1846 — gr|i. am 2. SM 1907. 



$)er £ob be# 33erteger# r bem unfre Seitfefjrifi bie StfwiS* 
fäfjigfeit ber&antt, bebeittet einen Söerluft für bie beutfdje ^ilo- 
loßic. ®etabe ber S^racrjnnffenfcfjnft fjat ber SQerftorbrue burdj 
metjr all bret Sfaljrjeljnte err)eblidje ©ienfte getriftet Senn er 
mit Umfidjt imb mit einer befonberä glürfiidjen §nub eine 
fflrilje ber widjtigften Unternehmungen iuä Öc&en rief, fo fjat 
er alle ©iSjtylinen, bie er in (einen ^öereitfi gebogen Ijai, tat 1 
fraftifler unb umfaffenber gefikberr, all cä bet gelefyrtefte gaefc 
mann 3muege bringt, SriibuerS Söerbienfte im ©ereirfie ber 
Riffen jrfjnften merbeu berentfl einen $taft tu ber ©cjdnqte ber 
einjetnen fctejiplüien beaitiprurt)en tömwn- üÄun ift er in ber 
3füfle ber ßeiftung$farjigfeit üon an8 gerieben. 2>ie tyiäm 
eines teierjm SlrbeitSprixyriintmS Ratten ben unter nel)tuenbcn ©eift 
narf) für 3a^et)ute befc^äftigt. ?lber luerm mir nlle* üfaer^ 
Miefen, mag fein Verlag fairer getriftet (jat, memt mir bie 
©nmme eines fo erfütgretdj tätigen 2ebeu§ ii&erf erlagen, bann 
erfüllt un§ bauernbe 3)ant&arfeit für atfea, roaä er ber Oerma* 
niftil geioefen ift, 

Sftöge unierm sßnterlaube unb ber beutfdjeu SBiffenfdjaft 
fo uutemermtcu&e Xatfrcft unb fo loeitbEirfenbc Grfyoffen^ 
freubigfeit unter unfern Verlegern nkmaU frijlen. 

fr Äluße. 



lUilkstnntlidje ttMnuttnnten. 

«Ott 

$ugo SBefjrte. 

Gebern greunb unb äöeobncfjter beä 93oIf3tnunbeB mujjj e§ aiifgefancn 
fein, bafj tum Crt in Crt bie SBinbe üiet facti iljre 9fomeu raetfjfeln. 3m 
Srf)tiftbeuijd)en ift ifyien mit ber SBortfippe ber $iminri8ridjtunnen eilte 
allgemeine unb etubeurige Benennung gegeben. 5)tefe SSortgruppe ift ober, 
nnc eine üorljergegangeue Unteifudntng in btefeu 3eirfrf)rift jeigt, in ©üb* 
unb 9ftittetbeutfd)laiib, [ottttit ta) roentgftenl erfahren Eonitte, burdjaitö 
unpopulär. Salb, ©affer. unb Stift, Sauber, Serge, gliifje, $äler unb 
©benen feinet (peimat geben nie! leidjiet bem einfachen 9)Jaim joldje Söttib* 
nanien ab, bcffeit .'pDrigont eben titctpt Diel metter gel)t als bie je ftinge. 
Seber ftreiburger |at (einen Höllentller (O.) unb Hexentäler 
(©. SB-), ber Söeflinger SBeinbauer (9)tortgräflerl«nb) Ob er w in g (@,} r 
Nid er win g (SR.), Welsch Wing (SB.) unb Berg wing (O.), 
ebenjo ber SSalbsbutcr feinen Rielufft unb Wäfdelufft, Oberlufft 
unb Underlufffc (O. unb B.), Herrin feinen Jaufenwind (fyxfit 
ls(>4 ÜÜierati. 9cm>. ©. 53) mie Xirol jetnett Tau eru wind ($efttge 
ftaucrn^SEÖinbe, mie Korbroinbe fu'er genannt merbeu, Sßetermnnn bei 
©an&erä III 1612 a ). £cn Tonern i[t Dffnxub ber Österreich er- 
wind, ber föefhmnb «■ Schwaben wind, ro^u au üerjd)iebenen Orten 
ein Donau wind, vorderer, hinterer, unterer unb Birgwind 
obet Tirolerwind tritt (Sdjmetfer ü s 950), itüe äfjultd) im ?targau 
ber ündorwind non) fittttMR*, 9larg. S5Jb. ©. 297« 

1. ©oDiel nur ntS lÖeijpiele einer uncrftfiü^ftidjen Sülle DDlfätüm- 
ttcfjen ©pradjgutel. *Dtandie$ läftt ein Safn*J)unberte umfaffenbeS Seben 
ertennen. $>ie erfte^ufaeidmung biefer Art cut1)iilt um 1300 Die „Wntnnuer 
SRaturlelure 4 (IjSg. non SBodernagel, Stuttgart 1851) 6. 9: der ander 
[wint] heizit Eunis, bisa oder niderwint, trade weget von Oriente; 
der dritte lieizit Auster, wassirwint, von dem mittem tage (3) oben jee); 
der viorde heizit w alt wint oder aber ab er er wint, zepiiirus, von 
oeeidente (oom @mmar t noalb). £)er banrifdje Öfter reidjermtnb ftnbet fidj 
fa>u in einet ©trafeburfler Gamma Qemmarum l'ios ciijh Atistralis: 
suden obec oaterrioher, naef) 2)iefenbadj unb SBiUrfer 1865 $oaV 
unb nteberb. 586, auefj in SBofabuf arten bei XV. 31jbä. (gf, 3. ©ttajjb. 
Voc, ex quii 1487: affricus unb aiistralis). 

2. Rubere nun tja&en einen gr&ijewn ©ettungSberarfj, gehören gangen 
(Sauen unb Räubern an (ioie oben ßfterreiajer ) unb jiub etgeutlidje 
3)taiettmorie. £>af)in gehören Biso unb Föhn, bie mautfjc Probleme 
enthalten unb und ja einm3 länger bcjdjäftigen merben. 



atbss. dl 



12 



164 



$uflo 30eijrrf f 



a) Bise* 1 , mtjb. bise, ofjb. bisa, junädjji bei 9?otfer als 'boreas*: 
übe däranith tiu bisa föne tratta dia naht zefuoret ®oet(jtt8 Cons. 
phil. I 7 ßßijjer 1, 1 7 lß ). Taz lönb taz tiu bisa genimet 'spiritus boreae' 
ib. 124 (I 39*). 9iod> im Hcljb. twtläfjt baä Söwt nirfpt ben nlemanmjtfjen 
©oben, ido ^ in Kaffee. @fofc be3 XJIL/XIV. 3^b*. (3«tfa>. f. 
b. 2Bf. V 2) aU *boreas" nortwint <T bise, in ber SKainauer 9£a tucle^re 
um 1300 ( fl . a. O.) nfe 'Eurus* mit) bei JpaMaii* XXV 1, MSH II 292* 
der boten beizet einer suriu biso (ba3 Sütrttwt Sarin läfjt auf einen 
nbrblictjen 2Binb jd)liefceu) tuieberfeljrt, 3n nljb. Seit filmten es norfj bic 
ÜEöÖrterbiidjet P metft in ber 3ufamittnife{}Uitg biß- ober beißwind; \a 
£ßi&üobiu$ 1535 Dict c 2* Aquilo, Boreas grece, Der wind vö 
mitnacht | der schind den beugst | oder beyßwind; ätjnl. 1537 unb 
grifiuä 1548 Dict 111*, {= 1556 Nomone). 10T1») u. ö.: Aquilo flort- 
wind \ By H wind, Aqiiilonara Gegen der Byß gelegen | oder gegen 
Mitternacht; Hyeras | Aquilonia. Winter in welchem die Byß vast 
regiert; Ufader 1661 ieiitjdj 6praad) 70»; 84* Byßwind = Schind ten- 
hengst. ^ud) bei 3unwd 1577 Nomenciator 256*; bei ftilian 1599 
Etymologie um etc. 54* n&er aU vetus; 'Boreas*, Septentrio ; byse, 
Tempostüs Uorrida, fnrens impetus aeris. $5on ben Steueren fcat eS 
nur (Stcmbacf) 1734 i!e£. II 997 mit bem Söermerf lokal : Beißwind 
(pro Nordwind); fonft rceber Sl&elunö. wä\ (Sampc; öon SbtDtifen nodj 
bic ©rxjtnei^ec gun^ifer a, a. JD. <©. 235 schwarzi bise '3ioibjücftuuiib , P 
foroie Staub unb Nobler, ©djroeij. Sbtotifon IV 10*3/4 mit mdjlidjein 
SMatcrial, oom XO onSgeljeub bie ma nnigf al Hflftctt löebeutungen aufraeifenb 
bi* jum 'fdjarfen WiW jdjledjiroea/ rciein Aarbise (ärebiser bei (ttngtlet), 
Bergbise, Kinbise, Talbise, Wälderbise, Laudbise, Friieliugs-' Herbst- 
bis, GJarner-, Küsnachterbis tmb Osterbise 'Sforboft — OjttoinV, 
Schwarz-Bis m, f. *9corboft — 9torbroinb* unb Föne-Bise 'gemölmlid) furj 
öor bem üütltgeu (Eintritt bei %$%x& auftretenber Storbroinb* in Unter* 
roalben, ujro. 

3)icje allgemein befannten 3 cu 9 n *f f c wrinffen $maz faunt ben ale* 
mnmiifdjen ©oben, jeigen ober burd) t^ren SReitfjtutn bie Beliebtheit be§ 
Stfalcrtroütteä in feinem engen ©ebiete an. ÜRünblitf) bringt et befonberä nm 
intern? albftäbter @« an bei 9teifenben Cfir. ^Iber in 2)e!ttjd)lanb ift ei 
ber ödntie cjanj fremb unb fyödtftenä auä ber üettüre bDlfStümUdiet 
Sctjriftftelter ba ®Ätpri| befonnt, mie 3. ®. bei 3, ©Dtll^rif, 8*$ Q» !) 
(eutetmeifter, Slluftr. Wu^q. ©. 232) Byse und Begenluft (Ost und 
W«et) hätten miteinander gewechselt; Xfdjubi 1858 Sierieben ber 
Sltpenmelt 6. 22 Des von dem Fön überwundenen Nord- oder Bis- 



1 5Mtt ©fern bc^ctcfiiiet Rnb bte im !DäÖb. feQrettbcn Pber nodf auöfte^enben 
SÖörter. 

* Sgl. ©anftetö, ffio.^Ui»: Da bfe ©ije als 9torto»tal> meiiteiu& talt 
ijt, \o nennt nton ^ie nnb ba audi leben falten 3Bm& ©ije. @o fietfet Der falte 
©letfdjmtmib in einigen Ünttfdjen Sälern bie Gletscher-Biso, fefbft treitn et auS 
©üben ftunmt. 



SottätfimHfy? ©inbimmen. 



165 



windes; §. §effe, *ßeter Santenginb <S. 10 Zu Anfang mußte der 

Beck rudern, bis das Boot in die Bise geriet, seine Segel blähte 

und stolz davonjagte. 3m XYI. 3£jb. ober fierjt eä aud) bei gifrfjart, 

©ejcbjdjtäflitierung 1575 (9cbr.) ©. 3«ö: [warurab ist eyner Juug- 

frawen Gsüß allzeit frisch?] . , . weil es stats durchs loch des nort 

oder beißwinds hifftig erwAhet vnad be windet wird ; ferner gebudjt 

bei 3umu0 {Äntmer^jett 1577, greiburg L ©. 1620) unb felbft Miau. 

(Serabe biefer Dürfte niertt iwtux boäufefcen, roeiw er eä nur auä ber 

Sdiroeij tonnte, roo es bodj ^eute noef) lebenbig. SÖife mujjj e^ematl ein 

biet metter uad) 9t öerbreiteteS 2Bort ßemefen fein, bie ©eltenrjeit ber 

Söelege in alter 3 e i l berufet mir auf ber 0efdjetbeuö,eit bes bintefttfdjen 

¥lu£brutf% fein Urfbruug fatm offenbar niebt mefer allein in ber ©d)tt>eij 

gefuerjt werben, ©ine lefcte ©tü&e erhält biefe SBeljoupfung in ber alt* 

fäcbfijdjen GHcffc turbo bisa, gloss, Lips. (X. SrjbJ, bie ^mot mnt bieten 

Mmfugrnbtmt angeführt, aber niemals für i^te ^eimat, ba§ ©ädjftjdje, 

geitenb gemalt roorben ift. (Sntldjmnrg aus* bem 9I1peiiQebtet P wo ed im 

äitjättfrfjeit unb Dberitaliemjdjett aud) öoriomint, ift im X. 3tjb. bo4 

flänstid) auägefd) (offen, bisa ift ferner aud) prob., bise afr$., wer feilte 

aber t>ier an einen SBottauätaufd) mit bem $Utfäd)ftfdjen benfen? 3n 

ber norbfr^, ©eemanitöfbrüdje fefjlt jcbe ©}mr gerabe in ben ergiebigfieu 

Gueflen. $)ie ©loffe ift unb bleibt oUfärfjfi)^. Eie btstjer üblidje 9lb* 

teitung aber auä bem 3iomanijd)en, nad) ber eä in ben Silben ouä einem 

bürg, ^oberi tat. 9lbj. bigio — »n>D.*fr§. biso 'bunfclfarben, grau' (afrj. 

feit XI. 3bb. ÄcrUreife 93. 354) enilefent märe CDiej 4 ©. 62f.), ift nun 

burefj bie offenbar größere Verbreitung bc3 2Sorte§ zweifelhaft geworben. 

{£* cmbfieljlt fid) aber audi, fie übcrfemibt aufzugeben in Hübet™ du ber 

©djnuerigfeit, bie bnrin liegt, ba& ein Sinb ben tarnen einer Bfar&e, 

eme£ nur ol3 garbenabjehib befonnten SBorteS tragen fofl l . @in Sa* 

logen ift triebet im ©erm. norij jonft begegnet unb küirb e£ roofel audi nie, 

t)öct>ften^ ift eine garbenbr^eicfmimg alft Attribut ^nnt Sühibe gefegt, 

wie 5, S. bei seliwurz(i') l>is(e) in ber ©djiney (^uuji!er r ©anberS, 

Staub unb Nobler) unb bei Qhiilb,em SlbemaB bruna bisa, (@. $)u (lange 

s.v.) f wenn fie nämlid) ÜHegen bringt. 

$)en riffjtigen 3üeg geigt uns boefy roo^t bie altf. ©loffe mit ber 
Übetfefeung f turbo*. ©r^ou bei ®3eiganb ift auf at)b. bisön, m^b. 
b 1 Ben '«Ateno rennen — fdjuauben' ^ingemiefen, ba^ autt^ attmdriijd) unb 
Ofi>nabrücttfrfi P fomte nar£> IBu Gange fUutbrifd) fein folf. Slua^ r)eute ^ei|t 
in ber ©rtjmeij urame n -bise n oom ®ietj: c mie toll l)erumTeunen\ ©taub 
unb Nobler a, a. D. IV Ifisfi, Cb nun bjer ober im Hltbeutfien baä 
SBerbum öSrunbmoct ober, mie eg naäi grammatifd)en Kategorien nätjer 



1 ^lmüctgrou ? Stimmt ^imärfii't nißt, luemt man eö aud) auf bie SSJolfeu 
beitrat, benn m uielen ©egenben &rtngt Stfe flareä, tinbaiicrttbe Sife beftäitbiß 
fd)äneS SBctter. Sind) öd etauö unb Nobler, ^btot. IV 1682 'faltet, rrotfener, 
aufbeüenber SHJfnb". Wnßerbem galt gerabe ttal. proti, imb ftana- für ben fßinb 
unb ben $tmmel immer bruno, nie bigio (SRUteifung bon ^ßrof. ©, Saift } 

12* 



166 



jugo ©e&tle, 



liegt, ber SBinbname, uttb ob ferner baä Urroort onomatopoetifcfyen 
GfyarafterS ift (eine Söennutuug, bie mirfltcrj titelet fite ftdj Jat) ober ntd^t, 
baä 6erü(jrt ben Äempunft ber Seljauptung foum: bafj bisa nttfjt mit nun. 
bigio 'grnu*, fonbern mit flenn. bSBdn 'roüten* jufammüitgetjört übet umge* 
fetjrt. $Iüx mit biejent ©tumou fte^t aud) bie Jöebeutungäentmicf Jung 
öon bisa in ©inflaug, fomeit fie uii* vorliegt, bisa tft aunädjft = tuoff, 
toff ( f turbo J bei Ibmtirt) = 'turbo'. 2)ieje3 mirb jäjon im Altertum 
all ©turmmmb überhaupt in übertragenem Sinne gebraurfjt, tut mittel» 
alter licfjen fiatein aber auäjcfjtiejjlicf) für irgenb einen nörblicfjen, in3* 
bezaubere fjeftigen 3öinb angejerjeu; bruui i[t Windsbraut uub wiwint 
meift = turbo ober typhonicus (§, ffl, (Stoff 5. Act. Apost 27, 14) 6i# 
in bie SBibrlüberfefcuncjen beä XV. unb XVI. 31) bä. hinein. |>ier ift ein* 
mot fogar Thyphonicus = 'ftöljii* (f. it.). 6ü ift audj offenbar nltf. bisa 
junäeift nuc = ©türm, bann mirb bise $k 'nörblirtjer ©türm', roeil biefer 
oor alten anbern unangenehm ift, af* turbo ober proeclln ({. ^ofobulnre) 
im engem ©inn. $)od) bleibt itjr noefy Spielraum genug, bnfi fic in ber 
©djiDeij bie mannigfacrjften SRidjtuugeu bcäeicrjnen faun, üom Öcorbroeft 
bis $um Oft (f, SKainauer 9£atuvlc5ve a. n. £)., bvsa "Euros' Slnj. f. 
b. Statte b. fr. $or£eit VIII 406 r. 0. ©eleg au* ^er. ©otttjelf u. a. BU, 
je nadjbem, melcfter SSBtnb in ber betreffenben yatibjdjaft bie ffitjjenfdjaft 
befitjt, im Kampfe mit bem tfötju 3aeber|d)lag bei finFenber Temperatur, 
fonft flnreä, meift beftnubigeö Setter ju r/erurjacfjcn. Stlfo: ^)urrb 3ubi* 
öibnatifiening entfielen bie tjeuttgen SBcbcutungeu uou 93ife gmangloä au? 
bem alten 'turbo*, unb biefc£ fttmmt $ur ^Ibleituiiß mi£ a^b. bison 
'muten, [türmen', uid)t aber |R rpin. biso 'bunfel, graubraun 1 . 

I>: Xer P&hai mtjb. ber phünno, at)b. pböniio, ift als (Hegen* 
roinb »on 3% bereite genannt warben, tatjädilidj erfrneinen un$ rjeute 
beibe nur nodj al§ SSortpnar, SBJenn man hierauf aber feine SBort* 
unterjuerjung grünbet, biirfte man motu* irregeführt werben, ©in mal 
weife in ber füblidjen flriciuebene, jonwit idj fie fenue, jebeS Äinb 
uon ^ugenb auf etwa* ddiu jjbftn aus bem SKiiube ber Alten, feiue$roeg# 
aber oon ber Jöife (bafitr auf bem fianb Schindenbengst, Kolischinder, 
Gregoriwind). 9?oa^ lauter jorbern bie SSelege eine ©onberbebatiblttug 
t>on Föhn, luenu er oiidj mit ber $cit in parallele mit ber SBtfe getreten 
ift. ?i tif angl überhaupt feltener, ift er gar nie auHerbafb be£ $ofy unb 
aJntte(alemau!iifc^eu ju finben. Einmal a^b. 6ei ©ieinmetfer unb ®iet>er$: 
Tlivpbouious phöono (§f. X. Sftb.) pbonno (b XL 3^b. h XII 9|b.)» 
ad Act. Ap. 27, 14 ©loff. I 752 l K — Wfyb.: Auster uero cum suis 
collateralibus sunt wfnt uel föniie ?ltein, ©loff. (Änrteniqe XITL/XIV, 
3a^.) 3t|rf]T- f- &* 2Bf V '2 (baneben Boreas autem et sui callatorales 
in >rt winti bise: fartilirfje Sntfprerfutng alfp bier fdjon berau|t gebndjt), 
du fi'nirie ist warm und bring-it den regen, e^ kumit uon phönuun. 
bi der phunnun ttfmt ©loff. XIV. 3^b. in 9Jconel Stuj. VIII 504, 74. 
%d) n^b. aunü^ft nur a(em. bei griftai L548DtC5t 878b N"otua Der 
•Südwind | der Ragen wind | die F6n von Mittag her, ä(m(. 1556 



$D(fdtümltcQe ©titbnaineru 



167 






Komenclator unb Lanier 1561 Seütfcr) ©prafldj, fet|Tf aber bei ^)nj^ 
pobim. Slu3für,rlicfj ftrifd) 1741 2eutfd>£at. SBb. I 259*: Fenn, f. aud) 
Fön „ein £au*3Sinb, 9tegeu*2Bmb . . - ift in bcr ©djmeifc nodj 
geferäUE^ri^ . . . fonfl audj Wlhn/ «ei Slbelung 1775 II 159 ift 
auä? die Föhn "©übit»iub J aufgeführt roäfyrenb Bise ferjlt, mit berfriben 
Angabe; „SSJitfa jefet nod) in bcr ©ctjruetä unb anbeten obb. ßkgem 
ben die Fön, über Pfiiim genannt". Der Fön auctj bei ©cfrineficr mit 
neuerem SBcieg 1*722. Sei ©anbcrS I 475» Söelege aul Äotf 1841 ff. 
Sltyenteifen (Heiter-Fohn); de Fön öttltjikr, %arg. 9Bb. ©. 297. 3n ber 
ganzen Sdjroeia na$ Staub unb £ob!er, ©d>mei$. 3m"ot. 1843 die föne. 

©o wetp b^t alleä einzig unb allein nadi ber ©djnjei^ mit 9?ad)bar* 
(nub unb er Hart bamit bie ©eltcnbcit beS 9luf treten*. £>aji es ©dnueiger 
©tfttettmort ift unb als folctje^ anerfanut wirb, erl)ellt aud) barßuS, bafe 
bie beiben einzigen üternrifeben Söelege ©ä)ttterS Ml angehören (I. 1 
unb 3), anbete aber nur an* ©olfsfdjriftftellern ber ©^nwij gu gewinnen 
finb. 3m Ö5egenfafc gu bisc^ reidjte unb reidjt fön mit feinen ©puren 
niemals über baS alemanittjdie©ebiet büiauä unb mujj nlfo biet beimifd) fein. 

2)ar)er mirb bei tym ber allgemein Dermutcte Urfnniug nu8 bem 
SHomamjdjen ntd>t balttoä tüie bei biso, 9iad) 25ie£* Vorgang wirb jur 
Vermittlung mit bem Clurital. baS r&ätoromnmfdje favuogn, fuogn ufw., 
auS rom. *fa[v]<5njo 'favonius' tjerangejogen, füt SRittet* unb 28eft* 
fcfjToer^ barf nudi immittelbar ita(. favonio über £e[fhi=@ottljarb in 
Söetrnd>t ge5ogeit werben, ^atjädjlidj ift ja ftötjn immer noefj im 39e* 
rou&tjein ber ©djmeijer ein italienifmer SBiub in bem ©iuue, bau er 
tljiien über ben Wtpenfainm oberitalijdje fiuft jufü^rt unb baburd) tyt 
3Better Beftimmt. 

„t^übn" ift alfo ofjue ^mcifel ein urotteS tat. Seburoort. ©eine 
M^lreidjen 39ebeutung3untcrjdjiebe liegen im (Stmnon jdjon rwr, rote ja 
fttjon für ben alten $ürüj favoniu* in Carm. L 4, 1 (Solvitur aeris 
hiems grata vice veriw et favnui) ein milb fäufetu&er, belebenber Söittb 
überhaupt übne auägcfpr odume Üitcbtung ift, wie Zephirus, ber gerabe 
uns in biefem ©iuue geläufig ift. @rft in ber ©d)roei$ uatürlid) tonnte 
er bann einen ^ntjalt gewinnen, ber itjn (jeute redjt djarafterifiert : mit be- 
ben teil ber Semperatitrerfjürmng unb SSerminbeumg bes Suft tarnte ©e^nee 
unb (£iS ju löfcn unb ben löann be§ SBintersJ ju brechen (ogl. ©taub 
unb Nobler a. a. 0. I 843) 3m Stamme fiub naturgemäß bie tjclfle^ 
erfebeinungen entfnved)enb geänbert, immer ift e$ aber nur ton ben 
br Hieben s ^erbäitiiiffen einer fianbfiaft abhängig, melier Sfiidftuug bet 
©übbölfte er genau augcljört. 

Snbltdi ift nod) eine rein grammatifclje ^xaqt mit bem Wort öer^ 
fnüpfi. @8 tritt abb. olfl fdnonebe? SJfaät. auf, im 3)(t]b. aber nur al* 
ebeufo(d)c3 l 3em., ebenfo nod) tm 9?bb- bis einfcblie&lieb Slbdung, fclbft 
in ber @d)meij (g, ©, bei ©taub unb Nobler a. a. Ö. 511m 3%« 14s<> : 
die statt Zürich ligt gegea der pfon an einem see). 2Ran ^at 
be^alb, aua) im ^)3Sb. r ^u m^b. fönne eine <fyb. „SIebeuform" non 



168 



#uflt> ©eftrft, 



phöuno (aus *fön-jo), nämlitfj phonna (ouS *fon-ja) anfefren ju muffe 
geglaubt. 2Bie mir fajeint, mit Unrecht, 3Siel efjer tjat ba3 gan^ na^e 
liegende unb im 3}Jl)b. tatfädiltd) fäjon forrefote bise, mcfletd)t aurf) die 
Windsbraut, bai ©ejctjlcdjt atifilogifrfj beeinflußt, roonebcn offenbar faa 
unb bort fid) ba3 alt« 9Jta*E\, mit mit ftarten tlnbungen, ftan&tjaft a(3 
Dublette bi* (Stibe bei XVITL 3fjb3. Ijitlt, anbermä'rts in nt)b. 3eit fit§ 
im Wnfdjtujj an ben Oberbegriff wind ober stürm neu bitbete. £at* 
facfjC ift, bnfc ©djitler beibemal ba* 3ßa&f. gebraust unb feitber oielf ad) 
9frtd)nlimitng gefuttben ^nt. @r mufj Dabei enhuebet feinen ©djmcijcr 
Duellen gefolgt fein, ober auä ©oettjeS münbütfjen ^etidjten gefajöpft 
baben, memgfteirä fejjlt e£ ba r mo mau puadjft futfit, bei ©oettie unb 
harter, in beu ^tfjriften SöobmerS, .©reitingerä unb ©ul^ers üoflftäubig. 

3. äBäfyrenb bie beibeu fotjauMten SBinbnameii im§ beute btofs uorfi 
SBörter ju gegriffen finb unb uid)ti tnefjr be^eidjnen, finb anbete in ber 
finge, bie Sigentiimtidyleiteu eiltet SBiubeS fofort mefjr ober minber — 
bis jur $>raftit oeutlid) — au^ubrüdVn. Setjr rjäufig ge|d)iet)t ba3 buref) 
eine 3 u f 0, nmenfefeung mit -wind, iatpuruftw ober ©atjuntitji. 

a) $on ber jioeiteit %tt ift einet ber beliebteren Regen wind 
c notus\ fdjon bei 9?oifer, Soetfjiuä (km, phil. Metr. III 1 ßßtpet 
1128'°), ein tStniomimon ton phönno *%&&' unb <£rffl& bafür, ©pater 
aber begegnet e% und) bei ^rifiuä 1548 Dict, afmlid) finaler 1561 
$eütfd) ©praad) ©p. 139*: Die Fön von Mittag her. Notus, Der 
rägenwind; bann aber autf) bei 3uuiu3 1677 Nomencl. 856*: Auster 
Notus. Sudwind | regenwind. Jpun5tfer, Slarg. 9öb. ©, 297 budtf e£ 
and) für ben Slaraau. Belege am jjyteming. unb (£m. ©etbel f. $)28b. 
— ©ein Gegenüber ift, aber erft im 9?rjb. £>Dj)pe[form oon ©ife, ber 
Schnee wind | oder Aurae nivales 2Jiaa(er 15tJl $eütjd) ©pTaattj 
Sp. 501 b (SBelege $>3flJb.), mddje« im ftreifi SntbSljut unb £egnu alz 
ehalt luft* Ijcute nod) (ebt; ebeitbafefbft roirb Guetwetterluft* 
bezeugt, äßetaprjorijcf) briirfeu aurt) im SMtemunb Druden wind 
(fta$er, ©air. Sagen II 104 ©SBb.j unb Hexen wind* (lieber öfter* 
reid), ®erm. XKIX 105, 32) bie ©efttgfeit be* 'äöirbelnrinbrö' ttO, 

Im hieben bei! latpuruffja l e. ©. fehlen aud) bie fiarmnbl)arl)a 
rttt^t. ?lufeer „Äaltroinb" fei ber meit oerbreitete ubb. Dwerwind*, 
m^b. twer|wind] ober aud) nbb. Dwarrelwind ffeemänntfcb dwars 'quer') 
enutitmt. SBie bei Sobrif 1852 9iaut. ©b. 6. 247 'ÜBirbelroinb', fo 
Won fiüberfer fflibel 1494 (1.) unb 1533 Act, Apost 27, 14 Typho- 
Dleufl Dweerwind\ Wtyb. bei $ab(aub MSH II 292*: So heizet einer 
twer[wind], der truebt die tage klar, ^ier ft^eint er me^r ein bem 
gbt»u Derroanbter Guer*i Seiten ?*)5BSinb 3U fein, in ber ßiibeder ©ibcl 
aber 'iöife' in urfptünglidjer ©ebeutung. Sögt. @5rimm (Mr. III 390. 

4. Sie fe^r bie Öonbrarte ber attgerm. Sßörter ber §imnieterid)tung 
entroteit fonttte, jeigt eine gan^e Wn^aty j. 2. rec^t pbantafierctdjer 
©d)i)pfungeu non urfprüuglirt)eu Söiubnamcn auB bem @prad)gut ber 
täghd}eu üRebe. 



SM&tümltdje astnbnatncn. 



i«y 



a) S>ie bil jcfct nltefte fotcfjer. ©Übungen ift afjb. loubreccho* 
ba3 oll "fiaubrettfjet, ßaubipenbei* über^t merben 311 muffen fc^etnt 
(darf) S^otfer : taz loub. taz tiu bisa gineniit. tor westenewint 
kereeehe ©oetff. Cous. phil. 124, «ßiner 1 39*). ©efege: Zephirus, 
fauonius .... löbrecche ©foff. ad. Hör. Epod. I 7, 19, Carm. IV 7,9, 
©teinm. unb ©ieu. H336" unb 337» (XI. Sföb.j. Engere ©puren 
Reiben fidj nidjt mcl)t gefuuben. 

i}iterarifrf)e* ttunjtytobutt — put a(§ 3form tjier angeführt — 
fdpint mir SdnEferS EI agier ju fein unb gu bleiben. $)ie ©teile ift 
auS ber 8attt0 1780 SäJIe. (GJoebefe) I 122* 1 Sturm von Morgen und 
Abend, und Mittag der mächtige Hagler, Stürzen über den Pelagus her. 

Solche Üiominn agenti§ für SÖinbtintncn finb fonft nid)t fetten, ober 
immer nur fuorabifd) nadjroeisbar. ©ernbe in iljre Steitje gehören aber 
bic berbften (Srfleuflnijfe: anfdmuürtjer ©ejitaltuußSfraft beä ^olfeä rote 
ber Rosseschinder*, Zie^enschhider*, Heppenschinder*, 
Geißenschinder* unb Uefßtöter*, bic in ätfrfjr. f b. 3Bf. I 2 69 f. 
flfif bejprodjen finb, unb p benen \d) leiber ntdjt£ tnetjr bin^u fügen 
finbe, all bnfe juüerläjfifle Sötte noch in 1 1) rcr 3ufleiib ben „Ütofefdjinber" 
im oberen SMarfatäflerlnub unb in Ü3a(b^t)iU für ben betfjeuben ivriilj* 
JQ^rö'NÜ gehört Gaben, ebenfo baä neuefte ©Ijäffijrne 3btDtiton don 
Martin unb ßtentjarbt 1907 9S&. ber ©[f. Wunbarten II 420 boäfel&e 
für Cberdjnfj belegt (ogl. & 0. 3Rener, ieutfdjc SJtrffctim&e @. 344). 

£)ic ftnnftioii cine^ Konten aßenriS bnt enbtidj nud) ber fcemännifdje 
„§immel£befen", beffen einigen 33efeg idj tjier nur roeiterer Sliircpng trntber 
mitteile: Himmelsbesen „roirb »on ben ©eefabreuben ber Sforb^eft* 
SBinb genenner, rueil er gleidjfam ben |rimmc[ Don Söoifeu rein fetjrer 
©ggerä 1757 ftriegafej. I U96, ©ebudjt naef, 3fflcobifon autfy ©SBb. 

b) $)ic JBerbnffubftnnHw finb tpiernitt erfri&ööft. GHuer ganj «nbcreit 
?lrt gehört ber belkbtefte SBitttoutmc bc3 XYT. 3^b3. an: ber Schinden- 
hengst ober Sehuidtenhetigst, nad) ©riinm @romm. II 061 eine 
itnperatioifcbc SHortbil&unn = Schind-den-Hengst!, bie häufig beu nllge^ 
mein ntjb. ©rjafc btlbel für ba3 auf ©djroeijet Soeben berbrängte Bise, 
HtS joldjer bürfte fte nur ein beföraufte^ Älter beanfprndjen, unb bie 
Knrfjroeife fetjlen auc^ tatfäe^lidi an 1535, J mo ©ciftjpobiu^, Dict, lat.- 
germ. C 2* erftmolä burfit: Aquilo, Boreas grecö. Der wind vö mit- 
nacht j der schind den bongst | oder beyÄwind Qa attet) gerabe 
um 1500 t)erum p mie eine frühere Hrbeit in biefer 3 e i-tfdprtft geigt, bie 
Söörter ber ^imntel^riditiinßen unb SBtnbe i^ren ^ttefftattb ermdjten unb 
gern burd) allertci DoffStumtidiere ^tarnen erfe|t mürben, )o loirb mit 
einiger Söß^ri^ciutidjteit unjerc ^eufdjöpfung aud) in biefe 3«t $u fc^en 
fein. Über it)r meitereS Sr^idfal meit über dualer fjinau^ (ögt. biefe 
^eirfc^r. I 2(>9f.) gibt ba§ 5)3öb. Stu^funft; ^uguflkjen märe metfeid)t 
nur noc^, ba^ aurrj 3uniu§ ben ©r^itibeu^engft aiifür)rt r roenigftcn^ in 



1 J3m £3356. fdjctm biefe Sd^gabe itteftt benüjjt ju fein. 



170 .§. SBe^rle, SSolt^fiiulidje aBln&nrmtcn. — &. ©uol&fjtt*9ßa£anber, 

ben benü^ien tfuSgaben ^tnttPtcpen 1577 unb grciburg l 33. 1620, unb 
bafc Campe, rocn« er btefe3 aud) nur aU aulgeftorben budjt, boef) ©ife unb 
$örni überhaupt nidjt mef)r tennt. 

c) Sn bn3 bebtet incbr ober miuber poetifcijer Sftetaptjern getiüren 
enbtidj tiotrj gtnei äömbnameit, ödh benett ber erfte junädjft — nur ein* 
mal bezeugt — ntlerbiug* Überfefcung nu3 bnn ^urtugtefifdjen, ftber ge* 
rnbe bod) für btebamoügc ®emüt)iiiieit bejciefmcnb ift; DleiuiuS^lnberfen 
I6ti9 Dnentaütdje tfteiiebeictjreiüung ©. 120: Man berichtete | daß alle 
Jabr umb diese Zeit | wie auch im Augusto und September zwisek-n 
Japon und Malaeea ein solch schrecklich Ungewitter | welches sie 
Orcan, die FortugißeB aber | le Voiitu Grien Chain den Osten 
Hund* nennen | entstehen soll — 3m bem jroeiten feiert bie 3>rciftif 
ilivni l)üd)ften Iriumpt): Sauzagel aber Süuzagel für 'äBinbäbraut* 
ift naefy ©dimefler 3 II 200 im 9U)öngebiet &u |mufe, fomie nodi 9(u3= 
mete be3 $>2öb. in 3U)üriiigeu unb Reffen, örimtnä Deutung auä einer 
amilJDlogijrfjeri Sorftefiung (TOi)tt>ul. x ©. 2S6. 852) mirb nirfjt überall 
Slnttaug ftnbeu, notürfiener unb iirfprüngiidjer ift bie Söejicljunfl äroijdjen 
Mingcl[jt^ioauji unb S5Mrbel[nünb|. 

jpiefer lc§te Trumpf beseidjnet ba* ®nbe ber Keinen Arbeit, fatU 
nietjt jemanb norf] Slnffdifufe über bie fdjon geftreifte Windsbraut* 
erroartet. Sie <SrfK<fja(e biefeä iriterefjnriten S&SorteS, bci3 in ben üep 
fefnebeuften Oeftalten bt3 in£ W$. prürtretc^t unb n(3 turbo *sturm 
uuint uuinles prüf fdmn im VJJIJIX. 3l)b. <©bfj. Jim. Re, Steinm. 
unb ©ieo. II :-il8*f.) bezeugt ift f bifben fd^on ben ($egenftanb einer» rote 
mir fdjeint, nb|cjj|tteijeiitoTi Unterfudjuna, od« 3i ©c&mibt tu Sßaut unb 
©raune* Beiträgen XXI 111 — 124 (Deutung S. 118). %a§ ber bunten 
eyüfle ibrer ©tjnomnna interejfiert mefleid)t mxb ber Wiuddruch* 
'plötjlidjer 2Birbelminb\ ben ©anber* ätfb. I-UO — otnte ©elege - 
für bie Sd)ifferfprnd)e geltenb matr)t. 



5Die iiHljodibcutfrticu Deummtiuiiiluiniijcn auf inkilin. 

Ben 

£mgo @uofaf5ti*Sßala.nber. 

£ie beminuttüen ©Übungen im SDetitftfien unb im Stngetjftdtftfcfjen 
fmben cor einigen ftatjren buref) bie Slrbeiten ^ol^inä 1 unb Srfr)arbt§ 8 
eine grünblid)c Bearbeitung erf obren. 3n biefen Unlerfurrmugen, roeldjc 
in ber grforjdjmiß ber germani^en ©ortbitbiuig einen erfreulichen ^ort* 
f djritt be^eidjnen, mtrb natürlich auc^ bas hitereffante ©ufftj i(n)kil(in) 

1 etubten pst ©efd)id}ti' bc6 ^«mtnutftmmS Im Eeutfttjeu, bim Sllbert 
^DTäin. ©tTOB&utfl 1901 (OiieUcn nnb &ovfd)intße», 88. ^cft). 

1 3>ie «nflclfärf)fif{ften EtmltuittobU&ungcn, toon ffibnotb (Jtf^rbt, (SnQti^e 
©tubien XXXII, 325-366. 



Sic <tU()oß&eutfdjcn tSemtnutiöbitbunßen auf itikihn. 



171 



bcrücffirfitigt, meldjel ja öorpgiroeife gerabe im ?lÜI)otf)beutfd)cn imb im 
$ngetfäd)fijrf)en bdegt ift- Slujjerbem ift aber biefeä ©ufpj »Ott ^ßogat- 
f ifpec in jroei fpejtellcn $luffä&en bejubelt morbeu, roeldjc beibe in ber 
Slngfia erfc^Unen finb (iaä roeftgennant )d)t SDeminutiofufftj -inkil, 
fflb. XXIII ©@. 310—315 itnb Übet ben Urfprung bei mfftgermanifdjen 
3>emüiutiojuffae3 4nkfl, «Selbt. $. «ttglia 33b. XV ©@. 288—247). 
@s finb §n>ei gimftltd) »an eiuauber bidergierenbe $luffaffungcn oon 
bem Urfprung biejer 33itbung$iueife, bie in ber angeführten Literatur %er* 
öortreten unb bie potemtfct>e %xt, mit toeftfjet bie abroetebenben Stnfidjten 
teitroeife oertteten rcerben, fjat biejer $rage beit ®fmr öfter einer (Streit* 

»frage oerlieficn. 
2)<i mtd) feine t»on biejeu neueren £5eutuugcn überzeugt tjat unb e$ 
im Gegenteil jdjcint, büß fie in falfdje Joannen eiuleiiteu, roifi irf) bie 
grage nortnnaliJ r ^ur <£prarb,e bringen, $toat getraue tdj mir nidjt ben 
Änoten mit abfotut fixeren SBetoetemiiteln löjen $u tonnen, aber bei ber 
©urdjimiftenmg beS nltfjodjbeiitjdjen ttJfaieriala fdjienen mir einige 0t» 
fiefjtSpuntte ©eaditung ju otrbienen, bie id) Ijier fyeroor beben niijdjte. Unb 
ba ja bie irrige üom Urfprimg ber ©ilbmtgm auf -inkil oomuegenb 
oon angltfHfdjet Seite tjer in $tugrift genommen morben ift, fo n>irb ftdj 
DieEeidjt and) bie gerDorfeljrung ber ©acblage im s }(ltfy)<fibeittjcfjen als 
ntt&fitfj etrceijen. — SBorerft mag jebod) eine fur^e 3n)arnmeufaffung ber 
bteljec gemonnenen ©rgebniffe unb £!eutuug$öorjd)!äge ben nötigen Wuä* 
gangepunft für unjere *J3etradjtung geben. 

(Srfcon Sacob ©rimin Ijat in feinet ÖJrammati! (11 J 681) eine 
ganje s Jftenge ber 33ilbiuigeii auf i(n)kit(in) ^ufammengeftetlt unb beutet 
bort baä ©uffij: al& eine „(Kombination be§ £ unb ft*, ber „beiben 
©aujrtmertmnie ber $erfleinerung". SDiefeibe Sliiffnf|«ng finbeu mir and) 
bei Äluge tn ber Nominalen ©tamnibiUbuiigäletjre § 64, iubem aueb, ei 
in linjerem SBilbungSelemente „eine 33erqui<fuug ton ©uffirrti" erblichen 
morfjtc. SteS n oor ben dmrnlteriftiirfien $)emiuittioäeidfen (k l) ( über 
BrttdjeS ®rimm feine SReimnia, auefpttctjt, erflatt fällige für einen 3icft 
fmpoirjetifdjer n^Stäntme- Äljnttdj roie ©rinim unb ftfuge urteilt aud) 
äiJilmnnn^ über ben Urfprung bei emfftrt?, nur ba3 n* Steinen* beutet 
er auf anbere SSeifc. 9?nd) feiner $lnfid)t fjabe man in bem in, meldjes 
bem k öoranget)!, ein urjprünglid) fefbftanbigeS SDeminutiöfuffij -in ju 
fe^en, ba§ oor ber folgenben ^ünjonantoerbtnbung oerlürät mürbe, ©omit 
mürbe inkilin oier Derjdjiebene ^JcminutiDelemente enthalten : in + k + ü + in ; 

• f. Wämantä ^eutjdie ©rammntil 11*324 §_250. 
@ine ganj anbm Stnfidjt tron ber Sorgejd)idjte bei inkiJ, roonad) 
btö ©uffij bem tatet nifdjen -unonraa ent(ct)nt morben more t getjt eben= 
falls auf &timm jurürf, ogl. ©rtrnm beutfdje ®rommatit II 347 ff. 3)ie 
93ermanbt[d)aft mit ben aafytreiayn lateinijd^en ©itöungen auf -imculus, 
-uncuJa ift imcb, iljm offenbar, ba aber „bte redjte ßautüerfd)iebung ab; 
ge^t", fo fbnute man an @nt(e^nung beuten. Mein aut^ biefe Vermutung 
|at „&ubere# miber fidj" unb fo Ijat benn ©rimm fie fpätex guguuften 




172 



Mitio EtrnUiliK "palrtiiCicr, 



einfr «nberen (»gl. oben) aufgegeben. Slud» Älugc finbet ben Inf fang 
on lafc -unculus oerbädjtig unb fliegt bie W&glidifett ber ©ntlebimng in 
(Stroägung, täfet aber bie (Snifttieibung babingcfteHt, f. &Borge[d)ia)te bei 
aifgermaniftfien Einfette in $autS ©runbrifc I 8 354 § 19. 

©eutüdjer unb öeftimmter roirb ber QMmnte on (Sntlermung in ben 
oben angeführten Slbfjanblungen 'ißoIsinS unb Stfrjatbtä nuggejprottien. 
SDiefe ©ntietmimg jei eine Ljalb gelehrte gemeiert, bie burrfj bie entgeh 
jäcrjfijdieu Überü^cr UMt&$0 für bie geiftlidje Spraye borgenoutmen 
tüotben fei. Qnat [teile baä SJorfommen beä ©uffigeä audj in ben 
tontinentalcn n>eftgermajiijiC)cu ©pradjen bicfcv Mnnafjme §inberniffe ent* 
gegen, aber man tonne Dieltet rfjt annehmen, bajj hk ©Übungen auf -iakil 
ton angcljädjjijtijeu Sdimbern natu, 3>utfd|[aitb mitgebracht rcorben feien. 

So rajonmert Sßotjm a. a. O- ©. 5f. — ©eine in borfidjtiftcr gorm 
au$gefprorf)enen Einbeulungen tjrct (Srftjarbt bann toeiter etitwidelt. ?Igf. 
inkil jei nicC>t bireft auf tat, -unculus jurücfaufülJMn, fonbern |ei Pate« 
fdjeinlitf) burd) eine Äoutaminatton ber beiben lateini jenen deminutio* 
bilbungen inculus (0, um) unb unculus (um, (i)unculii) entjtanben. 
®al (o auf angetfadjfiftfjem ©oben gitftonbe gefomtnene ©uffir l)abe bmiu 
aurf) auf bem kontinent Verbreitung gefunbett bobureb, ha% bie angel* 
järf)fijd)e Ret ber &Jottbilbung bon beutfdieu ©fofjatocen unb Über- 
jefcern nachgeahmt mürbe, beneti augefjädjfifdje (Slofjare unb Suttcrliuear* 
oerfionen ntä äKufter bienten. 

3)ieje feine Äuffaffung bou ber ©ejrfjirfjte ber fflitbimgcu auf -inkil 
begrünbet ©fftjnrbt.biirrf) ben $inroei3 auf baS au3fditte|liff)e ^orfüinmen 
ber )elben in ben Überjefcungen qu3 bem Üöteitiijcrjcu, bejonber$ in ben 
©lojfen, mo fie fnft ftets einer fei ©emiimtjbfonn eutfpredjen. 2)ie3 
beiucife, bajj bie ^Übungen ber 23olf3fprad)e freiub waren unb ätjnlid) 
p beurteilen finb ioie etwa beutfdje Slu&briirle in ber nt)b. ©tubenten* 
fpracbe, beuen frembe (fnbungen nngefjängt finb, j. 93. burschikws unb 
Schwulität, ©ei ber ^egrünbung feiltet £fjeorie wenbet fidj (Starbt 
befonbers gegen $ogatjrf)er, ber in bem obeu erroärjnten $lnffa$ in ber 
Ängfia ben germnnijd)en Ursprung be§ ©ufftreä ju beweisen üerjud)t cjatte. 

dlaty $ogatfd)er finb bie Salbungen auf -inkil alte Itampofita bou 
ber 9trt ber wcftgermanijrfien gufantmenf einigen mit haid, dorn (got. 
haidus, döms) :c, unb reiben in bie frit tiefte roeftgenuanifa)e Snt ^urürf. 
Xaä fpäter berbuuMte ©nbfiantio, htä beul jmeiten ÄompofiHoi^gtiebe 
jugrunbe (iegt, erfd)eint in felbftänbiger $$mm im og). wincel 'fiinb'; 
eine anbete KblautSform fei in me. wenche(!), ne. wench *S)irne J et' 
tjatten. 3n ben übrigen gernmnijdjen Spradjcu ift ba§ SBJort untet^ 
gegangen unb biefer Sdjmunb tjabe ba^ §ernbfinfen beSfdben juin ©uff j 
beförbert. Sn ben Iperfonenbe^eidmungen , n?etd)e auf -inkil auägetjen, 
liegt nacrj ^3ogat^er baä tDeftgermau. *winkiJa- in feiner urfprüug* 
tidjeu öebentuug 'Ätinb* nod) bor. 93on b,ier ou§ fei bie iöilbungSKJeije 
auf bie liernainen übergegangen unb bie Ee^te ©djimt, iueld)e bie oöllige 
SSerbunfelung beä ©ubftantioä jdion boraitlfe^t, bilbeten bie Saddamen. 



S>te attftocb&cutfdjen Demtmitiu&iltiiinßett auf MHtta, 



173 



3)a mm einer Uon biejen fc^ott im Sormiagloffat rrftfjeint, fo tnüjje bie 
|>etabbrü<futig be3 ^nrnten & omyofitionlgiiebe§ gum mirftidjen ©emimiriü* 
ruffir in Siiglanb fpäteften* um 700 boflgogen rcotben fein. — %i& 
SKottue feinet SBermutuiig etmhfmt ^ßogatfrtV ben Mangel an aufeev* 
germaniidjet Ent[pred)nng unb bie Sdntneriflletten, meldten bie (frtlärung 
beä najafen Clements in bem ©uffij begegnet, namentlich aber bte %at* 
jadic f bafe inkil blofe im £föeftgermanifd)eu auftritt. 3n einem jroeiteu 
$(rttfel ff. oben) Ijat et bann infolge bet oon un$ bereit! berührten 
©iuroenbungen iSrfljaEbtS feine £tjeprie RprfpmaÖ Quäjiif/rlitt) begrünbet. 

$lad\ biefer Überfielt bet bteljer abgetragenen Deutungen bei ©ufftreä 
motten mir ba§ gedornte Material, forneit cä betannt ift, piammenftetteu, 
um e§ einet noimnligen ^rüfvng 311 uuterroerfen. 

$ic augeljacrj[»jd)en ©Übungen ftnbet man oollftänbig angeführt bei 
Äluge unb ©cfbatbt a. a, O., beim (enteren mit Eingabe ber ©tfegfreffra. 
$m gon5en ftnb e£ 13: ^erfonenbeäetc^nungen ducincel '©aftatb* (au 
doc *$öüftarb*), heeftincel '©flaue' (31t hu-ft '©efnngentr, ©Efaftrj, 
jüowincel 'junget ©flaoe 1 (pi f)öow '©flaue'), bet SBpaelname weargmeel 
'biitcher-bira* unb bte ©aebnamen bögmoel '3meiglfiu* (ja bog ^^eig*), 
cofineel *jpanbmütjle J (gu cofa r 3imntet , ) f hüsincel 'gäu&fjen 1 f^u 
Ms *|mu3'j, üpiticel 'f (eines ©elent' (ju lip "®rietif), räpincel *6djnur' 
(gii rftp e €eir), seipincel '©cfyiffdjen' {m seip e 6l#ff)# stAuincel 
'©teincfjen* (gu stau 'Stein'), stilincel 'Keine guttue, Üd erdjen* ($u 
sulh *gurd}f, ©türf Sdttfattf}*), tünincel 'Heines ßanbguf (p tun 
'Sanbgut*'). Unfirtjer ift bie Überlieferung ddii *wylincel 'Heiner ©Haue'; 
(Scffmrbt nimmt eine lücfiffid^iföe gönn wieluncel au, tvaä meines ®f* 
aftteud feineäroeg§ begrün bet ift, j. audn s }&ügatfrf)er 93eibl. §. Slnglia 
XY 240. ^etbad)iig i[t midi baä toon Hluge uerjeidinete fornaeticli 
•cvprinus' tu ben Spinn tet (Blaffen, ieft mödjtc aber boerj nierjt mit 
^ogatjdjcr 3l«glta XX11I 310 unb Starbt a.a, O. @. 3.50 grUftwfe 
ben iöeteg otjue weiteres anreiben. 

91bgefcbeu tmm s JUtl)ocrjbeutid)ert bieten bie fontineiitalen ©pradjen 
nur üereinjette ©Übungen auf -inkil. £>er ftiitjefte ©eleg ift mmecliuo 
f 9iame be§ fleinen ^'nger^* in ber ßer, ©alica. ^)aö ffliittetniebertanbifc^e 
fennt nut bieöilbungeu sche(r)miukel — schimminkel 'Stffe* (nnb(. schar- 
minkel) ju (at. simia unb voleacel fDiurteca II 214) *faunus' f ba^ 
tUtfriefifdje nur wosencline (öttfl .gelten § 141) j f. Äluge a. a. O- 

811^ altnieberbeuifdK ©Übungen auf -i(u)kiHn füljrt ftluge bie Sorte 
uessiklin 'SBürmdjen' unb döniclin 'ein SSogelname' an. ^aS erftete 
etjrfjeint in einem Spruen gegen bie SSurmfudjf, bet m ^uci gaubjtftnftcit 
bt§ 10. unb ft, 3t)£. joiuobl in nicberbeutfa^er mie in tjodjbeuifrfjer 
fiautgeftalt überfiefert ift: Üang at (uz) nesso mid nigun (mit niim) 
uessiklinon (nessinchitiuon ober nessindnlinon) (<0£üffenl)off*@d^er« 
35enfmä(er beutjdjer Sßoefie unb ^rofa I 3 17). £>te ©ejnji^te beä lejjteren 
Sß?orteä ift uodj unaufgeftärt. @s erf^eint in gmei ©toffen^anbfdjrtften 
beä 11- 3f}3.: doni clin frodium: cob- ^arifin, 9344 f. 42*», doni- 



174 



&Uflo ®«o!afttt'^«UnbcT, 



cliri erodium; cob, 95ero(. 9Hj. lat. 8° 73, 124* »; bie brittc .$anb* 

fdjrift ber ©ruppe fyat bnfür bom falco. iSicfjcr ift ^tet eine 3fa(!mart 
gemeint ; bie ©loff e ftefjt audj unter ^Benennungen Don Ralfen orten. ©a§ 
bet Mbbrurf ©teinmfljer*, rote eä ja ju erwarten mar, ridjtig ift, baüon 
Ijaue id) mid) burdj einen SBetßleidj mit ber <ßatifer .franbfdjrtft auf ber 
Bibliothdque nationale überzeugen tonne«. 

3d) gtaube, ba| in Clonidin bie garkubeätiebnung fteeft, bte in 
<i(jj. dun(n), ne. dun = af. dun (*don) "[^warjbraun, bitnfel* bortiegt 
unb and) in nnberen SBogelnnmnt begegnet: ine, dnnck 'accentor niodu- 
lazäs*, ne. dunnock 'bnSf.*, ne. tlunlin e tringaalpina*, dun-bird 'fuligula 
marila; fuligul« feritia* unb dünne 'tringa oanutns* (Swainson ThcFolk 
Lore and provincial Names of British Birds. Sonbon 1886, S@- 29, 
159. 160, 193, 195); bagu an. dunna 'grecsand, anas bosclias' (grifcner 
ordbog 1/273), dtad) $Bet)|e PBB 30, 56 ff. ift baä ttbjeftiu nid)t, 
itrie man toermutet tjat, ein (eitijdjeS fiefjnroort, fonbern geqt mit af. dosun 
auf eine roeftgermanifrfje GJrunbfonn *dosna~: *dozna > *donna- (aud ibg. 
*dhatno-) gurüdf. ©ptuit märe nirtjt mit SÜ'dtge döniclin, fonbern donielin 
311 frfjretben, %a% ba£ ©nfife aß ii'n'jkilin nu^uf offen ift, febeint mir 
nidjt gnit^ uurcabtfcrjeinltd). ^)oti) tonnte mau nurfy annehmen, bafe k 
= ftreng fjodjbentfdj h ift (tjgl. in berfclben §anb färift : hauok, gok 
= habuh, gouh); bann tjätten mir in donielin eine beminutbe lln^lb- 
lettnng bon donce (ogt. me. donekj $u fcf>ett, alfo eine parallele 511 mr)b. 
hebechllri (<*habihlin) 'fieiner ^abicfjt*, $u biefem gnfl märe bog o 
im (Stamme iiidfjt onffftöig. 

&ie aItr>od)beutjid)eii äöotte, roeldje ba3 ©uffa inkilin entfjatten, 
ftnbet man roieber bei ftfuge sujnmmetigcfielTt, and) bet Starbt, ber bie 
iöeiegftellen &etteil$ttrt. 2)a aber in biejer ^öe^ietjung feine SSoUftäiiMg-- 
feit erhielt morben ift, gebe ia) qier bte aruY SMege mit ooüftänbtger 
Stngafce ber Set egftetfen. l 

3)te weiften finb £iet* btfo. SBogrinoinen: 

1. leuinchtilin üßrjgfiolDOUS 1, 13 (^üIknf)Qff*©ct>crer $)enfmäier 
P,262), leuuinehili knincuhis: <Kö(mm 2, 13 : cob. SBinbob. 2732, 54 b , 
leroinühli; cob. SBinbob. 2723, 48* Gfai. 19940, 368, tj(ut. 18140, 
203»; leunbhilin: gjecfjiel" W f 2: E(m. 22201, 240 h — pl. nom, 
ieuwinchili: 9?a^«m 2, 13: cob, ©otmtc, 103, 59 a , leunchli: tSIm. 
22201, 241«, levinchil: Etm. 13002, 223\ Slnt. 17403, 225^ 
(13. Sfio.) — pl. gen. levuinchilino: %d)ie( 19, 2; cob. Siinbob. 2723, 
42», cob. SBinbob. 2732, 49», le™nchlino: (Jim. 19440, 354, d(m. 
18140, 195 b , leuuinchilinu: cob. ©otmic. 103, 57 b . — pl. acc. 
lewinehili: ^a^ttm 2, 13: (Jfm. 0217, 17* (13/14, 3^b-) ( Gtm. 14745, 
78 b (U.^b.), leuncbili: (Jim. 4606, 141»>, leimchuliu: cob. Stutt- 
gart, fjerm. 26, 35 b , cob. 9lttgelomont. l*tn t 51 b . 



Unbebeutaibe gTajj^ifrf;e Sartaatctt ^a&e trf) ntdjt Ber(i(tficr)ttflt, 



X)ic fltttjürfjtMfutfdjen 3?enilmirtübitbii»fleii auf inkilin. 



175 



2. esilüichilin aselluin: 9cumeri 16, 15; cob, öjtm. 3un. 25 f. 
88 b r cob. Gnroferuf)- Mug. IC f. 58 b , 

3. honehli pulcins»: tob. ©äff etf. flj. 4° 24, 16* 1 ; huonnicliili: 
Sgm. 5248, 2nt 2 f. 2 b ; hunichlin: cob. Söinbob. 804 f. 185** ; ßcinrici 
©«mmarium HI, 17; StotulitS comit. be äKültnen Sera. ; hvnfnclf pul- 
cina: {jemrici ©mtimarium XI b: ©Im. 3215, 21b' (13/14. 3&b.), 
häninchil; cob. Slbmont. 269, 63 » 3 . — pl. nom, honicchil i : cob. 
Weltenfiam. I8908f. l bt ; honicli: cob. SJattcan. 9lcg. 1701, 2*>*; huon- 
inchli*: cob- Oetiipuiit. 711, 30» (1& Sfffc); hvnicliv: cob. ©eleftab. 
I0!) b ; huoiichclii: cob. gflomit. XYI, 5, 140* — pl. ua zuuei. 
iiingi. huanincbili duos pullos: ©Bang, fiucae 2, 24: cob. @^ßau(i 
XX.Va/1,2»; Imoniolin pullos: Xatiaii 142, 1; Notier pjalm. 108,5 

4. errnsincli aaciun*: cob. ßafjeKmi. tl). 4° 24, 16**. 

5. tubiclin pullos columbaiiim : ÜtaHan 7, 3. 
(1. anitmchili anetelli: dam. 187. 

7. DessinchÜa unb 

8. doniclin ügl. oben. 

Sftur eine SßCTfonenbejridjmttiß finbet ficfi unter beu aljb. ©Übungen 
nuf -inkilin, nniuIiöV 

9. enichljn nepos autem utriusque BQXttt '-st: cob. Denipont 
711, 86« (13. Qjjb.); eaectea: cob. Opm. 3mi. 88, 3 (13. 3$b.). 

£en tHeft bttben bie ©ndjitomen: 

10. stauiklin staph IwcuJus cuius diminutiv ura baeillus: cob. 
|cm. Ircüir. ». III. 18, 108*. 

11. linsiniclin lenticuln: Kotul. com. de Mülinen Bern, 

12. uersieclin uersicoli: cob. Sßarifm. 7640, 130°, cob. ©<Mi 
911, 111, cob. garofevnf. «ug. CXI, 81«. 

SBon biefeti SHJorten firtbeu mir in ber nttjb. Sßeriobe nur hinkst, 
hünkel (au0 IiuoiiioIlq) unb eninkJin, eniukel (enicklein, euklin, 
enenke!, enikelj, mcfrfie fitfi bte iuä 9ceubod)bnJti$e erhalten r>rtbcti. 
SInbere tiefte olkr Söübunjjcn auf inkil fuib itact) fi-lugc ©tnmntbilbiingS* 
ld)« f § 63 $nm.: birkel a[g inrebe eiue§ SBäreu bei ftifebart, berkel 
*©eere an ber Traube' (©djntefler I, 284), ale-ro, furnickel "junge goteuV 
(Scfjroeij. Qbiot. I r 1022), fctitcf. weniickcl "(Seifteiitorn' ja bair. wem, 

3« biefer SWottrinljaniuilmiß fyabc iefy uiefipt fiele neue Söoite fyin* 
3U3ufüani. Slu§ bem ^lltljDctibcutfrfjen : 

sataniccün* kizza>> scathareo reo edho rihher graneon satellites 
cii latrouuin uel regni comites: cob. ©($atli 911,248.247, cob. 
latol&cvfy. Ä«fl. CXI,88 b ; bie Xieruanteu: stierchlin ludeüus: cob. 



1 fri ; poussin aus int. pullkenaa i ©tdruiumeT). 

* böS ciftc i QMS l tnolert (©tettunet;er). 
a Xcniiimtiü ja auca (©tdtunciici i. 

1 ober salanialin in cob. C5@n(lt 911? (@icinmft)cr). 

* b^. kino^za iÄ?tctmnd)et). 



176 



$ugo Siiolnlitl*^fll<*!i6ct, 



aöitiibltto- %RP- tö- 4 °ö0, 118 b Ultb meHeirf>t: warchengil cruricula: 
5Berfu3 be oolucribuä; Reinritt ©umraartum III, 17; @n. ^itbegnrbiS : 
eob, Gfjeftenfain. 9303 (13. $tyb.'}, cob. SBte&bnb. 2 (13, 3ft.); w »r- 
gingel: cob. Orpn.Sun. 83,4 (13. 3fyb.S; w'gil: cob. Sßiubob. 1118,79*»* 
(13, 3t)& v ); ber ©ndjnome: morsecliu niortariolum : Sftotul. com. 
be Salinen SÖeni-, mefdjrä nacf) ©teinmeijer Wtyi. @H. III, 504 7 mor- 
serclin ju lefen tft. 

3m mttteffjodjfceutfdjen äBortjdjafj bütrftcn folgenbe ©orte aU alte 
SRilbungeu auf -i(n)kili(n) aufeufajjen fein: horneckel 'eilte $lrt ®ran' 
im gronffurter ©anmeifterbud) oom 3«1)K 1454 f. 46 (jitiert bei Serer 
tnrjö. Sb. j. ü .), piikel l ber f leine Sät (©iernbilb') in ©ruber §an}en3 
Warieniiebern, f»3g. oou SRinaloff, $nnuooer 1863, ©.222 «et» 3083 ; 
ferner öiel(eid)t büttechlin in Sttoneä 3 eit fd)rift f- bie ©e)rfj. b. Ober* 
rfcins 2, 186 (giriert bei Seiet Sßb. f. ü,) in ber Öebeutitng 'Heine Sütte*. 
©tfjlkplicfi mag in biefem äufatmnenfcange nrid) berynkel 'beryllus' in 
©ruber $>cmjenä SMorienliebern ©er8 3385 a. a.D. S. 243 ermähnt werben. 

iöon biefen julejjt angeführten ©orten finbet fid) sataniclin jetjon 
bei ®rinim a. a. O. nuter ben iöifbungen auf -inkilin; Jtluge unb (Hinrbr 
erwätmen e3 uidjt. ®ie Sebeutung ift "ft einer Xeufet (teufüjctjer 2ftenfcf))*. 
Ob bie Ö Übung auf betttfdjem ©oben eitrftanbe» ober ein Int *satani- 
culus (ttirfjt befegt) alfl (Stomon Doraii*fefct, tft unmöglid) <ui entf Reiben ; 
ba&jelbe gilt übrigen* aud) oon uorsicliu. 3cbenfollä fytbctt fid) bie beibeu 
SBorte an bie ©nippe bei mit inkilin gebilbeten £)emimttn>a angelehnt 

©rfjroer $u beurteilen tft ber ®ogeIname warchengel = Steuntöter. 
Sweet The Stml Dict of Anglo-Saxon flirrt in berfefben löebeutimg 
ein agf. weargincel an, offne bie Onefle cinjugebeii. infolge einer bie3* 
bejüglidKii anfrage jditeibt mir Dr. ©weet, ba& er ben SBelegjettel ent- 
roeber ricrtegt ober berloreit finbe, bnfj aber ber Söcleg orme ^roeifel auS 
CSHoffaren fromme, bie jebenfatll nittjt frütjet al3 im 10, Sfotjrjjunbert 
gef (trieben ftnb. 3n ber umgeftatteten gertu wariangle tft ha* SBort im 
3j|ittclenglifd)en oorfjanben (bei Chaucer Canterbury Tales belegt, fietje 
Wright, Engl. Dial.Dict. 0,385) unb finbet fidj noct> in t)e«tigen Sinterten 
nfa wariangle, weirangJe itnb wirrangle, j. öwainson The Folk-Lore 
of british liirtäs (£.47 uitb Srigr)t a. a. 0- ®n& agj, weargincel unb 
a^b. warchengel mit etnanber irgenbwic in Üerbinbung fteb,cn f ifi gan^ 
ftdjer, 33a aber fomoljf bie agf. wie bie af)b. ^orm oer^ältntämäfeig fnät 
belegt ift, fntin nietjt otjne weiteres entfd)ieben werben, weldje oon ben 
bei ben bie urforünglidjere Oeftalt bewahrt. 3)od) f^eint e8 mir jerjr timbr* 
fc|etnliä>, bap betn agf. SBorte bie Priorität 3U$ufdjretben ift: am notür- 
Jidjften täfet fieb ber ^ogetname gÜ *warginkil- erFlären. §ier liegt 
gang einfadj ein ^)cminutiüiim 311 a$h. wäre 'SHäuber*, agf. wearg "Her* 
bredjer' nor, woju ab,b. wurden 'ben |)al3 äujfltnmenfdjnüren, würgen*, 
agf. wyrgan 'ba^j.*, ufw. aSeftgecmanifd) *wiii^iiiki]- märe atfo urfpr. 
'ber deine SSJürger*; noc^ ^ettte Reifet ja ber 33ogeI äöürger. ©ine gan^ 
ätjttlidje ^eminutiöbifbnng ift m^b. wergel „SRcnntöter, Sürger". %m 



A)tc attliortibeutfdicn Storni mitiobilbunflcn auf inkilin. 



177 









©nrtfajen mufj bas 2Bort fdjoit friif) ber JöülfSettuuofogie jutn Opfer 
gefallen fein, mobei an af)b. eugil '©ngel* ober -ge^tfril (in vuoz^ngij 
ujttj.) gebaut mürbe, bgl. SBürgengel u. a. bei SReimiidj Öejifon IT ai*. 
3m Singelf od)fifd)en bagegeti mürbe ber ^ufammenrfang mit wearg offen* 
bar «odt| gefühlt, mns betin oud) ba« auffällige X'liivbLcibLii bc« Umlauts 
erflärt 

SJfrjb. harneekel tft tuorji auefj als eine Deminutiö&ilbimg $u hörn 
ju beuten : alfo *0ürnrf)en, tfeine? $orn'. SDer ^ebefran l)at biefen Kamen 
roegen ber ftorm, bie an ein fruntme* SBibberrjoni erinnert Ättdj fünft gibt 
ja bie bornartige ©eftalt 23eranlnffung 511 ©cnetuwnaen bon ©ernten; fo tft 
Jporn im ScbmeijerbiafeEt bie 5öejeid)uung beä in $ioei kornartige äarteii 
fterj teilettben (Snbeä einer .vtnubttnnöe, ba£ als 9(ngriff$p«nft ber Saft b teilt, 
unb §otn rcirb oud) ba£ gefrümmte Qiter$&I§$ctt am Hube ber ©peitrjen 
be& Qiarntjafpete genannt, tgl. ©taub^obter ©djtwij- 3biot. 2, 1617 ff. 

^ntereffant ift pirkel in §nwfen3 3Watientiebern, roo baS i beä 
Stammet bura) ben 9leim gefiebert wirb: „Der ist eyn groses creys 
geyn cleyues pirkel, Da innen stevf polus articus Recht mitten sara 
eyn ceutrum in ein aärckel". 

Sind) mt)b. biictechliu bürftc ju ben SBifbuugen auf -inkilin geboren; 
am befreit läfct fiel) nämiirfj bo§ SKort als eine birefte 5tbleitung bom 
genu, *butt (agj. oytt, tnrjb. bütte) beuten. 

Berincel in ßanfen* äftarienlieberu gekürt ftreng genommen tiicfjt 
rjterljer, <££ ift roo&l eine llmbtlbung bei gelet}rt*Tomauijeb,en beriele 
(mlat, bcriclus in einem Jnventaiium ornfinientonim et reliquJamro 
r>. 3- 1419, f. Du Gange I 659 f). 2)iefe Umbilbung fmt mor/l ^mt 
auf beutjaVm SBobeti ftattgefnuben, ober bnbei bürftett roeuiget bie i8ii* 
buugen auf -inkil mitgemirft tjaben al3 ber 9?ame karfunkcl karbunfcel ujm. 

$tu£ bei* obigen 3u(ammenfteHunfl be3 beutfcfjen Materials gebt alfo 
tjeröor, bajj, abgejefjeu bütt etujelneu tieften au* mt)b. unb nr)b. 3eit, bie 
©ilbungen auf -inkilin in ber «bb- ^criobe belegt finb. Raffen mir bie 
Gbronofogie ber abb. Belege uarjer ins Singe, fo ergibt ftd) folgenbeS: 
esilinkiltn erjrffeint 1 mal im 8. 3f)b., fpäter ftubet fid) nur bie 5»rm 
esillin. Hhvinkilin ift 3 mal belegt: 2 mal in ©ruöpen boit |)anb= 
(Triften, bereu aftefte aul bem 10. Stjb. [{ammeti, 1 mnl im II. 3bb-; 
in ben übrigen ftwtarjb. ßanbfcrjrtften fommt bie gorm lewillo bor. 
tübielin ift nur burd) einen ©eleg au^ beut 9. 3bfc>- btfannt, ebenfo 
gensikltn. 3)ie formen versielin unb sataniclin finb burdj je einen 
®eleg au$ bem H, ^b. überliefert. 3(urri huünäclin, baS ja fict) bte 
tni 5?eub,orf)beutf^e erhalten botr ftnfeet ftrfj fernen im 8. $tjb. Später 
finb bie übrigen ieminutioa auf -iukilln belegt: anitinkilln 1 mn( im 
ll.Sbb-, ebenjo staviklm; linsinielln unb niorsercSin je 1 mal im 
11./12, 3f^b., stiorcltn unb eniclln im 12. 31}b. &$ ift aber morjl jn 
bemerfen, bafe üon biejen fpät belegten 2>eminutiDeu auf -inkillo früfjer 
überhaupt (eine ©eminutibform belegt ift; e3 beruht bafjer nur auf Zufall, 
baß Belege au^ früherer 3«t fehlen. 



178 



£i!i(H> 5'iiulnfjti galanter, 



$>iefe ©tatiftif geißt, ba& unjer ©uffij jdjon in ber älteftcn titc* 
rari jrfjen $e\t be$ &ltliod)beutjd»en auftritt, um bann nflmäljttdj im Saufe 
biefcr s ßeriobe ab^ufterben- $luf biefeS ^tbfterben beuten meines drad)ten£ 
aud) eitijclne fleinc 3üge fa ocr Überlieferung. ©o erfefct eine §anb* 
frfjrift beä 12. unb eine anbere bes 13. 31>b3. in ber ©ruppe, raeldje bie 
<$^eti|teigfoffe leuunculus überje^t, bat $)eminutimim lewinkilin mit 
löwiJiD. 3nierefjant ift in biefer $e$iermng nntt) ber ©eteg stierchHn 
in cob, SBirsiburg, Wp. trj. 4 fl <>0. 2>ie üermanbte ganbfdjrift eob. 
iBinbob. «04 jdjreibt bafür stierlin; ber ttnfafc e, ber ouStabieri unb 
burä) 1 erje|jt luorben ift, beroeift, bafc bie gorm stierclln ber Vorlage 
bem ^bfayreiber nietjt metjr geläufig mar. 35 te ©erfebreibung. niorsecltn 
ftatt morserettn ift meHeidjt auf äljnüdje ©rflnbe jutftrfgufü^tett ; im 
12. 3^b. finben mir beim aurff nur bie %oxm moryarlfn belegt, 
f, 9ntr,od)beutfcf)c ©[offen I S59 M . 

SBenn atfo ruerouä bie ©djfufjfotgeruug gebogen werben biirfte, baji 
ba$ ©uffij inkiliri in ber alteren ^ßeriobe be£ $Utb,od)beutfd)en frfjon 
(ebeubig mar, fo fragt c£ fid) ( rate racit in bet 3ett 5urüd eä jidi nerfolgcn 
lägt. ®amit gelangen mir nud) $ur $rnge uad) bem Urjpnmg beweiben, 

©egen bie Jrjeorie ^oljin^ unb ©tfrmrbtl, mannet) tjier eine 
getefjrte Entlehnung aui bem öateinijdjen vorläge, fprid)t nun — abgeben 
Don (autüd)€H ©djiuicrujfeiten — ber Umftnnb, bafe bie 33ilbung#tt>eife ben 
wefigerinnnifdjeit ©pradjen auf bem kontinent mit bem SCnßelfäcfajifdieit 
gemein fam ift. 2)a| bieje ©emeinfamfeit burrfj eine Übertragung ber 
©Übungen ju beu 35eutf(rjen bitretj angelfßdjfijcbe ©djreiber fid) uidjt er* 
Hären la&t, ba§ tjnt jdjon ^Dgatfö^er a. a. O. in ü&et^eugenber SBeife 
bargetau. (f ben ja ^at er gezeigt, imfe bn^ ÜSorfDinraeu ber ©emiuutirm 
auf -iukil in ber tlberfcjjmiflSliterotnr, UprgugSmeije in ben ®f offen, burdjaud 
nici)t beroeift, bafj fte getetjrte Salbungen feien. 

Unter ben ©rünben, meldje nad) tlrff)arbt£ Meinung gegen bie SBolfg* 
tümlidjfeit be3 ©uffireä fpredien, nennt er aud> ben Umftanb, ba§ e3 
fidf — abgefe^en uon öereinäetten ©puren — nur in jiuei SBorten bis 
inä 9teuljodjbeutjd)e erlitten fmt; aud) ißoljm fptic^t ODn ber ©eltenbeit 
biefeg ©iifpje^ baf für bie ©pracfje eine ernftüc^e ©ebeuiung nie ge* 
monuen Ijabe. 5)a§ bie 0011 ^oljin gcfauitten 5 SSJorte im 9(fib. fidj 
bebeutenb ncr mehren faffen, geigt bnS oben angeführte ?5er^irr>nia ; aus 
bemfelben biirftc ouefj rjertjorget^n, ba% bie Safyl ber bis in bte m^b. unb 
nrjb. ©prägen obe erhaltenen Öilbungeu ober „©puren" feine )o ge= 
ringe ift, unb id) ^oeifle ni(t|t bannt, ba| eine genaue ^urctjmuftening 
bc§ ©ortjdjn^ ber gütigen Diatefte bieje 3^ "od) t mwmm mirb. 
(50 ift aber „(eine merimürbige ©prad)!aunc" F loeldje gerabc ©nfei unb 
$tn!el foraie bie (tbrigen Ifieftc bis iu^ 0ceutjodjbeutfrf)e erhalten t|at f 
fonbern bie ^trt unb Statur ber betreffenben Sporte, ©o lange nämlid) 
eine bemiuutiüe ©itbung^meife probuftiij ift, fann bn£ betreffenbe ©ufp|f 
in iebem beliebigen Sorte ^nr jnfälligen SBermenbuug tommen, ©tirbt 
aber bie £Öi(bnng!!tiei|e ab, fo fdiminben natürlich auc^ bieje pfälligen 



3Mc flUhoriibctttirfiCN §eminuttttbt[butigcii auf infcilin. 



179 



Seminutiöa ; nur bieienigen, luefcfje burd) chic ÜBebeutungSöeränberung 
uom Stammworts fidj (oSgelöfi tiaben ober fünft au§ trgenb einem Orunbc 
einen felbftänbtgen Sert ermatten, fönneii gerettet werben. ®o boben fieb 
önfef, § tu fei, hornickel, birkel ufw. erhalten, wärjrenb lewinkilin, 
esiliükilin, geiisinklin, linsinLklm nfiu, utitergegaitgen finb, Gtottj 
analoge Sßcrrjältuiffe ftnben mit and) in anberen Sprayen ; ict) beute fjier 
fpejieCl an meine s X?utterfprad)e, baä fttnmfdje, mo ein $)emi«utibfuffir, in 
mehreren ^ißfetteii im Slbftcrben ift. 

fön pofitioer 58emci$ für bie UnfaftÜnrleit ber £ljeone öon ber 
Vermittlung be$ Suffes burd) atijjdfädjfijdje ©djreibcr ift — wie and) 
*ßogatfd}er betont — ber Umftanb, baji bicfel Suffe fdjon in ben ^Oiat- 
bergigen ©loffen ber ßej ©alico erfctyeini. 3)cr ©eleg mineclino *ber 
flehte Ringer* ift in bcii berjdjicbennt §nnb| Triften biefer © f offen fo 
telctio gut überliefert, bafj man iljn nidjt bezweifeln barf, jumal ber Sinn 
be3 SBotteS fo beutlitt) auf eine ©ilbung auf -inkilm beutet. Stflerbing§ ^at 
0«« gelten PBB 25, 405 ff. ben 3>orfd}(ag gemacht, bic ©Joffe als 
*uueueclilm jit lefen, monnd) bte SBebeutung '©djroädjliitß* märe (rnfjb. 
wenig = fdjwad), gering, nvnb. wenieb mit gleicher $ebeutungl, aber 
biefe (Smenbation fdjeücrt frfjou an bei Jatfadje, bafj bie Stebcuiung 
*fd)wad), gering' oei 8U>jef"riW wenig erft im ffltittelljodjbwtfrfjen aitä 
ber älteren 'unglütflid)' fyeroor gegangen ift. Mag man nun bie 9Äa(* 
bergigen ©(offen ben festen ^atj^e^uten bes 5. 3f}b3. auftreiben 
(mn gelten a.a.O.) ober mit Don $lmira in ^nttlS CSrimbrifc ni s 71 f. 
fie für eine onterprctorioit fcfl 6. 3$b9. fmlten, iebenfalll ift ber Seleg 
mineclino ju fi"ül), um irjn auf bie Vermittlung ain]clfdd)fifd)er ©d) reiber 
uiib ber gelehrten Kultur ber Älüfter überbaupt jurüdfübren ju fönneu. 
SUtdj ber (Erjarafter ber meifteu alten Belege in beu roeftgermamfdjen 
©pnttben beutet ntd)t auf gelehrten (Sinftojj, fonbcni auf boliStümlidje 
3?ermenbung be§ (Suffijcc§. 

©omit gelangen toir §h bem ffiefultnte, bafs ba<- Sttfftg i(n)kilfm) 
mefjt burd) gelehrte (Sntlefjnung aus bem Satein in bie meftgenuauifdjen 
8pradj«i gebruugen ift. ?lud) bie ^lunabrue, bn| unfere $3Übung§weife 
auf DOlfötümttdiem 3£ege mit ber erfteu Sd)id|t ber lateinifdjen Öe^u* 
roorte p ben ©eriuouen gelangt fei, frfjeint mir mimofirfctjetutirrj. 2)enn, 
ganj abgegeben oon Iautliri)en ^ebenfen, mii&ten bod» eine SinjaTji 
Don ben Inteinifdjcn SBortcu, burd) mefcfje bie Übernabme pnäft^ft geftbab» 
uns überliefert werben fein. 5?ieä ift aber nid)t ber [yad; ba§ ntd)t 
gau§ burebfiebtige mub(. schimminkel aufgenommen, finb feine alteren 
(ateinifeben Sebnmorte auf inkil oorljanben. 

Senn bemnncfi btö ©uffijc inkil feine SSurjcfii im ©ermnnifct)en 
bot, fo bleibt nod) bie (Stmiiologie beweiben jit erdeiren. 9)Ht ber Slnfid>t 
©ogatfc^eT», roonadj bic ^ilbungäroeife auf ber 3»fomtnenfe|ung mit einem 
©ubftantio fogf. winccJ) berulje, fann idj mid) uidjt befreunbeu. 8&& 
ift biefe jE^eorie, menii man blofj bie lautliche Seite in S8etrnrt)t nimmt, 
nic^t unbenfbar. 9lber wir toiffen tfon ber utfprüuglicc)en SJJebeutung mib 




3fbffl. tx. 



13 



180 



CiiflD €uolnfitU$nlfln&cr, 



ber iGorgejdutfite beä agf. SBorteS wineel bocfi gar ju roenig, um bamit 
etmaS anzufangen, flutf) jtnbe itt) ei niajt gerabe roarurirbeinlidj, bnfj 
bie ©ermanen, bie ja nicbt jo jef)t jur £eTninutbbiibung neigten, burd» 
Sompofition ein neues Suffir flejefmffcn Ratten ju ben ietjon oorfjanbenen 
nod? probuftiöen ^ilbungSioeifen, bie tönen $u ©ebote [tanben. Unb 
übrigen* fdjeint es mir nierjt nötig, ju biejer etraaS gelungenen Cfrtlarang 
bie auflud) t §r nehmen, ba eine anbere Diel nätjer jur §anb liegt. 

Sa) glaube tuie ßkimm unb filuge, baß unsere ©ilbungsroeife aus 
einer £)äuftuig bcr 3uffire fiernorgegangen ift, — 3u ben berfruiebenften 
3iuadien — nidjt nur in ben inbogermanijftien — begegnet mau beutüd} 
einer Neigung, bte-Hleinrini itadjttriitftttijer fjettwr$uf)c&en r al* bicS mit einem 
allgemein üblid)en Stembuttnipfftg getan merben tonn. 2)iefe Neigung 
fiubel tfjren fprarfilirtieu SKuSbrud: in ber JBerroenbung boppelter SBer* 
fteinerung#jeici)en. ©rugmaim fütjrt im ©runbrijj H*, 1, 674 § 543 aui 
mehreren inbogermanijajen Sprayen Scifpiefe öon biegen gekauften ^emtr 
nntiubifbungen an, lüelcfye „in häufigerem ©ebraurfi fuiert" mie einfache 
^eminutioformantien nrirfen, gtiedj. veavtöicäpiQv vtavHJKübpioy gu vta- 
via? (veavkTKos) Jüngling', tat. agellulus §u ager («geling) '^derdjen*, 
Itt. fcarvfliize karvuzele karvytule karvytuzele^u kawt- ikarvele fcar- 
vüze) 'ftwy ufa. 3m SJeutfefjen begegnen nnS feit bem 13. 3§b. eine 
$lngaf|l ^eminutiDa, bie ürmtid) ju beurteilen finb, »gl. stuckilclien, 
jongeigen, becgelgn bei s ii*ilnmimS, ©eutfdje ®rammaiif 11*321 unb 
©rugmanu a, a. D. ®gl. aud) mljb. tarnen wie dein wem lin. Klein 
Heinzli u. a. in SocinS 9famenbudj 3. 58. €>. 423. jDafe nun aiidj 
in ber ÜBilbungSweife auf -inkil biefelbe ©rfdjeimtug wnrlicgt, ift mir ferjr 
ma^r^einlid). — E>as erfte (Slement be3 Suffrr.eS Infct firfj fetyr gut 
mit Äfuge a. a. £>. als 9teft ber n-Srämme ertlären, mm welchen alfo 
u ufere ÜÖübungen ausgegangen ftnfa. 3*rmt utadjt ^ogatf djet ben @m* 
wanb, bofj man bei ber (Srnjeiterung ber n-Stamme bie fcfjmärtjfte 
Stammform ju ermatten t)ätte, ober gerabt bie Stufe -vw (alfo im 
t&erman, in + kj jeigt fia^ awtf} in ben germamfct)en iöilbungen auf -ing 
(afjb. ftrmiDg, kuning ufin.) r meiere narfj Äluge Nominale ©tamm* 
bilbungSlel)re § 23 unb Sörugmann n. a, O. 6. 4S4f. § 874 iljren 3luä^ 
gang^punft bei ben en- Stämmen fyabm. 

ilie ©eftunbteile beS übrig bleibenden eigentlichen ^Jeminutmefements 
finb kibe aud) in ben aufkrgermanijcfjen ©prac^m fiäitfig gebrauchte 
deminutio jiiffije, moritber ^örugmann a. a. O. SS- 513 (§ 393) unb 
667 ff. ^u oergleidjen ift. 

(vd) fteUc mir bie @efd)id)te ber 3? Übungen auf -inkil — um 
alles iUrj jjufammen^ufajfen — ungefäljr in folgenber SBeife t?or» 

S5aS i*rtnji|.\ bie SBerfleinenmg ober bamit oerranubte Segriffe bnrdj 
mehrere ^eminutiofuffijre jum llusbrucf ju bringen, ift eine pft)a^D(ogijd) 
leicht erflärbarc unb in ben ücrfrfiiebenften Spratf|en ^u treffenbe <£r= 
jd^eiming. ®ie ©ufftre, üou benen ba£ ÖSermanif^e ©ebraud) mad}t 
finb bie rjäufig oermaubten k unb I; im got- Stbicttib ainakls 'oereiu 



3)ie (lUftflt&beiitfcfjen CTicniintittu&llbiinflcn auf inküin. 



181 









fatnf (tfuge ÜJornmale ©tainmbifbung § 63) bürfte ber früfjefte ©e* 
leg berartiger SSilbungen bodiegen- ^robuttib mürben fie aber nur auf 
tu eft gertn d nif d>c m bebtet. Vorauf bic* beruht* baä witl id) nirfjt nafjer 
erörtern; idj weife nur auf bie Satfarijc b,in, bafe eingehe ®ialefte metjr 
af£ anbete jur 23emtiMtirjbi(bung neigen, wie and) biefe Steigung innere 
tjalb berfelben ©pracfjgrupöe ja berfrfiicbenett Reiten eine fdjr berfd)iebene 
ift. (fä mag f)ier nur an bte jfanbiucwijaVu ©pracfjen erinnert werben, 
inetct)e bo§ ©ejagie gut ifluftriercti fimnem 

©djan ber (iSfiaraffcr ber gehäuften ^etninutibbtlbungen legt bie %n* 
nannte imbe, bafj fie im ÄJctgleidj mit bot übrigen ^erHeinerungSfufftjren 
in ^iemlid) bcjdjtänftero Umfange galten, ©te mügen gum großen Seil 
in bet ßinberfpradjc itjren eigentfidjcit Uvjprung b,aben — bort ftribet 
ja ber .gang ^ur SBcrf feiner M«g unb jttm ftojenbcu überhaupt einen jefit 
fruchtbaren 93oben. @o tonnte jutn Söeifpiel bic äftefte uns überlieferte 
SBUbung auf roeftgermnmfdjfm ©prflcrjgebtet — iiiimdino — gerabc 
ber Htuberfprarfje entflammen, bieücidjt aud) eninkilin, ferner birkel 
'SSaY unb SBogelnauten wie huoniklio, tfihiclin ü\m. i8oit berartigen 
©Übungen Tann ba$ ©uffijr fidj bann rueiter berbreitet tjaben. 

3n bem ^ogelnamen *warginkil erbtirte ict) ein alteS Eeminuiibum 
auf -inkil, roefdjeä bie ^ttgeljarfjfeu mit ben SDeutftfjen gemeinfam r)aben. 
®afc nirfjt anbere ermatten geblieben fiiib, beruht wotjl teilä auf bem be* 
jdjräntten Umfang biefer ©ilbungen, teUl auf ©rünben, mefdje id) fcfjütt 
©. 178 berührt fiabe. *warginkil ift aud) ba§. einige 5Bort, welches 
auf bciu .Uoiitinent bie im %j. oortommenbe friere gorm beä 8uffu;e8 
auf weift. Salb mufj jebod) bie (Erweiterung mit bem in-SufpE ftattge* 
fnnben tja&cit^ mie mmoclino in ber ßer, ©afica ermeift, tiefer ©eleg 
rjat bereite baS n bor bem k-Üattte berloren — eine (Srfdjcinung, bie 
^ügatjd}rr a. a. 0. fieser ridjtig au? 25iffimitation erklärt foat. $luf 
bem |od)beutfcrjen ©ebteie fann bie $orm iklin ntct)t tot ber jweiteu 
l'autbajtrjtebung fid) pr jdbftänbigen Nebenform cntmictelt baben. 3u 
bett afjb, CueÜeu fdieitten bie betben gönnen ganj promifeue gebrau d)t, 
obne bafr man merfen Fortute, ba^ bte eine ober bie anbere in biefem 
ober jenem SDialeft benorjugt tPiirbe. 

Auf bem beutfa^en ©ptadjgebiet ^eigt bai ©uffij eine größere Seben^ 
traft a\£ im 3ingel|ad)fifd)en r ton? ütelteia^t autr) mit ber neuen fc 
weiter ung belfdbeu burd) -in 3ii|ammfnE)ängt. ^a0 233ort hm mild in tft 
jo feft geworben, baf? baburd) bte atte gcrmani|ct)e Benennung be§ Siüd)letn# 
(agf. cycen — ou. kjuklingr) im ^odibcittfdicn jdjon boditcrartfa) oer^ 
brängt würbe. 

3m ?(ngetfäd>ftia^en wie im Stltf)ocr)betttja)en würben bic $)eiuinurte* 
Btlbungen auf -iukil mn ben ©laffatoren berwenbet, uiu bie Iateini(d)en 
2)eminutioa auf -iculus unb -unculus wteberjitgebeu; baju mocfjte fie 
ferjon ber 3[nf(ang au bte tatrintfdjen Söotte geeignet, ©o lommt cö, 
bn^ wir gerabe in finget fädjfifdjen unb SUtboctjbeutftt)en biete anfällige 
Söttbungeu auf inkü(fü) befegt finbeu. 

13* 




182 



$nn* ©tfiulj. 



Die Hainen ber tiJödjentAije 
tu ber Sprudic ber ^rcilmrger Urtutttk« imb Protokolle. 

fett 

$)ie fotgenben Angaben finb baä (Stßebnia ftatiftijftjer SBeobadjtungen 
über ben Untergang ber aleutamiifdjen Sonnen ber 9iamen ber SSJodjen* 
tage unter bem ©inpitß ber Ijüdjb. ©crjriftjürad)e in ber <3prndje ber 
greiburger Äanjlei. B'ür bie ältere Qrit (13. — 15, Sljb.) bieten einiget 
JDcaterial bie in |). ©djreiberg Urfunbenbiidj ber 6tabt greiburg (2 Sanbe, 
1S28) pubti$ier£en Urfuuben, t>on beneu natürlich nur bie wenigen fenüfet 
roerbnt tonnten, bie toirfttcfi jit ^reiburg gegeben finb. konnten fjiec 
fämtlirfjc fjäfle flufammengeftellt imb beobachtet werben, jo mnr eine ber* 
artige ijoflftänbigteit bei ben mehrere Jjunbcrt *Bäube fültenben Tjjroiotoflen 
beS ^reiburger ©tabtrati 1 titrfji inößlidj. §ier mu&te idj_ midj begnügen, 
bie dntrotcllung burd) ©tidjprobcn twn äetjn ju seljn Sauren gu öer* 
folgen. Slatürlidjj würben aber bie Söeobadituiigett roteber genauer, fobalb 
fid) eine ^erdnberuug letgte. £ie Siat^'^rotoforte ermöglidjeii (oom 
3al)i 1460 ah) eine fortlaufende ©tatiftif nur für HKontag, äRitrroodj imb 
Freitag, benu an biefen Xcgen fanbeu ©ifcungeii bc§ SRntc« ftatt. &ie 
nnberen Sage braunen nur gelegentlich — bei (Srtrnfifcungen u. bergt. — 
Dur uub biefe gelegetUlicfien eingaben muffen für boä 16, 3t)b- genügen. 
9Jon H)Ü5 ob aber treten bie ©eridjtäproiofolle ergangen!) ein. 3ebo<fj 
entgolten fic fortlaufeube Angaben nur für ©ienätag unb Sonnabenb, 
fobafc atfo befonberfl für ben £)umter3tag überhaupt nur gelegentliche 
Angaben mn^anben finb. Sntmerfun genügt ba# äftaterial, uiu bie 
@efd)id)te ber einzelnen Kamen ja ernennen. 3d) betrachte fte in ber 
9Jeil)eufolge, in ber bie alemannifdjen gönnen nun ber ©cr)riftfprad)e 
nerbrängt roorben finb. 

1. ©unutag. 2Me ältefien 3 armen finb svnnvntag 1272 U33 l f 71 
unb Blinnmdag V1HS U© I, ICH!. ItfejesS Sonnentag, rote c3 fpüter 
ftetS Reifet, ift bie einzige ftorm in ben Urfnnbcn beft 14. unb IS, äf}b§., 
L 89. 1386 U» 2,43. 1387 118 2,57. 1403 U© 2, 176, suntsg 
ift mir in einer ^reiburger Urfunbe erft in ber aus ber aroettcii {raffte 
bed 15. 3&bs. ftammenben ©ü$fenfdjüfcen*Drbnung U$ 2, 471 am suntag 
(SCbf. 2) begegnet, £ie3 wirb xooty and) bec ^ntpunft gewcfcit fein, an 
bem bie alte Jorni unterging, benn bie SRSß fennen überhaupt nur bie 
gönn Sonntag (juerft 1497 fflß 7, 17 b ). 



1 Stobt* Wrdjto ju gielburfl. 1)ie Dririnflte ber '3<fircificrfrfieii UrTimbcn 
fonnten (jnrii ßroctf einer oft tvlettetdit rcdjt notrocubtgcii) Sergteidfung jur 

§ett fclbet nidn BUfjßtftttttat toerben 3fiu folgenöen gelten bie 'Stbtür^uiigcn 
SB = ©d)«tberö ttrfimbm&ud?, ffl^J » iHatö^rotofolle, ©^ = ©crt^t^rrtofoUe. 



Die Flamen hex HBwtjcntage in ber Spxnrtjc bei gvcibiirflcr llvf mibcn, 1 s: ', 

3u beatfjten ift, bß& bie ©djreiber bie munbartt. Seränbenuig, her @nb* 
filbe (suntig) l)ier ebenjomenig, wie bet ben nnbetn tarnen au^brütien. 

2, Ofreitag, $ie $orm fiita^ ift öom 13. bis iitf 16. 3fo&. bie 
afleintjerrfdjenbe (^uerft 12ft2 U33 1, 122). $)ic £)ipr)i(?ongimmg beginnt 
ctft in bei SDfitte bc3 16. 3^b3. 9iebeneiuanber fielen ifeeyfeig 1542 
9t$ I2 f 18j 1543 9t$ 12, 133; unb Fritag 1542 31$ 12, 67; 1543 
91$ 12, 122. £ort) jdjon bie 91$ 1548/50 Sb- 13 unb 1651/52 
t)aben attein Freytag, ba£ botuit eubgüitig burd)a,ebrungeu ift. 

::. Montag. 3tt frittjeft belegt ift mendag 1296 U$ 1, 144, ba$ 
Qurfj fpäter iiürf) begegnet 1335 U^ö 1, 322. £a3 eigentltd) üblune 
aber ift mentag, perft 1303 USB 1, 1«», boB im 15. 3bb. norf) burdj* 
ms gebrauch ift, 1446 091 2,423: 1468 UÖ 2, 497, 9tai*bud» 
Don 1460/63 fj. ®. auf ©1. 7); 1499 91$ 8, 11 ujw., wogegen montag 
toereitiädt in ben Urfunben, 145611« 2,465, 14m; U© 2, 601, in ben 
91$ HOTp im s. SBb. 1500 @. 1 1 b auftritt. Sie <5iufuf)nutg ber fd^rift- 
foradjtidjeti ftoxm moutag (aud) 1504 91$ 9 ©1.9) ijeranlafste bie »Treiber 
ju einer töjmiptQinijjfonn, bie mot}! nie gefpcodjen warben ift. Um inen tag 
in ber ftt&fpradjf nidjt üültig aufjugeben unb bed) in ber @ct)rift montag 
näfjer 51t bringen, fdjrieben jie montag 1504 91$ 9, iöl 6Ü b ober möntag. 
©ie fünfte über bem werben halb nebeneinanber j. SB. 91$ 12, 68* 
1 1 542) u. b., batb übereiuanber 5. 33. 1542 91$ 12, 12; 1543 91$ 12, 158 
u. ö. g'ejdjriebeit. 3)ann werben fic and) gern bereinigt gu einem Äljent, ber 
gerabe ober gejtfflaugelt über ba£ gejefct wirb, jo fd)on 1542 91$ 12, 6 b ; 
faft bnrrfjaus regelmäfng in Söb. 13 ber 91$ 1548/50 (112 b , 177 b u. 5.), 
noerj 1551 91$ 14,6,10; burdjaus 93b. 23 1567/60. tiefer 3Ujent 
r-crliert jidj ctllmfttili^ $>ie 91$ ber 3a (»re 1575 ff. (5. & 26, 380* n. ü.) 
Reiben nur bte ftornt Montag, bie nun bie einige bleibt, tline orttjo^ 
gratfifae Storiflnie ift Monntag j. R 1552 9f$ 14,239* 1555 9i$ 
16,138b, 1600 91$ 40,562, nodj 1736 91$ 143,5s. 

4. ^MinerBtag. (Sntfprecbeitb ber äfteften $orm tvnnrestag (1273 
US? 1,7:1) ift donrasUg^ ober dünrstag in ben Urfunben bie übÜdje 
gorm, 1314 US 1, 194, mu* ©. 376, 473, 494, 519, iwrf) 1415 
XW 2, 264. dagegen erfdietut in ben 91$ junädjft nur donstag, 3. iö, 
Slatsbud) bon 1 L67/84 SB1. 55, 14H7 91$ 7,145», baö in ben Urfunben 
nur burrrj ein tiereinjeütc^ dunestag 1305 IW 1» 179 norbereitet ift. $tt 
ben 9tflt^roto!ottcn tritt fpeiier donndstag 1554 91$ 15,187; 1567 
91$ 23, 76; 1568 9i$ 23, 388 neben dOüsteg (norfi 1589 91$ 35, 99*, 
223). ©rft 1503 91$ 37, 128 crfrfjeint donneretag, baö atlmäE)[i^ 
bie immborit. formen Derbrängt (dondstag m$ 1708 91$ 115, 110). 
ßine genaue geftftetlwng ift bei bem türfentjaften Material (f. 0.) utrf)t 
möglid). 

5. 9KittWDtt). (Sine fefte SSortform tieftest in ben älteften Urfunben 
nod) nict)t f man fit^tt nodj beutlict) die mittwoclie unb mu& ba^er ben 
2;ag umjdireibenb bejeidjnen an der mitwoclien: juerft 1316 WS 1, 208; 
1318 U© 1,226, baneben an der milwuchen 1316 U© 1,364. 



184 



#atiS ©djuU, Konten fcer SBütfjetitftßc. 



Srfjon ein ©rfititt jur ©rftnrrung ber g-prm tfl bec inasfutine ©ebraudj 
an dem mitwuchen 1888 U3J 1,88«: 1364 U<8 1,493 u. ».; am 
mitwochen 1415 1133 2,261. Söefaimtlidi ift bie Srftarrung norf) uwter 
gegangen; mitwochen (ober -wuchern tom tofitei gerobe^t ald 9toiniuaHD 
getrauet werben (&gt. 1579 JR"ip 28, 71 Mitwuclien war Ynser lieben 
frauwentagi. $)ie[e g-orm ift ja auefj big f»eut für bie SJhmbart djarßftenftijrf) 
geblieben, aber bte S^rtibtrr ^a6m ftfjwi frttfj bns Ijorijb- mitwo(u)oli (9faid)*= 
tag 1407/8128 2,630) angemenbet, bie ätteften üHatSbüdier reenigftenä 
fabelt tiefe gönn als bie einige, j. 39. Mitwuch 1400 Siaräoud) 9?$ 2, 5* 
(unpog.), ffintäerfeimtnifie 1495/96 9. SB(. (uiipag.), quo? 1499 ffi$ 8, 
6, 51 b. ^tber im 16. Sb,b. fommt bie ottc BfdHH bod) immer »lebet 311m 
Bmfäm: Mittwoch 1511 9t «ß 10 (bnra>egi, 1542 *R<ß 12, 18, 
1543 Wiß 12, 122, 1554 9i$ 1« (burdjroeg): Mitwochen 1538 W$ 
11,2, Öl. 1578 9tfß 28,43», 1593 ffl$ 37,205; un b Mitwnchen 
1577 $S27,9», 1579 9i«ß 88, 1,286. (Dafür j. I. bic 8d)Teibung 
Mitwuch, g. SB. 28, 61*, äfntlic^ 186'), $ür (fc.36 (1590» [&§* fuh 
bie Sieget auffallen, bafe ber ©djmber bte bin(eftijrf)e gönn Mitwuchen 
bei ffüdjriger 'edjrift fdjreibt, bagegen Mitwoch bei gier* ober ©nid» 
fdjttft, fo 35, 899 gegen 893*/i 11. 0. SBeibc formen befte&cu liebenein* 
flnber bi* in* IS. 3ft. Mitwochen 1703 Wß 112,362, 1710 SHiß 
117, 161h, 17 u SH$ 119, 186», 1737 «R$ 143, 293, 927, Mit- 
wuchen 1704 Wp 112, T8S, 1708 <R<ß 115,79. daneben cr^riiciut 
natüdid) jefct roeit häufiger Mitwoch, jo etwa 1710 ffiß 117, 27, 33, 
42 b u . f. f. 

6. Dienstag. Oist*g (für ziatig) firrbet fid» nur noctj in ben ätteften 
Urfunben 1303 U© 1, 173, ebb. zistag. (gonft fjerrjdjt in ben ftmbitrger 
Urfunben bee 14. 15. Qtjb*. aOeht bie mm gebrütete 1 gönn ziasfcag 
1322 U93 1,243; 1336 UÖ 1,326; 328/9; 1342 USB 1,353 ujra,; 
1497/8 USB 2, 030. Dieä ift beim cutd> bie einige ftorm in ben fifef, 
fflatäetfenninifje betöre U96ff. 8b. 3/4 @. 7 u. &.} 1499 MUß 8, 7, 
170 u.ö. — rinstag$at nun ber fdjrififpradjlidjen Qprm einen Vjödjfi jäljfll 
SUiöerftanb entgegeugefefct: baä 18. unb 17. $t)b- ßenni nur biefc 3form. 
Die* bfgesgen fürä 16. 5t£pb- bie 91$, bie im Xejt, 3. SB. 1499 3tfß 8, 
176, 1648 «f 13, ©eifagea« »I. 283, 1553 ^ 16, 107 ober fei flfctWH 
fifcuiigen j. SB. 1508 ft$ 23, 431 zinstag faden. Söon 1605 ob führen bi* 
©¥ bnnu zinstag butdjmiä tegelmö^g fort. (Srft im Anfang beä 18. 3^b. 
ift zinsta^ bnretp ben bod)b. Stauten dinstag nerbrängt roarbeit, SSäftrenb 
bie (B'iß eifidteg bil 1731 tonfequent bnrÄJjüfjren unb erft bann, ebenfo 
au?nat>m^(o* r dinstag gebmudjeu, beginnt in ben 9t $ fdjon fcüV r *in 
©^Doufen. Kinstag nod) 1702 91^ 112,62; 1713 W$ 119, 146. 
dinstag 1703 fflß 511 1 unpag. 3. 80I9); 1711 ?R«ß 117, 20S\ 
1719 SR^S 123 (nnpag. IL nprifi*). ©Ott 1781 ab ift bann Zinstag 
meber in ben &% nod) in ben SH^J gebrciu(t)tid}, Dinstag ift enbgültig nn 
feine Stelle getreten. Ott^agroptji^e SBnrinnten finb Biunsüig 1752 9J s ß 
151, 467 unb Dienstag, j. So. 1770 <5J>ß 223, 430. 



laa&, $3?&et$iiiittßen für SBcrfafjer. 



185 



7. ©onnobenb. §ier ift bei* munbortl. 9?ame and) im Äatijtriftil 
niemals oerbtängt roorbeit. 3)te altcften Urfunben Ijabeo warnest! age 
1282 US l,9*i unb awastag 1300 US 1,156, unb biefe gotm b,at 
niemals eine SBeranberung erfaßten. 



Bie itc«l)odjbcuifd)fit 
Ucmdjmutfjeit für „tfetfafcr UUrarifdjcr Werke" 

9übred)t «»008. 

1. $«1. 

$>ie ©djtiftfteUerei. 

©tcQt mau beim 8$rfft? Stafj eci fetj: man ftellc fre ; ruft bnö ©emeinc 
01 beim uidjt überlaut, bnjg otjnc 3Bürbe fie jteljt*? 
3Deutjd)e, säubert ulrfn länget, bie& föezt Ml tHTdnmicri, mau gibt fonft, 
S>a| t^r'S ju b/iDeit toetbtent, eiidi, if)r Unjrfjulbige, Sdiulö. 

©o birfytet $(opftod io feinen (Spigrammeu {®bfdien 1854 ©, 815). $>er 
2)id)ter, bei mit feinem äftfjetijdien 'tfeingcfüf)i in ben üerfd)iebenfien 
©ebriftcu bie ©praebe meifterte unb unter judjte, menbet fid) tjicv auf« 
fdlärffte gegen ein Söort, baä jeben 3nuger fojriftfteilenfdjei- ^ätigfeit 
jum ernften ^indjbenfett ücratilü^cn mufjte, irofe beu jebarf gejptfcten 
SBenbung „©teilt man beim Sdbrift?", bie bie ganje v JJtifjad)tung M'lop* 
ftorfa gegen ben „©djrijiftefler" bltfcltdjtartig beleudjten fpß, trofc be3 
^eceinjtetjeirä aller beutjdjfeiiibtidjeu fiiteraturlrittt jener Reiten, träfe be8 
potriotifdien SammdrufS jm Sfbroebr einer Ijäjjlidjm 3Bortbil&uug finb 
feine SBerfc roirfungBlod üertmßt: eine Heine ÜHietc nutet ben bieten er- 
folgen, bie Älopftoif, fei e§ burd) feine ©chjifieii über bie ©pradje, fei 
es butd) feine eigene „reidje unb mätbttge SÜdjtecipradje boll ©djnwna, 
utib *JÄatmlidjfeit" errungen l)at, 

S$ berührt uns gnus eigenartig, bau uud) bot 150 Sauren ein 
TJictjtcr über eine Hortgruppe fidi ereifern tonnte, bie in ben täglirfieu 
©ebrnudj unfera gejprodienen unb gefd)tieüeneu ©ptnebe übergegangen ift; 
£unta( bo e3 ein Siebter ift, ber, abgefebeu uon feiner mandjutat an 
Scutfdjifimelri grnijenben iBotlicbe für! iHftfetttifdie, jenen lange 3 £ it 

■ üergeffeneu ®r~unb[afc roieüer m <£fjren brod)te, bau „Irin Ufanu unter 
feinem Soll fo biet nn feiner ©pradje gebilbet bat als £utb>t\ Söurau« 
erflart fidj feine Slbneigung? SBir tjnbeu e* mit feinem ^tembroort ju 
tun, ba£ er au3 üiebe jur s U{Utterfpracb,e au-genterjt tjaben iDollte. ®ä 
ift eine beutjdje SSJortbilbung, bte allerbingä in iljren Elementen uid)t 
bie ©etüätir bietet, ben bebreu löemf ante ^örberer^ ber ^enfd}tjeit 
bnrdj ©ort unb Schrift reftloS uro ttu&cud ^n bringen. ^)iefe %at* 
fad)e geb,t aus» beut Epigramm bentlid) ^erbor. Söenu a6er £lopfturt3 
aSarnung uufetoi itior uub mit bie „©d^uto" nnferer Sater tragen muffen, 






186 



a(6(e*t Wlaai, 



jo fragt e$ ficfo nur, ronnim cht fold) angelesener SJidjtcr, rote e§ &jd) 
ftocf gut ßdt bei (Sritfietmug feiner {Mcl)rteitrepu6lif uub ber an gel) äugten 
Epigramme jipeifeftoä ronr, nic^t in bicfer $rage einen befrimmetiben 
G£iiiffn| auf feine 3eita.cmjfjen nuliiben fouute. 1)n§ füfyrt jur gftagf 
her ©ntfterjung unb Verbreitung bei SBortfifiue „©ctjrijtfteiler''. 

3n bem öon gerate bearbeiteten S-Söanb be§ ©rimmjdjen SSbrter* 
budjä finbet jicfj astet „Srrjrifrftefier" ber auffalicnbc ©tr|: ernntnjdjt 
märe eine umfafjeube Uuterfudmug über bie neutiQcrjbeutjdjeu S9e^eid)iniiigcn 
für Autor, Verfasser literarischer Werke. Ütknn für bie öorliegeube 
Arbeit üu$ biefem ©flfc f}erauä bie Über)d)rift gcroarjlt mürbe, fo ir»iß fie 
fid) budi nidit nnrjeijdjig marfien, bieje umfnffeube 2}nrfteIlLing in bem 
Ijier geftecfteu Siorjuten tiefem ju fünncu. i J riiöretictt3 tiegt für eine 
folcfie $)at[tettunfl fdjmt ein groftei 93rud)fiürf in bem in biefer ^Scitfc^rtft 
toeröffeutlid)te« 9(u[jafc aBuubertirfjS (3, 53aub) tmr. Sturif er ftwfet firf) 
auf ben SSunfdj ^petjne^ unb fudjt ifym itifofern gered}t $u roerben, nlä 
er nauptfäcrjttd) für eilte frürje 33ebeututig tum Schriftsteller = Concipient, 
der für andere rechtliche Schrauben nufsetzt eine lluterfndjimg. liefert, 
3Q3ie roett feine Erörterungen für bie gmije SBortgruppe in ©etrarfjt 
fommeti, wirb firfj aii§ bem $ang ber llnteriucfjimg ergeben. @§ fei 
fjier nur fat>ie( ermähnt, ba& auef) SBiuiberlid) für ba3 Sluffommen einer 
jroeiten SJebcutung rmn Schriftsteller = Verfasser literarischer Werke 
fidj auf einen ©eleg ftilfct, ben ®pmbert jum erftenmal in Jemen 
„ iBemeriimgeu unb Urgän^mgen ju SBeiganbS beutfdjem SBflrterbudr 
((StDJ&ftrctift, Programm 1877) beigebradjt §at, unb ber nu$ 3Beid)mann$ 
SM« ber 9fieberfad)fen, i8i>rro. 5. 2. Auflage (rammt SBeuu nun aud) 
©om&ert einige weitere Belege anführt unb babei ÜSemerfuugen über ben 
6Jebr and) tum Schriftsteller fnüpft, fo rooflte er, »oie er fclbft angibt, 
nidjt ein nbfd)tiefcenbe# Urteil abgeben, jonberu nur mtS bem reidjeu Sdia^ 
feiner SSortJnmmfungett eine ©erjan^tung JDSetgmibä ridittg fteflen. Sagt 
er bod) felbft am Sd)ln& beä Slrtiietä: „bieje wenigen Mtibeutungen fbttnen 
narürtttt) bem nidjt genügen, melier bie ftroge itactj ber (Sntftefmug unb 
Verbreitung eine§ (0 rotebrigen SBortcS grünblid) berjntibelt unb benutz 
nmriet 3U jefjeit münzte; eä mtrb bap tmrncWidj citie eingdjenbe 
9J?ufieruttg ber liternrlufrorifdieu unb iritifdjcii ©rfjrtftrn ber erfteu ^ätfte 
be^ 18, 3flt)trmnbert£ er f erber lidy fein, unb Staganib roirb un^ feiner 
3eit unter bem ©udjjtafiffl S in ber gortfefeung be§ @nmui[r^en SKörterbu^^ 
bie ermüujdjteu 3lufid)(üffe geben". 3)ort fiebt fie ntd)t; eä blei&t bemnad) 
immer noi müiijdjeu^mert, mitöetm^migbcr fift)LTeti(Srge&niffeSunbeuüdjä 
nad> bem Programm ©omberlä über ben Schriftsteller alS ben VerfusBev 
literarischer Werke ein reiditjattigereS Material jufammenjubringen- 
3)abei ift el unerfä§lidi, menn ©ombert erft mit SBcidjmann bte 9teibe 
feiner ©etege eröffnet, bieje SBortgruppe and) im 5Bcr^nltnt^ ä u T l übfi 
ober gleichzeitig gebrauchten nnberen SÖortbilbmtgen ber ticu^odjbeutidien 
©prnef)e Dergleidjenb jufammenjuftellen unb eine für je ©ortgejd)td)te über 
bie SBeiciirjtmitgcn ber Verfasser literarischer Werke überhaupt gu geben. 



tile neu&o<&i>eutfdjen O^cf^imitflen ]üx „Serfaiftt ftterartf^er 2Berfe". 187 






L 

Sit ber im IV. öanbe biefer gettfdjrift niebergctegten Arbeit Poet 
und seine Sippe werben juerft bie |prad)iirf)en Sejeirf) min greifen für 
ben SBerfaffer poetifdjer SUecfe, wie weof, roinnesiuger., dichter in ber 
afyb. unb mt)b. Literatur fur^ gefetiitÄCtcfinet unb babei bie ^Sc^auptutig 
aufgehellt, b«fe in ber tt&k 3"* ntd^t bflS ©eftreben oorliegt, jiefa, all 
Sinter eincä SBerfä bejonbers |B djarnftenfitten ober fiel) einen bejonbeten 
Üitet &u geben. Sn biefet Söe$iet)uug ift ba§ ftefjlcti jeber ©attungä* 
bejeicfjnung bei ben ml)b. 3)irf)terit fcefoitberö ja ertläcen. Diefe Stmialjme 
gilt gtm$ gleichmäßig aurfi für bie ©erfaffer ^tofaifcfier SBerfe. 3a e§ 
liegt fogar nnae, fie tu'er twrf) weit mcfjr alä $u 9tectjt beftetjenb attju* 
erlernten. "^Deitn Me ^rofntfcfjc Üiterainr nimmt ja neben ber poettjdtai 
Überlieferung einen bebeutenb Heineren Siaum ein; rote bie barbarift^en 
ÜSüIUrcrfjte ber ©af fronten in ber 3"t ^mn 6. Safyrlmnbert, fo fiub 
bie pliilofopfjifäen unb ®efrf)id}läroerre b\% in bie 8teft>rmattoiis$eit hinein 
in ber Catetiufd>cn SSeltfprcdje gefrf)rieben (ftluge, Unfct $)eutjrf) 6. 11) 
unb „bie Anfänge üeuifdjcr *ßrofa, aU bereu ©djöpfer rocferUÜd) bie 
SOtyftifer gu gelten fjaben, liegen bentnadj im 14. Snfjrfmnbert" : ©3 ift 
bcSljnlb müfug, ein 9lppellatimim ober and) nur itgenb ein Nomen agentis 
in jener epradjperiobc fndien 511 wollen. 

^lufeerbem würbe on berfelben ©teile auf boi Sort Meister tjinge= 
rotefen, womit eben „ber gelehrte SDtcgter" (ftluge, Qttnt. 2Hb.), „ber 
SSerfaffer eines Scrfeä, S8«d)|dj reibet, Siebter" 0B8BI.) geteinijieidmet wirb- 
©o ermannt JiBolfram oon (Sjdjenbad) feine ^arjiüalfinefle (XVI, *21, 1): 
ob van Troys nieister Cristjän disem maere bat unreht getan, 
unb $otjrib oon ©traiburg (Xrifton 3$. 150) bie feine: als Thoraas 
von Britaoje ffiht, der aventiure nieister was (f, 2M8I&.}. Srjdjeint 
in bem legten Söeleg bas Nomen agentis, fo fönnte man itn ersten ^aUe 
gernbe onf ein ?lppe[Iatto fcfiltefjcn, wie &. 33. in ber ©teile au§ @Suibo 
ton £o(umna 12*7 3f" bem Tanten @Jotte3 (Qwcbefe ©runbrifj 1 372 1: 
wölchHystori grundtlich beschriben haben die hoebgelehrten meyster, 
herr Bares von Troja, auch herr Humerus von Kriechen vnd ander 
meyster als Cornelius Ouidius vnd Yirgilius die kostlichen redner 
vnd buehdiehter, SBirb Don SSolfram uub öon ©otfrib ber Sßerfoffer 
einer noerijdjeu Qnefle oerftnnben, fo mengt ©nibo n. Golumna Sßrojaifer 
unb ^oeten burdjeinanber. ©inen ©djritt weiter füb,rt fd)on bet ^Renner 
Jgmgo oon 3:rimberg^ (um 1300), ber a&gejefyen baoon, bafe er twm 
meyster Ovidius (36 b ) unb oon ben heydnischen ober alten Maystern 
(46,117 h) „bet, fä fdbft mit biefem 3:U«t einführt, «uf Statt 1 
fprirfjt er öom rennet- maister hugos von trieDjberg unb 931. l 11 : 
nid auch meifiter hugo entschuldigt; sieh an ditz buchs vngedicht 
vnd nennet von wann er sey, vnd wovon vnd woruß ditz pnch 
geächtet 3« berfelben s Jiitf)tung bewegt fio^ ber ©a^ Slltfwertä 14Ö0 
btö alte ©rfjwert (Sit. 'Öer. ©. 10) aber dise rede was ir wert Sie 




Ulbttdft SKaaä, 



machte meister Altswert, unb bie Überjc^rtfl beä 90t e gen bcrgf rfi c u üöuaga 
bec 9?atur, weldjeS puch nieyster Cunrat von Megenberg von latein 
in teursch transferiret und geschrieben hat 1475, 3rff enväfnic 
notfj bie Ü&crfefeung be§ SBateriuä ÜNagimuB nu* 3Müglett3 ft-eb« 1369, 
in ber 3M. "2:i4 u upn ©eneca behauptet toirb: desselben poeten reich- 
tumb wjgt auch tSeneca der maister vher den reichtumb Alexanders 
unb aus §. üdti 93ü&et 1412 Sieben be# ftioftetian ©.91 ben meist er 
„ilius, den zoubererc. 
3m £2Bb. frab unter „ÜReiftjr" norfj meitere Belege für Den 
Meister als Lehrer, Gelehrten angeführt unb genauer, nl§ e§ biet für 
bie nod) ddii mir üua.efttt)rten Belege nötig ift, eine Ätlnifijiäienmg »orge* 
nommen. 3d) übergehe tjier bie ©djunerigteUen, bie fid) ani ber gc= 
itauen ©efrimmung beä ^Begriffs Meister in ben einzelnen ßnjnnrmcn* 
fjängen ergeben tonnten, bie ja fotoanl auf bie Söejeimuung be* „L'i'bv 
„©elc^tten" ober be§ „©erfafferg eines SFSerfeÄ" ober auf beibe jugkid) 
fjinmeijen — aud} tu ber 8afamn»enfehttltt Meistersänger liegt ja bie 
engere Jöebeutung eines ©djriftftelterS in ibrem erften $iieb md)t öür. 
$iel bebeutfaincr finb 2 SBetege au§ ©tainböroel* Äfop 1480 (ßit, Bei.), 
aus ber #eit atfo, ido eine gufammen bängenbe ^rpfaliteratur beginnt. 
@r fagt ©. -77 darvon höre ain fabe-J Aviani Jus maisters; bie je 
©leite jeigt nid)t$ Stuffallenbes. Slber ©, 127 übcrfc&t et de hoc 
auctoris fabulam mit darvon hör dise Fabel des maisters unb ©. 152 
meto? huius lihri mit der maister diez büchlis. £iier liegt — abge* 
fefjen barmn, bafj ba3 lateinifttje magister feine fftoUt meljr. babei fpieft 
unjmeifelbajt bie öebeutmig „Ujerfaffec lit Ötrfe" jugrunbe. 
SBaruiu, fragen mir, jefcte ©teinf)üme(, ber bod;, roie alle jene projaijdVu 
Überfeiner, gern latetnitcrje ©orte in ben beutfeben "lert aufnahm, uiebt 
einfarr) auetor? eine lytaQt, bie um fa mdjr an ^ereebttguttg gemiaut, nü 
©teintjoroel ja jelbft in ber Überfettung vmi SÖoccnccioä de claris mulie- 
ribus 1473 ffiit. ißer.) @. 886 jrfireibi: aber so ich disens ordens 
och ain brüder bin der das in professz getan hat, geburt mir wo! 
mit urlob desz maisters so vil dar zfi zereden dz ich wölte, dz 
der auetor dises hüchlins die künst der ertzuv hotte lassen ain 
natürliche wäre rechte, unverkerliehe kunst syn. ?lbcr gcrabe tiefet 
SMeg ift ber dltefte unb aurrj in biefer £eit einzig baftebeube fiir 
M Huctor" bis in bie Sttitte beä 16. ^afn^unbertä, ba^u nod> mit ber 
lateinifdjfli ^-orm Miefor. ©o erftärt bie oben angeführte allgemeine 
Ü&erfe^ertenbcnj jener ^ßrofatften bie fporabijrfje ?lufnabme eineö Stemb^ 
mprt*, ba^, mel fpäter aKerbing^, nodj eine bebeuteitbc Stolle in ber 
beittfrfiett ©pradje fpielen fotlte. daneben bereift gerabe bie Überfebuui) 
t>on auetor mit Meister bei bemfetben ©rfjriftfteller bie boefc äiemlict) 
oerbreitek öemenbiwg bfefefl Wkntt$. @S Jommt jur näheren iöcjeia^nung 
beS i^iröiliu^ uodj in ben geeta Komanomm ('DueblinburgJ ©. 4ti 
unb 118 unb in ber lerei^überj. n. 148b* jur Sic^eicfuttuig be§ iJerenj 
felber fugL SKitnter, Ssötrgilüberf. 1515 f. l b ) not, um bann in ber 



SDic ne«()odjbMitfdjert Skjeidjnimaeit ffir „9*rrMer Utenmfcfier StBerfe*, 190 






'Erudnu^nabe beä 9tenner§ oon §. t>. Srimberg t">4!> unb in ^lijdmuwm} 
Alfter jängerjdjrift eine erfyeblidje 3$erweubung 5U finben. ©aä 5D3BÜ. 
femtt nod) einige toteilen oti§ ?Uberuä, ©djupp biä (Mntfyer, Xted; ba 
fommt |ebod) eine fldnc Nuance hinein, at* eben ber (1 SUt eifter" ben 
9?ebenft«n be£ „gefrfjicften, begabten" 9Jianne$ ertjolteit fnnn, wie in ber 
Oieimhinft ©cfjouelä (SÜ. 1656) ©. 184 sie erfodern aber den rechten 
M'ister und Poeten. 

hieben biefer prägnanten Sermenbuug be3 fonft oft unb allgemein 
gebrauchten fielen werte Magister bt^eirfmet ein gioette^ üiel beurlidjer ben 
iöeruf beä ©djrififtellerS. SBuitberticfi %at bei bem Surfieit uacb tittereit 
HiräbnirUmittetn für Sdjriftftefler btc afjb. üeljnrnorte scriho, seribari 
nätjer getennäjetd)uet. (£c beftrebt fid), fie in brei .fmnptforinett 311 gtie* 
bern r „bie in bem fpätcren ©e^reibet immer mieber lebeubig werben: 
in bie gfunftion beä nomon agentts, ben Übergang 511m MppellatiD, 
wobei ein weiterer üBebeuhmgSttmfana, neben ber medjaiiifrfjen ^ertigfeit 
bei ©d)reiber£ nutfj bie fct|öp|crifci|c Seite ber ^ätigfrit jur ©eltung 
bringt, unb in bie ^ebentungäDerengeruiifl bei Appellation buref) bie Se* 
jirijung auf JRed)t§gefd)äftc. ." Cfä ift ferner ju beroeifeu, auf tocldje 
SSeife bie Söebcutimgstoereiigenuig in ben begriff ©djeeiber Ijinemtnm, 
unb maunigfarfie Vermutungen tiefen fidj nad) ber (Stellung ber ©Treiber, 
a(3 ber allein |d)ri}tfuiibigen Serfotttn aufteilen, Sin jidjerer ©d)tu& läfet 
fid) ober uid)t ftteben, fjauptjnrfjlirff nirbt aus bem »on Smiberlictj an* 
geführten SRatrriat. 9hir glaube irfj nidjt, bafj man an3 ber oou itjm 
auf S. 211 angeführten „latfarfye, bafe baB Üöerfmm fdjreiben met enger 
an bie medjamJEt)« (Seite ber SäHgteU gebunben blieb, al§ bie 5110, eifrigen 
Sutvftantiobitbnnneu'', nun einen 9tüdfrt)lu| auf eine ©eemfluffung be£ 
©ubfiantiö* buretj ba§ föerbum fictj erlauben beirf, beim jo allgemein 
gilt biefe $at|ad)e eben nid)t SBunbertid) jiefjt aus ben ätteften be- 
legen ben (Jrjafc pdu „ftbreibeu" bureti „birfjten, prüfen, madjeu " 51t 
Kate. t$m „^ic^ten" = bem poel. ©djrei&cu gebe idi feine ftnnafjme 
tmeiugejd) rauft pt, ba tdj (elbft ein rrid)e3 Material beifteuem fann. 
grür bie beiben nnbereit (£rf abwarte ift ber *Öeioei$ üiel fdjwteriget. Söiel* 
leicht rjütte er efjer noc^ „fingen" unb „fagen" in biejem giijammetibQng 
n rüügen fömieu. demgegenüber mx weife id) auf ba^ äufeerft oft oor* 
fommenbe „bcftfireiben" gur {Bezeichnung ber fctjriftftefferijrfjen ^ätigfeit, 
bn§ 5. Ü ^aus ®ad)ä Dl feinen fabeln m^atjlrge s IRaIe bringt, ober, 
wenn bai ÄDittpofitum nirejt als beweiSfräftig gilt, tutet) auf ba§ einfädle 
„©ebreiben", ba^ berfelbe ®icf)ter eben fa oft anweubet. iabei ift nid)t 
an.iunebmen, baft @ae^3 ba§ mecbauijfrjc fSdjreibeti &nmit au^brüden 
wollte; barauf fatttä bem für ben täglidyen ©ebraudj fe^reibenben ^olt^- 
bitter gar nirfjt an. 5)te gennue Aufführung bürfte — atgefetjen aon 
ber feftfte^enbeu latjti^e, in ber für SSuuberurf} mafegebenben Seit — 
erft im Sufammenfyang mit ber ©ruppe „Siebten" oott befonberem SBert 
fein- &&er ba% ift woljl 311 bebcnlen, ba% '8aö)fenä ^cr[e weiten fce* 
fannt waren, unb ba| fefion ber eine aui bem $otf t)erauägcmafc)fe«e 




190 



8((frtedjt aRftti«, 



flftann genug 93iirgftf)aft für bie ©rfenntniä ber SSerroenbung eine* gBvrtä 

bietet. 3ubem faa* & er iuotjt beftbefannte ©djnfrftelter ^ijäjart in (einem 

Sroftbiityrin 1577 (©ifcible, Äloftet 10, 715) fdueiben ftittt bieten, 

ebetifo in feinem (i()^ii{fjtbüd)lein lo78 (ebenba ©. 609), unb in kr 

©eftriiditSfltttemng fitibet fia> (9N>. 65—71) ©. 20 bie ©teile: von 

blinder handsgeburt heutiges bücher Schreibens. @tne Skbcutumvj - 

üerengerung Touimt für unjere 8roecfc nur infoferit in 33etrod)t, al3 toiel= 

teid)t eine Siufdjränfung in ber Verbreitung ber weiteren 39ebeutung von 

©dju'ibrr baburd) ftnttgefmiben t)at. £>odj (jier bcCe^ri unS Sknberlicr), 

ba| felbft für best ©Treiber als einen exeeptor, notarius anbere tooll* 

tbuenberc unb geteerter füitgenbc i8e$ctdjmmgeii wie secretarius, < unzler, 

notarius gewollt würbe«. — SEÖir tonnen fogar annehmen, bafj gan^ 

bestimmte anbete ©rüube bie Urjacfje ber Secbränguna. oon „©rfjretber 4 ' 

waren. 2)iefe ©rünbe liegen in ber ftarblofiafeit beä SßJortcS fdbft. 

3)a r Sdj reibe«'' an unb für ftd> fefjr wenig jagt, mar eine nn^ere Um* 

jdjteibmtfl in beu meiften B'äflen nötig, ©efitm 3-if(ftart fprirfjt in ber 

angeführten ©teile oom iötiefterf treiben utib im ^tleranber au$ bent 

12. Sa^unbcrt lieft mau @. 4016 unb 6469 bot» , ( 93 rieffdj reiben u . 

3>a$u gefeilt fia> au3 §ar§börfferä Stidjtet 1647 II A 5* unb in ber 

beutfajeu Sprache (Jtuenfranj 1644 ©. 197 ba3 „Söergfdiretben 11 . Sa£ 

lag bann nätier, aU jerannb, ber eine« SBrief treibt, einen Briefschreiber 

gu betiteln nfw. @* ift interefjnnt AB feljen, wie in Qtitm, wo ber ein* 

fad)e „©crjreibet" auf eine niebetc Stufe ber ^bfdjretbertattgfeif fytab^ 

gejunten mar, bie „Äomöbieits ©efri)id)tä* t ©artreu* uub anbere ©tt) reiber u 

fid) licuimtummeireii. gfft* bte ftomöbien* unb 3raaj.wienfd)retber ber* 

weife id] auf Söb. IX 38 biefer 3eitfdjrift, wo einige« Material Angeführt 

ift, meldjeä &a» rektib rjäufige, bi§ in bie Süchte bei 16. 3atjrrjunbert* 

gurürfoerf olgbare ÜßDrfommen flnrtcgt. 3n jener Q ? ü erwarb firr) and) 

ber ft ÖJefd)id)t§f Treiber" SBürgerredjt. IDJnle Ien«t jwar t« feinen iran^ 

lationen 1471 (ßfct Skr. ©. 319) XV neben den poeten, oratoros 

nod) die schrybers der historien (bgl. Xranll. XIII, 1469 ©. 281); 

aber fdjon öutfjer [jat in feinen Xifäjrcbcrt ( s )lat Üit. XV 432): ich 

weiß nicht, ob er ein Poet oder Historienschreiber ist, Denn also 

werden sie unterschieden. Ein Historiensehreiber sagt was war- 

hafftig ist ein Orator nnd Wolredener, was der Warheit ehnlich 

ist, ein Poet aber schreibet, was weder war noch der Warheit 

gleich ist 3n biefer 3iMomme«[tettnng fennt i^it aud) unter anbern 

K&fttÜa 1526 S^roni! IV 1P>S: von der (Athena) all poeteu und 

historiensch reiber so vil sagen- £)iefe S^tterbtlbung ()ält ficl^ über 

©anbrub 1618 Änrjweil (3?eubaid ©. 6) — bej den hochberfthmbten 

Lateinischen Historienschreiberu und Poeten — bis in3 17. unb 

18. ^o^unbert, wo fie fio> j. iß. in Kenmarfä ^ift-poet fiuftgorten 

1666 ©, 314 nod) ftnbet : wem wäre Theaguis und der züchtigen 

Nyrnfen Clarichices keusche und wunderbahre LiebesbegSngniß 

nicht bekantj wo solche der Poet. Historienschreiber Hehodorus 






Site Rtfulpg&eittföctt ©eACldjriuttgcit für „Skrfaffet titerartfdjcr SQerf e". 1 9 1 

der Ewigkeit nicht einverleibet, ober, in (Stotti'djebS £)irf)tfunft 1729 
(% 1751 S.356), ȟd nun ben Historienschreibern uub ben dogmatischen 
beuten bie triebe ift — $asu ftetlt firf) ebenfalls in ber 2Rttte be3 
16.3a1)tf)imbertä bie SBerbeutfdjung „C^ejaWjtfctirei&er", fo in ber beutfrfjen 
Obuffee ©djaibenreijjetä 1538 Söorr. 4 a : die geschrifften vnd erfindung 
der «hosten Theologen, Philosophen, Gratora, Poeten und geschioht^ 
Schreiber. 3dij fteKe fjier nodj einige ©etege jufainmcn, bie jtd} nidjt 
im ©Sffib. finben: ©fld>ä 1556 gaftnadjtipiete (SReubnwfi VI 136 von 
dem alten Geschichtschreiher Maerobius. — - ©emerfbudjletn 1555 — 61 
(92eubnuf) ®. 14 vns peschreibet der geschiehtschreiber Plutarchüs. 
— ^iitfrfimann 1571 IRetftergcjatig (9iteubrutfj ©. 35 viel schöne lieb- 
liche Historios vnd Moralia der alten vnd newen Geschichtschreiber 
vnd Poeten. — 3efen 1045 «Rojemunb (9?eubnirf) ©. 19H Weil 
nuhn di heidnischen Geschicht-schreiber, und denen zur folge di 
unsrigen, dise des Twiakona ankunft und gebohrt nicht gewust 
haben. — ©. 154 ba gegen bejei^net er mit bem gleiten SSJort uud) 
bie §iftorie Jelbjt: Uhrsprung und Beschreibung der Stat Venedig, 
aus vihlen bewahrten uhr- und geschicht-schreibern kürzlich zu- 
sammen gezogen. <Ba|j im 18. äoljrljunbert ber ,, ©efdjidjtidjireUwr rt 
feilten 9?e&euf>ut}ler jurütfbrüiigt, tiegt in bei $enben£ ber $lu3br»<fö* 
»eiie jener 3 eu \ tSä fei nur ermähnt, ba$ ©ottfdjeb 1729 (£rit. $>idjh 
litnft [& 1742)*©, 93 ben bidjtenben ©c[d)id)tjd)reibiT efmS$ttft, tpoititt 
er ben ^\op meint r unb bafe er biefc $Irt ©efd)idjtftf)rei£jer nutet bie 
Sßoeren rennet, ©ärjwnb atjo bie „ftomöbien* unb iragobienjoy eiber'' 
roieber öerjdjtoiuben — id) rechne bcijii and) ben „©djnufpieljdjreiber 1 ', 
ber, bom 2)286. auä jünger gebüßt, fidj 1754 in ber tljeair. Söibtiötfjef 1 
fittbet (&pß f SBibl.Sfnft. V 13) — , tjat ber ,,©ejdjic$tÄ|cf)wib« M al* 
eine febenbige, läufig ongetüanbte SBilbutig fidj bi§ in «ufere Seit tt* 
galten. Siel roeniger bagegen, audj uiel fpäter ouftwtenb, begegnet ber 
„©atiren^reiber"; fo bei Üiifom 1739 ©nmmltmg fett, unb ernftf). 
©diriften ©. 193 der Verfasser des Briontes ist nicht der erste 
Saty renschrei ber. — (Sdnoabe 1744 ©etuftigungen VI 273 es sey 
ein großer Vortheil für einen Satirenschreiber, wenn man seine 
kleinen gedruckten Bosheiten läse, ohne zu wissen, von wem sie 
kämen. — üöobmer 1711— II ©trett griffen 1 7s (o. ErDuntger) ge- 
fuhrliche Wahrheiten muß man einem ohnglacklichen Satiren- 
schreiber überlassen (StafetWt 1751 ©atiren ©. 5. 8. 10). jDoueben 
treten bo unb bort bie mamiigf adjfttn 3 ll I* 1 «tine n (efe ti n qc n auf, bie nur 
für ben Slitgenblid flefdjajfen |"tnb. SNuruec gebraudf* 1522 im ßutt) 
Darren Büchliuscb reiber für Schriftsteller, ßefen rjat uerfdjiebene 
Sönfutfje gemn^t, ben Poeten ouSaumeraen ; boruuter finbet fid) aud) ber 
Gedichtschreiber in ber 9tofemunb ©. 243: di heidnischen geticht- 
schreiber. ßuletjt bietet ba% 2Bgrt einen gütiftigen Stntajj, einen irom> 
fc^ien 9iebenfimi fp(cr)m ©Übungen unterzulegen. Sl mng ba^ingeftcllt 
bleiben, ob in ben Bremer Beiträgen 1748 (V 398) ber Odensch reiber 



102 



SUtucrtt maai 



neben bem Sonottenrnacher iatfädjhd) biefc fronte in fidj birgt, ©ia>et 
ftecft fie in ben ^Übungen Huchschreiber, Bücherschreiber, momtt jo gerate 
ber ©djriftftcltcr ganj allgemein üerftanben roirb. 3)abei mag nud) ein* 
mal, uitb jioar in früherer 3«?n, btefer ^ebenfimt uterjt flnr Dorijanbeu 
fein, trojjbcm nürb bem $>3Bb. äufolge, ba£ einige ^Belege für biefeS 
Uöort beibringt (ugl. nndi (iJombcrt) Bücherschreiber nur \wd) im »er- 
«djtlicijen ©inu gebraucht, toie Büchermacber. 3d) fütyce be^clb nur 
eine ^ufauvmenfefcnng auä ben Öremet Beiträgen 1747 (IV 184) an: 
daß vini «Iit Büehersehreiboj'zimft lim keine Neider künftig necken, 
©anj beutlirf) tüirft bie, bem X s Jüb. unbekannte, oon mir nur cib bie[er 
einen ©teile (Sßeluftiguugcn bei SJcrft. u. 2üu}c3 1741; betegbare Silbnng 
Blättchenüchreibcf 1 431 da ich, aus Gnaden und auf Befehl des 
Frauenzimmers, zum Bücher- nd*T Blättchenschreiber geworden 
bin. t^ernbe ber Übergang ber ©ebrau dornet hübe eines SSJorteS in einer 
baju furjen ^fitp^nobe mirb burdi ben w 9inmanjdiwibe«" gut gefenn* 
^eirfjnet, Gr tjnt in SBcidjmannS $uefie ber Sftiebcrfndjfen 17*J"> iBotr. 
xx.\xl h mit „$eet M jujauunengeftellt tüDEn 1 feinen irDuijdicn Sftefarfittt, 
unb ebenjo wenig in |>erbei3 Briefen ^ur SSeförberung ber Jmmanttftt 
1794 (§enu>el 13 # löo) III 331: der Dichter, der Konianschrcibor, 
der Schauspieler dringen vorstohlenerucisc ans Herz, nnb ber gleite 
©djriftftcfler be^eidjnet in feinen fritifäien Söalbent I (.frempel 20, 66) 
ben jd)ied)ten iHüinanfdjrciber eben mit btefem c^nrahertftifd)en töeinunt. 
Unb 3ean ^ßflul betitelt bie\t Sfaffe ben ütterüturbcfttf jenen mit Romanen- 
niacher, Romanfabrikanl, Ronianenschmierer. iilbet jdmii in beu uer* 
nilnftigen $ablerinneu 1725 muffen mir bie je itonijdje SBebeutung an* 
nehmen: ©■ 207 ach es sind lauter Fabeln, die nirgends als in dem 
Gehirne einiger Romansehreibor entstanden sind. — ©. 331 sonst 
wolte ich ihnen zum voraus Bogen, daß man keine, nach Art ver- 
liebter Poeten und unkeuscher Romanschreiber verfaßte Abhand- 
lung von den Küssen erwarten dürfe. %u$ aßebern ergibt fio), bafj 
ba§ SSJort „©rfjreiber" für ©{rjrifrfterier mit all feinen Trabanten bis 
auf oerfdnuinbenbe Slulna^men fid) uid)t bauernb in ber bell tf eben ©örndje 
feftfe^en tonnte; beim bie wenigen Belege in ben SBörterbiidictn beweifen 
mcbi baä Otogen teil, hieben ben bort angegebenen erwärme ich nnr uod) 
$Mbcni3, Siber bie (Sarlftaber 9?n 4 a D. Marrinus ist der rechte Mau. 
der wol verteutscben kan. Er ist ein rechter Teutsclier Cicero , , . 
vnd ist kein Schreiber auff Erden, der es jm nachthun kan fähige, 
fintier bis Seffiitg* ©. 42 Slnm.) unb bie ^eräd)tiid)mad)iuui „eleuber 
©fribeuten" bnrcfj Stefow 1 7."Ui öwr. j. ©ammt. f. fat, u, etiiftt). ©Triften 
(MiirjdiiuT H, @. B5) die iilirrhandnehinende Scbiniensucht alberner 
Schreiber. Sunberiid) behält be^atb in bem §a»ntpun!t mieber rect)t, 
bafe bie ^eimenbnng fremb^radjlidjer Salbungen mit ber ©erbrängung 
noii „©Treiber" jnfammen^iingt. 

Sn btefer 3 f i t i^ r ^ t tcurbe bei ben 8ufamnKnf<$linflffl öph 3)id)ter 
ber „SÖriefbidjier, Jöndibiajter" entiärjnt, bie beibe auf bie ^ermenbung 



Tic neuTjödjbemfrfien acjcttfmmifltn fttr # $*tfaffcr rttcrnrifcfier SffietTe". 193 









be§ ^trfrterä für Söerf affer prücfjrf)lie|en taffen. ®ott) gibt eä aurf) 
einige Söelege, bie uuä biegen 9tücf|d)lufi al£ rirrjtiß beftätigen. Suttier 
jagt in jeiner ©rfvtift „Qrerjfieit bei Sermon«' 1 1518 0ßietfö 1383): 
ich Doctor Martinus Luther, Augustiner tzn Wittenberg bekenne, 
das der Teütsch Sermon, die gnad und ablas belangend, meyu sey, 
darumh ich vorursacht und myr BOt Ist, denselben zu verfechten 
■widder etliche Vorlegungen odder voriesterungen, vorgebeus er- 
richtet wiiher gesohioUikett ßo man ansieht, seheynet es wol, daß 
yhrer lichter zu vill zeyt und papyr gehört. §ier liegt bem 
©ict)ter gan^ allgemein ber (Srfinber jugrunbe, ?lnber§ bagegen liegt e§ 
itt ber Sdjrift i*utr)er^ miber ben !3Äeud)fer $u Bresben 1531 Äll b 
(2)ie^) dar ticliter dieses büchleins. Siefe SBebeutung tjat fitt) biä in 
unferc $cit l)iuüöergerettet ; benn mir gebraurtjcit jfonlidj I)üufig baä SBoct 
für ben SÖerfnffer |>rof. SSerte. Itfag tum in ber älteren 3eit ba# SDxrfjten — 
©rfrnben ben Stitäjrfjlaa; gegeben tyaben, unb in ber neueren $eit bem 
gfeirfien SSort b«£ noetijdie Sdmnen in ^oefie unb v $rofa gugrunbc liegen, 
fo fommt borfj trofc bc3 rjeränberten ©tanbpuuttä in ber Sluffaftung be3 
SDiditerbemfs berfelbc ($runbgebaufe in ber ißenuenbung bei Portes jum 
^Cu^brttcf (f. 2)3Öb. unter 2)iditer 3. mit öetegen au3 Öuitjer, Sfoenrin, 
3J?emnef)tl)0Hi URaii frrnn audi npd) ben %abeU t lieber*, SReitnenbidjter 
anführen — etma* Sidierc3 tuirb bamit nidjt beriefen, ba gerabe ber 
Sieben unb 9ieimenbtd)ter ebeujugut nu§ bem Üeftreben ber SBerjrärfung 
unb St'enn^trfjmuig beä £>id)ter3 al$ Rotten, nid)t au£ bem Streben nad) 
Verengerung be^ 3)irf)ter£ ate Secfftffei im allgemeinen ©inn erflart 
inerben frtnn. Sidjet banegeii ift, bafj nur über bie prägnante Söebeutung 
be£ ^rojaiften tnuiueg folgende ©teile auä Shittjer 15S3 auf baS öer^ 
meint faiferl. ©bift A DDE* beutüd) roirb; da haben wir den obersten 
lichter dieses edicts und ( A II b ) das mügen wir doch ja treffliche 
und Milien keiserhehe tichter und Schreiber heissen. .gner ift ber 
£)id)ter auf bie Stufe ber Schreiber, b. f) ber Seilte gef unten, bie fpäter 
audj Srrjriftfteller genannt roerben tonnen. &iefe tntfadje läfet firt) ntdjt 
burrf) diele Belege erhärten, immer t)in ift fie intetefjant bei einem 93er* 
öfeiefj mit ber $ebeutung3entniicflmig ddu Sdjriftftelkr. 

IL 

$Bte SBunberUdf im 16. 3arnr!juubert ben Autor unb Scribenten 
aU bie 9ftoberjelben ber ©nrac^e bc£ 16. ^a^rt)unbert# anführt, fo aurfi 
©ombertr für unsern Schriftsteller hatte man hauptsächlich die 
Ausdrücke Au(c)tor, Scriptor, Scribent (doch dies schon als vulgär 
für Bcriptor bezeichnet bei Frisch 2 f 225 b ) vereinzelt auch Scribist 
(kein Schand ist, dass aus einem nobilisten ein scribist oder scribent 
wird. ©Hamann o. ^tlf. 412). 2Bir ^aben e^ bemnad) mit ber Snt* 
Tötrffung ^roeier ^rembreorte im ©eginn ber neu^oirjbeutjcfien ©cqriftfüraa^e 
p tun, bie an bie ©teile alter Setuitüorte traten. 2Baä uns befrembtidtj 
Hingt, i(t nur bie merruntrbige ^ermenbung ^ c i £ r ^firibmorte für 




194 



Sn&tetft Tlaai 



biejelbe ©artV, luä^renb frfl^er ntd)t gerabe ^a^lretdje Semeife für bie 
ganje QJattuug auf ju$är)ten finb. (f3 mögen bafür bie (iteraturge[d)ic{)t= 
iirfjen £atfodjen be3 lti, 3abrr)unberi§ angeführt werben, unb nor allem 
ber bebeutfame Uuifdmmng in ben ßtteraiurrreifen jener geit, &« Dom 
mibenmfjten S traffen nümiitjUdi ^ur bemühten Sßrobuftion tj in überleitet. 
2)abci tjat and) bat Sluffommcn einer fritifierenbeu Siteraturgattung eine 
SÄofle gefpiett, bte ja tu fpäterer Qe& ba§ .fyauptintereffe bei unjerer 
S)ebuftion verlangen toirb. ®ie ffleleße roer&en ben 2. ißunft beutlid) 
Weudjtcii; kr .Jmuphjrnnb für bie ©oppelbeneunung liegt in beu beiben 
Sorten fclbft. 

$erber f|>rtdt)t in feinem 2. tntijdjeu SBal'bt^en (Jj)emjw( 20,245) 
Kr. i> oon ber ©djambafttgfeit örrfliU, bic ftfojj burdj Häufung Dieter 
auf btefeä Srjema firf) be£tet)eubeu ©teilen l>atte bemcifeii rootlen. |>erber 
fagt bann: „fytt trete terj in einen fo gro|en 38nlb lafjler frember fönt* 
pilirter ©teilen, bafe mein ©rfjriftftener Sßirgil faft barunter üerfcfntrinbet , . . 
^irgi(& ©tfjnmfjaftigfeit fnmt ^meiertet beroeifen: bie 3A(^tigfctt feinet 
perfünlidjen K^aratterS ober feine ©brbarteit aH ©rfjriftfteller * . . 9ctdjt 
red)t bie ©c&amljaftigceit ^irgilt als ©d)riftfteller? . . , roer roeifc nirfjt, 
ba& eben ein ardjatftreuber ScbriftJtcUer, roofür 35irgi( uelnmit ift, am 
(Erfreu ©efatjr läuft, ben ■KeuÜugen ber ©pradje obfcbn &u roerben: 
(0. 248) t)ätte beffen ©efdjeibenljeit ntctjt beunarb beftimnit merben fotten, 
mal für föinbrücfe befonberS bem ©#riftftelliTpublimni ber Sft&nier itjre 
etftcn ©djriftftelfcr unb 3)id>ier gegeben V . . ." @ä ift gan$ Har, ba& 
in allen biefen Stellen, bic in engem giifam menfjang fielen, ber ©rfjrift* 
ftefler Birgit als ein bie ©dmftfteflerei ubertjau.pt auSübenber genommen 
ift, ofute auf ein beftimniteä 333er f ©e5ttg ju nehmen. 3n ber 3?orr. jum 
9, 2£ätbd)en aber fcrjrcibt .^erber in eigener ©adie: (297) „ein ftwrp- 
ricfjier fofl nirr)t nnber$ al$ ein büfc£ ,!perj fjaben lönneu; ift bicS, fo 
mclie bem ©erfaffei ber fitififttjeu Sälber!" unb in Söe^tetmng auf 
JHofeni ©driften, »on bellen er ©. 298 fpridjt: „£!a itjr fcfaffec 
ftcfj ber meiften 3eitungeu unb Journale tri 2)eutiä)laiib üerfidjert tjat ..." 
@0 genügen öorerft biefe beiben ©tefleit, um ben öHraud) be* ^erfafferä 
tiorjer ju fenn5eid)n«n; beim in beiben roirb immer tu beutlid)cm Sinn* 
jufammenfjamj nia^t ber ©^riftfteßer gauj allgemein otjnc Söe^ugna^me 
auf icgenb eine brfttinnitc iUtbctt belfclbcn, fouberu ber ©djtci&er einet 
gauj beftiinmteit Söerfeä unb gauj beftimmter 6c^riften bejet^uet. $ut 
Verbeut fidniug fei nur erumlmt, ba^ gerabe in ben lebten ©teilen £erber 
fdjreibt (299): „bic -jpalfte ber Ungejogeiitjciten, bie bie ftlotjifdje Stb= 
liotbef gegen bie beften ©djriftfteller SDeutf^Ianb» bat" unb ©, 297; 
„boppelte 3Jiettfrfieii liebe; beim fo roirb ber junge unerfahrene i3efer gc^ 
mnrut, fie (bie ^e^lec) ntcfjt für Üiißenben flnjufetjen unb an^uncbnicii ; 
ber fehlerhafte ©^riftftetler felbft, menn er noc^ 31t beffern ift, gebeffert, 
ober ßxuiafjeu« baqin gebrannt, nga^maU ju prüfen t au§juttlgen, ober 
ju oerftatfeu". SBiebcr, mie oben, nur bte allgemeine ©ejugnalmte 
auf ben Seruf unb bie ilunftausübung eiue^ ßiteraturbefltffenen. 35iefe 






£te neiiJjodjbeMfcficii Seaetf&nunaen T&r „SJerfaffeT tttcraTtfdjcr äBcrtc". 195 

fdwrfe Trennung gtmjdjeit ©djriftfteller unb Sßerfaffer ift aber in 
ben beiben SSprleu felbft enthalten. 2Sa3 ift ber ©djrififteller anbereS, 
als ein Ü0?ann, ber eine ©cfjrift fteflr, ber (SRaaler 390 *>) bie Söttet 
morjl fe&t, eine 9tebe rool)l fefet ober [teilt, in eine redete ©eftalt unb 
Drbnung bringt ? {uer tiegt atfo im 2Bort felbft bie nähere ©efleid)* 
nung feines SBeruf*. ^tnber^ liegt el beim SSerf affer, £>a frf)ft ber 
nähere $intp«* auf ben Öeruf; t3 fetjtt ba§ betonen bes erften 
@fement3 in ©djriftftefler. $)ennorf) tonnte man beim ©ebraud) oon 
©djrifrfteHer ntcf>t nod) einmal eine beftimmte ©djrtft angeben, auf bie 
aerobe Sejug genommen roerben fällte, loä^renb ber ©erfaffrr bie näfjere 
Angabe be$ &crfafjten, be3 SSerfeä feinet SBerftiffertätigfett »erlangte. 
Slnä aliebem folgt nber, ba% ber ©djrtftft eilet ebtn bort augeroatibr mtrb, 
mo eine notiere, genauere Umfdjreioung ber „©djtift" nid)t angegeben $u 
toerben brauchte, roäljrenb oom SBetfaffer überaß bor! gefprodjen lotrb, 
roo ein näheres Singeljeti auf irgenb eine beftimmte Schrift »erlangt roirb. 
Xiefe auS ben SBortbilbungen ©djriftfteKer unb SJerf affer fidj gong affge* 
mein ergebenbe SBerroenoung mufe itjre ^idjtigfeit erft im weiten ©er* 
lauf ber Unter jurfjung betätigen; benn bie Spraye tjält fid» ntefit immer 
an logifetje SBernunftgrünbe. ©erabc in jener Sßorrebe 511m 3, SSBälbdien 
jagt gerbet ©, 299 r „mar mein 93uä) roiber ben ffi^araftcr ber ©jrttdj* 
feit (eine! 6crjriftfte[Ier0, mar eS trüber bie ^Religion unb ben Staat, 
fo ging eä bie (Stnfur, (nad) $ünfcer3 (Srflärung: fo öerbienle t§ bie 
feenjur) f» feilte e§ nidit gebrueft roerben", ®ie ©teile beroeift ba§ ge* 
rabe ©egenteil, rote noeb ntand) anbere, bie jpäter anjufüljwn fein nritb. 
Sie geigt aber aud), bau fie uuferem ftrengeu ©pradjgcbraurt) nidit gan$ 
cntfpridjt, otjne bie ©pradje meiftern ju mollen. 3eue oben angeführte 
Xebuftion Ijat bemnad) ifyre Seredjtigung, ba fie bet fjeute gejprDrfienen 
©»radie fonform ift, unb fie %at fyier ifjre ©teile gefunben, um jur 
Crientierung für bie fotgeuben StuSeinanberjefeungen ^u bienen. 

Man (nun namlidj biefelbc Sroeitetlung audi für ben ?tutor unb 
©tribenten einführen; benn in ©fribent ftedt ba3 seribero, baS ©djreiben 
ober ©efjriftftelleru jefioit brin, in ^lutor, 9luctor nur ein aiigere, ein 
UrbebiT)ein ol^iie nätjerc Öejeir^nuug bei ^ßrobuftä biefer Urtjeberfdjaft 
Senn alfo 2 Sorte für biefelbc ©adje im 16. Saljrtjunbert auftaudien, 
jo mirb eben biefer Unterftfijeb in ber @ebtaud>§möglic^feit ber beiben 
^■rembioorte bie Ürfadie ber bo»öelten Sluöbrudgmcife bilben. 

m 

©rfjon unter ben belegen für pr 2J?eifter" mürben jmet aitö ©tein()öme( 
angeführt, bie eine merfioürbige ÖJegenüberfteflung »ou s Diei|*icr unb hinter 
zeigten; ber eine baoon enthält bie »on „mir alä älteften erreichbaren Selcg 
für Slutor angufef/enbe ©teile aul ber Überfe^uug de claris raiilieribiis. 
Sic jeigt noctj gan^ bie lateinifdje gorm auetor, bie fidi fpäter nur 
feiten finbet. dagegen trifft man nüd) bie Iflteinifdjen Snbungen, fo im 
gauftburf) 1587 (SÄeubrutf) ©. 133 „autores" unb tu 3if^nrt§ pobn* 

j3(Hfü. ix. 14 



198 



8U6rcd)t SRa«9, 



flrnmifäcin $rofftiirf)lein 1571 (töfofter 10, 64$) „autii. 
tjoroet meint ixt ber nngcfüLirten Stelle bcit iBnfafftt cum 
al\ü eine§ profaiidien, »tfienjdiaftltdjen Ütferf*, unb Äirri 
äSBcnbunmutfj 1601 (Sit. Set.) §». 22: unter allen ane 
obronogrÄpbiß, welche in griechischer Sprach geschrieb 
ftrilcn fid) »tele Pflege, au$ benert nid>t etnbeuttg ermittelt m 
roaS für ein SBurf) ber betreffenbe Sdmftftefler gerate in 
*Wur ^iidiart fpririit im (5^ucf)tbüd)Ieitt (ÄfoftK 
„SluiEjor ber ©prüa^roürter" unb meint im ^toftfeüdjiei 
iJidjter, roenu er fnflt: bevor&b dem Authon dises Ti 
lim erforschung des Iota der zarten Dirnen Podi 
fleis erwiesen. 3" Mefer .^infidit (jefjt ßoct)tüU 
©eforäd) ©.2 nodj weiten wider wekhenn - 
Wittenberg des Titels Tragediti Johannis Hu-. 
namen des Autors oder tichters. $ter Iragöbi 
aurfi in ber folgcnbrn ©teile bereiten fiferfefl d 
doch uitr wol gleublich 
kennet, vnd so vil \ berrn löbliober 

getast und , . , bößlich in solcheui 
werden (dq(. ebenem c 

ßd ift iiumüfliidj, in [cbem einzelnen ,V 
ftgestis ober ein appetfotäi tun liegt, ba 
uiibiud)f»1)cbar erioeijt 3?afj aber ftttä 
Ib. Oabrrjtmbert fidi bn3 ^püetlntiD errh 
Uaterfärtft ^uidmianns unter ber x 1 ' 

I (fteubruef ©, 2) lierüDr. Zo: 
fitfc für 16. Snlirbuubert und) frinn 
Sil wnr eben in biejer ßtteratur ti 
(egfn|rit gegeben t ficti mit ben ? 
befofjen. Godjläuä ftefjt bk 
gegeu ©übe tritt neben ifcn bei 
)einei JJeü in jidi am 
Wiimciiiieimiinrt. , bcimr 
leertet bot. ^ijdiart, Sl 
uienbimfl, 
(titicrurifl l~>7 

ffunßcn ti 

(& 



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199 



unb hit $tm$z: I 
6, 114 : 
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»eff« " 3 
dem Pubica 
wonach** tuu 

?ieumcr! 
in * 

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zwe~?a Abu** 

wc-ni^ir !■ 
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[! 6. isa 
bjtibi 



lote t 



er* 



©olf intereffant, 

tiftftefler Der* 

gdefjret fyabe, 

iib <£ragöbieiu 




c. 413 „Sinter 

rbenfuroenig toie 

if teilte, aU 3)irijter 

„$>a« Slbfefcn beä 

4)m" ... 3a felbft 

icnj ©. lft) fäliejjt 

lud) Etortjof ©. 243 mit 

i'.cr 33er3tragöbie meint 

er Slutot felbft nennet, 

be3 Tutors at* SJidjtet, 

eigentlichen SBebeutana, befi 

-3 in [einer Anleitung 1704 

I Don ^elbeef ober eined anbern 

I in feinen ©djerjjgebtcbteit ©. 2 

In Jit gering Gedieht sick wolle 

and, noch van Ehreahmen 

jnni jederm sine Ehr, Misbruck 

nelir. Bo meint and) ®jxe fitf) 

nll (Söalfe 61) und ist die Meinung 

s auch Gott in Teutscher Sprach 

3fd> fütjre notr) einige ©teilen an: 

"i v [Waumburtj) damit demnach sothane 

den Motten nicht verzehret, vielmehr 

le Propos ins Werck ge&etzet — ÜRor* 

R.9 dessen Autor Werc (gemeint Meinte SBoB). 

ein @. 245 nach der Ahrt ist auch unsers 

(vicbiditl — @. 253 unsres Authoris Ge- 

ii schuldigen zween Autores (im ©oft borget 

NafaliN t'nmitis Fabelbueh unb Thesaurus 

-"vranff. ©el. Ättjeigen 3-27 besonders hat uns 

ich der Autor der engen Fesseln der französischen 

u entledigen gewusst — 3dj füge nodj eine ücreinjelte 

jnauä mufif. D«af falber 1700 ©. 84 an, ber bort öon 

itorei? rebet. ©inb bat)« and) bte ©teilen, in benett mit 

wirb, liirfjt gerabe Ijäuftjj, fo feigen fie bod) 

fal) infeit eineä an fidj ganj forblofen iBorteä. 

fibnng fprirfjt atiaj bie Sfrgeidjnung beS 

rt, ba* im ©runbe nur ben ©erfajfet beä 



198 



mibreßt Sflnaä, 



Üiaefy bem 3ni)a(t ber Steift fann ironifet) gemeint fem in ben Weiten 
Beiträgen guin Vergnügen beä Söerftanbeä unb SBifceä 1747JTII 269) 
ein politischer Autor den Rang noch über dem Küster des 
Anonymus haben. gtanjiSjt 1674 fpricfjt im tnft SRauctifajj III 104 
öom römisch-katholischen Autor, 

2öid)noet ift bie Ofrage, roer mit bem Sfutor ganj beftimmt gemeint 
fein fann. $>ie grage ift tnfofern nidjt feidjt, ba ja bie dornen ber 
Tutoren nid)t immer gleiä) babeiftetjen nnb oft im De raflge meuterten 
©inn eerfdjiebene Tutoren Rammen angeführt merken- ®anj roenige 
©reiten gibt es, bie mie 3Jtorrjof (@. 334 : der Autor des Heinke Vos 
soll seyn Nikolaus! Baumann; ©. 340 der Autor ("sßrofaift) nennt 
sich Adolph Rosen) jebe toettete Überlegung unnötig machen. 13otr) täjjt 
ftetj aus bem ©inn bed ganjen Safcea in einigen fällen ein Sdjluf auf 
bie %xt bei nom SCutor ©erfaßten $iet)en unb bamit bie ©attung feiner 
fdjriftftelTerifaien latigfeit genauer beftimmen. ©an^ aflgtmctu wirb in 
ben 3üttfy fT ©treirjdjriften I 150 Don ben , t 33cut|d)en Tutoren, meldte 
fiet) in Disputationen unb ganzen ttraftaten SMütje matfien" gefprnrfjen 
unb ebenfalls in ben fdjmeijeufäjen $)iSturfen ber 5ftafj(ern 1 (A ifc) Don 
ben „$(i!tore3 ber ^onnerStog^^i^tourjen" unb A 2 h noit ben „SlutoreS 
be$ gegeiittmrtigen glattes". £)er ©urfjbrutfer SRab bittet in &irrf)t}of§ 
Söenbunmutt) 1601 (Ott 53er.) ©. 608 ben Sefer: auch wo er etwas 
in den teutsehen rytmis und der orthographi übersehen , den 
authorem hierin entschuldigt haben; nnb $Inrer treibt nu ben Spötter 
unb 93erad)fet feinet ©urf>3 (Aromen (Sit. 9Ser.) ©. 16) ob auch wol 
auff der ander Seiten, der Author treibst sich musto leiden, Sein 
kunst vntl fleiß trotten mit füsen. So BOrtn «loch hingegen wissen, 
daß du darzu nicht bist ^nug Manns, ®ie TOor^üffrlje ©ttyrift 33om 
Unterricht in ber beutfe^en <Spratt)e unb ^oefie ift in ber $t umgäbe oon 
1718 mit einer SSorrebe tum einem anbern Herausgeber Gerieten, ber 
bann öfter! auf ba§ „mm bem feiigen Tutore üerfafrete üökrf" ©e^iig 
nimmt (f. ^Sort. '■'*. ?k b' b ) unb äJcorfmf felbft ermäfntt in feinem 3kdj 
„ben ?(utor be3 58uct)ä de la connoissance des bons livres" ('•£. 1 H 7 „ 
611) unb S. 416 „ben gelehrten Sfranfcöfijdjeu ?lutoc in feiner grammaire 
generale, ©in geielirter @ctjriftftelUr ift ouet) „ber ungenannte Slutor 
ber ftanjofifdjen ©riefe über bie roefentlicrje Steligion beS UJtenfdjen" 
(8treitfd)r. I 140) unb „ber gelehrte Stator ber Tiff«tntion de poetis" 
(Genantes; 1707 gut. Äeejfe b« tJwc). {jerber bctftetjt unter feinem 
„Stutor ber Slnttage" (flrit. Sälber II, §empet 20, 251) ben Donatio, 
ber über SJirgtU Unmäjjigteit gefdjrieben &at. — i)a\i aud) ein ©tief* 
fteller SUUor genannt toerben tann, get)t au§ ben Stfl&rfen ber Sftaletn 2 
(<5. 15) fywor, n>D „ber Slutor t*on bem ©riefe, ben mir an bnä §aupt 
biefefl ©i^turjel geje^et fmben" errun^nt mirb. Gineu ^üntanjeftrtftftener 
meint JDiottjQf ©. 217 mit feinem „Slutür, bet btefe Romane gefitvicben 
fru\ 35Q3U ift aü$ ber in Seifet Srinorren 6. 83 angeführte „Autor 
orbis picä" unb „ber finnreidje ^lutor ber Steife in bie neue Seit be^ 



$>ie neuf)0rf»&eiitf<äen QcjpiAmmgnt für „Serfaffe* literorll^cr SBerfe*. 199 















gm. 33eBcarieä" gu rennen, 3>en fablet fettttt biefelbe ©«fjrift ©, 152: 
if er ift ber Stator unb ©cfyöpfer feiner fabeln, unb niifit blofj ifjr Über* 
fe$er J \ 3n biejer £mtfid)t ift eine ©teile auä ßrjrifttflti SBolf intereffant, 
bie in tfjrer Qufanunenfieöung unier Slutor aurf) ben ©djriftftefler oe^ 
ftet)cn fanu (©tteitfdnriften I .vi): M wa& id) tjon bem Si^e gelebtet babe, 
irienet nidit aüein bie Siebner unb Rotten, ouä) ßotnobien unb Straoobien* 
fdjreiber, fouberu aueb felbft bie Tutoren §u beurteilen". 

@* ift nidjt nötig, au3 SHenante* 1707 gnl. ^oefie ©. 413 „SJutor 
ber Snüentimt" (ju einer Oper) bm 3)icfjter $a oermuten; ebenjoroenig rote 
äöeidjmann, ber bie ^ßoefien ber iDiiebetfattjJen pjammenftellte, a(£ 3)icfjtet 
angesehen fein rot II, n>enn er ©. 3 Don fid) faßt: M 2)aä Slbfencn be§ 
ÄutorfcS geljet in biefen roenigen ©tattern tjauptfd(^ltt^ barjin" . . . 3a jel&ft 
ber rf 9tutl)or ber Somöbi" (GJrrjjrijtuS 1668 Sß. ©auenj 6. 15; Wiegt 
ben Siebter nidjt au3narjni*(ü3 ein, roenn auef) s JJiDrl)ot 8, 24:! mit 
feinem „Slutor biefer Xragobieu" ben lüetfaffer einer $5er$rrGgobie meint 
unb ©. 188 öon einem ^pirtenjüiel, ober roie tä ber Änttt jelbft nennet, 
2rag>lSomDebia rebet. <& liegt ber SBernjenbuna, beä Slutor« a{§ $>id)ter, 
SBcrfaffer einer uoettfcfjen ©ebrift non b« etgentlkbat SBebeutung, be$ 
SBorte^ am nichts im 2öege, ©o tonn Omeiä in feiner Einleitung 1704 
@. 37 ßoti ben SKJerten „bei |>eiurid) öon SBelbect ober eines anbern 
3Iuctüri§" reben unb ßnurem&erfl 1652 in feinen ©rfjer^gebicbteti ©. 2 
an ben Siejet nun firf) au3 jdjreiben: An dit gering Gedicht sick wolle 
nemand ergern, noch von dem hogen Stand, noch van Einnahmen 
Bürgern. Der Author billich gifft einm jederm sine Ehr, Misbruck 
gemehnet i& hirmit, und nielites mehr, ©o meint aud) ©pec lirtj 
felbft in ber Iton, [einer £rufenad)ttgall (©alle 61) und ist die Meinung 
des Auetors darauf f gangen, dass auch Gott in Teutscher Sprach 
seine Sänger und Poeten bette. $d> fiiljre nodtj einige ©teilen an: 
glemmtnß 1660 ^oemata SBorr, (5laumburg) damit demnach sothane 
herrliche monumenta von den Motten nicht verzehret, vielmehr 
aber deß Autorin , . . löbliche Propos ins Werck gesetzet, — Wüi* 
bof 1682 Uutetrirfjt @, 319 dessen Autor Werc (gemeint Meinte So5). 
— Sleumarf 1667 üoet. Xnfeln ©. 246 nach der Ahrt ist auch unsere 
Autoris seines (näm(id) (äebit&t) — @. 253 unsres Authoris Ge- 
dicht — ©- 307 die unschuldigen zween Autores (im ©nty norffer 
bie ©Triften erroäl]tit: Xatalis Cooiitis ITabelbuch unb Thesaurus 
Poeticus). — 1772 $rcntf, ©eL Slnjeigen ©. 27 besonders hat uns 
gefallen, dass sich der Autor der engen Fesseln der französischen 
Versification zu entledigen gewusst, — 8cb füge nod) eine nereinjelte 
©teile auä Surmaug tmtftt. Guatjalbet 1700 ©, 84 an, ber bort öon 
mufifalifdien Sfutore^ rebet. ©inb baber oueb bie ©teilen, in benen mit 
%atnx ein Siebter »erftauben roirb, nid)t gerabe fjäufig, fo geigen fie boaj 
bie ausgeprägte ©erroeiibuttgäfärjtgfeit eineä «n fiaj gan^ far&lofen Sorte«. 

gilt eine rjciti^gc iSermenbimg fpridjt auc^ bie S3c^eidjttung be§ 
SSertcS felbft burd) ein Söort, baä im ©runbe nur ben Sßerfafier bei 




200 



ttlbrcdjt 9Jtfta#, 



5Berfe angibt. ISs tritt ebcnjo, roie bei S)idjter unb $oet, bie gteiet»» 
falU bie i)id)ttmgen begeid)itcii tonnen, ba£ oerfbnltefje Moment jurücf, 
2Bie bei fielen fpradiliri^en Vorgängen täfet fid) aua) Ejier eilte Über* 
gang^et! f eftfteit eit . Ob abet in jebem $all auf eine einbeurtge tförmel 
gcbrnd)t roerbeu fnnn, roeldie3 Content a,erabe übenoiegt, geht itirrjt ein* 
mal am bem 3 u f Q ni men t) a n g beuttid) beroor. 2öenn 1'forEiDf ©. 46(j 
jagt: „fie lotrb bei ben Stutorüntä barbara Üngna genannt", fo laßt 
ba£ „genannt" auf ben Hutür aU ©erfaßt jditiefeen; aubrerjeitä aber 
jagt Wor^of „bei beti Stutoribus". 9iuctj eine anbere Stelle (3. 610) läfet 
eilte bördelte Teuümg &U: „bafe man berj feinem alten Tutore bergletfr)en 
©ditcibart ftnbet". ,,©o Ia3 idj", tjeijüt e£ in ©cuTünbe&9?cluftinuttgfn 1742 
{3, 72), „bemnad) in etilem Autore classico" — alfo in bem SBerl eincl- 
Autor* — er fäljrt aber fort: „ber mir beut(id) ben «?atj erflärete". Sin 
$ebant jduilmeiftecte : ein SBurf) erKärt merjt. 3d) glaube, gerabe au* ber 
£)oöpeLfteIliing ooii Sluior tft jebe toettere WuSeiitaiiberfetjimg bereitelf. 
SoiaSe Srmägungcn tauen fid) nod) mit toielen belegen aufteilen; mau 
üeraieicfye (keltert* frit. ^b^anbtung üdiu guten ©efdjmaa* in Briefen 4, 56 : 
„MS bniit nictit getreu fcberjefeen, roenn man nur ben Sinn feinet Aurora 
auJbrüäV: ober in ben $raiifj. ©d. Anzeigen 1772 bie Stelle (©. 515 1: 
„in bem oierten ^ibjctjnitr roirb bom roörtlicrjen Söerftanb ber alten 3lutorai 
gerjanbett". Xauit gibt el ober aurf) ©teilen, bie nur bie übertragene 
©ebeutung für Stutor jut äffen, fo mieber bei ätforfjof 8. 6<S7 bie Qu* 
tammetifteUiing aus aller Art Autoribus und Sprachen, ®3 finb ge* 
roörmtid) gauj ftereotnpe, immer mieberfe^renbe Lebensarten, in benen 
ba§ 233er E be3 SlutorJ mit ber iöerfaiferbejeirfjnung gebeert roirb (»gl. biefe 
geitfenr, VI 269). 9tcumari 1667 poet. Infein ©.57 bey deu Autoren, 

— äßarlrof l+iS2 Unterricht ©. 442 kann bey andern Autm-üms 
weitlaüfftig gelesen werden. — SBeiefnttann 1726 ißoefie b, lieber' 
(acfifen @. 25 es sej das Gegenteil in den allerÄlteeteii Schriften, 
auch allen guten neuen Autoribus befindlich. — SSJeije 1672 (lr^ 
narren S, - s; 5 ein ungewöhnlich Wort in diesem und jenem Autore. 

— Worauf 1682 Unterrid)t @. 826 in griechischen und lateinischen 
autorihus wol beschlagen. — SBeiffcuboni 17H1 grünbl, Einleitung 
in bie Cratorie unb tßoefie &, 49 dass sie zwar in Autoribus dürften 
angemereket, aber nicht leicht nachgeniaehet werden, — 9ceumart 
1ÖH7 pott lafcln (STitcl) aus den vornehmsten Authorn. — SBeitt. 
g. $ru\ |)iftorte b. bentfe^en Spraa>e I. <B. 187 vmi allen denen hier 
beschriebenen deutschen uralten Autoren, — SDiorrjof 1682 Unter^ 
rirrjt ©» <>79 denn wer die alten Autores zur Richtschnur hat. — 
©e^nabel 1731 3fnfel gelfenburg 9. 87 ohogeftOht aber der gute Herr 
Praeceptor uns keinen Autoren vor-exponiren konte, 

@* ift fetjon oben angefübrt roorben, bn| bie ^erfaffer liternrifetjer 
©erte im Ul ^arjrtjunbert fetjr feiten in irgenb einer ?lrt eingeführt 
werben, unb bomil eben eine Zeichnung für bie je ©attuu^ fehlt. $>er 
3»ftanb änbert fid) in bem Sltigeublicf, roo bie fdjrifrftelterif^e Sritit 



3>tc nctif)ott)beiLtf(tcit ©c^ctdjnitMßciT für „Serfnffer Itterartfcfier aBerte*. 201 

t, nljo um hau ^afyr 17Ö0, $a& gerabe btefe fpejififd} fritifierenbe 
ünb au£lcgcnbc Scitigfeit ber Sdnriftfteller eine grojje Stnjat)! Belege für 
unfere £ werfe liefert, kmeift om heften SGeumatf in feinen poet. Inf ein. 
(Sc fpridjt 6. Stö Don Srfjottel, sft bem „jdjon oben gebauten Stutor", 
©.317 oon ben Schriften eine« anbern SBerfafferS, n(3 „btä twr gelobten 
3lutori3\ ober er fann fieb j. ©. ®. 16 auf einen gerabe oorber ange* 
führten Sdjrtftftetler mit ber SBenbung „ifet angebogener K«tot M be* 
rufen. %m fyäuftgften finb aber 91 uf Irrungen, wie lt nad) Slnleiümg 
Bnfcra 5lutori*" (©. 114) „wie unfei: Stutor Dorgejd)rieben" {&. 232) 
„fefct unfer Slutor" (@. 184} „wie unfer ftutor bejdEjreibct" (©. 251) 
«ttb nnbere mebr. $)abei muft man fidj nur öergegenmartigen, oafj Sftnt* 
mar! etnfncfj Utmncrhmgen IS einem 3Bncf> inndite unb in folgen nllge= 
meinen flicbcn&uten auf bie je* ©um liiitwieä; fo wirb bie §äuftgfeit beä 
gebrausten „Mutor" ucrftaublid). %n jroci anbern Stefleu legt er feinem 
^tutor nod) einen Ütet bei; er fagt fe> 252 „wtn unferm §r. Tutore 
erfunbeu" tmb ©, 288 „mit unfern .£r. ^lutord eigenen SBorten". Oft 
t}ier ein grofier Unterfdueb aup nennten '/ 3fdf glaube nidit; beim bie 
beibeu ©teilen gerjeu cbenjo wie niele anberc auf ben uämiidjen ©rfjrtft* 
fieller. 2>od) läfjt fidj nn beut „fitem Slutor" feftftellen, bn& eben bem 
betreffenben Sdiriftfteller ber liteleinei „iflutor3" gutam, wenn er nuri) 
nidjt r-erlieljen mürbe, unb bafs bie ,£wflidifeit jener 3eit eben aud) nod) 
bnä „§err" m>r bem ^titet erforberte, bie mir in biefem ^ftarf au*ge* 
prägten ®rab uidjt mefjr triften. (Sine fein; bepidjnenbc (stelle für bie 
iWenoenbimg be# „Stator" nt3 Stypeflnriö finbet fict) in bat •/"yrantfurtre 
(M. feigen 1772 (S. 8); 9luf bie Huffurbentng; ©rmügen ©ie beä 
iönren ©djlujj, §m ?(uior unb .f)err $ririfu£! lautet bie Antwort: mir 
erwägen itin mit bem §errn 9lutor unb bitten if)ti r ein gfeidjcä gu ttmn. 
3)w Sinrebe „Jperr Kütsc" gebrnudyt fd^ort ber für biefe 3eilP e "°be 
mistige unb oft angeführte 9feumarf lütiT in feinen pmt tafeln ©. 108. 
Sie finbet fid) in bem £5Ufur$ ©on ber ^adjnftmung ber tfranjofen oon 
X^omajiufi (€>. 44 unb 4f>) unb wirb öon beu trttifierenben ©d)rift^ 
ftefleru im Anfang be^ 1^. 3nfir^unbert§ (Otneift, Imfitntei, SBJeifjen* 
boru ufw.j ntd)t gerabe feiten gebraucht. §uuolb j|>nd)t fogar Don bem 
,^orffge(ebrien "^tutor (gat. ^oefie c 5 b ), unb in SHor^of* 3. Auflage 17is 
jietit auf ber 3iücfjeite: auft bei ©ed. ?(utori^ Stbfterben. 03 mare 
aber uidjt angebramt, au§ biefen Kriterien bernu^ auf eine djrouologifdjc 
©iitroirflung be^ Damen ageatis jum ^(jjüellatiü jn fdjtieBen; beim tat= 
famtid) ö^ben beibe ©ebrancbämoglt^ fetten nebeneiuanber b,er, unb fie 
werben öou ben einzelnen ©djriftftellern je nßü^ Öebarf angewanbt. 
'Dafür füllen nur jroei Belege gerabe au# ber 9)ätte beä 18. 3taf)rl)uubert3 
reben. 6qmabeä ©eluftigungen 1743 jdjretben 5,152 „ift ha$ nidjt 
ber iunerlid)e ©enif, ein XUntor pt werben; aber tr^ bin ber ^tutor, unb 
e5 roäte fe^r ldd)erltm, wenn id) befefyeibeu tlmn wofite" unb nod) bettt 
lidicr 5, 154 , r auf biefe ^(rt bin it^ ein allgemeiner (Mefjrter, ein ^Üiann, 
ber fic^ auf nidjti gelegt tjat unb bod) in j|e&et 3Btffenjtt^nft einen ^tutot 




202 



mtttä)i aKaaö, 



abgeben tatin". Unb bie Überfrfjrift biefe$ ©tüd* ber SMuftiguiigen 
(5, 148) lautet Uxy. Star «utor. 

(£d würbe oben in ber ©Fixierung be3 nttgemeimm ©ebraudjS ber 
Her in iöetcadjt fommenben Söegtiffe feftgefieflt, ba| ber emptrtfe^e Semeiä 
für ben Unterfdjieb im allgemeinen ©ebraud) ber SBortgruppen ©djrift* 
ftettet — ^erf öfter, SUitor — ©tribent nod) $u erbringen ift 2)ie bterjer M : 
geführten Belege jprerijeu alle für bie in beiben ©ruppen liegeube Untere 
fdEjetbung. @3 ift aber ein nufclofcä Unterfangen, einigen wenigen Seiegen, 
bie auf bas ©egenteil IjiiwKijnt, weniger Söebeutung 5u;ju|d)reiben i um 
bannt bie allgemeine Xfjeorie gu retten. 3m legten @runb follte bei 
ber iBerwenbung beä 95torte3 31utor ba$ SSert bei fflanntö babei ftelien. 
3)fl3 Tann in ber SBeife gefrfjefjen, bafj ber litet be§ $8ud)g angeführt 
wirb; eä fann aber aud) ftatt ber genauen $ud)anjriifrung eine altge* 
meiitere SÖe^eidmung oetmaubt werben. 3n ben 3)i§rurfen ber Gablern 
Ial b ^ei§t eä „ob bemnarf» juerfite ein §tutor fclbft einen guten (Sousept 
oon feiner ©djrift tjat" ober (2 ft ) „bieä aflel ift nun capabel, bem 
?(utor bie billige Surrfit einzujagen, bflfe fein öudj^ weil eS gut ift, 
barum niajtä befto befjer werbe aufgenommen" aber 6. 163 „^magina- 
tionäfpiele, mit roeldien biefet Stutor feine focfyriftcn befäet bat". Sögt 
norf) ©eluftigungen 1744 VI 58 „wenn in einer ©rffrift ber 9?ame 
beS 31utor* nur mit bem erften ?(ufangäbucfjftnben aulgebrüdt tvieb. " 
(£§ ift aber gang felbftuerfiänblid), ba& bie ©crjrif* be§ $luror£ fdjon in 
einem öortj ergeben ben ©a& geftanbeu Ijat mib ber ©inrnete bann in bem 
Seite, in bem Autor [teqt, ferjft 3)et ^erfaffer tjatte bie ©eftrift beim 
9cteberf tfjretben immer noctj im ©inn unb begnügte fieb, fie einmal $n 
ermähnen. ©o fommt eä, bafj fiä) genug ©teilen finben, wo ber Autor 
ofme fein 5Berf ftetjt, aber ger abe ber §inwei$ auf baS äBerf auä bem 
gaujen Bu)ammcubnug firfi ergibt, ©cfjou Opi(j jpridit tu feinen Ißo- 
eitiata 1624 $. W9: melden ber $Iutor al§ ben gelerjrteften uub gort; 
feligftm 9iad)folgern ber ^roprjeten mtb Wpoftel ntdjt gefeben noa} gelejeu 
bat. Unb Älopftoct fngt im norbiftben Anfielet 3, 129 (GföfaVn 66, 324); 
id) empfinbe es mit S^ueu, bn^ mir ber ?lntor unertrüglief) an^ubören 
jein mürbe; uub im ©attinger yjhifenalmanarfj 1770 (Sit SJmtmO ©. 84 
lieft mont ber Slutor foEte nur fouffliren, fpridjt aber lauter all bie 
Reiben runb Ijerum. SSJeidimann 172ö tmt ©. 10 unb 15 im §iublid 
auf eine rortiergeuannte ©rrjrift: H ^)cr ^tutor ftidit ben 9fu£en, ben ein 
Stjeolog«^ aus ber Seutfdjen Söort-^orfcbiing ^at" unb „i)ter aber ^at 
ber §err $utor gar gern ein e nacftfßleppen laffen". 3J?and)mat bient 
nurf} ein „lefetcrcr, biefer" uff. ^um ^ittmetl auf fdjon früher 65enannte§: 
£mei§ 1704 Zuleitung j. Keim- unb ftitrjtfunfi "©. 220 über schon 
angezeigte Auetores ogl. 2)t«turfe ber äNaf) lern 4, r>9 habot die Ge- 
duld zu vornehm on, \?iq unser letztere Autor schwätzet. 3u 2H or= 
bofs Unterridjt mirb auf ©. 71 mit dersolbige Autor auf früheres 
SÖc^ug genommen. Cber aber ber Sßtrfaffer eine! SöudjeS fpriebt toon 
fii) fclbft in ber brüten ^erfon unb beieidmet jid) als ?tutor, (oie 3)?or= 



$rte ncitfiPdibcittftfjen SBejeidjmmfitn füi „SerfcifT« Itterottffter Serie". 203 



bof @. 280: Wunsch des Autoris, daß von den großen Herrn diese 
Teutsche Antiquitäten besser hervorgesucht werden; ober bie §er* 
ausgebet bon ©efferä ©Triften 1711 füreeben in ber Sterrebe on ben 
fiefer x 3* mib x 7 b uon SBeffct als bem „^lurar ber fatgenben Sölättex". 
SWidjt einen befrimmter^ Sluror, fonbern überbaurd bie Söerf affer geuuffer 
Sdjrifien, roobei biefe Stiften jebeSmat ganft ottgemein genannt werben, 
üerjterit JöJeiffen&orn ©. 247: dannenhero hat ein jedweder Ursache, 
diesen Mangel durch gute Autores, die von dieser und jener Sache 
geschrieben haben, zu ersetzen, ©an^ äfjntidje ©teilen finben fi<S) 
bei 5:^omafiiö ©. 27 die Zahl von guten Autoren, und denen so 

»artige Sachen verfertigten unb in ben 93eih\ §. $ritif b. btftff. ©prad)e 
2, 409 ein unvorgreifiicher Bericht von den bekannten, gelahrten 
und berühmten Leuten und Autoren, welche von Deutschland , . . 
geschrieben. 

Sin SEuior, ber eine ©tfjrift fdjreibt, uerfajjt, ift ein Scbriftftefler. 
$)abei ift ber 8»JQ& t Mt fdjreibt, oerfafjt" natürlid) fein integrierenber 
Söefianbteil |ttt tiäfjetcn Chtlärung oon $lutor; beim e3 bürfte nid)t frijmer 
fein, ilt ben testen Ratten eben für hinter aueb ödjriftfteüer einsuje&en. 
$)aS ergibt aber bei ber llmletjrung, bo| ba$ SÖJort 3hitor and) bie 
©ren^e [einer ©ebraud)äTnögUd)ieit überfdjreiten unb gerabc bort ongemanbt 
tucrben tonn» roo mir mefleid)! efjer Srbtiftftefler ermatteten. Safür 
einige (icfjere iöeityicle: @d)Dit gijctjart treibt in feiner <&efd)id)ttlitterung 
1690 ©. 443 „$w irurfere« ^an gut ^tit^orert Sin redjt anfetien 
gfebafft: Mib jr SCutborn mern langft werteren, %$ti nieftt be§ £tua*en3 
trofft . . ." pkx feblt jeber ßufafc #i $Iutor, e3 fe^tt aud) bie $eaug= 
natjnte auf kftimmte ©ebriften ober einen ©cbriftfteUet. £üe gnttj all= 
gemeine Sebeurung „Sgetfaffer lit. Söerfe" tarnt t^iet bem Slutor g& 
ä^b "^ne bierju fd)pn ©elege, raie bie fid) in SJforbofä Unterricht S. 1 63 
finbenbe ©teile: „tjanbelt eä wx\ ben SlutoribuS, bie bierinue bemubt" 
unb bei ßisforo 1739 in feiner (Sammlung jat. u. ernftb- ©djnften ©. 35 
„bos jraente fltegift« ber angefügten Stutorum" (ogl. eine gleidjlautenbe 
©teile in 39reitinger§ $)idjthinft I 505). gef) fifctjre nod) einige 33e(ege 

§fiir bteje allgemeine Söermenbung an: 
9ceumar! 1007 poet. unfein <3. 60 ein unbenannter Autor. — 
1721 — 23 3)i£fourfc ber SK ablern Ia a der in die Gedanken eines 
raisonnirenden, wolredenden, aufgeweckten und subtilen Autors 
penetriren will. — II x s jene starke Fassion, das wahre und der 
Natur proportionierte zu entdecken, ist der oberste Ressort, der 
einen Autor in Bewegung bringt — ßlopjtod 1750 SRprb. Slufjelj« 
3, 129 (dtöftfjen 66, 326) daß ein Autor bei gewissen Angriffen 
nicht ganz schweigen soll, dawider habe ich weiter nichts. — 
9robetter 1755 ©atiren- ©. 34 alle Leute, über die gelacht werden 
kan, halten einen Autor für einen Feind. — S, 87 mein Vater 
ist Autor gewesen. — Seffing, ©ebtd)te (Sibt. Sfnft- I 105) an einen 
Autor. — ©erfcec 1769 trit. äBälber (^empel 20, 240) wenn ich 




204 



Wt&rcAt SRan*, 



die herzl. Liebe eines Auturs zu solchen Collectaneen brocken und 
neins&tzen betrachte. — Xtjomafiuä 1H87 SBon ftadjaritming ber 
$ran$DJen ©, 24 wenn sie von denen besten Autoren, zuftVi 
aber n»n denen neofißten gute Kundschafft hätte. — DmrU 1704 
Slnletrung (3- 'U haben auch denen frommen anetoribus nicht tof 
übel. — 9Jc.otl)of 1718 Unterricht 3?orr, x 3 je weniger man der 
Autonim findet. — 2Beidjmonn 3 1726 foeftc b. 9cieber(ad)jen ©.47 
an Testimonia ist wohl nicht zu- gedenken, weil es mit den Autori- 
bus nicht fort will. — Sdjmabe 1743 $eluftiguugen V" 421 aber 
ich bitte sie nur, uns Autores nicht über die Achsel anzusehen. 
— YI 449 hätten nicht meine andern Freunde, welche eben keiue 
Autores sind, meine Vorzüge unterschieden. 

W\x tjaben eben feftgeftcflt, bnfe im 16. Qatjrlnmbert nur teije Sin* 
fä^e für alle befprodjenen ©e&raucbsntögltdjtetten von „toor' 1 oorltegen. 
$>ie ftdj barau anfdjliefeenben Slusfütjrungen ftüfcen fidi jafi au*nat)mMo£ 
auf 3d)riftftcÜer be* 18, 3at)f^itbert§. $)enn e3 ift gan^ fidier, üa§ 
bie Tutoren be§ 17. 3atnf)unbert£ ftdj unb itjre ©enofjen »irfjt mit 
„Autor" betitelten, £aurembcrg gebraucht es einmal iu jeinen nieber* 
beutjdjett ©djerjjgebtcljten, £# tommt nietjt in ben Sänften ber SpraaV 
williger oor. 35wfe an ftrf> nirfjt auffallenbe Xötjadje wirb bei ber &• 
Ijanbtung ber anberen SBegriffe itjre notiere (Jrfliining finbeii, ßrit 9Jeu* 
marte poet. So fein bebrüten hierin einen Umfdjiuuiig. Qtaabe auf biefert 
©djriftftellet ftfifeen fid) biete ber Dorrjergerjan gen e n Slulfiifjrangcn. Torf) 
fei nochmals beinern, ha% in bie fem 93urfj ein attberer ©cbriftfteüer, 
namm* Äeinpf, ben erfläreuben Seil ftfjrieb unb mit allgemeinen tKücf 
roeifungen ouf ben ftatoi KntttWKT Söejug nabm. Bo ift e3 eigenitifl) 
'äRor.tjof, ber in feinem Unterricht einen au^geberjnten (Mebraucrj non biefeiu 
StuSbroef inoerjt ^tjtii fließen fiä) bie Sitetarf)iftorifet beS 18, 3ar)r* 
IjunbertS an, ©on bier gefjt eä in bie mifjenid)ajtUrf]e Spradje fei 
IS. ftofjrtjttnberte über: Sfjomafiuä unb bie ©dnueijer oerroenben c3 fo 
fjäufig, rote bie @ottf<f)ebfdje ©djule — bei ffiottfäc-b fetbft ^abc idj 
feine Belege gefunben. Ol beroeijt lein SBerfäwtnbcn beö Sorte*, roenn 
bie SBeluftigmigen ©djronbes einen bent „Autor" getotbmeteu jatirifd) ge- 
haltenen Slrtifel enthalten unb Stobener e3 manrfjmal im ircmijrfien @mne 
gebraucht. ftn roetcfjcm annäfyernben S)erl)ättai3 eä $u ben übrigen Sc 
jritfinungen, befonberä ju „SScrfafier" fteljt, mirb roeiter unten ftar roerben. 
3n biejer üöeife gebt e* anmnbüd) in ben allgemeinen Spradjgebraud) 
ber flajftjdjen ßiteraturpetiobe über, um bninit aiirtj (^emeincjut bec ge= 
)diri ebenen unb gejprodjenen ©pracfie überhaupt JB merben. 

3n btefer 3eit roerben anrf) einige ^ujammenje^ungeu gebilbet, mie 
Natioualautor oon ^erber in feinen Fragmenten (^entpel 19, 217): 
ein Origmatsdiriftstdler im hohen Hinn der Alten ist . . beständig 
ein Xatioualautor; unb Schulautnr in ben Setufttgutigefl 1743 (V 302): 
SO würden wir weit weniger Schulautoribus aufzuweisen haben, 
$aju ftfCcn firf) — a&geje^en öon ben belegen im ©riinmfrfien 3Bb. — 



SMe ntu$orfjbcutirijcn ^jeirfjmiitaen fflt „Starfnflet Itterarifcftct Seite*. 205 






mit Hulor alt erfter ©teile: Autoreude bei Paktier 1788 fremibjtf). 
Söricfe (2*2. Wa\ 17S2) ©. 319 daß ich itzt so ernsthaft von meinem 
Autorende spreche. — Autorgeist bei ©leim nn Ä'lcift 1748 (|)empe[ 
2, nii it nimmt sich auch die Mühe, seine übersetzten Horazischen 
Oden Stück für 8tück durchzugehen und genau zu kritisieren,, 
was für H. Laufens flüchtige Feder und empfindlichen Autorgeist 
ein vorteil hafter Umstand ist — Autorkreuz in •Bd^voabfö iöefufttgiuigen 
1748 (V 151) sollte ich aber ja wider Vermuten durch ihre Weige- 
rung das erste Aufcorkretiz fühlen müssen. — Autorschaft, bei ffiabener 
1788 fieunbfä. «riefe (22. SRai 1752) @. 211) mit dem vierten 
Theile den Lauf meiner Autorschaft zu vollenden. — ©nnnenfetö 
1768 Briefe über Siener. ©ctjnubutjne iSGBtener Keubrud S. 40) die 
Geschichte meiner Autorschaft werde ich Ihnen nicht vorlesen, 
nun hören sie ein kleines Autorenabeatheuer, denn in Wien zieht 
die Autorschaft gemeiniglich kleine, und oft auch wichtige Vor- 
falle zu. — fiaröen 1771 ©Ml, Ü)iufena(manacf) (Sit. SBevtc S. 75 1 
denn, kurz wie unsre Tage war meine Autorschaft — Siegen ITM 
Überlegungen b. SRömer ß. 100 uach noch mehr als 160 Jahren 
lieferte Küster seine Übersetzung und erschöpfte beinahe damit 
seine ganze Autorschuft 

9hR einen einigen $e(eg fnnb ief) für bte Autorin in ben SBe* 
fajiüjimgen 1744 (VI 382) wer weift, ob nicht jetzo, da ich dieses 
schreibe, eine Hand mit Armbändern, durch meine Aufmunterung 
bemüht ist, dem Autor eine Autorinn an die Seite zu setzen. 

StAtentQl 



£id)tttt!fller GlofTtre. 

sßon 
Dr, g(fieb §olbcr. 



2id)teutaler fcanbjrijrift 81 i'frftfcr 10), feit 1889 in bet ©rofjE). #of urtb Sanöeö* 
bibliotfjef In Äarßnife, entfjätt auf f. 122 r 1— 123v2 bte Gapltutatlon ju ben auf 
SM. 100*1— 193*1 üoii beutfdjer fmub beS 15. «Ja&rljunbeTtt* &efd)tiebenett Ex- 
cerpla ex pratica magistri Wilhelmi de Congenis unb ex libro qui inlitulatur 
Thesaurus pauperam. ßuiififjeu blcfcii StapitclongaLieit unb be« ÖUiäiüflen finb 
auf S3f. 1-24 r— 141 v üi {iciitfcfier itnb (atdmfrfjet &pra$e eine materia mediea unb 
ttatiiriDtffenfd)dftlld)e SHJörterber^d^uiffe, f orale tmn MS— 188* £»dlmtttcl In 
(atcintfefjer <Sprarf>e etngefdpltet. 

5m 9? ad) [teilen ben gebe iefj bie lateimjdVbeutjtf}en ©(offure, bte, rote fid) 
auä ben 9ia ttbbcif d^rif ten ergibt, jjunt %ni auf SBUljrimus be tlongentö 
prüdgefjen, »on betn auefp ein Erfurter, Codex Amplonianus $ol. 9fr. 267 
Jöl. 151 — 162 eine öon bem um bie ®efd>id}te ber §etl!nnbe (JDtfjper^ 
bleuten ^rofejfgr Dr. 3u(iu« ißagtl in Berlin bei @eotg Ütetmer im 
Sfcfyre 1891 Ijeraul gegebene Sljirurgte (modus et consuetudo operandi 
a quodam diseipulo eius descripti) Detttxtljct. 




206 SUfteb £ 


>*!&«, 


De Cong, ARthimesia Matrisaria 


Arilli sunt grana vuarum 


bybüß 


Alapsa aluta galla e'cbapffel 


Änthos flos marin i froris sunt 


Attr amen tum att»met 


parui flores et albi waf 


Asplen scolopendria hirezüge 


blümö 


Anthofili maiores gariofili muf- 


Acaeia est succus prvnorum 


cate neglin 


inrmiturorum 


Aloe tres habet species epa- 


Altea bismalua 


tiemu titrmum etcaballinum 


Adraguis potulata borgle 


sed singulariter pro epatico 


Atantum vrtica 


in teilt gitur 


Atlianasia thanacetum Renvau. 


Apomel est aqua frigida cum 


Anixium cyniiiiurn dulce enls 


molle mixtaeteciaraydromel 


Ailiuni tyriaca rusticorum 


et fit sirapliciter sine decoc- 


Arnoglossa plantago uiaior 


cioue 


Aristologia rotunda holwürcz 


Antimon! um est vena terre 


Aristologia longa niedwurcz 


Asa fetida est gummi 


Abrothatiura 


Absinthium centonica w'mttt 


Alleiuia panis cuculi 


Amigdaluni dulce et amarum 


Alba pla 


mandel kern 


Anacardi sunt pediculi ele- 


Auripigmentum orpormet 


pbantis apotekarij habent 


Alcanna est herba transmarina 


Amid' coquitur de frumento 


Acedula Ampffer 


et 6ii ot albe torte 


Agrimonia adermeng 


Ambra spernia ceti et super 


Ameos carui 


mare oolligitur 


124 T l Asconicum 


Acorus radices gladiole fw'tef 


// Axistologia aftrencz 


Amiod aeuni luter falcz 


Alosantus w^mit 


An et um tiJle 


Agrimonia lappa in versa 


Azara bacca gariofohis agrestis 


Anthora andorn 


ha fei würcz 


Accorum fwertel , i . fluuialis 


Agnus est arbor castus mul- 


gladiolus 


tum similis satici markte 


Abrothanum ftabwurcz 


Atriplex 


Azon mgriin uj hußw'cs 


Alanten alun 


Ambrosiana 


Ali piados laureola ringele 


Acerra gündelrebe 


121*2 Agaricus fuugus fwam 


Arnoglossa weglch ul fchaffs 


AmantUla portentilla fugit Va- 


züge 


leriana 


Argilla leime 


Aspaltum bitumen fudaicura 


Atticum mel hubel honig 


Anancta 


Azarum hafel wui'cz 


Atantus capillus veneris ert- 


Abrotapü gerte wurcz 


Amurca est fex oley [rauch 


Aizo barba Jouis 


Apiuni 


Ancusa diftel 


Acct.um ettien 


AchiUca garwen 


Argentum vinum kecksilber 


Astriza aftrencz 



yicfttettlalet ©loflare. 207 




Alosantus benedicta maior 


Amonius papauer 




Afpgus offen äuge l napelo 


Actis holdHif co meaccisebtiluin 




Agalifes neffel 


Arctotidas wecgolt'ber 




Ascolonium efchlauch 


Agnosperma 




Anarola gamdria 


AmaricuB i. mirtus heide 




Alteus buira 


Attrix holaud^ 




Accoro hafel wurcz 


Amonium rosa agrestis 




Asfodillus uel albucium wild* 


Alarus pulegium malus 




lauch 


Ampellas vitis alba 




Agalis lolium 


Acbantus semen vrtice nigre 




Anxfnous wilde roß 


Afrum . i , album 




124 T 2 Altea ibisca uel malua 


Acer heil rebe 




asiana 


Alf eta . i . farina 




Alumen bechfteln 


Ambrosia . i , fwertela 




Arseni///cum origmeut 


Amoraea 




Antcra marubium 


Araonium bimenta 




Alopia grint 


Accis sambueus 




Araaracus lauetidula l caffa 


Agrimonia aquilegia 




Alumen gier 


Asirum uel asnrium uel wlga- 




Alota uel aluta 


gine hafel würcz 




Appiata 

Agou uel canabushanff ut ag 


Anagolum roffe bübe 




Auxugia Tmerleip 




Aeitclium gropp 


Albugo daz wiß T dem eye 




Astula glissts que nocte lucet 


orS Advantos betonie 




Arua mer blüm 
Aurugo gelfuht ui ut'ica 


Andraganis bürgel 




Am an tili a Valerien 




Apoferasis iteracio flethomie 


Armoracia hi beneile 




Astiuna malua 

Apollinaris , i . finicia herba 


Agaricus riite fame 




12,nr2 Alllpiades eigellfnge 




Amachitus blut ftein 


Abrofconhim garthage 




Alga 


Aealipa beit^ ueliel , 




Ascola 


Agaricum dz felbo 




Aquilegia fto'cken fnabel 


Apium niercke od' epich 




Anagallis müfer ut roß/bube 


Alchana erdapffel 




uJf fwarcz wurcz 


Achorus gott fwertel 




Alapadü hafen ore 


Agrimonia acker blüme 




Atriplex gündel rebe ut melde 


Amarusca hündes blüm 




Agaone vcrniicularis würm 


A.«iara baecana hafel wücz 




wiiwA eadem barbarica 


Aue aperma hafen bere 




Alfus , i , macula 
Aehacia flehe 


Auancia hafen würcz 




Anioriaca hederich 




Ap'fuluuus weckgolt' 


Atropassa bolder blüm 




Andrago semen portulate 


Alleluia kurkufl lauch 




125 r l Alba spina bagedom 


Althea wilde bappel 




""" 


Acus müseata krauch fnabel 





208 «ifreb | 


reib tt f 


Acotilla kaczen zagel 


Basilica baft lieb 


Arnidos lodicke 


Barsniota garmycz 


Ambustuni lotl^kalch 


Bugalla hundes züge 


Acoropaßea mifteikem 


Brionia heiligw'di- 


A derma neflel fat 


ßismalua groß pappel 


Adyantos neffel würcz 


Baca laliri 1 orber her 


Arsenicum oprfment 


Bancia morhen 


Aspergo offen nabol 


Basilta möde wurcz 


Auroola rfngel 


Basilicus meid krüt 


Anemo rot man 


Bulmago wibs krig 


Antei'ü roleu Int 


Bjaßica rouülchel 


Alga rein graß 


Borago Jcharley 


Acedula für anipffer 


Bruschus boin wolle 


125* 1 Acaeia flehen fafft 


Bassani wild« 1 etile 


Aquileia aglev 


Bulbus zwibel 


Absinthium w^mut 


//Basilisca madelg regina her- 


Araogtossa weg*ich 


baruni 


Atiuala wilde inte 


Betoma benedieta uel latteria 


Artinea wolffs diftel 


Braziuin 


Agaones rot würcz 


Brasieia 


Ainn ort iiiiß 


Baecarus bafelw ücz 


Apiage bful'uge 


Bilis gatla 


Aprastellum hanfuff 


Boschs aeeetum et aqua 


Aiiellana hafelmiß 


Beta wegich uf hreida 


Ambrosiana hymel fhißel 


Beta nigra mangolt 




Burciola bürczel 


Bvglossa oflenzüg Hüßel 


Baldemonia berwurcz 


. Or. Bulaquilon alriin 


Battica h lind es zünge 


Baleta andern 


126 r 1 Balsemita sisimbrium 


Barba Jouis hnßwürcz 


• nlnrem habet aliter dicitur 


Beta bifem 


Eradea 


Bulbuk offen züge 


Bland« mia eaiidel wi'nvz 


Bracheus feüenbom 


Brionia zitwürcz eoneurbita 


Britnla Tnlt lauch 


agresfcis 


Boletum fwain 


Britanica byboß 


Bach us ftüde 


Brutola eepe mymita 


Bethon ica betonte 


Bulmerga lapueiü 


Bahamas balTcnhnni 


Bulbus nareissus agrestis 


Brünella briinwurcz 




Benedict« benedicte 


Berula fnngo 


Branca vrfina be^kloe 


Butracion wilde morch 


Bolus gelt l'tein 


Bulganiea liafel wüez 


Berula bern züge 


Baulauscia flos maligranati 


125v 2 Bombix bom woWn Tal 


Borith cai'dus herha fullonis 


Baisaturawafi'(fin.©c^Infe)raycz 


kardos 



i't*tentoler OJlüffarc. 209 


Blitus brißlauch 


| Unten Qin ÜHanbe Barba // 


Briscones 


Bursa pastoris . idem est, 


Bulbi 


(juod Crifpel . od* Blut- 


Bammä tinctura capillorum 


kruej] 


Barati fremdes spinarum 




Bdellium folliciduni vlini 


L26 T 1 Claut'um viola 


Bubukm 


CroeomaWgiiLu 


Bosgkaaa 


Cardus eb'wiircz 


Bathosia folia rubi 


Calta t'ppta 


Bomades seoien napis 


Carue veit kümel 


Balistum millefolium 


Caduiia maffin ftein 


Betiü 


Coucurbita Cürbß 


Bacida viola 


Cardo karta 


Bissada ruta agrestis 


Calamina nebta 


Boltus hirßhe züge 


Carue rotten 


120'2 Bollum 


Canicufata bÜfen 


Betonica bethonfe de CougS 


Cieüta fcherlmg 


Barba Jouia hall lauch 


Caoabus hanff 


Baucia 


Caphara 


Boragu borag 


Centenodia wegebreit vi fcheff- 


Blionia wilde kurbß 


Callsta [hewe 


Brauca vrsma beni wuez 


Oüüaolta heil würcz 


Brasica vngepläte kole 


Celidonia fchel würcz 


Baibus oniuis radix truncata 


(.'uliamlnuii 


dici potest 


Cerifolium kerüel 


Bahvnun glans clo egiptü 


Cauepa baaff 


Bomeos gummi arabicum 


Clera ephowe 


Bardaaa 


Ceutana wurm würcz 


Borax borif 


Camitrius gamaudrea 


Bolus est veua terre 


Coro tum 


BedeUium gmi est 


Gott US 


Belliricus est genas niirabo- 


Oidonium kfitftan 


larura 


Cassatrum bech ftefn 


Bulsainita meiita aquatica 


126*2 Citisus kle 


Betula 


Calta befufüg 


Beta idein 


CapUlus veneris Rein farn 


Balsamus est arbor 


Ceutenodia fpurgraß wegtredt 


Balsam« m baJJarne 


uel sanguinaria 


Bacus morbaüm et moru haci 


< ..■iüoglossn huudes züge [coco- 


est fragten 


nia comiüj 


Basilica draguntea ad'wü'cz 


Coloquintida wilde kürbs ul 


Bacce lauri lurber her 


fpriiu'z wurcz 


Bismalua ybüch 


Calofouia foknanl resiua frixa 


Basilicou Itiifilio 


Consolida maior uel solago 


Bargaros 


loch wärcz 



210 Klfteb ßol&er, 


CacuJIi 


Centluapü sulphur vniü 


Consolida minor cftes wucz 


Cromella , i . pife simib's 


(jiie in marcio dat florem 


Citrium ponium de cedro 


Calamum aromaticum dudel 


127 r 2 Crisantinum flümi flos 


kolbe 


Ciparus cortex sambuci 


Coliconus laticli que in cibo 


Caries würmel 


suruitur 


Casia pigmentum Optimum 


Cucum eres uel pepones ph edem 


Coconidium wilde kurbs 


Collocasia 


Colocasia wilde m?cz 


Citron uel mumm hfrfe 


Corurabus baca hed'e 


Comoactus uel ebolus attich 


Cifarius roß mertowe 


Celsa morbaüm 


Corna ruta 


Camatriani gamandrea 


Causeon grece febris incentiua 


Centenodiauelpropsperina we- 


Conocarpus mix pinea 


getrede 


Cinotoria semen malue 


Capparis 


Centaurea fei terre ert rauch 


Cerotum plastor 


Crisoloeanna . i . tribich 


Canterus bechir 


Cenissa , i , flos phimbi 


Callus 


Ciliacus verch wüde 


127 r 1 Chius krichbom 


Citllrcvii'tios gefwer 


Carpenus hagenbucb 


Currentia 


Calta kletto 


Caasie foha wilde mycz 


Cirpus uel eiperus lunccus 


Cidonium quftten 


Cantabrum furfur tritici 


Cardiacus malum sudorem 


Colurmis 


ha bona 


Columbinä cardo agrestis 


Cizonus dulooranientum 


Cunemelc c a 


Caulicolns toi graß 


Cardoiutiuium nasturcium 


Caulis .sandici coloris wetinkol 


igvesto 


Castorea bernwu'cz . 0. 


Cinicus 


i.'vtonla küttin 


Canabus uel carbasum hanff 


Cecomdion kell's halß 


Canca man de] 


Consolida wal würez 


Calci tes os vstum 


127 v l Columbinä voge! wucz 


Condoloma dolor uel tumor 


Camomilla wifen plünie 


Carlo la [cherlfng 


Columburia nat' wücz 


CauJis eaulis romana 


Camlata bilfe 


CapiUum velt kümel 


Cepa zwibel 


Caimin augrtein 


Chumimim kümidi 


Cenoria uel cisinoria cortex 


Cicuta wüt'fchling 


inali gjanati 


Cymare zitwan 


Contemplata pxduis ad omnia 


OariofiHum ne£e] m 


vieia 


Carioftlum benedicta herba 


Clipsiderum purgacio ferri 


Ciclanmw er*.apffel 


Cassameon balsarnum 


Citore hlndafi 


Canulenta capilll porri 


Calca binfuge 



et^tentolit ölöflim. 211 


Cassilago bilfen krut 


Centonica w^müt 


CftBtoreum biber geil 


Condisi l'täponfe 


Cerola blywiß 


Classa gummi juniperi quan- 


Campfora camp her 


doque sumitur pro mirra 


Castanea ketten 


Caprifolium ffndowe et mater 


Ciiton klo 


siluarum 


Crassiila druß wiicz 


Cotonidium rlngel fat 


('imiiilf'm iliftol 


Caliculata cassillago 


Crassula maior heiß pfeffer 


Consolida maior gaheile 


Grass ula minor kaczen wurcz 


Consolida media fin grün 


Crux Xpisti ampffer 


zijt lofl 


Centern orbia egel graß 


Consolida minor wüfc krüt 


Qtfmt galli han henpt 


Canphora canphord est sucus 


Colica fetida hundes züg 


cuiusdam herbe exsiccatua 


127 T 2 Cepeconium liollauch 


Carica est ficus sioei 


Centrum galli han kamp 


Calaraus aromaticus est aput 


Calca trippa karte 


apothecnm 


* i ispnla crifpei 


Costura herbe radix trans- 


Calca vi na led* kalek 


maxie 


Cougafrun 1 tippe 


Cassia fistula fructus est 


Camedivos ort apffel 


Cassia lignea aliud est 


Crisolocanna 


Cengelis rapa ribe 


Capillus veneris 


Cantarides sunt musce oblonge 


CamoniHa meid bliim 


sed cinifes sunt minutissima 


Cameleonta mlTrel 


volatilia 


Goctana karten 


Carampia 


Calendula rtngel 


* Calamentum bachmycze 


iiiiinn rar 


Caretici müfcate 


Calanientura Rein mycz 


Cinapis fenff 


Crocns faffran 


Ciua hagebutel 


Coruica trachn würcz 


it8*2 Celustmm 


Cardamtis wild kreß 


Cardian . i . orificium sthomachi 


Ciror wild kümel 


inde passio cardiaca 


Collocasia wild myncz 


Cerasa kiriJTen 


Centonica wiirm krut 


Cerusa bly wiß 


Corigibilia weg wode 


Caparus est herba 


de Gong, CAulis kole krüt 


Castoreum 


Coriandnwi semen est 


Cubebe fruiex est cuiusdam 


Coliandrum 


arboris 


Coloquiutida concurbita alle- 


Capillus veneris ertraüch 


xandrina 


Cipressus arbor est 


Ciclaraen fü diftel 


Oj uumonhim cortex arboris 


128 '1 Carui 


Cameleonta diftel 


Camedreos luge 


Centiueruia wegtreite 


Colofonia pix greca 


Crassula maior wluelag 


3fo*B. IX. 


15 



212 «ifrtb Reibet, 


Cusarius fpinelbom 


Dyoiiisia wegwät bliinie 


Cauda eouioa 


De Cong. By&tödium stam- 


Catapucia erula 


monea ftäponfa 


Cotonia q'dera 


128 v 2 Dragantum gmi est 


CaLx kalck 


Dyadragantum confeccio 


Cerobatanum yfen krut 


Dancus herba asinina 


CentetUHÜa knopffwüez 


Dapuluslorbäura inde darapna- 


Canabinum hanff 


leon .i. oleum Jaurinuni 


Ceca zwi bei 


Draguntea serpentinaria ad' 


Cepa aoglieusis engeis fepe 


wurcz 


Cepcüniü hollock 


Dyptänus diptan 


Cestron bathonfe 


Dyodea 


Centrum galli hau heupt 


Dacüli sunt fruetus queren tes 


Collirium est confeccio ocu- 


in transmarinis partibus 


lonim 


Bendies rosa marina 


Colubrina lingwa adVürcz 


Betonica siue veronica radix est 




Byabrosis . i . corrosio 


128 T 1 Diptänura wiß würcz uel 


Dardana vngula caballina 


pulegium agreste 


Dyafragma est intestinum 


Barenuim . lapacJUfö lattich 


Dyatroma interpretatur aspe- 


Dissinteria vß gang 


ritaa palpebrarum 


Doalea offen züge 


Bragtna est pondus 


De »rata 




Drauota 


Eviseus malua ortensis 


Didimus hafen ore 


Ebohis attich 


Bampnus baca luuri 


Electruniestvbi quinque partes 


Daraasonium nasturcium hör- 


auri et VI argenti sunt 


tulanum 


Elleborum album nieß wahres 


Bragaganta . i . nerui de ele- 


Elleborum uigrum Twin wu^rcz 


fanto 


ul fiter wurcz 


Dragantus rjuod in attnimento 


Efforbium orenleini nl mittel 


naseitur 


sunt 


Daucum creticum pestinate 


129rl Excelerata hanfülT 


pfBten 


Emorroyda 


Daphnis laurus 


Eliotropia rfngel uel fige marf- 


Duriginus vua canina 


wi'nvz 


Diuretica vrinam prouocaiitia 


Enula alant 


Di.-frutum . i. incoctum 


Ermodactilus zitloß uel allium 


. or . Dancus hüdes tille 


agreste 


Digitus ve ? hüdes züge 


Erca wiß rayncz 


Damasonium kreße 


Erafolium fnltlaiich 


Dampnidon lorbaüm 


Eruca siuapis albus 


Diasmida lorber 


Eupatorium marrubium uel 


Dyadema päppeln 


agrimonla | wild falbey 


Dactili dacteln 


Erbüm tricli 



IHtitentdtt ©loffarc. 313 


Edera ephowe eo qtiod adherat 


Epitbimum est benfuge btüm 


arboribus 


Elechiarium quia fit de specie- 


Eusole brach wucz 


bus eleetis 


Elaterium . i , suens de cucu- 


Ebeuus est arbor incremabiJiB 


mere agresti 


[am linfen SRanbe Ebeuus est 


Eupatorium . i , radix agri- 


arbor. quaiu nulius concre- 


monie 


mat ardor,] 


Eleosraa rasura napis | Deforis 


Emi interpretatur semi uel 


Epotalium Tngula caualli 


dimidium inde emigranea 


Ebenum attich 


passio quia dimidietatem 


Epithinium qu od super thinium 


cranei occupat 


uascitur 


Entera . i . intestina inde lien- 


Ennulina celedonia 


teria et disceiiteria 


Erissmus dottern 


Esula. [wolffes milch, frutex 


Eris fios dragantus 


cuiu&dam arboris] 


129 «-2 Eron lilium 


Ebulus attich 


Erceutilla appiata 


Edera terrestris 


Erporis eruca 


Edera campestris 


Epifora lippitiido oculorum 


Edcra siluestris 


Enangria cardo 


Ebur hel[l aus r]ffebe(n 


Euiscus altea 


Emag sangwis 


EpLfoluni barba Jouis 


Emagogum . i . sanguinem 


Esisimon menta 


educens 


Elefantina sicca lepra 


or. / Epricliimum klefat 


Endigma . i . confeccio 


Enucedo brach wa'os 


Epiforas . i . decursiones 


Ematites plat ftefn 


Elixum . i . in aqua coctum 


Endiuia fü diftel 


Eptstönoytis . i . Uia dolentibus 


Ercularis grenfich 


Ernigraneus vernris vel tym- 


[Eufrasia äuge troftj 


porum dolor 


129 v 2 Euforbium hones wucz 


Epatica leb* blüm / CongS 


Epatica leb* krut 


lebor9 ftäponie 


Eliosmen mycze 


Euforbium gmi 


Escula miftel 


Eupatorium wild falue 


Elocopia fprino krüt 


Ebrium idera est 


Esbrum Guben blüm 


Elect'ram sucus cucumeris 


Esula fchodeck 


agre&tia 


Eruca wild fenff 


Endiuia diftel uel lactuca 


Eufrosiua wünt krüt 


agrestis 


Epatoriuni wild falbey 


Emola biffara rata 


Ereus wad würcz 


Elsium gumnii populi arboris 


Eptinio bin blüm 


Eruca tam herbis quam semea 


Elicon poley 


latticb 




129 T l Epichimum . ü subposi- 


FAgus bucha 


torium plafter 


ffraxinus afch 




15* 



214 



Äffrtb $otber, 



ffilex farn 

ffebrifug'a aron uel metrey 
ffnngtis Twain 
Eflangua idem 
ffrafolium 

ffenogrecum krieß blat 
ffasoni wegerich 
ffenicum vonehel [auiftt lo | 
ffrunientaria [ftepffwurcz.] 
ffelieitas 
ffrtia fcx vini 

I30 r [Mm obcrn ÜÄanbc fflammula 
reneris leontopodion cacca- 
lia pedeleon bnimariaj 

130 r l ffisag*a .i. v, digitorum 
ffinicia 

ffuligo ruf fugia in tecto 
ff ü . i . Valeriana 
ffisaria palma cum datti* 
fferola roß maior 
ffastidimn fodo 
ffiJecula eich farn 
ffluto foJiura ue! cortex de 

caidomoma 
ffarfam vugula caballi 
fflen eurtex de satubucö [omi# u] 
ffluinmi» . i . Madonna 
ffipmii « 

ffel terre centaurea 
fficea tiel punccio ftechn 
ffeculla birken 
de CoogS fflamiila pep'krut 
ffilipendula herba i 
fenu greeum herba est 
ffascol Pruotafl sunt 
ffaba lupina 
ffabe bouen 

ff A llll<) I' 

ffilniiiü oppiata est 

[80*2 ffilon e*t aurum purum 
ffebrifuga aron 

ffinelU est apostema factum 
de colera natural! 



ffuna est apostema factum de 

feile et sanguine 
ffel galle 
fficatum . i . epar uel iecor 

letf> 
fferrngo rotte 
ffruroeutum körn 
rfructus fruht 
ffiimus terre ertraudi 
ffinat'a vate-riane 
ffeniculus venclii'l 
ffeniculata 
ffarmeutum 
ffeniculata 
ff los cyriacus 
fjQos malue 
ffarina 

ffurfures klien 
ffraga ertber 
ffren est pellicuia inde freuesis 
ffinix alant orb 
fflanuibt 1mm knit 
130 v 1 ffumus terre b ü cks bart 
ffenum howe 
ffagnla ack T krüt 
ffructus i|iiereiüns eich kern 
ff»] ix varu 

fflores sambuci hnldblüt 
ffolia lauri lo'ber blat 
ffilipendula groß ftein brech 
ffe^rugo fincer 
fformeJla fiechwütez 
ffrutex ftude 
ffenicolns venehel 
ffragia will knit 
ffraeiu wurm wu'ez 
ffulfur labia will poff> 
fferrngines vilfpen 
if,is.i.*uhis gebündlin 
fflanpus fwnni 

ffiseus myM 
fflaticida ampffer 

Gennabari auripigmenttim 
Milieus . i. crocUR ortulanus 



l'tditetttriUr ©tefiate. 




Glicon boley 


Gladiolus fwertel 




Git brotwürcz 


Galbanum gumnri e^t 




Gingaralis bilfa 


Gummi arabicum 




Gelisia nief wücz 


liriu'iana wfi wurez 




Galice naht Munt [ris 


Gallutü han heupt 




Geneiana herba montana cappa- 


Genesta uel genestella esoeus 




130 v 2 Gips gipsus uel gipsa 


est 




argilla sicca 


Gayda rinctura est weyt 




Glecim miistum 


Gamaadrea luge 




Gala lac 


Ge , i . terra 




Gladiolus palud(ensis) wade 


Gcta est quoddam allium quod 




wucz 


est in radice brimiii« 




Grime uel larduni fpeck 


Gagathes lapis est 




Orimilla naseitur in miiris et 


Gemorrea est fluxus spermatis 




est similis vicio 


Gipsus est terra glnfcnioaa 




Gilla de terra eiche] 


<üis aninial glis terra tenax 




Geron kranich wu'cz 


Glts lappa vncutur 




Giriua farina de parietibus uel 


131 r 2 GSacäa gult. würcz 




lignis 


Glitemim pnlegium regale 




Gipteria flos maligranati 


<;Userta3 lumbrieus terrestris 




Glissida hastula nocte hicens 


Gibbus boa* inde gibbosus 




ftligamis boley us ortensie 


Glicia lacricie 




Gifa tunica srrpi'iitis 


Geniculata wegbreit 




Glandosaria morhel 


Gerfa sie fit Kadices draguntee 




Gluria rrsina 


terautur sueus extrahatur 




Gilber Brth©mema 


it aqua apponitur et djmitta- 




Grecaoica heit 1 noßel 


tur donec fiat limosum 




Güraen resina 


tunc desiccetur ad solem 




Günga rapa 


et vsui reseruetur 




illuin-ia viola 


Geron körn krut or5 




Gerania ignis 


Geneiana eneian 




i M.-rsis , uti . rchreppbä 


<iriicsta beide 




Glarantes . i . drcuivnteB 


lirrtinca heit^ neßel 




De Cong5 Git. nigella rade ful 


Glandis eichel 




rifch] 


Gamandrea gBttftdß 




131 r l Granura solis hirfe 


Galgana galgan 




Galla eich apffel 


Grandes ruß ntfM 




G a llacia gallicze ftein 


Gladiolus fwertel 




Gariofilata benedicta 


Grana solis füne wirh^l 




Gariofili niüTcate negel 






fialungu idem Mt 


Hedera ephowe 




Glielda pyonie 


Hediosmos myez 




Glicia est confeccio 


Hinula alant 




Gratus faffran erocus 


llrxamimbifdorn rosa agrestis 




Galac lac acetosum 


Hyrundinaria fchehvu'ez 





216 aifreb §ol&er, 


131 v l Herba scelerata hanfüß 


Intiba hinklaff 


uel apiurn siluaticum 


Ierobatanum yfinin plantago 


Herba graminis bogewiircz 


Iacü vinum 


Holisatrum fnitlauch 


Ictuatus clenieus paraliticus. 


Heliotropium ringel 


vnura sunt 


Herbile erwiß 


Iunctus triangulus wetegange 


Humulus kopffen 


uel watewürcz 


De CongS Hermodactili sunt 


Ipericum h'tboweruta agrestis 


fractus _ 


aliter kaczenzagel 


Hypericon lat Joh krut 


Ibiseus ibifch 


Herba perforata holwurcz 


Eium 


Hvpops , i . cauda equina 


Iris iüirica fwe'tel 1 reg£ vwcz 


Hyponielides sunt quedam 


Inpetigo heiß blater 


poma 


Impedigo 


Herba thuris 


Intemstus scortia meridiana 


Herba marie 


Iustiaria mercorialis 


Herpes est dolor circa ventrem 


1321 Irius fVtela ortensis 


Heraiola ruta 


Isastrus baca hedere 


Hjalode 


Iufquiamus carriculata 


Hydragos . i . argeutum viuum 


Isopus berba maritima 


Harusa mandragora 


Eenum Centenodia 


Herba sancti Spiritus heiliges 


I e relion plantago 


geift|tes wurcz 


Itia raphanum 


Herba petri Du fels bete 


Iscus viscus 


Herba britanica meu 


Italica uel solatrum 


Herba veris i. primula verisjzit- 


De Cong5 Iarus barba Aaron 


lufeu 


Iris et Ireos similes sunt 


or5 Herba ruperti Mmol floßle 


in floribus cuius quatuor 


Hermodactili zitioße 


sunt speeies vnde versus 


Herba fortis. hefdenfche wunt- 


Iris purpureum florem feit 


krut 


vtsos album gladelus cro- 


131 T 2 He'ca britanicum hinil 


ceum sed spatula fetida 


wu'os 


nullum hypoq 'seidos est 


Herba solis holfnicz 


füngua 


Herba ruperti ornal 


luniperus ciperus babüonicns 


Herba perforata 


lunctus triangulus idem est 


Herba paralisis hymel flu Bei 


Intuba 


Herba petri petcrs wurcz 


Ippia . i . morsus galüe 


Herba violaria viol krut 


Incubus est morbus et est 


Hedera wedwfnde 


demon 




Iacinctus flos est lapis est 


W lab m 


Iacinctus homoque est 


Icteria gelfucht 


luiube sunt fructus 


Iuuiper weckolter 


Ipopia , i - tenebrositas 


Tonis barba huji wurcz 


132 f 2 Isia ceutaure 



Viditentater (äloffd«. 217 


Ibiscus 


Lüml ista colleccio uel resina 


Isica . i . serpens 


de hedera facta 


Iafer semen Iücci 


Litns amattitus petra sangui- 


Ipotbesis , i , catharacta in 


naria 


ocuhs 


Lupini cum inerlfnfe 


Igia . i . sauitas uel saluatrix 


Lent°libauum roß maruius 


Iunci binßen 


Latteridia fpring wu'ez 


Iusquarius bilfen|or5 


Lini tofti arefacti 


Iusquiamus idem est 


Leonpodia pes leouis 


Iperieon harthow 


Larix resina pinea 


Isopus ifpen uel yfopen 


Liquamen liquiricia 


Iumj mor diftel 


Lincena macula in facie 


Iris fwertel 


Lien spleu 


Ireos idem 


Lumbricusintestini in im vermis 


Iuneus binczen 


dictus eo quod in Inmbis sit 


Iartis kollere u 'es 


fpul wünn 




132*2 Lappella ftem biß 


Kritia , i , ordeum 


Leperinias orpmet de CongS 


Kroninn cepa 


Liquericia lacrkien indesueus 


Kyamiim faba 


liquericie 


Kathapucia crücz wü'cz 


Lilium lilie 


Efnipha grenfigjorS 


Ligustrum . i . lilium agreste 


Kardus siluestris wolff krüt 


Liuontis uel liuosoris ftein 


Kalendua ringel 


Lingwa auis Vogelzüge 


Kjmus bonen 


Lappacium maius 




Lappacium aceutum riebt lat- 


LOmentum feiffen 


tich 


Lappacium ue! lactuea lattich 


Lappacium minus 


Loci um harn 


Lupanar 


132 v 1 est etiam iofirmita- 


Lactuca lattich 


Lupia malus asiana 


Lapis lazuli lafurftein [in auä n] 


Lappa klette 


Lapis armenicus -i , de armenia 


Lubestieus lieb fti ekel 


Lapis lincis 


Lanciolata rippe 


Lapis emathites blut ftein 


Lolium uel zyzania 


Lazurium lazur 


Lupin iis viebome 


Lüchns fteinbrechn tat 


Litargiras filb' fchüra 


Leporina l'tant wurcz 


Iitargira quoefilber 


Lingnum aloes est amarum et 


Lentigo 


multum bonum 


Linpedigo 


Laureola ringele tarn frutex 


Lachina idem est 


quam semen 


Losarum alba menta 


Linolen, [burt&jtricben] 


Lappacium rot lattich 


Lineleon . i , oleum lini 


Laser papauer 


linum flaß cuius seinen molli- 


Luiianus mel in folijs vlmi 


ficat 



218 Stiftet 


#plber, 


Liciuni sucus cuiusdain herbe 


Labium veneris rnarie krüt 


Lentiscus walhern krudt 


Lupiiü vich bonen 


133 r l Lauendula lauender 


Leueia violn 


Lingwa oeruiua hirß mge 


Lapaeium hafen or 


Iingwa bouis offen züge 


Licium krichn rafft 


Lingwa canis hüdes züge 


Lazaram wjj] mycz 


Lingwa eolubrina &d> würcz 


Lad an um piif würcz 


Labruui veneris herba est 


Linisperma linfatt 


Latirus lorber hom 




Latüera fcherlmg 


MOnoglossa Diboi 


Lens siue lenticula Unze 


Marella drüliwu'cz 


Lentifleus popeibaiini 


Malagma plafV ul falbe 


Li 1 i f agus w ild ral bey 


Macera getrüße 


Lactericia fprincz wn'ez 


Mepitum merda 


Labrum veneris rnarie cliftel 


Millefolium ga'we euius sunt 


Lactucella l'u dil'te! 


(luo genera sed crispa effi- 


Lirion interpretatur fiue inde 


cacior est 


CTiLlirium 


Maiubium andern 


Lapis pirritus fiir ftefn 


Miseus herba pedicularia 


Lacerta eigediß 


Mellilotum müf 


Lacerti sunt menbra inter 


133*1 Macedonia keruel 


bümerum et cuhitum 


Mercurialis bein wu'cz 


Lüristo floe vl'ti er5 


Millemorbia driiß wurcz 


Lentigines sunt plicature 


Mumvlla liimelhrät 


rünczata sed inpetigo est 


Mentastrum vifchmycz 


Bpeciea soabiey 


Mulsa melita mel et aqua 


Lientoria est cmda egestio 


Mora campestris bram ber 


sed dyarria est simplex 


Malua silnatica wild bappeln 


egestiu 


Mirica beide 


Lupiu inürmitas est 


Muto [aniiua]| wider 


Loa est quoddam intestinum 


Maratrum venchel 


inde locinm quod est vrina 


Migonts bilfa 


orJ|Lolium tuben würcz 


Mellilotum fenügreeinn 


canina 


Meu retieh 


133 r 2 Ligwa china hüdes züge 


Malabatrum folium 


Ligiistrum weder wind 


Muscus herba que in pnrietibus 


Laureula kcliers ha) 14 


uel in eortieibus arborum 


Lupinuni naht [chatte 


heret 


Lanceolata rih wu'cz 


Maura driiß wu'cz 


Labrusca nah fcbatti- 


MeUisophiiuni bin lüge 


LempinaS opirmet 


Miraculum wund^bom 


Lentus popeibaiim 


Mesiste' radix panicis similis 


Lecterida fpinckwucz 


püo ceruino 


Lactusella lüdiftel 


Millogranum rogo piscis 


LÜifagus fallt' v 





ett&tentoler ©loffcrc. 219 


Melanteria fumus de* furno 


Mellilotum ben fuge cuias 


Maluni terre erdapffel 


semen est Corona regia 


Mannathura thus et mirra 


Malua papelln 


mixta 


134 r 06m Poma naseuntur super 


Oben am 3tanb 


folia sie galln super folia 


Mandagore herbe sunt due 
specics vna est feminain folijs 
simüis laetuce mala gftas, 


querem* 
Hec herba dieitur malum terre 
seeunduru latinos 
134 r l Moloehia wild bappela 


aliaestinnsculus alias folia 


Mu alfinch 


sunt siraüia folijs bete folia 


Mandragoria herba est De 


mandragore sunt super ter- 


poniis eins fit uleum man- 


ram aspersa radiees habet 


dragoratum 


duas aut tres sibi in uicem 


Mala eifconia . i . coetannm que- 


coherentes de foris nigras. 


deme 


intus albas^ niaseuius habet 


Mastix est gumnii uel est 


folia alba 


quedam herba valens ad 


133 v 2 Mandragora herba perl- 


dentes vulga riter bertram 


en losa 


Marrubium retieh 


Mielus medulla ceruina 


Maeis müseate blüme 


Mclilota . i . müs 


Muscata idem est 


Mala eidonia cotten 


Mellisa matere materherbarum 


Mirifüon ceutifoliuin 


Maratrum venchel fat fbilioj; 


Mirohalanum #roß diftel 


Melancium cjminum de etlii- 


Misaiia seinen vrtice 


Mat-ropipor tög peffer [opia 


Mania grecis latine insania 


Melaon wifi pfeffer 


Malanagriurn ioiium eerebri 


Marcium vichbon 


Marsupium saecellus 


Malum punicuni fruetus 


Meagantus Sperma 


Malogranatum fruetus est 


Melancium gith 


Malum apffel 


Meleum persicura 


Maciana IioIcä apffel 


MuLsa malte 


Morella naht fchatt 


Mus sorex 


Mel ho mg 


Malum malanum quedela 


Muscoa 


Meconium consiitucionis no- 


Musceleon est oleum de eo 


men 


Mynium mynge 


Manna thuris , i , farina 


Miriea heide 


Mulsum mel et aqua 


Mirtica anepe 


De Cong3 9knb 


134 '2 Mirtus 


Mirabolanorum sunt quinque 


Mentrastrum 


species citrinus kebulus 


Meuta myncz 


b eilen cus emblicus indus 


Mulsiis ex aceto et dulei 


Manna .dulce qnoddam est et 


Mulsa fit ex aqua et melle et 


fit de rore super quibusdam 


dieitur mellicratum grece et 


herbis tempore veris, 


latine ydromel 



IM «Ute* gelber, 


MaUbatnini pdif Hat et est 


Mora celsi mülber 


Mi uro album 


Mirra mirren 


Munimia herb» est et in venitur 


Mastix maftikel 


in sepulchris 


Meloues pfedem 


Maiorana . i- olimbrium her- 


Malatitonia [Cütten] 


ha est 


MUmm soüs ft einbrach 


ra morber 


Maratrum venchel ftock 


Monis morbom 


Mentastram wilde myczö 


Musa est fruetus in quo adam 


134*2 Morsus dvaboli tu f eis bin 


peccauit 


Mnlsum wfn tu met 


Mustum est vinum nouuni 


Mülsa raet vn hier 


Melones pbedeme 


Harubium andern 


Mercurialis ftein pfeife' [alias 


Malum terre erdapffel 


bein wures] 




Mirra gummi est 


Nvmphea phunfo uf fwarczer 


Motios interpretatur febris 


ksl 


nionordes s, effimera . t , mius 


Xux mirifica muscata 


diei febris 


Xepeta 


Hose . i . medium inde reue 


Xitrum wefche »i. fal aUexan- 


meferaice 


drin um 


um . i . odoriferum 


Ni^elia ratten 


McIIhküis . t . regula 


Xapa ruhe 


MUU» ,i - sangwis draconis 


Nepa nebde 


: * 1 Metronosia , i . longa egri- 


Nasturcium uel achilleacreffen 


tudo 


Nardus agrestis hafelwurcz 


Mersancus 


Xeruosa uel centauriua lingwa 


Martorella baldrian 


veraecina 


Maluni ftorac' holwuxcz 


Xarcissus bulbus agrestis 


Mecemeron pars que est inter 


Xossa concurbita agrestis 


ventrem et epar 


Xardoceltiea saliunea 


Mutinum . i . reuocatiuuni 


Xeruia dragant 


Mordelea , i , rariana 


Xardostacios . i . spicus 


Marrusia fcharley 


Xapius sinapis 


Meichimeü benfuge 


Xau&ia vomitum 


3 Mandragora alrao 


Xefreoesis langwar renum 


Mentastram mrczen 


Xarium fluxus inmensom 


Mora baci pronber 


reuma 


Mellilotum bin fuge 


Nesciaticos in tibijs dolentis 


Marnibium goz v'gefTen 


135*1 De Cong5 1 Xenufar est 


Müleforbia druß wu'cz 


flos Tngule cabalUne aquatice 


Malaciana holcz apffel 


Nardoschothium . Lspiea nardi 


Milium hirße 


Nardus cretica h^czefeüge 


Morella naht fchatt 


Xera fwarcz kirßbom 


Maguderfm koldorfe 


Xux miß 


Muscata müfcat 


Xardileö oleum de spica 



Öltfieniata QJteffate. 221 


Nardo 


Opium thebaicum fit de lacte 


Nucleus kernen 


papaueris nigri 


Nitrum est vena terre 


Olibanum wirach 


Nepita waffruiycz 


Onager wild efel 


Narcissus holcz lilie 


Ornus ek 


Napeum rube fatt 


Olea oleybom 


Nymphea gTenfick 


Oleum ölen 


Noma interpretatur corrosio 


Oleastrura est arbor 


Nileos similis est galante 


Oraix partrise 


Naseale . i . pessarium et sub- 


Orton , i . verbena ul 


positorium [est 


[unten am Sftanb Ocimo grecura 


Nydragelon tag vn naht herba 


et estgenus oleris et mercu- 


Neu id est duricies nerai 


riali similej 


Xiculus 


135 v l columbaria yfenhart 


Nitrosis . i . mors 


Oxifenica fruetus est [dactilus 


Nu maoß . i , inflacio 


idem] 


or5 Neyges garüeln 


Qriganum toft 


Narcissus lioliilie 


Os de corde cerui in eorde 


Xapeum ratten fat 


ipsitts nascitur uel invenitur 


Nepita fu niyncz 


Orobus vogel wickn 


Nenüphar fe blüm 


Ordeum gerfte 


135 r 2 oben [Noli rae tangere est 


Ös sepie in ventre ipsius in- 


infirmitas que ven.it de glire] 


venitur 


Nymphea fe btatt 


Ocio interpretatur tümor 




Obasis est aerpens 


Opocissus oleum hadere uel sueus 


Orthodoxus , i . valde gloriosus 


Olisatrum petrosilinum uel 


Otbos . i , labor 


macedonicum 


Olexis f i . appetitus 


Opinica oleum de pino 


Opiasis .1. quercus 


Odicus attich 


Of [f au$ pjtalmia apostema 


Ozinium wild^ fenff [od^ 1 rieh 


oculi 


Imnen] 


Oxi id est acetum 


Opopanax lubiftickel 


Oximel est compositum de 


Öcca herba que per sepes nas- 


aceto et melle 


citur et habet prunella rubea 


Oxigalac . i . lac acetosum 


Oxirodinon oleum cum aceto 


Oxiferucia . i . dactilus 


coctum 


Opotisti sueus edere 


Opium BUCHS papaueris 


Orthomia est difficultas inspi- 


Opobalsarmim sueus balsami 


randi et respirandi 


Opopanicum Ins de panice 


Olocassia cassia lignea 


Origantus pulegins maior 


Öfra est casus capillorum 


Oridaga lactuca agrestis 


Oron est alcana 


Oriza elnhom 


Ochis (lies Orchis) . i. testiculua 


Ozinium basilie popanac gummi 


Oleum amarissimum fit de sueo 


De Cong3 


maiorane 



atjreb fcolbcv, 


Oxiporun] . i . efula 


Panacus regius Iubestici radii 


Olfacus est puluis qui fit de 


Proserpinatia centenodia 


oottmis 


Pentafilum quinque folium 


135*2 Opus id est sucus 


PolenTa Jw h'umenti . s - bri 


OcuJus xp) vnl' [f mit ©tfffeife] 


Prassium raarrubium 


frowe raycÄ | orS 


Pustula blaf ul qdela 


Oculus consulis bach mycz 


Fortastram wurgele 


Opium mah kropff 


Pepones cueumeres 


Ozinium vich bonen 


Polion velt quenel 




Peonia astuJa 


PAritaria saxifrica 


Prion coneurbita siluatica 


Pepones phcdeni 


Piganon rüta 


Populus beide belt 


Ptiriasis pediculus 


Potentiila modewu'cz 


Puncta fteebe 


Puleium boley 


Paralisis gegiht fuht 


Polipodium fteiu varn ul hau 


Pulpa m ollis panis 


wiircz 


Piscis cffela Kuuelcha 


Plantago weg' ich 


Patina uel frixorium pffä 


Prassia andern 


Perqua valte 


Passum vinum 


Permonös 


Pigamon ruta süuestris 


Ptisci sunt quibus pulmo 


Purgaturium fpifcorn 


(136 '2) deficit et erebro 


Provincia bervinka 


tasekmak 


Prassus porrum 


Pastiuaca morbel 


Pinea 


Poligrunum rogo piscis 


Püum dribel 


Piretrum beriram de CongS 


Pollorouia wegereida 


Peucedanim feniculus por- 


Pamukda krauch fuabel 


cinu* 


Peripleumoiiia viciura pul- 


Platanus ahnrn 


monis 


Psiliiim herba id est paritaria 


Plt-uresis dolor lateris 


tag vnd naht 


Politaria. j wüderut | sangiii- 


proeide venu sunt iusta aures 


naria 


Polipodium eich farn et J eciam 


Policritum coltandruni 


mvi.'iiitur in tdijs arbt>ribus 


Pcrsouäeia hijif j;i 


[ob ynfüße, 1 fteinwurczo/ 


Pennia nocte lucet 


1 dubekroff, 1 engeHüß / 


13 6 r t Petroleum oleum 


1. fteiufam] 


Propol tum cera vnde apes se 


Pentafilus est custos ortorum 


iiidudtint iiol domieUium 


Pentafilnn vigblatf 


earuni 


Palma palme 


l'.trtalla crelTen 


Passula rofen 


Priapista Mendel wücz 


Prassium 


Frecula fnlt lau eh 


Poligonia maior. vmbetrette, 


Pipiones tubiklin 


herba 1 It poligon herba 


Peripodion b*wtiroz 





ei$t<mia[er ©EofTcrrc. 223 


Peniculus , i . spongia 


Psilotrum cum quo deponuntur 


Propoleos will wnchß uf cera 


crines 


virginea 


Portastrum wild fenff 


Pipenella bibenel 


IVssarhim equiuocum est mu- 


Pix bech 


üeribus valet 8ed clistre 


Pinus kinbom 


aliud est 


Pinea idem viel fructus 


Po ras fweiiJ loch 


Pix greca gummi 


Pessimon color plumbeus 


Platoeiminum siler montane 


Paracope alienacio montis 


Psidia est cortex raaligranati 


Pnlippus e^ritudo nah um 


Papirus est folinm vitis 


Pitria est genus tritici 


136 v l Peplum est fructus uel 


Poruca oculonun tenohrositas 


ad velamina spectat muli- 


Pitima gummi est 


erum 


Pixosis incendium faciei 


Primella alba et nigra pfrümen 


Pervinca Ingrün orS 


Pipirmes sunt Juuenes columbe 


Porculata lau«!: 


Piper pfeff multa sunt genera 


Porrum eastri aflau ch 


album nigTiira et kmgum 


Potcntilla grenlic 


Peonia pyonie 


Possum gocz y 'gellen 


Papatier mane 


Pencedanus barn ftrang 


Portulato borgole 


Philoantropos klette 


Pew pulti idem est et parüca 


Paritaria tag vn naht 


Penidiura venit inde dyapeni- 


1 37 r 1 Perifob'um kerbel 


iliiiin 


Passuli wellen winber 


Petroleum oleum petri bramb' 


Priapiscus ftendelwu'ce 


Pir ignis 


Pertmaea morhel 


Pnrram lauch 


P&pausr mahon 


Pustula blatf 


[Planta In d5o 


Pktaftt fructus sunt similes 


Paritaria vitreolum idem et 


pineis seil h&taat nucleos 


e Ip et oritur in muris 


iVrsicus pferfich 


Pilosella 


Planum raten fat 


Fanis porcinus . i . ert nüß 


Primüla veris zitlol'e 


Pulegin m campestre| 


Pea oonii 




Pes leporis est beuedicta 


137 ' 2 Rvta ruten 


Pastinak morhel 


Rapluiiius merretich 


Polenta gren Tick 


Resina harcz 


Populiis popelbom 


Regius morbus gell'uht 


Parutella 


Reumatica kraneMnabeL 


1 36 * 2 Per» pastoralis henenkreß 


Raphanus agrestis in aqua 


Peris tero n y f eti h a rt 


nascitur 


Porrocasti aflau ch 


Rumica brenn 1 


Pervinca 


Roß marinus lauedula 


Percula fuitlaucb 


Httegaudium mein 'Hell 


PiilitTicum lauend* 


Ramicä 



224 Klfte» $olber, 


Reubarbarum 


Syriacus wicken 


Reuponticum,species ammatica 


137 T 2 Subtusilla würmwu'cz 


Radi„ a xinira rosa sicca 


Scortia rinde 


Keümatica scolastica 


Specularis gipr 


Rodonantus semen rose 


Spellio cinis plumbi 


i' ' n r ia basilisca 


Strinus vua lupina 


Rasia resina 


Syndon - nis . lintheamen 


Rarnnus brucus 


Satyrion uel priapiscus ftendel- 


Rotia nitruni 


S ihn um apium [würcz 


Rizo radix 


Seuda beta 


Rosaceum roß waffer 


Stear adeps 


Ramentum rasura 


Sig'tudo fwarcz äuge 


Redubia contraccio carnium 


Spasmus krarapff 


Rostrum porcinum fudiftel \qt5 


Simaticus est qui gula inflata 


Ri-i riß 


glütire non potest 


Rubus bufche 


Soolopendrion lingwa ceruüia 


Rabistrum hederich 


Stipticam, temperatam quasi 


137*1 Riüola klibe 


tepidaro 


Radigulum retich 


Stomaticum stomacho aptum 




Scabrus grindiek 


Seoecion rotcol uel bein welle 


Scabridus idem 


Saxifrica fteinbrech 


Sangwinaria [bu r sa pastoris] 


Stariola laetuca 


Septineruiä wegbreit 


Saliola spica celtica 


Spougia fwam 


Sauina feueDbom 


Senecion waff [f mit ©pfeife] 


iSarubucus holder 


treffen | or5 


Barnim wild ke'uel 


Senicium cruez wurcz 


Sapo fciff 


Siuäindrum wiß myez 


sapolis feiff 


138 a [oben am SRanbe Item. 


Sapona, feiff 


Sponsa solis. uel solsequium, 


Smygmata 


ael citorea. uel vitulia. uel 


Suläequia rlngel 


dyonisia, dicitur. wegewife, 


■rpillum velt quenel 


1 .wegelüge. uelfünewirlxl. 


strignus dolwürcz 


uel hhiclaff] 


SinificLirnbibenelul bein welle 


Sigillum ealomonis empff 5 


Semper viua ingrün 


Spinacia heidnifch koie 


Satureia vcltquenel 


Seuadua wint^ blüm 


Symphonia biJfeu 


Scolopendria hircz züge 


Sanguinaria wegtrette 


Senacion pein welle 


Sfipentina nat^ würcz 


Sabana groß prot 


SoJatrum naht fehatt 


Stratum kol fatt 


Saturiana fcharley 


Spina dorn 


LtnsttOOfl helhorn 


Sanguinaria blut krut 


Srnlastiea reumatica 


Satureia kümel 


Sinonns nigdla 


~~ 



Vi^teittat« «Hoff««. 225 


Sponsa solis. [füne wirbel. od 


Teorica vrtica 


wogi.'wiu.:n geftridjen quere 


Trüb fex vini 


supra] 


Tysicos tussientes uel san- 


Spina alba hagedora 


guinem reicientes 


Storax kupffer rauch 


138 7 l Tineosus grindeht 


Stafisagria laus wu'cz 


Tocülum küchlin 


Salgemnm hitf> falcz 


Tu villa in gingiuis dolor 


Struma hover 


Tissinteritisfluxü ventris labo- 


Senaca lanchfuht 


rantibus 


Sanderata rot opmet 


Tonnina lesio intestraoruni 


Salatrum mortale ftockwu'cz 


Triscolona ardenhowe 


Sorologa fcheriingS 


Theria Trfleht 


Scariola fohariey 


or3 Titimalluß brach wu'cz 


Serpillum velt kümel 


Timus bin fuge 


Sordion knoblauch 


Tubnia ertwürcz 


[Sigillum heate marie dicitur. 


Tapsus barbaricus küges kercz 


wichwurcze. 


Tuscus uus 


Strucio brünen kreffeD] 


Tenaticum reiuüan 




Tartarum wiu ftein 


1381-2 Tvrnella krul'ta 




Tumbu ertwürcz 


138 v 2 Uerminatia yfenina 


Tubera idern 


Yerbena idem est 


Tegilla zitloße 


Taleräana blado^n 


Tyimim binluge 


arthimesia 


Tremulus al'pu 


Taleria \ bib ß 


Tirsus koldorß 


Valentia ^ 


Trifolium kle 


Yngia l'mer 


Tormentilla ficwürcz 


Vetonica beton ica betonte 


Torrenthia vorhel 


Yiscus mittel 


Traieda reiuüan 


Yenetum weid 


Titumüla wolff milch 


Yitellus totem 


Titi[geftrirf>encä i]mallumbrach- 


Yepris brem 


wu'cz 


Yerruca 


Terebintina optima reeina 


Vua corbina ftof wu'cz 


Truclion granuni racemi 


Yariana croniü 


Turpiscus seinen laureole 


Yirgultum 


Teda hastula pinea 


Vitreolum calcantus uel dra- 


Tapsia sucus ferule 


ganto 


IVlea Tim us arbor 


Yermicularis wurm wurcz 


Tegantis arthemesia 


Yer herba scmper viridis flores 


Tuiua fenugrecum 


ei us albi 


Timbra satureia 
Total* fungus 


Yua passa racemus tostus [l 


rofin] 


Tubera idem 


Yaratrum elleborus albus 


Trida laetuca 


Victoriola . turnella ftftwu'cz 



226 



mfreb $oIber f 



\\;u:i-la Hill rissil- 
Yrnniinlis hcrwinca 
Vnfaiii.» iniisttim de vua agresti 
Viru ms fehin i 
Vt T \mu\\ii jirviulla 
Voluhilis maior hopffen|or3 
I !19 r 1 Virga regia ueünkrafft 
Vrtica gratnita heit* noßel 
Vrtica mortua pfufuge 
[volago] 

Wulgago bafel wu'cz 
\ rrht-n;i f(ea fcrüt 
Yrrtipcdum vfen deck 

Virga poetorta kacze krüt 
Virga caballina hu ff kttieh 
Vertaoaria rhund 
Virgultum uimer lutt 



Vicia wk*ken 

Yipperina naß wurcz 

Viola viel 

Vrtica neriel 

[// Vaeonium hyriolher 

Vollili* a nr hopff 

Vipor uel premosa keruel] 

139 r 2 Ypericum kacze ssagel ul 
wilde rüte Ichefft howe ul 
hartehowe 
Yricum fwertel 
Ydromellitum niel et aqua 
\ aroooolla agrimonia 
[ygrida neffel] 

Zinciber Ingehrr 
Zeduar uel zedwaZJ, 
Zuckali zucker 



U. 



139*1 Allee heriuek 
Acitelkro gropp p»>- 
Angwüla al 
Ruburaus bucking 
Strumolua ftooi tifofa 
Salmo uel gamarius falmeii 
Carpo kurpff 
LapeUa saiillis fteiubiß 
Lucius lieeht 

v Braus lajgeftridjeneä f]cliß 
Saooos nol bboi büße 
Hu rebus ftor 

Perta -~^ 
Tvmallus Asche 

-idiila grüdel 
Ural us |uet Cancer] krebs 
Spicua pfim 
TurouiHa erlig grüdel 
\*% Coraetiiiuv naß 
Lactiferu* milch h*% 
Polirapus bolch 



[Tnicta forhel 
Platese uel solere platiß 
Ostrea] 
140 r l Leo lewe 
Panthera pautirdir 
Tigris tigirdir 
Leopard us lewepart 
Rinocerus\ ^^ 
V niennus ~-"^ 
Camelus vlbeuder 
Elefans helffant 
Bubalus wifant 
IVirdus parth 

Droniedarius genas camcli 
Vrsoa ber 
Aper eher 

rata hirfch 
Hytmulus [bind t\ filius cerui 
Caprea rech geiß 
Capricornus fteinbock 
Symiu effiu 

Spin (aus m) g» uier kaez 
Linx luhß 
Lupus wolö 



ßmadaUx QKoffow. 



227 



Lepus hafe 
Wlpes vüßhe 
Wlpecula vüßchin 
Melos dahß 
Martarus mart 
Migale hermlin 
Luter otter 
140 r 2 Castor biber 
Tabelus zobil 
Mus mufhe 
Mustela wißel 
Sorex fpicer 
Glis . ridis . cißmüßh 
Hiena ellediße 
Cimex wantlüß 
Speriolus eichora 
[Muto wider 
Spinga merkacz 
Mardalus ma^der 
Hircus] 

140 v l Accipiter habich 
Nisus fperwer 
Capus falck 
Ciconia ftorcke 
Picus fpeht 
Pica ageleft* 
Merops pis grüfpeht 
Larus raufer 
Loaficu9 wänenweh' 
Ibis Cranich 
Ardea re j ger 
Turtur turteltube 
Bubo huwo 
Monedula dahel 
Wltur gir 
Aquila ar 

Murisculus kungelin 
Herodius wilde* falck 
Columba tube 
Palumba wegtiibe 
Coruus rapp 
Cornix cray 
Ypupa widhopff 
Vicedula fnepff 

3ft>». IX. 



Perdix rephün 
Noctua vi 

ffringelus buchfinck 
Nocticorax nahtrapp 
Amerellus em'lin 

140 v 2 Miluus wihe 
Parix meiße 
Onocroculus orgengel 
Anser ganß 

Orix heher 
Cignus fwann 
Olor idem 
Sturitus ftock ar 
Mergus ducher 
Tvrdela droßel 
Quiscula wahtel 
Morula amfel 
Fasianus fafent 
Ortigametra hortümel 
Grus cranich 
Pellicanus hufo gomo 
Pauo pfawe 
Anas anth 
Cupida rotil 
Alietus ftock ar 
Auficeps ißfogel 
Sepecedula liftra 
Cruricula wortkengel 
Graculis ruche 
Sparalus hafilhün 
Attagga birckhün 
Mullis hagelganß 
Strucio ftruß 

141 r l Guculus gauch 
ffolica maritima 
Psitacus ein fitic9 
Cicada heimelin 
Vespertilio fledermuß 
Hyrundo fwalwe 
Mirla mirlin 

Velotena (lieg Filomena) graf- 

mück 
Laudula lerich 
Cincendula cleuo 
Luftinia naht gal 

16 



228 Htfrcb $oCi>ex, 1 


etdjtentöler (SlofTorc 


LuftMua waff [f mit ©djlctfe] 


Acer maffolter 


Passer fpar [ftelcz 


Coruus lintbom 


Carduelis diftilvmck 


C(auäT)orilus harel 


Unten am Staube radix edere 


Carpenus fuel ornus] hagen- 


durissima perforat 


bueh 




Aptus Erlißbora 


141 r 2 Cedrus cedir bora 


Amigdala mädelbom 


Cipressus eipf bom 


Castaneus keftenboni 


fficuH figen bom 


Terebintus est arbor parua in 


Lamm \ orbßrbom 
[Caphrus] ^^ 


Macedonia multos habens 
fructus 


llirtus mirdilbom 


Tremulus 


Popalus albarbam 


Tremula afpe 


Palma palmebom 


Tribukis hagen 


ffusariu.s fpinilbora 


Spina dorn 


Sauina feuinbom 


Taxus winbbom 


Fersicus pferfiehbom 


Alnus erlo 


Prinus [p^nicus prvnus] pfrü- 


Riscns holder 


mebum 


Sanibucus idem 


Cinus Cutt enbom geftrutjett 


•Juniperus weckholt^ 


(criech bom] 


Paliurus hufduni 


Cerassus kirßenbom 


| Spina alba hag dorn] 


Malus affalderboni 


Timina widen 


Nucus nuß bom 


Salix falhe 


AI ues Dan 


Vjtis reba 


Peeea forhe 


Cottanus Cuttenbum 


Pinus [uol pinea geftridjeät] kyne 


[raalogranaUis malogranata 


[Pinea idein ui frvctus] 


grauet bom] 


Piras birbmn 


Moros mülbom 


Esculus fperbom [Estalus nef- 


Sicoruorus ficus vacua 


folboom] 


[mirta] 


Platanus ahorn 


Mirica beide 


Vibex birckfl hirke 
ßiixus biifbmn 


[mirteta] 

Saiiguinarius hartigelm 


Queren* eich 


Isca zunder 


Ilcx idem 


| Iscus N. 


flraxums afch [flaxig flad^ 


viscus ~s miftel 


mirra idem) 


cameleonta 


Tilia linden 


141 *2 Corulus erliubom 


ffa^us bucba 


Camus uel wiidroffe hegen 


Lentiscus melbom 


Tonil us haßelboüm 


Üliua oley bom 




141 T l ITeleol \ , , 
Viani J> Vlnb0m 





Sfrani '-Brnnfu, SJlobctnc ^unbctinmcn. 



229 






Jtoberne flmrtettamen. 

Son 

Sranj fflranf»}. 

ÖitcTßtur. S.u. ff, 5HM, = abolfwibffarl2Ntttter. Utiferc botjfi gl teuften 
yingbljunbe. 59. 33b. b. ittft ffieftcrmntUTfdjeu beutfdien 9Dtouat$befte. ©rauufdm>etg. 
©. 2Bc[trrmcum 1B86. — 331.©!. ©^. ■- Staue Blattet für ßumor, Stutne, 3Bl|f 
unb @att)re. 33on iffl. ©. ©Qpblr. ©tüfter ßunbe--(Slubb tu ben Ruinen be$ 
Cbwrt« IV 28 ff. fteft, Bten, i'rtpAtg 1865. — Sr. = ©wfon« Stierleben. 1.33. 
©äugettete. — (5. = Dr. g. g. (Softem. SStb. b. «Nuiibart in Öftere, ©tan 
1847. — 5>öb. = ßefnrid) :*tfilij. rubel, eröffnete gegex* greift tfo, Weipita 1746. 

— $. 9t. = Ehtgen SHoUaub, Faune populaire de la France. T. IV $ntiS 1881. 

— g. ©cijSb. = ©dmwbifdicS Götterbild), ©earb. b. ßernt. gifd^t. I. 31 
£ Mutigen 1904. — $, fr, Q. £ey. = SMlüänbigcs Stuft-, Mfr un& 3«g&* 
Ceriton. 3 X. granlfurt u. £efbaig 1772. — §. flu, =- 53er pimb tmb fein 
SJerftanb, (fttie ßrflriruug öer iMicn£üujje Hingen be3 ßunbeS tu ßiufidjt auf 
bn$ iljncn au ©raube Iteqeube Collen, GrEemieti uiib begreifen, SSon JJ. Äni<rcn< 
betg. Sötöen (Kuljalt) 1905. - ftf, = $er ßunb. Stil Mitarbeiter an ben 
SBerfeit bet 3Renfdicti. ©on ®m[t ^Löffel, ©ttt u. SeipAtg 1906. — gr. = 
rROSCEMEVSBLER. '£er gtofrf) Pub ajfcufe munberbate ßofftjaltunge . . . 
3« breben liBüdicrn auffä uciue mit bltcfj betrieben | bub guuor im X'rucE nie 
au&aattflen. SKagbelmrflt Slnbr. GJefm 1595. — ^Uft. X. «- SB« iünftriertc 
^ierfreunb. ßerauSg, b. Sfia? l<autt), Stßflad) tu ^tetermarf. — 5sgbf. = 2>er 
Sfagbfromb, tüft. f£a<fy)ettfd)ttft für J3«gb, ^ifdierei, ©ditefetocjen, ßuubcAurfrt unb 
fcrefiur. mm 1900-1907. - 3f. Ruf. = Motalofl ber internationalen 5Iu*ftetltmg 
bon £umbeu aüer Stoffen. SSieu 1906. — flott). 8t = 93riefe eineä hatten an 
f ritte üerftorbeue ft tau. Son Stntonlo (Sacclaitiga. ttbf. b. Statt). SBreuntg. Untöf. 
Stbl. 4737 8. — tt.8. **> flarl ©ertfdje. SJlefflotnen ber |>ou«tf*re in 9Jiöl)rtugen. 
«tmttJtmla. s )? Sotfl. 7, 130-liW. — ftl. = Dr. SHub. fttempQitt. ffiie beißt ber 
fwnb? 3»ttnt, ^umbcimnicnhudi. ^eib^ig 1899. — Stg. = grtebrid) Siiue. 
feunbeiiomen. 3ettfcfir. f. b. Sßortforfdiuiiii VII 38ff. — &on, = ©er öeötmctftet 
im ©arten imb SitdntierljoF. ©a9 feinbfptri. ©. flonet. IV. ^a^rg. 9Bien 
1906. — Ö. ©. = öubttjtnJBcdiFteiTi. ttcueä beutfdje« ^cätdieubud). SSJteu, i*e|t, 
Seipjig 1879. — 9K. = bittet! ungen beä n. £>ftr. gEafibfdiu(j^eretu^ In Sien. 

— Wai. = Sinti ^orriot. tierßtfdjidjten. ©etltn 1899. — *üi. ©. = *Künd?encr 
©tibetbogen. — Tl. it. = ^iat ^öötffcr. ©emfrfie URobebmibe. Untoerfum. 
ßelpjlg 1900. ©p. 1517-1532. — D. |>. 2t. *» ÖftettridilfdjeÄ ö«nbe=Stamm* 
budi. — Oft. fou. Qa^tb. = Cfterr. Tgnologifdied ^abrbudi. — ferf, b. = Hufl 
33etg unb 4oL 3npbge)ri)irfiteti b. SCiitan g ccU Je i ilt ü. Verfall. (Stuttgart 1902. 

— ^oancr = Her gudiä ^oaner. 9t tebrreid)$ unb (iitjLDeiligfi ©leidiuufi auft 
beifdbigrit 3 E '*/ ^o b " SBiedier nori) ftofeit iw'n Efiiuia :c. SJou In .Vnuiti 
fölttibatb Wofll. KtunftrAen L889. - in. 33. @t. — 3Jofegger. g)oB,©DlföLebcjt 
tu 2'tcimuarf. 7. Stufl. üffiten, ^eft, SdpAjß 1895. — ©d). ßejr. = ©eittfifll ^it 
einem Öeyifon bet ßimbeiiomen. 33on Dr. @. Vi. ©djronln (im iü)t ^tierfteutib 
Q. 1903/4). — et. ©b; = St *BctiU)aibotlitb lanündjen): SJcr ©t löentborbt* 
{unb, — i. = I)et Sttcrfrctinb. SDldiiatdfd^ift be^ Sitener SierfdmgbeTeiitft. 
(1878—1904). — ^tetfl, = £tergefd)id)teu, GrtpAlfl, ©unberttdi 191)2. - Xierfct). 
= Güte 5Cterfd)ule tn Silbern bau gebor glin^er uttb Werfen bon Slctor 
©Iflt&flfn. ¥■ ©. Sittfinet, eetpätg. — $N). = 5*öaiötmtmt«bril. ^tUft. Beitfdir. 
f. 5?agö, '^ifdyerei, ©d)ül^cu unb '{junbcttiejai. grb. Seon, Slagenfurt. — S. 
u. ß. = Silb u. ßnnb. 30(1. öagbAeitiuig. Berlin. - ZADSpV. = 3rit- 
fdjttft öeS StUg. ^eutfdi. ©pracboereüic^ in üBeüttt. 

'©aS |"mb bie SX^erfe, bie beiufig angefiibtt merben, um 31 uo fünft §u geben, 
mo bie etitArtuen Kamen au finben fiuö, Mf übrigen ©ebrifteu fiub betreffenbeu 
Orte bollftänbig angegeben. 

16* 




230 



ßratij ©ranrii. 



Unter allen Söcfeii ber Sietroelt ift fetueS in fo natje unb innige 
Segnung zum SÖtenidjen getreten ot3 ber £unb. 3n ben alten 3üten 
fdjon mürbe er oon bem SDJenjdjen gefdjäfct, gehegt, gepflegt, er galt ali 
„ba3 treue SSagen utib Jpetbe bemaienbe £iet" (3- ©rimm, ©efetj. b. 
b. ©pr. 126); er ift sÖefctmfeer, SÖarfiter, ©enoffe, ©eljUfe, ©ejpiefe, ber 
treuefte gteinra bei UMenföen, rote bti3 fo mcle lieber befingen, ber bei* 
mahnte ßtebling oieler grauen, mit beneu er, roie ber luftige 3foli in 
©cllcrts beibeu $mnben, bie inthnfteii $föty$en, 1ija>, Sc^p| unb Bett 
teilt. ©inet ^eretjrung bfirfen fid) einzelne 3tobimbuen biejer Xiergttoe 
erfreuen, bie natje an (Btifecnbienft ftreift. Sie bcn S0?enft$cli jefct man 
itmen nud} ©rnbfteiiie. Ülrife uon Seuefcpra Ijatte in ijjrcra (Satten 
mehrere foldje 3>nrmätcr mit ben Stafdjriftcn „SRerfaS", „$trf(frf - , 
„fionjlrj", „gelbmann", „©ulna", „fcina", „Srpuoette", „iiieb* 
erjen", „Simpel" ftelien unb im gemein jcfjaftlirrjen ©rabe roaren „Xrint" 
unb ,,^'uü jdjeline" 'beftattrt (£ubra. ©tettenbeim, $1 f. $t. d, 23. SMärj 
189S). 3« 33ed)ftein^ ©agenferjafc bes S-tjüringerlaitbeä II 153 mar bie 
löetrübniä einer Jrau über ben §eimgang eine£ treuen £>unbe§ feljr groß: 
fie errjob gro|e§ £>er$eleib # liefe ben $mnb in ben ©arg legen, fteibete 
ifjre ganje ^ietierjctjaft fctjmarä, l)ci}er)te Dan ttjr iöetrübnis, ©einen unb 
ääjefyeflagen um ben <rninb unb ftcllte ein feierlidje« ÜeirfKmbcgängitte an. 
Söon bem ©djroebenronig Stoma, itorl XII. erjagte man, bajj er feinem 
treuen $unbe ^om pejus einen großen ©tein auf bn3 ©rab fe&te unb 
barauf jenreiben liefc: „^ner liegt ^ßompejul, ein treuer Wiener". Später 
würbe riDcf) eine fbrmlidje Stograplne b?% 'üliete^ hinzugefügt IM leine 
fieute, ©. 0ä 

©elegentlirt) einer ©eritfltS&errjanbfung famen ju SBeginn be* 3te$ftl 
1907 in $ari3 intereffante @m$clrjeiten über ben im 3«!)« 1899 auf 
ber Sie beä SRnoagcurl angelegten ^unbefriebljof onS £ageättd)t. „$ie 
(Sefellfdjaft, bie ben griebbof grünbete, t)at mit biejem Unternehmen feljr 
gute ®efiafte gemalt, beim auf ber 3(e be3 SHnoageurS ftnb faSon 
4000 §unbe begraben warben unb bie ©ebüfiren für ©räber unb 3Wtat* 
tungstoften fiub uid)t lüebrtg gestellt. Einige ©raber fiub für lange 3" 1 
vermietet mürben unb rjaben ie 2000 gtonl eingebracht ®er geringfte 
^5rci§ für eine ©rabftätte beträgt fünf ^ranf jäljrlic^, eine Söeerbigung 
faun ntctjt unter ^ &r(ml „geliefert" merben, 3n einer (£de beä ^rieb= 
tofi ^at ein Stein ntefe feine SSerfftätte aufgejdilageH. Xiefem §anb* 
mecter, ber nun ber Öejelljchaft bie ßonjeffiDU für .^erfteflung oon Jpimbe-- 
grabmätern ermprben l)ot, mar gelunbigt moröett. ®er ©teinme^ proteftiertc 
unb gab uor ©eria^t an, ber Erfolg be§ ^unbefriebrjofö fei |auptfäd)(ie^ 
ben Öirabfcbriften ^ujuf abreiben, bie er ben £eib tragen ben empfohlen ^abe. 
@inige biefer Onfctjriftcn mürben im @ertct)tlioal borpflefen. Auf einem 
©rabftein lief* man: „ pf 3um C^ebart)tnie eine^ treuen ^er^cu^"", ein nuberer 
trägt bie ^njcfmft: ,,„Öi«f rut;t SJlacf, getötet twn einem sioilifierten 
mmn Uil . Sine toftbarc ^«rmortafel tragt fotgenbe 3Borte: „„SBJeber 
Slam?, nod) Saturn. Sa^ tut baeV"" ?tuf einem Reifen fann man 



SKobem« #unbermmcn. 



231 






lefen: „„Unter bicfem ©teilt ru^en bie [tetblidjen Überrefte beffen, ber 
mätjcenb feinet SeWnl meine ^uifot unb mein £roft mar."" ^Dfatt fantt 
bieje 3njdjriften berounbent unb Stubien über Jpunbenamen nnficllen, 
wenn man an kr Pforte be* f^rtebfjD^ 50 (£entime3 (^tntritt^ßeCb bejaht" 
(9teue3 SBiener Journal 1^07 9fr. 4765). 

3)te älteften tarnen ber |mnbe, beten tnntt fiabt>aft werben fann, 
finb nidjt Don ber 5trt roie niele ber tätigen, ba fömint fem v 4$tutü, 
(&äfar, ttfero, Söobnn, feine Diana, Mebfca unb grena &«• 

©inen Idiotien Hran r ; öon Jpunbenainen au3 alter 3ctt &^ ™ bie 
£agc be3 IT, 3flf)r(ntnbed£ roanb SB. SSatfcrnagel in ben beulen 
Sippelt aliünamen, Xreff(id)e3 ©pradjgut fontmt b« ^utaa,?: ho va wart, 
b. i. §ofl)üter, .guifemactcirt, forooM ein §iuib als eilt WJenid), ber tiot 
oßem 2aut gibt (TT), ©arm (bei |>ofronrt ber §i>(le 78), Süader 
(=macl)iüm 7!>), 2Öatfer(ein (79), Jßigi tfo biet al£ Kämpfer 79), 
(Strom (79), ©reifj unb Erpftreim 70), SBafjer, 2)onau, Km(T0) f 
SBirä (bnfellnnbfdjnftlitfj 71»), Äoüef (id)iuar^ei §unb) f Sroänfe (ein 
grauenfyunb 79), gttgft (70), Sero (79). $Eu* ben abenteitetlirtjen 3tan> 
jügen be3 (trafen 3ron t>. SBraribcnburg, finb tieroorQ,etioüen : Stopp, 
Stutt, £u§ca, ^aron, SQpnitt, SBtacfa, s j$Drja (80), aus einer 
©rfläljlintg ber Gesta Rnmarmrurei ) 3ttd)er, Sinulenm, .£)at>egiff, 
SBanb»«, ßfifuicl, (£ q d f l) n , SSeamU et Üieüelin (81), $arm (81), 
för*p (82), Stil uitb Sali (82). 

3Me gtojje 3üija&[ uon öuubenamen in unterer unmittelbaren (Segen* 
matt tommt nuä iüngfter $eit feit ben £agen, in benen ba? Vereins* 
leben unb ilScreinSroefen ouerj auf bem (Gebiete ber ^nitbe^udit bebeutenbeii 
Stufjdjroung genommen Bit 1877 entftanb ber herein jur söereblung 
ber {wnkrafjett für 3)eutfcf)Ianb mit bem ©ifo in £mmtoüer. 1879 tft ber 
n- ö. Oagbfdmfc herein gegriinbet roorben unb 1883 ber SSiener §uube* 
gudjtüerein. ©eit iNSti würben järjrlicfi §uiTbeauäftcfliingeu P öfters aud) 
^nttberennen Per auftauet, roaä afies Urfarrje tft, bafe firf) bie Crimen für 
biefe iiere oon $ag $u lüg mehrten. (Sä mirb faum ein GJebiet menfefc 
lieber Srfenntntl unb menfrt>liftjen ©djntfenä geben, meldjeä ben Sort^ 
jrfmfc bec ^unbeniimeit nto^t beretdEject tjatte. Bfxetli(| tuerbeti burdi bie 
©uerjt, neue Samen anfjubrtngen» unb butcrj ben Utnftanb, baß ein |wnbe* 
^üdjter ober «'ÄuSfteflfi ben anbern hierin überbieten rotß, bie nnnmtii]eii 
Hainen ber alten ÜG3etbinamiÄfprod)e t tme SBalbmann, gelb mann, 
SBalbiite, gelb ine , u. d. a. unoerbientermafeen gurÜcfgeftellL ^iefe 
9iamen, bann fDldje rote ^altanl SSedattf! n. bfll. erinnern an bie 
finnigen §unbeuamen ber alten ©rieben. WeaaUf^mA tfnncgetifo§ enthält 
in VII 5 nid)t meuiger all 47 futje, fe^r be^eie^nenbe Rufnamen für 
^unbe, mie u. a. TTopiraE (b. i. unfer ^«efan), <J>6va£ (SBürger), 
Teuxwv (Sfaffati), TAeuc ( s Balbmann), Mnbac ( Verlauf), iTißujv 
(^rittauf), f OpMn (Stürmet) 1 u. f. f. ©et unä ift el tjeute emberg. 

1 £art1«3 ^eftfon für ^&^t- w\b 3faflbfreun&e bringt @. 259f. ein itfjm 
ItrfjeS SBerjelcfjntö uort ^utibenamen ber neuen 3eit 




232 



fftntta SronTtj, 



©Otter, ©tittinnen, ^olbgörter unb $etoen teilen if)te ffaffifdjen Tanten 
bem treuen 33egteiter be3 2Meujdjen: ,8eu§, ipiuto, ©aturn, Sftati, 
Sldjtüeä, $)iana, -Weben; cbenfo tut btc SBafbafla, feit bie neuere 
©ptadffotttfmng ben getmaniferjen ©üttert>intmcl mitjer beleucfjtet tjaf, 
bellt ba Soban, Sofi, ^eln, gerta, jagt $ünig Slrtuä unb bie 
(£bba, ßaijcr, Siöntge, Surften, gelbljerrn, fwr^ attei, roa3 nadi trgenb 
einet Seite Kamen unb SRuf tjat, fei ei in gutem ober im f glimmen 
©inne, roirb ^ut äöenamung bes §unbe& beranejejpgen : Säfar, 9eeto, 
WrminiuS, $lttila, üöelifar, ftatbinat $f}lefe(, fogat bie SBaßen* 
fteiner $t>(f unb ^folani. %ud) anbete männltd)e unb loeiblidje 33or= 
namen, mit Doflen roie öetfür^ten gornitti madien feine $tu3naf)tne: 
Sftar., Wim, tßeter, *ßeter! u. bgl. <$ern tauft man §uube, befonberS 
£iebiing3r)unbe, nadi bem eigenen 9t ante«, mie baä bet £mnb Seo in 
©übermannt ,$§ mar^ ©. 51 beftätigt. Sine ftattlidje Sftameurettje 
offenbart bie ©rüfjmamröjiidjt nietet 3)ienjd)en, bie jogar ben 3t bei auf 
ben J&unb bringt. 

fiefjrteidi in biejer ^jitific^t ift ein SB lief in ben großen Söiener 
SSolmungS anzeiget (gemife aud) tu jebem anbern), ba lieft man ©uffi 
Caroline, SÖummerl 9(nna, $ibo %mn&, Sattlet ßubroig u. bgf. 

©in auberer Söraud) ift ber, §unbe nnef) anbetn Xicrgftttungen gu 
nennen: £>arnä f ?>ud)§, Surtiö, SOianS, liger, äBolf, SBadireL 

©röj^e, Ökftalt, gatbung, ßeiiftnuftfl unb gemijfe Sigentitmlidj feite« 
fommen in ben Aancit: flftoljr, ©effeel, ©rfiroarjbfattel, ©d)ioar^ 
orjr, Jiger 511m Siuäbnid. $on 3ntereffe finb bie fubft au timetten 
9ü>jefttoe, bie auf leeltfdjc @igeiifd)ofteii ber Snbitribuen iuei)en: @f>t* 
tid), glipf, tflüdjtig, greunbiieh., grofjHd), ©tob, ©eitex, 
§uttig, Gunter, ©djlau, ©djuell, äöatfet, Söütig, Sotnig u. 0, a. 

35a§ fü&e ©eftibl ber Stndje fpenbet inandjen Kamen: ttfteiac foU* 
ben frnnjöfifdien 9)forbbrcnncr ^um $uub etniebrigen. (Sitten richtigen 
(SJebaufen fprrdjen in biefer giufidjt bie öernitnftißen Gabler innen au&: 
„Saä fann e» mir alfo fcjjaben, wenn meinem 92a men eben ba3 reibet^ 
fäljrt? GEtjarutante, 3olic, SBeüe finb ja gleidjfaflä 28 öfter, bar au^ 
fidi alle* RfftMengtfitBtcf eine @^re maebt: ob fie gleirft noit Uimerftärt* 
bigen ebenfalls itjren graben bengelegt tu«rben. Unb roie mandjer £>unb 
mu}§ Jalatb, 2ur,embuig, ©canberteg, ©ultan, Staifcr Reiben, 
otuie baf^ man barau^ eine 5öe|rf)impfung ber erroätjnten gelben unb 
fjtnVn Würben madjen follte' 1 (®e|. ©dirift. U. 3. ©. ©ottfdieb I Sftliu, 
©ottjdjcb-^erlag, 3S Bt. ^etait^g. ü. Sugen 9?eidjel). Äteinlidje polt* 
tifdjc fflae^e läfet ben SBienet ^oeten S- SafteUi feine beiben S&nnbt 
©ebl unb iKi^tu nennen, um ben admäebtigen Benfar aü$ bem 58or* 
märj, .ptun (Seblni^tö, ju ärgern, 

5Me Tanten bet ^nnbe finb ein ©Riegel bitb ber 3 e ü- ^f* ^H s 
lieb (31. Oftb. 1906) lief burert alle Xnaeäblättet eine tedft bejeic^nenbe 
Wotij. „fcer SBedjfel bcS ©efdjmadS," beifet es ba, „unb ber 38artbet 
be£ ©til« fpiegeit fic^ mie in bet Hrdjiteftur mtb in bet äiiumcreinrid}* 




anobcnre $ubtauamui. 



239 



tung, nrie in ber ©eftaltung unferer ©arten unb unferer ®emanbung 
aitc^ in ben 9kmen, bie mit unseren fiiebüngen, ben |>au3bunben, geben. 
3n einer ilafjijd) angekauften $eit 5°fl mün SHomen rote Säfar, SWero, 
Äaftor, ,<peftor oorj als ba& 93arocf fjerrfcfjte, tarnen bie föaro, 
©tanca imb Stella auf; bie SBortjerrfdjaft bf3 föoeoeo unb be3 ©titS 
Subroig XY. bracfjte un3 bie Stmi, Stjcri, £3ijou unb 3oIi; unb in 
einer ßerniamftifä angebnndiien 3«* toaten bie jjiitrjjof, $eü, gretoa, 
^afner in HÄobe. ©3 ift fetjr intereffont, bal 33orroiegeu ber einen 
ober onbern Äategorie mit ben QeitoerljiMimffett in Söcaictjung ä_u fefcm 
unb gu beobachten, roie biefer ober jener 9?ame in einen beftimmten 
gefd}icbtlid}en 3eitabfd)nrtt jutücf beutet. Oft fpieadn firf) politijrfje $on* 
ftellationen unb ©timmungen in ben tarnen ber £unbe roiber, inbem 
fiefj ein fatirifdjer, aggreffiöer $ug in bie Üftnmengebuug mifdjt; fötale 
tarnen pnb 93 auffinget, ßapriüi, ÜBebe(, 9? ob er U, bie alte poli* 
tifdjer Slbneigung ib,re Öittftefjung Derbanfen, mä^reub öronjc, SSrangef, 
©rfjiü, fto^tuäto, $e 2öet politifrfje Srjmpatbien belauben." 9Bie 
bie §unbtbenamung »on ben afltäglidjften ^eitereigniffen beeiiiftujjr roitb, 
5eigt bie gefteette $ogge §ngen öon ber SSJartbuig, bie ifjt ©efifcet 
tf 3f. ©ctjtmpfuig für bie om 10. Otobember 1906 eröffnete ßunbeauS» 
fteflung in ffiien in Hauptmann t*. Äöpenici umtaufte. 9tad) bem 
©d)lad)tort, too ber §err bef §unbe# gef (impft §at r tyifyt ein fofdjcä 
£ier ©fjitot, (in Sfcorbametifa). 9iecC. U. 93, 3284 ©. 6. fflidprb 
Sßagner mar ein großer ^unbefreunb; er nannte feine stiere nadj ben 
|>auptgeftaltcn feiner berühmten Opern, tiefer Umftanb fütjrt in bctS 
njertöer^meigte ©ebiet ber Siteratur. Süiterarifrtjen -öeigefdimad fjaben bie 
|>unbeiutmen: Sauft, ©eiffjn, ©oüo, geroifj aul Wlala hülfet* @d)au* 
fpief „(Mo unb ÖJenaoeüa" entlehnt, ©ubrun non (Sbclftatt, |>nnne(e, 
92orma, Oberfteiger, Othello, SRautenbeleiu, ©atanelfa. 

2>ie .fjunbe geben in ben (£r$äf)(ungen, Montanen, Spen ben beban^ 
betten gelben bie nötige gotie, um breite, ^tnljäiiglrdjfcit, $u^ unb 1b* 
neigung $u mafen. g. 2)?. $5oftoiero3ftj in ben „Srnicbrigten unb 5Mei* 
bigten" (Berlin, Otto Stinte) mä^tte ein §tj ordnen, um ^eitnabme unb 
Witteib mit bem febroergeprüften unb gebreajlidjen 9(tten 311 roecten. §err 
unb §unb üerenben an eiu= unb beutjetben ^age. liefet %%oz bat eftuaS 
tß^antaftija^eg, ÖVetftert)flfteä unb fte^tmi* tuie ein W eptjifto in gnnbegeftatt. 

|)umor unb ©cberg liegt in ben 9? amen; SBiebu, ?Ufo, SBa3, 
9tber ( t^ang an! $öt' auf! 2)«r §unbeäüd}tet 2J?artin Reiben t)at 
bie munberlid)e ©igen tjeit, feine ^^to&iette nad) ben tarnen be3 griedjifdien 
Slt^abeU su benennen: Älptja, Seta, ©amma u. f. f. 9f. |?luf. 1898, 
91 f.); anbere mähten baju ©erg= unb glufcnamen: ©ro^gtoefner, 
SIBa^mann, ?Rtgi, ^nniger (ein 93erg fubt. ö. SBien), 91fjeiu (9R^in), 
Souou, (Sbro, SBaffer, (Strom u. a. 

^ftan^nnamen roetbeu fefteuet ^ur Benennung ber $uube tjeran* 
gebogen. Sirfe, ©rifa, ©njian, Äotjlrabi, Pfeffer finb mir not* 
gefommen. 



2U 



gtaiii ötflnfp, 



?luä bem ©e&tere ber Üftincralogie fünb id), fofem mmi tum „©off er" 
„Sifen*" abfielt, menig Jpuubenamen. 

3)urdj ternbeutfdjeii ©cfjatt fprecfyen manche Tanten aus ber SBelt 
ber Kardien an: ©tjeubrecrier, feifenfeft, Üumpeujerrer, ßumpen* 
reijer, ftonig S)rojjel&art, 3 U biefen ©afenameti gefeflen firft treffe 
lid^e Smperarhmamem $acfau! 9?eii^am! ^Jufcennjegi ©inline tarnen 
roeijen gon^ benimmt auf 3me<f, Oebraud, unb ©eftimmung bc* $unbe*. 
®te tntetefjantefie GJcjefljdjajt jinb unb bleiben bie ^agbfjunbe mit ifcren 
finnigen poetifdjeii Warnen, 1 bie fid, rote ein toter $aben auä alter 3 e ^* 
tu* in unjere ©egenmart gum %ül rjeretnjtetjen. tiefer großen ©Übe 
reiben ftö) gegenttmrtig bie ^Jottjet^ unb ftriegäfounbe au. Alarm, 
S)epefd)e, 3)iorifc jinb brei Äricgdljiinbe be£ 2. Jiroler föatjerrcgimentö. 

i>tt bftr. ftlub fürSurustjiiiibe'tieianl'taUete am 27. unb 2«. 8Ääx| 1907 
in SBien Prüfungen Don basierten Artteg**, ©anitäiS* unb s $o%irwTiben. 
©eiber Prüfung roareti üertrden: ©rna, Äiuna, ^ßting, treu, ©ieg* 
f rieb, ;§arra$ r Üw^i, Sump, Stillt, Sarbaroffa. 

3Me ftrembtänbetci mcitfjt fidj auf biefem ©ebiet aurfi ungemein 
breit, befmtberi bei bell £nru3rjiinben. £>ie .g-UTibeftanimbücber, bie .§unbe* 
au*itelluug*fataioge u. bgl. bringen franjüfifdje unb englifdie 9Jamen )cborf= 
njeije Jjerbei. Slbec aurf, bie Übcrjc&ungen fremblänbifdjer Romane jefcen 
foId)e ^reniMinge rnjd) in Umlauf. 

©taub au$ bem Ärabannfel »erraten folgenbt Jpunbenameu : Ziffer f r 
«ffi, öafferl, JBalhi, Sintert, SBubi, Surjdjert, ©uifi, Bufti, 
fccberl, £uM, Shirt, grinettt, gipferl, triebt, 0fojtl, ®iger(, 
©ipfi, ©ogert, ©reti, ©retetl, ©rett, ©jdjafterl, ©tintm^ 

tanji, .ipanjerl, |)ergbinfert, Jperl, ©uaberl, $a&i, £uri, 
uniperi, SKauferl, Sftenfdjerl, Stint!, ÄRi r ft, 3Jturferf P 9tfuefi P 
WttrT, »rieft, $ipe(e, $ oibt, f oli, $or.l, $unftt(, $»ffi, 
^ufci, Äolli^ Mujfi, ©ali (— Äöfattel ödjafeerf, ©ebetferl, 
©djipU ober «ödjipjtrl. ^efjlantert, ©dinapfl, ©rfpnectert, 
©ebufteri, ©a>ud, ©peji, ©tamperl, ©ufi, ©trjrj, limmerl, 
Sommi, 2oni, Üfaotferl, Urfcbl (= Urfula), SBalfi, ÜBaljf, 
Söurgl, 3:*anbi p 3 u f et ^ u D * Q * ^ ur wenige odii biefen in ÖotI«rrei|en 
Ijerrfäenben tarnen treten in brn tmrnetjmen lltei^ ber ©|>ort' unb 
Surusbunbe ein. 

Sad folgenbe 2öbrteröerjeia)ni* ift ein fleiner STu^nitt üon bem 
Sßeia^tiim au ^pnnbenamen, bie in ba3 feurige Schrifttum Eingang ge* 
fmtbeu tiaben. 25ie Romane, DfcotKflen, @pen, ©agen, SDJftrc^eii unb bie 
öielen ^eitfdjrifteu bergen nort) eine 3J?enge ©djäfee biejer %xt, bte um 
?tufle|en einlaben. ?lber jtfjon bie mitgeteilten 9lamen gmätyctn Sin* 
bliefe tu bie «Seele beä ajtenjc^eit, \ie oerfünben beuttitrj: grrube, ßttft, 
^eilna^me, 3nnifllcit, fogar ^er^tic^Eeit, Särmc unb breite — jum §unbe» 



1 glflffel füt>rt unter fcen ^agb^unbenQmen an: SHtrfc&nfrf,, ©torfe&ufd 
©lörfner, Senfter, Stontor, ©ängertn, Saute. 



SRobeme ipun ben ainert. 



235 



Dar bleibt nori) bie engend) me *$flia)t übrig, alte« jenen heu üjnen 
gebiifjrenben $)anf an btefer ©teile ab^uftatten, bie mid} bei biejer Arbeit 
mit ÜHat unb lat unterftöfet fjaben. 'Eiejer 3)ant gebührt bem $cof. a. b. 
aSiener £grori4UfttaBte £an£ Strtgf, bem Söietter ^eti^ion^profeffer 
Dr. 3g, ©eipef, bem Üattbe*nrdjibar Di\ ^Ctttoti Singer in SBttti, 
bem Siener ©nimtaftalprDfefior Dr. §. ©eblmntjer, bem f. f. Santa« 
fdjuünfoettot Dr. ftail bieget, bem hörnte« ber f. t. .^ofbibliDtljef 
in Sien, Dr. Stöbert 'Icirtil, bem Steuer Turner jdmltefyrer Üiubotf 
Sißlcr uitb bem [ieben*nmrbigen %m* unb §uubefrcunb Sluguft X reib er, 
Beamten ber dSfomte^attt in Sien. 



Hbf n ton, etne Dogge, ber Start 
?p&ult in ben Sl&eater-fmmoTeGfe» an* 
bfctitet, baft biefer #imb Jemen £>errn ( 
ber )\d] in3 ßoftüm geworfen fiatte, nirfit 
mefir erfannte uitb itjit altf g-rembttng, 
als (Einbringung befjanbelte. ijßei^ man 
nidit alles ben guten £utnben anblattet! 
3tol. UnibfbL y?r 8606, ®, 23. 

, Stbba , eine fitr.^haavue X ndistiünbin 
fC. £>. St. X 1892), 6en arm t nadb bem 
gletcrmmntften Hufen 'JtebenjFliiN.ebeä^Jo. 

St & e t -8 l t (j , ein -Sdjitcf er ( SB. it. $. 
1806, B.618J 

Slömtrn f, ein fdiottifrf).®diäfertmnb 
(Q. Stuf. 1899. ©.36). 

Siegt er, etn <Sbi& (Oft &, ©t, CTr. 
1901); Wegir, ber ©Ott be$ ^eereS, 
bcT^immltitfan unb irbifdieu ©emaffcT 
itadi norbifdier ^Phitfje. 

Wffi, ffofenamen für SfffcnpiitfdKr. 

§[f xa b. ßoDnrfl, ^eutfdVSangbafir 
(«HJ. it. |>. 1*'06 # $. 444). 

9tid)bor n, £orb, eine beutföe Dogge 
(9. Stuf. 1899, ©. 82). 

SCYba, eine beutfdic iurjbaarlge 
£ün5in im- XXL ®. 812; fl 14), &e^ 
nomtt narf) ber ätfjio&tfcben Sftaotn, 
ber .ftaubtperfon ta ®- ©eTbiei öter- 
oftiger Cper. 

St ja« ($tjar). 3)ieffr gricdi. Selben- 
rtome ift fe&r beliebt : m. 1908, S.415. 
— 9. Huf 1898, Z. 26 - ®ad SBnlff. 
SReue üNänljen unb ßnfttilttngen. Serttn. 
|iamiober. €clpifg, 1894. «3. 31. 

SUtub. 
9t l a r b ift tiin, unb meine Singen fCtcffcn 

OTit Sbräneu ber ^ietaudiolie ! 
£)a liegt et tobt m meinen 5 a ff ert * 

3>aS gute ©tefi 

©o tefingt in 4 (Strogen ^att^ia« 
Glmibtuä 1^7" ben £>unb, ben etfo lieb 
gehabt. — Sin ^Jacfan unb an ^ttarb 
ftetlt ßlaubluS bie Olrogett unb ü»fäd)- 



ttgen ben SMclnen unb ©d)ttmd)oi gegen ■ 
über. III 11. 

% l arid), 9Sf). 1900, &. -344. - 9tb, 
gebilbet Im öftr. Iijn. ^ofjrb- 1897, 
©. 22; ?t. — ber berühmte ^önig ber 
3öcflflotcn, geff. 410 uadj (Ibr. 

ffllbei'tdj, Äubeuauut SWeilter tn 
©t Hubert* (§. «uf. 1S98, B, 99); 
im imitnL Sinuc: ber ^ir-erg, mit bfiu 
Siegfneb, ber ^jelb be^ $ibelitttgem 
Itebe^, ju tarui.ifcTi batte. 

aibebnran, ©q. 1902, ©,301. 

St 1 1 ein b. fiir,^. Sorftebty, i fcftr. f^tu 
^abrb. 1897, (5. 868), 

Slltee mit bem Sitel ^rtRjeffe 
®. «uf. 1906), 

*U t, „Xa ift 9nn" ... eine präd)^ 
tirtc, gretfa gelbe Xogge fprang mit 
freubtgeiu ftSebcll auf Die ^hibrijen unb 
mit luftigen ^ä(jeii «m fie b^crum 
(?öa^ter 2)hit b. W, ©erwarbt im Sttma^ 
nad) „Omige 9Jfäbdim". Stclcfelb uu& 
Öeip^ig, ©. 172». — ,5i"ir iJlit bietet 
fitf> tn ber fHattenjnnb dn ge!b großer 
aairffamTeit bar H i ernft to- ©cniüev Im 
Strefe. 21. Wai 1824 an feine graut. 
3ui Öftr. hm. §MM. &■ 1897. Ä 205 
Ift ber ^unb ?Ui^^afrfia «bgetnlb«. 

9tlif, in ^üb;mcu Warne fite ©j% 
liintöc lidiriftl. b. 31. treiben 

^Utmenc, ein S3iub|piel be© preup. 
Königs griebrid) II. (ftstt. 115. — ®gl. 
Set. 2). 81. = bte Butter beä ©?rafte^. 

mtan. 

tfjm jur Seite, fmiöeiue&elnb, 
'pratrg fein Öiebfinfi, 9t Unit Ijtefj er, 
©tue iöeftie ftol^er SHace, 
3?eren ^eimatö bie Sierra, «fm. 

(üHoitian^ero bou |setnr. fteine. $anu 

bürg 1852. ^>offmonn u- Qange 3.131.) 

ÜUlorö, ein .ffunbename (^biottfon 

Wembeccenfe, 3eitfdjr. f. ^Söfotfdj. S, 

201). 



236 



grana Örantö, 



Sttma, üam aijampion „aRuitßü 
tjoir «tl lieft betreu" (SR. 1901, 
£.330). 

Älfo, ein frber^nfter^un&ename im 
alten Sttfitfel: 

fiaifer ftarl (jcitf einen £mub, 
!£em $üb er einen ^Rentiert au3 feinem 

SÄunb. 
Slfjo l)ien hälfet Sratl feine» £>unb. 
5Bie $tc§ ber #unb? 

eimiodV bentfd). tftnbb. 9ir, 1037, 

Die Rt 1038 hingt ein cftnhcfcd 
©djer&rärfcl, worauf geantwortet werben 
muB» ber fnmb fyieß „¥3a3\ ~ Scfter^ 
weife fragt mau, tote ^iefi ber £wnb 
beö ^LPttmÄ? ,xlDer* ift J>te Stnfc 
wart, weil e3 in ber Sibel Reifet: spetrnS 
ging üon Rinnen, bex |>unb aber 
folgte tlmi. 

91 l t f et) u l , ein Zta<ty6$unb (müttbl. 
t>. |>enn R. »tatet). 

91 mi, — mäümtb id) biefeS frfjrcifce, 
fietjt pinter mir mein Keiner 90top3 mib 
bellt — Sdiweig nur Stmi, birti Ijab 
irn uirfit gemeint, Denn bu lieöft midi 
uttb begfeiteft beuten £>emt in $lot lmb 
ßcfafjr mib roiirhcft ft erben auf feinem 
QJrabe, eben fo treu wie mnurfier andere 
beiitfdjc £junb, öer in biejRrcmbc ber^ 
fto&tti twr ben Stören 3Deutfrfilntib3 
Hegt unblningemmb wimmert. {& £>eine, 
ftelfebilber. $bwn ober Öa3 SBitm Le 
Grand, &np. 14.) — 3knb 125. £.224 
ber giß. ©lütter gibt ein f cfmunlneS ^öilb 
ctneS öon einer Wäfdimn ßeftfixften 
Unit, 

Slnior, Oft. $. ©t, Hr. 2234. 

9t n b r o ttt a d) e, ein bragifiaariger 
fcunb (Oft, £. 6t 91t. 1867); ST. - in 
ber 3lta« ^eftot^ Qtottin. 

Slunerniel Dom JHnrferlberg, eine 
fdjitarirote Stadwfrinblii (£. Stuf. 1897, 
B. 97), ML ift oolf3t Sitbuug aus Stnna 
2JJarta unb fjat auefj bte 39ebeiituug: 
befdiräntteä, tölpifdjeö ^rauen&immcr. 

31 findiger, ein Icmgljaariger @fc 
£eonb / atb3l(>uriö nadi öem fflot. twn 
SSlen ftefjenbeu Serge gleidjen 9tatnen8 
benannt ©. Sluf. 1899, 6. 6). 

8Intero3, ein fdjtefb einiger $ecfel- 
$unb (833. SRaa&e, bie CStjTOTiiF ber 'äper* 
lingägaffe, SBeriln 1894, ©. 36i; gried). 
'Avx-^puüc = <5So« bei Gegenliebe. 3ftau 
Ijat bem (*ro3 nod> einen trüber St. 
pgcfellt, ben bie Irjeogonte be3 |>efiob 
nod) nldjt nennt. 



91 p o 1 1 o. Stuf einem JHafcnoorfprung 
unter einem breiten Sorbeerbaume faß 
Jpijncint£)t)ö, ber SEHemz be* Sßoräiefe, 
unb neöen iijm Ä v fieffmCnniK^.J&eine, 
Sie ©aber oon Öucca, VIII. ffapt.)- 

SC p p 1 a u 3. U nter bief em 9la men lernte 
idi am 5. Sluguft 1906 m Ökiaben bet 
Saben in OTeb. öfJr. rtrtfdjöne«! &$tn> 
plcir eine* engl. $81nb[piel£ femien, baS 
SCier Jitar tjoefibeinta, b^ottc einen ieljr 
InttflgeftrccfteH Siopf, rcdjteö unb Itnfed 
O^r »oaren folilfdiioarj, im Übrigen 
mar ber §uiib mit Slu&nci^me etncJ 
ganj xegäniAgiflen, gleidjfdienfeligen 
fdnonr^cn 3)reiedeö auf ber Stinte 
blenöenb melß. ©diabe, ba\\ btcfc£3Bfnb? 
fpiel foldi loinbigen fRninen er galten öat- 

VI v i a li n z, in ber @ cptembernmumer 
ü. 3. 1906 ber .SBiener Wüte* Im 
Vornan ^attai Athene K v bie ÄömgS* 
todjtcr auf Äreta, bie bem Stjefmä be» 
^i(flid) ift, fid) im Öabtjrint^ ^uredit- 
juffnben. 

Sttgo, ein prädjtiger 91eufunb(änber 
(flatq. ©c.). 

SlrfloS t ,r)tetj baö -tfdmaujcrljii üb- 
d)en" (%\et&. 33). 

Streue, ber .fmnb beS 11 In Je», mirb 
Pon ferner befungeu (©r. 5901. — 
$. 9(uf. 1897, 4. — Sttflu&ftibeliiRg. 
SUi. 1901, 330. 

Kr min tu 3, eine JRftbe, gelbe Sogge 
(3. Stuf. 16.) 

«ton, £$. moo, 6.173. 

Slrfa, mit bem Seliiamcn ISanlanb 
<SCR. 1902, ©. 423.) 

St r tue, ein ftidjelb^aariger £um> 
(Oft 4>. et. III. 1881), 

91 3b», ein $uttbenatiK im 5;bio* 
ticon Wtlneeceenf« 0. % föxi 8^«« 
f. DSBfort*. Vlll S. 203), loo fltuge 
nod) aufmerffam mndjt, ba$ biefer SRame 
fidi and) bei ffllrfiel) finbet (©. 6). 

91 fn, ber fcunb be3 3ukn 91ibia<J 
in ben '^tubien 31. Stifters, ßdpaig 
1893'* IL 59, Etefcä treue Sier, 5a» 
feinen £errn anf bie im SBalbe au& 
Sergeflcnbeit liegen gebliebene ©elblafce 
auf alle möglldjen Wirten an^merTfam 
marficn unb 4urücffür)ren wollte, rotrb 
Pen fetnem ßeirn, ber btn punb bon 
plfltjlidjer ilüiit befallen inafjnte, cr^ 
fdjoifeit. 

«ffa, J3. Stur 1905. 

9lt^o* bon iBiel, ein ©ernljarbiner, 
toetp mit roten ^Blatten. 



attobmic £unbenamrii. 



237 



Stu&rt), elgentltdj ber $unb bc$ 
tRttterS 81. ton Montdidier. ©r. 636 
füljtt biefen $mnb untec bem Women 
Sl. an. 3>lcfer £mnb, auf ben bei 9tame 
fetncS $iertn übetgegangen ift, füört 
$ut dntbedung öcä 2Härbet&, ber öfti 
bittet «. getötet Ijat (1371). $n bem 
öom Ädntge öon £$rantotrf) tmaiu 
ftalteten Botit&fätU jrofföcu bem 
#unb ttnb bem nuttmafltlrfien KRötber 
unter liegt bet legten 1 . Tiefe ^umöege* 
fdjidite tarn burm ben dienet Rollen* 
btdjtet 2U. ©leid) 18ir> unter bem Stiel 
3)et .£>unb beö Slubtn auf Nif 
SBtcnet Theater. (Bin anöereä Stiid 
Ijeiftt: öerr Möcurc Slraljerl tmb feine 
g-amilie ober beraube! alS fthtb& 
tue ib. Soldie Stierfornöbien gab cv im 
erften Vierte! beS 19 Qfyb. tticiit wenige. 
35er ißoff eitbiditer 37teiäl erweiterte öicfen 
SdjirfiaiSpubel in ben „galfdien 
Äoftifen" {Hill. §tn 3oö« 1*16 «* 
febjett ^erinetä £raoeftievter j£>tutb 
best Slubvö (a©.S9flßettt.d.Sttfcr. 
2)eutfcb*öftt. Citeraturü,e[rfn\iite II 533). 
©gl nod) flt, 3. 6, mo aue bem 3- 
1528 eine äfmlid)e ©efdiirfuc mitgeteilt 
tft unb mo man Tieft, baß ber &m& 
Ülutru cnidt in ^eipjig unb in SÖeiiimr 
über bie ©rettet gegangen tft 

?(aot, St^orl, ein meitPertreiteier 
pwmnam. Sgl. SKündbncr Silber- 
bogen Vfr. 503, Ter Ä v ober üiel $?ärm 
um nirtu*. 

S a ba o , einet ber riicMidjften £nmbe, 
ein Meiner ©riffuu, mit ftruppigem 
i^eQ uub fingen, iiieufdjltdien Äugen 
(Äat^ SBr.). 

©abtue mar ein 2Binb|pieI m^ten* 
ften ber fütftiidjen O&L'tb&fmnftcrin 
(Äaier murr. 3?on @. £. St. £>ofrmann- 
Seipjtg. ©. 351V. 

«Bai bin«, S&. 1903, 61. 346. 

^olio, 3Ö& 1^03- ® 346- 

SBolöur, 3B$. 1903, @. 327. 

SBämfrer, bie, flctn, £uin&: bon Cam- 
per, lurjer, bitfei 3Renfä 1$&Q861 

©arbaroffa, ber 9?ame elneS 
3>art)öbimbeö t5BatbniaunSb>il, ^a&rg. 
1902, ©. 881, 

Sarbolpb. „©diou gut, ©,, ftfjon 
gut!" menrte ber tfiäuberljQiiptmann ben 
ntäditjgeii £>uiib ab, ber feiner ^reube 
in ungeftümen (Sprüngen ÄuSbrurf gab 



((Egon Seltner. Maria Stuart, ein Gift. 
Montan. 29. Sap, abg. im „©cftftldjtfis 
freunb", £>reäbcn, L 93anb, 'S. 208). 

Sär, $, Stuf. 1898, ©. 1U7. 

©aron fjeigt bet berüfmite .fmnb 
ber geuerfpri^e SB^itefriiirä in Sonbon, 

Sarrtuo u. ©utron f .^mef^piinbe, 
öte für Xon Cuiiote angerauft roerben, 
jTOet b,errtid)e 0unbe, bie bie $>etbe bt- 
madjen \ Zkda Dmt Öuijote, IV cap. 9), 

935rbcl f raubb Tadi^iünbin (Oft. 
^.,©t. XIII $t 1839k 

Partei, ein Tadel, im ftcMtQrton 
b. 9i. fr, ^Jr. bam 24, Januar 1899, in 
£nm& biefeä i'Iameuö ift ,. b e r .£> «nbe* 
f p o rt ^ fj ä n ° m e u - m£ o b n " ittbeitount 
[W. !899 y 407). 

$afct, furjb. beutfdie SJotftcÖfjnn&in 
(Cfi &*®t XII, 9er, 1632), 

93ätfm,.ein beutfdier, tu^baarigex 
ffiorftcliri. (Oft ß^Cü 2O01.i; B ätsch 
= imgefdjicfter, bummer ^enfttj, f ofenb 
»&tfd)etL 

Sa n mann, ein (ie&raudj^bunb (Oft, 
^.^t VII. 16891 

33fliifd)an. Der ^)etb einer lang«^ 
atmiiien Öefifiidne einc^ ^tmbeS (91. 
SSr. täflbl. 21,/VlII. 1906). 

SJaiiyl, ber, ift nidit nur öunbe- 
nante, baß Sort bejeidwet in ber Siener 
SKunbart aud] einen iJiann in (ugenb- 
lidjem ober mtitlrwn ^Itcr, ehüaö unter 
ber normalen 3Ftenfd)cn große .iitrüd* 
geblieben, 0011 etitiiebmenbem Äuöern 
unb geietugeu, angenefintcn Umgang^ 
fonueit. 9ludj ein uecftfdjeS TOäbmen 
loirb unter SB. üerftatibeu: .fdiou als 
Heiner üHnurcrl Ijab' id; ja tagtäglidt 
int ^)of bei äßerfelbegkitung Solo ge^ 
tanAt" (Der Btener gra^ f I 6i>. 

©ebeliue, eine funb,. a)ad)eb. (O. 
^. 5 St. SO. 2322i. 

g^elif ar. 9fadi bem berüEjrnteu 
gelb^errn SB. benannt, ber 505 geb, u. 
565 gi'ftarbeu ift. ^n .Spetuce 8. ©rief 
an ttugiift ßemntb Reifet e« ; ©r bettelt 
fiomft ^umoriftiidj. ®r ift ein bider 
gaulmauft mit einem rott er [offenen 
©eftdjtc unb an feiner Seite füljrt et 
einen räubigen, bliuben $imb» ireldien 
er feinen Sei ifot nennt, ©erÜRenfd), 
behauptet et, fei unbanl&at gegen bie 
£unbe, bie ben bltnben SRcnfdwn ja 
oft «tä getreue Rubrer bleuten ; er aüer 
motte biefen ©ettien ibre ffiJcnfdienliebe 
bergclten, unb et biene je^jt al£ ^ü^rer 



238 



gtaiu Stattet), 



feilten* armen ©elifor, feinem Uinben 
ffeiate 

Sei In, mit bem Beinamen Tambour 
(Tl. 1899, 0. 40TK 

»tltöft f. «"reif. | $nb wo ©etlart 
rtlife ungefdrtdtf | flllediiuetlern in eil n- 
iöfet uiebt (Fr. Jv.); 39. mirb biet midi 
als „ber ^fliinininb" bezeichnet. 

©ellar, ber, fontnm. n«6 ©etto unb 
<ßta)ln 

»ffflR. 

„T-cö frunfen fflbpfed gutes Ccben 
^Cftelirt ber neibifdje Söellin; 
©eütn, tsor bem öie ftafen ließen, 
£aö iHebljubn fällt, bie &üd)fe fliefjit," 

^u $R. GJ. VtrfitrocrS ftnbel „Der 
$umxhtinb* föafelbicfifet , (Satirifer 
mtb ^SopuIarpIjUofopben beS 18. $fyb, 
£etan% P. Dr. g. 3Rhtor, SBcrlin unb 
Stuttgart. BB, Spcmann, 3. 26.) — 
Unter ben gegeimiärtigeii 2ptirtbun< 
tan begegnet aurt) öer ".'fam: „Skllme" 
CS. Stuf. 1905). — gel ff. 58. ift 93. 
el» Inngfüfugct ^agbljunÖ, Springer 
il88(.).. 

Seil a^ einer ber aUtäglidiftcn tarnen, 
bou ber Stimme bc£ .{unibes fön bellen 
hergeleitet .fpaffmaim uon ft aller sieben 
■;lur. Qebirffc 3 891) &efingt einen 
$un5 biefeS 9?antetid am 19. Januar 
1878 in febr rinblimer Sri Eo heiftf 
ber fitttto beö Stemtmexi ©tarquaxt 
tn Ö. Raflfefl tSbroniF ber Sperling^ 
finfie 2 74 intö mirb „ber @ble" 
gutenazmt 

©elom, ein Srtiofebüublein, bem au- 
gemutet wirb, Me iiluanmic auf Der 
9fafe, bte ber £>err WmtSbauptmanu 
im Kampfe mit ber Scniftcinbere bauon- 
gettnaen, rubre nidrt üon öiefer, ronbern 
Pen bem flßerUcbftcn Verdien ber ! >fi?Üb. 
Vlembcltef IVrnftciubere ftap. 18). 

SBen, cm £iunb ofjue alle 'Raffe, abeT 
febr fing; er wirb ber ffietter feines? im 
(Bebt» bereits batb erftorrten #errn. 
(«ufcbemÄklnleöen. £.$iü*ln0cr,8<iljx; 
tUjne SerlagSjabr, 3 17) 

Benno = löeniborb b. i. ber ftraft- 
r>oUe (35b- XX l 390 . 

fjetßöiif, ein öftr. Srarfe (Oft $.* 
©t, Vll 1889). 

berget, ein fuxab, 3)o<Mlmnb i CiL 
£*©L XII 1806). — ©er flexi, nurfi 
em Tocfel, obgebiltat tn bev SWonntö^ 
fdjrift Steuer »tatet. 111 ©. 48. — 



©er gl, ein ©orftebbnnb (Ä 1898, 
9ct. 12). — ©ergerl (SHJfc 190S, 
312). — ©crgcl (Oft. $..®r. S. 
2889). 

© e r g m a u n , in @J, §rcotaa,6 , Soli 
imb . Emben", II 167. — SBetßiiuutit, cüt 
Dädifel, mar feinem ^>ernt mit foldjer 
Siebe ungetan, ba^ " tbn bei feber t^*e= 
leßenlieit auffudjte. Seine 9fnfe führte 
ibn, nwim er uadi Verlauf einer utertel 
bie galten fttimbe öurdi ba& öabijrintb 
bon fBpvuim anbexer (idiü^en, bie fid> 
nad) öerfdiicbeneii »Mditungeit bin gl 
teilt botten, fidj burtbarbeiten nutzte, 
ftrtier |tun glel (S(. u. S?. STOüa. 800). 

©ergmenbl. ^anf.b!tH, ©.» 

©eriin. SRaria Seftftner bemerlt 
in ber 3eitfcb. b. %. f. So!!§f., 3. 1900, 
8 . M : Ter .£mnb tft ba* einige iter, 
tvelcbev bem !9Tenf eben auflebt, alle anbent 
fiefcn Hern ibm fort, fett borten im 
ftotet bie Tanten; ftujjl, »ran|l, 
iöelle, gtoefer, 3Rotir, t'Jeger, 
©erlin,£miuei*et,^olF, SSoban, 
©mnofcle, V?ipsj. 

berliner!, iH. C ©t, - 

©ernbarbtiietbunb (C. f. extra- 
riu.'* StBecnardt] ©t. 137. — „3)er 
St. öt f n b 1 b -- b ;m b " , beraue 1). oom 
St ^anlKuböfluü (ü'Hindien) 4, 3Uif 
Inge, 1M5, bringt bieü&tlber boubteCen 
£>intten Öiefer ungemein beliebten WnRe 
nnb bereii dornen: lilituidna^obarb, 
ftPdFbaotiger 0t 93ernbarb3rübc. — 
SRuittmm'^Bo rrfr $» uenf clb , lan gboa- 
rlner 6t SBeru^orbSrübe. — Slam t>on 
©iet, ftocflitiaritic St. 33embaröätmubtn. 

— SiJotajt bott Sdjmabinrt, ftorf^aariget 
ERfibe. — $etcT'$Ianfftaot # lana.bauti- 
ger 3?iibc, — Kotott II tiom s Weinbofl. 
binntianriner JHübe. — ftnna uom 
Jnnncnbiifdi, Icnigbaatigc ^lünbin. — 
©altrauöe nom iüetnlmß, iangtjoarige 
ßfinbte. — ©ernfjarb oom £>oipte, ftoif^ 
baoriger SR übe. — SItotaxIS ©arrtj„ 
ftotfbanriger SR übe. — ^ima/J-Miito bon 
Slrtb unb'^exflmann ö. Slrtb, beibe ftotf- 
baaxige Bfüben. — Söobanö Ösinn, 
ftodboariner 'Hübe, — 8arrp»©öpl?ta 
gen, ftocfbnaruicr iHilbe. — Üoilc-Urad) 
t>. QJuftrub, longbanrige fcftnböt. — 
3Jtoufd)e^Bdi öon ©üjTelbinf 11. I5bamp. 
£toubabüur, beibe langbanrine Sra&ttt, 

— Übntnp. ^Into- Rollern, ftorfbaorif\cx 
Mi'tbe. — Übom;>. ©eüa »0 in iltngßen= 
b>f, fto<R?o«rige ^ünbta. — Petita II 



fRobenie Junten amen. 



239 



bom föein&ag, ftoefbaarige £mnbin. — ■ 
9?orma bam 'Jeiunuä, ftocfljanrige £mu- 
bin. — Otbelfo^Naruä. ftodljaartncr 
9ftüb«. — SJarr^lSonnftßtl 111, florf* 
baariger SRübc. - glota bom ^auttuS- 
JHruö, T"to(f haarige $ünbtn. — StunuenaL 
bom Siklnöag, uinajxiatißet 9* übe. — 
©rieft bott ©unbeibutgen, ftotfbaarigc 
J5ünbtn. — Sotb ©arm, tangöaartger 
ftttbe. — ^)Dunt\ ©orti), lanajaaxlftet 
SHübe. — Renn 1, tanßbci eitriger ttfkM. 

— IS bomb- SLHebor SJJalatiae, iaugrjaaru 
MC etQ&C — v Iftunt(l]iQ=i 1 otÖ4lTficia, 
langhaariger fflübe, — fieanber o. Sörncf, 
[aitg£aa i iget ERübe, - ^ami ßaumiart 
in. Eang$aartget 31 übe. — Sftuuidiia- 
Qbo, langtincirijicr {Rübe. — SSJobantf 
äfaäfo, langhaariger 9iüöe. — 93arnj 
bou -frirslaubeu, — Siegerin J$eumi) 11 
@üppiugen, ftorffiaarij^c .Enntbiu. — 
Daniel 11 bau .frivvlanbeii, ftüiiöoiariflcr 
9tübe. — SubftesS Stoja Dam tfu,}tbal, 
[angbaariger SHübc. — ffitobanä 3at't&o, 
ftccfbacirtget SRflbc. — ©oiov, Stfonnrrt] 
bou ftaimobet, i'co bou aBafferburg, 
SiUu ddh Cerjbauferv Öoki4tvacia uou 
93et gLxmieu, £ leg« ©nrri) bou $fiti$. 

— Champion *2flumcriia:$terettc bom 
SHfindmet Srinbl. 

gm ßkbidjtc Sänttl rluSgem. ®cb. 
b. SJetlcp b. Siltcttaan 866) mirb bem 
»treuen 93emfinibtticTt)unö" eine be^ 
lebeube ttub ftfmmmigöboüe Dfofle gu~ 
geroiefeti- 9tud> Söernbavb allein 
rommt bot (Oft M5t X 1888} «nbere 
92amen fiic ötefeä ^u^uögcfrtileriit : Me- 
teor, iSolloe, fflurrti, tytafrfia Umberto, 
JRigi, fflibofi, Sir b. ftittftetg, £unnert 
3bo, Staat), lautet Wöben; £mub innen: 
§QBortta 3:ftiro, Htbn. tnon &irSlaubeii, 
furniere grlHa (3 Auf. 1906). 

33er tl, ein glatthaariger, Jrfnoara* 
roter ^adi&bunö teitbteu tSditagcä 
(gittern. Wu*\i. 1901, ©ien). 

IBetvar, an ungarifdiet Name, mit 
bem und) Crto $aufer$ (Stählung 
„Süigelila unb SKaftvme" ein Rödler 
feinen .fritlmerlmnö benannt bot. „3J)er 
beö 9HQ0b(irifdjeii finibin ift, weiß, bofj 
SBctmvr und £»mbeicri fo jtcmlicb, bas^ 
fclbe ift/ <9<. fr. ^Jr. 23. Ofib. 1904, 
©. 32). 

$la»Fa, eine uid)elljnfma,c, bentferje 
SJorfn^ünbin (Oft. £.*St XI 180». 

23 i die, bie, eines bet SBinbfpicle b«i 
townjjifdjen jtdniaS frrlebrtd) II., baS 



ibn, ben ftünig, burrfi Ifugeö ©erhalten 
boit berlotgenöcn ^wmbttW« Qt rettet 
bnbert füll 2)cr Keine fft fron^., fie« 
beutet C>ü"bin unb nerrät bie S?iebc 
beö groieu Äöniflä ju biefer iSpradje 
(ffoit. 116. — Sögt, ftl. HJ. 

SU Ib. ,10« ^imb SBiCh) orfitete 
nid]t barauf, fotibern fnör fort, J^jerm 
Rummel feine (^Tflebeuöeit jU berncifett." 
ÖJ.g.VU a. Tö. — ®lM, ein a>iuö^ 
mope E3ft. Ö>. Saüöire ^iimor. aBcrt. n 

©. nsi. 

93 in go unb onbete 3:ievgefd)iditen, 
loutet der £iiel eteel in ^cibjiö büi 
ißöfenri unb Xrepte 1900 crfdiicneiten 
93ud)e^, tüo bie ©efdildite be^ |>unbeiS 
5911100 erAä^U mirb. S. 24:5 363 i[t 
nodi itne feunbebtogtob^le ju lefen: 
ÜÜntin, ein fedjflferfjunb. 

Söirte, eine ftidielboorige beiitjdje 
SBotftebftünbin, paublttlffl mit btttW 
neu Platten ^ftcmlditfrfte* $i. et.=93. 
s Jtr, 2.-.: it.. 

33 i ü n 1 a , eine feÖnbiji nu5 ber^rnbpe 
ber ISüllIed, f>ot fidjerlid) tfnreti Hainen 
ans bem gleirfmamtgen ÜHoman üon 
geltj- ?nt)ii. 

©'iU, ein ftldjefq. b. SBorftefli. fÖftr. 
Ei»:, g. 1897, m. 262), 

©iörn, füll, et ift ein ednyeöe, !ein 
5>äne! befahl bns? SÖtöbdieu UM bie 
3)pgge [diing nud) citunot einen Icih-it, 
beücnben t«H an unb lauerte firti neben 
(tircr ^enriii Aufrieben uteber (Siarin bou 
©rtjroeben, Lobelie b. 9Si^. ^ciifen, 8. 
37 1. — SJloiiFwLir 39. — fur^tueg SRon* 
fieui' betrannt — ein luuubcrfdrfner 
^rianb-'^bllj ber ^rinjeffin Siepbauie 
tn OrDöjbOT (93erto b. Suttnec. Uh ft. 
treffe b. 9. Rannet 1907 Im aHotfleiif 
Watt). 

331ad ^äfletfteinib (»Öttef« 
Jungen beö n. öftr. ^ngbfd)utj-3Seteine« 
in «iteu 1909, ©. tlö> 

©lafdjte, ober mit bem eblen Tanten 
„ftran ^latdife 4>ui ^ob*. eine 
IntA^oarige Sadisbmibtn. w ^put § ft 6" 
be^idmet beu ßioinger in 39tfmn (Ö|t. 
£. ? <£t. ^r. 2S34). 

üBlnfftl. „©ei fttaujl gebt ä» ba 
$>unböljiitten tun unb ftreidielt fo freuuöü 
*eu ©laffeL" (Der ^ranil in o«t 
^remö. ?*on ftolomon Saifer. Sien, 
ÖeroLb lSft8. S. 87). Eiefe Dtditinifl 
fübtt ©. 40 ben Würfel an: öufd) M 
5Cüt!i'I, geljft Ijlntcri! 



240 



&rötta ©runfö, 



Sie?, eine 9£rt ^ubet, raulj unb 
jtrupptg, aber äußprft flele|rig. „17m 
oaö £ier rufen jh fönneit, gab td) ifjm 
futj «itfdjloffen cen tarnen 39. (Glnc 
erÄäfjlung au8 ben liRorfb^üutüamä 
b. tlrtfmr Raufen. Ütti. 64, ©. 10, SDftaj 
ftifdjer, Bresben). 

©[ iö. H 9M)t türtfir, ©In), $u fettnft 
ben Oofef?" faßte |wfpele ju einem 
gto&en jpmibe, Öcr neben üjm ftanb 
(SB. SKtietbad), $ofef im ©rfjnee, 6. 108),- 
Cft. &*6t«$. 199*. — ©litj bort 
©ditltetsborf taTJ. 1899, @. 393), 

©liemööl SDSfltlt, eine beutfdic 
»oifif^Qnbiti ($. Stuf. 1897, ©. 77). 

©Nfemaiid. £»ierE}er 9?ero, ^Balb- 
mann, ©ltymau.6! ... 3)te fonft fo 
grijovfameu Stete gögerltn unfdilüfftg 
(2i>pbic b. 9Mc6etfd)Q$. 2)ie Rigeuuei 
torinirffltf. Stteuttinaen. (Snßlta «üb 
SatMln, ©. 86). 

iB l ü rf) c t in „3«^ $tifarrn* bon 
SEorfimj, 5. 8. 

©ob, ein engl. Partie, mit bem £>imbc 
gern benannt werben, ©ab ift ein an 
einer Sdimtr bcrnbbaunTclnbcö SDtng, 
aurfi febtutr! ci< Öinfe, SjSenöel, Sdilag, 
Etididtoort (Gb,r, S$. @tie6, Diclionary 
of Ute engl, and genn. languages. 
Stuttgart DB80). - Gm ftuiib biefeö 
Mnuienä, ber engl. Slriuee giTflcfjürig, 
bolte fidi in i*lf (.ifjaiiiftau Vorbeaen 
(m. 1900, 360), jm fflommi bic &wb- 
ajräfm iGJ. Qrertfien) roirö gefd)tlöftt: 
um bon .vT nee iWief, ftrnute jrfuief, 
©üb, ber Wftbe. fdrftej («. 88). ©ab 
wirb aitrtj o!ö tftnttcubeifeer be^idjnct 
2 109). 

6 o übt), Ter meifee Soll? ©, . . . 
fbrang unqeimlbig an mit empor. ' 
($etleb b Ötlicncron, Statt QJeb. £ 

©od „gidi Um bon Ptaun ju 
%*ferbe, gefolgt bon meinem {uutbe 
©otf, einem großen EMpräfifitmo au* 
Sßottou, tinem ^iet mit breiter Stuft unb 
gettmttigcni 9farficn. (Gin ©eTtaffener 
bon @ub bc 9Raupaffatit, Seutfdi bon 
W. jöatllnfl. ^crltn. 3alob3tf>al.) ©. 9, 

©obri, ronrjrfdjemJidj ein uuflarifdier 
«ome: (Siebft Tu, aurfi ber ©obrt (ber 
SÜadibunb', erremtf SDidi roifber, (fite 
gel be 9i ofe. Vornan b. ^auru« 3of cti, 



überf, o. G, eöitgfdj. ©teälmi 1895. 
©. 23), 

Sombo, „bnnb jog ßlfo oUgcmarft 
bnmit femanS flföniflltH mit fttfefen mmb 
lltefeeit sufangen, ober feinen |)imt> 
Sontbo abiuridjten* ... (^. ^ifdiortÄ 
GJefdiirtjtflittcruHg, .^aile a ©, 3Jto|* 
Kicmebcr. 1891, ®, 270). 

©onför, boö ift ©ittljerj. Sßott 
biefem -£it*r er,^äb,it man, n>ie e§ fein 
SJefi^r an [teilte., baß uitcingemelbte 
Cent? meinten, biefer 471111 b fömie ab* 
biereu unb fubtrnljieTen (Q, ^- S. 129 ff ,), 

— SB9I. ^loucoeur. 5p iel flögen. *l>robL 
«Kfliuwn l S. 12. 

©otbo, Oftr. fbn. ^ l s -'^- '-- i- 

— & ^dgetftolä (3». 1899, c *93). 
^or. fötdwrb Wüller fft ein au«* 

gewidmeter Sierborfteder. /JDldn^unb 
Öor ift bpn itjm ah Cüfdnriü ben 
30, 1)ej. 1900 ocftfinrfen luorben.* — 
33 ort (gl. SBI. ?h. 2988). — ©orer, 
einer "itbort ber ^Doggen (Ä. u. Ä. SJtütt, 
485). — -2>er Sorel = ©nöboggr in 
3Hittelftciermorf (21 ff. 106 

©ob, ©oi 5)icfeö feort flöfet 
unFetn ^unbebcfl^rrn mebr Slditmig du 
olsS btc ^crmifdicu antuen ©urfd), ©nt* 
fd)el, ©üb u, bgl. 3)aber Oic bieten 
^©otj", bie man in @tabt unü 2anb 
antrifft CVl 1899 y 394). 

©ran i drittelt feine Letten nutit an 
ber Pforte, frodlocfenb ob ber &fmv 
fefjr [eines fwrrn. — Muft ben nxn> 
brwftigen ©ran, mxb SuntE)@ trotzige 
©tärfe! — ©ran mit .yittigcii ^ußen 
(Offianß ®eb. Warfi 5Kacpberfon, ©on 
Viibibig Sdjubart I 108, 122. II 607, 
SBten 1808 k 

©ranü unb fein ©eitoffe ber^O&alb* 
manu, |TOfl ßuttbe In ©ottfrieb ^Öun* 
Öt-rlidi, einem iHomau Don iKar ©utet* 
tjarb, ftab. 17. 

©ranbl, ber, ift nad) feiner rfltlidjen 
garbe benannt. SDW (^afteiner 9cadjt* 
fett&tn rief mit tbrer frclfd>enben stimme 
einem 3äger äu: 

^£)ätteft J)u ben ©nutbl nid)t bei !C(r, 
ßerrieb td) ^Dtd) 41t Snub unb 'Staub! - 

(Sö^tiiivger ©oltefageu b. M. b. grei^ 
auff. SBien 1880. 640J @|>rlctptoart- 



• ©ob unb ©obbij leitet ftl. ir* aus bem Ktattföen fyzx, gtetd) ^iirbuter 
(©amnjtib, ©aimbj. 3« Önglatib ift ©oöTOfüranng oon Robert unb f^Ujname 
bet Stonftabkr 



atfobeme frunöennmen. 



241 



U%: $m o jebtr #unb Gönnt ffltanbl 
(SM. 16). 

Stäu^au unb @ofe @, £ VI 
131: X'n^ finb fcttte fmnbenamen,, 
£ierr Rummel . . . fte Ejoben ferne 
men|djlid)en fumbeuamen , . . 33er 
93räuf)aJjn mag bleiben, tuciö er ift . , . 
aber In meiner Familie foil fein £>unb 
@ofc Reihen . . . 35er ©dpat^e tjeiftt 
mau jeljt cifi ©räufja&n unb öer ffiote 
©peibafjn... £)od) raenn ber 33ater 
merft, bofe mit feintet feinem Dürfen 
ben toten #uttb $$ftf>uj ober Stjor 
nennen, fo icitö boc Übel arger. ©nD- 
Itefi rootlte man biefen roten tfäter 
„2>a§ Slnbere" nennen, voorauö 
Stn öte$ — St» brea3 mürbe, Mai frei 
bem 9tadj6arn ebenfo Serfttntimuta, fier^ 
botdef. 

SBridieifeiiutibfiaßl im HZärtfien 
JDft &$nf&8f 0$R unb feine brei £mube" 
(3eirfrt)v- b. 8, f. 8. §«$«& WS, ©. 
463). 

©rod* , mitg.tion.ftof-fSriictfer, £>eger 
beö Stiftet ftlofterneuburg; In wmU 
buug Hl ein beutfd). ftidjelf). SBorftem). 
diefeä ^nmen« Im Oft fmi. ^. 1&98, 5. 
110 §u feben, — „SBtocf* ift ein b. 
lana.li. 4*orfte&$. (Oft fi.*©t*8. 2188). 

SBvÜEfl, g, Stuf. 1898, 89. £im. 
bon $rfttfe unb Ijäufigct gamlltainame 
in SBien. 

1 u n o. „ 93otmär t3 ©., mein brabet 
£umb, wir ffirditcn ttnß nidit!" ©et 
fcnrfname © wirb ffrdilidi afö „tufnn* 
üdü"" gebeutet. (®tetnfdjnuw«n. (5t^ 
&äf)(. ü Matait) bou Cffdjfttutb. Scipjifl. 

^rtiit eift e. 3t;,) 

SBrutuS. 

©tu Vilbel, 6er mit gutem 5$ U EU 
Ten jrtioneu ftamen üBtutud trug, 
SÖnr uiel gerügntt im flauten t'aiib 
ob feiner Stugenb unb feinem SDetftanb. 

[©. .£eine ffimtl. 9Berte. Serim. 8fö§. 
Slnft. III ©. 302 ,£et tußtnbhifte 
$UlttV). 

Suö 00m ftlnfeufteln mit bem 
SRufnamen <Bciilupfev(, ein furjl). 

^adic-i), (Oft Ä.«et*ti. 9h a»a 

©ubofdii tu ein plebejifdict £mtb. 
(fin friiinar^cr, [t ruppiger Wubel mit 
ungepflegtem Söollbaar . . <£r tft ein 
Qugfmnb {®iii&cn.) ßtynuaccf. ©*e*«r 
«Übet. 9tectam. Unit*. 4*iM. 4101/2, 
©. 189), 



©ufft, ein fd)UJOr,itoter, furj&aarlget 
beutfdiet 3metöpfnfd)er (3. muf. -\v 

©ulimopp. 3;ierfd). 24. 

©unter l ob, Summer [(f. Itametl). 

tBum«, kleine fieute I ®. 119. 

©ntfdicL SJIat. 81— lofenbtSut* 
frfietl. 

Sürfdjer. W. 23. ©t. 294. — ®e^ 
fei fo gut unb nimm mit beu Sßtfd)l 
aus bem Shidfnd! . . . ff nmr ein 
fdjöneS, ijletliriicä %tex üon bet ftdnctett 
(Srfltuet&JunbrafTc. (Der feiger l>ou 
^o 11. 93on Cnbruig ©augljofer,* ©tutt- 
gatt 1902. ©. 152). 

»ttf&l, 3K, 1904. ©.243. 

^ufa>manrt. pernio nnf)m ftfrtftetH' 
to&t auö bem ilfurffarf, frtiaitte bnrd) 
betreibe öimmtet mid] gntt unb äu&erte 
tu fröfjlid)ett ^Sorten feine ftteube, alö 
er buri) fein ©loö btunten aot bem 
gotftljaufe bett 5 ör f' ec ertmmte unb 
beffeu ©dittctfjFmiib, ben totuoatigen 
SJufdmimm, r^et^ägetmjn5aU. ,i Bon 
Ciibm. ©angtjofft. ©tuttgart. 1902, 
©. 140), 

iBuffef tünt ein |>imb unb SKieje 
eine Sfo^e, unb fie lebten audi mlrflid} 
iufattuuen mie ^unb unb Sla^je (3ugcn&* 
©orteiilfljibe, IV. 93b, 187). Sit fei ift 
ein Otter ^etfoneunome (©Dein, mtib. 
mbd). 412). 

iWioferl, eine 3eiben= unb 3 fMt 9 f 
plnfaV^an&tn (Oft £*«*. 192! »j. 

öuiät ber öietbtouer tion ^tug^> 
bürg unb fein £nmb (SOt 99. Wr. BW). 

^ittjle, ein itiimtered .£>ürtbleiii. I Tu* 
(yiiicfomülUc % Ifatt&tri ©d)imp, 
©. 3. ^aberbotu 1906, ©. 48). 

ßolUftc ift tu ltterotgefdiid)tIid)cr 
£>tiifid>t &on 3utereffe> ^m 3i>, ©tiief 
Don ©ottfdjebö üernuttfttgeu 3:able= 
rinnen tuirb er^ötjU: „Siebe "ptjtjtliS, 
fprüd] Gatlifte ju mtr, fel|b üjr nod) 
fo einfältig cudj übet betnleid)eu ^mge 
ju erjOrrntt? 5fhtmt iljt beim, bcife 
mir bnburd) ein ©djintpf giid)iel)t lllc '"T 
ttn ^üubdjeu meinen jeljt angenom- 
menen Hainen fü^rt? $ft eö bodj 
nidit mein rertHer Slftine, bet geiiuft 
allen itufercu S>eiuben biß auf biefe 
©tuube unbcföuut geblieben, nud) nod) 
moljl langer bleiben fo(l". ©efonnter: 
mo&en neunt Rd> in ben Pernünftigeu 
SEabL @ottfd)eb (Sallifte, ^omoun 
QtiS unb anal? ^öilli*. 



242 



grana ©tantp, 



© ar I o, et« Sßubel i ;'«ßli. 1902, 6. 346). 

Sengt £ie 3*erfur,jung beS Atomen* 
(£reGcmttn,eln hir 0. fd)U)ar*rüter£>adiS~ 
lujiib (Ofte. fim Jftrb. W37, Z. 8S6) 

Gerbern*. „Ser §iinb CS. (fo faft 
er nnd) mi!) würbe atv bofltöimncit 
gteirt)berert)tifltcä Sefen angelegen ". 
<3>cr dienet ftralj, HIB). 

Ger ed. fr 91uf. 1898, ®, 143, 

Gf)e"ri, ein ^orterrter, bem megcn 
eines fjeirat&fäJjtgcn , junge» SRanneS 
biele erbcudicltc' Vicbfojtuigen juiteil 
mürben (Cftr. 9?oIf^tg b. 24. H&fluft 
1905). — „Sau ober felbft Goal, ba* 
Heine .jpüubdieu, nur ju Obren feiner 
Dame mit ber $a tötet te raffelt — eä 
a,töt eigene @cväufdi &atc4iäubcr für 
Samentiunöe — u»b ibretwegm fojar 
jum ©eilen flcrci$t wirb, bürfte man* 
bainc» beuten wollt faum getagt inerten 
ntUffen". CS. 9Mod). Beiträge jur 
Sletiologic liaööff.). 

Gib. ber 6tefclingd$itnb eines Sba= 
uiers. ftr(i»j*(ütl(9cb. l881,ßejU8&0) 
bergm'Udft. bae £tcr in einem längeren 
GJebidjtc lOftr. Siebter bei' XIX. £&b. 
SÖfen, ©reifer, (5. 182). 

ßittDM. 

»Jpier nifyt Gitrou, bev, baS fft flar, 
Wtfdjettci nie fei» $crrrijcn mar - . 

trpiiaptj auf . einen £>imb be£ trafen 
Glevmont (£ftr. gnuftr. 3*0* üom 
& gebruat 19U7, & 427). 

uotci. ffli. iDoo, 8.B& 

G o t ib o u. AunbettaBH tute 9)Wam* 
ptiM (Strifll, Qibrabam a. 3. Glara VI 
1Ö6); an auberer otetic: . . ., ber arme 
Settler aber, fa nur umb bic SÖrflfoi 
fuimUcirt, bic tauften bei Dtaun, ber 
tUMnmpuS, ber Goribcm, bev ©übt 
unter ben Xafein gufatnmeii Hauben . . 

(So uro bin, ein fur^fi, 33ernfyarbfner, 
weiß mit roten Hlntteuf Ceft.ft.^t 1886). 

SDYtiS. 3. Sluf. 189«, @. 144. — 
Qenfeft? qcö Qtfutl. Ter Jjjugenb 
cr^tibit uoit Bftubotf Sgipto, Berlin, 
|>. aJletbmger, ©. 85. 

ci3ar löoi). 3. stuf. 1905. 

Sadj'Qadi, ber, bqcidinct ben 
StanMwnb: 5er bicrauaete S'aa>Xad) 
iU .«.134). 

fcatfel. 9Kar. 89. 

5>äd>[ci unb Waffel find bk 
reiben $wnbc reä ©emeuurteG in 



Seriftolb 9(uerbamö Staman „Auf ber 
£öf]e" (IL 39b. S. 89). 

Sabril, eine Üialte[erfjünbin (ff. 25L 

3>aa„ eine turjtjaatiae SartjSmmbüt 
(Oft. #,*©t X. IM* 

©aifb, ein in Bleu fe&r beliebter 
^junbename. ^u ber Literatur iber 
Sör. gra(j II 94 IL) ift ein Jräflft WffeJ 
9ianteuö burdi baä jdirerfltdie itubeil, 
boö er In einer ^L'r^eUanuieberli^u' Bt 
^tcfeit^ammer bei ftarlöbab aiigetlcf)tet 
^Qt. berettjigt. — Wl. 1904, ©. 

© o tu o n. 5). 3aöf . ( 1 906, ©, 75 1 ). 

^eamiberta, ^.Ö0bMl9Öi>,@.6ö2^ 

©earrbl, ttoeb, beut gminflcr bom 
SHucfcriberg jubeuemnt, ein SDacö^unb, 
Silb tmCfir. fu». 3a|i», 1897, ©, 186. 

£>e(ta, ber treue, ein fdjöner, großer 
pimb, ber in einer nntti ihm benannten 
Grääbliuifl borEomiitt, in ber ber Unter* 
gang bau Pompeji u, ^erfutanum R* 
f*llbert lüirb (.»feine Scnte" I, &. 7<« . 

55eni^, bl tSrinuerutifl au ®t Sau 
(ftatq. St.). 

X)ei>efcbc, Marne eiitee renommierten, 
mup Depef dietibieitft beribcnbeten Shiee«* 
fjunbeö (3d). ^er. ©. ^4), 

3? i a = © r a f e it e g g. 55er &mttte Dtame 
koetft ba§ titx^L. HHatibor'fdK ^ror(taitit 
au^ fi». 19Ü2, 375). 

Sic na! rief id), unb foglclrt) fprnna 
Itc ein, ließ bie liiitiuer numiegen uub 
id) befant auf einen &üim jünfunb« 
amaitäig ©Hld. !5rfif).ü. s liJitnd)ljaufen, 
d. ftnp.). Die äßeibdieu unfeiev Vujrm&s 
bunbe nwrben gerne nad> frer JodUer 
fjliipiterö genannt. Tic SMMri'tif fiibrt 
pe gerne In it)re tianbluttflen ein. l£er 
Siomatt ber £tifiäbame bon ^aitl 
^eufe.*' öerlm. $>cr^ 1894, ©. 92). — 
ym 91b. fommt btefer Marne aueb ^ur 
öertnna. %L Tic bull fiuub. riHeflam, 
Un1t»- S ®lbt. 4098, 3. 64), 

1i l a u f a. Qugenb * ©arten taube, 
8. 7, ©. 156. 

3Mg, engl.=graben, bohren, alfo ber 
GJräbcr, ber Rd) in bte Grbe berbo^renbe 
^junb, ein fur;j&. X'ameöimb {Oft. jj>.« 
^t. X. 1892), — T ig» (W, 1900, & fi 

3? i n g, ein %unb ber englif a>en Virmee, 
ber [üx feine retteube Sttit in Ö^uptcn 
mit ber ffriegermebaiile fiefdjmitcft lourbe 
m, 1900, ü60); btng = beftig an* 
Idjlaaen, etmae fortutalnenö luiebcrtjoleu. 

3)ingo, betamtt getoorben au3 ber 
Uberjetyuiß ^uliu* Bentel „Irin rta 



3Jlflbeme ftunfrcttamen. 



243 












bttän bon 15 3afj«tT ©. 39. — ©ante 
rinflo (©r. 669). 

3)tnte, ein frfjroar^t sßubel in 
SB. SRaabeS d^roni! bet ©petlingSgafie 
©. 138. 

SMtnÜl. m. 1899, ©. 481. 

3)o tf, ein beutfdjer S3orfteW)tmÖ (Cft. 
£.=©t, VII 1889). 

3)obo, 3)obi, m., tounb In ber 
Rmberfpradjc, foroie ber gutuf an ben* 
felben &3. Stoiber, ©dnueifl. 3öiotf. U. 
508, — SSb\. XX, 276. — Sei ben 
©iebenburßerfadjfen bat btefcä SBort 
anbete Sebeutung, X)ie Surmuljr Ift 
rebaratmliebürftig; „3)er 3)obo, 
©drmiebflfßeuner, t)at fie ajuij bet* 
lmbc[t unb oenmefjrt; mir miiifen einen 
SReifter auö ber ©tnbt fcnimcn (offen. 
Igt St. ftiouiuS, $ilb. o. b. fädjf. 
Sauexiiteben in Siebenbürgen. Solen, 
©räfet 1879, ©. 194). 

3>0ß, engl. $unb. — „3)a lauerte 
bie junge grau neben t!jm uiebet unb 
tegte oeföc £>änbe auf feinen Breiten 
Stopf: „f>Uf mir, 3)oß! 2TCaT. 29. 

Sojau. „3ürü'", 3}ojan! faßte tefj 
unb fofort fprang ber 4nu»b in öa$ 
ßJebfifäi hinein. (93on tjagbab nattj 
©tambul. tKetfeerlebufffc ö. Sari SÄaij, 
©. 80). 

3)on, form. ISIjteiititef, fooiel alS 
ftetr. . . . ttti nehme 3), unb mein Ö*e* 
metyr mit, um einige .£>iu)ner $u fdne&eu. 
, ■ , feinen Cefaurfieur au£ bem ©diranfe 
neömenb, 3). fteranpfeifcnb, ber trofe 
feines JHbeuiuatlömuS im (tnfen hinter- 
bein ioie auner fidi Ijerumfpranß, merfte 
er bod), öatj eä jur ^agb ging (SBreibe 
£ummelSbüttel. &etleü b. Ctltencroii, 
©. 143). 

'Donar, $n ber Lobelie ,Cfm 
toilbe JHofe* bon 8. Salfon, ®. 49. 

3)o na», „gemöljnlidjer klonte ßroner 
$unbe (©rfjnt S0B&. 1 5171 ©in $unb 
blefeS 9tom«t$ ift Im Oft <fr-©t. IV. 
18^7 bexjeW&net 

S)on.3«nn, ein Jtiefalfjaariaet 
$un& (£fterreld). £unöe*©tammüudj 
X. 1892). 

$onna, ein ©crjoftljunb, mar ber 
Staue fdjöufieSSilb, btö fdjönfte #Qnb* 
dien, beflen $ob 3ot>, 9iug. Seppen 
in einem lOftror^igen ©ebidjt befingt. 




1 ©cBe! 
3fMS. ix. 



(ßtji\ Stnib. bau $rteb. SRattl|tffon 
VII 60 1. 

$ anriet. 3otte(oljt entberfte btn 
alten 3)-, einen $imb feiner Söcfmmt* 
fdjaft (tietg, 74). 

Sonnet unb 3)otia, ^roct Aunbe, 
3)oria ein ÜDndel, Sonnet, aud) 3>onat 
ßenannt, ein ntäcfptiger , bvaun&ottfQcr 
Seon&etger. Söetbe ^unbe werben in 
bet öfrr. «oKöjtg. b. 19. $uni 1902 
bon ©uft Bollner oIS ^ebenörettet 
bargeftetlt. 

3)onnertoetter ^atapluie. (£§ 
^el&en in (Sabinen^ freier in ben 
©Tjäfjtunßeu toon 'S?, jpeiin&urg ^tuet 
^ecfeln fo; tt 3^onnermetter!' 1 fdjr te ba& 
Gabrilen, w *|JarabIiiie — feto t&t toll? 
^ler^er ^unieft* 1 ((ütefotnmclte Fontane 
unb Äoueaen III. 8b., ©. 39). 

3)ora. SJ& 3g. 1901, ©. 312. 

3)ornrß*d)en. 3. Auf. 1898, ©.87. 

35orli bon SKUett ©etreu, auö 
bem Sroittßer b. wc. ^Reuftabt (Qnt. 
«nf. 1905). 

®tnn! 3). Qflbf. (1P0Ö, ©,731). 

^rauf! ZADSpV, XX. ©p.171. 

©roll, ein praditooUet, meifeßelbet 
©eibenphifdict (Seatlj. S9t.). 

^rud 1 , ein Botfte^unb, ©ranntiger 
(3. Stuf. 1897, ©. 7i). 

3)rujl, ber — fo 6e&efrf)nef C^aftefli 
im SJönb. ber SPdmbort tn Ofttrreld) 
unter ber Snn$ (fflien, Seitbiet 1847, 
©. 116) ben ^jauö= unb ©diäfetbunb. 

$urat, fo ^ie| mein |5ü^ner(junb 
(3iiöenb'©flrtenl'anbe, 7. 188). 

3>uffelt, bau, ift ein lletneÄ §ttnk 
eben, ba& pd) bei öemittern häufig im 
SiiTCiitb.ale üclgt (SRo^. ©djmeli. 
©aj. II, ©. 29, 9lt. 259). 

3>utd)t3, engl, duchess ^^erjogtn, 
eine ©orbon-Setter^ünbin, bie biet 
nur aufgenommen tft, roell pc In einem 
(crubeutfetjen @JeÖid)t w 3)er Äeranj* in 
Setleb bon Qllteucron* „befiel unb 
©onne" ©. 34 oorfoinrnt, baju ge* 
uitffcrma&cn bie ©tnleitung madjt unb 
Aetßt: mir fteljen tm ßeitalter ber 
SufuSEjunbe, bie audi anfangen, an 
ber beuifdjeu ffilditfunft Slutell flu 
nt&mts, 

3>uljmonn, ein 3}adjö|uub {3ö^. 
1903, 346). 



17 



244 



ftrani SraiilV, 



©bliü, ein HnaAnntt, meiner, 
joöiaet tounb aus ©tbttten. Crbfiö tft 
ein karteten Harne uub Gebeutet bä 
ben Surfen tmb ben ^artareu Teufel 
(SVanen, STafdtenbndf. SLMnt. t 1859, 
X. 3ial?Tfl. ®. 65). 

©bto, ein ftidjelanarfger öunb aus 
$rag. Oftr §sGt X. 1892. 

$bbn. Ä Stuf. 1905. 

GbelTPib, ein £am£bunb( Oftr. fyn. 
3at)T&. 1897, (5, S6$ 

(jifrnbred)er, Shimpenretßer, 
^unipenjerrer, bret febr djarafte- 
rtftifdje öuntoenanten gf, ©. SHinfM 
l^ngabimr Kardien: „3>te brri öunbe" i 

©ifa! rief im. 3dj hatte nändid} 
beobachtet, öafi ber Söftlet feinen £imb 
bei btefem Hamen rief (ßarl ÜRai) a.o, O. 
®. 89). 

(Slfenfeft mar fo ftarf, baßernid)t3, 
loae er einmal gefaßt, loS itcf? unb 
ödes* zermalmte. (Sember* mib ßau3= 
märdien gef. bau Sflnns unb ^lofef 
ßtnaerfe. 3miS6rud. 18i»2, Hr. B). 

Algier, ein fdjlanfcr, jrfmecroeißer 
öunb mit fd)tuatier ©rtnicittje unb 
fingen, bunteln Äugen, f^unge 2Räb; 
dien. ©tri 3Hmaiiadi b. Gl £>elm unb 
^rtba ©djnuj. SBielefelb unb ?eib,}i0, 
&. 129i, 

«Slfa. Oft. ».*«. 9h. 2273, eine 
©orbon SctttT -.^ünbin; Gl La (St. 18), 
eine ^djaferEninbin. 

6 n j i o n bom *Ruder l&erg, ein FdmxiT^ 
roter Ztarftt ($ Muf. 1897, ©. 96). 

(f-p»ö, ein tßubet in ber GrflälHung 
„$)er ftähnridj all Sr^er* ($nnä 
Hruofb, ,fblf alten unb neuen Sagen',* 
ftuttafttf MX», & 69.) 

(Jrbbeim ober mit bem bauen 5£u& 
fteUungcmanteu »B^mctrjdien (£, bom 
©raHnbirfebengrnnb, ber legten 
9fame mcifl auf einen alten Söiener 
»orftaht« Warnen (3- «fn?. 1908 . 

(frbmtinn, 9?nmc ober frfK^nafter 
Seinamc für ben Sadtftjunb (X omfe. 52). 

Qi(x)a ^utfeuftein, Tl. 1899, 
©. 398, 441; ton ßafumftcin. eine 
Oraunttgerbimbiu (iS?b- XXI, 312). 

(ftidjS rVäaetSfrenb, 'SR. 1901, 
©. -147. 

©rtf, ein glaffi). gor-Serrter. (£ft. 
ß.*@t. X i 

(Srtfa, 3.«uf. 1898, ©96. 

(*ro§, ein engl Setter (Oft. ß.*@t. 
IX 19U1 



©fau, ein |aunobeTrfrt>r ©d]met§= 
tjimb aus Stoben in ©teiermarf rCft. 
fc.*<St X, 1899). 

1 t> a , cm ©t SBernfjarbSbunb, fein 
mt im Oft. ftm. vWnb. 1897, S, 199. 
— ©berUiit fnr^.3>ad)^.(Öftö. E ®t. 
V, 1887). 

faf ttfdj, ÖN. @t 9er, 2235. 
anfan. ^dj (Sola) önttc cinft 
ein fiünbcbni, einen Denier fietnfter 
Gattung, namrno ,>anjan. (3otn* 
ßflnbdien. Übcrfefct b. Armin ©djnjaTj, 
Stbierftcunb, 1896, ©, 151.) 

f^angan! feörnuf! «ß iüC ^ ©djeti- 
nomen beim (Jr^äbleu bon Wetrfiidjten. 
TOrttt bebt an: (Sine grau batte einmal 
unri fexmbe; ber e(nc bieß: ^annenr 
oet anbete: darauf! 9Ran unterbrldit 
bie Grjäbtung unb fragt ba$ Stab: 
2ß(e Reifet ber erfte öuttb? 3öie ber 
,*meite? — .Vorauf! — 9üfo miife ber 
^nablet aurobten <tu er^Sblen. 

ganub, t 1882, @. ti4. 

gafelbanS, ein tänbchiber ßunb 
(fcfi. Um ^aljrb. 1898, e. 44i. 

gafolt, ^orftetibunb, ein ^vaiirh 
tiger C\ Stuf. 1897, e. 67). 

$a§au, S». ©. et. 294. 

§auft, ein Stube, ein SButtterttet 
(9. 22 1, ein roter fernerer 1)ad}Sb,unb 
(3. auf. 1906} 

g ab o rita, ein 93enibarbtner, luetß 
mit roten platten vt 14 

gebor, fei gcfdjelt uub gel] "^illatb 
fbielen. S3et founb ntdjt faul, Kbai mit 
einem Salje am *3rctt unb fttefe mit 
ber ©mnaujc bie (Jtfeubemfugetn an 
einanbet f3>. 3flbf. lfKW, ©, - 

^ee , eine ftidiellj. BorftebbQnbtn i OfL 
fi.*St.XI, 1893). 

^elbrne, eine ©ad?*brarteiit.E)ünbtn 

(Oft. |). s @t- 23öD- 

gelbt, SR. SB. ©t. 294. 

Selömonn. „zitier ibre Ufuinirr 
batten jegiidier einen Cvunb, ber ®crber 
aie^agbliebbnbet einen großen, braunen 
gfelbmaim unb ber Dörfer einen II einen, 
[a)neett>et&en 3Rorbar. (^n Äarl StÜ* 
ber* t^rjä^lunß „Ttv Keine ßrie bt tt t« 
böte*.). — WtbenÄartlk^ beißt ce ^clb= 
mann bat öutjuer in ber Hofe (äluSgeio. 
©eb. ». 2>ct(eb ö. S}iiiencrou, ©. 232). 

^i'lbiucbel, SX^gbf. (190ft 651 ?, 

ir, ber alte, treue tMener, 

mcldjer ju i^reu gußeu lag, richtete 



SDlobeme fiuttbenrancn. 



245 



fid) auf unft (tcB **n iurjes, bitmpfe* 
Pimrrai boren, (£er Üiedrte. (SrjdW. 
ti. SR. 3opbje ©drtwrrfc 11, (Stuttgart, 
€.99.) 

ft«TO»C»tnfaB, 3BI)19Ü3, ©.238. 

jjtr, «in tteiuer, frummbclnlger 
X-advSfjunb (WuS bei ^«flniftaelt, Pon 
$ubolf ©auntbaA, A «1). 

fci&el, gibt, ftibo. ^nbcmOeb, 
ftnfelw unb CK La u. Siibroig &, 
Nicolai, txrmifAtc Sdirift S. 5C. SBien 
1786, <3. 19» lomntt ein nlebtidiei 
ßanberbunbdjcn, bct§ fleinfie, ba£ man 
je gefeEjeu bat, tritt Tanten Jibel Por. 
(£0 tyat <£tlber!jaar, etfiebt )td> auf bie 
Hinterpfoten, tangi nad) &anbe8art, nad) 
ßatltfdier fauler, fpringt übern feto«, 
fter^t ^Badic, madit bcn 5:i>ten, errät 
3at)len. S)aS .ftünbdien fdiiittett fid] 
unb — aus lernen $aarett fallt fetrai 
<St[bergelb, ein aubennal ein Sfubiii; 
ber flctue glbel wirft antfi einen 3)ia* 
monten, $rnnaten, perlen taufenbmeijc. 

^tbel ift ein beliebter £nmbename, 
rote bie Üiterntnrbenfntätcr gttgfXL Sgl. 
„$ie betben ftunbe" in ©. g. ©«Herta 
©Arift 3. 87. — Set ^ap|jiir a. a, O. 
II <S, 178 ift ein f>au&mop§ fo benannt. 
— ftn 3o£). ©Aerrä „(Sine bcutfAe 
©efdjidjte * 1848— 1849V, Bm-idt 1*50, 
©. 49 lyetfit baS 38ad)tel()ün beben ber 
'Jodner be$ Örofen $>Dfjen ft. unb 
Permittelt bk Slnnäbertma, be3 fkole* 
tariert ^üottfer mit ber ttri jtotratm. "Der 

Elbi begegnet in b. $ %u\. 1897, 
,13. — 2)cr gibo ift ein fd)äbigcr, 
gelber, jmetfelljafter Sfötcr: „Stamm g., 
mein §cvAd)cn, mir njelm & u ^Bett ! (SS. 
tRaabe, 2)i* fttnber non gittlcniobe, 
©ertin, ©. 15). 9tum maudjer Etat* 
teferroirb \o jubenannt. — 3>er £nm&, 
bei bnö ^predicn erlernen foü, tn ber 
nwitücrbrcttcteu (jT.^äliltmcj, bie ba3 Set» 
Ijätttriä bei fjfarmS jur Pfarrers* 
födjin balb berber, bnlb milber befpSt* 
ttU, bet&t in üHofeggerS Stannenlprj 
unb gicfjtemtabeln giöo, in Dörleiä 
9Hänt), u. Sdiroänfe iPgl. $. b. ©. f. 
SJoItäf, ä 19üc;, 3. 288) Boro. 

gfie^fo Pom ^raun pirf eben» 
flrnnb, ein brauner Xaföfjunb (3- 
Stuf, 1905). 

ftif i . ein BolftMi ©d>. Ce?. @. 45); 
^ifi Mine vt ii, :j. ^litf. lfHV,. 



SW 



^igaro. ÄMe id) tiinaä ber ftirifd]eii 
ijte bcn 30kg, auf bem td) mid? 3um 



legten Wal Pum £wuje entfernt Iimte, 
Aiirtufteflfe, ^ab ia5 mir mettten annen 
5laaro entgegen fontmeu, Hcfcr nor^ 
trenlia)e ^ßubel frf?ieu feinem .fcerrn, ben 
er lang jw öoufe ertuartet ^flbai inodite, 
auf ber Spur tiadigebcn au motten 
(St. b, Gliamiffo, ^ter ©dilemtbt« 
mimbcrfnme @c|"diirfile, ffap. 11). Qifi^o 
Don öof, ein rotcT, fdiroerer Dad^fnmb 
Q. 9hif. 1905). 

^ilfo, eine ficbenbihfujdjc Sörarfe, 

— 5)ie fteberiüiirajfdie 53rorfe mirb fur^ 
meg ^agbl^unb ober sBrnEfiercr, feltener 
Stnde genannt X'er Unpr»öcr fetter, 
Üftfei; ^piumaber ;c. nennt i^n Ä?opb, 
moiDon ber EKnmäne malirfrbelnlldi fein 
£ap0U obflelcttet |ot *J}cr ©adife ge- 
brandet e&enfatlö nur bie ©enemumg 

„ftopo - . Vettere Benennung bat er ftd) 
öon ben unüDO^nenbtn Ututnäuen ober 
©*tltem angeeignet itUi. XXI, ®. 32). 

gltlo, ©(). 1908. ©. 3«. 

§inen. „?hm tieft f fr, ber i*ater 
rDollte bidj feilte — totiditeßeir ('pailltne 
©diniTj, ^fiir brau* CTäbdjen, Stutt^ 
gart, ©. !U 

^tnette, fo ^iefi Bciö Ciünbrtien, 
{güöenb^artenlaitbe, Bft. 7, S. 2G). 

glngaf, g. «uf. 1897, ®. *tf. — 
Cü #>unbe:<Stammbi<rfj, I.iBb. &im 

— ©, iMnmfg. |U Ürnft t, SdjtllcrS 
©rief («Berlin 30. 4 32). 

^infert, ein Stffenptnfacr (Cft. ©. 
ct. VI, 1888). 

Qinu, 3. Itef. 190Ti. — ginn 5di. 
Cey. ©. 45). Qebenfallö flürinno bei 
Samens Qofeftne. 

gfpet, ein gelber $ad}ß^unb f „ TaS 
gDbönntsfeft im 9tlntanatp „^unge 
gjJabdjen", 2. ftnfirg.i O ft "f l 9 befltfltwt 
bie gorm gtpp $&%. 1903, ©. 346) ; 
bann audj %ty§ in ber ©rjafUnng 
„<SonnenfttnL)l' im Stlmatmrf) f. jnnqt 
mabdien ©. 200. — Xierfd). 29. — 
SDer finge %. {1%, 93. 1L88), gftpfel, 
ein junger $«be£ ober mte fdie^fiaft 
gefafit mirb .wuMS Jipfcl* f3:ierfrfj. 24). 
&ijf*©wit[nume. 
w 9öie tieet bin ^mtb?" 
tf iRiu j£>unb fieet ftu-/ 
„&if i« »if f* 

_i)ttn $iuto beet ©uillaum,* 
Xnt i^ en ^nme." 
Ibtö ift ein fcWprftrfj mi^ bem Sdidfer- 
grnfee, ben 2Jt. 3roebiger (.£). Sörfetanö) 

17* 



246 



grartj SJranlfci, 



in ber Seitfrfmft b. 35, f. SolfSt. 1901, 
©. 114 mitgeteilt b>t. — gir ift ein 
Verriet in ber (Sr ä&l. .Set Steiner 
©teuermann". 2)eutfd) b. grb. STteifter, 
@, 21. - girlöter ift ein ntdjt rein* 
»fite« £"<"& ("Oft. I 3- 1893, ©■ 45). 
— Über ben Manien gir teilt fr SJiengeö 
(ZADSpV. XX, ©p. 73} über ble Mud)= 
Q^munsü&fitdjt bei ber Mamengcbuug 
baS 9kröd)cn mit: 

McmV tl meinen $unb gtr, 
Mennt alle Suren Öwu |>unb gtr; 
Mcmf if ne ober glben^ait, 
35at tarnt lein ©ure nid) berftan. 

Gin gemtnlmum ift gUa (3öal&- 
manntet! 1903, 346). Weitere Stiege 
für gtj als -ipunbenaine nuti HDufd), 
3*ait $aul unb anbeten fmben fid) bei 
Racob @rtmm, Deirtjdjefl SSÖrtetbud) 111 
©. 1697 unb 1698 

glambo, fo E>l«6 ber frinb, mar 
fdjmatA unb meiß gcfledt unb ein IlugeS 
%itt (Ünnnfiaufeu b. $lgu. frjffmann, 
©fad t gart, ö. 71); frj. flambeau — 
garfei, ßtd)t, flrafjer Seudtfer 

glapS, tierfrf). 48. 

giarl, bgl. Das berljängniSöoUe 
Stpp ortet (8». 93. SS. 1023). 

glid, ein fiiT&baariaer beuifrtjer Sßox- 
fteöbunb in ^ullL@ in urtäötnt {Oft. fr^ 
St. IX, 1891). 

gliderl a. Mappolten (&. Auf. 
1898, G. 99). 

giltif, ein furaü. beurfdjer $orftcl)* 
bunt (Oft. fr-'St. X, 1892). - 3n bei 
eraäblunß „©rojjcgäJäfdjc' uiberWäb* 
djen^ettung w Uta* Shänjdjen* S. 201 
betfit ein ßtrierflpubel fo. 

gitp fiel auf feine bier gflöe iiicbcr, 
nabelte mit feinem &uf dritten Srijmeifc 
unb rcar offenbar mit feiitem fUtltdjett 
betragen gemj jufrlcben. ($ STuS betn 
®nfll ö. O. ölüfet, 1894, 3. 48). — 
föne anbexe gorm ift SJipä: „Do* 
$üubd)en be# Oberften Iß. mar baS 
InteUigenteftc $ler feiner Gtattung." 
{Ufanba, Qt,g. 1899, 3. 8.) 

glit, ein beutfd). furab« ©orfteftö. 

i&L $*m. ftt. so»). 

glitfdjet, ein ebter, frfunarjTotcr 
frmb Icidjteii ©djlageS (©. u. fr l l J06, 
©. 669). 

glocf, jebenfaUd beutet blefer Marne 
aufwnifle£,ftäd)ferneä$aaY,iuitnTantLi 
audj fagt, ein glorf Solle, ©ei befrunre. 



Sgl. ßbuarb $a[ftL* fetdite unb letdjtc 
fruibe<£umoreS!e (Med. Unb. 1906). 

— Ein f [einer ftnuöfjimb bei $r. n. 
THjroff „Über bn& Seelenleben be$ Öin- 
beS" i'SBonn 1904, ©.50). — ^lod unb 
fjtr (Slieflb. «3L Mr. 2985, 117. 33b.) — 
ff l o de r l (3>er 3:^ierfrei>nb y ^rg. 1896, 
S. 66), — glofi, ein $)unb, ber nur 
beute, menn letnem ^perrn ©efabr bro^tc 
(©ein^olb, Stltnorb. Öebeu ©. ob). 

&lora, Wl 1898, Mr. 18. amt bem 
Seinamen b. Berg, Wl. 1900, ©. 178. 

- Oft. fr;'St ö. 2195. 

gloti, ein finget aritr, baS in 
©uppöu bitrcti 12 galnre ^Joftbotcn« 
bienfte berrid)tete (Oft ©olfÖatttUHS 
12. ©eplentb. 1902). ^mperatiuiiaine: 
Ölotttoegb. b. ©ult'(*B3b- 1902, S.236,. 

giottmelf, 5K. 1904, ©.271, ent* 
lebnt aud Matmunbä ©erfdiiüenber, mo 
ber teiifjc Sbelnianu Quliuö b. glatt* 
roelt b^elßt. 

5J orfe Im amt,b.3gbf. (19013, 3.652). 

gujr. Unb alö ber 3Binbb»nb nod) 
brobnenb Inuate, rief fie: „Still, 0or, 
gib grieben („Der Steiubrudr b. ©. 
Öb»et, überf. o. 3. Siubcn, Stuttgart 
©ngelborn 188B, ©. 6). Qn einem 
launigen Sfigenmärdjen „GiifarS ©e* 
noffe" etfdjelirt goru^i, ber StafEelibe, 
bei Ceib^mib (güeg. ©L Mr, 3208). 
g, bieüeidjt bertürjt a«3 engt, gor» 
terrier. 

graf, X. 1901, 3. 16. 

gtanj, ein alter ©dtöfeTbimb, unnr 
als JHeprafentaut feinet Stoffe f te r ^ ber iii 
berläffigfte SBaaibunb [Z. 1878, S.73.) 

grau «Biffig, eiuefurÄtjaarige^fln^ 
bin (Oft. $>.-3t. IV, 1888!. 

greb. w SGR«m aiter ^ubel greö', ein 
Webidjt in 2U 9(eintpaarcit boii (iinil 
9ttttet0^ouS im Öefebüdjlein beä ber- 
liner 3:terfd). «er. 1,61. 

tref-a)lorabici, «Dl, 1902, 2.375. 
teia, ein iftriautfcfjcr ®d)äfcrb,uub 
(^, Sluf. 1897, ©. 25). 

greh, f. ©eri. 

greija bon grifdjau, 90?. 1904, 
©. 337. 

r^rirf. 101. 1899, ©. 394; - ^rirferl 
(Oft. 0-3t.i; eine fur^. Dadi^H. (Oft. 
fr*£t 1U, 1885). 

g r i b o , f urä&. beutfd). SBo rftebb (Cft 
a.=St. XII. Mr. 1638). 

gtigga, ein ifirianifdjer ®diäfer= 
&unb. 3. 3Iuf. 1897, ©. 25). 



3tfa&eme ^unbenamett. 



247 















Jftitbjoff. m ti. $. 1906, ©.461. 

grtfc(h, mit bem SBetnamen oon 
SanbSberg (SK, 1899, 407), ». 0. Ober- 
tbal (5Sb. 1903, 183), $, o. »ner^ 
toalb (3öfi\ XXI 701. 

tjfxofh masr, £>imbename im oft. 
$imbe is>t. (©d). Cqr.)' 

ÄroHtf, ein Öortonfett«(9JB^ 1900, 

©. 173). 

fju d) ö. . $a£ ftleinob btcfex ganzen 
^mnbegefellfdtaft mar jebüd) ber brüte 
im SBuube, gucfjä genannt . . . ftlein, 
fdimätrjtlg Pon ftigut, mit xötlldjem, 
borftigem gell, fpiljen Öftren unb lhij<b> 
gern 3dnoan$. J Pedant, Uulo. SiM. 
Wt. 1736, ©. 70ff.)— gitcfjfl in ©tetex* 
mar! ft&r Pexbreitet. 8t Q. @t 294. 
Fuhs 91. bei £etb. IV 415, 

a ruh auf, ein xau&baaxiger, fielt fc 
fa>t .fjo#fle&irflebx<Kk(Oft.$.=©t. VI II 
1890), 

g ü & r a u £ , eine xnurjb. ftärifdie $>od> 
gebttafc&tarfenbünbiii (Cft. |).*©t. VIII 

1MM) , 

^utbo . . . id) bin ftoö, baft id) lfm 
au ömife etngefdjfoffcti t)äbe, cb/ midi 
bie 3»«fif Liiniiberlorfte. (St ift unbe* 
rarjenoar unb rorrb $urocilen butd) irgenb 
ein ^nftrutnent ober eine ©rimme ge* 
tetjt bi§ $&x 2öut, Wut meint id) fpiele, 
fjört it |U { als fiätte et befonbereG 
Vergnügen baian. (tlxone ©tnubletn. 
SBon $aut #et)fe. 15. Aap.) 

@ a I ö e n ft x t cf , ein Stadjöimnb (Cft. 
$.*@t. ttr. 2297). 

9om*l, eine $n(b«nmbm fdimexen 
©ttfage« (Cft. £.*®t. IX 1891), audj 
©am» fdtfeditmeg. 

Weif ho flau, nad) bet Operette 
©eifbn benannt. S). Sfl&f- (1906, ©. 
749), 

©eri unb ^tetl . . . feltmäxte bes 

todifnjeS lägen bie utfiditlgeu flugen 
öpfe auf bie SSorberproten auögeftretft, 
bie j«3<i £ieblmg$Eiuube beS 3arlS, bie 
er nad) DbinS SBöIjfen genannt fiatte 
(Dr, C. Qixlqef ©legmunb, ber SKMflug. 
©eutfd). Quflenbftb. ®b. 49, ©. 202). 

©efdbrainb lote bex Söliib. ©er 
eine mit ben bxei £>unben in bem 
2Rätd>en Mr. 8 Pon ben ©rübetit Qg. 
u. SJofef Ötngexle. ©. „fclfenftfr. 

©ef eil mann nrirb ber $unb boit 
ben Jägern geheißen (3- ÜJrimm. ©eftt). 
6. b. ©p. 26), — ©ie rebeu i&n audj 




an: ©efeff! trauter ©efettmann! lieber 
®unb! Ober audK SDirin ^agöfiunbi 
mein Settfiunb! mein trautex £>unb! 
(SSJaibfprftdje unb ^ägerfdirein. «x. 
©ttmm. ftftb. aBälber III 97—148). 

©efedmann Reifet mein föübe 
Captat celerrime. 
3Kein ©toßfair frifjt S^iemübe 
Raptat acerrime. 

(©in fein gelahrt SöeibmannSlieb bon 
O. Äetnftocf. Unter bex ^tnbe. SKiinchen. 
©raun n, ©dineiber, ©. 34). (Sbenfa 
^erjlidie 5anreben finb noclj: SBatD* 
mann! Stiegt! mit ben Attributen Ueb 
unb traut — SBei ©efenet u, 0i>rcr 
©r. 91* begegnet ber QfefeMjuiib (oanis 
socius et (idelius); OJefelmait; etneuett 
©eelmann (933. HBaaTcrnaget 84), 

©e fei et. 3BM9Q0, ©. 258. 

&t\jx — ba fdilug &., ba# jotttge 
^ünbdien, an, ba£ folget etnft feinem 
Keinen ßiebling gefdjentt Ijatte (Qtugufte 
©iDnet. „.fmrt gebiifet." Qn bex 3u^ 
geirtuQJartenlaube. II 91Ürnbeio.©.20ö). 

@erba, fursb. beutfd). ^critefifj. (Oft. 
^. s @t. XII <Bt. 1641). 

@lbad)t! rief ber ftnnbe. 35er $mnb 
ftellte fidj auf unb ftanb ba f tule ein 
@olbct auf ben Sefet)! (5Baltb,ex Smun, 
SaA^. 9. $wft. gttr ble^ugcnb be§ 
ffloires. ©,193). 

©ibft, ein meiner ©t)i& t& «uf. 
1899. ©. 54). SDann ffltpfl), eine 
&or = 3;erxiexe^ünbin (Oftx. (un. 3. 
1897). 

©iget! aus 5ÖIen, ein ^exrier(Cft. 
^©t. X 1892). 

©igexte, ein glattl). 9©inb^. (Oft. 
$.-©t..®. 1986). 

©ifli SJcucf Pon bex Wagnis 3- 
Stuf. 1905. 

©fet, in Öubn>. ©angbaferS fflomatt 
aus bem Anfange bc^ 12. ^S. w 5)le 
aRartinöKaufe'* (©tuttg. 1895, 1 114). 

©irgl, ein tuxab. Xad|Sö. im Öft.$,' 
©t IV 1887. 

©ifi, SD. 3gbf. (1906, ©.749). 

©lud, ein Eaefel (©d). Sex.). 

@ol bon fei, ein roter, frfnoeter 
SDütfj&E;unb (^. Kuf. 1905). 

©ülo, ein 3Rfibe, eine blaue ÜDogge, 
toa^rf diel nlt<fi naa) bex gletdmamigen 
©eftalt be§ ©olfebudjeö ©euobeba jit- 
benannt (9t, 17). 

@eta*33aibau, Sßb. 1903. ©. 238. 



248 



fttanj ©rotte»). 



© o f dj e r 1 , £im . f ü r Q*of d>t f b , I b erbe 

Sejcidinuno, für Waul u»b 3Huu& (3- 

«Ulf. 187», 8»). 

@ö$bon®raa. SJM902. ©.311. 

„Öraf £oi)et;tmur. WL 1902, 

6. 153; fdjledjtincfl ©taf #oi?er SR. 

1908, SB. 830: cmcti ®r«f 6. bon aßatiS» 

fett föfi. XXI R 70. Äii* bie gptm 

„$obn" fommt bor. SR. 1890, ©. 394. 

(Draal, nadi einem gefabttidiett 

Rfelfat^ ber fein büftm* (ikioerbe 

fotuptiädjiid) im ©ebtet be3 ffltantiQrtfc 

gebirgee in lUOft betrieb, benannt 

©raiiftutib. 

«I* idi ftanb fit Mot unb ftäörbc, 
Ragten fi«, »nie bor beS SBIlbeJ 
$TGii(}iiitb &aqt b\t Sämmerfjerbe. 

(©teij«r)ntinbett öon ft. SB, SSeber. 9. 
L48.) 

Oirauf am, eine fjtrrirjnttf ©djltefen- 
unb ttuftftcUuita^ileaerin (3R. 1903, ©. 
433). 

©retf, ®retffc. 
£er ©djäfer halb beraj&t ba* ^fciffen 
Mufft feinem Strom, Xrcftrein Unb 

©reif fett. 

(«forme bon SutfbdTb Salbt«. Sott 
fwuiridj ftuva, Stipjta 1862, IV 94, 
<il.tf2.) — ©reif, fcnlr unb «e Hart 
iommeu, bie £mnbe, bte b*t fennfi, ber* 
fc(jt öet alte $m(jn fü>ct .ftatm u. ber 
5urf)S. frtgeborne «Bäte, 111. SÖten 
1790, ©. 20). Okertff bnb £alt, 
bee gagerfbunbe (%t. UJerjonenberj.j, — 
hiebet, »reif! iafe ba# QJefinbel ($3. 
fRciabt. Xtx ftl. ©orn,* @, 1561 — 
©reif — ttibuno — Wbetjbt t'SBfj. 
XX 70). - Greife (fcrib. TV 434). — 
angreifen = anrmrfen oon -tumben ße* 
faßt. Raufte eiud} ©reifl (mitgeteilt 
boni fterrn Oaubtoebrljaubtmann ftrifc 

(Uteif unb ftnrlf. 
geuie faub et (ber SBfir) feinen «Reiftet! 
etoljer Swftf), er (dtfitg ftd) roaeftr, 

8ff ifcm an bei ©urgri btiigcn 
®reif unb ftneif, bie grimmen $acfcr. 
(£wft(4itUrt5t,i. % ©. Seber, 17. «Tufl. 
sßaberborn u. SWirnfter, 1888, ®. 19). 

©reif an! ein rautjljaariger fiem= 
fd^cr fcotijflebirgflrrarft (VI. 1888. Oft. 
fr»®*.} 

Otti-no ©en SRoricum, ein gop 
ttrrter (SÄ. 1900, 825 j, trieb regelredjt 



nftrf) furzet Seit unb Mortem Stampfe 
beit ^ndj* aiio feinem Sau («Bfc 1902, 

e. 3i2j. 

Qketl, 3». 1900, @. 325; bann mit 
bem 99t(iiamen: 3liü; eine beuifdjt 
hirtf. .{mnbin liöfj. I9üi f ©. 3l2u — 
Studi in ber gorm (J*wbl. ßrfi, 8ey. 

— oft^et ix 1891. 

©reb, eißentftrfi tooaftiiiibifl OTiß @*. 
,be* «StnbfpieLö 5Rid)te fl (2:ier|dj. 24). 

— 55er mg[. @Rt)J)u»b (9». 1899. 9tr. 1> 
©rlffo«, aofe®rrffo! t^liy^nRn, 

©in Äampf um ttom II w , SeibV 1888, 
©. 178, — 9K. 1903, ©. 122 t>riitflett 
einen Iritifleieu Äuffa^: Stlleilei öbec 
ben ©riffon. 
QkiiU, eine 'Prortrrrtectiunbin Oft 

t.^t. XI 1893), ttitrfi cic ,>prm 
rillt Eoninit bor (Ä Stuf. 1906 

06 r i m p o r 1 1) , ein futa&aaritfcr Coa>8* 
gmiü (Oft, £.*©t. 9fe, 2298), — 5)er 
Doebö fnbrt in bot @pen btc dornen 
örlmbart, im Wcinacrt ©rimbert, b 
©rintber^t, gr Im maläti Ä«ib , ÖrirnDdiL 

@rrta. SB^. & 1901, 5.312. 

«robian b. ö. ftiaufc. §f. «uf. 
1898. @.82. — Oft ,^^St. 2299. 

©to66lodn*t,einiOTtgb«arjg«f 6fe 
«emfjorbßminb, fein 33iib im Oft. fbn. 
3iirb 1897, © 202, 

@ua!i, frbjrlftl. bont f. f. Sanbmeljr- 
Öaupttnann gri|} brauner, 

©utfteurtb, w Q>aö bräditige 3:icr 
belohnte mid) biefe 3ärtlid)feit burdi bte 
gröfetc breite unb ShiEnitniüdjtrit." vpet 
iRödjer feiltet ^)errn. (Suäljl. b. ßub* 
rniq .Ipalüdit (Sud) für «lie. ^tjrg. 
1877, ©. 610/11.) 

©utglüd, eine Uherfe^ung tum 
®ooötu(f in ber ©r^nliiunfi „2er £og 
Mnbewr - , ©ertln, 1905/ m. 55. 

« n l b a - 3: b t a. <K. 1902, ©. 375. 

Rahmig, eine langhaarige ©L Sern* 
rfarb^üitbin (3. Stuf. 1899, ©. 6). 

iniin^, eilt fürj&aarigcv beutfciKT 
«orfteöbmib (Oft. f. «6t IX 1891). 

Öacfelbernb, . . . fo lief et in ben 
|wf, mo neben bem ^ifnbeftau Soban, 
ber f>ü&ncrbuiib, unb .£>,, ber lerfei, 
Ruften r3pttf*ft Äräiydie«, 3m üräffate 
neft. XIV. »b-, 6- 4i 

fiolle. 3. Auf. 1B98, ©.107. 

|>ailobri. 3. Äaf. 1898, ©. 102. 

— 9Jodj (iofteUi* SBtt. 163 ift ber J&ai©. 
bri ein feinet, burdjtriebener 2)lenfdj. 



SKobet'iic <Ciuiibeiinmcn. 



249 







$alt f l ©reif. — £alton! (Sßaib* 
raannötufr, 3Bf| XXI. 204). 

$annele bon fj öfl lau, eint 
fdjotttfdie @diäfcr$&nbtn [St. Vfy 9$B*lau 
eine @ommetfrifd>e fübJ. bon SiSten 
$annl&al, beliebter üRnm« für grofee 
mibe. £>eutf<ne 3)ogge (au* bem 
d)tt>ei$er £unbe-©tnmmö. 33b. IV; 
■ftr. fpn- 3, 1897, & 195). 
4>anG, — ber numtere SäJätrjter 
{mm. @SU}. — $cmfet (SBf). 1905, 
©. 60). — ßänfrt, etn fdinjarjrDter 
SJadjSfumb (§. «uf. 1897, & 92). — 
£än£d)en tft lic&cnötuürMg, coratne 
toujours, obgletdi t&m bie talglfdjen 
Jmnbe fein gfett berborben fiabm. 
Skftl pänfiajen reifet aud> SGJatb* 
bänödKii ((Stuft b. »d)iüct an feine 
ftrau, tricr 7. 10. 33). — «Roter fconfl 
ftaborita (ä «uf. 1898, ©. 93). . . . 
$fobu (ebenba 3. 155). — $atiui<fc(, 
eütraurUHUtriger £)ad)*lMtnb (4Lty. 1J)U0, 
& 174). 
ßan*»utft. «gl. 3R. 8. 9fr. 504, 
frarlerin. 3 auf. 1905, 
£orra£ (*. b, tttttbrt£). w 9cad} 
atir^mjic bet tfuuologen ili .vionM» 
bereit bei befte $kn inniger Offen» 
retrtici Uiiflouiö (2Bt). 1903, <S, 345). 
©ein iöiib befmbet ftdi bafelbft. @ä 
beißt audi fo ein großer $au$iwnb 
(Dr. 21. ^groff a. 0, €>.). gftirft $arra3 
b. -Swifort (SR. 1901, @. 329). — ©ei 
ber Prüfung ber ^oli^eüiunbe in 25Mett 
om 27. SlötU 1907 tat fidj ein grofeec 

tunb mit biefem Tanten altf guter 
bring ft bejonbets fpruor. ^ebedfotl^ 
ift 3:1). ftörnerS Sallabe, ftarraß ber 
tfityne 'Springer, bie Urfadie biefer 
fiameitgcbmtg. 

Jpafeufdued 1 . . . . es mar "Jcadit 
unb er bürte, wie ber iHiefe Pabflnng 
unb feine j$mt Duktal unb fein 
Ööroe Cmfyubatig unb fein SBär 
i>onig&ftrt unb fehl Sßoif &ämmcrfra& 
unb fein £uub {»flfenfcfyrccE aeiualtig 
fdjnar rtiten; mir baö Spfcrb grlüflelbein 
toar nod) munter (ba£ 3ttätd)cu bon 
beiu SNtenfeltyei. Daä ÜJ!ärd)enbucb, 
ber 3uaenb (Gartenlaube, ©erlitt, @. 11). 

#affan 3. ttuf. 1897, ®, 5. - 
Sann im SRijrtcnrciälem, einer (£r= 
»jljluiig fftr junge üttäbdien {(£. b. ©tfe, 
Stuttgart, 'S. 6-4 ff, >- 

£>aff(, im (Sbelmci&Füiug b. Öubto. 
@ang$ofer (^tuttflBrt, 33oruj <S. 159); 




311 biefem mie 411 bem 9lomen ßuyl, 
momit ruandie ^ogblieütjnbet bie 
©d)wwiü^nnbe bcaeldjucn, ftefjt in 5Bb. 
Ä 1900, ©. 216 bie treffenbe ferner * 
lung: fl ®ei btefet ©eiegen^ett möd>te 
idi bie ^aibmctnner gebeten ftabtn, bod) 
cnblld) einmal bie fiirditerlidjen $nmbe* 
nnnten, ttiic «Curl", „£nffr auf^u. 
geben, aud) luven @dinKißbunben ferne 
SÖorfte^fnmbenamen me^r anjuqangcn, 
fonbern bei unfern alte btmürb igen 
<£d)K>eiGfiunbenamrn, bereit mir senug 
^abett, |U bleiben, j. ©. für Siüben: 
i>irid)mQun, IBaUa£uni # SBaibinann, 
Sergan, $ürf dimamt, JBergntann, «>eGU 
mann, JHübau, SSotan, Jpalian f ffl0ßan, 
halber, (Sfau, <3olo, $au[; für jpi» 
binnen aber: .frela, ©elma, Selut, 
©tnte, ©albine, SDlba, ^reuo, *Öalba, 
$>oLla, ftut]), 3)tana i«", bac( finb bodj 
gaii,^ anbete warnen, eines eblenSdnöelß; 
liuitbeä mürbig'. 

£iaij, eine Satfjä&ünbüi (Oft. fe Bt 
IX 1891). 

Hauptmann bon Äöbeniif, ein 
ffiübe, Qcflecfte ^ogge (3.ä[uf.l7). 

■iuut^fnerfit, ein '^leif die rbnub öec> 
©aftiuirtt'i? §tütl „ Sttdeltbalcr " im 
ftloftcvibal bei (iniicufteiu («Ättteil««ä 
b. i\ob. ©rambetger, 93olfäfrfmtkfttrer 
in Seien). 

^aiarb, .&ufot. 

Unb redjt« imb llnlö, .fiaacirb, ^iifar, 
Sefjfeitet inld) mein £mnbcpaar, 
3)ie 3unge tropft, bie 3ungc Öflngl, 
Hnb ibre ^alim-u fmb gefenft 

Stuf ^a^b unb feber gäljrte 

©efellen, neu beroä^rte, 

(SCuflgcm. @eb. ©etleb bon ?iliencron, 
@. 284). 

ftebäuf! 9t. ©. St. 294. 

4)ebc^|SuHife. m. 1902, @, 249. 

Siccfl. Über Sanb unb SReer, 73. S. 
L894& ^r-6. 

^etnj. 3b:. 1900, & 174; audj 
mit 93einamen: =S5talbioärteT, »Söalb^ 
metfier. 3. «uf. 1905. 

ipetn^e l männdjc u, ein glatt; 
Ejaarifler 3'werg^infd)er , abgebitbet in 
ber m. 37 bom 17. ^uni 1906 ber 
3eftfd)r. „Der Celjtmeinrr int ©arten 
unb fl£emiierI)of\ 

.^jeltor (öector), einer ber am 
t/änfigften borlommenben tarnen: .^eftor 
bort ^irna (Sb,. XXI 70); $. b. ©erth 






250 



frans ötöutlj, 



tat m. 1903, @. 363); 6. b. ©tutt- 
gatt ( V JH. 1902, 0. 281); bann bei Ol. 
fttcbtafl „©oll unb öabeit" II 167; tu 
ft. 8. Stande' Lobelie ,2>ie ftere* 
(Unib. «161. 1280, 3. 54); In £&. 
ftontoned 9?omon „3Jor bem ©türm* 
4., €, 26. 

ßei, bit. 9hm f ritten jn>cl Anette 
mfibrenb ber 9radit bjnunterftelflen aum 
ftlofter, um bte betben ©cbmeifelmnbe 
£U boten: 3)te ßel mit ben Söerfauf, 
(T>ti Sftoffcxiäger- Son Öubmfg Q*ati a^ 
Ijofcr ftob. 16 unb 19). 

ßela^GJrafencgg, urirb olö eine 
ßünbin bezeichnet, bei bereu Btubttcf 
einem ba« ßetj im Selbe ladit (iöb. 
XX 204).— ßelft*Sef&eT«botf («Dt 1900, 
©.296). 

felena^nfa öon ©tra&bura. 
1900, ©. 244. 
SeltaS. SR. SB. ©t. 294. 
elliQ^SDUolböcterfyr unb öu* 
nolbsfflSatbflererfjt 3JU902,©.249. 
ßelml. £er t)eti1ge Suöger armibete 
ßelmftäbt ba, n>o er )"ein »erlaufenes 
ßünblein ßelmf mieberf anb (9Ü . SWenje W 
djrtftl. ©qmb. 1424), 

£c(b (frtlfel) taar fein Utome. 9hd|t8 
meljr unb nid)tS meniger af£ ein febotti* 
fdjer ßimb mit ivetften fßfoten, ©ruft, 
©tnne unb Sleffe beruatg fkft unter 
tiefem tarnen (ÜJran,\ ßoffmannä 
neuer beutidter ivugenbfreunb, 49. ©. 
©hittfl. 1894, ©. 173). 

tcrluleft. «3b,. 1903. ©. 346. 
era, €fi, ß, : ©t, 9h. 79; ßeto. 
3, Auf. 1898, £ 138. 

ßetmeS, eine beutfä)e 55ogfle (fr 
auf. 16). 

#ero. 3n ber „StfeldiSgröfin ©Ifelo" 
bon Sfourlttt, ©. 160. — BW. 1899, ©. 194, 

ßert{1))a, erfdjeint unter bieten 93eU 
namert: 6. ädgen fS». 19O0, ©. 330}.— 
ß. bon ©lötrjal <2Bb\ 1902, ©. 174). — 
J. b. frnlmlufl ($. 1903, 0. 336). 

ßefc, ber auö §ean $aul T 3 bie 
uiifirtitbnre Coße, 17. ©eft. befannre 

tunb, befi cn bebeutenben SBeri bte 
teile angibt; „ Ter ©uperiutrnbent 
In Obeifdieerau ^atte einen 2Bad]teI* 
bunt, ßcu Benannt, ben er für feine 
SKenagerie ©dicofebunbe weggibt". — 
ßefee m. 1899, ©. 440). 

£ e b ty u n b, ein ©attungönnme; f oldje 
fclere mürben bei ben Stierfänibfen in 
SBien in ©erroenbung gebradjt (Sweater* 



uttel ö. 2. SCugufi 1795) — beju redinet 
baß fr fr Sey n 106 blt engl, ßefr 
fiunbe obet Eotfen, ©ären ober ©ullen* 
beider, ©lenblinge ober bäuifdje 33letit^ 
Itnge, Sitiübunbe, eine gemifdite Art, 
bie Brottter öetftt, ^ommerifdje ©au* 
riibcn u. tgl. 3Kit ftatttirtwr «Keute 
foldtcn ©etterf tommt ^enttjefüca in 
fflldften* S)roma (20. Stuft.) &>ran: 

.91 uf ^igriü, jeftt bid) brennt) id>! 

Viiif Sectnel 
31 uf, mit ber 3c*ttetmä6nc iu Hie* 

lonibu«! 
Stuf, aitie, bie ben ftuc&s erbnfdit, auf 

©blfitnr, 
Unb bie ßirfdirutj übereilt, Sllettor. 
Euf, DfttB, ber ben (Sber nieberreißt, 
Unb ber bem Geueu nidjt erbebt, 

öbtfcion! 

3>ie ganje SDIeute, barunteT nodj eine 
®irle (23. Muft.), fiejjt bie Ämajpnc 
auf Stdiia. — 9Sot)er mag Äletft biefe 
9tameitTelb> baben? 6S fdielnt, er 
mottte in btefer grauentjafteu ©$ene 
adeS ^recflidje, (Sraufame au§ aaer 
ßerren Säubern b,eranatc|crt. 3n Äürf dj-- 
nexl StuSgabe über bie Oueflen jur 
^entfiefitea ift a(S ie^tc Uuterfita^ung 
bie bon @rid) ©d^mibt (1883) Der^idj* 
uete bermtefen, ber nie mutmaßlidie 
Cueüe Scnjamm ßeberid), Q*rünb* 
üefjeß Serllon a^ijt^ologicuiu (17i?4) an* 
fu&rt. Oruö unb ^igri« meifen mobl 
auf ffraft unb Ungeftüm fji" (uicuu 
man SEigriö auS glugname fafet); ed 
fann aber aud) ^tger (Tigerin) bebeuten. 

— Ccätie (X^oiva = Cflicin) gebt auf 
©rÜ&e, ffraft unb Wlut. — ^elambuö 
i|t ein grferfi. ßeroi, beffen 9lante aber 
fd)on bei Obib, Wittum. III 206 aJJ 
ßunbename borfommt, ein ßunb beS 
tHftäon beißt fn; mörtlidi fagt e*: 
©duvarjfuö. — £1rfe, bfe groufame 
©emaDlinbeÖffanigöetjfoSbon^^eben; 
ber 9?ame meift auf 3QJilbbeit beö 
ßunbeS bin. — ßijrEQon (jörrgt gemiß 
mit ö^rfania, ter belannten umoirt« 
lidien Conbfchaft am fafptfAen ©et 
giifammen. 9?on i^reu toben ^&e- 
molmevu er^dbU Stcero StnÄcul. I, 45, 
fte bat teil bie fiel eben ber Söerftorbenen 
bon ßmiben miffreffen lafien. 9tfd 
ßuubcußiiic mürbe atfo ßtjrfnon ein 
bef. lutlbed, ßrnufanteä Her be^etdiuen 

— 9tdtfelb,aft ift Sitte. — ©p^inr ift 



SGoberne $unbenamen. 



251 



öle Xoditer ber Grdjfbna unb iEireß 
©üb,ne$ beS ftunbeä Otb,roS unb faßt 
als Jpunbename , SäJürgcr ■ , Iluger 
©pür^unb". SUeltor (--^$alm) ift ein 
gricdi. £»crociiiiaiTie, alä £umbename 
ttmljrfdjeinitrt] auf ^adijnmfeit äeutenb. 

£ e u b a n, fii tt ! f Duft au rfj jut s Jt arfjt 
tat meinet flammet fdjlafen! (Stfi. 
©torni. ^ocf) eilt Öembecf, 59, SBb. 
©, 84), — 3fdi nefyne l^uban, bie 
3)ogge, mit. Sbenba, ©. 98. — SrtftanS 
©radle: $iubart (333. Sadernagd 881 

$crc, ein ftlrfjeffiatnifl« SSorfteljljtmb 
(EeclamS Untof. XXUI. ©. 643). 35ic 
#ere bom SHucferlberfl ift ein £>adi&= 
bunb («bgebilbet im Ofir. tan. 3. 1897, 
©. 184), 

©Höft. 3JM899, ©.394. 

£>trfdimann. SBeun mit £>fr[a> 
mann iefct an ff inet Seite märe! Set 
finge £>unb formte bon größtem Julien 
ff in (C Sldjlettner. ^agbtjteüicr. ©. 94). 
$n ©. G9Tfin6auerd Stanunueifer toitb 
einem fennbe bicfeS ittamenä im ©e- 
btdjtc „£)cö aßaibnioiuiö fiörfjfte Qhxbt* 
ei« poetifdjeS 'Senfmal gefegt (Öftr. Itm. 
fr 1898, ©, 33). 

£o(ba, Oft. £>.*©t. 1883. 

&oir, ein ©riffon aus C&cröft. 
(Oft. fu©t IX 1891), 

tolle, £$rau, bon CanbSberg, fr 
. 1898, ©. 44. 
6 einer, oft. 6.*©t. 9h. 96. $, 
$.*©!.*», OTt. 1335. 

f> m 0. , 3m Sßara btef e. ■ SRoman 
in 7 SBüdxrn bon ^ßaul £ebfe. 1. 39b. » 
©erlm. 33äil^. $erfc. 1899, ©, 7. 

torn,etae<£#n.<©finbm(fr«üf.25). 
üaberl, ein fdjmararotei $arfj& 
ftimb, Sßerflelnetung £mnba ober #ua* 
ber, fdiriftbrutfdi §ubet (Qgbf. VII 
9h. 21). 

fpubrhbubri. SSir festen glftrfltdj 
— baö f leine $erj bou" bom Riffen 
Ärll} mit ber Caterne unb bem ©üjU 
£ ... in unfere ©perltngSgaffe ^urna 
(SB. SKaabe, 5)ie Glirtmi.! ber ©per* 
ImgSgaffe, ©. 68). — £n Sien ift ein 
#, ein oufbra ufert ber iDhnfcf), ©aufe« 
soinb (öögelS Ser. ber SBiencr 33ol!äfe. 
1873, ©. 84). 

£mmüet y 9?ameemeS£)UnbeS in bet 
©rtue „9hir ein öimb!" bon SUfreb 
©öfaßtorff . ©rf). 2«r. 

$üon. Unb fie rief öetn £mnbe ju : 
fcflon, #iion: forum fcrauf (SDieSfcar* 



renrjurg. 1841. San Slbalbert ©tiftet. 
fla». 2); ^ v ber ^>ell> in SSBielanbe 
Cberou. 

^npb, etil ftidiel^ctatiger £imb (Oft 
4>.^t. VI. Sb. 1888). 

hurtig! mein ^»urtig! leimft bu 
mid^ nod)? fpradj ^ubila erfreut unb 
ftreidiclte ben alternben fiiebling, ber 
mcmdien fclibnett Snodicit au£ tbrer 
■6anb crrjoltcn ^attt Julius 933al^ 
S)aS ©djtDane Üßeib. Öetltit. 1894, 
©. 217). 

^urtißunbgefdjmtnb^imiDJätrfjen 
,5Der SÖanberflefeae" (S. ©. 114). 

Ijufa, ^QufA- 5?er ^unb, fcbtreiAe^ 
rifdj auS bem ^>e(}ruf on £>unbe ($5. 
SQJt. IV 2, 1976); ba& |iu6 ben ©inn 
beS ,£>erauStufenS nnb nicf)t blo& ben 
beS Anrufens, beS Wn^UenS fiat, meift 
SS.SarfeTnaßel 77 auS ber Sita ^titbo* 
lotet ftp. 64 «adj. 

Filter ZADSpV, XX ©ü. 42. 

|>rjlQS. i21nbtea& Stfcfterning lutbmet 
ein Qvo^eS Coblieb biefem StebtlngS* 
^unb. O Stönig ber |)unDe, menn bu 

§efd)ieöeu blft, suirft bu begraben | 333a 
ImartjaiS unb 9Mibor I §b,te gefnnu 
merte Öeidicnftatt fjaben (Cur, Slnt^. 
anatt^onSI 113/4, Sürirf), 1804).— 
Tser $. mar einmal ein 93ieb uon ©eift 
unb ©emütlj. <2)2iaiel. ©efdjtdite eines 
£)eutfcr,eu unferet ^eit. ^ofj. ©djerr I 
S8. 10 . eetpatg, ©. 5.) 

£>tjm bo l, ein graner aBolfSDjunb, be^ 
madite nad]tS bic Pfarrei unb taßSflber 
fbtelt et mit mir (ÄötcS ^ßctifian^jabre 
b, 3Raria b. gdfened!. ©. 13). 

3gclmetier, ein junger !©acfj6^unb 
bon feltencm ©d)log. (gv. %%. SBifdjer. 
Sind) ©in« 7 II 115.) 

SJ 1 1 i n g, ein f ur paariger 33ad)gf)unb 
(Oft. fbn. 3. 1897, ©. 256). 

Üf einer bürge schone, da saz ein 

rller guot, 
der enhite keine kone, niht kint, 

niht aippebluot. 
Sin bunt, Ilsän geheizen, sin ors unde 

da bl 
ein vederspil zem beizen — daz was 

des degenes massenle. 

(QJebidite b. O, fternjtod 1 ,Stu& bem 
3minger i ©ärt(ein. rt ^iindien, 63.) 
3fngo, eine beutfrfje ©ogge (St, 16). 



252 



groni ©ranrij, 



3ti« {& Stuf. 1837, @. 25), ein 
tfkriaiiifdpT ©djäferlmub. 

3 fabelte. „Giftet fyx Butt, fca& 
mandjeä ©dmojitiünbdjeu Qt Ijeifjr, ein 
ftnme, ben ftbmatnnen gcfü&rt tjaöen*' 
(£ie bcrniiuftg. 3:abiermncn a. a. ü. 
34. etüdi, 

3fai, '£ft &*&. IV 1887. 

3H«, lOJt i- K 191 

Jjfolani, ein t}üfefdjer Daditftjunb 
mit ©Üb im Oft fou. 5- 1897, jebenfailS 
nadj beut ftroatengcnernl In Stfiiüerä 
$3aUenftnn benannt 

3fülbe = 9fot()enburfl, SR. 1905, 

& m, 

3t man. 9. Stuf. 1905. — Q. ber 
©duetfiidie, ebi 5)adi&tjunb, abgebilbet 
auf einer VlnfidjteEarte t^fjotograbiire i, 
nie er einer (inte undijaat; benannt 
uad) bem pleidjnamigcn Site! be£ dlo* 
man 3 bau £xui& ftoffmami (Stuttgart 
it. Gtiftgig IÄ54). 

3ad\ ein berühmter £muö bei eng* 
lifdjen Vtrmce, ber bei Scbaflopol bete- 
riert mürbe, (ft ein dfotioiiat&elb. 2JL 
1900, & 360; Oft $>. 3t §tc 1849; 
engl. 3- — £>aiiö, ftanfet 

^atfu = $fa*Qat £öd)ter*9U&unt. 
Sficttn b, GJumbert (©logou, K. ftlem- 
mtng XXXV lieft '5. 18). 

$aqo. ISf. XX 20 -I, benannt midi 
bem ftäfmnd) in bem Xraucribicl 
Othello, ber SKuljr bem Sknebig bon 
©bafefpeare. 

gambo. ^. Stuf, 1905. 

&«&, ein beutfdi. fur^. $orjteb> 
(Oft. £.*3t 2035). 

Qeremta*, mit bem 3unotnen beS 
grainger« {£rbf>eim, ein !ur,ji). £ad)0l). 
(Oft $.*©t Mt. 2301). 

3er rb. 3R. 1904, ©. 305; ctbflcfürit 
au* Qeremö, Qetemiae. 

3feeco. (pcQa, Ov aaljer! ruft ber 
CberfÖrfter utib mit großen Sprüngen 

Ieilt ein fd)&n gebauter, femmeifnr&euer 
$itt)nerfjimb, ein ^radjterempliir feiner 
Sofie, feinem §errn entgegen (Sngenb* 
Mütter bon Qfab. Braun, 3. 1902, 3. 
145,1. 
jtti ftemn, fnmbeiinme im Cftr. 
fumbe- ütotum&utt) (©et), t'er.); engl. 
jilt - bie ©cfafflüdittgc. 
^ im (fbrid) Dfajim), ein ^ubel beS 
$iatTbcru!cfetS in iauffirdien im 
<SriUt>aT3ttmtb iSJtünbi. b, b. Oberbor* 
ftefarin Ä aSanfomefa). 



3 ib. ei" großer, bummer, raub^aa 
ger fdjroaraer $ube(, ber burdi btc 
autorif. Über f. bon 3lnbr<i fiditenberget« 
„Slletit fleiner Zxott* (ftreiburg l 8r. 
5. IE. $e&>nfci&. 1901, @. 59) naiver 
betannt mürbe. 

$otfl, ein rnglifd)er Setter. S8§. 
1900, @. 272. 

Sobor. SBIj. 1903, ©.346, 

oonot^on, cm^ubel. illntbpSi&I. 
9*r. 3505, (5. 78 n. ff.) 

$oM, fr<m^. = artig, Iteblidi; dn 
beliebter unb iebr berbreiteter ,t>unbe = 
namc. %I. ©ettert^ Ö. Sie befben 
^unbe. (Itnft b. Sdiitler fdireibt au& 
i£ötn, 21. 5. 24 an feine ftrau: 3- wirb 
feinen ©artemuiufd miebethnöen, um 
bie Sparen barauS ju jagen (Dr. Ä. 
©cfimtbt. «riiiUere Soijn Grnft. ^obet- 
bont 19Öö, 3. 266). £. SDtodlei ©eiben* 
pinfeb Reifet fo. jkringtn^mert ift ba* 
3d)lifffit jene« ^LUt f nun bem $. ^eine 
(9luä öen ©lern. 1. 3*d. 1. ftp.j fprid>t 
— ebner efdienbodi fdjreibt: ^d) ^abe 
Stiemanben meljr gern, nidjt cinmat 
einen filtll& feit ber Satev meinen 
ntten <Sd)Dli totgefdilngen ^at (€Kn 
benölos 13). 

$ubaS, ein baimoberfdter SduoetB- 
bitnb, ber Qögcrbof raffe, inurbc auSfle^ 
fleüt im gfa^rc 1874 in iBrnrf a. b. ii. 
■ Itm.3a6rb, 1897, & 118). 

^ung Stm&roS Xraufttbania. 
^. Sluf. 1905. 

Quno, eine taube S?ürftcbbüttbiu 
(ffl. Stdjlcitner, ^ngblircbier, ©. 57). 

fi a m tn e r j ä g e r , ein f<f)b>ar jroter 
Sadi^tmb («Jft. 1900, & 173). 

ilamp, ein Srante, ber burd] SrenbbS 
Gr^l. auö bem Sieben ber ^iere i^logau, 
glemmig, @. 118) lueit unb brett be^ 
fannt mürbe: „Eer (litgfte fmnb, ben 
id> je gehabt babe" — eraähit ber be* 
rü&mtc Äöaltcr (Scott — ff bi4 Äamp*. 

Scopitau, ein gro&er, bänifd>er 
|)unb, ber burdi bas» beliebte 23udr 
„?(t*entfuer be« Äapitäu ^nttaa«* bon 
$uieä Skrne (Qberf. b. Voller Cietdjcn, 
Seriin, 11. Seiebert) nwite ^nbreitung 
gcfuiibcn bot. 93gt. 3)ic Verberge &un 
©djiHjengel Owlburg L ©. gerbet 
1906, B. 8). - 5ni ^ertor Iftalot« 
Dioman $)eimatla§ (Sans famille), 
'Stiittgart, 3- (SngelBorn, ©. 26, be-- 
gegiietbte itolienifdic §orm ßopitano. 



ajlo&etne ^uiibenoineii. 



253 






aefürjt tiaot, ein roetfeer tyubtL t)te 
feC6ft erfdjeint nod) ber ©imiot Qtx - 
fiiiio, ber Galante, ein junger Sta|fr 
ben einem .«pu»b mit gtän$eitb fdjrcarient 

teil, bann nlss dritte im SBunbe bie 
tgnora $olce, eine teiAenbc (fitß- 
tänbertn. 

Äarlo auS ber golbeneu 91h. 
SSt). 1902, ©. 311. 

ftciro. Marc! guter Staut! beftet 
Äaro! mein (äktreueri luixü bei £uiub 
ongefprotfien, bem megen feiner ireue 
im „SMagelieb eines ©cfiiff&ntdiiqcn" 
auf einer ruitften ftufef, iiber ben Cofe 
feincS $uttbe6 bon Seatoolb grfebrirf} 
OfitttÄ« bon GJörfUTg! ein ijcrrtidieS, 
fems? letf^eüigc ©trobljeit umfaffeiibeS 
Gtebirfit at@ *Ee«fniöl gefegt mirö (Sü* 
Tifcfje Stutfioloflie ümi %, SKattljiffott 
Vlll 2G5ff.i. 93gt. $er Grabe &. (3JI. 
93. 9h. 1001). 

Srartifdj, ein uralt geiüor&eiier 
aottelf). iöunb, ber Indien tonnte (9.93.). 

Sfartufdi, ein intelligenter Stoffen» 
rjunö (1850), St. 93. 

ßaftor, SS&. 1900, Cs, 34(3. %n 
Ben *Pf iegennbern be3 ©falonatö b. $. 
Bonnet trügt ein Uteufunblänber öiefen 

Staaten. 

flattje „(Somteffc b. SÖaib = 
mannSftou". SN. 1901, 329. 

fffjtefel. Cii" JRoman „^effc unb 
Sftaria" Don ber 39aronin (f. u. ^an&el* 
SR 04,|B ttl (Äempten unb Sttuncfiai. 3of. 
ff Bf elf t&e 39udi&blg.) fümmt ber 9lnt-- 
anontänuiB smifrfjett ebangdtfö u, tatljos 
(Ifd) auf bem ©oben üou fcdjiaru, 
3Rarta Slaferl unb Gfrogtruinrnnugbaum 
an ber 3? Miau in fllieberöfterreid] ^m 
WüSbrucf. £>er £el& beä tRmnanS, ber 
frafmmgc i^effe, Qc^t fo nmt tu [einer 
5Beradjtung ber fort). $ö(jenbieiierä, ba% 
er feinen ftunb nad) bern berühmten 
^3ifd)t>f ÄrjLcfct nennt. 

ffi&iö, ein Qmcrg&itllboa, (Q. Stuf, 
1899, <5. 48). 

ffio tft ein lucgcn feiner Untreue in 
einen Vilbel bezauberter Jpofnarr. 
(DSfat Xäfm&aröt. £entfd)e3 SMrdjen* 
bud), II @. Ü. ße^ig. 1903, 89. QJ. 
£euoner). 

SMogan, ein btiitfdjerSdpucij&Linb, 
Me Butter beS © at t au (Oft. £>.* St.«B. 
9h, 234). 

Sf[auSncrtom3ft&eübt3G3t).1903, 
®. 183. 




ftliffflaff nennt Bürger ben #unb 
aus ber ^feunlgfd)enre. Ältffitojf Itefe 
ab bom Sflrmen. Stllffflaff fefct an 
(©. #«mpcr ©. 83). 

flnautt, ein grauer rauijl}. 'öratfe 
beT Rlaflenf littet $agbgefeUfdiaft fOftr. 
ftjn.$. 1897, @. 115}. 

ftnautitfier, ein ^>imb, ber bau pl 
ap^uirtietenbe SBitö im $aTi«.c "W rulli S 
balten unb baran ^eniin&eifeen mu&tc. 
(Oft. ftjn. 3. 1898, ©.51.) 

St n o p f , ein furaDaartger HDactietjunb 
(Oft. f^'St. X 1 

»naff, Wl). 190:1, ©. 346. 

Slnirfebein, mit bem SBornamen 
Siüi 51nima (X. ftg&f, 1906, <&. 749). 

SIE o fl l m e i f e , au£ bem ß^'uger 
„Sorft", tutii fdnDQTjrotfT Xad}Shunb 
(Cftr. flm. %atfib, 1897, L>56). 

Sc o t) I r a b i, aus &em3totngcr N ^orfi ■ 
(3. Stuf. 1898, @. 81 1. 

fto&u, toirb narf) ben bon Cmift 
Sotenäen gefammetten ©diüleraufiüijen 
in einer ^amilie ein ^>unb benannt 
(ftmber bont Sanbe, (Smft föunöerlid), 
1907, S, 18). 

Stolo, ber 9?ame beö $mnbc^ 6cn 
bie $rttt§cfftfi Cntfe üon Stoburg bei 
Üirtr ^Ludit aus bem SBabe (Slftcr in 
©atfjfnt (31. Stiiguft 1904 1 jurüifge* 
iaffen bat. 

Jloiimann, ein 3Tcrrier (Oft. ^>^ 
©t. VI, 1888J. 

Äornm' Slatlind)en Sauatita, 
eine roftrote |)fmbiti, ba§ leüte Bort 
mclft auf ben ßininger fö. 9luf. ia99, 
©. 71). 

StnaufferL ein Tlaffenbei, bnrdj 
fein fortroä^renbe^ ©e&ett roibermäittger 
|»unb. 

Slofa!, ein in SBten t>Üiifiii bor-- 
fommeuber ©efd»fed)töname , mit bem 
man gerne |miibe benamfet fä> Stuf, 
1905). 

ffram&am&uli, ein $>unb, ben 
flttarta t». ßönet efaSenbad) Aütn $el* 
ben tt)rer gleidinamigen ©räa^tung 
maajte unb alfö fditibert: Qin number* 
batler ^iiiu&. ^p&djftenS jioei 3 n fj*e 
modjte er alt fein . , . Üünf ber Stirnc 
b^att' er ein Slb^eldjen, einen taeifum 
3trid>, ber ied>tö nub BnJÖ hfl Heine 
t'inieu auslief in ber Art, mie öie 
Nabeln an einem iTammielS. Sie 
Stugen lnaten gtoft, fdnoaa, ieudjteub, 
bau taufiareu, ltdjtöctbeit rHctfictn um 



?M 



Öranj ©ranto, 



\M\mt. Mr Cbren bodj angefe& long, 
niiifrllctf. Unb mofellüS mor aÖeS an 
bftfl 0011301 £unbc bon ber jtlaue bt£ 
,yn brt fctuen SBittarnafe; bie ftäftige, 
hmei&igcQJeftalt, ba* übetjebcSSob 
rvtwbrur itlebeftal, bier iebenbe ©äulen, 
nitro ben ffdtpn eineS |>rrfd)e$ gc* 
trogen hätten imb itidit üiel tiefet raaren 
Ol« bie Sauft eine« fcafen. £ie ftür- 
tulfröe Ciebfofimg tiefe« £$ch£, bie 
er feinem erften Gerrit, einem SHaub* 
litoüfeen angebeifyen läßt, berurfad)*, 
baft öurdt bieten Umftanb fein ameiter 
ften' gerettet toirb, CEeutfroet 9cDDeHen= 
fd)a&. 3*on *ßaul jfieirie unb Öubroig 
Oalftnct, XX11I. ©b., TOftnn>en 1887, 
©.161.) 

Triefet $unb empfing bom befannten 
«traut ben Kamen. 2)aS ftrambants 
buli4?ieb flammt bau ßre&entiu* Äoro* 
manbel, b. I ßofrat ffiittefinö in Xian^ig 

il745); bgl. &rtl £atffdiet SMeberfdiafe, 
ftt. ^eterS, 1., <Rt. 192. 

9 rem b o m, bei IninöbeS £d)äferSin 
tfmft. ftrentaaä „ 2 dD unb $aben" (II 31). 
Ärantpuß, 3;. 3a$rg. 1904, S. 50. 
„SframpUö bUß er, 
Niemals biß ex, 
SRJar ein fdinjatger S>pnj 
SJoU Übermut imb mt}.* 

(Ttt SSiener fjrufc. ffion $*arrice 
Tiotm 139.1 

STra fcei, ^tappclbedS ©p% ber ftdj 
bie ßüitje $nt über an ollen SEtftQert, 
in li ttinber faßen, mit Shringelfangen 
bcfiftäfrigt fatte, ein bäfeltrf>eö 3iier, 
ebenfa fiart unb tDtberljaarig mie fein 

tetr (3W bem 'Sturm. £6. Fontane, 
,845). 

fcretti, ein Jftübe, beutfd>t ©ajäfe^ 
$unb (ft. 19). 

St vidi t 3. Huf 1898, ©.87. 

ftrtegäbuub. *£>ie ÄrtegSfiunbe 
be« ©arbe*3äger*Sktataün$ in ^ot& 
batn erfreuen ftd) einer befonbeten 33e= 
rQfimuxft, nambem btefelben bei allen 
ßonfurrenabürfüSrungen eine befonberd 
große 3ar)l bon 'Preisträgern lieferten 
nnb brei biefer Preisträger, bie $unbe 
„Seil", ,grttna - unb „2ftar ft ... 
berufen mürben, a W ©ejd)enf bee Ät-aiferS 
an bai 'Sultan bie Ceifiungen ber beut* 
feben SrricgSbunbe In Äonftantinopel ju 
«Igen (©er Sierfreunb, ftabrg, 189Ü, 
<5, 9). — .ailarm", „Eepefdje - unb 
„m o t\%* flnb Sfrieg^unbe bt& 2. Sita* 



ler ßatferregtment«. (ßftr, !tjn. Qa^rß. 
1897, ©. 60). U&er bte 93etn>enbung 
foteber ^itnbe im 3***°"** Aar!« V. 
bei ber SJetagerung üon Satence f. %, 
1888, ©. 85. 

Ar Ott b, b. Älaufe, ?B&. 1903, 60. 

Ructud, ein brauner 3)a<f)^unb 
(3. Ruf. 1897. ©. 105). 

Öugelrunb. «uS She^djmer« 
Solfsl. 8, 9?r 370 teilt ^RodjEjolj (attn. 
Ä. u. Ä. ®. 1B7) einen «Söieltejl ^ur 
Benennung be§ |)auäbeftanb<« mit, mo 
t& Reifet: 

©raue£fdi«>ani beißt bie ©an«. 
Stuf ber ^oft fieißt ba« 3fio&. 
SrugeLtuitb beißt ber ^niiib. 

ff u m p o n , ein X a di^ imb ( Oft. $ ,* 
St. IX 1x911. 

Äuntcrbunt. 3n S. GbiabaceiÄ, 
SBiener ©ilbero, 30.1tugtift 1905, ©.21 
ift fducr^roeife ber klannte UoU^rehn 
bom $>au$&eftan6 ber SWutter nadjge* 
bietet unb ba beißt e& u a. 

Settetmann 

leißt nieinCia^n, 

unterbunt 
#eißt mein -ipunb. 
u. f. Ib. 

Surt, ein babrifdier <5Jebirgäfdiix»eiß* 
^unb (Oji. e. s ©t. Vi 1888). 

ffunj bom Tireimarfftetn (SJ^. 
1900, 188j. 

^ijne. 3» btefem nämlidjcn Ütugen* 
blicf \ai) ftantagruel an ber (Saaltür 
ben Keinen |mnb be$ Önrgantua, be 
er mit dornen Äijne Bieß, roie be5 
3:oblä ©diopbüublein (SHabetaiÄ „®ar* 
gantua unb $autagruer überfe^t bau 
Gottlob SHegtS, eben neu herausgegeben 
bon SBilbjtm Söeiaanb ©iünajen 1906, 
tt «b v ©. 454). 

ßa dCI. 3n ©aplitrS flauen ^Blättern 
{©roßer ^unbe^lubb in ben 9t übten 
bcS Obeottfl SSien, fortleben 1865, 
VI 7, 28 f.) beftelgt ein großer, anfebn* 
iidicr luo^teibtcr gleifd)cr^unb bte 
SRebuerrrlbiJnc. (5in freubigeS ©emurre 
burdiflog bie OefeUfdjrtft : $adtl mirb 
fprea>enT . . , Carfel tnirb eine iRebe 
Ratten, — !£urd) bie SJorfcbübfei mords, 
mürds imb erz mlrb ber Segriff eineS 
folgen ^unbe« nod) gefteiflert — (Jinen 
Derben, bierfebrotigen yJirnfrfieu nennen 
bie 39ieuer aueb einen ßadl 



äftoberne #unt>enanten. 



255 






Snmpp, etn ftpfljuub {% $etjfe, 
HTMufine u, n.^ope den, fflerltn, aS.öerö, 
1895, ©.. 111). 

Öamur. <ßat>e(, baS ©cnteinbetinb 
(9Karia ö. ebner * ©fdienbarf), ©. 205), 
nannte feinen .IpmtSgenoffen, einen 
bifftgett |)unb f ^antnr, b, t. Tamour. 
£>aS 3:1er &>t bte ©röße elncS Jjpü^ner^ 
unb ben Änadienlmu eines gleifdjet* 
bunbeS; feil« breite Stfafe öon SRatur 
auS gefpalten, mas i§m etwas fet)r Uu^ 
ljeim[idie£ gab, beim geringen BlitiaB 
biedre er bte 3°^ ne imo fträubte fein 
lur*e3, fdjttnraef $>aar. 

1S?a n & m a n n , mltg. ö. £. Qof. Qöfer, 
D6erle&icr f in ©t SDtartin bei SDÖeitra 
im SJBalb&iertel in 9He*.*üftr, 

8aptS Saauü Don Oftmarf, 
3. Stuf, 1898, ©. 113. 

ßaubon. lieber Saubon! gib birfj 
mx {Ruft m. fflaa&e, ®efam. fej, 111 
259), 

C a ii t a n , rin xa u&fow liger ft e ivifrfier 
£od)gcblrnSbracfe [Oft fc.*©t VII 188). 

2 a u t m ü n n , ZADSpV XX ©p. 171. 

£ea ftorft, 3R. 1899, ©.407. 

Seanber, Oft. £.*©t.V 1887. 

Seba, eine große ^jüljuerEjünbin 
(SBodie f. b, belüfte ^ugenb, Söerlin, 

•T. 6Ö). 

Sebig, ein ©»>Uj (oft. £.;©t 1903). 

SeiapS, ber (luge, in ben SRedjt* 
frfjreibfroffeu in ?titffaljform bon Staut? 
mamt^artmau, 3SJieu 1902, & 87. 

Semo^äßerftpli, Wl 1902, 
©. 375. 

Seuc, ^rau Sene dorbinuä, im 
StefeftutEi ,8enf gorft 1273" etnge* 
tragen, eine rote fdjöne $>ünbln (2Ü&. 
XX 294). 

Sep, in .frermann ©nberniannS 3?q; 
mmt: „(5s mar* (33. 5luflg. ©tuttg. u. 
©erlin, ©. 52). — £er treue Seo, etn 
niäditiget Sem&arbiiier, ber $an6, bem 
©olju beS {xiufeä, baS Seben rottet 
(Äu0 Statur mtb Seben 1901, ©, 93 f.); 
ein tfeufunblaiiber, &er fd)on biele 
SRenffben ouS bem ©äffet gebogen fjat 
(£. ©eiöei, giemmigS 9lbetiteuet ju 
Koffer unb .^uSatib III 104). $iegorm: 
Seu <» 1903, ©. 346). 

Si&bn (Sibi), ein $unb$«i, baS 
burdj beu grauen &aften 2ttorÖ, bem 
$eter ©ergner, genannt Sllmpetcrl, bem 
^ȟttetnoart bt$ SHofegaer-fjaufcS, auf 
6er ^Jretulalpe jum Opfer fei, in 



iBetten Streifen befaiint mürbe. „Qm 
aSlnfel beS öimmerS fa& baS |)ünbd)en 
beS ©rmoraeten, S?tbbn, gaiij rraurtg 
imbmibcnjcflMdj." (©erirfftö^alle b. ßftr. 
SoUSAt. ö. 29. ©ept. 1904.) 

Siefl. (^ulflärname fnr Sltfabe«)}, 
ehte ^rifctj^etterS^mbin (Oft. $.:<2>L 
XI 1893). 

Sieijef foll bn Sfafename für Sltti 
fein unb benennt einen WtopS, ben 
©ap^h in btn liumor. ^erf. I 193 
(Öeipälfl, SBonnc^ u. .^ad^felb) in feiner 
öerb4utnortftifcl]en Art otigejdjilbert &>t 

Sil Sil — fo rief önö ©d)toefterIein 
Hermanns bon aSemSbera,, alS i^r baS 
©predjen nodi b^rt ging, ba& (lunbdjen 
im fiaufe; fein Öebtag füljrt btefeä 
Verdien ben Warnen Sil 2if f$on* 
Soefdi, üinberlf bett, ßeip*. 1900, G. 62). 
— §in Sportteben beßCBnet oft: Cittn, 
Ctatj ©rb^im {Wl. 1901, ©.368; 1902, 
©. 153). 

Sinba bon Stlljctt fletreu. 9?c. 
1899, ©. 109. 

SM&petl, flürjnnß unb ^erlleine* 
runaban ^biltpp, ein fd^arjer ^ube[ 
(ä-«tuf 1899, ©.50). 

Qip#. 

R\i feinen Sfufoen auf bem ©runb 
Cng Cipä, Der alte ©d)äfer6unb. 

(5rau £>otbe. ©eb. b. 31. ©aumbad). 
fiet^tfl. tUebcSfinb 1890, ©. 9). 

Stfette. m 1900, ©.296. 

Öiffo, (ur^. beutfdi. SBorfte^wnb 
(Oft. ©.*®t XII 9er. 1639). 

Ci&fa, eine banfbarc, arme, f leine 

tilnbin (^ugenbiföartenlau&e, 7. 33b., 
. 156). 

t'ibia, ein ©djofe^ttnbdien in ben 
eiebeefd]liffeleien öeä «ßoeten $lpetl 
(3K. ©. ©np^ir. Sfap. 9). 

Coli. B^. 1902, ©. 312. 

Cola bte, ein Steffel in 5B. ^elm* 
btir^ä fflomart ^ro^iöc ^et^en (©tuttg. 
©. ©erlaaSauft. ©. 7) ; über bte |>er= 
fünft bes Wamens f. ®l 41, 

SongaS Strottt, ein fur^ciarig« 
^adiSImnb (Oft. |>.-©t. 9?r. 2303). 

eonau^ealbau, 3R. 1901. ©. 448. 

5orb, fe^r ^luftg unb mit Uerfdjiebe^ 
nen Seinamen, n>ie ©eiber öborf (SDl. 
1899, ©, 394), SRetdjenljaa (3S|. XXI 
220), 

Coro. 3- «luf. 1905. — Sore, eine 
giPBe SetnrjaT&ineT^ünbm in ^rubdjenS 




2M 



ftranj $ran!g. 



£fitflt, b. 32. ^eimbutß, *■ 208, ßetpa. 
q$M SBtUagtfjatn'. 

S eitj # p fl c u. {2TC. 1900, &, 330.) 

„2otti-^ulU&", beutjdie furatjaor. 
Jpiinöin (3^$. 1901, ©.818). 

tfömerl, bo£ (can. leooinus) £>öfer, 
<hmn. mb. 11 77. 

ßudiS, ein SBratfecBb- 1903, <5. 346). 

gump. „SHaii( baten, Sunqi! ttuS 
bem gBffifc ©djuft! - . . Hofe mit bem 
„Cumf>" ber 3)ücfel unb mit bem 
„2dmft" ber Sfatet gemeint mar, be* 
viiUifjte mid) lnefentlirt). (Her* unb 
URenfdwu. t'ciPä- $&• Wcclnnt. Unib.» 
ML «t. 4580, ©. 44 ff.) - Sumperl 
wm iHucferl&erg, ein jdpowty roter 2)ad)3- 
minb 13- ÜUf. 1897, fe 96), 

Suna. $, Stuf. 1898, S. 142. 

Citri, §uubename im öß. 0- r @t*S9. 
£di. Cef. 

Su&fa IL Söftlbau. SR. 1901, ©. 
35; Saöfa ertlärt ©, SMemafld 81 
<ü£ bell fteimltdi fdiletdictibcn (altfib. 
ii ii. bsfefin, delüescere). 

Sufi, eine betitfd)e ©pflgc (O^-ft.* 
Vi 1888). 

ßu ftla . . , ©er £>auSmtnb, ber brnbe 
£ufttg, öer ^eute an Der ßette log, 
luinfclte fiägtidj, &a§ er tUdjt mitgeben 
burfte — oo* gute t:ier (Ter erfte 
©dwrfganfl. eine (STjäfituiig üou 5Wo&\ 

Sit y. ©arfü&rfe. 8. Stuerbadj 
0885, $. 19«. — 3«. 1905, ©. 31), — 
Sri ber Prüfung ber sßoltyetbunoe in 
»len (87. 3T»jrU 1907) tat fid) ein $>unb 
Mefff ata&mfl int flnnuif mit einem fte* 
uremer unb in bei 8luf jüibung in bcfbtffa* 
geratener ©cgenfranbe befonberis berüor. 

üurt . . . 3 nim mei otte (fmfndic 1 
Olli SBuefl unb bann ben Üarl anö 
©djnftrl, roeoft e, ben Eloan Dort, für 
ben i fdion an ffufjfler») bätt ba&'n 
tonnen, ober net bergeben tjat. (3nfc* 
nitenbrtlagc ^u mu 1900, fc 2). 

Surfet gaboriu, ein SR übe, ein 
fuT^acirifler tfloetgpmfdieti^. «uf, 25). 

Cwji, b. Sfebf. (190«, ©.748). 

ViihUv 2töl)tienb unb ttef beimpf 
fügt, ftnlb tiämumb, balb nmdjeub, 
ftrebt et bem einen unb immer mit 
bem einen ßkU, feinen SPtyrlUoft roieber^ 



Mifinbeu, entgegen, als nlöljlid) ber 
anjriilnfl unb boö (Gebell beö Süfafi, 
felnc.6 Qtcßtfdjen 2Binbfpiel8, bat ftait« 
erfduttterte (Sltodjne, b'ft- Montan b. ©. 
ebet«, ©. 389). 

äJtnfluet, ein ffißbe, ©nßbog, twlfe 
mit fduoötjen potten (ff. 23i. 

3)1 ü ( o 1 1 e. ,,^üpa$ ^a flbbünbin iDl. 
§atte nenn jfcunbe belommeu" (52 
Sonntage ober 5:ogebudj breier Stinbet. 
Serlm, ©. 47). 

3)ianbi, ein Staritfbunb frinueren 
erfjtQgeS i^tt- ^*@t IX 1891). 

^Honn. „-Sjo] redjt mein Sftaiw!* 
(5D#fe 1 88). 

Spännt, 5ERenne, etn fe^t bcüebter 
$i»nbennme, flouie ^cfditditen unb *Ro* 
bellen Ijonöem uon ^reißern MefeÄ 
9Zamen3. „Sftenne im (Secbab* ifi ber 
Zttcl einer louniflen Lobelie. f»on^ 
SImolb in oltm unb neuen ^qßen 
(©.280).- gin Heiner 5>od)6Ijunb bietcö 
ÜRamend (ommt in ber S?onbpartie ©. 10S 
bor (fiinberträume b. gtn)"t b 3Bil&en* 
bnttii, ®erltu, ©rote 1906, 11 i . 
©anu 9Rnnnel bon Slutbiil Mot. 
1902, ©. 311), — ^n ber F ®Ua 
ObDUe" in :H«Iam* Uittberfutn XX1I1 
643 bringen $qt unb Statine, bet 
^etfel, ben ^ufftiefl )tid)t jnftönbe. 
33etbe SSJöiter finb familiäre MH 
formen üon 9ktM unb 9ibf Urningen 
kwn ^fllb^. gefb^ ikrfl* unb ^ir|dj* 
nuuin (IH. \S) 

SRatco, ein fdmttifdjcr Scbafcibunb 

(3- «uf. i 

Margot, ein geftrömter ßnwrgfiuQ? 
bog (Sr. 24). 

Körte, mtrtorb 9Öngncr^ ^eufunb^ 
länber, aba^Kbct im St. 1904, 3. 138. 
mirfo: K 1)oö tftmein groftet .Jnntb"' 
(fktttl 9lrnbt. Öiir brabe Stmben. Btutt^ 
qnrt- ©.29.) 

atlars. ft.Stui. 1897, 6t, 2. 

!W o r f d) (i l r. 3» ©Ub\ iKflobcö gef . 
fcra- 11, 34 tft bte yiebe bon uier 5ßolf«- 
bjuibeti, bon benen einer biefen dornen 
füirrt. 

IHaultDUtf. ftL 19. 

3Häiira = ^qra f eine beutirfje Krutj* 
b,flar ; iiönbtn {©§. 1901, ©, 312. 



' Xto ^üdife, baS ©emelir. 
* Utti j>iinf^ggiilbenbanfnote. 



aJiobetne ^nnfrenamen. 



257 









aß quo. m% 1902, 3. 312. ©et* 

flcincrt: äRnufi. 3. Stuf. 1899, ©.70. 
— Hftäuedjeti, «In Heiner, öerruöfnuer 
©eiben^trifcbcr. Uniüf.«93i&(. SRcclam 
1736, ©. 70. — Sttöufl, ein Mffen. 
Itlnfc^cr. Oft. £.*©t VI 1888, - 
©tn fur^aarlget Xddjtfiunb cbenba 
9k. 2348. 

9Raz, ein ©plfe m ber SKobcße 
„Bfenne tm Scefenb" (bgl «Manne!) — 
aKorl (3), 3flbf. 1906, ®. 682> 

Sie <f. M| mit Salman (Oft ß,*Ä 
9h. 2239.). 

äRcbcn, eine tur^ paarige 93orftefp 
ÖünbUi (£ft. &«&t.&. 3. 215), nad) 
ber gauberfuubfgen ^odjter btß Sföuige 
Sicteä bo» QfaldpS benannt, 

SR e bor föunte mir entnommen unb 
bann jcrfleiWjt er ©ie \'X g. Softem« 
fämtl. SBerfe. St 39b., ©. 15). £eftr 
intercfmnt ift, RMfl $. .fteiuc neun £umbc 
lieber ade& ju erjagten mein (übet 
£ubw. Sörnc, ehiQcfrtjnltet ^raifdwn bem 
2. 11. 3. Bliebe). 

3Jleff, gubenanttt ber 6öfe Bft. tut 
# 3Mewffanten 93lntt" i^oEjtö. U0% 
9Tr- Ifcj. 

SKelnc foll in ber $fah fc&x päufia, 
benennen. 5. & ©eibl fdjilbcrt in ber 
.^rii i^eftf), 1847, 18) im GJcbidit« 

„@m tebenbig aRouument": 
SBeim if)i bort ein £orf burcfifrfjreitci 

umö rt bellt ein $unb cud) an 
Unb ibr fragt: wie lieifet ber Stötcvv — 

„SKehic" foQt eud) ^ebeTiflüim, 
SBertn tbr ftant in Dorf unb töütte — 

„SRefoC" ijelfeeu aüe fmnDe, 
3uft olö märe „fcnmV unb „SKetac* 

ftnefl in beö «ßfaijeri SWunbc. 
Oe&t hier ein le&enbig ©enfmaU 

$unDtttfftnfoifl 3abjc balb 
Saufte um^cr auf allen <3tT<iBen, unb 

tiod) immer ift « nidit all. 
{Diclac mar© ber 3Sütb>ria>, elnftens, ber 

ben SRoröbranb ^ier geffljnnmgen, 
S)er fein fränfifd) 33urgcrLtebtctn beut* 

fd)cm O&r bjer t-orgeiuugcfl. 
Sftelampu^gried^eöeutciSdnunry 
fufe; bei %*. Stbrauain a Sancta (Slam 
fhibet [im biefer Siame eiutgemnlc: ber 
§iutb jenes — and) bei 3t. t>. 2. 8, 
genannten Stttfton — , ber in einen 
frirftq nenoanbelt mürbe, feint audi 9t 
(Oöih,fflIrtantorp^ofcH III, 2Ü6, £njginu*, 
gabeln 181). 




9tt& SB. ©ädern oget 82, 32, «fe 
nommen beulten <5ü)nug£ber, 54,323. 

Sfflelitta. %imc eines ttalienifdjen 
SB&inbfpiel*, tm Cftr. fun. Qaljrb. 1897, 
©, 248 abgebitbet. 

SDtcntor, eine fdjöne, große öäitifdjc 
£oga,e beö eftemaligen ruffifdien ^of^ 
fdiaufüielerS Ouien, bie l^d) and) alS 
CebeitÄretteriii au^eld)nete. ftänig Way 
lieft baö Porträt SOlentDrö in Öl mal«» 
unb foätcr&in fam eä in Öle ^pinafot|c!. 
(■Sdi. £er.) 

s JPiejj[)ifto, ftxB bem 3^inger (£rb^ 
beim, ein Xcirf^öimb, rot iCjt. &*&L* 
39. 9h*. 1802 1. 

gßerf, ein bemfrfiet, ftidiellj. Vorfiel) 
^unbiÖfL^-St. "Jh -Uli. 

SPleteor, ein fcmmetfür&iger Sem- 
^arbinet mit locißer Sruft (St. 13). 

9Jtidiel. ». Alf. 195. 

SRtcf, ein berühmter breifterter ^er 
rier, in ber Sirtfftemwlt olS „Setter« 
ljunb" ßefannt i®d], Öer.i 

^11(10 ii on. Cg. ^.*et. IV 1887; 
and} in ber dr^öfllnng „Ter erite ©c^ 
fudi" von SUa ^>aag, <5. 13. 

SRita, her Heine ®pt|, übertraf, maS 
9(iTten betrifft, jcbe Xoine. ^© fldb 
tiid)t6 ( loa* Wrfw (^efrfißpf QJotteiS nid>t 
geregt rjattc, (fa§ Gigeiitunt von 
©adwr atfafom ©. 204.) 

2Ri lau, eine .fnnioin meiß «nb oroun 
(in ber intern. Ewier fiimbeaUBfifOuiu 
öom 8, «11b 9. IJJuni 1907) ,- ob fie nad) 
3?li!ait ffaleo mtlvusi ober nad) bem 
Icbenllufiigcn Äöntg ÜSItlaii u. ©ettfett 
^tlenannt totirbe, fonnte id) ntd)t er* 
fofrren. 

aj^imt), ein Heiner $Binbb^unb, er^ 
qielt eine ©rabfdirift in beti fleinen 
poetifaien ©rfnlfteit no» SDtori.^ ^lugnft 
bon 3;[)ummel (grontfutt unb ßeä^ig, 
Vm, B. 105). ©efdjrtijl iourbc 5Rimt} 
bon feiner $errin ^uüin, unter ilnt'iu 
JHeifrocf burft er roarm ftfccn, bodi weil 
9timH [0 Kein mar, ftoru er „fngt man 
für Cieb unb für SBcrjuwtfumg". ©er 
Tirtiter ber ©rabfdirift Hat Im Söunfm, 
SOlimii möge fid) emig bem treuen 9tp« 
enen jugefeUen, bem ^niiibe beö ^fa- 
rniff, ber ^d) über fernes ^jerrii -tob 
ju ?obe gegrämet hat unb beSmegeu 
unter btc Sterne t>evfct5« morben ift. 

SNina, eine äod'prämiiertc bauno* 
betfrne ScameiBbÖnbin (^Ötj. 190% 
©. 327). 



258 



ftranj ©ranttj, 



Wlinta, poln. -» Stadien, al$ Ima* 
gmärer #unbename für ein Sent^ar* 
bincrfSeibdien in ber luftigen ^unbe* 
gefd)id)te „Sie mfte" (ftt. Statt* 135 99b. 
5?r. 3195), fommt ober aueb in bei 
Seit beS Realen bor (2R. 1902, ©. 312), 
fo ift Sftmfo ein nSeMidjee SCierdicn unb 
auteö fiünbdjtn bet JHldjarb $ot§ „Shirdj 
Vicbe beilegt" (STedlau, ©b. ^rcmrnbt, 
@. 19). 

Ulinni, mlrb aB äufierft öerftäuöige 
unb im Stpportleren aefd)icfte SBorftcb,- 
pnbfn (©r. 622) geferjilbert. 

Wlio StubolfSburg. 3SÖ. 1900, 
©. 272. 

Mira, eine in tJeriuft geratene Heine, 
gelbe Ead)$&J«tbiii mit bet TlaxU 41369 
(SSMen). 

SRlrai. SR. 1905, ©31 — STci^t 
!B$. 1902, 60. — abgrfitlbet im fcftr. 
tun. ^sfttjrb. 1897, ©. 95; ein rauü< 
anfinget Weber (ebenba ©. 890); 
fofcnb für Starte. 

SWffe, ei» ungemein beliebter $unbe« 
nenne für 33inbfptele, gfoilerrierä. 
(3J1. 1900, 325); bie flute 5Ji. befinbet 
ftrfj nod> immer im befleir ^SJobLfctn 
i. Cr ruft t>. SdiiQcr, Srter 10. VIII. 
182«). 

SföoGr, ein Jcrjtoarjer $ubel (G. 
2uttge, T>, ftilift, ÄnfchaminßSitntei« 
Titfit. Sripjtfl. SJJan&ertirt HOL ft 45). 
— ©ei ff. 33, ift er ein fdjnrarfter 
©djafetlpittb, — 3Ho&r, aubenannt „ bet 
alte", ein .fpubiierbunb in berCrrftäblung 
„ Eer Dkmer öon StoOjCfmliitbcn" (Ski 
alte "papa. 3?on 9iöolf Ziffer, 3. 112). 

SDId&tI, tpeitperbr eiteret ÜName für 
£unbe mit fditöaraer ©ebaaruug» @in 
mtt&iitber $unb, ein <£dMtfQter fübtt 
biefen tarnen, löofauttfage. Cftr. 
SolfSjtg. r.. G. 5tug. 1904). $ludi etn 
^Plitfrfier, ein tapferer Heiner £erl, bflrt 
auf bicifii 3?uf. {C. b. ©. 5. 3?. I 80.) 
Ottofar $(tmv©crgler mibmet in bem 
ISiener ©ilber&ud): "fln ber fcb&ucn 
»tauen Stonrui (Unit>.»9tbL 9h. 4490, 
'»9) ein eigene* Sapitel bcr ®u 
&tebung 2flo&r!ä, — ^n SRöbringen 
{St. ©) mürben brri $uube amictr offen 
mit Wanten 3Robrlc, ba runter roar 
CUier gnitj fditoar,^ einer jcbod) nur 
am £>alfe, fotift rötlldi, ber b ritte idoi 
Mi itfdit fdjtraTj, fonbein grtbtid). 3m 
(Jr$&erjßa.tum bort man aud) bie ttuA« 
fpracbe 3h ufert. 



SHolH). Sfltejel, eine fdjlnue Stallt, 

SD?oUn ein begabter $unb, 
SÖÖo&n&aft an bemfeiben fyafce, 
^afeten fid) au$ ^erjenSgrunb. 

<3BU&. ©ufdi ,3u gut" SdJt'l. „^eber 
ßfjrtfieumenfd) mödit' cö (bog fdjeufc 
lidje ©ietj STloIItp) Heber ©atan nennen 
ober 92atfjan ober fo icaj ©fligeä, 
blofj nttfjt Utoap; aJloflffje« ift an bem 
bodi gauj unb gar nidstö!" fjanö 
fioffmami. ^ üan ber ©djrerflidje nub 
fem ^punb. Stuttflon unb ^ei^ig H- 

-LUo l ncl), bie £iebfing£bogge, bie ttod) 
ut rotiifeltt mngte (5)er leiste SVrann. 
apofoluptifd^er Vornan to. ®oa. Berlin, 
6. 171). 

9)1 o n ß r d) f ein berübnitcr Sertu 
5arbiner 4 .£)uub (3: 1882 f ©. 103). — 
3?n 70, «efturtfltag t>on Soft Öeißt ber 
ßunb aud) fo. 

9Kont ©laue, ein SBendjarbtncr 
(^ttuftr. 3:. IX 194). 

SOtopS. ,2Rope unb $>i!ctorY3:itel 
einer gäbet oon |>aßebom. («ämtL 
poct. Werfe IL SSJien 1790, ©. 

TOoppJ. (SSiener .^nuöfrau IV, 
9?r. 37); flRufft, Wiop^namc m SSöbmen. 

3)?üor, td) übergab m, mein ^ferb 
^ur Slufudjt, inbem fcfc i£)m bie 3 l Hld 
in baS 9Jiaut legte, yd) tonnte mict) 
auf bau tlinie itcr beficr Derlaffert, als 
gemift mand}er |>e« auf (einen Wiener. 
tTn ©falpjager, 5. Stuft, ?eipiiß unb 
ffierlin t). Spamer 1883, 3. 

SJc o r a u, fo beißt M Offian ber 
©obn Sitt>il^0, aber bet ittome begegnet 
audj als ^utibcnoine: „SRoran u>r 
frfjivari |)U)ibl ift mit efngcftiegen in 
baS Sdiirr" (Ofrr. 3?o(%tg. b. 27. «Cug. 
1904 in ber $efrf>tthte w baft Sheuj% 
einer ßaUftätter ^©egEben^ett, mita. b. 
©uft ©aflner). 

SWordien, mit bem ©etnamen .bon 
ßcln^borf^aft au", ein tur$. Qü^z-- 
bunö (Oft. .«©t. XII 1895). 

2)1 o r b a r (flebc &clbmann). 

Korb 0. Strtbufdi.$&.u,6.l906, 
6l 667. 

aNorgenrütt), aus bem 3,mtnger 
f*orft, Eurjb. toter SSarböb. töftt. !. 
äabrb. Iö97, £. »7> 

«Di ort. .©Ift bu ba f 3J(oriy- fagte 
fie. m f$So |faft bu beim bellten ^errn 
gelaften?* Der #unb öüpfte bellenb 
in bie £iobe, bann faö er, bie O^ren 



ajlükmc £uttbcnamen. 



259 






tjebeitb, im ©äffe butüber, alä ob er 
onbeuten rooCIe, baß fein £K?rr bort 
natte. ( Sperfbarfjer. Gine Xiroler 
fjelpengefdjidite b, 3of. grlebrldf^ait, 
ynnöbmtf, 1904, äpefnrid) ^mtcf, 
&. 184/5), 

5H o titeln @tf&iÖft.fiu*®t.VI 1888). 

aJUrro, Sltebri, ariorlc beute» 
nuf .ipmi bc tJon fdmmvjet ftatbe (Oft 
.fvSt II 1884 u. JII 1W84). "2)et $unb 
al$ ©Toutmctöcr im illuftr. ^amtlien- 
ülatt .gfte.fttuA* I, «Rt, 13 bj?i&t 

äTJofc, jubenannt bo» gpfofenftettt, 
ein I uiä&. tndjSbunb (Oft. ,£>.*©t. XII 
1895). 

äRööe, ein SKalt&efer, rein luci li 
(Q. Muf. 1897, ©. 461. 

aRucfl, ein flöffeuber, Heiner iHattler 
($. «Inibt f. SRarfo). 

afluff, SMuffdjen, Muffet, tiu 
^enfionatSpubcl&Lmb V$n ber fcgfi§> 

fwnat$»©ei(ftiditen b. "Noi-betf, ^BcTltn, 
SM ^Öcirt)ert, 3. 16 u. 17) ; mopftger, 
brummiger, fciuib (H, &. 467). 

gfflnf f t- Sfafffe ««* (ÄQücametft« 
Suljer in Sin) fc^tc fnnttuet imfo 
©rbe in ©ftwflung . . . aber ba$ @c* 
feg iftuiwrolttlidjunb fclbft für SJtuffi, 
öiefen Inbegriff ber &ortrc.ffU*ften 
^Hinbefßigenfdjaftcn, tonnte feine 9lu£- 
nnljnic ftntuiert werben (£. 1885, & 10). 

SDhilorfi, ctgentiid» aHofodj; ®r, bei 
Culel, batte eine Jpimbln, bie por einem 
balbeu Qafyrc ^unge befonnuc» batte, 
unb unter bicfcn eine!, baä fleh bor 
allen embern an ÖJr&fre au^eidmete 
uub ein roabred $ärenfdl Ijatte. %Bis 
betont en alfo SHolod) ln£ £auö nnb 
ba bie £fetiftmäbdicu öjrt partnäeflg 
SJtulod) nannten, betam er bcilb biejen 
Statten. [ftäcf .(wuft, greift SBadjcn* 
blatt 3lui5fl. für Öftcrreidi* Ungarn, 
22. ^nlirg. *f- ** b. 31. J^nlt 19041. 

äRummoHn. iMebiete bem 5Eier 
jRube ! rief St fetmrb. Staunte niept lange, 
fo erlebten ber (iJraufopf unter bem 
C£uigange. ©r mar mit einem ©ptefe 
bewaffnet. SRÜdroärto, 3Rmitmo(in! 
rief er. Ungern ge()ord)te ba£ £ier, ((SEEc* 
parb. Sott 3. fe. b. ©dieffel, ©, 152.) 

ajhiugo. „(Ein i3djäferljunb, ber 
(Sünftlfng in einem Saurtu&aufc, ftanb 
batKbeii, alä bie grau feinet frerm 
etntge Stnbet toufcf) Cruie« foeben 

8tbö. IX. 



atiflefldbeteu SEnabeu foebette i?te SDlxittcr 
<mf, qua bem Hieben jimmiT bie Kleiber 
eine* ©d)tue|"terdieiK> |H |tte ÄI8 
ber Shiabe ^auberte, faßte bie 9JcnttCT f 
um ibn ,^11 befdjöinen:" W C, SDhtngo 
(fo b;iee ber ^unb) mirb mtr fdion bie 
Älerbcr boIenJ" Ißer ^iunb, iotemohl 
nidjt gm ^oJen tinb ^raflen übü& 
riditet, eilte InS Weben^immer uitb 
Lircid)te feiner erfto unten QJebieteritt bie 
ßewünfdftcu Stletber". iftt. 30. SStcnbt 
cu a. O., ©■ 118). 

SDhmiataSteja, eine ftoetö. ffletn* 
^arbinerbötibin, weife mit toten platten. 
(S. Stuf. 14). 

ftftHt**. 

SDunn let fei Muntern ut be Stum' 
berut, — 

T* Eratjt un unifl of ritte in be 

Sünn, — 

Turmit bei bitten f bringen tfllBL 

Ori^ ÜHleEl fmntL Serie, Sc tReif 
nadi «eUirjen. 111, 3. UM). 

KMtL .'^in fc 18H2, ©. 4:> ex^ 
fdieint ein fflcuit alef ^Briefträger, ein 
Pfeffer- nnb 3n Ijbinfrfj prttigßet Sorte. 

3]Rurrat, ... mürben bie ßctorfiten 
dürfte Aittn Äalhucrbeu aufgelegt, 
fUigS laß ber alte SJturrat banetvti uitb 
roelje bentj ber unbefugt fid) nöljcrce. 
(1. An. 105). 

3)turtial)n, müßt fict genjen | Uitb 
9H. itiaS ein oüen öimb. (Öäufdien 
unb Eintels. $xi% meuter, 20. fcufl. 
38. X?at ^ofjTjnaTr O. 157). 

aJtnrrbonSirfbnfdu QMui .1905- 

Sluftapba. ,,^er fdtmatae W. tpt 
audi nidit ben beften 3iuf y lieber fjreunb, 
er t)at borige ©odic eine Hiau^ ge* 
fangen, als Vuu er eine Sta^e mute' 1 
(£er fimfjebttte «Robb, in £ied*£ Wüixd}, 
rnib Mite. II, ®. 397. SluSg, b. A. C. 
Äkc). 

Ueotb. 333b. 1903, ©.346. 

Mab», ein Incfel bnn üüryügftrf)en 
&igcnfajQftcn; ber 9fiBtH ift ben ^mei 
erfteu gilben beö ^orteß Napoleon ent- 
nommen; Co[enb: kapert c h Ä. 9ld)lett»irt. 
^röb;iidi ÖJejaib ©. 134 ff,). 

9Jajt, ein turjb;. 3)ad^bunb (Cft. 
$)..St. IV 1887). «lud) tu muttöatt* 
Lieber gorm : Via §L (Oft f. ^abrb, 1897, 
©. 262). 

«Reg g et, ein SRübe, cht ©uübog, 
ßifttömt mit metfjet: ©tnft (Q. 9luf . 23), 

18 



260 



ftranj ©ranTö, 



Welln, Refft, 91 1900, ©. 325. 

— K, Tnroff a. a. O. ©.51. — SM) 
XXI 820, — Wem Oon Der Eiord). (3. 
viiii. 1905). 

Neptun. „£io, §0, 6fl-* rtef eint 
bebenbc Stimme Ijinten, „^intfdicr 1 
Neptun? — fommt her' fonmit ber!" 

— £ie ßunbf, toeldie, mtc iljK Sperren, 
reinen befou&eren tyefdimaa? an ber 
^agb, in ber jle begriffen maven, ,yi 
haben fmienen, gcborrfiten bereitroitLig 
birfem ©efcijle. (Oiiber Greift. 3Jon 
93n; v (2)Mhn£) überfetjt taon Dr. ßarl 
ffouX Seiy^ ISart 3ieger [ofme 2?rr 
lngSiot)T], B. 2-24). 

Nero, jefjr befanitter $unbename, 
groge fcfjroorjc fmnbe benennt man 
iicrne fo. diu öraber Sunenbetyer 
Kört auf biefen tarnen rlöcftermannä 
SJconatafjeftc ä9. $tonb, ©. 488). — 
„Neru, Seufelebunb, fannft bu nic^t 
Wu&e polten?- («. g. VI 51), (*ine 
Diilifdie 2d)ilbmiug bon einem ©rem* 
blar etneä ftttnbeft, Der 9?. fieißt, ftc^t 
in ber tSrjäljhuig H $He SH ob trappe uon 
Neuborf* in Stimm flrögcrä „(liue fttQe 
aSelt- (Hamburg 1905, @, '249). Sil 
6. 2N. SÖeberö ^^r«ifd>Ü4* (3. Stuf,}. 
3. Sufir.) Hngt föncl 

Unt fie tarnen mit Sidjt, iiub — fcenfc 
llnb — erfrfnlcf mir nur nidit! [nur, 
Itltb — arauft mir bodj, imb — ber 
Nero, be* ftettenljuiib. [@cift mnr: 

*i? e j i u i? , ein p räd)tiger , gr öfter 
Neufunbiänber in Helene ©tbflS fl. 
©ijäblimgeii ©. 21. ~ R. — ber au8 
ber §etweftr®ttgl befannte 3 et1 * GUir > 

NettL flofcitame für Slnna, Netti, 
Öftr, Ncttt, eine hnm bentfdic itfor* 
[telibiinbin (Oft fc. et. XJ 1893). — 
Nettl tjLit nodi bie Nebenformen Nnrci, 
Nanerl, Nanbt. Die festere NamenS; 
form eine* ftimbea finbet fid) In ^. 
9fuf. 1898, 108. 

ttitittitufc. ZADSpV XX 171. 

Nicfeil, ein Xtat&ffiitnb, ber burd) 
feine 8lfUgtett ben ^rieben ftört unb 
Nad>biit imb Nachbarin onf ben SlriegS- 
fup bringt i C'ftr. ffloHöAtfl. ö. 22. 3unl 
1901). 

Nim r ob, fduieü" öffnete er bie Pforte 
bei ©orgärtrtjen^, unb als er fid) nun 
ber offenen §aufitui unwerte, mürbe er 
Hon Ntmrob, bem Smroeiglntube, mit 
(autem ^reubengefcul begrüßt . . . (Äflf 



gefarjrboücn Ufaöen to. G. SBalbmaim, 
Seidig ©. 8). 

^tnuo, eine itifcfje ®ettcr4>iinbitt 
be6 ,fj. ?Cbot|efer^ ©eorg ftfetn in 
^otteiiftetn, legte ßTofiorti^en OÄSfhttl 
an ben 3:ag. f3:. 3. 1898, ©. 150). 
Ntnna ift Äofeform für Stiiiq. 

Äitoudje, 2Jlamfette, nacb ber |>e!bin 
etneß mobemtn Sbfoterftücfee lencnmt 
(3. ÄU). 1905). 

9c i r r Don 2 e m g o = ty u 1 1 1 $. 
5R. 1902, ©. 375, 

9toib, ein rocHbaariger, ruffifrber 
SSJinDbunb (3. Stuf 1899, ©,27). 

5forb I'lfcfjan. 3S^. 1903, ©. 183. 

9torma, mit beTidnebeneu Seinamen 
($K 190-2, ©. 375; Üßlj. XX 204), eil« 
fd)fln geperfte beurfdie Xiogge bitfrö 
Namens im Silbe (üp. f. 3. 1- 
<5. 135); naen ber Dfier ff 9torma'" be* 
nannt. 

9rormattii, 

£ag mein Worniann bor ber £fitte 
Urbfliagtid) faul, 

©linjelt* fdilcifrlg m ber ijonne,, 
&l« befd)ieu fein 9floul. 

(SPtäbdien lieber ö, 6. .£. Sar, Berlin, 
1H95, 5. 118 1. 

ftullerl. 3. 9iuf. 1897, <&, 37; 
nach ber Operette glctdicn 9bitmnl 
genannt. 

Dbin. 3J(. 1899, ©,394; 407. - 
3(bgebUbet im SÖr. fmi- V V 1H»7, ©. 173. 

Olaf, 3m Öf. 1W7 traf id> am 
9. 2eptcmbev in ber Neuen Stromer 
biitte nädifi Nabelt bei "töien einen OJaft 
an. beffen ftarFer, möditigcr fnuib onf 
btefen Namen borte, i©gl. So- 1902, 

Onoulf. 15m ^ottiger flöter Dattc 
tt}n bo mit freuöigem (Gebell.. begriifet 
unb mar bem SKbndje im ÜbermoB 
ber greube rolberfiolt biä p ben 3Id>fcln 
gefprungen, tjatte i^n fdimoitÄtoebelnb 
umfreift unb luarb erft bann rubtger, 
uadibem lr)m ber ^tfebamiö liebFofenb 
ben 8tü&n geFlopft unb baju gefpiodten 
Rotte: .©djfln ©ruft, mein Onaulf, 
fd)Ön Öru&! Salb tjciit' td) bir ein 
i^raudien mitaebrnrtn, tunr 1 öoS eine 
greube gemefeiv mein $iiQu!f I - (®»*bo 
Ctft, ^Iraniimärdieu, Cftr. 33er(a^au- 
ftalt iobiic ^eiiagöjabri, liinj u. SBiew, 
Ceipiifl, ©. 230). 



ÜHoberae fiunbennmen.. 



261 



Ontjr, «In Ttopä ber ßünftlerfn 
Unaelmanu, ben GJoetf/e In einem griffe 
Öeu birfen, frftöu a« frreicrjenbeu ÜJhtfd) 
Ontu; genannt bat. (3)a8 Weimarer 
£oft&. unter G)ortr)e£ Settung bon Qul 
aSa&Jel. 
OnEel, S>. 3öM- l90 ^ •- Ä 
Ort». »|. im '3.346, 
ÖSman, ein ©djäferbunb, abgbbt. 
im &ft. Eljn> $Grb. 1897, & 222. 
Dfftp. ©8,1903, 346. 
Dt&eUo, ein <ßuöef, ffiö- 1»03, 
^.346. 

c« unb gjfliii, a&M9oo, ®-i73. 

flSacfan. liefet impetatibifeb, ge^ 
btlbete Warne- fanö rceite 9krbreitung, 
3nt ©cbidite ftaifer Slibred)tä $utib 
bon $emrtd] üon CSottfn Geifjt fo böö 
SCter, bas £> cr d°ß Ccopolb getötet fjat. 
g;n ben Statten cvfcfjcint biefer $itnbo* 
mime fefir fjmiftg. 3« ben fffnber? unb 
^auSmärdien trägt ctuö ben £itel ^ 
Unter ben Iraner iWufifnnten Reifet ber 
$mnb aurfi fo. Qn &cm Siärdpn 3tt 8 
ber ©ruber ^in^erlc auö Stirol lammt 
and) ber $a<fan bor. ijm 9?oane* 
Qk-18 be-jeidmet biefer 9Zanie ben (Wtew 
ljunb, ber bem ^ufceumeg, bem tlaaw 
ftnauferl, emgegengef teilt lohb. Sei 
(feteUMKiee, 3üiii), m unb auberen 
ift biefer Warne ^u ftnbtn. 

$atfa«f! &1.19. 

Baff, ein »uUterrter=i»ü&e ®. Auf. 
1897, ©. 128), ber «ruber jum $lff 
{f. b.). — $affb, eine ftorterrierS* 
£mnbin (t% t. H. 1897, ®. 252), 

$agail, für feadtSfiunbe gern $?- 
to&Uit i3Bihibf. b. grtfc «mutier, Canb* 
twlir^auphuamt; Qf Auf. 1! *05), 

SJnniina. ©ieb,e: Camino. 

$aiitc(ofi, ber befte ^reunb beö 
äunbeS Wtlat tu 6. $ efcücrtf 
erftem 3hitfie ber fto&eln unb CSr^ab 
Uiugeu (friinti. <San-iftcn L @. 67), 

$arifrrl. 9t. ©. 3t. 294, 

$ a f dm Umberto, ein SBernljarbiner 
mit roten platten (ft. 131 

$ afea u f! (( 53ellt &a nidjt $.?" 
(Sie Stofe üon iiftelo. ^rei quo bem 
©diinebifrficn überfein üon .p. X'en&arbt, 
i'elpj. fflertam, ©. 7). *p. in in fdtfnem 
Silbe batflefteO* auf ber ^ofrfarte: <i 
^offmmm px. ÖHetK, *ftt. IM, 

$afdia, ein ©djuürpuöel (Oft $>.* 
3. 9k, 1913). 



^atti *$Ulife. «M. 1899, 393. 

^Jafeer, ber ^?Qter beö SOQamefuE 
^rtibmonn^freub. öattQfj. I^adj^unb 
(Oft, ^..©Uö. 2375). 

$auf, ein fticlielboo rißer $>unb (oft. 
|>.*Ot. VIII 1890), 

Pccol. rt — ber Sater fomntt 
tjcrnuf ... im SRorßenrocE, bie grüne 
^naermiilje mit bei ©eierfeber auf bem 
lüelßen |>auute, gefolgt öon %, bem 
©etreuen . , . ^3. leett ihm bie ^anb, 
bann öffnet er bie arüre* (ü. ^Jerf. HO), 

V t E f a b i 1 1 o . . . „ baö &räufeiii Ml 
einen angemeffenen fStsam im ©ufen 
übrin für fein fcüwöefcn ^eEEabiUo, 
metefteö ^ieid) feiner Lettin fefjr nrroöfer 
9fatur iit unb mit btin ftattlidpit ffater 
ÜKDftar, bem Stuben« unb ©tubienge^ 
noffeu beäJ bitter*, auf einem äQnLldjfit 
gufje tebt, mte ba& grftuEein felber mit 
„tärjeüanEr", ßtSwt Sdjübberumü üon 

mi^. maau m. 12 

^Jergi, ein in SJerluft geratener 
XJadjö^utib, ber anf biefeu tarnen ^ört. 
(mm. 0. ». 9itgter), 

^ßerörif, ftj. SHcbv, gelbbu^n; — 
h ^r)'t ein SEoftumabolm bon (Siimmm 

— SSalbl! ©iana! ^erbrif! unb Corb! 
btö jeöer ©eme^rfotoen unb jebe guß« 
,y.-ße ifiren fdjmeiAlüfen ^lab errungen" 
(b. ^3erf. 85). 

^^erle, eine Uad^btadeiuStinbin 
{Oft. $.*-§L Wt. 2402). 

^erfn ift geftorben! So fjteö näm= 
Itdj ein f leinet ^imbdien (Ma&efaiS 
©argatitua unb ^antagnml a. b. 3-^- 
b. 5. «. Oklbde 11, Cri^j. Sibf, ^. 
©. 127 1. 

^etcr, ein beliebter fiunbename, du 
^Jitifdier biefe* «ßanieitB bat im 93rei6^ 
fdiliefen ben SÄaim ucfieatfTO. 1900, 82). 
.(SS war ein gciuötmlidfcr Stöter, 
blau nannt' Ibn ben jotttticu ^ßeter*. 
®o cbarafteririert dhibolf föraf ^m)»ä 
in bem @eÖid)te; t Wfa& rr Euuitte" 
gteid) eingangs feinen üiclgcliebten .fmnb 
Pfc 1902, 114i. - ©rofte ^eitna^mc 
ermedt jeueö Her, bo^ bon Scubegnr, 
bem $>irtenfd]üter, nuä Qntereffeu ber 
ftorfdjluft betgiftet miirbe (f). ©lainger, 
todjttiaritDalbgeTdiirfiten, 1892, 27). — 
©ine pro" tätige graue 5)oflge trägt bicfeit 
Manien l'SKeel. Unio.*Sibl. 3948 ©, 6). 

— 3m Oft fmt. 3. 1899, @. 2G1 er, 
fdjeint etn fttimar^er $eter b. fHurferU 
berg. — Sti$ fta^enname begegnet bfefee 

18* 



862 



8r<inj «ranfü. 



©ort bei Ib. Fontane, „SKeiiic ftinber 
Jobte" <$. 135: $eter unb ^ettine. 
— ©gl. Übet ^etetftabelair ßmtganlua 
o a. C 3. CT. «. ». 

<JJeterl, ein fruub, bem Cfftp 
iBSdju&m in ber beutfdjen diunbfrfjQit 
(«L jgaQtB. 201) eine umfangreirije 
Sfbbelle Qi'iuibntet hat, bie weit über bte 
Ipunbegcjdittrjteu gemflljulidieu 2<diiage$ 
jerbüttagi. 

^tf unb Ot|, „HuS bem 5e6en 
Arueler 'Köpfe*. $m Bieter, & ^a^rg. 
Wr. 4 (igd). 9t*.) 

Pfeffer Ijeifcen btele frMfte nad) 
Ujrem IVftfft* unb fal&fatbigcu falle, 

$ f l ü rf 8, ein bräunet Stütet, üon feinen 
guten moralifdteti (Jlgeuirftafteu abge* 
le^eit, ein QMJtufai i Spli. ttecloni. Uuttv- 

Sil 3h, 4HK». 

Pfeile 10 fl, ber treue, ift bunt) gtied). 
©tflbfd)dftcntietemirttioorbcn (8«. BÖO). 

s j«ljUoS, ö. i. t^veunbj nannte SdmU 
rat Dr. ©IHoinhjet in SB im feinen großen 
fdpvarien f)unb. 

9$t)orp. „f^tnaaL bradjte feinen be* 
rübmten Stau ©ran (f. t) mit, bei 
©utberlonbbjiiiptUng feinen ^ftorp, ben 
beftfti $unb, ber je einen $>iridi in feinet 
HVVtl Äasffctn Jan' (Q, rdilotfelbt, 
3aab#, {po^ unb Sdiäferljunbe, Uteri in 
1888, ©. 45), gehört ber Hoffe bet 
fdjntttfttjrn $trfcf>i>uiibc on, 

Ubbtay." l'efcbüdiU'in tat bewtf djeu 
Slerfcbutsberemcö J- Ob. ©. 3. Sdiv 
lvcite Verbreitung erljielt ei butdi ble 
Kabeln ©eOcrtfl unb bie Vt. & Kl, 504. 
Sgl. XnutyQonä ftüneg. VII 5, 

fciccolo unttgct. &. 3ofcf (Srnetfer, 
£>eger beo SKfttJ ft(ofterneuburg), ein 
SiMnbfpiet in ffllj. 1902, @. 34*i. 

^Itf, ein9*orftel|bunb{fflc,b. 3f. 1808, 
9fr. 12) GHnen tngUfcbeit 2eücr te» 
luumtr man: fitfbub <m 1900 S. 272). 
ftque Dame fgjt Huf. 1905) em Saft* 

^ttfoO, in S>eutfdilanb beliebtet 
Warne für .frübuerbunbc; tum ibin ge|pt 
bofc Setfleiu : 

^idoa mar ein $tt$ner$uiib 
$»oi bie Stör öoü »affegrunb*. 

Slurti: $tdad b^ot ncitlld>eine$enfttr; 
JdieibeenMmel geiuadu in ber ©laätlite, 
unb bo Hat ber 3äg*r ben armen $unft 
fo ge&vugrlL ■'-' Sonntag, a. a. £X 48). 



$iff, ein SuUrtriet^übe (Q, «uf, 
1897, 6. 128). - Hm Tura&uatiae 
beutfdje Sorfte^Unbln (Cft. ^,=@t. DC 
1891). 

^ilaluA, ein »eruborbma | Ter 
iUuftr. Sifrfmntfc, IX <Rr. 7, 3, IM). 

^ilgram, ... gefulgt bon ibm unb 
feinem $unbe ^ (VM(. Sftflabe, ^abian 
unb @cbafttan, ©erlin 1£HX% ©. 77) 

t>il(nt, — Iura mit» H«t, ber .^of* 
b;unb $., ber eben aufgemodit toar, 
begann laut ju bellen (gm 9reid)e ber 
Miubei, ©eil. j. „Srinbctgarbeiobe", $>eft 
Ük. 2, 1SHJ21 

tßtmmcrlc, ein Tndj^biinb bau un> 
ermeölidier Cängc unb mit Stugen tote 
ein fHtiiuonbelb, nuterfriwö fid) non 
onberen fetneögleitben burd) öie foflNt 1 
bare unb unerFlQtiidje@ciuüt)iibdt, bafe 
er faft nie lief, foubetn, ma* notmale 
liuube nur bei üfeueanmaublungen 411 
tun pflegen, fricdienb tmf 5em 33auctj 
tutfdne, mie eine Sd)lrtune, lroa^ natut- 
geinöB feinet Crtfeticmung. etnxiö ©ro* 
te^leö gob ($>an3 Htu. ^reetene tmb 
tycfSim, tu ben ScutcUcn SluS a!ten 
unb neuen Stogen*, 3. 182). 

^hnperl, ein «ffenpinfflrt bam 
^nimpal oufl ber^ibi. (Ojr. -&^3t. S, 
1881.) — 2(ucfj ein 3mcr g--$ erriet ß. 
auf. 18fl7, © 49). 

^Stnlerl, 9 «Uf. L8W ©. 49; ein 
Rmetg Vertier. 3)a« ©Ott ift Pon 
S^ittlet ober^iufel bergeuoiuinen, pa0 
einen biefen SBaflen bebeutet, ^itifeijube 
(Qfll. ;-ii«t Stoinielfen, P 2R. b (Sbncr= 
Üfriicnbndi, 7 Uufr. UK)4, 0. 25). 

^Slnto mar ein nnfemeifcr f leinet 
#unb_(©i«f! ©urfi 3?on Helene SJinber. 
aRörnti. StroefcrS fiiinfiüeTl. ®, 26), 

^3 to, üt natjni »entöfiatfl %\ r ben 
großen biouucn apbottletbuub, mit ftd> 
unb ging ins ftreie (Öula^ l)efinefle, 
iibetfitu u. Slnt. ^obt,5Rütunen®. 1 

■idjmonn, ZADSpV. XX 
tjöufig aurf) ^Jfirfdiinaun, ein ^adjß 
brnefe (®b. l^OtJ, B. Hl . 

9tbeiL ein Meiner glattbaottget 
Zerrter. Cft. ä.*mt V 111, 1890. 

^(tt, m i9tX), ©. S25. @in äu|etft 
geiiticfter i*infd)ct r3d). £er.). 

^i^, ein fdimorjer, lur paariger 
3mergpinfdiet (Ä, 25). 

¥Mfd> unb ^lum, smei {»iinbe 
in 53 ©ufdi» glelmmimiger ©efd)id)te 
1 •ynitnonft ^au^fcf)0t, SJtftndien, Raffet* 



SDtobeme Jgninbennmeri. 



2Ü3 









mann ©. 45 ff»). Tiit ^Berliner fjumor. 
^citfdir. £ufttge Slfltter n 2ti. £ejcm&, 
1906 bringt baS .gsuitbcpaar ptfd) uub 
$[umm. X'nä £d)er,jgebid)t &>öt cm: 
35er laiferlidje Eädet ^Munitn, 
©et Gift bcn £ierru Dtiutfter, brum 
9taf)iu ber ben $iifdj«nboud) ben Alumni 
Hub roarf fie cutS bcnr frenftcr! — 

[©rfjruimn. 

flJluto, ber ftoförnib in ÖJ. ftrctjtogS 
„©oü" unb $afan* L l£tn fdwarjet 
SBorfte&Simö bei Ct. 628. H Weber <Gluto! 
$» foüft öo* ntetjt betteln!" — gftftn 
©ie 1b,n nur | ^fcti fjawe £>unbe gew. 
{(Sine ©rnbfdjrlft bau SRubotf ßinbau. 
W. ft. treffe ö. 1. 3unl 1905, @. 29.) 

fßoUu uub Slotlo. ,$ä ift Feiner 
aB f. unb 3*. uub lrt>. % unb 9t. toaren 
aber Die £mubc bon Outet .fietfe". 
OdjurvSHurt, g. Dteuter, 9?ieine9>nter- 
ftnbt etabengaflen ©. 186») Stud) in 
g, Deuters „£e ffief innig ntm ©ltt\ 
in bett perlen bcutfdier ©tdjtmiö, Ceu> 
jfg, lotttmt ber 9h me ^Jollo bot, 

* o ! I n, eine fcünbln (Unnvötbt 4500 
fiefo. Steel. ©. 1»). 

$omtiKt. 

©te ©ncntcl fhjr in meinem tfom; 

3Hein kommet ftlert fie auf; 
(Jt fprtnaJ ib,r nadi unb fdntaput im 

Untfonjt nad) it)r hinauf. [&oxn — 
(©djubatt tm ©ommerlteb efued fdnocV 
biftfjen dauern. £eutfdie atjronif, 34. 
et 95. Spult 1774, S. 870 f.] U=<S»uj 
öBr.847). anbete formen finb : itomerl, 
%*iunetl, Summerl, ©umrucr, Wummerte 
(J&afer, ©tum äBÖ«. II, 37 unb £>2B6. 7, 
1 !!!»♦; i. — <&ummeif)inbc( ift tanrolo- 
gifd* ©llbuna, igeitfdit. f. b. U. VIII 
692). — einen f leinen SdjtffBimmnttt, 
furj ber Hein kommet genannt, 
führt Bettina b, 9(aStm- Brentano an 
<Äütfd>. ItauOfc I« 58. *.4§0\ ©eine 
SRuttet faitfl öaS öleb uom ^odet in 
bet 2. €>rrop&,e fo: ©$ fet)i(ft ber £>ett 
Den SBummerl ou$, er foU btn JgÄtH 
beißen, ©ei Simtod", b. ftüiberuurf) 
«ffr. 948, ftebt : <B u b e l. 9d 81 t>d#olA 
a. ft, u. Ä ©. 149 benjtt eö ba3 §ftn* 
DeU — Unter beut falben £>imöett 
mit $8 anlautenben £uwbenaiueu, bie 91. 
SEteidjel in ber altpreuMdjen Stoma t& 
fdjtlfi XXIX, ©. 151 f. mitteilt, tjt aud) 
Der Söummet anflefübrt — Slud) in ©teier* 
marl uerbreiteter ^tinbcname. 9(o|egQer, 




S, ®t. ®. 294 feittti if)ti tn öct ^orm 
^Punrerl @iu f)iifUidjcr tmgcpfCcfltri 
^unb beiftt in •Wermatf Stauern- 
^umincrl tll- ft 54). Tn Söaurcu« 
poninicrift üer Sommer, b Ij. ©pi^et- 
(unb beS Innern. — ©in Heiner £unö, 
ber im rltinbet« ober ^fetbeftnU fein 
Saßer ftrtt, tfi baä ©t allbunt merl 
(LI, St. 568). 

$otito # ein beliebter {mnbename: 
id) ttt&Ite Die tmmiberftebtldje Cuft, bo« 
^ubelifdic tvltfUcn ju erlernen, taeldjed 
mir, twrmöge mebttä neu eriuotbenen 
^fretmbe*, beö *Pubel^ ^Jonto, uue mfy 
liidit ohne ^D?übe flelang (ffatet 3Rutt, 
ti. fll. Jt, 8f, ^offnifinn, Scipjlg, ©. 60> 

— S?erg. t. Ib78, ©. 3 in ben .£>unbe* 
cbatnftercn ber äglala (fnbered. ■*- 
O fponto üon SoDcnben, ebelfter aUet 
Serbinbunael&tet, bei tu SRaneu um- 
fditueben biete Htne (©. Wanbe, ®aS 
^orn Dt*n 29mya s , Berlin 1908, ©. 89). 

$ooMe # bou beut roivb gerneloet, 
boy et jebeu ^ctjler tu ber Intonation 
erfetnute uub batet bedte (®&, 8*1.), 

13ractat, S>, auf. 1898. ?. 1U 

^3 r i m et I , uodi AI . 62 ein öftctreldji* 
frfjtr ^unbenamc beö 17. ^aTirfiunbcrtS, 

^Jrtn4,ciiK«cltctTliunb.Cit.SPol(#jta. 
ö. 10. Ö$t 1904), *pTinj#an«, eine ftodf= 
h^aar. ©cntliorbtner-^ünbiui^.au). 14). 

^todiaära, bet ätcßimcntVüuitb beS 
aftETVcidiiidKu fltegtmentcäi ^Soton >Pto* 
dioötn" Sw. 7, ber an benfflihfdicn uub 
Stäinpfeu in Stilen im ^nf^re 1848 
teUnobm fl. 1904, ©, 65). 

^p f t ? „Sienneu Sic meinen £mub 
niditr* fraflte äliuff, w er beifet puff, - 

— „^tetn", nttimottete ber ilieuer, „bei 
mtS betten atlcfiunbe PfH* i@.*Pujf !) 

^Jitrf, ein St edel, tmn bem gemeibet 
mirb, er ^öttc gnr (eine iReligion uub 
meint td) ( föbn bet Är^l^ei fort, tbnt 
bie nid)t beibringen tonnte, mödue tth 
itm — als Rottet für bcn Ul)u benimm 
(Tier alte gjapo, t«. abolf Sfetjffer, 9teu^ 
bomm 1895, ©. 106). . C£c> ift ein 6e* 
liebter ^unbename: Cft Ä««4r, IV, 
1887. - (SofteUi fflmtL «B. 19, ©. 120. 

*ßuff Reifet ber $unb in ber rllbren- 
btn (»efetitrfne B 3Knff unb ^uff* (?C. fr 
GafleUiS ©riöblmtgen, 3. ©b„ ©itn, 
%nt. *ßtd)lerö fei. 3öiime 1844, 5 Ji,. 

— ^uffctl wirb a\§ ^Jinfd) auf ben 
©djii^ntarfen beS SBuReritäfe« (SQ?t«v 
@ttnud)j)af[e S) bargefteUt. 



264 



Uro«* Srantt», 



9umerl, 9. ft*@t- 294; frommer. 
9umpernidef, 3- Auf. 1005. 
^u»erl, eiri9Ralt^cffr(öft^St. 
9tr. 1 

^uppp, em ftorterrier i©q. XXI. 
©. 29 — Tl. 1899, ©. 4U7 
furbi, eine in Sb XXi 34 im 

Silbe batgefteüte Stade auS -Ipermamv 
Pate. 

Vfiiftn, mit bem Seinctmen Siela 
vj^S. 2663) eine £>ad)3brade. 

$Ufgtl, — ber berfdimifcte unö bd&- 
ltd)e — mürbe in ber 33auerufamilje, 
ui 5er et [uti begab unb bort öerblieb, 
Stoppt genotint, {SDo4 mtereftante *BIatt 
3. 190H, 9ir. 15). SDte gugen&fdjrift 
„ »lerne t'eute" bringt ©. 87 eiuöebtdn 
„ItanpergnügetT ju bctn entfp redten* 
ben Silbe ©, * fJ , 100 bei £umb $, 
tanken muß, 2, 'Sttopfje: 

„^dj unb ber ^urjel 
©eben ein $aar." 

Ruffel, in geleite ©inberSJßlauber* 
frunbdjeii" 'Nürnberg, 3rroefer$ 9uitft* 
pcrlag, 96), 

fFuftemtieg. 
Me ber Crifcugrlmin ' öoä mit Gänge«* 
5er ©ofrtien bat fliegt o/bnbt, 
fpriugt ä £>unöerl gleid) fürper, Ijonfot 
^Juöentwcg, Etraufelt fronjöftfcrj- 
(£*r ftudjS 9toaner, Dr. fmn£ Söillü 
bot& tf agl, 9Tcunfirriicn 1889, ©. 4). 

,,$ut$ if)tt rocg" ift ber ^mperatito, 
momlt matt jebem ftunbe auruft, feine 
©djutbtgtcit ,^u tun. 3» ?5ifd?erö ©dj&. 
?Glb. ©p. 9 wirb bet Slbberfer 3Jleifter 
flu^tDcg genannt. 

ipufcgrcbl, ftcrgcbolt Pon 3k,jieldi- 
nuug eines $rauen,itmmer<?, ba§ an 
$ubfud)t leibet <m§. XXI 294). 

$url, ein fmfdjetl. «©rufet Pon 
uns betten ben f wrel — fd> fdjüttle 
feine e^rttdje *Pfote unb 9hibi f üfet feine 
gute, fdpoarje t&ebnauge". (SoTOiitu 
Büttner, Die «Baffen nieber! IE. SM 

$1134 te, eine goj * Verriet <&finNn 
mit fdmjor^ent ^!ed auf beiöen Sijaugen 
Pon „3 u,lfc *<*tfi"°PPfi a & t t" ° 11 ^ 3>ofT*ng 
£aifp (Cfi. $.«©t XI, 1893). 

0ual, 3H. 1899, m. 109. 
Cuicf , engl. = Jebenbig, betuegltdi, 
«gfatn, fdweU, roftp; ein ©ro inniger, 

1 Sememe beä Sßolfeö. 



bentfdieT Sorftep&unb 1 oft. ft^ 5t XI, 

Cuirl, ein jdimarjer ^ubel in S9. 
SHaabeS Gnroutf ber ©perHnaSaafie, 
3. l 

Cuitt =t laS, frei, lebig; ein grauer 
£eerfjimnb <$. Auf. 1899, fe. 26 1. 

9t a <f e r, b- L ©dp nber, $enf etftnedit ; 

ein fur$t}. fdjmarjtotet ^ad)df)imb 
fun-3at)tb. 1897, ©. 256j - 3. ftetl. 
UntL..,«UiL 4403, 76. 

:1t a in % . ein ftidwtbaöiiaer rliübc. ein 
^un&,bergerabc5inmnbertTetTtidic4Irbett 
leiftet. (Oft. hm, ^abrb. 1898, ?. 21.) 

Hammel, ein großer öauobunb mit 
fditua^em SRnul (.^öfer, ©tum. SÖb. III 
10); ein Inr^aarigcr Damöbuttö (Oft. 
© .*SL XI lfr95). 

langer, engl. = Stauber = @pftt* 
bunb, fo biefi ein junger iuirib eiu^ ber 
Wöd)barfd)rtft, ben fein Kieiftei . . . auf 
bie ^äbrte etne^ $>afen broduc Kul 
,3*ttelo6t*, ©efdtidjte eine^ -£iafcn. 
S. (Srnft St^ompfon in ,3:ieraefd)td>teu' 
©. 67, «ciö^tti 1902. 

iHappo, ein in ber ganzen ftödifcar? 
fdjaft nlö unfauber belannter *J3uöcf, 
ber pon ber Slffeufrau — ber $el&ttt 
ber gleidinamigen iHoöeüe — beimltdj 
gerod)t pporben ift tilirö alten unb neuen 
tagen. Sdii $au§ ISImotb, 5. Aufl., 
©tnttgort 1902, ©.24.) 

!Hot, ein ftortnrrier. Cft ß.*«L 
VIII 1890. 

SRaufi («f. u. Ä. aJMffei I 

iHnutenöel, eine bral)tf>flarige goy- 
teniei*'.t>fmbiu ®. Stuf. 1905). — 9tau* 
ten&elein (SD. 3nDf. 190*5, 5. 652), ent- 
nommen »er|K»rtJpauptmann* beutfdjem 
*Kärdjcnbton!o Xk perfuulene ©lodt, 
JBertin, 189!» ". 

m ed. 9t 1902, 375. - ©in (uraü. 
beutfdicr 33ot|teö,o, (Oft ft.*@t X 1892). 

5?ef. 3öf). 1903, S. 346. 

Jficgerl, eine Uut$, Xadiälninbut 
Zit. fymt. ißt. 3Jr. 2364); «, bc.^eidi 
net nud) ein grauen.iimmer befdjräuf ten 
®iune§ (JUegina). 

SReifeebei«, Im^iärdjeu bcrSanber* 
gejeüe (8. ^B. 114). 

9t e i fe j f m ! quo juf a m inen r ei Ben 
gc&ilbet mie ^?arf on ! anpaden. 1 9i . ffi. ©t. 
294). 



SDlo&crae $unbertanteii. 



265 



:ttef= 9fef t, ein bcutfdierfurjj? aarig er 

Eorftefjfjunb, im Silbe bargeftcllt im 
ft. (tjn. 3. 1898, 2. 104. 
iHemo, ein idjottifdjer ©diäferbuub 

3tcpb, ein fuT^antißer bciitfift- SBor= 
fte&riunb (oft B.*©t. IX 1891); eilt 
^nmnetljunb, getürmt aus fteppfjulnt 
(«L 66). 

9ftefl,&uräuug auä Stfjeref«, Da*** 
(umbin (Oft. £>.=<St. IX 1891). 

JHeanifciit. *!$. 9taabe, Gijrotut ber 
@t*E[tnaBgaffe, ©. 64 ff, 

»Bf (S^ 1903, S.346), 

ffl 6 b a ?1 r i c u m. SDl. 1900, ©. 886. 

JHirfl ©ergolein. ft Stuf. 1905. 

Mißt. 3. Stuf. 1897, ©. 14, 

Wiflg, mltget. b. ^ofef (Sriwter in 
Rlofternciiburg. 

9U g o £ a r t e n ftcln- ft K»f. ' : »0 f« 

ffiingg"i.£iic urtb ba öeUtc ein tRinggi 
fie an ((0üttl)"elf8 Uli ber Sfnedit, ®, 838), 

iRtlj oon ber Gbenoatte. (©&. 
^g. 1902, ©. -201). 

SR i 110 fjteljer! 9». IjOtft b« Mdjk? 
Sofort Qierjer! Oiuunichr ram ber £mnb 
beOenb Ijerangelaufcn (Sari SBitlff a. a. 
C. 5, 263». 93teaeid)t fterft toi öiefem 
Sßerte ber SBarbenname Sftmto auö 
ßffionS ©ebidjten? 

9tipp. Oft. ft.*€M& 2176; ftipp u 
(SR. 1905, 31). 

Mitte i, ein glatthaariger gfojrterrier 

©. auf. law, ©. in), 

Mir ben ber Rtl$£ftl$ti, eilt 
©diiiefer (*S. ti. fc. 1906, ©. 613). 

Jobbet (engt. ■■ ÜRäuber, Dieb) ein 
^raditererublar bon einem §nmb, ber 
in SRlgö ÜRid)<irb Saliner £ugeLaufen 
mar; bn£ £iet mar nimt meftr aon 
feinem neuen felbfteiu>ä|Ueii firrni $u 
trennen, SJagner mar ein Öiebbaber 
bott großen $mibcn. — g$N tfiwfa 
fr leb" 3U Satjreutfj tummelte um in 
gän.jtidjer Uugebunbeuijcit: „SHuft*, 
„SRailt", „3-afncr\ „Öafott - , 
.ftinibti)", JöraHgätte", b 3to\ 
„ftritfa", „greia". (ft. äSagn« 
als Jierfreunb. 33on ftranj <£rfiQ§ 
in b, Seitfdj. Oft b. äugenb XIII, 
©.94 ff.). 

SRooln, engl. =» Robert, Darfiär/iuib 
(ffll. 1900. 296). 

SRod, ßft ^©t. Jh. 2270, 

3totanö, ober mit bem holten 9tfa* 
men »3ag&[&iiig QJraf SRolanb", ein 



gan,j phänomenaler wohl einzig ba* 
fteljenber |nmb. Unter oiefcni Tanten 
tft er in3 beutfme, öftere., fjaüänMfcfje 
nnö fcfjroeij, #unbeftamutbud) einge* 
tragen. Ör flammt bom bekannten, 
ftidtelfiaar. beutfmen SJorftetjIiunbe „ßJraf 
Siolanb ber Qagbföuifl* ... ber berttfjm; 
ten ftid]eH)aartgen @ebraud)Si)ünbitt 
„So Übe", ©eine Sctjrmeifierin tft 
„fiomtene fta% w . 3">ri ©über ber= 
emtgett biefeä gefeftä^te £ier, j 50^. 1903, 
248, 253, 256.) 

JKdIL e|n beutfdier fur^aai, Sor- 
ftL'b^unb (Oft. &*GL IX 1891). 

töollo f. JHoa. Söenn ber brei* 
läJirige Flefne Subc auf bei Steppe 
fUjt, in ber JHcrfjtcn ein initterbrat uub 
bte tfufe um bm «£al£ be^ 9?otto ge^ 
fcfjlungen, wenn fk bann ein «ms 
anöerc "Mal abbeizen, \o lä\\t fidj gemlß 
ein fdibnereä ©IIb treuer Qreuubftfjaft 
ntdit benffti (&. Sht. ©. 105). 

!Hoiiiaii^®^»tttj. 9Jt. 1902, 
B. 249. 

SRomeo. SßJ^. 1900, ©. 187. 

SRoiuoluä uiib 3ftemu^- *3G« 
|>unbe ^a&eit jmel feltfame SRamtn, bfc 
mir nod) nie borber ^u Öftren gefommen 
finö ' (Sigi^munb duftig. Der Bremer 
«Steuermann , gür bte beuti'dje (\ugenb 
bearbeitet bon griebr, aKeifter. Öeip^tg 
1901, m. 7). 

fl iRotbruft unb S*abe, Die jmei 
^»unbe finb tn befter ißerfaffung/ 
fiufaö Delmegc überfe^t bon Stnton 
Sofft. SRnndjen l'oljuc SerlGgeja^r), 
@. 5. 

Stotfäppdjen, eine Qadjlljräiibtii 
(3, Stuf. 1905). 

rote Mo\t. VI 1900, ©. 100. 

Rabatt. 303 u.|j. 1906, S. 667. 

JHubln. g>M90-i, 6. 337. 

ittUd 1 , ein langhaariger |)unb {Oft. 
4>.=©t Vll 18Ö9). 

9tupperL D.^agbr^l 906, 3.749), 

S&urif Ural. ä. ^»f- l 905 - 

fflufloti bellte braufeeu (Gürlftaller: 
leibeigen. Der 2Türmer, VIII. 3- 3Rai= 
tjeft 1906, 6. 156). 

SRitft, ein ^unb, bem fein jperr, 
JÄtdiarb Sagner, eine rü&reube ©rab- 
fd)tift iutbiuete (fc 1883, ©. 78). 

3httlj. S&. 1900, ©.128. 

3rumi, ein auf btefen dornen ^aren* 
ber, bcrlnufencr .£junb Oabner ßeiturtg 
b. 20. Quli 1904, B. 7). 



266 



Statu »tditdj, 



£R d d n , ein frf)öneä Stier, ein mädjtigcr 

timb mit ftarfcn fronten unb mät^tigeiit 
djroetfe. (ftcllr 'Ea&n Gbroin 397, 384.) 
9ü)n ift bcr grofie $mnö, bif 35o^gt 
in ©ücificS ffletucie frud>$, ift audj ber 
gute ßunb, ber bietbdn ige treue 3&ad)tet 
bei ^fartbaufeö, ber wie bcr gute 
Äned)t 93i)rriefc au wäjter 3eit Saut 
jju geben unb bni 3Rau( au fjaltcn 
mu&te m, Sftaa&c, fcafienbetf. Söettin 
1899, ©. 23). *Rtm, alte gorm für ben 
Dtbeinfttom. 

©afia. SB. n £, 190«, ©.665. 

©cfi. St. 1900, 325. 

©aleü - . . 2>ie3 finb meine Sßferbe 
$tjramu6 unb £Ijiäbe unb ber bort 
oben auf betn SBagen fi&t, ift ©aleb, 
mein ©ötfc i8Gubptf Saumbad). 5Cmg> 
0*otb a , Berlin 1884, ©. 11). ftUeä ift 
in biefem {Roman, ber bie ÖJolbmadierel 
im 17. J3Ejb- eimnermafcen jut Sin* 
fdjauung bringen foü, ftcmb Aubenamtt, 
$f«b nnö $unb, tuie e6 ftd] für ben 
cifimteucrltdien SJteMEuS Dr. Staponttf o 
gekernt. 

©am, ein £uub, bon bem SBeinfiolb 
im Mltnorbtf (ben Ceben ©. 55 melbet : 
Olaf ^Jfttu fdientte öcm Ghuniar #a* 
numbfou brei Steinobc: einen GJolbring, 
einen fdiönen SHantel unb ben £mub 
Chan, ben er In ^rlaub befommen 
tjatte. ©am mar groä unb fcfnieU, 
bartt 3Jteiifd)eiiberftanb unb merfte 
jebem au, ob er feinem $crvn $ehtb 
ober ,*yreuub fei; gegen geinbe magte 
er willig fein Seben. ©ein $err£>laf 
fprorf) ju l$m: SJu fottfi nun beut 
Öuimar folgen; fei gegen ttjii, tuie bu 
nur fein immft ! SDa ging ©am ftracfö 
au feinem neuen .£vcmi, legte fid) üjm 
AU tJH&en unb mar u)m fo treu, rote 
er Olaf getvefen iww. Öunnar* g* inbe 
magren beS ftunöes tnegen niditö gegen 
t&n, Mi fie enbluf) in einer 9Jad)t Ijmter* 
lifiig ba£ treue SEler erfdilugen. ®ununr 
fu&j au$ bem ©djlafe auf unb glaubte 
ben ^obeSfdjrct ju Gören unb rief: 
greunb i&oni, bir gingst an« Beben. 
Qalb barauf faiib er fel&ft feinen £oo, 
— Oft .-..{\ 2t. 2271 ; 3?eut|d|. ^ugenb* 
freunb (49. m ©. 160) geben ober 
blelleidjt auf Und© Sam Autfuf. 

©oplhig,cugl, = 33öumd}en, junge 
^Jflau,^; ein $MnbQu»b unter einem 
^atjr (Oft* ffltu 3. 1898, ©. : • 



©nraftro. Ste^e Sarnhio« 

©arrnei. 
©., ber treue ^&ube[ ift tot, 
Ctn großer SPerluft! kfj roettc, 
3Daf; (Jampe liebet ein iiaujeö ©djoef 
©d)riftfteüer tterloren bdtte, 
(©eutfditanb. @in Smtettnard)«n. 
4». ^eine, S?. xxil 13. ©t.). 

®afd)i, mitg. b. ^Jofef ©mefer m 
flloftcineuburg, 

©ataii. 9- ««f. 1898, ©. lfiö. — 
„^aa* an, Satau!" 50er Letztere milüe 
SFruf galt feinem fmnbe (©. iHaabc. 
Fabian u. Sebnftian, ©. 83/4), — Qm 
Oft. £ ,= St. X 1892; ©atan ber breite. 

©ataneüa ban Salaburg- ^, 
9fuf. 1905; und) bemSaQett ©. benannt. 

OauL W. 1899, ©, 109. ©auL 
©rafeeu (3Bb- XXI 204). 

©ar. SK. 1899, ®. 393. 

©diabfel, Eur^baatige 3)ad)eijüubtn 
bon .äöalbmann", auß »^oderl* 
(Oft. 5>.^t. IV 1887). 

©diadiH, beutfdje fux^aar. 93or* 
ftebb. Oft *. 3t. T\ 2128}. 

©diarf, ein SSiubfbiel (SS3&. 1903, 
©. 3KJ. McnfalM bte Serbeutfdiunß 
bon engl. §arf aber frauj. ^«tqueö. 

Äcliarfl. 3. 9UU8R7. ISÜt*. 

S.dia!a( y ein ^olföfpi^ @. Stuf. 
1899, ©, 65). 

Srtjfliiuiui? beißt ein öüljntrbunb 
(3)a0 britte @efd)(cd)t woman bon 
(Sruft b. SöüUogflt. öcrllii W. 57, 
C 17). ^n SÖien nennt mau fo in 
ber Sßulgäriprnifc ben (SbampagneT. 

© djarlot, ein 3J3iub^unö in Clmrle« 
ßötmicö' Wotim ^riuAcffin Qbuua", 
bcr mx ^tääbtung eine redjt Ijiibfdje 
S&faftOM bilöet (Qabrb. tb,a(ia 1867, 
©, 136). 

© d) a r m a n t e l fiubet fidj in 0. $auI8 
Öeben % 

Bdiaro, ein $unb beS 93otett SRaöe 
Im boöutfdjen ®fnQfpiel: Die Sraut 
mu& billig fein (&r. ©. Strauß 
©.56). 

©diarp ift ortfd)ieben ein foAialer 
feunb. 3)er $nmb aW ©rjieber (Dr. 
5». ©telel. oft. ^olBitg. b. G. «ug. 
1905). 

©djafdja. ©fj. 1903, ©.346. 

2rt]a(j- flo^ltd! fdjlnfl ©dia$ 
fVnft unter bcr 9?afc bcS £>utibeä erbob 
fieb eine 3önrt)tel unb flog auf ("I5ie 
9Sad)tel, »inbereinbrütfe b. 3. Burgen* 



ätfobetne 4>unbenonten. 



267 






jetu. 2)er Eietfreunb, 36g. 1896, ©. 58); 
fofenb, 

©rtn&erf. 3-ÄHf. 1897, ©.50, 

©djefel. ©djmefler 6. Sötb. II 3fi6; 
audj in Cfterreidi betannt, ber Sofe^ 
name ifi ©diefert; audj 6. SR. SB. ©t. 
294. — SSiener ffttibtr, 5Jtonat*jd)t. 
1 94, 

© dj i [ (. 3, $ait( DuintnS Sir tehi, 
erfter Qrttettajtat: ,$fc ©tflbt Öte& 
&tadjfenfhiflett, b<\$ 3>orf £ufelum, 
ber punb ©d)iü uti5 bie ffcmatylTfll.* 
'Diefer 9lame roirö mnibetn ftj. Gilles- 
Egidius fteigekitet 

©djipfel, rigcntf. ©djibfel alft &fo 
laut ju ©djabfei, öftr. fdjicben, fduabn 
= (aufm; ein loeitberbrettetet {tunbe« 
name; J. ^ernett sutbinct [einem Xitt 
ein über fündig Seife langes QJcbtdjt, 
bad anbebt: 

SDteln ©djipfel Ift luftig, 
Wein ©ctjipfel ift nett 
Utiö irmndiniaf lüaEjtfjafttg 
(5in bisdjen fotett. 

5:. 1888. ©. 69. 

©djlnnU ift im eigentlichen ©tnne 
ein (ätattuiig&name für ^erfonen, bie 
mau oudj mit ©dtlingel beaeidmet, ein 
mü&ig f/erntnjtreidiemSer, träger unb 
bnbei gemörmltdi berfdimilgtcr unb boft- 
fiafttr SWenfdj, (SR. fiöfer, ©tum. $ßtb. 
Ul 90.) Qu bem Vornan ftrieöe ben 
ftütten t>ou SR. b. ©efenfteen ©. 197 
|etßt fo ein fdineeir>eiftcr ©püj mit 
gelben Obren. — & Sluf. 1898, ©. 87 4 

© di 1 a p p Reifet einer ber betbeu £ tiefe l, 
beTfiicblingSfjnnbe beö beutfdien StaiferB 
SMljelm IL Otbcnb&latt b. ». R. grelle 
h. 6. Smif 1906, ©. 2). 

©dvlflumaier, ein roter £ad)8l)iinb 
{%. Stuf. 1898, ©. 96). 

©etjltpfct, f. ©djlupf; 3fl. 1899, 
@. 156. 

©d)(ippi. ©. Sflöf. (1906, ©. 749). 

©di litte üb"» bc ua&m gt- Wonfe« 
$u feiner ^olarerpebitipn mit, unter 
beueu bte oftff&trifdieu bie nnertannt 
befreien 3 u ß& ltl,oc ftnü nl£ bte tteft* 
ftbtrffdien ioftjatifdjen>. Qu bietet ®e^ 
fellfdjaft ton ©rfjlitteuEjuubcu begegnet 
ein J( £iio&\ ein B £uggcn", ein 
,©Qiab&a3\ ein H 9tarrifQ3", ein 
„gor";«!« „^Jan", ein „©o arten*, 
ein Jfllenfa", ein „Äaipöa3", ein 
, 8eba"; „SB uro", bie idiönöcit unter 



ben £mnben; .Söara&a*; .^reia'; 
„©uflne"; „Qfulabr onb*. (Ar. 
^teufen, „3n 9tarf)t unb $18 1. ©. 63; 
204; 215; 249; 254; 262; 299; 879; 
429; 431). 

Der jnieue Sanb bringt ©.33 boS 
$erjctd]Rl3 aüer ^unbe. S)a gnb e@ 
nod> einen , gl int" — p ®ulen" — 
„^oren* — „Saruet" — ,©i^ 
ton* — „SMappecfUnaeir ^©lol* 
— „ffljeiti — „©jaiiflct* — 
^Äattn*— „eibidgeren" — „?Potf* 
far" - .©torrätien" — „ä^b* 
Jörn' - „Silterööen- — ,ftbtnb = 
folfet' — „Perpetuum" — „ffluf* 
fen". — 3ni 7. Rapttd fjeiöt ein an* 
gefetteter Särenfrmb M 9?imrciö", ein 
anbete r $)unb ^ört auf ben Tanten 
„SRifere". ©.343. 

©djlott 9». 1902, ©, 249. 

©djluetupp ©t>. 1902, ©,60, 

©dilunfel: „35er $nmb, ein guter 
3ffe^ger^unb, r>ci&t nidit meljr ©d)., 
fonbern iimtt feinen eEjr(id)en Hainen 
Slefe" (S. 'fflucr&adjÄ fömil. ©dinora" 
roälber X)orfaefd)id)teu H r>6). 

©djlupf. Q. Kuf, 1898, ©, 81; 
mit f dilupfen, meift fd) tupfen — ftdi mit 
8etd)tirifett glcitenb betnegen aufommcu 
Ottnflenb; boUer mid) ©djiupfer, ein 
ÖodjpramUerrtt Olübe fa». 1903, 433); 
bie S#ttleitwtutifl8form ©djlypfeti , 
rur^. fdjmara roter ^odjSlmnb (O. Uni. 
3Ä 1897, ©. 256.) 

©dilupp, ju benannt ber böfe öunb 
(3R. 8. 167,108], 

© d) m e da , ein rau^aar i^er bentf dier 
^infdjer, bnä Slßort ü't tmperatÜJtfd) fiir: 
[djmerf tä> ! b. i. ried) e^ (g. äluf , 1899. 
©. 50). 

©rfnnorf, ein ^adj^bunb fdimereu 
©dilofleö (Oft. $. ©t. IX. 1891). 

©di und g, Stuf. 1898, ©, 96; 
© d) n n rf ( e l, nugef iiijrt unter einer SRei^e 
befanntcr |)uubenamen in ^roui fStebc= 
niflnn* ©prodjbilbern (I. 3:eil, Setpjig 
1874 ©. 91 

©ebnopp, ein tButtbogen^übe (^. 
2tuf. 1897. ©, 127) oom £eitm. 
fdjnappen, mit bein Staute rafd) $u« 
faxten, um ju foffrn. 

©djnappboBn, mit bem Vornamen 
3unt"er i'Öft. |>. ©t V 1887). 

©dinnpfel, ber. ^er ST. 1882, 
©. 101 bringt bie ftunbc, bnfe ber ge- 
lehrte berühmte |jimb, bie Qkxbt feine« 



268 



ftrQTtj ©ranhi, 



(SJcfdjlcdrteS, bet ®tot| aller $unbe* 
liebfiaber — nirf)t meftr ift, 

'Sdiunuferl, baä, Eleincr £>nnb, 
bet gerne flafft (lt. ffi, 550). 

'3(1) n au ,5. 3 dm au j( eil 3diu au - 
4 er. ©djnnujctrtjcit. ^Öeriu irt; nldjt 
ge|e, madie mit fem £>unb, bet 
©dutauj, SSeine (Ceiben unb greuben 
eine^ <3d)ülmeificr&, ©011 $etcmia$ 
©ottfaif. I 141). 

3<$t fammt ber <£d)naujel ijetge^ 

reimt 
Unb mad)t bem ganaen ©tteit ein 

Qt£. 

(Det #afjnenfampf. Stund). Öilbb. 20 
9fr. 327.) 

. , . wie er feinen 3d)nau,$ct gau^ ge* 
mÜtUd) in einem Keinen Memtferl, 100 
&ie ^nfaneu gern brüten, lierumjagen 
tiefe im- ÜJ02, @.1Ö9). — ©tue «ffamc 
beö ©pifttn SÖürttemberg. (3ft. £>,) — 
Sfll. SF. m. — „Äaum ftanb fd) oben, 
alä ein jaimnerbotleä 38 in fein mid> et* 
inuerte, büß ba unten inxf) einer fei, ber 
oljne £>iife nidjt herauf gelangen fönne. 
Sftelii armeö 3d]uauänri)cu!* (£tet* 
gefrfitdjtcn ßei^ig. ü. SBunoerlirfj, <3. 35). 

©dineenjittd)en, ein analttjefer, 
rein mt% ($. Stuf. 1897, @. 46.) 

©dinetfetl, ein ftK*tt * lernet, 
©djueefertn futb garte $>aarloc!d)eK tute 
Äräulcin uuö dornen gern traaeu. 
fo. Wuf. 1897. m. 4!U 98a Ibfrfmefetl 
(ßbenba ©. 102.) 

Sd) ii ei biß, $&&. XXI 2\H. 

©rfjneU Ujtebet3ä3inb,unSttärd)en 
r £!et StanigSfotm uub feine bret £>unbe 
(Aeltfdjr. b. 6. f. ft A >bj . 190*, ©. 

<3dmspf, ein $ütmerl)unb (gl. 19). 

S^nicf. £)u liebet 33ruöet, &aft 
JMd), id) lueiß e3, in Deinem $auie 
feit bem borjettigen tobt deines 
£en:icr$, bcö lieben, unbergcBtidieu 
vsrfnifcf, berdnfamt unb berlaffcn gciüblt 
atniD.*Bibl. Wj. Meclam jnn. 9fr. 4580. 
Slete unb Sfleufdjen, S. 68). Sdjnitfan, 
b. i. fd)Tieü beiocgen; öbeluug bewerft, 
bofe biefes ^eittügtt jut ©ejeidumng 
bet etaftifdjen SJctüegung f leinet ffiJtper 
gebraurfit luirb, bie Übertragung auf 
flauere frifdje, muntere £mnbe ift ba im 
r-erncinbUd). 

3 rti n i 1 f U, in , (ßctifton EcalepartuS * 
ßttpg. ®, 56). 



©djnieged, ein '^orterriet (£ft. 
£.^(3t. XI 1893t; baSlEort beutetauf 
iierlitfjeS, glattes, fau&ereä, einnehmen* 
beS 38efeu. 

3d)nipfetl, bon fdntipfert, auf lifHge 
unb rafdje Art ftdi freinbeS (^ut cm* 
etgrien, bal>ef ber Sdjntpfet, — &d)tiipFet* 
[in mirb bie ^üitbin be^etd}net ('$. ?luf. 
1897, ©.49). 

Odjnipp unb <3c&napp, ,^n)ei 
STetfel (föodie f. b. beutfd)e &tnnb 
©erlln, ©. Tj7). - m& 1900, 258, — 
erfiiiipfct (% Stuf. 20). 

3d)uutfi. (Ein bitter&ÖfeS ÜWoppctl 
mit firten Satten unb bem 9tatnen 
©d). (Der Wiener Qrratj l 100;, ^ 
<3di. ift midi ber ^itel einer fetjr ernfteu 
^unbegefd)td)te bon $aul Öiubau ( s ^?. 
5. ^ich'e, Beilage, 31. 3>e a . 1905), 

3djuubi, ein £)adi£f)uub (Oft &j> 
St VII 1889); nnd» titit bem Stfid 
.prim' aufigeäcidiuct (Öft.rjjn.3* 1^97, 
©. 251). 

Gdinufcr^inMubolfSeitlet^^agb^ 
flefdjtctjten lOkcl. Uitib.^ibl. 4403, ©. 
74). i>angt fidier mit Sdjnofert ju- 
fammeu; ein Sdjnofert mad>eu, ttoenn 
mau firf) über irgenb eine &ad)t 
ärgert, inaä oft in ber iDlicne an bm 
Partien um bie 9tafe jum 9luöbrua! 
(ommt 

€ d) n tt 1 6 e i u. 2ltte3 $unbetoo(E , 
mein Sclmiirbein boran, öat ttLimlid) 
einen Shet* um biefeS 38uuber ge^ 
fd)loffen m\b ift au&et fid} mit Bellen, ^In- 
fptingeu, 5eft*aufsbif>üur iviiiic ftellen 
unb ääfjncfkifdwt (38- SHaabe. @ef. 
©uaijlg. IV ■ 18), 

^djoef, 3f, auf. 1897, m. 28. 

©djocferl, ein äJtal^efet Q. «uf. 
1899, S. 71], 

3d) 1 1 tj , bet ß ü tc. S)aS intereff ante 
Sota« (3. 1903 1%. 15), |.9oCL 

S di r f rf) . *preeiäeriö unb itpvc Stiere 
Cialis Slrnolb, %vt& alten uub neuen 
3-agen, 6. 165); ^cebenjotni für 
©cotg. 

3cb d f^u nb. 5)ie SdjPBljunbe fmb 
bie ungezogen e:t Sleblinge bet ftTQUCn« 
mit g 13aut bemerEt in ber UnMlt 1 
baren Coge, <3. 20: 3)ie 9Dknf djen lieben 
Sdjof^iuibe unb Stffcn mebr nlö nfi|< 
lidie ßafttiere, — 3)aö 3d)0Büfmbleiu 
in früherer 3^ neuft einer $nfcl Wlz- 
Utea aselitci genannt, wetbeu tb>un>et 
ge(aufft | ht groffet mürbe gehalten Pub 



aJZoöerrte Nuntien amen. 



269 









rooUujt bell ben (Sblen ^Beiberern | 
nxrbcu (lud; gena ntit gutf crjrn .jptinb* 
lein bnb Qratfen ((tjefner u. gorer 
o. a. O. 891. 90). — Eteei SMaltficfcr 
Sou^nan, SJculabb unbSottiüen 
ftnb im Oft. fön, ^alirb, 18«»7, ©, 245 
abgtbilbet — 5)etn Sctjoßljüitbrfteu 
SCmourcüe roibmete ® ottlieb 3BUt)- 
JRabener bie fünfte Satire beö erften 
Teiles feiner Satiren. 

Sdirippö . . . mar . . . immer Ge* 
ftrebt gemefen, in Scfmurrbart unb 
Sdmuin.wnaflc öeu lifjarnlter eines 
pufaVrö ju tnabmi. (Staate trtett>e. 
|mmarc#fen b. ©eorg SÖÖttidjcr. $eip£. 
IWeclam juu. S. 60.) 

Srfmipp ZADSpV. XX 42, 

Sdiuft. ^,11 Seutfdiianö ift ber 
ßtebraudi, baß faft jebcä öer Dielen 
Srfjtffe, bie, maiuaLnuärlä f ommenb, in 
ftranffurt 91nfer werfen, einen muntern 
Spü) auf 3)crf bat deiner aber lam 
bem matteren Schuft gleid), öer im 
^teufte feinet Gerrit eine Umfidit, Slitf- 
mevffamFctt uno ^reue emimcfrtte, bie 
in (£tftaimeu fttfet. {dlucrbadiä beut« 
fdjer Stiu&et*Safen&er, ^aljrg. 1899, 
S. 108) SEpfenb: 

© d) u f t c r l , ei n 35 a cf e f, fja t ftdj ö er * 
laufen, las man in einer Shmbmadmng 
am 8. Stug. 1906 im frclenental bei 
Sßaben in ißfcb.*C|t. Über bie $* 
beutung beä Portes Sauft bgi 3ettfd>r. 
f. b. $b. 37, 393-398 u. 38, 518-519. 

Sdjuli, buntelgeftrömt )$. Auf. 
1897, ©. 28), aud) 

Sdiuri, bunftfgeftrdint ($, Stuf. 
1897, S. 28), 

Mtttl, 2TC.1900, ©.325, 

„Sd)üteu, ruinrn fjer!" urt i<f &uun 
iniueu lütten £>uttb bon bc üb' loB, 
9Ulonq! tföHRtl (<$. ffieuterö Söerfe, 
IV. ©b. Ut minc JJeftnnflStib, ©. 419). 

Scrjütje, ein 98a[fet$uiib u. Stäber 
(&I. I9j. 

Sdjioabenmäbel, ein beutfd)cr 
SdjäfcrEjunb ($. auf. 1898, S. 38). 

Seftroänji, eine fttdjclfp. SJotjMj- 
bünbtn auö Öinj (£ft. |>.;©t. X 1^ 

SdiioatA, mit bem ©einnmen $eter 
bon Murferlberg, roaä ben Rroinger be^ 
beutet ($. 9(uf. 1898, 81). 

© d) n> a r j b l a t tl , ein lurjb. . f duoar j- 
toter 5)ad)§§unb (Oft ftjn. 3 1897, 265), 
Ijtnarifopf ■ . . ä u mit 'ontmt 
er {mein ^reuuo) rüd)i, et furdjtet fid) 



bor ben Stngeu bom ©djmarafobf (Sic 
braune Grtto* ^obettc b. s ZÖUb; . Oenfen, 
5. BÖ). 

©dimar^ofir, t^abei glitt mein 
junget ^ftnblctu, bev Sdjmar^oEir, am 
Hfi$sti0 fetttvctrtd tiinab in tiefen ©rimee 
(«ooeUe bon ft. (£. 5bler, Söicu 1870, 
<S. 57). 

StfjmeiljcT, ein fotdjer Spnj ift 
meit unb breit nldn me^ir ju finben 
(3tfd)t. Steuer fcauöfrau IV 5k. 37). 

Sect, ein Sdjer^mort nuö ben 5lteg. 
Bf. 125. «d 9?r. 3194, roo e§ unter bem 
©tidimort „ .^ernbi^tomiuen " IjetfU : 
. . . Seljr ftab, feljr befdietben aelitl |e|jt 
bei meinen« öerrn 311! . . . ©laß ber 
§unb ba Ejeiit nod) @eet. M 33g I. W. 

1899, ©. 394. 

^ebt 9H1äti. gjou bem ftrengen 
ßcnfor Sebeuitftl treibt 33au«rnfe(b 
in bem ©eöidjte tSaftelli (f 1862) : 

SCftt öjettft blr aud) Aiott ^juttbe 
(Sie SRndte ift fo fß|!) 
Üßobon ber eine „Seöl", 
3)er anbere /J?i^fi' t)teö. 

(Saucrnfclba auSgem. s 3erfe 1 @. 75, 
^porner). 

Seemann. Oft. ß.o&t. *Rr. 465, ein 
iKcufiiTibläuber unö Seemann ^ol*^ 
60 f, ein (ur^aar. 5>ad)S^uub ebenba 
Wr. 2313. 

Scline. 9S^. 1900, ©. 99. 

S e l ( m a n u , Nebenform boti fflcfeH^ 
manu (©ornb. 109). 

Sc Ima. OJLß&*GL IV 1887. 

Semmel, ein 9ieufunblönber bon 
ricRgcn SHinenfiouen <2:icrlrben in b, 
Slrttllenefa ferne n. a. C. S. 61), umbj* 
fdjelnlidi nad) ber 5 ar ^ c &ev ©ertimet 
benannt, 

Sepp 1 Setberäborf 1341. Tl 

1900, S. 296. — SepöJ, etil beutfrfier 
So|er, braunrot mit meißen Stbj\eid?eu. 
Sepp, munbartlidi, berlüot aus^ 

SerbuS, ein fllattJjaariger 3 u,cr fl s 
plnfcber, abgcbilbet iit ber 9rr. 37 ber 
3cfrfd)r. ^er itet)rmetfter im ©arten 
unb StlcmtierSof" beS 3. 1906. 

Sef am. „ s l>lö^[fd}fubr Sefam unter 
bem Stütze, mo er fo lange gelegen 
fiatte, b,crüar unb fd)öfj fnurtenb gegen 
bie %ux a (SFunft unb Siebe, 9toman bon 
f). ftÖb,tir, W. g. »treffe bom 16. Sfunt 
1907). 



270 



gftAna Srantg, 



©eumarb = ber #irteuf)unb ($r. 
<lktfouenuerj.). 

©borib, pigf. = De t Stur je, in ber 
GrAätjUiiig „Übet einen fmnb unb bie 
Monroe* £o!trin" cntfialtett ($tx %a§ 
Anbetet, ©. 165, bon ber 33erfaffetm 
bet Briefe, bte ifjn nütjt erreicbten}- 

©ibi, fofenb für ©iboitla, eine 
Stoefrlina [^oitS • ©ilbungö < ©lätter. 
SrrtmS 1906, ©. 163), 

©ic, ein felifamee ^eiteuftücf $u htm 
SStebu (©dj. Cef). 

"Sieget. Bl. 1904, ©.305. 

©Igiömunb. 

„(Itn atmer, maßtet Sßotf, bet menig 

Sflmmet ftafji, 
begegnete bergab, in einem Staf, 
£em fette ften unb fdtfnften |>unb 
<Mit Warnen ©igiSmunb." 

<ft, $. ©utmann. ©ebidtfe für bte 
Jüngere ^ugenb. SSlen 1814, «nton 
£roü, ©. ISO). 

©igurb Jeutonta, ein Dritte, ge^ 
fletftc IDogge Q. Stuf. 17). 

©if bet, eine SBcrfterj&ünbht, bie bon 
einer (iJtftfrfjlartflc gebiffen unb natfi 
einet «drttägigeu Sfur gefiel it luatb 
<«3|. 1903, ©. 440}. 

©iü, ein fm^aar. bciitftqcr ©or* 
ftefj&unb (öt fc. s ©t. IX lööi .. 

©llbn. 3Eb, 1903, ®. 346. üuef) 
©bjoa Eommt häufig bor, mriftene&er« 
einigt mit 8»mgernamtn, »Die Suii&iau, 
3ftnerftol4 (SR. 1902, 415), öan fiemflo 
<&}. XXI 312). 

©iloan, bet Slenbltng (C u. St. 
WiUer 488); Mein, ©utforcduing bon 
SSalbmann. 

'2itu, ber Bätciifjimb mit fbiüigen 
Cbren unb molligem <Sc$HMn& rnnnte 
im GSatobö bot ^alo OPferb) fjet, 
ffcletfiefch. 24 .. 

Sil Dorn iflittftetg, ein $krn- 
öarbtner, roelfe mit braunroten ©tretfen 
(Äf. M), 

©tu ob,, eine WebitgSfcbmei&bfinbhi. 
3Bie fie eben bet bet yitbcit i|L geigt 
«in Silb in m ($. 1900, ©. 217t. 

©faramuj, ein $ube(, befannt am 
t. 5:. W $offmatm6 Statet SKirer, 2. 
19 unb {ebenfalls ben Pantomimen unb 
©adelte» enUcijnt: ©f. ift in feinen 

1 flette. 

■ TaS ®eldt« geben. 



Seroegungen ber bouTommene Öegenfafc 
bon &r£ed>iuo {%. djerminti, @efd). bcr 
Sanftmut, 45), 

©Tott, ber treue £>üter beä $aufeS, 
[djlidj mit ei n viel lern intern ©dnuaiiA* 
burd)g §au& (Oft. SSolE&jtg. Ml. $ult 
1903), üleüeidjt nad) kalter Socott 
benannt 

©fobmaerfe, ein treuer Qjagbfninb 
(©intram unb feine ®efcibrtrn. 33on 
grieb. 99aron be la aKotte^oupue'. 
3bi*gttu. mrfe VII ©61. fraüt IK41), 
bon bem flcmetbet mtvb: „3)tr fud 
feinem lieben |>erm biebermc^ten^faoe, 
unb lotfte ibn mit frabltdjem iüfüen 
ba^in, unb marnte iE)u miufelnb tiot 
Slbgrünben unb bor ber trüget iidjen 
©Kitte beö Gifeö unter bem ©mnee.' 

®l\ttb. Oft. |M@t. V I88T. 

^nom, ctifli. = ©djnee, mitb ein 
metRiiaatiget 'tpinfdjet Gewidmet L^n*» 
feitö beet O.vairö* b, 3». ©cipio, Berlin, 
©. 36), 

©oferi, grau, 5Sb. XXI 312.— 
5fn bcr öftr. SoK^eitung in Söien et= 
frtjeint tuädicntltd) unter bet Dhtbrtt 
, ©ine, bie 'ö betfte^t ", bic ftrau ©obberl, 
al# $> oder in bc£ Wiener ^afcbcnmarftö 
unb befpridtt in ^timoriftifcbcr Steife 
mit ben Stunden bte mlmtigen yollttfdjcn 
unb iotalnejdjidUltrfren (freigniffe bcr 
SÖodje. 9ttidi ütefet bom dienet |>u» 
moriftett Sbio batet tnfl 8eben getitfenen 
¥b,aiitaflegeftalttftbiebejeid]uete|iüitbin 
benannt. 

@ o f r o t e 8. 3- Sluf . 1898, ©. 140. 

©oibl, 

©tuffenb ben, bajj a fo reb'n, 16 auf 
oatunal ba ^unb ba, ba ©olftt, 

^iat a 5ttumm Stöbtt' mit, beubelt öu 
©djmoaf — niödjt a gern öS tsJloat 1 
gcbnl 

(,©n 9?a4", a ntebeTöfiette!rtUfd>et 
©aumtbui gebt in b T ftwmb. öebtd)t 
in unterenfiidier S^nubart bon ^ofef 

gniiTou. m?n f (Meroib, isöo, i 

©olimau, ein in iöteu tjftuftg oor 
fornntenber ^unbename, ber uorti nite 
Sultan au bie liirüennot unb lötBtn- 
3efab,t erinnert (Oft Ä.*®t, Kt« ^44). 

©oll, ein taubbaatiger ©äffet (f " 
0^©t- VII 1889). 



ÜRoberttc &unbennmni. 



271 






©öllmann. „ptl SSJaä 18 beim?" 
rief eine IDtAnneritimine. 3>a fdjmtrg 
ber$uu6(\hiöm.@migb>fer, "Dte^äger. 
©tuttgart, 1905, ©.124), Webenfonueu; 
©üllnmun, ©efetlwiaun ober 9Rami; für 
frünbinuen; £>aite! ob« ££ele fw. 
§. 3. äer I 121). gf. &. $Q@ebtmt merft 
guthabe! „Ttetßafe unb ba$ üHcbfmbu* 
an: '©öllmnun, ©eiellmaun unb 3öaI5= 
gefell ftnb bei un3 ebenfo gcbraudiltdic 
{nuibertanteit als bei MI fift owf flfM 
maul TOiraut unb auftaut, 

So 11 maß taufte ber $err u. ftfeit* 
bürg unb Worbitetteu, biefer ©otte& 
frt bler, ber bie Cente tmn ber Heiligung 
bc3 Bonn* unb isetertagö a&fjtelt, feinen 
großen träfen £mnb, ber ifmi bauet 
gmi litte .frilfvbieufte (elften mußte. Sie 
mite gelten biefeö £icr für ben [eib* 
bjaftigen Wottfcibetiuiä i93. Stucrbadi tu 
feer EorfflefdUittcX^r Sauierbadjerll 99). 

©patu, ein «erlaufener gurteirrer, 
rote eine 58a bener SSerluftanaeige born 
12, 9tug. 1906 mdbet. 

©perfö, mitgeteilt ü. $>erru 3°l c f 
©ruetfirr 11t MloftevnetiLmrg, 

©pfon CM. 11. ft, Füller 488), - 
^nbefieu n>ar bet Sricgäbuuö G&frNS, 
lürlrrjeti ber Sfatiett mitgenommen tiatte, 
frfjon in bie Änfeme toürnuöflccilt unb 
bemutue ftdt, burd) bellen, \iin~ unb 
yiu^lniifai beim SEore bie $tufmerffam= 
feit mif fidi jiu lenteu (t 3g, 1894, 
©, 188), — .2piorü)unb, eine &rt bon 
QSgnettymbeti fä. g. 3- 8ey. Rl 449). 
— *D?mt nennt ben Strien aud) ©töber, 
©tflberer, ©töbertmnö. 

©Pitt. Qöm, Crlöbc unb ber^unb 
©pi$ foltern einen 91 b bang tiiunb. 3M 
fiefjt man beutlidi, lute ber IttnttMjQl* 
name jiim nom proprium wirb, 

©porF, £er treue fnmb be3 äimft* 
inalcrö knietief in ber Somöble „j)ie 
Ö*olbprobc N , ©eioife mürbe bet ber 
9tomengebimg biefeS $u»be8 c » ben 
htfetf. oknercil unb Scriegärat Im 
breißigiäbrigen Hriege ^ob,aiut bau 
Spore! ßcbadjt- 

©pottl. 3. Huf. 1898, 3. 152. 

© p r e u g a ( I c b q 11 b, im 3Ji> 
,53« SÖaiibergcfcüV (2. ©. 114t. 

©p uu b „f*ut ift unfer -fsunb ©punb 
im ©rmib unutbaefabren toorbeu u. f. f. 



f^onntagSbeil. b. öfierr. *3o(fäuitttna 
P. 5, Stug. 1906, ©. 248). 

Stallioedjter, ber 93amrüuttb f^r, 
a, a. O.l 

©taful, hirj^. beutfffjer ©orftcb^ 
bimb -Oft. &.*®l, XII. 189Ö 9fc. 1642); 
iiifiln'trtictnlict] bie Scür^ung bott ffon* 
ftanilo. 

©teffet. ©. 3flftf. 1906, ©. 748, 
öotlätütnl. SHmtn. tw» Stephan. Ter 
3SJ teuer nennt bo^ feböne ^oinietdjcn 
feiner IkUerfrabt, ben ©tei>I)cin^turm f 
ben alten ©teffer. ®a6 fotgenbe Won 
\]t eine fleFür^t* %oxm taou ©tcptjaiti:, 

©tefft, ein ©dnwlitr Üauftiutib 
(Oft. $.:©t. X 1S92). 

©tetia. 3Bt). 1W3, ©.183. 

©tettmaun. Oft. f. Sabril. 1898, 
©. 8. 

©t eifert, ein DadiSfiunb rmünbt. 
ö. §errn 9t. SRlgfcT), eine Stofefprm ju 
ftofen, (Stößer. 

©tiefet, ein ftiimararotcr Darfet 
(3. Stuf. 1897, ©. »5i; fet)t häufiger 
9?aine für fleinere frfjmarje ^Ünbletn. 

3 t ipä. ^ugeiuMitartcnlaube ©ö. 7. 
©. 26. 

©tobp, ein flfterr. iörarfe (Oft. #. 
©t. VIII 1890). 

Stviäji. ^.Stuf. 1897. ©. 34; getö, 
meiße ^eb^nfm^eirau öeu SottMs£du)a , 
im eigentlidien ^>inne bebeutet btefes 
^ort in ber wiener Btuntad ben 
i^ttiälter bon kirnen, alfo öa&, maö 
anöcrmiirt^ ber ttouiö tft. 

©trobl, ZADSpV. XX, ©p. 171. 

©trotdr. 3. Stuf. 1897, ©.30, 

©trom bei Sur!ljarb SÖalbi«. — 
Siebe ©retf. — 

rt Uu unner'n Stbm' liggt otl ©trom,* 

2>e fnortt' un puft im ptnft 4 n Xirom ', 

(3ri(j Deuter, ©änttl. SS, in ©. 8j. 

© 1 1 m t a ift ber 9Joine jetieä ^unbeö y 
ber irr ber rmrmuttidjeu (SnÖ^ÜBW 
0. ^ietfö „ber btonbe förfbert" baburd) 
ein e bebe utf ante 9fr otkjfc reit, baft äöqlter, 
(Scfbcrtö greunb, jur größten UbeT^ 
rafdiung ben tarnen be^ .J>üublein6 
srceift, ma3 ju großem Strgmabn unb 
jur fdjdnbtidint Übeltat öedeltct ^n 
btr Sinleitung nennt @. Ö. Älee (Stöt. 
^nft. II ©.3) bnö £>ihtbleut w ©tramcb w . 



Ofen. * $uubename. 8 fd)nard)t. * »infeit, ftöpnt. 



272 



Sriarn Kranit), 



©tropp, eine Gh,}äf}luug „Stropp, 
bei $>unb" bon (Srnft Öenbad) erfdbjen 
im 9fa. 1892 ber Gartenlaube. Stropp 
rotrb als rfjeiuifdieT f J?nme Gqeidjnet 

Strubel ,ein braüer,gar (obf omrr^*of= 
buub i gi&chiHMrj bei Srimfter u. Soeffter. 
Skr! in unb Vei^ifl 1900, ®t(b 27). 

Strumpf, ein fur$rjaariger, beutfdj. 
SüTftetjbuitb. (Oft £.-St. VIII 1830). 

©trupp, ftrupplg, borftig, ftottlg; 
in Julius Sauere ^ubclgeTong jtt 
Hilb^Im ©ufdiCwö.öebHrtSia g beißt e€: 

^ßlä&tidj ftiurrt ein {mnbjinb fdiupupp 
^n 6er Stufe itcfit ber Staipp, 
Nebelt einen fdi&nen ©tu| 
WamenS beS Sifuciu3. 

itiintp unb Stümper, too^u 
W. Brunner bie (Srtlärung beifügt, „ge-- 
tpö&nlid] .gjunbe mit Stununetfdjroäuäen 
(ZADSpVVXX <Sp, 171 

©tulpnas, flciuöbniici) Stülp ge* 
föwt, ein f übel ßffi. Maabe, CStjronif 
5, ©pertingSgafTe 3. 188). 

Siiip, ipon ftüppen = ftufcen, alfo 
ein $nub mit geftuUtem Sity&ttQ 
(3. firia»euf«, Bolöf. I IT). 

Stufe, benennt .fnmbe, bereu 
Bföxutg »üb Cbren geflutt fmb; an 
•fninb, bem nud) ber Sptfcname Xumou- 
riej unb £)olm§ beigelegt mutbe 
(3ur (Sprache fttlfc Meutert ^ern 
Dr. Qrn\t 33ranbcS. Beltfdjr, f. b. b- 
Unt. 1904, & 496). - (Sin „Stufeer 
fotl ben SBtiefboteubtenfi amtfdien ber 
33urg 3KMnterftein unb bent Sdilofte 
Aiiebenftcin in ©ntba befolgt Ijnben. 
Sgl, Dr, Sing. SJifcfdielö Sagen au£ 
artjiinngctT, Eliten 18tfö, fit 148, 

S t u in in er t o fe l mar ein ©adiäbunb 
reiner Waffe u. (Eigentum be£ SataittomS* 
büdrfmniodierS Stummer beim oftr. 
trflcn ^clbjägerbataillDn, baä in bm 
^uiifjU'gerjaibftR gu granFfutt a. 9tt- in 
«ätarnlf. lag. (Ccfcb.b.öerl.Stierfdi.IW.y 

<SudiTnann,iiitbanr(^ebiröeifdnueit> 
ljunb ( Cft. ix 5t. VIII 1890); bat 
©ImpifT Sud) « So. SBacfernagel 82, 88). 

<Sud>t, in Subro, (bangbofer* Woman 
6ie gWöTtmafloufc [@tuttg,189&, 1 114}, 

<£uberla»ib + ^atbartua^SUerierona, 

ble große ftaiferln aller fReuffeu, bic 

RUPttmlft bes Worbenö, fjattc ein 

frfldneö, fdnwwtfcS .fnlnbdten, febv 

fiöblid) unb jntmilirf], i«clcbc& ©. iucß 

g ISaftclliö bemtifrt). Sdiriften). 



Suleifa bon Salzburg. 3. 
Stuf. 1905. 

Sultan, ein meitberbreitcteT SRame 
für große Raffe ^mnbe. ,6ö toar ein- 
mal eine ©aoernfamUte, njeldic unter 
ibren fym&Ütxm einen ^>of^un5 Hatte. 
9tatnenö ©ultan". (Sli(ibet= unb $av& 
mürdjen, ©an iöcoo. ffiernalefen. 
saSicit. SranmüDer 1892, ©.33). — 
Xer a!ß frfjotf unb bifRö befnnntc ^)of- 
buub Sultan in vi «djletoiera R* 
man Sergriditer^ ©rbeuuniUen S. 9 
mttb toon feinem .fjerrn Saggta- 
fultan gefdiolten. — Bultl (Stt. 
©rnuitfieitT: ©t^QÄrt bie Siere, SÖicu 
1901, S. 13). 

i: ür ( ein märfiiiger ®olf^uub f 
(Widiarb ©diott, 33er gute Samerab, 
^a^tg. 1901/2, ©. &8T), 

SuH s ^refeburg, eine &ad}& 
^un&in {Wl 190Ü, 6. 8S); fie fütirt beu 
Wlnantcn t>on 6i fsubertu (ft. Sluf. 
1905). — ©ufcl aug bem 3mmger 
Jp«i gaß (|)^3t- 2356). 

Samara», ein febmarjer ^3ubel in 
tSbvift Shtffnerö Sdiilbcr Sdiau. ilörünn 
1821, bei Sf. ©. irafeter 1310). 

Jaefl, ein brauner Da di 6b unb (3- 
«(uf, 1897, @, 105); m biefem ^aOe 
8tppellatiDname, fünft ÖattimgSimme 
für alle DaftSbunbc. 

3:ago. SS.lt Cr 1906, S. 46L 

Jontbi. tiefer .^unbenamc ift 
rfmftteMfl üou Qnterefic, tueil gerb. 
SkWrt tcin irager öiefeS tarnen© eint 
gau^e 9Zot>eQc geroibmet 6at (Xret 9?o- 
betten, ^etbelbetg 1H88), anberfeitö be^= 
&alb, )PtU baö Sier urfprünfllidi Xam. 
bourl fließ; öiefer abgcfiiimocfte Via ine 
gefiel bem neuen SefiGer nirfn, beebatb 
gcftaliete er ben mriprünaltdjen üRamen 
in %etmb\ um. Über Sambour Pfll. 
Ö. m. ©. 2. 

itam&ur, ein in ©b- XXI ;i4 im 
8ilbc bargeftefiter ©ratfe auö ^«rniaiui: 
ftfltrt, aud) in ber akttTeiuemugdfürm 
Stambüitrl (Cfr. -£>■ -2r. »14) ein fur^ 
paariger Xadiebunb. 

Nomina, ber. 
.Gin ©inbfiuitb, ber Camino l}k%, 
©etnifl fid) oft febr ungeraten. 
Cfinft ftabi er einen gan|eu traten, 
SDttt ebne Sdiutj ber ftod) öerhe^, 
Unb madjte fllürftidi mit bem Wnitbe 
Sidi fort in eine ©arteulaube. 



2ftoi>eme ^unfreitameu. 



273 






Qsin Öömenrulnbdjen, ö<i3 mit Camino 
batb^Jart madigen mill, füljri ben Warnen: 
Camino — unb ein betagter ^uM — 
ein ebfer $unb — Reifet im ©amftro. 
Wan peljt, SKo^att^ 3 a uto?ftötc ftcuert 
midi £mnbeuameu bei. CiFtiticrtin 
SEafdjenbudi f. b. 3. 1810, CcipAig, 
(SJerftarb ftleifdier b, ^utiß. 3. 18). 

£ante. SD. Saabf. (1906, 0. 632). 

£<tt>p, ei» großer $ubel oon 
ftetmifetjer ShiQffe, bet fiel) nie »on beut 
tSigeutum fetale* #erm trennte (St. gf. 
SHeiier, 3ier ^eilige c. U 

£afjilo, aubenannt WoriEum, tute 
bet ©ra^et Ringer öei&t (9f. Stuf. 
1898, ®. 115) 

SEntUrliefe, elnefcimbln [SR, 1902, 
463), 

Xattttmanit, ein $adiäbunb, ein 
rautif). Wöbe, ber im (Stauung ber 
SSJeifttiger gebort. $ie fd)tuätjcu mit 
feuerrotem $aiidj in fumpftgen @teOen 
umberEriectieuben 9Baffermold}c nennt 
ntan In 33r$1 £attctmanbeln(ZVFV. 
1896,«. 404) ©etigerrc $unbe taimen 
baljer fdjon nadj ber ftorbe beä $eUc£ 
ben Tanten £. erhalten. 

laudier, ein äöafierfiunb unb 
Stöber (ftl. 19). 

StA 

jjem im &gi)ptrnlaiib am 9tU 

<£>ebt, nrie cd fällst ber ffltrifter ftfedf 
üttit feinem Jgnmb, beut {fugen ued\ 

(Srniberluft. griba ©djan*, IV). Stetf, 
Stet fi"& Äürjunßen tooit 

StecfeL, bem befauntcu Hainen für 
beu £ad)Sfmnb, Qn „SJfrtue ©atex* 
ftfib! ©taöen§ogenv 5. acuter, Reffes 
$ot(äbürf)m't ©. 154, tft bon einem 
Stedei tiic 9Me, ber ging nidjt roie 
anbere riernvmftiae&odfSbunbe auf nier, 
fonbeni auf fünf Petiten, er mar ein 
SRonfrrum, bei bem ber eine Sorber* 
fnfe fid) in juxi Pfoten au$gCjjnietgt 
Satte. 

Steja, s KeufunbIäftberftfimmbud) 477; 
Oft $.*®t*©. - 3-9üif. 1900 unb oft. 

Seil, begegnet oft, aud) mit bem 
Attribut B 3>er getreue % ' m§ XXI 
153), bann mit bem Steife^ ber fter* 
fünft: 0. Caubä&erg f3R. 1900, @. 297); 
ober SteÜu^renbentbal {3W. 1901, 
©. 3291; Steiler tum ©rafeuegg (3Sf). 
1903, ©. 183). 




Ze%, bie ©nglänberin, letf^t fdsoit 
in nmmfer Ungebulb, möfjrenb %e\la 
bie t£ad>e fufjler nimmt unb nur ftiuV 
oertrauenbe ©eüen&iicic auf ^oft, feinen 
$erru, roirft (u. f erf. 45). 

st e u f c l. Staune eme3 ^olijelBuubeS 
in ^raunfd)ipeig (^d). Ser.l. — Stcufct 
oou ©leidjcubcrg, ein Wöbe, fdjmarjer 
3»wrgfpl$ (3. SKuf. 26). 

Jliatab, ein i^ftei. SBrarfc (Oft.fi,* 
@t. VIII 1890i. 

£tjor. ^m geuifieton ber ?(rbeitei> 
3ettwng 9er. 55,. öcm 25. Äc&r. 1906, 
ttio .^. StUj in Uberfel^ung bie bnnifd)e 
©efd)id]tc ,fip6tt ©uube" bon Snub 

tuortä mitteitf, Seifet bei ßettenbunb 
bor, bei £arf)S(mnb ©ab 5. 

irefl, fdTiiftbentfd) St&crcfin; S&. 
.^flljrfi. 1902, (5. 60. 

tfuott. 9Sf). 1903, (3,346. 

ibutfa, feib'ß uid}t! Sluf biefen 
JHuf fdiofe um bie (Scfe be^ ^ofifiaüeS 
ein riefiger, gvau botftiger 'Bolf^imb 
mit umtenbem ütebeQ berbei unb fdiien 
olmc Seifered bem ©inbrmgling an 
bie Gurgel fpringen ju rooflen (§. !X?ar)rt, 
Sin Äompf u. 9t. II 178). 

^icfl, ein brmmer iart]^bunb (Q. 
Stuf. 1897, ©. 105). 

iigeimürfe ü. get)maru. S.u. 
^. 1906, ©. 613. 

3:iiti<Sttniilttfl(n. M. 1900, £>. 178. 
3;tm ift engl, bie Süirftr^ung d. £imo- 
ttjti (SrhnotQniS). 

„ 3:ini tion engl, tiny = flcin, ioingig; 
Oft. fö.siSt. V nennt fo einen furjöaar. 
^adi^biinb. 

St ipfcrL (ufterr. SBoUSieitg. bom 
4 Sing. 1!H)4). 

Sttpp. ©b. 190O, @. 258; beutet 
biefeä äöort bie jarte, ben ©oben nur 
leidit berüb/reube (Mangart beä ^uttbeS 
an? 

SttraS (3;t)rae) f ein 9lamc für große 
$>unbe. ©d fteiüt ber grojjc f^angbunb 
be& boiirlfdten Riefet, tiefer ^itnb 
»ourbe üüti clitcin ^Killer eigenö abge* 
riebtet, Riefet 411 fangen, £aS 2ier 
fiel ben KftU&er juiitenb an, bort) biefer 
fdilng fa friift ig mit ber gauft ^u, bafj 
StiroS fofort tlar imirbe, er |abe jefct 
einen beffereu .^errn gefunben. f>err 
unb $w\b gemamteu eimmber febr tieft. 
{.f>eigef, ©efterm. 3üonatdbefte 63. üöb, 
©. 126). — ©ei ^beobor ©torm tebenbti 
57. 9Jb. ®. 13) ift Zixtä ein guter 



2U 



&tft*| fBxunttf, 



ftunb, ber toon feinem #erm in jäfjent 
50m erfragen rourbe, roeil er nidu 
auf ben SBulf mallre, 5er jh jagen rcnr. 

— ©. and) S. b. 39. % . «, I 74. — ein 
OiujneTfnmb (frl. 19). — Siämardte be* 
rannte Xtogne trug audi biefcit Kamen, 

— Xie Seibiwumsfpr<irf)c tierfte^t 
unter SttiraS, Stiras m. ferjr grofec jum 
gangen bort Söilbgeflüge^ befnmmte 
SDetfne&e; franj. ti rosse \. <ü?trFid)gnrn, 
Stretditie^; ti rasser = mit bem ^trcid> 
gorn fangen. 

Tobias, Keueä Wiener ^ouniol 
0, 7. Stug. 1906. 

£ogo, iole rafrfi bie Ävlegöftelben 
jüugfier 33ergangenbeit auf bat Jjpunb 
lammen, $eigt btefet Warne, ber einen 
«Keufunclänber - Milben be^t tönet, i^. 
Stuf. 15). - £>,3gbf. (190G, ©. 749V 

' i o l b i un& öeften Qiefditmfter S a i b a, 
#ata itub 2ßeü in einet £)uuöege< 
fdiirftfe ber „Meirfiöiuefir" (Sien 17. £mu. 
1897). 

SToIpatfd) WnyoS, ein 9tfrcba!e* 
Zerrter Q. Ruf. 21). 

£om, engl. STtrürjung für$:l)Ottia&; 
ein junger i^ibel, ein fd)Tecf(td)er Un* 
ruhftifter jmifdicit Ütjctuann unb tSlje; 
frau, babei ein nieMitfirs Heines öünö- 
d>en, bau teilten SKetiföcnberfiansi fear, 
aber in etilem 3d)lat$immer ein $inbcr» 
nlä ift. (W. 5. treffe 2. gebr. 1902, 
B. 7). - Unfer erfter 3Sad)tljunb fjie& 
5om, ein 3ciiä[cil)uub, nact) bem in 
nüe @prt$en Obersten Vornan „Onfel 
Zvim glitte * ^»benannt (Satf). fÖti 
ftofciibev 9tatur ftitb bie tinf u ober i 
enbigeitben formen, roie £(ttR]|(SJt 1901, 
195). 3omim)(= Heiner ^äotnad), ein 
fdnonra imb iwiBerJHftbe (3- Auf. 1906), 

£op, in ber Uberfeljung „bie ge* 
lieimuiSbolIe ^nfel" t>on gut. *knte, 
©. 23. — So liefe autb einer ber beiben 
.fpunoe SJerbtö. £00 nnö 3ttw ( beibe 
beulten, fa oft etil ftrember fpielte; nur 
bei beut Spiel i&reä £>ertn berf/ieiten 
fie fid) ruftlg unb laufditen mifmetffam 
. 9er). $äufig Hört mau audj 
Zoppi («uf, — tummlet, SU. 7- . 

£or< ein &aijrJfdier ©cöIrgGfdjteieiü' 
$unb (Cft. ü> 3t, $1. 4721), 

Sotfla. Oft. ft Bt. IV 1837, 

Xrapu, ein beutfdier furä&aar. 9$or* 
ftefljunb (Oft ^.*©t X 1892). Sind) 
mit bem ^uffij - el: irappet ün 
?öten). 



$raubl 3f> «Tuf 1«88, ©. 98, 
Äofrform für ©ertrub; cm brauner 
Eadjgbuiib. (^Q^ftf. VII 21), t^ud) 
trtuitl, lurj^aar. 2)ad>Ä^üubin (Oft 
$. s ©t. XIII 1830). 

^raini, eine furi^aar. beutfdje Sor- 
ftebbilitbin im ©efl^ oeö Cberflft. StM> 
üeTchte* [ür ^agb unb gifdjerei m 
Öinj. 3)er 9Jame frfjclnt fcöenfotlö uon 
bem ^lu(Te Statin entleöut au fein 
(£*.$.*& 1X18911 

^vfiittiöl oou 3 1 1 n p e it b f 
5>adjSbi'mbin {Tl. 1904, ©, 306). 

J robinto. 

<So lomm öod) nur, bu orme^ uerirrte« 
SEter! — 

^rabiato — „ber Verlorene " — roifl ld) 
öidj iicnncn. 

f£ö<f)ter*?tlDiim, S6. bou ©umö<rt, 
39. 3 V CS, 17!>ff.>. 

3Treff, al* förmlidier aUuuberli*:nb 
djaraflerifiert (D% «oIBjtft. ^. 1 
&, 23. ©eut). 3m Sporttebeit crfriicint 
ei« ttffl mit bem Beinamen SJalbae^ 
iec!)t, (SiHimbion (Tl. 1894, G. 4u7 ; 
ein Kerrv Treff, Treff toiat beau {©ft. 
1900, R 272 1. — 9fm Oft. $M@t.*». 
XI 1893 feblt audi £reff*«| nirfit 
(3h. 2257). 

Streu!, ein ftidieHjaoTiger -fcunb, ber 
nad) bem berühmten ^aiiburcnfiiftrer 
Lcnninu ifl (Oft, -&-St. VII 1889). 

3: reu [Tl. 1902, 3. 37:.., and) mit 
betn Setnomen , opit bev 3Jlnuluft * 
mt XX 70). tiefer einem $nite 
angemeftene 5?ame crfdieiut auri) tit 
Garl (StoalöS ^Itbern auÄ bem 5ier* 
itnb ^flaitäenleben. 2lu£ bcni Dftnifdjett 
ÜberiT(igeu D- O, ttcbentlom. ÜeipA. t ; ti. 
iHcclnm. Unto.4EHM. "Kr. 4699, S. 81. 

Sri mm, engl, trim = nett, niebIM, 
fd)öu 11. bgl,; ein ©acfeluamc (€fi. 
Solföjtg. o. 16. &ebr. 1907 Mr. 4€, 
©. 9^. Da finben ftdi und) btc ftrfßuV 
linge: Sobbi), Xäöbu, ^Icurt. 
Otbbotj. 

Jriftan, eine fdjmatje T^ogge 1$. 
9[uf. 17). 

Triton, eine beutfd* Dagße (^. 
«uf. 16); bei Äl. 78 ein 9feuFunbtänber. 

^ritfd), 3Tratfd), bo^ etfte Wort 
begeidmet öen Silben, baö jiueite bie 
$>Qnbiu, beibe Xiere entftommeit einem 
fcmft, beibe flnb bnaitetTfürmlg geftTetft 
unb gehören in bie (iJattun$ ber S^otd)* 



3Hö&«rac $uitbeRamcn. 



275 



unb 3Belfrf)=Serrier3 (& Sluf. 1899, 
©. 86). iHubolf £mtne[ Ijat unter bem- 
felUeu £itel eine fcunbegefdjtdite ber* 
öffenatttjt (,2fo 3cit\ 25. ftebr. 1906), 
reo bie und) beu beiben Flamen fle- 
nanntru £iere Worfeln finb. £rft|d) 
tft bn bie ©ie, ^rtitfcti her tfr. 

Sroja, tnufrr. 3:. IX 194. 

Sroli, baS tiünbtöen trmrbc m %xoü" 

f tauft, »rate bie SRtefen btf uorbifdjen 
age, ein Diamc, ber elnftmeilen fafi 
toie £>ohn auf bnc- magere, bürftige 
©efdiöpf Hanoi (Beitfdir. bQ ® Srrmijd>en, 
14, $b., & MS$! — Stuf (Heien 9tamcn 
Ijört nad) einet 3ettuiigäaniioncc ein 
berlaufenet StadjSljunb. 

Srollfictta, 3». 1902, ©.73. 

SEroftrcIn, bei ©urfbarb kalbte 
<©iefc «Steif! i 

Stu(0, „ ftlebclbauS \ &rjöb,rung 
in ber Sttäbdicuäcitung „Itaä Sirönj}* 
djen*, ©. 485, 

Stumpf, 2H. 1899, ©. 393. 

$ rutj[,öcT treue au&eiwnirt(ailgJÖft. 
Öebrnjcltung, «Heil, 6. Oktober 1905, 
©. IV 

Sfdlin, 9f. Stuf. 1808, 0. 17t; engl. 
Chi», Heiner tnngb;. jabMt. ©(ttofjt/uub 
(togL AI. 7Hl 

iftfjolferl, TOar, 71. 

2 u g e n b m ä di t e r (SOG .1900, @. 258) 
im ©übe baxfleftcilt uub mit bem Vor- 
namen „©(Einet bis" Öeaeidwct (Qftr 
!un, Öabrfe. 189S, ©. 105). 

3Türf bat ba§ redjte SBorbeibem 
gebrodien (HuSgeiD. ©eb. b. ftet. ü. 
eUiencroiT, ©. 98 j. — @iu dürfet b& 
grünet bei 9t. SS, ©t. 294. — Qu Mieter* 
öfterreid) benennt man bnmit flrofje, 
bifftfle uub türfifdif $tm&e äufrfj bi 
Surfet, geftft bfetrtf! (ftoloman ftrtifer, 
S>a ftTanjl in ba ^remb, Söten, Q*crofb 
1898, ©. 46). 

Srurfo, ein Jitfldjtlgex SBacfytEmuö 
(ftott). ©t.). 

tlnbtrte, Eorfteö&imbin m. 1404, 
©. 337.) — Unbindjen (CElifr SKnul, 
Skmricc SRorriee u. a. ©rjätjL f. b. 
reif, ^ugenö, ©logen, G. $icmmhiq, 
©. 31). ' 

UntaS! UnlaäJ rief jattdijjenb bie 
»leine, beu bfetfüijlßtti greunb adrtllcf) 



umnrrnenb tätfcbtet-tflluim, £t)eHa b. 
Pumpert a. a O. ©. 79), — UntaS, 
ber ^iitmerbnnb unb bie beiben DacfeEn 
fuEjren äffte ber Ölffc unter beu Ofen 
(2He 3äger, 8. Gtangtjofer, 3. 2B6). 

Salet, luofjl ein frember $nmbe* 
name, ber unö aber bind) GljamtffoS 
M um bie Wett* febr ßcläuhg tft : 
9öir fliegen ju ®djirf unb ein Heiner, 
qritilidjer ^)unb, ber ffd) an unä ge= 
uiöiint liatti* uub beu tarnen $. fiiürte 
ober erfjiett, folgte \m&. {Stap, gntjrt 
bon SBrafilien nad) (ü)i(e) $u beut 
Mnu.: s ^ou Uualafdita mitt> VoMiur 
irien mibmet IS^amiffo ötefem |>uiibe 
einen ef genett 9tbfa(- 

EaSfe, ber gagbf. (1906, ©.731). 

Säurten, frauj. = Saugeiiidrti; 
biefer ^Yemblfng ftef)t mitten in eüter 
beiUfdien SHubeTaefrtiidite. (H tft ber 
%qhu eines Rubels (Stuerbad)S beutfdjer 
SHnber^it«fettber für 1899, 5. 58, 3tu^ 
gäbe für Cfterrcid)). 

SBenuS, ein 93uU&oggmnfd>er (8r. 
642, 643). 

©efto, 50)6.3.1902, 3, 174. 

Sielliebd)en, fte^e bie Sittin. ^u 
«nbine. 

^ierftuget, ein |>unb mit tiditen 

tletfeu oberhalb ber äugen (U. Sf. 232); 
ieräugelhunb mirb nadj atefitettner 
(Sur guten ©iuube, L900, II 293) in 
©teiermarf aud) ber SBrnrfenfmub ge» 
na mit. $m Cftr. Um. 3o^tb. 1897 ift 
ein SBeiname beä Sieiaugelö: Slärnrner= 
Sranbl. 

SJineberi Betfudjt 9*. 35, ©t. 294 
auf 3?eneMg ober gar auf Sineto ju 
bejieffen, iunö gtinitj iiidit angebt. @iä 
lutrb gemife eine Nebenform beS in 
3ücberüftcrvcidi tveitberbreiteten fnibe' 
iiatnenft „glitettJ'' fein, nod) fran^ 
finet, ette — fein, liftig, fd)lau, 

SBiolo, 5BM900, ©. 158. 

Sogt, m^ 3- 1902, ©. 160: Iriftet 
mir alle*, maö idi oou einem guten 
SJürftefjJmnb Verlange, er tft ein Wäb* 
efjen für allcö, 

SJolfet, ein öfterreidjifdjer Brodr 
(Oft. £ .©t. IV 1887). 

Soll mar, ein beutfdier luräbo^ngcr 
^otfte^tjunb (Oft £.s©t. ©. 2074). 



1 Siafelbfl finb nodi bie ^unbeuomen: 
. Potpourri * unb ^tBielliebctien". 

3fü?B IX 



, SKignouettdjen ", w ^>oubenir ' 



19 



gtarij Srnnft), 



©ßdjmanu, ZADSpV.XX, ®pA£ 
Sagtet, ZADSpV. XX, Gp. 42. 
itfäditer, 

'& fommt Stegen, ^äbrmann. Steine 

©Äofe frefTeu 

äKitSBegierbc ®ta£, unb SQJärfjter fdiarrt 

bie tfrbe, 

{©dritter, SSil^lm £eQ, 1- Sa .) — ©« 
mar ber [djreienbe ?ünfling in feinem 
rofenroten Sfteibdjen, unb bte SJtnrga* 
retlja au3 bei» £>immelrciai, unb ©Ul* 
tau, tfaro unb BBarfjtcr, bie btel 
Jöimbe auä bem ^ägcrbauS (Sß. SHaabe, 
&ie ftinber bon gintentobe, @. 968), 

2J&ad)tn>olf. *ißQ(6ttvolfä ftmirren 
fftnoet unö fdion bou fern ba$ ftabcit 
6er Unfern. (3)ie 3^ cl merpr in^e ff t^t, 
l ©li&ntaue.) 

SBarfer, ein grofeer ImigtKurriger 
ßtntb, bev aurf) beut glübeubjien Set* 
e&rer einer (Sdjönen ein Stellbidjein 
über bie ältaßcn ber leiben fonntc. (©. 
Sing. Sper(6 ergötjlirtje ^ufgeidjidite 
„9frirra" im ©nmmclbaube: 2o mar'ä. 
©. 244.) — SJertlehwTi äöaclerl, ein 
langhaariger $ad)8bunb (£ft, &.*®t. 
Mir 1845); SBecfljerltn, Sßidfetlein 
(tJI- 19); außer Don einigen ^tofefforen 
unb meuteren ©djülern mar Dbm be* 
gleitet bon feinem fetten SÖadM, ber 
mit gegtätfdjten Seinen beftänbig b1d>t 
(unter \i}m tjer ma «feite fßefcbüd)l, b. 
33erL Sierfd). = $3er. 1 '3. 9). 

SSaeferl oö, cm* bem Dienwie ftuerjä 
(@oet$e i. @ef.) al$ Heiner 3Öurftbtc&, 
bei ftam&flfd] rebete, befamit. ^n 33rcn* 
tanoS SJtätcben bon bem 'Sdiülmcifier 
ftlopfftDcT unb feineu fünf «Söhnen fotixiiit 
ein ftünbtfjen btefeö fflamemS bor, bn$ 
in btelen fünften erfafiren ift. ©ö fann; 
^Importieren, Sudibcrloren, Slufroarten, 
^Bitten, <SdiiIbmadiftefjen, über ben &to& 
f&rlngen, UHe fptlcbt ber .fwnb, ftd> tot 
ftefJen. 

SB ab bei, ber gute &unb, bem itfj 
aber m biefem SfugenbUtFe feine roetterc 
Stufmerffiimfeit iumenben formte (3ÖÜG. 
Siaabe, 3)ie flüibet bon ftinfenrobe, 
©etlin, OJ. ©rote 19Ü3, ©, 45). ©e&r 
Oft tft ber gute Sab bei mit in riefe 
biibjd)eCiT,\iihiuiißUerflo^ten;ouf3J39 
lernt man SUabbetä 9?om', bni armen 
diolh tarnen. 

fta t bf ee, f tir^aatige Eadiäljunbtn 
(Oft $M©t 2358,) 



StBaibfrleb bom £o<ftfpeffatt, 
ein XacnSbunb (2öf). 1902, 88l — 
SB. bom ftorftrebier f$. ?luf. 11*«»;, . 

SBatbbanö, Q. Sluf. 18:*s R 99 

— 5BÖ a l b ^ n n f l, ein fdimar^roter Oaäfi* 
&;nnb lefrfjten ©dilageS (3. 2tuf. 1 

©. 91). 
gSolbi, SSdlbt, «öftlbo; Sßnlbi- 

tttt*Sa|! Cftr l\m. ^aljrbndi 
,124. — ^eit)nodHSiüd)lcin unb 
fialenber 1905, ©raa, @. 4, «Kit S^or^ 
liebe merben 5)odj^iinbe fo benannt, 
fo i. 93. Walbl unb btiS ^ag&friiJjftucT 
tn ben glleg. $1. iFcr, 2990 mit ber mt 
fpredienben Immoriftifdien ^öufhation; 
3öntbo-5;t)rft ein fuTjtjflmriger SBraun- 
tiper fj©|. XXI 312); Skilbo bott ^itt 
roetba (äff. 1904, ©. 13Hi; Salbo i>on 
Strefelb ftefit bpr £>filmern, ein ©itb in 
,3Bllb unb £mnb M ^oljrg. 1904, 
©. 221). 

SSalbine nafit imb rafcii bat fte bie 
berlorene ©pur aufgenommen, mit ilrrem 
bobeu $enor ba$ ßeidjcu gebenb (Q. 
u. ft, 3Rüüer 799 j. ^n ber 35Jod)e (f. b, 
bcutfdje ^\ugertb, Söerltn, S. 51*) fccgegnet 
eine fit tliren jungen ^ab;reii gerabej« 
»orjnglidje itecfelbünbin. 

9Ba[bmniiu. 3Bie UÖ. geeint uiirb, 
barüber iH Rödler H. Sdirift, III 481, 

bölmiifd)en tDovf^cf diictite au« bem 3<tEjr 
1784, entbolten im ^afdjenbudi Thalia 
für ba& ^abr 18U0, lommt ber iüttige 
gangbunb $B, bor. ©. 182 ift Sie 9feöt 
bon imei groöcu 5 a ngfmnbeu mit ftatf^ 
lichten f>aföbänbeTit, bou öe nett ber ein 
oudi tßJ- y ber anbete ^iraö beitjt. ©efb 
ftnb bon ber ©röße mä^gcr flfilber. 

— Cöfe ben ©, unb ben 'l-acböljiinb 
bon ber ffette! m. 9taabe, 5>er ^1. 
©otnV ©. 104.) 

tel) jum arpufel, mo« ift &a&? 
Uel) y SBalbmann, aöel) f t iu: j 

(333. ©nfd), $iumor. ^auefdia^ 3. 98.) 

— üBatbrnamt SHalbl (3K. 19tH, ®. 204). 

— BaJtl Dcifet ein Würfel in Ä. \'ld> 
leitnev^ ^agbbrctier ®. 173, bon bem 
fein Bert borgibt, et f Birne Riffcrn (eleu 
^jn ©teienimtf ift nudi bte ©e^'idniung 
Söa i bin an b l 511 £aufe 1 ffi 8 ? t 294 

©a Ibmeifter, oafl anänntfien $>ein 
ba& Belbdjen ©erba. i2R. 1905, ©,73T, 
3)1 it uotgefetjtem Sitel; frin* SÖatb* 
meifter <$* Auf. 1905). 



tDlüberne Cumkcnatnen. 



277 



Sßalbom, SB. u. §. 1906, ©. 665. 

SB n (Iure, £. Stuf. 1898, ©. 96, 

SBntb traut b. b. (Sbermarte (Sffilj. 
3* 1902, ©. 201). 

&a[bfd>nederl,3.9liifJ89*,©,96. 

SSJattel, ber, beltcBter Shi^ unb 
$mtbennme (K. ß 615). 

aSaljt, ber ffetteiiliimb, war meiner 
SRutter feix banfbar, bnfj fic an bem 
ftrengen alten Sraudie (bnfe bk 9?efte be£ 
gafd)ing,mar)kä am nädjften ^DonnerS* 
tag ober ©onnrag oufgegcffcu werben 
durften) feftijielt (^eter SRofegger in ber 
©rafibdmfl „9?otcS ©lut — blnueö 

2Banba, ein Harne, ber feljr Oänfi^ 
fdißu gebauten ^ünbmuen gegeben tottb. 
?ßadf> Den $m in gern erfjciden bie $kre, 
um fit unterfrfjeiben ^u tonnen, bie 
Beinamen ttmafleiiGfreunÖ <3K. 1899, 
407), «ttlbeluna, (ä. Auf. 1905): 

SB an fit, eine B»aboaQ^'mbin. (3- 
Stuf. 189», ©. 42). 

w 3Barba kg" blrf)!" gebot ber tfkme 
(sein fcuube. ^n ber Gtefdilrfite „'Der 
Söpjeriepp* nuB bem bnlrr. fiodilanbe 
b, 3ob;. ^Petcr (Cftt. beutfdje ^uftenb. 
3, 1899, ©. 38). 

ttgft, ein fdterjfjafter {uinbenamc: 

1>a mos mal en $unb 

Unb be maö bunt; 

S)en $ünba,en fin 9taem ma§ mi ber* 

teff breetnal feggt, [flfiten, 

idjaft bod) nid) waten: 
SBo r)cet be .fcunb? 

Antwort: »SBBa$-\ 

{». ©tmrorf. Steutfdi. Sinbb. 9fe 1038. 
— Steffen Kartete. 9h. 43). 

SBaffer. Über baS Älter unb bie 
2*erbreittmg biei"e# JjpunbenanwnS f. 
Älg. — ©in t^übfefteis ßeugntö, rote 
ältctcS ©pradjgut in unferen Sagen 
rokber auflebt, gibt &■ Reibet in JRein* 
Ijarb $(rmniina,ö abenteuern ju SSaffet 
unb &U Canbe I 255, wo ein .jpuitb alfa 
ge&eidinrt tDiro : »•»- unter furrtttbarem 
©ebed ftürjk 5B3af[er, ber Rettcn-- 
fnmb, auf bie Heine £anbimg£briirfe 
unb beuaijm ütfi bort fo fiuuioä wütig, 
bafo id) umudl Für lief) ein wenig JUtüü> 
ruberte, beim et gab fid) beu Slnftrjein, 
at3 würbe er. plöfolirfi mit einem 
mäd)tlgen ©alj iu bie Rollt fpringen 
unb midi jum elften ^riüjftüif &&■ 

|e$ten*. 



3$a ff ermann, ein $unb in SS. 
SHaabeä tSraßrjlnna „Beutfdjet Mbel", 
auf ben ber Stutor oft ju fptedjen 
lommt (®e[. QxjjBfyL IV. «Bb.*, ©. 2- 

Haftel, ein lauflfjaar, Dadjflbtrnb 
(^ ( Stuf. 1897, ©. 107). — Saftt b. 
ber ff taufe <©lj. 1903, ©. 60). 3BS. ift 
bolfStümltdje S?ürjung ton <&ebaftiau. 

©after, tu ber S^arf gebräud)tidj 

(tfl. W). 

«Sateifpaniot. 2)1,1899, (5.109. 

föal^mann, ein iangt)aar. 33em* 
(arbiiiex (Oft fe.^t VI 1888). 

aßa«, im ©ebidjt SWau unb 33Jau 
Don fyoffmann bon ^aüci^ieben, 218, 
8, ^>. — S)ic flinbcrjprad]c ruöbk bie 
SRebupItration: ©aumau, tüoför audi 
im -'pcnncburfiifdcit .^nithau getagt Wirb 
(15- SBÜlfflin 3f53ß. I 263). 

SBawi, ber flofename für Barbara, 
be^cldmet einen ^BuUbogg (üfL ify.t&t. 
II 1884). 

Sßecfauf, ein finniger Qntpcratib* 
name für einen ßunb (®fi, XXI 204). 
— ^inbet ftd) im 9iomau „"Der ffllofter^ 
jäger* ö. S?ubw. ©augbofer, Sap. 16 
alö Winnie eine© «Sdjwei&ljuubeÄ. 

SGJccfup. Qlud) entpfabi Hc ibm, SJ-, 
beu bon d)X gef)(n]tten ^ieMingßbunb 
beä Äbiifgö mitiuneßmen (flarl SEßuiff 
a. n. O. @. 267). 

©eibl, fursboarige Ü5ad)Sqünbin 
(tft. ^.,©t. 2363). 

ODettiauf. ZAbSpV, XXII ©p. 171. 

Sef|aUef. tiefer .^«nb jagt bie 
^nifeii auf, ber zweite „©efdtwinb 
wie ber *J3inb" fängt fte unb ber 
britte ,®ricö dlfen unb ©ta^l* 
trägt fte auf feinem ftarfen Müden nadj 
ficnife ( ber ^ugcnb SSJnnberborn, beraub 
gegeben b. St. $>ara(b, 9h. 990, <&. 91). 

93efer. eine beutfdie ftidielbaarigc 
Ijünbfu (oft. ß.--<3t. = B. 2210 unb 
221 it. 

©eweft bon Carenburg, eine 
fdiwarje 3>adi&fjftnbiu; ba$ erfte 2ßort 
ift ber Sffuf, beu bie ftinber auöfto&en, 
: l v 1 1 1 1 fie eine fßunbc fdmier^t unb 
momit fte biefe felbft be^eidmen; ba@ 
ftkttttt ift ber Äame eine§ laiferi. ßuft= 
fdiloifeö in ber tt&Jt bon Wim (ä- 
3(uf. 1905). 

JBiditL ^rof Dr. ^fj. §e&erbcb 
bei ben Sd)Dtten in 38kn befnfe einen 
®adel, ber auf einen Tanten Siditt 
^örte, tiefer SStdjtt war ein @obn beS 

19* 



9r**i 8t*i f « 



Ätcil, eiaei> oäefcn^pti \ 

JMTi, 

Siebtel mann r £er »dwwti unb 
labrarbene ledeP tu ber Selb* an* 
€dg(aber{d}fatee «Drain Urfd" Nn 
grfeba ftieän b. fnUoia, a. Auf 3. 

mtnarta tohrb Detf lernen in cetsi unb 
SaflrtL 

IBte bu. 3?nb ttwr bes ffompoftane 
Ä»terfrt barum föitlidier mb «röna, 
»ett er fcamuiwl beißt- mrb bei jpunb, 
tele bu ffli fytfdiart, OJargcmtufl, 5tei= 
bnufe 0t. 1^4 5« biete stelle lammt 
nur öaroi ein roirfhdter Zum binein, 
bemerft 5 »lüfte (üridjt VI] 40 , nieun 
moii ein SBottiptei mit bem fünfte = 
naimn ,4£ie6ir annimmt 3u unteren 
jüngfteu Xqmti lebt audi ber ©tebu 
am": ein f leine*, berinar*, foqlrabeir 
f<hiwjT\er Ungetüm fnurrtc »ntcv bem 
Oeburt&iagetiidx — fBte bu — friere 
litt) narrbc bu* &unb4ien fogleidi am 
Oebiirivtagt getauft — gab tttebt* auf 
fficmttdireit unb anfoxmenb nidrtä auf 
Siebe (ftranjtöfd SRatm. fbtbec 2 

fBiefel, ein fut^fwat. Dadie&unb 
(Oft £- 2t V i b 

ttirfenfterc 3 gnf. i 

Kilbfana.. SN». 190% 2 66 

. unb SB oll ßnb He fcunbe 

bei (ErtornrnMiitä tfpp, eines rounder- 

baren SBaibgefclirn be6 1>ial,$graftn Dan 

Tübingen lUolailöd Sdjtiften Vlll 313). 

Söitlebremt 

Vlü ijett ber wütt ainen bunt 
ler wt* fletjatifeit nuüebrerfjt 
£cr tat alä ein tramet Sftied)t 
J>cr finem ^ent tft geirü. 

Die jeitenbe Kam »Y d. ConbergS 
t'teberfaal I 297. — Audi $3ilUbred)l 

SBtnbbübel. Äeunft bu ben ftunb 
Otin UUwiiUy So nagt man, wenn 
iemaub in eurer (4efetlfd)afi lügt. Die 
Antwort auf biete RNftf tagtet: .Dt 
ßunb &m SBitibbubel - UineäbftU, 
»irdjöorff im flteia Giberfiebt i^ciifrtjt. 
- iL V.W. | 400). 

Sltfinbesbraut , eine furtfi beultet)? 
CoTfteftfjimbrn (Oft £>. 2t. XI 18981 

£)ircr, ein grauer, raub,. tfcatfe, 
im gj. MUS in «laiieafuTt aufcgefteüt 
(Oftt, tun. 3, 1897, 3. ll&). "Da* «Bart 
tft geiotft ber «tubrntenfpradie ent= 



n Ba nn e n , in ber ber Xnünwf # tn 

TMÜet «hü* foöW ane m tallct fkt* 

tnbe. m f^tajbon «anfe bebeutet 

Öitun. t>er |>onb * anm r 

langen :,retfin8bon3«vM. 3.^71 .> 

*?obon. §en bttrtrr, gib bem 
CnM ^fatdsn! ^wflafL Stoaun u. 
«ntolg » «idnran, & ä — jgcjyn 
ÖnTbet' X'er ^>onb gebordne iebodj 
nnn « Änlff o. a. C. de . 3n jftna« 
fter Seit ein febt beliebt aenuzbentT 
^unbenane. »gl. r»r. IL Hoiüff a i 
15; 2». IM», 34; S0tan»{*ftor 
\fSfy. XXI 34; Sotan von Stöt^al 
irbenba l>4 

©oibl, ein (uT& ladjebunb i,Oft 
^.-€t. ?lr- 2330V 

Öolf. ein ^olfebtinb (ft. füif. 
18S7, ©- 50). — * <18^, g 
Der 9fame ©eifert nennt im Öftor. 
tXfit .Ja&rfc. i^ 7 et««' ^aflbtjunb, 
ber ba alte maraftcTiftcr: ift: ©. 
fteqt mebe einer ^abaflffeife ober 
emem (^tm;«l aber einer Stille 
ätmUd» ciä emer t*ra*V. — Safe, 
SJuifo! Äelir Babn, (Ein flamnfum 
Äom II 178. 

Golfer, ein mädiriget Tanbbaarigrr 
{Bolf^buiib, mit ferner Lettin im ^3ilbe 
bargtücllt tiT ben £putcjefdjid;ten »an 
üliatalo ü (firtftrutb, S - 
.'Ifling. 3>^uf.l905. 

SBurftet. Sirrfd). (»4j 81). — 0. 
«uf. , 18i*7, 9 iL. 

SSurjl, ein Eur^baar. Xiadtd^imb 
c\ XII 189 

«Burjlftpp. 3. «uf. lbi*ö r 82. 

©ur jeiberget, ein Cteiner, tminnt« 
beiiiiper, flrte^ijTämifler ^edel mit em* 
ften matten im triebt wie nn altrr 
Öenbarm (Unto.<Sftt. äleclam. 1736, 

e.7off,j, 

gampa fonnte mebr al» beüen, et 
it»t ein »ruinier. («B. »aobe. Die 
Ceutc au* bem 3ftatbe, I 159). Sem 
tfruit aViietlciibad» ift bie x J?oüeUe 
tOalbmaun luiD ßornpd (Unto Sibl 
Sfrcioni. 4üiK» BriMÄ 

3 an Ut t ein -radtfbunb ^^ , v 
IV 1887). - SRtt Umlaut bafelbft VII 
1889. ^dnflt btefe« unb ba£ folßenbe 
*Bort bieüettfit mit bem mbö. z&nger 
.f d^atf , munter " Mtfont meu f ifel. ©ocin^ 
m^b. 97aitieiibudi 450. 



O. fiatoettbütf, ©mioginotte imt> aSeriunfibteä. 



279 



3onßfi ift ber 9?ame einer ©arfeline, 
ber 'i'ljitipp Cangmnnn in 5er Ä. ftr. 
$ x*rfc um 17. $uni 1904 dir adit £>atf> 
fpalten langet fteuiüetoii mtt uid flarfjen 
unb platten Gtebatrtcn aewibmei l)at 

Sänge, ($1. 19), eine fur,\Ijnaria,e 
fcftnbtJi (Oft, £.*©t VI Sb. 1888\ 

3nni\ ein taiipbaariaer £mnb toon 
„^öir auä ber „Öiaua" (Oft. §,=©t 
X 18 

ßflnfet, et» EGrijSfjimb (Oftt. fnn, 
3ar>r6. 1897, ©. 251), 

ftnppef, rau^boor- Storfjgfuuib (£>fi. 
$.--©t. XII «Rt. 1838). 

genta. 2BEj. 1908, ©. 183. 

ger Mi«, rau&ü. DadiSfjüitblit (Oft 
$..@t XIII Kr. 1843). 

Rene, eine beutfdw 3>ogße (Ä. 16). 

gier 3«rf Utccolo, ein 9tiiöe, 
fdjbttjidjn: ©djäfetftuiib (3, Auf* 18). 

3 i e t) et ii ! £iet war jröci 3 a fite alt, 
GDctjbeinlct, mit fdwialer $tufM3Qaltljcr 
JBrumt, STÄunß. 9. fwft, 2für öle 
Sußenb b, ©oll. & 193). 

3 ip perle tu, eine rote DaaWmöin 
(3. ttuf. 1897, «. 100). 

Bleibe. £ein 'Srfjlnber tuarS ber* 
[allen, bie ^intfdiiu Don ber ftrnu 9Jln* 
j LiT in <m6 bttn Ametitn St od; jfaibe 
b>jj fit, roeil fw ohne 2Raulforb unb 

SJiiirfe nnf öer Strafe lief auf 

dnfl, Atuei, bret, mar f« in ber ©rfjlmge 
(ti« toieiter Sra&. t r- 



3irbel, etroaS ftfimerer OTQbt mit 
groben Äiiod)«i(3». u.#. 1906. @. 669). 

3oU>l unterfdueb fld> burd) eine 
(ElarntüinhcttrU oon bm melflen fetner 

tun bdo liefen. (Cefe&udjlcln b, ©erlin. 
ierfcfnifcbereitiä 11 10 ff.) Qu «Riebet* 
öfterreldi ift ein fj ein imgefdjlarfjter 
fd)merf(iCliger SRcnjrf) In ben 3art0lrng& 
jofjmi. 

Rotnig, narf) $L 19 auf gltidjtigfelt 
meifeub 

Ruder l, eine SKopflbfoibtn (S-Äuf. 
1897, ©. 129). 

Rübjta. 3« 3Jarwiifri)tff d. ©. Sfccmt 
b>ißt ei: 

Wer heylen will mit eyn vngenl 

All InofTond ougen, rott, verblenl, 

Purgyeren will em waaaerglate 

Der ist eyn arlzt als Zühsta was. 
3ü]jfta, Reifet es in ber ttnmerimig, fei 
ein $imbe3name ; I omni b,er, matt auf. 
gb. ©troöel. SJon narrechter artzny 
8. 88—86, @. 170. 

gutei, tiH nllerUebfter «djet {%. 
18M0, fc, 100), 

3n)etßfpir^,eut'SdioBl?unb;:aJi.ß.). 

ämibetnjurj'n. ®le SRuttet beS 
SSJalbi £>ul [£aö, dnet Fur,}()aarta.eii 
3)ad)dpnbiii (Oft. £.'£t. Wr. 2061); 
3- bebeutet and) eine aetftinnnte, grdrit* 
lld)c Sranctiisperfon, bie Öie ^Ut^t au 
bet ^@anb In großen ftrger ju ocrfcöen 
kVMNOf. 



Ädjlaguiortt tttii» BcnoanMe«. 

SBon 
Ctto i^abenborf. 

2)ie Seofendjtmtgeiu ineldje td) im folgenben oorleflc, fd)iie|cit fid> 
teilä an ^ttttfel mctiieS §iftotifd)en ©djlagtübrterbud)! (1906) on, 
teils Betreffen fic oucri oort nidjt kfjan&elte ^tuSbtticfc- Sme 9iei^e 
pDtitifd}et @d)lngmorte fall ncd) btefen attiprud)SIojen ©fmerfungen benr 
näd)ft Ol befoitberem Sfuffafe, betjanbett trerben. 

^Biologie nennt Littrö, Dict 1, 348 ein oon bem beutfd)en 
9?aturfor|tr)er ^remranuä gepragtei Woxt »üb notiert feine erfte ?tu^ 
iDtnbutig bei fi am (irrt feit 1802. 58on meiteten belegen jei etroütjnt 
au« bem 3at>« 1804 eine ftufeerung bei 3eon ^aitl, ©ef. äBeree (1840 ff.) 
18, 381 : „Sinen är)tilicr)eii ^eitberluft erlitt iclj im fiefeu ber trefflictjrn 
SBblogie üon ^teöiranu^'' . ÖgL oudj Sampe, @rgb. (1813) ©. 152: 



'.'SO 



Otto £abenbotf. 



Biologie, $rejeä febr entbe^tüc^e frembe SBort tommt im 9tetdi3-- 
angetget oot unb be^ctdjnct bie i'c^re Dom Seben, mit hinein Sorte, bie 
ÖeoWleEjre, (£3 gehört ju ber gelehrten Üppigfeit unfer* 3t' tfl ft"@r bafj 
für jeben ©egenftanb, worüber fiö} etioaS 3$iffenfefmftlid)c3 jagen läßt, 
fofort ^fludj ein iDiftenföaf iltdpr , unb $»«, oerftebt fid), ®ried)ijdj* 
fiateimfdjer Uta nie gebilbet wirb". 

T>tnUt unb Sicfjter. $ie ÖJefdudjte biejer Sdjlagroortformel 
ifiL-be §ijt. ©djlagro, ©. 58 unb ©omberts Skmerfungen in biefer 
äeitför. S, 124) läfjt fidj bis auf flßujäuS aurürfoerfolgen. tiefer 
fdireibt in feinen „ißtjnfwßnoimidjen Weifen", 3.^*^(1779) ©.101: „ÄJajj 
fief; alfo ber §err ba§ rpä^ov Tpa^«Tui, iüel(^e3 frfjon cor mehreren 
3a|ren ein ©üctjlein on ber Stirn trug, unb baä feitbem bic GSelerjrten, 
bie Center unb 2)td}ter, jum atigemeinen ^dbgefdjTeu erroähtet tjaben, 
empfohlen fenn". SBfil. audj ben Bor beriet 511 feinen Soifsmärrfjen (176 
mo et fiefy unter anberem äußert: „2Bal märe ba£ fjithitfiaftijdie 3>olf 
unferer Genfer, Dieter, ©djroeber, ©eijet, olnie bie glücflidjen Crinflüjfe 
ber Wantof«?* 

sBon fpäteren belegen fei nod> ber redjt bejeitfjnenbe 31 Unfall be» 
grämten ' SR e nid, $ ie beutle Literatur, 2. Stuft. 3, 127 (1836) 
angemerft; „@in ecinger im ölten ©riedjcnlanb, ein alter bitter ober 
Bürger tonnte in ber Dritte eines tüdjtigen SöolÜlebenä mimöglid) bie 
Dorneljmen (Srillen fangen, bie bei unfern getftreidjften 3Hd>tern unb 
2)enfent grabe am fjüuftgften finb, meil biefe auf iferer Stubierftu&e, unb 
ooin praftiftf)en ßeben fern, bei Xtjee unb Ofenrji^e notmenbig auf afledet 
nmnberticfieS 3 fU fl oerf allen muffen". 

Enterbte. 5Jceine Angaben über biefe fdjfagenbe ©ejeidjnung ber 
Proletarier (§ift. ©Viagra. @. 69) fei ergäbt burefj ben £>inn»i3 auf 
ben oon ben Saint^Simoniften ©ajarb nnb Infant in am Sage nadj 
ber Sutireoolution oerfofeten unb im Organisateur am 1. Sluguft 183Ö 
abgebrudten üörief an bie oon $ari§ fern lebenben ©enoffen (Oeuvres 
de Saint-Simon et d'Enfantin 2, 201 ff.). Sßon beutfdjen ^Belegen fei 
eine flufjerung in ^ eines Sutetia (23. 3>ejcmber 1841) na%etragen : 
„<£$ ift ein entfefclicrjet ©djaufpiel, roenn biefe unglüeftirfien £oten @e^ 
riebt lialten über Mebenbige, bie nod) unglürllidiev finb r nämlid) über bie 
jüiiflften unb oerjrociflungSöoÜfteu Äinber ber JHeoo Union, über jene oer^ 
roabrloften unb enterbten ßinber, bereu (Stenb cbenfogro| ifr roie i^t 
SQßa^nfinn, über bie Mommuniften!" 



glegetjaljre. liefet jtt?ar all 3ean ^Jauffcrjer SRomontttet etft 
mirfiiä populär geworbene Sluäbrud ift freilief? beträ^tlia^ frütjer fetjon 
ju belegen, mic eine ©teile bei $ermeS, Mm^ $ermäon 2, 192 (1788) 
jetgt: M 3Jcelne 5^ou fomtte fwt) benn borff uio)t enthalten ju fagen, fie 



vSctyltinroottt unö afcraanbteS. 



281 



fürdjte, auf (Efjriftineu fei je&t fict) nirfit ju oertaffen; benn ba® £eib* 
tiefte , mag Sie firf) non ifjrem gttfianbe bcnfen fönne, fei, baf* toaä 
Htäbgen bie $mberjd)uf> efunalS gefront tmbe unb je^t fie ablaufe — 
unb baS, mein Üteber, fommt benn barauf tjinanS, bafi fie jejt in ben 
gtegeljafjren fte^t". 

fftftc Siebe barf a(S Scfjfagroort gemife int legten Sinne auf 
Sätet ©ufantin jurücf geführt merben, ber feit 33egtnn ber breijjio,« Starre 
beä 19, Sjaljt-ljunbertä baS Sßoftulat ber femnie libre fo agitatorifdj 
bertrot. ?tt£ fertige SBcnbung mtrb baä ©cfjlagmort bereite 1847 in 
ben blättern für titetarifdje Untergattung & 644 aufgeführt: „3)ic 
eigentlirfic ©maiictpatioii*luft ift in Sfcriin nur an ber befannten 9JJabatne 
Stfton 1 511m Söocfctjetn flefomnien. . . . ©ie prebigte atterbing^ baS Stjangclium 
ber „freien Siebe"." Sterfelkn SSorrfüfjrerin gebeult aucfi Sftar. Söalbau 
in feinem Vornan „Sud ber pimfettuelt" (1850, TOe^er» SoÖH*) & 4t: 
„Üttan fief)t hieraus, bafe bic ^?. *ß. 3>efuiten nidjt blojj galant, fonbern 
auet) frcilKit*Liebenb waren. Sie moüten feine erjnwngene Siebe, leine 
AjerenträntflKn, fur^, am @nbe Ratten fie fogar fctunt eine Sttmung oon 
„freier ßiebe" I 1« 2tfion," ¥$%L auä) ebenba ®. 811: „3)ie je^ige 
gorm ber (Stye mit all ifjren ©ebre^en ift immerhin etroaS ©reifbareä, 
^ugenfrfjeintirfjeS, luarjtcnb bie oielaepriefene „freie Siebe" nod) nirgenbl 
auef) nur als etmaS (Jrträgtidieä aufgetreten ift." 9?orfi (jcuiigtftagft 
fteb,t ba3 ©d)tagtüort im ÜWitttlpuntt ber öffentlichen SiShtJfion. 



füllten be ©e ift er, biefer ©amniefritet ber Don Sinton ©ettelfjeim 
fett 1890 herausgegebenen gotge oon Biographien, ijat firf) rajd) a(3 
literarifebeä ©djtagioort eingebürgert. $g(. nur ßtarü Siebig, Met* 
tonten beS Gebens (1KJK*) ©. 93. 2)er Urheber btefer prägnanten 
Sßjenbung tfiarafterifiert im erften ?lbfd)nirt feiner Stn^engru&erbiograp^ie 
(1891) 6. 1 ff- fetbft ben 3ntmti bef S£u3brutfc mit ben Sotten: 
„gfti^renbe ÖJeiftet finb eS, bie ben ffiinjelne» unb ber ©efnmttieit bie 
testen 28ege roeifeu jur niemals raftenben, niemafS ooHenbeten ör^ielmng 
beä älienirfjengejiliterfjteä ... Sie beuten bie SBergaugeitljeit, fie beretten 
fünftiger (Sntmicttttng bie 33afm, fie legen ben üeben3nero iijrer 3^'t blofj 
unb treffen bamtt ben SebenSnero Mer nnb für alle $cit. ©« finb bie 
©prbenlet unb 33orfampfer, bie Ür öfter unb 3Botjt tater rmtt tfKit* unb 
Sca^njelt" ufm. 

©efinnnng. S)ie bejonbete Üebljaftigfeit, ja ßeibenfd>aftlia>feit f 
mit ber man jett ben oierjiger Sauren beä 19. ^a^r^nnberts bieg 6d)Iag= 
mort unb oermnnbtc SBilbungen für unb roiber au^fpielt ($ift. ©trjlagm. 
(5. 103 ff.), fdfeint mir äurürfjnfü^ren auf bie am 14. Sanitär 1H42 in 
ber allgemeinen preufeifdjen ©taatSgeitung oeröfferitlittjte unb öom 24. 3)ej. 
1841 butterte äenfurinfttuftion, rootin jmar ber Äönig oon ^reu^en 

■ Ü6er ßuife «fton bgt. StEflem. b. «togT. 52, 294 ff. (8. fjränta). 



282 Otto ßaoeti&orf, 

baä ffiebürfnU COR „freimüttuöen uttb anftcinbigen SßiibtiäiläT ancrtannte 
unb bie genforen ä u * angemeffenen SÖeobadjrung hr§ 3enfuwbttt3 Don 
IM 9 anratet, aber babei unbedingt DDraiiäfefcte, „bafj bie Senbenj ber 
geam bie SDfajjtegetu ber iHegierung auägefüro ebenen (Srinneruugen nidtf 
geijäjfig imb böämittig, fonbecn roorjlmeinenb fei", ©egen ein JDld)e§ 
„©efintiungägejefc" eiferte 3Korj in einem 1842 gefdiriebenen Slujfofc 
fofort mit atler ®ittfd)iebenricit. ©ietje feinen ttterarifdjen 9iacrjlafj, 
ijetaussg. tjon SMeljuna., 1.33b. ©. 153ff.: „©efeise, bie itirfit bie panb* 
lung ai% folrfje, fonbern bie ©cfinnung be3 ^onbclnbeu ju ifjren .£)nitr>t= 
friterien machen, jinb 9iiajt§ aU pofitibe Scmftipnen ber dSefefclofigfeit" :c 



©län^enbe ü oft er füfyrt Sieibinj in feinen Essais de Tkeadie«'e 
(1710), § 259 als ein SBifctuort be3 tjeüigen Süugnftin an, allerbing* 
o^ne bpä 3^* a * ö enßue * P keaeidniert. 3)ie Stelle lautet; „CTest pour- 
quoy je ne suis pas pour ceux qui ont cru faire beaueoup d'hon- 
neur ä nostre religion, en disant que les vertua des Payens a'ötownt 
que splendida peccata, des vices eelatans. C'est une saillie de 
S, Augustin, qui n'a point de fondement dans la sainte Ecriture, 
et qui choque la raison' 1 , 9fu8 bet 3«¥ bet SSelege, roettfje bo3 5<>rt* 
leben biefer balb meljr ober miobet frei georaucrjtett iSrijlagroortroenbung 
bezeugen, feien nur jnjet l)ctt)prgef>ü&en. <Sp fpridjt $r, Siicolai, Sieben unb 
Meinungen ©emproniui ©unbibertS (1798) ©.304 j, ©. oon gfänjenben 
üaftern, unb 3eßn Üßaul fpielt in ber SSprrebe %u „Dr, ÄafcenberaerS 
iÖab^cije" (1808, SRccIam) ®. 4 barauf an, tnbem er auäfüljrt: „3)er 
jttjette G^ntifltUft« ben bie 33ernunftlcrjre annimmt, ift ber fubtile bet 
^ranäofen, ber ärjulid) bem fubtilen £obtfdjlag unb Siiebfrar;! ber alten 
©uttc&jelcbjien , einen jarten, fubtilen ®l)ebrurfj abgibt; biefer glatte, 
naltergiftige {Stmismufc, ber jdmmräe Softer p glonsetiben Äünbcii ausmalt." 



,§erbenmenfdj, $ie GJejdn'djte biefeä öerMitlidjen 9ttetjfd)emorte§ 
läfjt ffcfc nodj weiter ynÜ b erf pjm alä eä dpu mir geferjerjen ift f|uft. 
@d)(agnx ©, 121). @p treibt s Jiiefef<H @ef. Briefe 1, 137 f. (3. «uff.) 
am 13. Styril ls69 ort feinen Q-reutib ben gttjr b. @Jcr§bptff bie be* 
äeiajnenben SBarte : „ $1)iltftcr ju fein, ävSptutros dMouaoq; .^eerbentnenfdj. 
— £)aüor behüte micf) 3 eu ^ Ul1 & ö ^e SOJufen! ?luo^ mü§te idj taum, 
mie irf)-ä onfteden fpllte, e§ p merben, ba iaya uidjt bin." 



5mm oral ift ift ba§ ©djlagioort, mit bem ^ie^jfdie feit ben 
adliger ^a^ren bei 19. 3o^rL)Uiibert^ fid) toolt fouDeraner Selbfttrome 
ju bejeidjnen pflegt, um batuit fdjarf ben robitalen (Jt)ar alter feiner um* 
»Dälgniben iDioratfritit jiim ^uibrur! ju bringen. Unter anberm jdjreibt 
er am 3. 3anuar 1888 an SM Denffen (®ef. 8c 1, 494): „%n> 
jmif(f)en «opfere id^ . . . $ir etma§ tion meiner 3mmoraUften*ßitc= 
ratur ju ©emüte p führen (bejonberä r ,33ie früljliaie Söijfenj^aft" unb 



Sulagil) orte mit» SJerititmbtca. 



283 



bie „^JtörgentDt^c 44 )." $eg roetteren bemerft er am 21. 3uni 1888 gegenüber 
Ißrof. Änorfe (ßJef. Sr, 1, 505): „Weine initerfte Überzeugung ift, bajj 
bie je Probleme, biefe gan^e ^ßofirion eine3 „3niTnoratiftcn w , tjeute nodj 
uiel ju frülj, nodj tjiel jh unvorbereitet tft" 

tlaffenfautbf. 3« meinen Angaben (§tft ©cblagro. ©> 169) 
»q[. ben StrtiCel (£b. SÖernftein« in ben ©03. Wonatäbef ten 9, 857 ff. 
(1905) über „.ftlaffe unb ftlnfienfampf", worin gezeigt wirb, baJ3 2ftarr. 
btö ©djtaamort $Elafje in jroei ftreng ju fdjeibenben ©ebeutungen feit 
1846 gebraute, einerfei t£ im miffenfc^aftlic^'fD^ialen Sinne, anbererfeitä 
int pDittijtfj^ojiaten, alfo gieidjbebeutenb mit Partei. Unb jraar Ijeißt 
eä ©, 860: „3SoS 3Karj mit feiner Unterfcfjeibung ineinte, ift natürlich 
flar, nämlid), bafe eine Älaffe erft bann auf ber nollen Jpöfje ttjrer (Snt* 
wirflung angetangt fei, menn fie ifjre ©fgenfä^(i(f)feit gegen anbere klaffen 
in %er ganzen gefctjidjtttdjeu Sragmeiie begriffen fyate unb im bemühten 
jujammenfajjenben Stampf ^um 9üi3brua1 bringt," Übrigens oerroenbet 
Waxi ben tlajfenfampf föoii im 3nf>rc 1847. $g(. feinen lite^ 
rarifrfjen Ocac^lai 2. <Bb. S. 467: „ffiä ift fefjr „mogtiaV', bajj einzelne 
3mbiuibuen uid)t „immer" burd) bie fifafje beftimmt werben, ber fie 
angeboren, mag ebenjoraeuig für ben Stlaffenfampf entleibet, als ber 
Übertritt einiger Slbtigen jum tiers 6tat für bie fran^bfijcrje Ste&olnHon 
entfa)ie&. " 

ßonfumberein mirb in ben ©03. 9JtWat^eften 5,977 al§ eine 
ton bem fd)Weyerijrf)en (Sojialiften Rad Sürfli im Saijee 1851 ge* 
prägte Sfcjeidjinung für eine Buritfjer ©enoffenfdmft in $litlprurfj genommen: 
„©ürfli taufte biefe Slffuriation Sonfunmerein, um bei mit ausbeuten, 
ba% fie ber (Sonfumtion bienen foHe, <$r ift bamit ber (Srfinber 
biefel tjeute üiel gebrausten 28orteä geworben, menn auci) nidjt 
... ber ©rünber be$ erften (Sonfumoereinä auf bem f5efttanbe. ^enn 
fcfion nor biefem bon Sürfli geftifteteu (Sonjumoereme gab e$ fomo^l 
in ber ©djmeij ai# and} in S'tanireicf) unb ^eu^cnlanb (Sonjumoereine, 
nur trugen fie notfj nid)t biegen tarnen, fonbem r>ie|en ©emeinnüfetge 
Verehre, Strbeitergejellfdjaften ober fonftmte." 

SR ab ob. 3"r bUMidjen &etroenbung btefeä 9£u*brud§ (fte^e ©ift. 
©djlngro. ©.213) ift eine $tmnerfung oon Reifend) $eter ©turg im 
Deuij^en ÜKu[eum 1779, 2. 93b. @. 26 berau^e^en, meiere erläutert: 
„(£in Scobob Reifet in ©nglanb ein SKenfdj, ber fein ©lüct in Snbien 
gemalt t)at, ober, wie ib,it JJoote irgenbmo befcfjreibt, ein #ert, ber ftdj 
wa§ rea^tg ju fein biinft, meil er bie Reiben geplünbert ^at, ber oft all 
ein bürftiger ©c^ur( oerreift unb al3 ein reicher iaugenidjfö ^urüeffommt." 

^auperi§mu§- Über bie £erfunft biefei ©a^lagioorte^ (ogL ^pift. 
©a^tagm. ©.237) äußert fi<^ Äarl 3?£arj (Üiterarijtfjer ^a^Ioft, tjerauÄg. 



Ctlo fiabenborf, ©tflaßioortc unb BectMKitoA 

Don gfe. 9J?ef)ring, 3. 93b. ©. 44) in einem Sfrriret aus bem 3ar,re 1844; 
„(Sirglanb ift baS ßanb beS SßauperiämuS, fogar bieS Sort ift englifd}en 
UrfpruiißS. ®ie üöetrnrfjtung (JtiglanbS ift alfo baS fidjetfte ©jpenmetit, 
um baä SJerrjättnil eines. Politiken üanbeS 3 um ^auperiSmuS lernten 
gu fernen". 3ug(eidii weift er barauf f)in ©. 47, ba| man im enajifajen 
v $arfameut fdjon 1834 über ben ^kupertSmuS oerljanbelt unb irnt burä 
SJerwaltungsmafjrea.etn 5U befämpfen oerjurrjt tjabe. $)aS englifdje ©ehlag* 
Wort paupemm ift alfo fifmn Einfang ber bretßiger Satire oorrjanben, 
bann fottwrjt ins Xeutfdje rote inä granjöfijdje Übernommen Würben. 



^ßufferftaat (frj. ßtat-tainpon) roirb in SftenerS ©r. ftom>-=£erifon, 
6. Stuft, auf 'Efjierl jurücf geführt, aber ofme genauere ©tetlenangabe. 
3m SJeuifdjen ift bieS poiitijdje ©djfafltwrct feit ben fediäi^cr 3at»rcn 
beS 19. Sfatirrjunbettfii ju belegen. Sögt, bei ©nnber^, ©rgb. ©. 501 bie 
Qitatz 0U5 ben ©retnboten 1867, 2, ©cm. 2, 104 nnb aus ber ©egen* 
roart 10, 424 (1870): „Rumänien . . . füllte aucfi als 3tPifc^cnftaat 
(gleic^fam ^Sufferftaat} bajti btenen, Siußtanb nnb bie £ür!ei ju trennen". 
SSefonberS oft roirb bie ißc^eictinung auf StfgljnnifiQn angeroanbt in feiner 
Jöebeuiung für ba$ miteinanber rioaiifrerenbe 31n^Ianb unb (Englanb. co 
belegt üDturap 1,1158 buffer-state feit 1883. 



©d>[adjtenbeitfer ift ätoar erft feit 1870 fterjenber 9iurjmcStitel 
bei großen Strategen SJiottfe geworben, wie irij im $tft. ©ctjlagro, 
©. 279 im 5fafd)luß an baS $:53b. angebe. 2)ocrj fegon in ben ©renjboten 
1867, 1. ©cm. 2, 119 wirb er ber berühmte „genfer ber ©mladjten" 
genannt. Sr Ijatte aflerbingS aud) bereits bamalS burrf) feine gtanjenbe 
gelMjerrnhinft baS (Spitrjeton oottauf oerbient. 

öctitagwort. 5Da meine iöelege für bieje mistige SBortgeidjiajte 
noefj nidjt ausreißen, feien öorläufta. jroei 3rtate aus JpippeU „ftreuj* 
unb Ouerjitflen beS bitter« % bis 3" (1793 f.) neben einanber gefreut, 
meiere erlernten (äffen, baß bem ©djriftfreller jwor bie uns geläufige 
SSerroenbung bei 'SluSbntffs nirf)t fretnb ift, baß er aber bprij ODrfidjtiger* 
roeije noerj mit einer ©rllärung ober ^oroflete bem $erfranbni« ber üefer 
&u §i(fe lammt. Sögt. §ippei, ©äntti. SSerfe (1828) 8,67: „®a$ 
unbebeutenbe SGöorr Trauermantel traf fie fo, baß man jagen formte, 
fie jei auf ber ©tefle geblieben, ®s gibt foldjer $trt SBortc, bie man 
jur <£r!enntlicf)teit ©rrjlagworte nennen tonnte". 2}aju Ijalte man 
ebenba ©. 147 bie ©teile: „Die $ämmcrung3*©t«nbc be3 9iitterä 
liti'H juweilen auc^ getjeime ©tunbe. ©ie war mit iSiubilbung ftatf 
gewürzt, welkes überhaupt ein tßot^altfc^eS SofungSwort fdtien: fo wie 
bat ©ort ftretfair ba§ ©a)fagwort f ber Sa^[omcb be# SSotfeS ift." 
Seldje älteren ©etege finb nad)weisbarV 



Diubctf Btnbet, 8»ir Sprodje beS ^ennalidmne. 



28i> 



©teuerbouqttet, ein ©rfjlagmort» womit man erft in iüngfter ^zlt 
toieber bie neuen ©teueroorlngen ju iroiüfieren pflegte, mürbe bereite oon 
SBUmartf, SßoLit. 9?eben 8, 13 als ein befannter $u3brut! girier r, inbeiu 
er in ber 9tettrj£tagäfif)uug ^om 2. 9ftai 1879 oon bem „fogenannten 
©teuerbouquet be* Sföniglid) preu&tjdien $manaminifterä o. b. J)enbt" fpraaV 



3ur «Spradje qcb yenuaüsrnttB. 

©ort 
ftubolf SBinbcL 

$)a| bie SBurJcfjenmeft roät/renb ber Jfrani|eit be§ ^Jennott^mug tu 
ber erften £älfte be3 17, Snljrtjimberte befonberä fprßdjfdjopferifdj ge* 
roefen ift, geigt ftr. Slugeä „©eurjdje 6tubentenfprndV beutiidt) genug. 
?lber e3 ift aurft gan^ tntcreffant m feljen, roie ber ünmifle über ba3 
Unroejen k£ ^etmaliSnuia, ber fjcilige Sifer gegen biefen ©djanbfltect bei 
8tubeutemuefen§ ju gang eigenartigen ©pradjjdjöpfungen geführt tjat, bie 
freilieft fitfj nidjt lange erhalten mtb feine ©puren in ber ©djriftfpracfje 
tjinterlaffen rjaben. ©oldje eigenartige SSortbilbungen, bie bie $eber bei 
Joffes gegen ben Spennaü§mu£ erfuttbeu qat, ftnbett fid) in ber ©djrifi 
bei Sormnneä 3J2attt)aeul Wq/jati; „Gtjriftlicfje Erinnerung oon ber 
<m$ bett ermngelifdjen fjotjen i&rtiuten in jteutjdjianbt an mandicm ort 
entroia^enen orbnungen mtb erbareu ©itien, tmb ben bi§en eleuben 3 e i* ett 
eingefd)lidjenen ©arbarerjen", ©djleijjjingen 1636. Übrigen! tft biefeä 
2Beri bei djarafteröotlen Söefämpferä beä ^ennaliginu§ fdjon oou $r. eilige 
in feiner „Seutidjen ©tnbenienjpracr>e" itn'eberfjüU tjeran gebogen, unb t§ 
fann [icb, im fotgenben nur um eine fefyr bcfdrjcibeue 9ißd)lefe rjaubehi. 
(Sine redjt lorjnenbe Aufgabe mfire e£, bie beutfeien ©djriften be§ 9teftor3 
be3 @nmnafmui3 Gafimirianum ju Soburg unb uarfjmaligen ^ßrofeffor§ ber 
Geologie ^u Erfurt einmal im ^ufAmmenljang naef; bet fpradjlitfjen 
©ette ju djarafterifieren. 'ÜHerjfart ift ein ganatifer ber SRIjetout; in 
einer intereffanten ©teile feineä „|>immlifd)en Serufalcmä 11 1 erörtert er 
be3 längern, roie bie ^jerriidjfeü be$ tjimmlijcrjen 3euifßlent3 rhetorice 
ftu bejd)rciben ift. ©r tjat fdbft eine „ Seufze Mjetorica" (1674) ge- 
trieben unb jeigt fid) §ter wie in feinem Oratorium mellificium aU 
ein gelehriger ©rfiüter (Siceroä. SÖeun SDiDfdjerofd) in bem ®cfimte 
*pfjilanberä uon (Sittemalt F ,^>au^ fjfonüber, ©an^ rjeriiber" (Sicero »or 
bem ")iiditer|tulil be» VUioDiit auf ßcrolbseet fidj kflagen Infet, bafj feine 
^errticfiett iöü^er jeit ba^u bienen mttBten, „ben ftintenben $tä$ unb 
Öuiter barin ^u mtdetn", jo teilt jebenfnttä 3J£enfart biefe 2)£i|ad)tung 
be§ 9tebner« Cicero burrfjauS nidjt. %ud) itt feiner M i£fjriftlic^en Erinnerung'* 



1 ttuSg. l>. Q. 1627, B. 251 ff. 




284 



ffhtftolf SEötn&et, 



tritt Ulli feine rrjetoriföe Strt p reben entgegen, bejonberi in ber jpäufimg 
ber s Borte. 

$er ©egenftanb, ber in biefem SBcrfe bcfampft wirb in unglaub» 
tidjet @rbitienmg, finb bie Agenten, agieret, ©dwriften, ißennalifterer, 
aua) aüanwbifd)e ©tubenten (benannten, b. t|. biejenigett, bie ba3 ^Seti- 
nalifieren an ben non ben ©djulen fommenben jungen Stubenten r/erübeu. 
Httf biefe Algierer roerben eine g-fiite eigenartiger ©ä)impf wort« gefiäwft. 
3?fenfart fagt einmal (iö. 231): „3frf) weife, bie beutfdje ©pradje ift toiel 
ju arm, bie Slfabemijrfjcn ^parpenen uarfj itjren äBürben ,yi betreiben" ; 
wa# an tfjm lag, §at et fidj fefyr bemütjt, bie „beutjefrje ä^Ö 6 " in btefee 
Ijmfidit ju bereitem, jjunädjft bebient er fid) für btefett $mtd ber 
bur(t^tfojen Boologie, rcie ftluge fef)r beaeidtnenb ei nuibrücft. £r nennt 
fie 1 : ©am Düffel, SBqH $rafe, ©djluig Dd& Soffen ßttf, ©eil ©pa&, 
®udgurf*, Sauden uub Shilfoen 3 , alte Soft ©rfj weine 4 , ©dwattertiöget \ 
^Ifobemifrbe 2kacfien 6 , ©äw Stgirer 7 , ^Soffen unb ©crjnatfemncifter 8 . 
©igentiiutlid) ift ber 9(nibruef Jiftug ©tuöent" 3 , ober 9M&[eiu 10 , wie 
bie agieret auet) genannt werben in ber beutfrfien SBiebergabe bec lötet* 
nifeben ifiebe bei SBoIfgang ^ctjbeT gegen bie ^ennalifterer. deiner 
9(nfirf)t uad) ift Sfaifj fjier fontel ali „£aui". $ä) fiüfcc inteti für meine 
^tufirf^t auf fotgenbe ^uifünrungeu bei 3ok Sftitfi. .fKittäe in „feinen 
Stnmerfimgcn über beS gerrn $rof. ®ottfcrjebi beutfdje ©procbleljre' 1 
(1759).» 1 @r fprtc^t U über OTiffe lendes nnb 9lüffe ouces. $rifd> 
unb Söbtfer feien bagegen, btife man bie Sorte burrfj „i N imb „u" 
untetfdjeibe. $ertttf frfjlie&t bann ©ottfd)cbi STnfidjt nu, bafi e§ bodj 
^inei t>erjrf)iebene sfeorte feien, früher fei 92u& aber mtrf) für ftopffou* 
gebraust. 5>er ©mnb, bajj man bie SBorte tiÜmü^licr) gejd)iebni qabe, 
fei im 9iteberbeutfdjen 5U Judjen, Denn, fo fätjrt fieinje fort, „ei ift be* 
fannt, bajj bie ^3Iüttbeutfer)en burefj ifjr os roturidum nnb burdt ifjr 
fdjatfei ®er^Ör afle ©etfrft* unb Mitlaut« mel genauer aii bie Dbcr* 
faö)fen unterfcfjeiben. $lmi aber laffen bie burdjgängtg bei §aarniffen 
ein derlei , r i M , bei ben ^afelnüffen aber ein bunffei lt ü" f)Ören, woraui 
erhellt, bafe fold)e nid)t ein r fonbern jroci 2Borte finb," 

3u anbern ^a^impf Wörtern auf bie Agenten finben fict) bibltfd)^ 
tfjeologifrfie 9?oe^flänge. ©o tuerben fie H tt)öridjte Sontiten 1 *, grobe 
SSeancti" " genannt Xtt Stuibruet „Öeanen* get^t woljl auf ben täube* 
rifdien Sebutnenftamm iüvM, ben ^ubai 3?f accabaui fn>liig(1.9Jfo?f.5,4 f.). 
3(ncri ber lUame „©fauiten 1 ' u , fommt t-or r S3eliallfiiib, ©eliaU ©ef^meiS. l5 

Sludj bie antiten Elemente machen ftd) in ben ©djimpf warten geltenb, 
fo etfa>mt ©» 24:^ ©toraj al§ ?[gent. ©0 roerben fie ©entnuren, CSii- 
flopen genannt, Öentaurifcjle ßafcbalger unb SRenfcbenfreffer 16 , boctj tritt 

» ©. 130. * C. 131. * @. 141, * e. 16fi. * <&. 2M. ■ ©. 261. • ©. 881 
• ©. 46ö. ■ ©. 214. " & 217. " ®. 50 ff. " ©. 145. " ©. S41. ©gl. 
cudi Themata de Beaoorum curatione bei Gafpar T)ornaötui: Amphithcatrum 
sapientiae ioco-seriae 1670. 11. 3. 156 ff. u. SBetmartfdje* ftahrbudi VI ©. 32äfT. 
'* ©. 174. M ©, 23Ö u. 233. * ©. 271. 



3ur ©pracfcc b«3 ^enrnslianra*. 



287 



biefeS ©(erneut terbt jutüct, outf) boB SQSort „burfcbifo*" fennt 2)?erjfart 
nocb nidit, er bilbet einmal ben $(uäbrucf „burfdjaliffb fd)iita^cn l " . Sin- 
mal roirb ber Agent „ba$ $arte unb ücbliebe iörübertein beä tt)örid)ieu 
SD^argitcu 2 " genannt; ÄJiargitei ift ber CSulenfpuftri ber gried)ifrfjen Stallft* 
jage- ©onftige ©c^impf njbrter finb : ba3 ©atauifcfje |>urenlinb, glimmen 
Älöfcer ßneetjte, ©taubenten, Reifen Räuber, bunter muffige ©cbjingef, @rfe 
SacdjQtitcn, ©cfjmier SBafajanten, febenbtge $3lödjer; ftern^ennäle, ©Tfc* 
Seujen, ©int* unb ©eel= s $ennäte, rubmfitf/ttgc ©rbmnfoenrjaroer unb 
©tbnareber, fterfateu, SWaifolffe«, SDtenalcfen, Ob tiidjt mele Don biejeu 
©crjimpfroörtern in ben Äreifcn bet „Agenten" aU fiewrjte* ober SBier= 
nnmen miftatt ber bürgerfitben Hainen gäng unb gäbe maren? 

SBJic bie ©fubenteti, befonberä bie Slgentcn, bamal£ bie anbern ©täube 
bezeichneten, baiübet tjanbett Äluge in jeiner ©fubeutenfytaaV auäfüfjrlid)- 
3rfj bebe nur roenigeä fjerüor, roaä in biejet Se^errnng ÜDieüfart eigen ^ 
tiimlic^ ift ©. 887 beifjt e§: „'Die SUten >et)n ituu ©Reimen, bie Männer 
3Mebe, bie jungen ©ejeffen Ätafemoelfeer, bie Änaben Sftaul^ffen, bic 
abgelebten iWatroaen fenn Hjm Ernten. . , . liefen legten Hainen bringt 
et ©. 14 mit ben „Sruiben* b. b- ben „freuen" jnfouimen. „Unb ift pt 
beftapen'\ beifet e£ bort meiier, „baß Don biefen trjeuteit Scannern baä 
oerteuffeüe {jeretitjoll ben Diomen betommen, unb nunmebr X reu teuer unb 
Suiten tjeiffen." Übrigens fpiett bieder Sltiäbrucf in einet anbetn ©tfirift 
UMetjfartS eine grojge SKolie, in ber er fieb gegm ben Unfug ber £ejeu* 
projeffe »oenbet; fjicr roitft feine ttjetorifebe $lrt gerabc^u oft erftbüttetnb. 
&ie 9£arbroelt bat feine SBerbicnfte Qurfj auf biefem öJebiete faft ganj 
bergeffen, loetl er ifrjr jn jebr im ©Ratten oon gr. o. ©pee uub (Sfjriftian 
^tjomafiuä flnnb. 3)a£ htliurgefcbtcbttiai unb fpradblicrj gleicb mtereffante 
©Urt) finbet fieb in bem ©ammettüetie : Uiiter^icbtic^e ©ctjrifften Sßon 
Unfug be3 £eren^rocefee3. $u feinerer Untetfurbimg ber 3auberen 
fjennis gegeben Aon ^obann ftteirt)en, .gmlle 1703. 

Hurf) ftanjöfifrfje ©tuffüffe jjeiat bie ©tubentenforadie, rcie fie fidj 
bei SMenfart barfteflt. £a£ fran^bfifdje Ja flutte u im Sinne oon Strähne, 
g-ledite, SÖünbel auö Jpaami, ßopf erfdjeint cwuual in einet eigen artigen 
©teile, wo bet atlamobifcbe ©tubeiit gefrfiifbert mirb: a , f $inber bem Obt 
brabietet ein jdjimrr, frf)mnr|er tnb gefttiufetet 3 Ü $> önreer)t: ein fronet 
Öeetener, ^i^foniet, £öroener, Scb^nerer flotte, l)a(t bie $(rt nidjt, roie 
bie Sebetn auf üibanou, bie üdu ben Mgetn nacb ben SÖajfern frieden, 
©otdjet S^tte ^at fein äietlirfje öub ^atb citculiette ©djitieiffc mie ber 
9Kfua öon ben Stfrifanifeben bergen be? ^Ronbeä in baS 2Nitte(meer ber 
SÖett, bijjnjciten gefjeit batiu oierfüjfige ^>irjd)e», ÖJentfcu, dtofobiten, 
übet roeldjen bet btinbe Jpomeru^ M S" tobt beTnmntem mufte, unb 
bet faft 311 etnem ©unbetmede gele^tte ^einfmä ftattlirt) mei^ ju loben " . l 



©tommt ha&et ht r f(otte ©tubent"? 
* ©0t, übet baä eteiflniS a»# bem fleben ^omerö, auf baß hier anßtft>ielt mitb. 
Sergf, ©efeb, b. srfcrt. Clt. I 417 unb ^«roclit b. <Sp[;eju^ Öragm. 56 od. Diele. 



1 ©. 23 f, 
* ©. 1B7. 



2SS 



SHubolf 9Btn5el, 3ut ©prodje 6ee ^ennaüSmud, 



^)aä SQBort brabieren, ftatiiictj brabieren liebt SJlenfatt aud) jonft.